Wenn man 1 Million Euro erwirtschaftet hat, hat man dann automatisch schon ausgesorgt?

14 Antworten

Ja, man hat dann ausgesorgt, wenn man das Geld halbwegs vernünftig anlegt und beim Konsum nicht aus dem Fenster wirft.

Man braucht nicht über 30.000 zum Leben, wie hier ein User befindet. Man kann auch mit 15.000 pro Jahr leben - viele müssen und tun dies. Realistisch ist aber, dass man mit Aktien 4 - 5% oberhalb der Inflation erzielt. Du könntest also damit leben, ohne das Vermögen jemals aufzubrauchen. Und auch für Leute mit dem Anspruch "über 30.000" sollte es reichen ;o)

Aktien werfen auf Dauer mehr ab als die Inflation "kostet". Die Unternehmen hinter den Aktien bestehen aus Sachwerten (Grundstück, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Erzeugnisse etc.) minus dem Fremdkapital (das durch Inflation entwertet wird) und generieren jährlich einen Gewinn. Die Sachwerte werden an Wert mit der Inflation wachsen, weil wenn alles 10% teurer wird, werden auch Gebäude, Maschinen und Fahrzeuge 10% teurer. Auch der Gewinn wird 10% steigen, weil das ja auch die Erzeugnisse des Unternehmens 10% teurer werden. Ergo steigen auch Kurs und Dividenden mit der Inflation.

Selbst ohne Anlegen des Geldes hält die Million Jahrzehnte. Braucht man Anfangs 30.000/Jahr und bekommt das Geld jährlich um 6% entwertet, dauert es 19 Jahre. Kommt man Anfangs mit 20.000 aus und hat im Schnitt 4% Inflation, sind es schon 28 Jahre. Und die sparsamen Leute, die mit 15k/Jahr starten, kommen (bei weiterhin 4% Inflation) 33 Jahre über die Runde. Schon ein 1%-Sparbuch würde die Zeit um 4 weitere Jahre ergänzen, mit 2%-Festgeld wären es 43 Jahre...

Wir legen aber wie gesagt aktienbasiert an und müssen uns über unsere Lebensdauer keine Gedanken machen ;o)

Von Experten tinalisatina und tomkaller bestätigt

Nein, hat man nicht.

Aber wenn man dieses Geld weiter laufen lässt sind es in 5 Jahren 1,6 Millionen Euro

Also bei mir kommt bei 1.000.000*1,05^5 nicht 1,6 Mio raus, sondern knapp über 1,276 Mio. Und das setzt voraus, dass man voll vom Zinseszins profitiert und kein Geld davon ausgibt. Also dass man nicht davon leben, sondern es komplett unangetastet lässt.

Bei einer Verzinsung von 5 Prozent/pro Jahr währen es es im Jahr 50.000 Euro brutto

Man bekommt aber nicht sicher 5% Verzinsung.

Zudem musst du, wenn der Gegenwert des Grundbetrages erhalten bleiben soll, noch die Inflation abziehen. Selbst wenn man nicht die aktuellen 8,7% ansetzt sondern die üblichen 2%, dann darf man bei 5% Zins/Dividende/... eigentlich nur 3% ausgeben, um den Wert des Vermögens stabil zu halten.

Und du musst bedenken, dass du auch noch Steuern zahlst auf die Zinsen. Das mindert den zur Verfügung stehenden Betrag zusätzlich.

Mit so einem Arbeitslosen Einkommen könnte man sich schon ein gutes Leben leisten

Das kommt ganz darauf an wo und wie man lebt.

Leben kann man davon wenn man deine 50.000€ ansetzt, aber ob es "gut leben" ist hängt ja schon von der Region durch Mietpreise ab oder was man für sonstige Ausgaben hat. Denn man muss bedenken: man hätte viel mehr Zeit zum Geld ausgeben, als wenn man arbeitet.

Außerdem zahlt man die Kosten z.B. für die Krankenkasse komplett alleine, weder Arbeitsamt noch Arbeitgeber zahlen dann einen Anteil, dass muss man auch einrechnen.

Zudem habe ich dir ja oben gezeigt, dass man eigentlich mir 30.000€ vor Steuern zur Verfügung hat. Und damit könnte ich definitiv nicht gut leben, weil nach Abzug von Steuern, Miete, anderen Fixkosten, Lebensmitteln und Krankenkase kaum bis nichts über wäre. Überleben ja, aber das ist dann kein "gutes Leben".

Verdienst du 70.000 brutto im Jahr ? Wohl kaum und selbst, wenn es gibt Menschen die mit 3000 brutto soger auskommen und müssen also

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@Baris030

Nein, ich verdiene mehr.

Aber ja, ich weiß dass man mit viel weniger auskommt, da ich ebenso eine Zeit lang nur vom Azubi Gehalt mit eigener Wohnung leben musste, ohne Hilfe durch Eltern, Kindergeld oder ähnliches. Ist einige Jahre her, aber das vergisst man nicht, zudem bin ich in keiner reichen familie aufgewachsen.

es gibt Menschen die mit 3000 brutto soger auskommen und müssen also

Ja, aber in deiner Fragestellung ging es nicht um auskommen, sondern ein gutes Leben zu haben und davon ist man meiner Meinung nach mit 30.000€ im Jahr eben weit entfernt.

Oder selbst mit den von dir genannten 50.000€ ist das ok, aber ok ist eben nicht gut.

Gut ist es für mich, wenn man nicht ständig bei allem auf den Preis achten muss.

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Du vergisst die Inflation. 5 Prozent pro Jahr ist weniger als Inflation, du verlierst also schneller Geld als du es verdienst. Und in 50 Jahren ist dein Geld kaum noch was wert.

Klar, du kriegst dann pro Jahr 50.000 Zinsen, aber deine Kosten werden jedes Jahr 10%(je nach Inflationsrate) höher, und deine Zinsen steigen nicht. Heute kostet deine Miete sagen wir 12.000 pro Jahr., in 5 Jahren kostet sie 19.000, und in 50 Jahren kostet deine Miete 1.4 Millionen pro Jahr. In 50 Jahren reicht deine Million nichtmal für ein Jahr in ner zwei-zimmerwohnung, wenn die Inflation so weitergeht.

Aber wenn man dieses Geld weiter laufen lässt sind es in 5 Jahren 1,6 Millionen Euro

Wenn man nichts ausgibt sind es nach 5 Jahren 1.283.359€, keine Ahnung wie du auf 1.6 kommst.

Das hängt ein wenig vom Alter und den Ansprüchen des Einfachmillionärs ab.

Das kommt wohl auf die Ausgaben an. Ich würde vermutlich mit weniger als einer Million hinkommen bzw. von dem was dabei durchschnittlich abfällt, wenn man es konservativ in gängige ETFs packt, da sind Netto am Ende ggf. 5% möglich. "Zinsen" wirst du nirgends 5% kriegen, vor allem nicht langfristig.

Und nein, du hast dann keine 1,6 Millionen. Weiter musst du natürlich beachten, dass z.B. bei Kapitalerträgen 25% Kapitalsteuer abgeführt wird. Auch musst du dich privat krankenversichern, wenn du nicht arbeitest, sondern als Privatier lebst.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Softwareentwickler/Projektleiter seit 2012