Mit 12 von Zuhause aus ziehen?

maria38000  29.12.2022, 14:41

Hast du einen Schulkameraden /- kameradin, der/ die im Heim ist?

Nosetn 
Beitragsersteller
 29.12.2022, 21:24

Ich glaube schon.

6 Antworten

Informiere das Jugendamt oder erkundige Dich

bei der 116117 , hier wirst Du beraten

Versuche alle Unterlagen von Dir bezüglich Deines Pflegegrades und Unterstützung zu kopieren oder zu fotografieren.

https://www.nummergegenkummer.de/

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Nosetn 
Beitragsersteller
 15.11.2022, 19:50
116117 , hier wirst Du beraten

Das ist ne Nummer für Medizinisches Zeug

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Hallo,

du kannst nicht "so einfach" in ein Heim gehen und sagen: hier bin ich. Aber das weißt du sicherlich.

Ihr habt eine Familienhilfe, die eng mit dem Jugendamt zusammenarbeitet, die könntest du darauf ansprechen.

Sieht sie aber keinen Handlungsbedarf, dann wird das Jugendamt dich auch nicht aus der Familie nehmen.

Du bist 12, da kommt neben deinen medizinischen Dingen auch noch die Pubertät dazu. Das kann ich alles verstehen.... und ich denke, jede Mutter hat auch schon erlebt, das die Kinder ins Heim wollten, weil da ja alles besser ist als zu Hause, wo es Regeln gibt.

Kannst du mit der Fam.hilfe nicht einmal alleine reden und dir sagen wie du dich fühlst, als nicht ernstgenommen? Sie ist ja auch in der Rolle der Vermittlerin zwischen dir und deinen Eltern.


Nosetn 
Beitragsersteller
 16.11.2022, 15:28
das die Kinder ins Heim wollten, weil da ja alles besser ist als zu Hause, wo es Regeln gibt.

Die Regeln sind überhaupt nicht das Problem.

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Nosetn 
Beitragsersteller
 16.11.2022, 19:34
@Morticia20

Das steht doch in der Frage mes geht darum, dass meine Eltern mich einfach klein halten. Regeln werde ich auch im Kinderheim haben und Regeln sind nicht grundsätzlich schlecht.

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Morticia20  16.11.2022, 19:47
@Nosetn

In meiner Antwort steht auch das du das mit der Familienhelferin besprechen kannst...

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Nosetn 
Beitragsersteller
 17.11.2022, 13:01
@Morticia20

Die steht voll auf der Seite meiner Eltern.

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Nosetn 
Beitragsersteller
 17.11.2022, 21:43
@sarah3
Wohl nicht ohne grund

Stimmt. Ich habe lange nicht mit ihr gesprochen und sie war von Anfang an eher für meine Eltern da als für mich und meine Geschwister

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sarah3  17.11.2022, 21:47
@Nosetn

da sag ich nur: Audiatur et altera pars

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Nosetn 
Beitragsersteller
 17.11.2022, 21:49
@sarah3

Ich kann kein Latein. Aber prima, dass du jetzt deine scheinbare Überlegenheit mit uns geteilt hast.

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sarah3  17.11.2022, 21:58
@Nosetn

das kennt man auch so, aber für dich auf Deutsch: Man höre auch die andere Seite

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Hallo Nosetn,

ich kann bestätigen, dass es kaum etwas schlimmeres gibt, wie mit einer sozialen Behinderung umgehen zum müssen, von den Eltern auf Schritt und Tritt kontrolliert zu werden und dann auch noch Ärger mit ihnen zu haben. Die nahende Pubertät macht es noch schwerer.

Das war bei mir mit 12, als ich mit Hochbegabung und Asperger-Autismus diagnostiziert wurde, genauso. Vieles sind Missverständnisse.

Ich glaube kaum, dass dich deine Eltern "behindert halten" wollen. Gesetzliche Betreuung ist eine Heidenarbeit. Schulbegleitung & co. kosten viel Geld, es müssen Anträge ausgefüllt werden. Sie sind sicher am Ende ihres Lateins und benötigen Hilfe (und etwas Ruhe). Finanziell lohnt es sich nicht.

