Warum wollte Gott, laut Bibel, nicht das Adam und Eva von der Frucht der Erkenntnis Essen?

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24 Antworten

Es wird in der Bibel nie eindeutig erklärt, welchen Sinn und Zweck dieser Baum überhaupt hatte, und warum Adam & Eva nicht von seinen Früchten essen durften. Alles, was von kirchlicher Seite hierzu behauptet wurde ("Sündenfall" usw.) ist menschliche Interpretation und somit nicht biblisch begründet.

Es lohnt sich übrigens zu erwähnen, dass die Paradies-Episode von allen drei abrahamitischen Religionen jeweils anders interpretiert wird. Selbst die Gläubigen wissen mit diesem Kapitel nichts genaues anzufangen. Die tatsächliche Aussage und Bedeutung dieser Geschichte ist wohl im Sand der Zeit verlorengegangen.

In der jüngeren Vergangenheit kamen aber Theorien auf, die die Episode von der Vertreibung aus dem Paradies mit realen Begebenheiten in Zusammenhang bringen: man ist geneigt, in dieser Erzählung eine Allegorie auf die Neolithische Revolution zu sehen, den Übergang von der Jäger-und-Sammler- zur Ackerbaugesellschaft.

Die Bezüge fallen durchaus ins Auge: der "Urzustand" wird als paradiesisch dargestellt, die Feldarbeit und Landwirtschaft hingegen als mühsam und beschwerlich. Gut möglich, dass sich in der Garten-Eden-Episode eine Art rührselige Sehnsucht nach der verklärten Vergangenheit ausdrückt.

Ups, wollte kein Danke geben. :x

Schau mal in dir kirchlichen Bibel nochmal rein im Vers (s. unten) müsste der Sinn der selbe sein. ;)


1. Mose 2:16,17
16  Und Jehova Gott erlegte dem Menschen auch dieses Gebot auf: „Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen.+ 17  Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben.“*+

Der Mensch sollte 'frei' entscheiden, ob er Gott dienen möchte oder nicht. 

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@Majdii

@Majdil: Eine "freie Entscheidung", die mit dem Tod bestraft wird, ist keine freie Entscheidung. Frei kann man nur entscheiden, wenn die Optionen straffrei sind.

Sonst wären die Sklaven ja auch frei gewesen: es stand ihnen schliesslich frei, ihrem Herrn zu gehorchen oder nicht. Ungehorsam wurde zwar mit Folter oder Tod bestraft, aber das tat nach deinen Kriterien ihrer Freiheit ja keinen Abbruch.

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@Zicke52

Da gebe ich dir recht, so sollte es sein. Nur will Satan ja nur das schlechte für die Menschheit und er war nun mal auch da. Gott wollte sich quasi nicht als Herrscher darstellen, sondern er wollte, dass die Menschen Freiwillig zu ihm kommen.


Da Satan den beiden ersten Menschen erzählte, dass die 2 so sein werden wie Gott ist, wenn sie von diesen Baum essen. So entschieden sie sich gegen Gott. Daher die Strafe. So wie sie ins Dasein gebracht werden, durch Staub, so werden sie auch wieder zurückkehren. 

Das steht alles in der Bibel. 

Da ich mit dem Handy online bin und es umständlich ist die Bibelverse hier rein zu tippen könntest Du auch alle Fragen die Du hast auf JW.org stellen. 

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@Zicke52

Eine "freie Entscheidung", die mit dem Tod bestraft wird, ist keine freie Entscheidung.

Blödsinn. sie konnten sich selbst aussuchen, ob sie sterblich würden.

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@Hooks

@Hooks: Ja, genau. Die Sklaven konnten sich auch selbst aussuchen, ob sie geblendet werden wollten (sie hätten das Verbot ihres Besitzers, lesen zu lernen, ja nicht übertreten müssen).

Also waren sie frei.

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@Zicke52

Ach, Zicke, dummes Zeug.

Der Garten war voller Früchte, wirklich alles voll - was muß man da von dem einen verbotenen essen?

Das kannst Du doch wirklich nicht miteinander vergleichen.

