Seid ihr gute Menschen?

Das Ergebnis basiert auf 62 Abstimmungen

Sonstiges 58%
Ich bin ein guter Mensch 37%
Ich bin ein Böser Mensch 5%

56 Antworten

Sonstiges

Ich glaube, kein Mensch ist NUR gut oder NUR böse. Der Klassiker dabei: Hitler war Vegetarier, unser heutiges Tierschutzgesetz geht auf die Nazizeit zurück...

Ich persönlich versuche, ständig meine eigenen Ansichten zu hinterfragen, sie nicht als unumstößliche Wahrheiten zu betrachten, sondern offen für andere Ansätze und Argumentationen zu bleiben, mich selbst, mein Handeln und Denken auf Vorurteile und voreilige Fehlschlüsse zu überprüfen und es im Zweifelsfall zu ändern.

Gelingt mal besser, mal schlechter. Aber insgesamt versuche ich halt schon, "gut" in dem Sinne zu sein, dass ich eben nicht einfach Folgen und Fehler meines Denkens und Handelns verdränge und ausblende, sondern aktiv suche und möglichst korrigiere. Aber auf dem Weg dahin mach ich dann natürlich auch Sachen, die nicht so wirklich unter "gut" fallen. Oder ich entscheide mich auch mal ganz bewusst gegen den guten Weg (z.B. indem ich trotzdem eine kurze Strecke mit dem Auto zurücklege, obwohl ich ja weiß, dass laufen oder Bus fahren besser wäre ;)).

Auf dem CO2 verseuchten Planeten bist du das geringste Übel, das meiste an CO2 Umweltverschmutzung kommt sowieso von der Tierhaltung (Kühe).

Außerdem ist es nur wirklich böse, wenn du diese Kurzstrecke mit einem Diesel zurücklegst, hehe.

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@HardcoreGoTFAN

Klar, so kann man sich das schön reden und das eigene Gewissen beruhigen ;). Aber genau sowas versuche ich ja zu vermeiden :). Also, keine Ausreden suchen, sondern im Zweifel halt einfach mit dem schlechten Gewissen leben, dass ich da gerade etwas tue, was nicht optimal ist. Geht ja, ist halt nur ein bisschen weniger bequem als die Suche nach Ausreden und einem "Aber XYZ ist doch viiiiiel schlimmer!" ;).

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Sonstiges

Ich glaube nicht dass es so leicht ist, den Menschen in eine Kategorie einzuordnen, zumal gut und böse ja nicht deutlich definiert sind.

Ist ein Beamter, der eine Pfändung veranlasst denn ein guter Mensch? immerhin nimmt er jemandem was weg, der das vielleicht wirklich braucht, muss aber andererseits das Gesetz und seine Behörde vor dem säumigen Zahler vertreten.

Das ist jetzt nur ein Beispiel für eine Entscheidung gewesen, von denen der Mensch als solcher jeden Tag Millionen trifft, die vielleicht irgendwann in ihrer Gesamtheit das Bild eines 'guten' oder 'schlechten' Menschen entstehen lassen könnten. Prinzipiell würde ich aber sagen, dass sich ein Individuum nicht ohne weiteres in diese Kategorien einteilen lässt, so würde ich auch nicht sagen, dass ich NUR gut oder NUR schlecht bin. Merke, wann du handelst oder vllt. entscheidungen triffst und versuche die zu hinterfragen. Handelst du grade nach den ethischen Maßstäben, die du dir selbst setzt oder nicht?

Klar wird man damit objektiv vielleicht nicht als guter Mensch an sich gesehen, aber man ist mit sich selbst im Reinen. Und das ist in meinen Augen noch um einiges wichtiger

Ich bin ein guter Mensch

weil ich niemandem schaden will und auch nicht weg sehe, wenn in meiner Umgebung Ungerechtigkeiten geschehen.

Das schließt nicht aus, dass auch manchmal böse Gedanken durch meinen Kopf schwirren.

Als Erläuterung anbei eine kleine Geschichte, als die Hölle überfüllt war....

…..

Ein freier Platz in der Hölle

Eines Tages war es soweit: die Hölle war einfach total überfüllt - und noch immer stand eine lange Schlange am Eingang. Schließlich kam der Satan heraus, um die Höllenkandidaten wegzuschicken. "Hier ist alles so voll, daß nur noch ein einziger Platz frei ist!" Der Teufel überlegte kurz, Dann erklärte er: "Diesen Platz muß der schlimmste Sünder bekommen. Sind vielleicht ein paar Mörder da?"

