DExit?

Nein, weil 85%
Ja, weil 15%

55 Stimmen

15 Antworten

Nein, weil

Weil ich nicht jedes Mal meinen Reisepass vorlegen will, wenn ich deutsche Grenzen verlasse.

Außerdem hat der Zusammenhalt auch viele Vorteile (wie eine gemeinsame Währung)...


Starkman405 
Beitragsersteller
 28.08.2025, 14:17

EU austritt heißt ja nicht dass das schengen abkommen wegfällt.

Kleidchen2  28.08.2025, 14:19
@Starkman405

Doch, das würde es bedeuten. Denn Schengen funktioniert nur mit einheitlichen Standards.

Jack98765  28.08.2025, 14:23
@Kleidchen2

Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island gehören auch zum Schengenraum
EU-Roaming gilt auch in Liechtenstein, Norwegen und Island

Jack98765  28.08.2025, 14:26
@Kleidchen2

Das würde DE wohl früher oder später auch wieder, sodass man gleich dabei bleiben hätte können. DE lebt von der EU und die EU-Länder leben von Deutschland.

Jack98765  28.08.2025, 14:29
@Kleidchen2

Ein italienischer Minister hat ja damals bei der Diskussion um den Brexit zu einem britischen gesagt: "Die EU verliert einen Handelspartner, aber Großbritannien verliert gleich (damals) 26."

Man muss nur Zölle einführen und die Unternehmen, die noch in DE produzieren, würden auch noch mit dem Rest in die EU umziehen.

Skywalker17  28.08.2025, 14:31
@Starkman405

Alles fällt weg, aber da sagt euch die Afd nicht die Wahrheit.

Wer die EU verlässt, kann auch keine Teilbevorzugung erwarten, siehe GB.

Crack  28.08.2025, 14:56
@Starkman405
EU austritt heißt ja nicht dass das schengen abkommen wegfällt.

Natürlich heißt es das.

Denn alles, was bisher im Namen der EU vereinbart wurde, entfällt und müsste erst mühsam und Staat für Staat neu verhandelt werden.

II99II  28.08.2025, 15:21
@Starkman405
EU austritt heißt ja nicht dass das schengen abkommen wegfällt.

D.h. DE würde ein Assoziationsabkommen mit der EU abschließen (vergl. Schweiz, Norwegen), aber würde sein Mitbestimmungsrecht dafür aufgeben. Also würde sich DE selbst zum Vasallen degradieren?

Sehr klug...

Nein, weil
  • Ich überzeugter Europäer bin.
  • Wir gerade erleben, wie die größten Länder der Erde (Russland, USA und China) versuchen, diese Erde unter sich aufzuteilen. Ein kleineres Land wie unseres kann da nur entweder abwarten, wer von denen es denn unterdrücken wird, oder versuchen, Teil eines Bündnisses zu sein, das groß genug ist, gegenzuhalten. Ich selbst möchte kein Sklave aus den Kolonien von Trump, Putin oder Xi werden.
  • Kein anderes Land in den vergangenen Jahrzehnten wirtschaftlich von der EU so sehr profitiert hat wie Deutschland.
  • Es sich in der Geschichte ausnahmslos immer gezeigt hat, dass Nationalismus sich auch auf das eigene Land negativ auswirkt.
  • Ich die Zeit genossen habe, in der man einfach so nach Frankreich, Österreich, Belgien, Luxemburg, Holland, Italien,... Fahren könnte, ohne sich Gedanken wegen Wechselkursen, Staus wegen Grenzkontrollen etc zuscjen.
  • Ich mich selbst einfach wohler damit fühle, auf Menschen aus meiner Nachbarschaft offen und freundlich zuzugehen als mit Abgrenzung und daraus resultierender Ablehnung und Hass.
  • ...
Nein, weil
Wärst du dafür dass Deutschland aus der EU austritt?

Nein. Wir haben gesehen, wie Großbritannien unter dem Brexit leider. Die britische Wirtschaft leidet unter den Folgen des Brexits. Britische Hoffnungen auf eine hohe Dividende durch den Brexit haben sich bisher nicht erfüllt.

Die Brexit-Ziele, mit denen die konservative Regierung den EU-Austritt beworben hatte, wurden nicht erreicht:

  • stärkere Autonomie,
  • weniger Verwaltung,
  • weniger Zuwanderung,
  • ein besseres Gesundheitssystem,
  • geringere Steuern
  • bessere bilaterale Handelsabkommen.

Nichts davon ist eingetreten.

Weniger Einnahmen

Neue Handelsabkommen, wie das mit Australien, sind im Vergleich zu den Verlusten im Handel mit der EU winzig.

Der Brexit sollte die Unabhängigkeit frei von EU-Regularien bringen und die Wirtschaft Großbritanniens wachsen lassen. Ein Blick in die Daten zeigt aber, dass der Austritt aus der EU Großbritannien geschadet hat.

Mehr Kosten

Der Brexit hat im Jahr 2021 zu signifikant höheren Kosten für Verwaltung, Logistik, Zölle, Finanzierung und IT-Anpassungen bei gleichzeitig gesunkenen Umsatzerlösen geführt.

Fehlende Arbeitskräfte

Das Gesundheitswesen, das Transportgewerbe, die Gastronomie und die Landwirtschaft zählen ebenfalls zu den Brexit-Geschädigten. Sie klagen seit langer Zeit, dass ihnen aufgrund der verschärften Einwanderungsregeln Arbeitskräfte aus Süd- und Osteuropa fehlen.

Ärmere Haushalte

Haushalte sind ärmer geworden, die Investitionen stagnieren und die Handelsbarrieren zum größten Absatzmarkt, der EU, haben den Warenverkehr um geschätzte 10 bis 15 Prozent einbrechen lassen.

Abwertung des Pfunds, mehr Inflation

Der Wert des Pfunds ist seit dem EU-Referendum im Juni 2016 um etwa 10 Prozent gefallen. Das hat Importe teurer gemacht und die Inflation befeuert. Die Inflation ist mit rund elf Prozent so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr.

All das.würde Deutschland bei einem Dexit ebenfalls drohen. Stärker noch als Großbritannien.

Alex

Nein, weil

"Never change a working system."

Der Zusammenhalt in der EU ist wichtiger denn je.

Nein, weil

Ein DExit wäre der Super-GAU nicht nur für Deutschland, sondern auch für die gesamte EU und weit darüber hinaus. Er würde erhebliche, wirtschafts- und sicherheitspolitische negative Konsequenzen haben: Unsicherheit für Bürger, Wirtschaftliche Instabilität, Verlust des Binnenmarktes, Politische Isolation, Zerstörung der Europäischen Sicherheitsordnung, Bedrohung unserer Demokratie durch nationalistische Bewegungen und Gefahr unter russischen Einfluss zu geraten, um nur mal ein paar Stichworte zu nennen.

Man sollte wirklich nicht leichtfertig auf rechte Populisten hören, die so etwas fordern, es wäre unverantwortlich.