Glaub mir, du willst nicht ins Heim. Eine Förderschule ist schon suboptimal für viele Autisten. Es gibt nur wenige spezielle für Autisten und die Wartelisten sind ewig lang. Und: wer soll das bezahlen? Dort ist der Alltag noch getakteter, die Kontrolle noch engmaschiger, du hast sehr wenig Freiheiten. Stand bei mir nie zur Debatte, aber ich kenne mehrere Einrichtungen sehr gut aus dem Bekanntenkreis.

Die Heime haben massiv Fachkräftemangel, und arschige Betreuer gibt es auch dort. Du würdest dort höchstwahrscheinlich intellektuell verblöden. Für 12 Jahre sind manche (!) deiner Fragen wirklich verdammt reflektiert.

Euch könnte ein wenig mehr Auszeit voneinander guttun. Dir könnte eine Gruppentherapie oder ein Verein mit anderen Betroffenen ggf. helfen. Deinen Eltern der Austausch mit anderen Eltern. Such dir Hobbys, die deinen Begabungen entsprechen. Mehr kann ich euch spontan nicht raten.

Mit 18-20, nach der Pubertät, wirst du vieles anders sehen und mit Hilfe bestimmt ausziehen können. Das hat zumindest meine Eltern-Beziehung sehr verbessert.

Viele Grüße, ZitrusLiebe

(der Name spielt auf eines meiner Hobbys an)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Habe selbst Asperger

Murotz  07.12.2022, 11:01

Sorry falsche Antwort

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Nosetn 
Beitragsersteller
 07.12.2022, 11:02

Es geht darum, dass meine Eltern mich nichts alleine machen lassen

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ZitrusLiebe  07.12.2022, 13:08
@Nosetn

Also verstehe ich richtig, dass du wissen möchtest, wie du deine Eltern dazu bringst, dich mehr alleine/unbeaufsichtigt machen zu lassen?

Sprich, zumindest Anziehen, Essen, Waschen, Freizeitgestaltung, ggf. Therapien/Schulbegleiter, die deiner Meinung nichts bringen, deinen Fragen nach.

Darf ich fragen, welche Autismusform du nach dem alten Diagnoseschlüssel hast? Bzw. welchen GdB? Bitte nenn konkrete Beispiele, wobei du dich so bevormundet fühlst.

Was Essen, Kleidung, Schule betrifft, habe ich ein paar Geschichten über den Kontrollwahn meiner Eltern aus meiner Kindheit (noch vor der Diagnose, mit 10-11) auf Lager, obwohl mich das gesamte Krankheitsbild nicht so stark erwischt. Sie meinen das nicht böse, aber den einen patenten Rat gibt es da nicht.

Falls es dir zu persönlich ist, geht es auch über Privatnachricht, aber bitte ohne Namen oä.

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Hast du nicht sonst irgendeine Familienhilfe oder so? Wenn du so Sachen meinst, wie alleine Duschen, wäre es möglich, das sachlich mit dieser Person zu besprechen, und dass du gerne versuchen willst, bestimmte Sachen selbst zu übernehmen? Wenn deine Eltern gar so Angst haben, könnte man ja auch einen Kompromiss eingehen, z.B, dass du nicht sofort die fünf Sachen alleine machst, sondern zuerst die eine, nach drei Tagen kommt die zweite hinzu und so weiter...?

Du kannst dich gerne an das für dich zuständige Jugendamt wenden.