Er fragte einen Bewerber nach dem anderen aus und hörte sich deren Verfehlungen an. Die Bösewichter erzählten viel Schlimmes, doch es war nicht schrecklich genug, um dafür den letzten freien Platz in der Hölle zu „opfern".

,Immer wieder schaute sich der Satan die Leute in der Schlange genau an. Schließlich entdeckte er jemanden, den er noch nicht gefragt hatte. Der Herr stand allein und schien sich abkapseln zu wollen, "Was ist eigentlich mit Ihnen? Was haben Sie getan?"

"Nichts!", erklärte der Mann überrascht. "Ich bin ein guter Mensch und nur aus Versehen hier. Ich dachte, die Leute würden sich hier um Freibier bewerben." -"Aber Sie müssen doch etwas getan haben!", entgegnete der Teufel. "Jeder Mensch stellt etwas an!"

,Doch der „gute Mann" blieb dabei: „Ich habe mir das Treiben der Menschen angeschaut, doch ich hielt mich davon. Ich sah, wie Unterdrückte verfolgt wurden, aber ich beteiligte mich nicht an solchen Schandtaten. Kinder wurden in die Sklaverei verkauft, Arme und Schwache wurden ausgebeutet. Überall um mich herum geschahen Übeltaten aller Art, Ich allein widerstand der Versuchung - ich tat nichts."

"Absolut nichts?", fragte der Satan erstaunt: "Sind Sie völlig sicher, dass Sie das alles mitangesehen haben - "Ja, vor meiner eigenen Haustür", bekräftigte der ‚gute Mensch' - Verblüfft wiederholte der Teufel: "Und Sie haben nichts getan?" - "Nein! - "Komm herein, mein Sohn, der freie Platz gehört Dir!"

http://pro-leben.de/symb/freierplatzinderhoelle.php

Ich bin ein Böser Mensch

Bitte "seid" mit "d". Das tut weh beim lesen.

Ich habe kein Interesse daran, ein guter Mensch zu sein. Ich sehe für mich keinen Nutzen darin, mich generell gutartig zu verhalten. Und das zu definieren, wie du schon sagtest, ist sowieso schwierig.

Meine eigenen Interessen stehen im Vordergrund. Immer. Wenn es eben mein Interesse ist, mich nicht bösartig gegenüber einem bestimmten Menschen zu verhalten, weil ich ihn gerne habe/liebe, dann tue ich das natürlich auch nicht. Auch wenn ich mich dann natürlich "gut" verhalte, ist das purer Eigennutz. So ehrlich bin ich.

Und wenn ich dem Spasten aus der Schule beim Klassentreffen leben lasse, dann tue ich das nicht weil ich mir denke, ich will kein böser Mensch sein oder ich will keine Lebewesen töten. Sondern weil es für mich am Ende unschöne Folgen hätte.

Leute die es für mich "wert" sind, werden von mir auch gut behandelt, denn das hat dann am Ende für mich Vorteile. Unb damit meine ich nicht Vermögen oder so etwas. Eher wie den ihre Verhaltensweise und Denkweise auf mich wirkt.

Etwas abgeben, des Abgebens wegen, oder etwas spenden damit man dann sagen kann man habe eine gute Tat vollbracht, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe dieses Bedürfnis nicht.

Die Meisten würden diese Denkweise wohl als bösartig bezeichnen, weshalb ich mich hier jetzt als "Böser Mensch" einstufe. Trotzdem komme ich mit Menschen, mit denen ich gut klarkommen will, auch erstaunlich gut klar. Die suche ich mir aber eben aus.

"Das tut weh beim lesen." - Ja, in der Tat. Das ist eine Substantivierung. Hier wird "lesen" groß geschrieben.

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Sonstiges

Das Gleichnis vom Saulus zum Paulus entspricht der menschlichen Natur. Der Mensch durchläuft eine Entwicklung mit Höhen und Tiefen, wodurch er reift. Im besten Fall eben zum Positiven

Wenn man sich einmal die letzten Worte von Massenmördern vor ihrer Hinrichtung zu Gemüte führt, bittet so gut wie jeder die Hinterbliebenen der Opfer und Gott um Verzeihung. Nur ein oder zwei äußerten sich eher negativ.

Der Mensch tendiert früher oder später zum Guten.

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