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"Es wird in der Bibel nie eindeutig erklärt" - es wird doch eindeutig erklärt. Denn in verschiedenen Versen wird deutlich, dass das Geschehen im Paradiesgarten und auch in unserer jetzigen Welt nicht zu trennen ist von Vorgängen im Himmel. Dort fand vor der Schöpfung dieser Erde eine Auseinandersetzung statt zwischen dem höchsten geschaffenen Wesen und Gott. Dieser Luzifer - "Lichtträger", der oberste der Engel, der Boten Gottes - behauptete, Gott sei gar nicht gnädig und barmherzig, sondern sei in Wahrheit ein Tyrann, dem Seine Geschöpfe nur aus Angst dienen würden. Und dass GHott jeden, der sich von Ihm abwende, sofort bestrafen würde. Wie sollte Gott damit umgehen?

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@GottLiebtSie

Ich finde es äußerst faszinierend, dass offenbar jeder Bibelleser die "Schlange" im Garten Eden ganz selbstverständlich mit dem Teufel/Satan/Luzifer identifiziert. 

Das Buch Genesis erwähnt einen solchen Zusammenhang mit keinem Wort, betont sogar im Gegenteil ausdrücklich, dass es sich um ein Tier gehandelt hat ("die Schlange war listiger als alle Tiere, die Gott, der Herr, gemacht hatte..."). Kein Wort deutet darauf hin, dass hier ein unschuldiges, harmloses Tier von einem bösartigen Geistwesen besessen war. Auch der Fluch, den Gott über die Schlange (die gesamte Spezies, nicht nur das Individuum im Garten) ausspricht, deutet eher in die Richtung, dass aus Sicht der Bibelschreiber die Schlange schlichtweg ein hochintelligentes, hinterlistiges und böswilliges Lebewesen war, und deswegen von Gott verflucht wurde.

Ganz nebenbei ist es auch interessant, dass die Schlange von mehreren religiösen Widersachern der Juden verehrt und angebetet wurde - beispielsweise von den Ägyptern. Wer weiß, ob in diesem Bericht nicht eine leise Warnung an die damaligen Gläubigen versteckt wurde.

Der gesamte Schöpfungsbericht steckt voller Mythen und Symbolik, die heute, tausende Jahre später, nur noch schwer nachvollziehbar sind.

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@LordofDarkness

LordofDarkness,

"Und hinabgeschleudert wurde der große Drache, die Urschlange, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt, er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert" (Offenb.12:9)

"Und Jehova Gott sprach dann zur Schlange: "weil du das getan hast, bist du das Verfluchte unter allen Haustieren und unter allen wildlebenden Tieren des Feldes.....und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen und du wirst ihm die Ferse zermalmen" (1.Mose 3:14,15)

Kann es Feindschaft zwischen einer buchstäblichen Schlange und einer Frau und ihrem Samen geben?

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Hallo H.,

für mich ist der Baum der Erkenntnis das Symbol für den Schritt der Entwicklung vom Tier zum Mensch. 

Mit der Erkenntnis kommen all die Dinge, die Menschen von Tieren unterscheiden: Angst, Wissen über die eigene Sterblichkeit, Sorgen vor der Zukunft, Scham, Egoismus, die Fähigkeit anderen bewust zu schaden, Gier, Neid etc.

Und mit dieser das Ende des paradisischen Zustandes von Nicht-wissen und Unschuld. 

Das Verbot Gottes ist ein Symbol dafür, dass Gott seine Geschöpfe vor Schlechtem beschützen will. Das Adam und Eva trotzdem von dem Baum essen können ist ein Symbol für den freien Willen.

LG Hourriyah

Der Deutung von @Hourriah29 schließe ich mich an.

Der Konflikt zwischen Jägern und Ackerbauern (Kain und Abel) kam entwicklungsgeschichtlich erst später.

Davor gab es eine andere revolutionätre Umwälzung: Der Auszug prähistorischer (Vor)Menschen aus dem "paradiesischen" Afrika (Jäger und Sammler, weder Kleidung noch Unterkunft nötig) nach Kleinasien und Europa.

