Ist das Kampf gegen Homophobie?

Der Torwart der deutschen Nationalmannschaft, Manuel Neuer, läuft im Juni bei allen Spielen mit einer Kapitänsbinde in Regenbogenfarben auf, um so die LGBT+-Gemeinschaft und ihren Kampf gegen Homo-, Transphobie und weiteres menschenverachtendes Gedankengut zu unterstützen.

Die UEFA, der europäische Fußballverband, hat da scheinbar etwas dagegen, ermittelt er doch deswegen jetzt gegen den DFB. Es sei eine politische Geste, die da präsentiert werde, und verstoße somit gegen die Regeln der UEFA, welche genau das verbieten, nämlich politische Botschaften während eines Fußballspiels (Quelle: n-tv)

Gleichzeitig läuft in jedem Spiel als Bandenwerbung ein Aufruf, die UEFA-Kampagne "Sign for an Equal Game" ("Unterschreibe für ein gerechtes Spiel) zu unterstützen. Diese Kampagne soll sich laut UEFA

"gegen Rassismus, Homophobie, Sexismus und alle Formen von Diskriminierung richten. Diese sind ein Schandfleck für unsere Gesellschaft".

Inwiefern passen die Ermittlungen der UEFA zu ihrer eigenen Aktion gegen Homophobie und Diskriminierung, die im Übrigen genauso während eines Spiels läuft und sogar noch auffälliger ist als eine Kapitänsbinde?

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Seid ihr für die Einführung einer Gehaltsobergrenze im Profifußball?

Geld regiert die Welt. Ein ganz banaler Spruch, der im europäischen Profifußball schon längst Realität geworden ist. Der Plan einer European Super League von letzter Woche ist da nur das jüngste Beispiel. Weiter sei die Reform der UEFA Champions League zu nennen, welche in der Königsklasse 100 mehr vermarktbare Spiele schafft. Und die großen Fußballvereine? Sie stimmen zu. Oder sollte man besser sagen, ihre Investoren sind dafür?

Clubs sind mittlerweile eine Geldanlage von Superreichen geworden, um ihr Vermögen weiterhin um Milliarden zu steigern. Dass dieses Konzept nicht immer gut geht zeigt das Beispiel DFL: Von den 36 Clubs waren bereits vor der Pandemie 13 Vereine finanziell teils stark angeschlagen. Der größte Ausgabenpunkt sind die Spielergehälter. Und genau an diesem Punkt setzt ein Gutachten des Deutschen Bundestages an. (Artikel der Süddeutschen Zeitung)

Demnach sollte es künftig in den Bundesligen Gehaltsobergrenzen, sogenannte Salary Caps geben. Ein Verein darf dann also nur eine bestimmte Summe an Gehältern zahlen. Diese Salary Caps seien laut Gutachten mit deutschem und europäischem Recht vereinbar.

Ein Beispiel dafür gibt es bereits: die US-amerikanische MLS (Major League Soccer). Ein Verein in dieser Liga darf maximal 4 Mio. US-Dollar an Gehältern für Spieler ausgeben. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Es entsteht ein fairer Wettbewerb, unabhängig davon, hinter welchem Verein der zahlungsfreudigste Investor steht. Und einzelne Spieler können sich nicht als besonders wertvoll ausgeben. Stichwort Lionel Messi: Er verdient derzeit 4,40€ - pro Sekunde!

Was haltet ihr von dem Vorschlag des Bundestages? Seid ihr für die Einführung von Gehaltsobergrenzen im deutschen (und europäischen) Fußball? Und wenn ja, wo sollten diese eurer Meinung nach liegen?

https://www.youtube.com/watch?v=0xdldvMrqhs

Zum Vorschlag des Bundestages zu Minute 26:03 vorspulen.

Ja, ich bin für die Einführung von Salary Caps von [Betrag]. 55%
Nein, ich bin dagegen. 21%
Mir ist es egal. 13%
Ich habe eine andere Meinung, nämlich: 11%
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