ist man mit 16 Jahren noch ein Kind?

heute wäre eine Ausbildung mit 16 komplett ausgeschlossen 

Bitte? Warum das denn ?

weil die "Konstellationen" andere sind, ein 16- jährige(r) ginge ja unter im "Meer" der Abiturienten.. Ausbildungsbetriebe haben sich darauf eingestellt .. siehe auch Studium

In welcher Welt ist man mit 16 mit der Ausbildung fertig? In dem Alter darfst du gerademal voll arbeiten, und auch das nicht ohne besondere Regeln.

"ausgeschlossen" heißt nicht "abgeschlossen", sondern eben "ausgeschlossen", wie das Verb schon aussagt . . wie auch bei mind. 3 Jahren Ausbildungszeit ..

Und was meinst du dann mit „ausschließen“?

das ist doch ganz einfach, wenn du selbst für dein Kind was suchen wolltest .. wenn,s überhaupt vom Ausbildungsbetrieb her geht .. es ist gesellschaftlich nicht "opportun"

22 Antworten

Nach der 9. oder 10. Klasse sind die Schüler*innen, die ihren Abschluss haben, meist so etwa 16 und sie beginnen dann eine Lehre, wenn sie nicht weiterhin zur Schule gehen.

Apropos "Kindheit vor die Hunde": Mein Vater (Jahrgang 1919) ist schon mit 13 nach der 8. Klasse zur Arbeit gegangen. Mit 16 war er dann in Ausbildung und mit 18 beim Reichsarbeitsdienst und anschließend 6 Jahre bei der Wehrmacht. Das war vielleicht eine Jugend! Und Playstation samt Red Bull gab's damals auch nicht.

Wenn jetzt gerade eine Generation vor die Hunde geht, dann nicht wegen Hungers, sondern wegen Überfütterung.

Das war bei uns auch so. Meine Mutter war sieben als meine Großmutter mit ihr und ihrem Bruder aus Breslau geflüchtet ist. Mein Vater wurde mit 16 zum Volkssturm eingezogen und wurde Soldat.

Manchmal denke ich, dass es uns heute zu gut geht.

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Wenn jetzt gerade eine Generation vor die Hunde geht, dann nicht wegen Hungers, sondern wegen Überfütterung.

Wohlstandsverwahrloste halt!

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am besten macht die Politik erstmal die ganzen "Fressbuden" dicht, die unsere verödenten Fußgängerzonen einerseits verschandeln, andrerseits auch mit gewissem Leben erfüllen, eingedenk zugehörigem "Müll und Lärm" .. kein Wunder, wenn "Opa und Oma" mit dickem SUV ihre Brötchen per Tagesausflug auf der "grünen Wiese" holen.. die halbflüggen "Pänz" sind an Brötchen mit Oma und Opa nicht interessiert .. also dann eben doch lieber "Fressbuden" um die Ecke .. das ist die Welt ..

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Ich bin 31 und muss sagen, dass mir viele, die heute zwischen 16 und 25 sind, wirklich noch sehr kindlich und oberflächlich vorkommen. Auch in meinem Alter kenne ich einige Leute - wobei die Mehrzahl weiß, wie man sich vernünftig aufführt und was im Leben wichtig ist - die sich wirklich primitiv, debil und unreif aufnehmen bei dürftigsten Umgangsformen.

Das liegt meiner Meinung nach an einer zu lockeren Erziehung durch "coole" Eltern, die dem Nachwuchs nicht zeigen wo Grenzen sind bzw. sich nicht trauen, Grenzen zu setzen. Die Kiddies werden dadurch verwöhnt, materialistisch, unselbstständig und oberflächlich, können keine Entscheidungen treffen und wissen nicht, wo es lang geht - Hauptsache Abitur. Klar gibt es auch sehr vernünftige, sympathische und offene Jugendliche und junge Erwachsene, aber mir fällt das auch schon auf.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Und wie immer regen die leute sich über die Jugend auf. Wenn sich eine Sache durch die Geschichte der Menschheit zieht, dann ist es das. Die vorherige Generation meint die nachfolgende wäre zu lasch erzogen, faul, ziellos.