Das kältere Klima dort erforderte Lösungen (Kleidung, Unterkunft), die mühsam waren. Aber dafür gab es viele jagbare Großtiere, mit denen Jägertrupps die Sippe versorgen konnten. Die Umstellung der Ernährung führte zu einer Vergrößerung und komplizierterem Aufbau des Hirns. Nach den schon recht erfolgreichen Neandertalern folgte der Cro-Magnon-Mensch, der noch überlegener war.

Vor dem Aussterben bewahrte den Menschen nur der regelmäßige Kontakt zu anderen Sippen, so dass auch das geregelt werden musste, usw.

Einen "Sündenfall" hat es nie gegeben. Das ist eine versuchte Erklärung für das Unheile in der Schöpfung (negative Entropie: das Böse scheint immer stärker zu sein als das Gute, Fressen und Gefressenwerden, usw.), die man sich scheute, auf Gott zurückzuführen.  

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Der Baum heißt einerseits Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Nachdem sie von der Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hatten, erkannten sie, dass sie einen Fehler gemacht hatten.

Andererseits steht in der Bibel beispielsweise bei Eva aber auch bei Maria dass Erkenntnis, in deren Sinne also einen Mann zu erkennen, mit Empfängnis gleichgesetzt wird. 

Als Adam und Eva noch im Garten von Eden waren, hatten sie nicht nur Zugang zum Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, sondern auch zum Baum des Lebens und hätten daher, sofern sie im Garten von Eden hätten bleiben können, ewig leben können. 

Bedenkt man, wie sehr die Erde heutzutage schon überbevölkert wäre, ist es wohl sehr gut zu verstehen, weshalb es nicht gut wäre, wenn alle Generationen seit Adam und Eva noch auf der Erde leben würden, denn die Überbevölkerung wäre noch wesentlich größer. 

Allerdings gäbe es vermutlich auch den Vorteil, dass dann auch Zeitzeugen noch leben würden, sofern all dies nicht nur Geschichten eines religiösen Buches sind, sondern tatsächlich real (gewesen) wäre.

Ich für meinen Teil glaube durchaus auch an die Geschichte von Adam und Eva, aber ob man es genauso nehmen kann, wie es in der Bibel steht, auch was man unter den 6 Schöpfungstagen verstehen soll - wo ich keineswegs glaube, dass es sich dabei um irdische Tage handelte - steht auf einem anderen Blatt. 

Sicherlich wird dann wieder jemand kommen und kritisieren wollen, was ich hier insbesondere zur Schöpfungsgeschichte geschrieben habe, oder auch zu Adam und Eva (denn das Spielchen ist mir nicht neu und die Erfahrung lehrt, dass es immer wieder so gewesen ist) aber ich kann im Vornherein schon darauf eingehen und sagen, dass alle Grundlagen zu evolutionären Theorien auf Datierungen wie der C14-Analyse beruhen, welche wiederum auf der Unbedingtheit immer gleichen Anteils an C14 im Gesamtanteil von Kohlenstoff in allen Lebewesen voraussetzt, was mitnichten immer der Fall gewesen sein muss, nur weil es heute auf der Erde so zu sein scheint.


Ich für meinen Teil glaube durchaus auch an die Geschichte von Adam und
Eva, aber ob man es genauso nehmen kann, wie es in der Bibel steht, auch
was man unter den 6 Schöpfungstagen verstehen soll - wo ich keineswegs
glaube, dass es sich dabei um irdische Tage handelte - steht auf einem
anderen Blatt. 

Lies mal meine Antwort mit der Erklärung zu "yom".

Ach, das habe ich woanders geschrieben:

https://www.gutefrage.net/frage/bibel-1-mose-genesis---warum-ist-es-es-wert-dieses-buch-zu-lesen

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ging es dabei um die Erkenntnis von Gut und Böse

Exakt.

Wenn man genau über Gut und Böse bescheid weiß, könnte man auch über dieses Gott urteilen.