Ich hoffe, dass du eine stichhaltigere Begründung fürs Kinderheim als "meine Eltern halten mich klein" hast.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – ASS-Diagnose mit 50 / über 20 Jahren im Thema

Nosetn 
Beitragsersteller
 17.11.2022, 21:40

Gefährdung des Kindeswohls. Dazu gehört wohl auch wenn Eltern die adäquate Entwicklung gefährden

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DiePommesbude  17.11.2022, 21:50
@Nosetn

Das sie in welchem Maße wo tun?
Wir kennen nur deine hier einseitige Sicht auf das Geschehnis.
Du bist gerade in dem Alter wo deine Pubertät voll knallt, da ist das mal so, dass man sich öfter mit seinen Eltern streiten kann, das ist ganz normal.
Wenn dazu dann noch belastende Dinge durch deine Behinderung hinzukommen, erhöht sich natürlich das Konfliktpotential.
Aber auch da hilft es, Sachlich mit deinen Eltern über deine Schwierigkeiten zu reden.
Mit 12 ist man keinesfalls soweit auszuziehen oder sonstiges, es fehlt dir ein enorm wichtiger Erfahrungsschatz, deine Jugend.
Rede mit deinen Eltern, finde ein Kompromiss und wenn der gut läuft, kannst du weiter verhandeln.
Man muss selber auch mal Lösungsorientiert handeln, dafür sind Kompromisse eben essentiell.

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kiniro  17.11.2022, 21:53
@Nosetn

Nenne doch mal Beispiele, die zeigen, wie deine Eltern deine Entwicklung gefährden.

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Nosetn 
Beitragsersteller
 17.11.2022, 22:04
@kiniro
Nenne doch mal Beispiele, die zeigen, wie deine Eltern deine Entwicklung gefährden

Sie lassen mich nicht alleine duschen oder alleine raus gehen. Ich darf mir nicht aussuchen, was ich anziehen kann

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DiePommesbude  17.11.2022, 22:07
@Nosetn

Das ist jetzt keine Akute Gefährdung deiner Entwicklung, aber dennoch wenn dir das nicht passt, solltest du das Gespräch suchen.
Nochmal, wichtig ist, dass du nicht auf eine art Blockade gehst und nur eine Meinung tolerierst.
Nimm dir Zeit und höre deine Eltern an, sag ihnen dann was dir nicht passt, dann werdet ihr, ggf mit Hilfe eurer Familienhelferin schon eine Lösung finden
Deine Eltern werden Gründe für das haben, genauso wie du Gründe dagegen hast

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kiniro  17.11.2022, 22:21
@Nosetn

Dass sie dich nicht allein duschen lassen, finde ich schräg.
Fällt aber nicht unter Kindeswohlgefährdung.
Da würde ich an deiner Stelle mal nachfragen, welche Befürchtungen sie haben.
Ansonsten gibt es Sicherheitsvorkehrungen für die Dusche, falls deine Eltern sich damit besser fühlen.
Alleine rausgehen könnte mit einem bescheidenen Orientierungssinn zusammenhängen.
Ebenso ist das Vorgeschrieben bekommen, was angezogen wird, maximal blöd - dennoch keine Kindeswohlgefährdung.

Ideal wäre es, wenn jeder in deiner Familie ohne Vorwürfe und erzieherischem Zeigefinger, seine Ängste benennen könnte.
Aber das ist wohl nicht der Fall.

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Nosetn 
Beitragsersteller
 18.11.2022, 16:47
@DiePommesbude
Das ist jetzt keine Akute Gefährdung deiner Entwicklung,

Die Entwicklung muss auch nicht akut gefährdet sein. Es reicht wenn die Entwicklung auf Dauer gefährdet ist

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Nosetn 
Beitragsersteller
 18.11.2022, 16:47
@kiniro
Fällt aber nicht unter Kindeswohlgefährdung

Doch weil es eine altersgemäße Entwicklung behindert

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DiePommesbude  18.11.2022, 18:04
@Nosetn

Deine Eltern werden es dir mit Sicherheit nicht bis du 18 bist verbieten können, alleine zu duschen das glaub mir Mal.

Das was du hier darstellst ist keine Kindeswohlgefährdung, sondern höchsten ein bisschen zu viel Fürsorge seitens deiner Eltern.

Und nochmal, das alles hier bringt absolut gar nix, wenn du nicht mit ihnen redest

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Nosetn 
Beitragsersteller
 19.11.2022, 12:09
@DiePommesbude
Und nochmal, das alles hier bringt absolut gar nix, wenn du nicht mit ihnen redest

Ich habe doch längst mit ihnen geredet. Das interessiert sie nur nicht.