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heute zwischen 16 und 25 sind, wirklich noch sehr kindlich und oberflächlich

Ja, es gibt auf jeden Fall kindische Exemplare, aber mir fällt auch öfters auf, dass die 30er Leute sich wohl irgendwie alt fühlen und dann zu Anfang 20er sagen sie seien Kinder. Wer sind dann die Jugendlichen

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Man ist zuerst einmal 16 Jahre alt. Die sexuelle Reife ist aber nach vorne gerutscht, das heisst durch die Sexualisierung der Medialen Welt meinen schon 12 Jährige sie müssten Sex haben. So wird vermutlich auch der Rest der Jungen immer früher den Eindruck haben sie gehörten schon zu den Erwachsenen. Aber selbst ein 20 Jähriger gilt noch als junger Erwachsener, also noch nicht völlig ausgereift. Die Schulzeit beträgt heute gegen 10 Jahre im Normalfall und mehr, wenn man studieren will. So beginnen auch Lehren mit etwa 16 Jahren und gehen je nach Gebiet bis gegen 20.

All das ist die heutige Realität. Mit 16 ist man ein junger Mensch, der schon sehr viel gelernt hat, meist auch seine Pubertät hinter sich gelassen hat und nun auf dem Sprung in die Erwachsenenwelt ist. Die, die eine Lehre machen, sind dann hauptsächlich um Erwachsene und bilden ihre sozialen Kompetenzen relativ rasch aus, die die Studieren bleiben meist noch einige Jahre Kindsköpfe mit hoher Intelligenz aber tiefer sozialer Kompetenz. Der Grund ist, dass sie sich noch nicht in der erwachsenen Welt bestätigen müssen, da ihre "Erwachsenen" sich aus ihren Eltern, Verwandten und einigen Professoren zusammenstellen, ihre Welt jedoch aus Gleichaltrigen besteht.

Es gehen in diesem Prozess keine Generationen verloren, auch sind die Anforderungen der Gesellschaft an die Jungen in keiner Weise gestiegen, aus meiner Sicht sind sie sogar eher gesunken im Vergleich zu meiner Zeit!

Merkwürdige Beschreibung unserer Jugend...

Ich sehe im Vergleich zu früher lediglich vermehrt geistige Unreife in einem körperlich reiferen - älteren Körper - eine unschöne Entwicklung, mehr nicht.

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@Huflattich

Was ist daran merkwürdig? Ist es zu viel Text? War man früher geistig reifer? Das ist wirklich eine überhebliche Behauptung und ist nicht wahr.

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@Walter159
Das ist wirklich eine überhebliche Behauptung und ist nicht wahr.

Wenn Du meinst.

Du kannst Dich auch gern z.B. mit Lehrkräften in der Schule oder mal mit Ausbildern allgemein unterhalten, die werden es so und nicht anders bestätigen. Das erkennt man auch an der Lebenserwartung der Menschen. Reife erlangt man wenn man gefordert wird heute wird mMn nur mit Samthandschuhen angefaßt und nichts gefordert.

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Hallo bachforelle49,

nun, eine Ausbildung hat man doch "heutzutage" auch nicht mit 16 abgeschlossen. Zumindest kenne ich das so. Vielleicht bin ich einfach zu jung. Wie das bei meinen Großeltern oder Urgroßeltern war, kann ich nicht sagen.

Sonder-, Haupt- und Realschüler sind doch in der Regel 15-16, wenn diese ihre Schule verlassen. Gymnasiasten eben dementsprechend älter. So mancher Realschüler geht dann sogar noch zur FOS.

Insofern meine ich, dass wohl kaum ein Mensch mit 16 schon die Ausbildung, die zumeist 3,5 Jahre geht, abgeschlossen hat. Selbst, wenn die Ausbildung verkürzt wird, kommt man da nicht auf 16. Zumindest "heutzutage".