Das ist natürlich reine Insubordination, geht natürlich gar nicht, dem eifernden, eifersüchtigen, zornigen und egozentrischen Phantom dann sagen zu können, was der für einen Unsinn macht.

Also, Mensch klein und unwissend, dumm, pflegeleicht und abwaschbar (und verdammt nochmal auch noch froh drum), Phantom immer toll, unangreifbar, unfehlbar und anzubeten.

Die Frucht beseitigt diese Kluft und da muss der Besserwisser dann den Hammer reinlassen, wenn diese beseitigt wird.

Damit sie nicht sterben, heißt es. - Ja, wie könnten sie denn sterben? 

Es geht um Selbsterkenntnis. Die ist aber streng genommen, auf der relativen Ebene unmöglich. Also schafft man sich ein Konzept ein Abbild, ein ICH. Dieses ist jedoch ohne Leben. Es ist Tod. In dem Moment, wo wir uns dafür halten oder unseren Seins-Mittelpunkt dort haben katalputieren wir uns aus dem Leben (das wir sind) quasi in den Tod. Darum heißt es auch im 1. Korinther, “denn so wie sie in Adam alle gestorben sind, sind sie in Christus wieder lebendig gemacht”.

Ganz plötzlich ist die Idee von SELBST da, und sogleich wird sich damit identifiziert. Dann ist plötzlich Schamgefühl da, als sie erkennen dass sie nackt sind. - Nur wir sind eben keine Idee. Eine Idee ist ein Gedächtnisinhalt und genau so tod wie eine Fotografie.

Jedoch es sind nicht alle Christen durch Christus wieder lebendig geworden. Hier irrt Paulus im Korintherbrief. Ob nun Christ oder nicht Christ, sie laufen trotzdem fast alle als Zombie umher.

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Man setzt ein junges Haustier in sein gemütliches Wohnzimmer, man zeigt im seinen Futterplatz, man verbietet ihm vom Teller in der Küche zu essen weil es nicht für ihn gedacht ist, das Haustier versteht es nicht, die "Neugierde" und die Unwissenheit von Konsequenzen führt in dazu vom Teller zu naschen. Um in zu verdeutlichen das das falsch ist wird er nach draußen verbannt und bekommt sein Futter auch draussen vor der Tür.
Wenn er draussen artig ist und zeigt das man im Vertrauen kann, dann darf er auch wieder in die Wohnung.

Also immer schön artig sein.

Wie ich in deiner anderen Frage bereits dargelegt habe war der Baum der Erkenntnis ein Zeichen der Treue und Aufrichtigkeit von Adam und Eva.

Gott hatte alles erschaffen auch die beiden, damit es ihnen gut ginge. In der Erwartung, dass sie seine Freunde wären. Sie durften auch vom Baum des Lebens essen, waren dadurch vermutlich vollkommen und selbstbestimmt.

Solange sie vom Baum der Erkenntnis nicht gegessen haben, akzeptierten sie Gottes Stellung. Der Baum war das einzige Gebot/Verbot Gottes. Sich an ein Gesetz zu halten klingt einfach. Keine große Last.

Die Vollkommenheit, die große Auswahl ohne Mühe waren alles Geschenk Gottes. Auch die Tiere waren zutraulich und gutmütig.

Allerdings aßen beide vom Baum und Adam belog Gott sogar. Damit zeigten sie Egoismus, Untreue und viele weiteren schlechten Eigenschaften.

Und verdienten nicht mehr im Paradies zu leben. Der Name des Baumes Der Erkenntnis von Gut und Böse zeigt schon welchen Sinn er hatte. Wer nicht davon aß war gut. Wer das Gesetz Gottes nicht beachtete bzw. mutwillig brach war Böse. Das war sein Zweck.

Hätte es denn Baum im Garten nicht gegeben noch ein anderes Gebot oder Gesetz, hätten beide nur profitiert ohne Gegenleistung zu Gott. Das Geschenk des freien Willens wäre dann übrigens nutzlos gewesen!

Sie wären ohne Aussicht auf Rettung gewesen, hätten sie in ihrem sündigen Zustand auch noch vom Baum des Lebens gegessen.

