Ist in der Bibel inzest verboten?

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Um diesen Punkt im richtigen Licht zu sehen, muss man den Kontext berücksichtigen. Vorab erwähnt, handelt es sich um die erst einmal wertfreie Niederschrift gewisser Ereignisse, die die Entstehung von zwei Nationen erklärt, die mit den späteren Israeliten in einer gewissen Beziehung standen, die Ammoniter und die Moabiter.

Lot wird in der Bibel als „gerecht“ bezeichnet, was bedeutet, dass er sich an die Gebote Gottes gehalten hat. Wie kam es dazu, dass er mit seinen beiden Töchtern Geschlechtsbeziehungen hatte? Anscheinend waren
die Verlobten seiner Töchter in Sodom umgekommen und aus seiner Zufluchtsstadt Zoar hatte man ihn vielleicht vertrieben. So lebte er allein mit seinen beiden Töchtern in einer Höhle.

Zur damaligen Zeit war es fast ein Unding, keine Nachkommen zu haben und die Töchter Lots sahen wohl keine realistische Möglichkeit zu einer Ehe.

War Lot damit einverstanden, mit seinen eigenen Töchtern  Geschlechtsbeziehungen zu haben? Im 1. Buch Mose, Kapitel 19, Vers 33
steht: „So gaben sie ihrem Vater während jener Nacht wiederholt Wein zu
trinken; dann ging die Erstgeborene hinein und legte sich zu ihrem Vater; er
aber wußte nicht, wann sie sich niederlegte und wann sie aufstand.“
Und genauso lief es eine Nacht später ab, als auch seine zweite Tochter zu ihm kam. Lot wurde von seinen Töchtern so betrunken gemacht, dass ihm gar nicht bewusst wurde, was da passierte. Das wäre nicht notwendig gewesen, wenn er freiwillig Inzest mit seinen Töchtern begangen hätte.

Später gab es im mosaischen Gesetz sehr eindeutige Verbote, was Beziehungen zwischen engeren Verwandten betraf.

Auch im Neuen Testament wird von einem Fall berichtet, der in diesem Zusammenhang interessant ist. Im 1. Korintherbrief, im Kapitel 5 schreibt Paulus über ein Geschehen in der dortigen Gemeinde: „Tatsächlich wird
von Hurerei unter euch berichtet und von einer solchen Hurerei, wie es sie
selbst nicht unter den Nationen gibt, daß ein gewisser [Mann] die Frau [seines] Vaters hat.“

Die Frau wird nicht als seine Mutter bezeichnet, so dass es sich wahrscheinlich um seine Stiefmutter gehandelt hat, womit er nicht
blutsverwandt mit ihr gewesen sein dürfte. Trotzdem wurde diese Verbindung als anstößig betrachtet und dieser Mann wurde exkommuniziert. Wieviel anstößiger wäre das gewesen, wenn es sich tatsächlich um seine leibliche Mutter gehandelt hätte.

Somit ist eindeutig klar, dass Inzest heute von Gott verurteilt wird und von Christen, die Gott gefallen möchten, nicht ausgeübt werden darf.

In der Bibel werden falsche Verhaltensweisen nicht verschwiegen. Daher ist auch der Bericht, den Du erwähnst in der Bibel enthalten.

Was den Inzest betrifft - sowohl die Kinder von Adam und Eva, als auch die Enkel von Noah waren gezwungen, untereinander zu heiraten. Da Adam und Eva aber vollkommen erschaffen wurden, bestand deshalb keine gesundheitliche Gefahr. Später erhielt dann aber das Volk Israel ein klares Verbot darüber, nahe Verwandte zu heiraten. 

Du findest dieses Verbot zum Beispiel in 3. Mose Kapitel 18 ab Vers 6


 



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Sturmwolke, Danke für diese klare und hilfreiche Erklärung, DH!

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Ja, in der Bibel ist Inzest verboten.

Diese Erzählung endet damit, dass sowohl Ammoniter als auch Moabiter Ergebnis eines Inzests sind, da die Töchter den Vater betrunken machen und in diesem Zustand zu ihm eingehen (Gen 19,31-38). 

Im Hintergrund steht ein Wortspiel um die Namen der Kinder: Moab wird als „vom Vater“ und Ben-Ammi als „Sohn des Verwandten“ gedeutet. 

Es geht um die Frage:

Wer darf legitime Landansprüche auf das Land im Jordangraben erheben? Alle – natürlich judäisch-israelitischen – Stimmen sind sich einig, dass Moab und Ammon keine Landansprüche haben. 

http://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/lot-2/ch/3fa79edc35c0945bb832072ad65feb90/

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Richtig! Es geht wie bei sehr vielen Begebenheiten aus der ach so göttlichen Bibel (!) nicht um Moral, Ethik, Bescheidenheit, Sauberkeit in den familiären Beziehungen u. ä, sondern um Geld und Macht! 

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Hätte Adam und Eva nicht die Sünde begangen, so wären wir sicherlich wie Tieren die zwischen Gut und Schlecht nicht entscheiden können?

Im der Bibel heißt es

...und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen.

Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.

Meine Fragen:
1. was ist das Ziel des Menschen.?

2. es ist doch gut, dass die die Sünde gemacht haben oder ?

3. Die Erbsünde ist nur, dass wir unterscheiden können was Gut und was schlecht ist ?

4. Jesus hat so viel schmerzen ertragen weil aus diesem Grund?

6. Was hat uns Die Erlösung von Sünden gebracht weil wir immer noch dies machen;

Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein.
17 Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. 18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. 19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde wirst, davon du genommen bist. Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.

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