Kulturen anderer Länder – die neusten Beiträge

Ist Stierkampf reine Männersache?

Keineswegs! Schon immer waren auch Frauen in dieser vermeintlich reinen Männerdomäne aktiv und präsent, und sind es bis heute. Die Bekannteste (und wohl auch erfolgreichste) unter ihnen, dürfte bis zum heutigen Tag vermutlich die Spanierin, Christina Sanchez sein, welche ihre professionelle Karriere in den Jahren 1996 – 1999 ausübte bzw. praktizierte.

Auch eine junge deutsche, namens Clara Sofie Kreutter, welche sich in Spanien beim Stierkampf zu Pferd („rejoneo“) übte, machte vor ein paar Jahren Schlagzeilen innerhalb der hiesigen Presselandschaft. Leider wurde ihr Engagement nicht so gewürdigt, wie sie es meiner Meinung nach verdient gehabt hätte, und die mediale Öffentlichkeit zollte ihr bzw. ihrem Tun gegenüber leider nur wenig Respekt und Anerkennung. Die diesbezügliche mediale Berichterstattung geriet leider recht schnell zu einer regelrechten Schmutzkampagne und Schlammschlacht gegenüber ihre Person sowie gegenüber dem Stierkampf als Kulturgut, als solches.

Nachfolgend einige Bilder weiblicher Stierkämpferinnen, welche sich die letzten Jahre über verdient gemacht haben und auch zuweilen in die öffentlichen Schlagzeilen gerieten. Die Bilder zeigen einige Frauen, welche bis dahin im Stierkampf aktiv waren, oder es bis heute immer noch sind:

Conchi Rios, Spanien

Cristina Sanchez, Spanien

Lea Vicens, Frankreich

Clara Sofie Kreutter, Deutschland

Miriam Cabas, Spanien

Eva Florencia, Italien

Lupita Lopez, Mexico

Olga Casado, Spanien

Bild zum Beitrag
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Was ist der Unterschied zwischen dem portugiesischen und dem spanischen Stierkampf?

Ich habe die Debatte zu dieser Frage verfolgt. Anhand von Argumenten wie „Tierquälerei“ oder „Aufhetzen des Stieres“ kann man keinen Verglich ziehen, schon mal deswegen nicht, weil sie nicht stimmen.

Der Unterschied liegt in der jeweiligen kulturellen Auffassung. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Grundsatzfrage, ob ein Volk/Kulturgruppe es zulässt seine Souveränität dahingehend beschneiden zu lassen, indem es/sie die Hoheit über die eigene Grundversorgung an Nahrung aus der Hand gibt oder nicht und diese an eine übergeordnete Struktur weiterreicht oder nicht. Der spanische Stierkampf ist in der Annahme verwurzelt, dass die Kultur eines Volkes darin besteht eigenhändig zu kultivieren (Acker anbauen, Tiere halten etc.). Daher bestehen die Erinnerungen im Zusammenhang mit dem Stierkampf ausschließlich nur dann, wenn Haltung, Eintreibung, Schlachtung, Verarbeitung der Stiere eine untrennbare Einheit bilden. Ab dem Moment, an dem der Stier in einen Schlachthof geführt wird, wird die Kette der Eigenhändigkeit bzw. die Erinnerung daran unterbrochen und stattdessen eine übergeordnete Versorgungsstruktur angenommen. Damit wird dem Stierkampf der Charakter des Schlachtungsrituals geraubt und der Stier wird dadurch gequält. Der Toro muss in der Arena vom Matador erlegt werden, sonst macht der Stierkampf keinen Sinn.

Was meint ihr?

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Warum ist berlin so extrem entspannt und hat sehr besondere kultur obwohl es riesig ist und fast 4 mio Einwohner hat?