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@Hooks

Ja das ist Klar. Der Baum des Lebens erfüllte seine Funktion nur während beide vollkommen waren! Mit ihrer Sünde, auch wenn Gott nicht gleich gebeichtet war es bereits damit vorbei!^^

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Es ist sehr schlimm, gut und böse zu kennen, ohne die Kraft zu besitzen, das eine tun und das andere lassen zu können.

Dadurch wird man verantwortlich für sein Tun. Ohne diese Kraft aber fällt man in Sünde.

Die beiden wurden aus dem Garten Eden (nicht Paradies!) geworfen, damit sie nicht auch noch vom Baum des Lebens äßen - denn dann wären sie in dieser sündigen Haltung unsterblich geworden, und keine Rettung mehr möglcih gewesen.

Es war also reine Gnade, daß ihnen in ihrem jetzigen Zustand der Zugang zum Baum des Lebens versperrt wurde.

Wie kommst Du drauf, daß er*, es nicht wollte? Wenn er es nicht gewollt hätte, dann hätte er diesen Baum nicht mitten in den Garten Eden gepflanzt, sondern in die Antarktis, auf den Pluto-Mond Charon oder er hätte diesen Baum garnicht erst erschaffen.

Wenn ich nicht will, daß mein iPhone geklaut wird, packe ich es doch auch wie jeder rational denkende Mensch sicher weg und lege ich es nicht absichtlich auf den Bahnhofsvorplatz, wo es jeder nehmen kann.

Die Story erinnert mich mehr an bestimmte US-Bundesstaaten, in denen sich Polizistinnen, als Prostituierte verkleidet, willentlich von potentiellen Freiern ansprechen lassen, um sie danach in den Knast wandern zu lassen.

*Voausgesetzt seine Existenz, wie in der Bibel beschrieben


Der Gott des Alten Testaments wollte nicht, dass die Menschen Erkenntnisse gewinnen. Mit anderen Worten: er wollte sie dumm und gefügig halten.

Daher kann ich dem Alten Testament nichts abgewinnen.

Die Erkenntnis darüber, was gut und was böse ist, hat nur Gott, und der Mensch sollte sich darüber nicht anmaßen.

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@Nunuhueper

Wenn sich etwas nicht gegen das Wohl anderer richtet, sondern es dem Allgemeinwohl dient, kann es wohl kaum schlecht sein, ebenso wenn etwas für das Wohl von anderen förderlich ist, ohne dadurch das von anderen, seien es auch nur Einzelne - es sei denn sie handeln entgegen dem Allgemeinwohl. Wenn etwas daher das Gegenteil von schlecht ist, wie kann es dann nicht gut sein?

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Weil Gott ein mieser Despot war und ist, der die Menschheit als willenlose Diener erschaffen hat, die ihm huldigen sollten. Deshalb wollte er auch nicht das die Menschen die Erkenntnis von Gut und Böse erlangten, denn so waren sie in der Lage Gott und seien Absichten zu durchschauen und konnten sich von diesem abwenden.

Die Verführung Satans war also eigentlich ein Geschenkt und hat uns, den Menschen die Freiheit geschenkt und uns aus der Tyrannei Gottes befreit.

Ich bin aber Satanist, deshalb gehe ich davon aus das Christen das wohl etwas anders auslegen werden.

@Teufelsanbeter

Ich bin aber Satanist

Wäre ich nie drauf gekommen ;)

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@mulano

Ähmmmmm, Okeeeeeeeeey. 

Ist mir neu, dass Satan für Frieden steht. 

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@Majdii

Mir auch - deshalb wird Satanas im griechischen auch als "diabolos" bezeichnet, und das bedeutet "Durcheinanderbringer". Arme Menschen, die darauf hereinfallen!

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Erst mal musst du wissen, dass die Paradiesgeschichte mit Adam und Eva gar nichts mit Schöpfung zu tun hat. Sie spielt sich innerhalb der seit Gen. 2.4 als vollendet vorausgesetzten Schöpfung ab und beschränkt sich auf ein konkretes Gebiet im jungsteinzeitlichen Südmesopotamien.