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Nosetn 
Beitragsersteller
 20.11.2022, 09:47
@DiePommesbude

Ganz normal.

Deine Einstellung ist zum kotzen. Hast du schon mal eine Sekunde daran gedacht, dass das Problem nicht an meiner Kommunikation liegt, sondern daran, dass meine Eltern übertrieiben?

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DiePommesbude  20.11.2022, 10:49
@Nosetn

Wo stellt dann meine Einstellung das Problem dar?

Du musst nicht unfreundlich werden, man bekommt hier halt nur deine Sicht der Dinge mit, zu Konflikten gehören aber immer 2.

So es lässt sich immer mit jemandem reden, nur musst du dennoch die Intention deiner Eltern herausfinden, wieso sie doch so behandeln, dazu gibt es immer einen Grund.

Hier kann dir niemand deine Eltern so Hexen wie du es dir wünscht sondern nur Ratschläge geben.

Und der einzige der helfen kann, ohne über das Jugendamt den Konflikt womöglich vollständig eskalieren zu lassen, ist eben auf sachlicher Ebene diskutieren, das heißt keine Forderungen stellen, sondern ergründen und die eigenen Probleme darlegen

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Stellwerk  20.11.2022, 11:23
@Nosetn

"Hast du schon mal eine Sekunde daran gedacht, dass das Problem nicht an meiner Kommunikation liegt, sondern daran, dass meine Eltern übertrieiben?"

Da man seit Monaten nur Deine Sichtweise kennt und Du Dich in JEDER Diskussion gegenüber den Usern bockig, uneinsichtig und stur zeigst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Kommunikation und Deine Wahrnehmung das Problem sind, recht naheliegend.

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kiniro  20.11.2022, 11:28
@Nosetn

Definiere "normal".

"Ich finde es blöd, dass ich in so vielen Dingen bevormundet und eingeschränkt werde." oder

"Nie lasst ihr mir auch nur den kleinsten Freiraum. Ständig muss ich das machen, was ihr mir vorschreibt."

Beides sind Kommunikationsformen, die in sehr vielen Familien vorkommen.
Wobei letztere die gängstige Art der Gesprächsführung ist.

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Nosetn 
Beitragsersteller
 22.11.2022, 09:12
@Stellwerk
Da man seit Monaten nur Deine Sichtweise kennt und Du Dich in JEDER Diskussion gegenüber den Usern bockig, uneinsichtig und stur zeigst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Kommunikation und Deine Wahrnehmung das Problem sind, recht naheliegend.

Vielleicht kommt das auch von meinen Eltern?

Meine Eltern sind nicht dauernd super toll und ich bin nicht alleine das Problem. Ich weiß, dass ich oft sehr anstrengend bin und habe da viel in der Kinder und Jugendpsychiatrie dran gearbeitet.

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Nosetn 
Beitragsersteller
 22.11.2022, 09:14
@kiniro
Beides sind Kommunikationsformen, die in sehr vielen Familien vorkommen.
Wobei letztere die gängstige Art der Gesprächsführung ist

Ich mache manchmal beides. Also ich weiß, dass es besser ist anderen keine Vorwürfe zu machen. Und mehr "Ich Sätze" zu nutzen. Das schaffe ich aber nicht immer

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kiniro  22.11.2022, 10:51
@Nosetn

Klingt ja schon mal gut.

Nur bei sich zu bleiben, schaffen selbst dud wenigsten Erwachsenen.

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Stellwerk  22.11.2022, 18:28
@Nosetn

"Vielleicht kommt das auch von meinen Eltern?"

Ja und vielleicht halt auch nicht. Wir drehen uns im Kreis.

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Nosetn 
Beitragsersteller
 22.11.2022, 21:10
@Stellwerk
Ja und vielleicht halt auch nicht. Wir drehen uns im Kreis

Du vielleicht. Ich weiß ja wie meine Eltern drauf sind. Du glaubst mir nur nicht

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Stellwerk  22.11.2022, 23:03
@Nosetn

Ich kenne nur deine Seite, mehr kann ich schlicht nicht bewerten.

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