Es ist ganz anders als im Rest von Deutschland. Ich komme aus Aachen(NRW) und normalerweise denken wir, Großstädte sind sehr stressig Aber Berlin ist in diesem Fall sehr anders. Es ist extrem chillig und entspannt für eine Stadt, die so groß ist und 4 Millionen Einwohner hat. Ich hatte im Grunde das Gefühl, in einem Dorf spazieren zu gehen. Was du in München, Hamburg oder Köln nicht hast.

Außerdem ist einer der Erstaunlichsten und markantesten Unterschiede das man dort viel mehr ein Gefühl von Freiheit hat. Wenn man sich auf eine Weise verhält, die außerhalb der gesellschaftlichen Normen liegt, wird das in Aachen normalerweise wahrgenommen. Aber in Berlin bist du einfach normal.

Wenn du zum Beispiel im Stadtzentrum tanzt, würden dich in Aachen alle ansehen und denken „Warum ist er so komisch?“ oder „Warum tanzt er, hat er einen an der make?“, aber in Berlin bist du mit diesem Verhalten einfach ganz normal.

Ein gutes Beispiel dafür ist, wenn du homosexuell bist. Du könntest in Aachen nie herumlaufen, ohne von einigen Leuten angestarrt zu werden. Man fühlt sich immer „beobachtet“.

Es ist keine Homophobie, aber du fühlst auch nicht diese Freiheit wie in Berlin, wo du einfach schwul sein kannst und es okay ist.

Und Köln was oft als sehr homosexuell freundlich angesehen wird (auch NRW) hat kein bischen das was Berlin hat. Bzw dieses Gefühl, das scheint sehr einzigartig für berlin zu sein.

Man merkt den Stress auch sehr stark in öffentlichen Verkehrsmitteln. Man merkt richtig wie in Aachen oder NRW alle einen blick drauf haben von wegen „Hoffentlich setzt sich niemand zu mir Alter!“

Als ob andere Menschen beißen würden

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Sind Jugendliche und junge Erwachsene den USA gegenüber kritischer eingestellt als ältere Generationen? 🇺🇸🗽🦅

Mir fallen einige Gründe ein, die dazu beitragen könnten:

  • Bevor Social Media so weit verbreitet war, hat die amerikanische Kultur im Alltag der Deutschen eine größere Rolle gespielt. Die Großartigkeit der USA wurde z.B. durch Hollywoodfilme und amerikanische Musik sehr eindrucksvoll vermittelt. Vieles davon wurde inzwischen verdrängt.
  • Youtube und Social Media existierten auch schon vor 2010, aber da die Algorithmen für vorgeschlagene Inhalte damals noch eher einfach waren, wurden keine politischen Inhalte wie z.B. antiamerikanische Propaganda vorgeschlagen, wenn man nicht gezielt danach gesucht hat. Heute kommt es häufiger vor, dass solche kontroversen Inhalte vorgeschlagen werden, da Algorithmen die Anzahl der Interaktionen (z.B. Kommentare) maximieren.
  • Wer den kalten Krieg miterlebt hat und die Gefahr des Kommunismus kennt, weiß die Bereitschaft unserer amerikanischen Freunde, uns zu beschützen, zu schätzen.
  • Donald Trump ruiniert gerade das Ansehen der USA, und Joe Biden war auch nicht gerade der beliebteste US Präsident. Viele jungen Leute kennen nur diese beiden Präsidenten aus den Nachrichten.
  • Wokeness ist heute weiter verbreitet als früher und ist mit den amerikanischen Werten von Freiheit und Kapitalismus unvereinbar.
  • Viele halten den amerikanischen Traum nicht mehr für realistisch.
🇺🇸🗽🦅
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Anti-Stierkampf Aktion / Petition im spanischen Parlament

Vor knapp 2 Wochen scheiterte im spanischen Abgeordnetenhaus die Volksinitiative „Das ist nicht meine Kultur“, welche beabsichtigte, den Stierkampf in Spanien aus der Liste des kulturellen Erbes des Landes zu streichen. Der Stierkampf wurde in Spanien im Jahre 2013 im Parlament zum nationalen Kulturerbe erklärt und ist somit gesetzlich geschützt.