Adam bekam den "neschamah", den Erkenntnisgeist des Lebens. Das widerspricht nicht nur der populären Vorstellung von Adam und Eva auf dem Niveau unwissender Kinder. Es beweist auch, dass die Bibel zwar nichts gegen Erkenntnis hat, es jedoch verschiedene Arten von Erkenntnis gibt. Folgt man Paul Hengge, kann das mit essen übersetzte Wort auch verbrauchen bedeuten, eine andere Hausnummer als das einmalige Anbeißen, das die religiöse Tradition darin sieht. Bei Gut und Böse geht es nicht um die moralische Ebene, sondern (um bei Paul Hengge zu bleiben) um etwas, das "nützlich und schädlich zugleich ist". Sogar "Gott" (YHWH Elohim) erscheint hier in einem anderen Licht. Paul Hengges Bibelkorrektur kannst du teilweise auch online lesen, es lohnt sich! 

Die Geschichte von Adam und Eva kommt doch aus der Bibel? Oder nicht? 

Und in der Bibel geht es um die Schöpfung? Oder ist die Bibel auf Evolution gestützt? 

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@Majdii

Im 6-Tage-Werk (Gen. 1.1 - 2.4) geht es um die Schöpfung. Darin kommen wiederum Adam und Eva nicht vor. Tatsächlich kommt diese Erzählung nicht ohne "Evolution " aus, u. A. fasst Gen. 2.4 das bisherige Geschehen als "Stammfolge" zusammen, aber das ist wieder ein neues Fass.

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Wenn Adam und Eva die ersten Menschen waren, die Gott laut der Genesis erschaffen worden sind, dann kommen sie auch in den 6 Tagen der Schöpfung vor, zumindest was Adam betrifft, denn am 6. Tag hat laut der Genesis Gott den Menschen erschaffen oder ist dem etwa nicht so? Folglich kann es sich, da Adam der erste Mensch gewesen sein soll, nur zumindest um Adam gehandelt haben, wenn es nicht sogar auch Eva mit einschließt, die aus einer Rippe Adams geschaffen - moderner ausgedrückt geklont - worden sein soll. 

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@JTKirk2000

"Wenn Adam und Eva die ersten Menschen waren"

Waren sie aber nicht. Am 6. "Tag" entstand der Mensch, das stimmt soweit. Aber es war eben wirklich "der Mensch", das heißt, kein benamstes Einzelpaar, sondern ein namenloses Kollektiv von unbestimmter Individuenzahl. Hierbei schließt ādām das weibliche Geschlecht mit ein. Adam und Eva kamen erst am Anfang des 7. "Tages" und entstanden auch ganz anders als die Gesamtheit ihrer menschlichen Vorfahren. 

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ich glaube, dass es nicht Gott war, der das nicht wollte - sondern Mose, wenn auch aus aufrichtiger Überzeugung.

Ich glaube, dass es diese Frucht tatsächlicher gegeben hat - jedoch inzwischen ausgestorben. Mein Glaube bestärkt der Satz " rühret die Frucht
 auch nicht an".

Seit den sechziger-jahren ist ein Mittel bekannt - eine  Entdeckung/Erfindung Albert Hofmann's,  die er "Delysid" nannte.

Es gibt hunderte Berichte und Bücher, die bestätigen, dass dieses Mittel eine religiöse Erfahrung ermöglicht. Laut Hofmann wirkt das Mittel in so geringen Mengen, dass es sogar bei Berührung durch die Aufnahme über die Haut seine Wirkung zeigt.  Deswegen meine ich, dass diese biblische Frucht/der Apfel, dieses Mittel enthalten haben musste.

Ich denke, es gibt nicht viele Mittel, die bei Berührung ihre Wirkung entfalten.

Heute haben wir auf der ganzen Welt Rechts/Gesetzes-Staaten, die dieses Mittel ebenso verteufeln, wie Mose - der erste, der glaubte, man könnte mit Gesetzen, Gerechtigkeit herstellen.

