Warum wird die Leistung von Hausfrauen nicht anerkannt?

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diese ansicht ist witzigerweise noch gar nicht so alt und hielt erst mit der industriallisierung einzug in unsere gesellschaft.. das bild der glücklichen hausfrau, die lächelnd in der küche steht, während der mann arbeiten geht wurde geprägt und ist seitdem nicht mehr aus den köpfen zu bekommen.. witzig finde ich in dem zusammenhang immer den hinweis, das es ja schon immer so war, die frau gehöhre hinter den herd und der mann mache die schwere arbeit und bringt das geld nach hause.. dabei existiert diese sichtweise noch gar nicht sooo lange .. wenige jahrzehnte, wenn man es genau nimmt...

Wo war die Frau vor der Industrialisierung? Am Fluss Wäsche waschen.

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@elverano

Ja, aber die Sichtweise ist recht simpel. Hier geht es um eine komlpexe Gesellschaftsfrage.

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@Wachtel348

Komplex ist keine Entschuldigung. Dass eine Hausfrau nicht angesehen ist, kommt auch nur in sozialistischen Kreisen vor, wo eben nur die arbeitende Frau etwas zählt.

In konservativen Kreisen weniger. Dort ist es ein Privileg.

Hier jetzt von Lohn zu reden ist ja nur ein Totschlagargument. Die Hausfrau muss ja keine Miete zahlen, bekommt ihren Lebensunterhalt gestellt. Vom Ehemann, der oft weniger dafür hat.

Es ist kein Job. Es ist eine Arbeitsteilung. Es ist das natürliche Modell der Menschheit.

Jetzt kann man natürlich den Job der Hausfrau vergrämen und als unfeministisch brandmarken. Aber das ist ja auch nur eine Mode. Feminismus ist kein gesellschaftlich tragbares Modell.

Was machte dann der Ehemann unterdessen, wenn die Frau Wäsche waschen war? Er ging Jagen, arbeitete unter Tage, in der Fabrik, zum Schutz der Gemeinschaft, für das Gemeinwesen oder für die ganze Familie.

Es ist also eine Win-Win-Situation, die nur politisch eben heute - wie alles andere was nicht pervers ist - aneckt.

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Diese Sichtweise ist noch nicht allzu alt. Bis Mitte des 20. Jhs war die Hausfrau durchaus anerkannt. Dann setzte sich die Sichtweise radikaler Feministinnen durch, oft kinderlos und unverheiratet. Sie überzeichneten die problematischen Seiten des Hausfrauenexistenz und verschwiegen die positiven. Ergebnis war ein einseitig negatives Bild vom "Heimchen am Herd". Dass Hausfrauen und Mütter sehr oft starke, selbstbewusste Frauen sind, passte eben nicht zu dem (auch von Unternehmerseite) propagierten Bild der berufstätigen Frau, möglichst mit wenigen oder gar keinen Kindern.

Es drängt die deutsche Frau an den heimischen Herd. Diesem unumgänglichen Drang widersteht auch keine Feministin.

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@RumpeIeIIa

Am Herd kann sie sich auch besser um die Kinder kümmern, damit nichts anbrennt.

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Ich bringe meinem Mann heute noch gern die Schlabba und das Woiza an das Sofa.

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Bis Mitte des 20. Jhs war die Hausfrau durchaus anerkannt.

Woher hat Du denn diesen Schwachsinn? Sorry, aber das ist sowas von schlecht informiert.

Wie kann etwas anerkannt sein, wenn Frauen garkeine andere Wahl hatten, als Hausfrau zu sein. Studieren durfte sie ja nicht. Einen Beruf ergreifen nur, wenn der Mann oder Vater es erlaubte. Dazu kommt noch, dass sie gezwungen war ein Kind nach dem anderem zu bekommen, ob sie wollte oder nicht. Bei der hohen Kindesbettsterblichkeit haben das sehr viele nicht überlebt.

Genau nach diesem Verlauf haben Männer geheiratet.

Zuerst eine höhere Tochter, die Geld mitbrachte und die Kinder bekam. Nach deren Tod, heiratete man eine 20 Jahre jüngere und hatte alles, Geld, Kinder und genehme Ehefrau.

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Zitat

"...in unserer Kultur..."

Ich wage mal behaupten zu dürfen, das das nicht nur in unserer Kultur der Fall ist.

Warum?

Tja, vielleicht weil es wirklich nicht bezahlbar wäre. Aber möglicherweise auch, weil man beim Thema Hausfrau auch an telefonierende, tratschende, Klatsch-Presse-lesende, in-der-Stadt-bummelnde Frauen denkt.

Es scheint auch heute noch Frauen zu geben, die zu Hause sitzen, und darauf warten das der Mann nach Hause kommt. Ich habe wohl ein solches Exemplar neulich im Chat kennengelernt. Sie äußerte sich jedenfalls in diese Richtung, und mir ist von Kindern bei Ihr nichts bekannt.

Aber es liegt auch an unserer Vergangenheit. Bis in die 70iger Jahre war es ja nicht wirklich die Regel, das Frau arbeiten ging / geht. Und der Mensch ist ja ein Gewohnheitstier. Bis er sich an neue Gesellschaftliche Formen gewöhnt, dauert es - wie ich denke - mindestens eine bis zwei Generationen.

Wenn eine Frau sich dafür entscheidet Hausfrau zu sein, dann ist das ihr Entscheid zu dem sie stehen sollte. Eine Hausfrau leistet meiner Meinung nach keinen Dienst an der Gesellschaft, sondern an ihrer Familie und möglicherweise noch am Quartier, wenn sie zur schöneren Wohngegend beiträgt oder beim Quartierfest einen Kuchen bringt. Das könnte aber auch eine arbeitende Frau. Wer ihre Leistung respektieren und anerkennen sollte ist hingegen ihr Mann und die Kinder. Schliesslich hat die Hausfrau möglicherweise ihre Träume für die Familie begraben.

Ich kenne eine Frau mit 3 Kindern die auch als Hausfrau überfordert ist und ich kenne eine alleinerziehende Frau mit 4 Kindern die ihren Haushalt und die Kindererziehung trotz 80% Job im Griff hat. Wer von beiden Jammert? Die Hausfrau.

Irgendwie ist doch jeder Hausfrau/Hausmann. Auch als Berufstätiger muss man schließlich seinen Haushalt in Schuss halten. Und auf Arbeit höre ich auch beileibe nicht jeden Tag ein Dankeschön.

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