Die Bürgerinitiative, welche über mehre Monate Unterschriften sammelte, erlangte ca. 715.000 Unterschriften im ganzen Land. Durch die Wahlkommission wurden schließlich 664.000 Stimmen für gültig erklärt. Bei der Abstimmung scheiterte der Antrag im spanischen Unterhaus mit 57 Ja-Stimmen, 169 Nein-Stimmen und 118 Enthaltungen. Der Antrag wurde somit abgelehnt.

Im Zuge der Diskussionen der vergangenen Wochen hier im Forum wurde immer wieder auf die schwindende Akzeptanz des Stierkampfes auch in der spanischen Bevölkerung hingewiesen. Es wurde auf den seit vielen Jahre andauernden rückläufigen Trend verwiesen, was die Anzahl der Stierkampf-Veranstaltungen im Land betrifft. Ebenso, wie auf die damit einhergehende zurückgegangene Zahl der Besucher solcher Veranstaltungen. Die Ansicht, dass die Spanier den Stierkampf mehrheitlich als ein nicht zeitgemäßes, archaisches und/oder tierquälerisches Spektakel betrachten, wurde vielfach vertreten. Hierbei wurde auf diverse Medien-/Presseberichte, aktuelle Umfrageerhebungen sowie auf mehr oder minder fragwürdige statistische Erhebungen verwiesen.

Lt. offiziellen Quellen beträgt die aktuelle Einwohnerzahl in Spanien ca. 48 Millionen Bürger. Aufgrund vergleichbarer Daten im Hinblick auf die Anzahl der wahlberechtigten Bürger des Landes kann davon ausgegangen werden, dass diese sich etwa zwischen 32 und 34 Millionen belaufen dürfte. Demzufolge kann realistischerweise davon ausgegangen werden, dass die Bürgerinitiative „Das ist nicht meine Kultur“ von lediglich 2,0 – 2,2 % aller wahlberechtigten Bürger Spaniens unterzeichnet wurde. Gemessen an der Anzahl der Gesamtbevölkerung entspräche dies etwa einem Prozentsatz zwischen 1,4 – 1,5 %.

Frage:

Haltet ihr den Wunsch nach Abschaffung des Stierkampfs für generell mehrheitsfähig, oder haltet ihr das Ansinnen zur Abschaffung des Stierkampfs lediglich für den frommen Wunsch einer kleinen, lautstarken und bildungsresistenten Minderheit ?

Link zum Artikel:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/spaniens-parlament-weist-initiative-gegen-nationales-kulturerbe-stierkampf-zurueck-104.html

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Was denkt ihr über den De-facto-Staat "Transnistrien"?

Transnistrien ist ein unabhängiger Staat, welcher jedoch offiziell zu Moldawien gehört und von fast keinem Land anerkannt wird. Allerdings hat Transnistrien eine eigene Regierung und verwaltet sich selbst. Das besondere an Transnistrien ist, dass dort alles so aussieht wie noch zu Sowjetunion Zeiten, da die Transnistrische Regierung sich wünschen, dass die Sowjetunion noch existieren würde und sie quasi mit Transnistrien die Sowjetische Legacy erhalten möchten.

Dort sind überall kommunistische Symbole, Bilder von Lenin, dort wird noch Russisch gesprochen und die Flage von Transnistrien ist 1:1 die gleiche Flagge wie die der ehemaligen Moldawischen Sowjetrepublik. Transnistrien war nämlich ein Teil der Moldawischen Sowjetrepublik, hat sich jedoch während dem Zerfall der Sowjetunion anfang der 90er Jahre von dieser abgespaltet.

Wie findet ihr Transnistrien und könntet ihr euch vorstellen dort hinzureisen? Ich persönlich finde dieses Land sehr interessant, weil es eigentlich das letzte ist was noch von der Sowjetunion übrig geblieben ist und man dort quasi ein Stück Geschichte miterleben kann.

https://www.youtube.com/watch?v=MLhEvLBmpio

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Tierethik/Tierschlachtung bei Naturvölkern

Was ist ethisch, was moralisch bzw. unethisch/unmoralisch?