Ich glaube, dieses Mittel hat mir die Augen geöffnet und mich vieles erkennen lassen, das mir und meinen Mitmenschen und vor allem den Tieren ein schöneres Leben ermöglichen würde, wenn nicht alles in der Macht der Gewohnheit eingefroren wäre. Ich bin dadurch Vegetarier geworden - menschlicher und nicht übertrieben maschinen-gläubig.

hi,

Hallolhrda3,

im Garten Eden wählte Gott zwei Bäume: den "Baum des Lebens" und den "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse".

Der zweite Baum, der "Baum der E. von Gut und Böse",war ein Sinnbild für Gottes Recht zu entscheiden, was ihm wohlgefällig ist und was nicht.

Er hat die Menschen erschaffen und weiß am besten, wo sie Grenzen überscheiten würden, die nicht zu ihrem Nutzen sind.

Da der menschliche Verstand zu klein ist, um die gesamte Wirklichkeit zu erfassen, hat Gott damit auch Grenzen aufgezeigt, deren Überschreitung/Mißachtung auch zeigen würden, daß sie ihm in jener Hinsicht nicht vertrauen .

Der Schöpfer, Jehova,. schuf den Menschen als vollkommenes Wesen.

Dem Menschen fehlte nur eins:die Neigung zum Bösen, die später durch den Ungehorsam gegenüber Gott entstand.

Die Kenntnis der Sünde gab dem Menschen allerdings vermeintlich mehr Macht, sie ließ ihn eher machtsüchtig werden.

Seine Autonomie ("Ich bestimme selbst, was für mich gut und was schlecht ist") machte ihn jedoch nicht göttlich!

Er wusste das sich die Menschen für das Böse entscheiden wenn sie davon essen. Wenn sie sündigen, dann trennt sie das von Gott. Da Gott Sünde nicht zulassen kann wurden die Menschen sterblich. Durch den Tod Jesu wurde die Sünde getilgt und wir können wieder zu Gott gelangen. Ist nur eine Theorie von mir.

Vor allen Dingen wollte Gott nicht zulassen, daß sie in ihrem sündigen Zustand vom Baum des Lebens äßen, also unsterblich wurden.

Wer gut und böse unterscheiden kann, braucht Gottes Hilfe, um damit richtig umzugehen.

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Hallo HalloIhrda3,

Deine Frage läßt sich schlüssig beantworten, wenn wir nicht nur das Geschehen im Garten Eden allein betrachten, sondern die Möglichkeiten zur Erklärung des dortigen Geschehens ausschöpfen, die uns das Wort Gottes noch gibt.

Diese sind nicht viele, doch sie geben schon genug Aufschluss darüber, was im Himmel vor der Schöpfung der Erde geschehen ist und warum wir nun auf dieser Erde solch unvollkommenen Verhältnisse vorfinden.

Gerne arbeite ich Dir diesbezüglich einen längeren Beitrag aus - möchtest Du? Kann ein paar Tage dauern.

Gruß Moritz

das wurde den damaligenh menschen so gesagt, damit sie ihrem gotte gehorchen sollten indem sie angst bekamen vor strafen.

denn die damaligen menschen waren noch lange nicht reif für das prinzip der liebe, sondern mußten  zum gehorsam gezwungen werden, um stämme und andere gemeinschaften im sozialen bilden zu können.

Könnte es sein, dass Du nicht selbst in der Bibel liest?

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@GottLiebtSie

ich lege die bibel nach den forschungsergebnissen der anthroposophisch orientierten geisteswissenschaft aus.

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Gott hat sie gerade nicht zum Gehorsam gezwungen. Sie hatten ihren freien Willen bekommen.

Was aber nciht bedeutet, daß sie nun die Kraft gehabt hätten, das Böse zu lassen und das Gute zu tun. Das geht nur in sündenfreier Verbindung mit Gott.