Das mit dem Alter ist etwas komplizierter. Ein Teenager ist angeblich 13-19 Jahre alt. In Deutschland angeblich mindestens 14 und noch nicht 18. Und im Recht wird als "Jugend" zwischen 14-21 zwecks Strafmündigkeit gesprochen. Und die "späte" Kindheit soll wohl das Alter zwischen 11 bis 14 umfassen.

Insofern ist alles Ansichtssache und hängt von Meinungen/Definitionen ab.

Ich meine aber, dass man mit "16" kein Kind mehr ist. Man ist ein Teenager!

Also diverse Altersklassen könnte ich klar abgrenzen. Mit 8 ist man ein Kind und mit 16 ein Teenager. Nur, wo ist da bei allen Menschen verbindlich die Grenze weltweit? Geht das überhaupt? SInd alle Menschen gleich?

Zwecks Intelligenz und fortschreitender Evolution ist es schon so, dass Menschen "intelligenter" werden und die Evolution nebst Erziehung, Umfeld usw. einen großen Beitrag dazu leistet. Der Mensch ist schneller reif, als z.B. vor 50, 100 oder 200.000 Jahren.

Die Gesellschaft geht nicht deswegen vor die Hunde, sondern weil die Gesellschaft sich Unsinn reinzieht, nicht mehr selbst nachdenkt, alles der Technik überlässt und auch die ganze Moral, der Anstand, die Werte vernachlässigt werden bzw. Werte sich auch in bestimmten Bereichen verschieben.

Ich sehe das ja immer am Beispiel "Smartphone". Da kennen sich Püppchen mit Insta, Snap, TikTok, Facebook usw. aus, wissen aber nicht, wo beim Smartphone bestimmte Einstellungen sind oder können etwas bei Google suchen^^ Deswegen geht die Gesellschaft kaputt. Kaum ein Problem selbst lösen, nachdenken usw. Ohne Handy, PC usw. geht nichts.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

als das Abitur noch nicht den Stellenwert wie heute hatte, war der Beginn einer Ausbildung mit 14 bis 16 zB, letzteres bei "mittlerer Reife", Standard.. nach 3 Jahren Ausbildung dann mit 19 .. weitestgehend selbständig "abgeschlossen", und der junge Mensch wuchs innerlich .. vielfach waren aber auch junge Menschen noch total überfordert, eben noch "Kinder" , zumindest mit "14" .

jetzt sind die jungen Menschen zwar iaR wesentlich älter, aber sie werden eher mehr noch schlicht "allein gelassen" . sie gehen unter in der Vielfalt der Bewerbungen, denn es gibt ja genug Schüler über 20 .. viele weichen in Studium aus, weil sie die Realität scheuen .. die Lehrer sind heillos überfordert, das hat eigentlich politische Dimensionen, denn es werden immer mehr Schulen gebaut .. da steht nix von drin im "Koalition Ampel Papier" bezüglich zukünftiger Visionen, aber unserer Regierung mangelt es ja ohnehin an kreativ umsetzbarer "Visionen" ..

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Im Mittelalter haben die Leute schon im Kindesalter gearbeitet. Mit Sieben konnte man Knappe werden, mit Vierzehn zum Ritter geschlagen werden. Wer ins Kloster ging, war noch ein Kind. Und mit Beginn der Pubertät war man erwachsen, konnte heiraten und eine Familie gründen.

Zu meiner Zeit (60er Jahre) betrug die Schulpflicht acht Jahre. Wer die Volksschule absolvierte, musste sich mit 13 Gedanken über seinen Beruf machen, mit 14 ging es in die Lehre.

Ich sehe die langen Ausbildungszeiten sehr kritisch. Die Zeit fehlt bei den Steuereinnahmen und der Rente. Und die jungen Leute haben nicht die Chance, Verantwortung zu übernehmen und erwachsen zu werden.

Naja, ob es jetzt erstrebenswert ist, dass die Teenager schon Familien gründen? Wir leben doch auch länger heutzutage, da muss man sich mit dem Erwachsenwerden und der Fortpflanzung nicht mehr so beeilen.

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