Ausgangsfrage:

Ein indigener, heute noch existierender Indianerstamm, welcher an der Küste Nordamerikas lebt, lebt seit vielen Jahrhunderten traditionell vom Walfang. Das Erlegen einiger in Küstennähe vorbeiziehender Wale im Jahr bildet die Existenzgrundlage dieses Volkes und ermöglicht den Angehörigen des Stammes bis heute eine traditionelle, relativ naturverbundene Lebensweise nach dem Vorbild ihrer Ahnen und Vorfahren zu führen.

Der existenzielle und kulturelle Höhepunkt im Leben dieses Volkes bildet sich verständlicherweise Rund um das Brauchtum der Jagd sowie der Tötung der Wale sowie die anschließende Verarbeitung und Verwertung deren Fleisches. Die Tötung der Wale erfolgt im Rahmen der kulturellen Gepflogenheiten des Stammes mittels der Verwendung traditioneller handgefertigter Harpunen – und nicht, wie in industriell hochentwickelten Ländern - mittels der Verwendung von Sprengstoffharpunen.

Nach dem Verständnis der Menschen des Stammes sowie deren Vertreter beinhaltet der Tötungs-/Schlachtungsprozess eines Wals nicht nur eine materielle Dimension sondern beinhaltet darüber hinaus auch noch eine bedeutsame geistige spirituelle Komponente. Ihrer festen Überzeugung, sowie gemäß dem Wissen ihrer Vorfahren, nach besitzt nicht nur der Mensch sondern auch der Wal eine Seele, welche nach dem Tod weiterlebt.

Der Tötungs-/Schlachtungsprozess des Wals im Rahmen der Jagd dauert bis zu mehreren Stunden, bei dessen Ende schließlich über das Fleisch des Wals verfügt wird/werden kann. Manche Tierschützer kritisieren deren Verwendung traditioneller Harpunen heftig und fordern den Einsatz moderner Sprengstoffharpunen, was die Leidenszeit der Tiere deren Ansicht nach wesentlich verkürzen würde.

Die Vertreter des Stammes sind sich vehement darin einig, dass die Verwendung moderner Sprengstoffharpunen gegen grundlegende Prinzipien ihrer religiösen Auffassung verstoßen würde und halten den Einsatz von Sprengstoffharpunen, gem. ihrem Werteverständnis, aus ethisch moralischer Sicht für in keinster Weise vertretbar. Die Überzeugung der Stammesangehörigen geht so weit, dass sie eher ganz auf die Jagd und die Tötung der Wale verzichten würden (was das Ende ihrer traditionellen Lebensform bedeuten würde) als, im Falle einer zwangsweisen behördlichen Verordnung, eine Sprengstoffharpune zu verwenden.

Gemäß ihrer spirituellen/religiösen Auffassung ist es so, dass die Seele des Wals durch einen längeren Sterbeprozess die Möglichkeit erhält sich vom Körper des noch lebenden Tieres zu lösen um so seinen Übergang in die jenseitige Welt bewusst mitzuerleben. Auf diese Art und Weise findet ihrer Überzeugung nach eine Art „Versöhnung“ mit dem Tier statt, wodurch das Fleisch des Tieres geheiligt bzw. vergeistigt wird und dieses erst daraufhin verzehrt werden kann ohne dass der Mensch, welcher das Fleisch des Tieres verzehrt, seelisch dabei Schaden nimmt.

Wie sind eure Gedanken dazu? Haltet ihr die Art und Weise der Tötung sowie den Umgang mit dem Wal seitens des Naturvolkes für unethisch oder unmoralisch bzw. für respektlos? Eure Meinungen dazu würde mich interessieren!

Falls jemand Interesse hat und mehr über einen ähnlichen Stamm und dessen Lebensweise wissen möchte, hier ein Link zu einer Doku zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=IlG92mvmCEI

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