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@Hooks

du redest aus neuzeitlichem intellekt, den gab es damals aber noch nicht.

die paradiesmythe wendete sich an die seelen, nicht an den verstand

(das ist heute natürlich unverständlich, aber es ist so)

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Gott wollte eben nicht, dass Adam und Eva zu viel wissen. Wahrscheinlich hat er befürchtet, dass sie zu selbstständig werden könnten. Was aber auch wieder der Aussage widerspricht, dass Gott die Menschen nach seinem Ebenbild schuf. Offensichtlich sollten sie ja doch nicht soviel wissen wie er.

Interessanterweise gab es vor Eva laut einigen anderen religiösen Quellen, noch eine andere Frau. Und zwar Lilith, die aber aufgrund ihrer Selbstständigkeit verbannt wurde. Danach schuf Gott Eva aus Adams Rippe.

Wer "gut" und "böse" unterscheiden kann, trägt ab diesem Zeitpunkt auch selbst die Verantwortung dafür.....


Möglicherweise wollte "Gott"  dass die Menschen einfach-- frei von jeglicher Verantwortung-- in paradiesischen Zuständen leben.....


NA !.... da hat der biblische Satan eben eine Strich durch diesen Zustand gemacht.....


offenbar konnte/wollte dieser es nicht ertragen, dass es Menschen gibt, die einfach "frei und glücklich" leben


btw..:


Was die Übernahme von Eigenverantwortung durch Menschen gebracht hat... erleben wir ja seitdem.....



DAS ist EIN Gedanke dazu.....


völlig unabhängig, 

von der  Frage, ob dies alles in der Realität auch so stattgefunden hat.

Hallolhrda, wir können davon ausgehen, dass alles, was Gott gemacht hat oder noch plant (deshalb JHWH), einen Sinn hat. Die ersten Menschen kannten nichts, aber auch gar nichts, was im Entferntesten mit Sünde zu tun hatte. Sie sahen nur das Paradies und dass alles sehr gut war. 

Gott hatte ihnen reichlich Nahrung gegeben, die mit Sicherheit für sie äußerst schmackhaft war. Da war es nur zu verständlich, dass Gott sie nur durch diesen einen Baum auf ihre Loyalität prüfen konnte. Das war für beide auch kein Problem, es war nun mal so, dass Gott zu Adam gesagt hatte: "Das ist mein Baum!" Es waren ja genug da.

Inzwischen hat sich aber gerade der Engel, den Gott über die Erde eingesetzt hatte, der "schirmende Cherub", sich nicht mehr mit seiner Aufgabe zufrieden gegeben, sondern er wollte die Anbetung, die Gott für sich in Anspruch nahm. So wurde dieser Cherub zum Satan und wandte sich nicht an Adam, sondern an Eva! Er wußte, dass Adam täglich mit Gott sprach und paßte Eva ab. Satan war ein Geist, also unsichtbar. Er ließ die Schlange auf dem Baum so aussehen, als ob diese sprach. Erst von diesem Moment an wurde der Baum Gottes interessant! So, wie für Satan die Anbetung der Menschen interessant wurde, nachdem es Menschen auf der Erde gab.

Wäre es nicht erstrebenswert, wenn alle Menschen sich aus sich heraus so verhielten, dass gar keine Gesetze nötig wären? Was nützt es uns, dass wir gut und böse erkennen können? Heute, unter diesen Verhältnissen geht es gar nicht anders! Und doch schafft es nicht ein Mensch, ein sündenloses Leben zu führen. Im Gegenteil - heute wird aus schwarz weiß und umgekehrt, aus gut böse und aus böse wird gut! Was für ein Chaos! Jetzt kommen sogar noch alternative Fakten dazu! 

Du hast zwar nicht danach gefragt, aber es gehört zu diesem Ereignis dazu.Gott hatte von Anfang an geplant, die ganze Erde durch die Menschheit zu einem Paradies machen zu lassen, auf der es keine Bosheit gibt. Deshalb hat er sofort nach diesem Akt des Ungehorsams einen Samen versprochen, der Satan, dem Teufel, den Kopf zertreten wird. Und wer ist das? Der Mann, der uns als der Messias bekannt ist, Jesus Christus. Christus ist es, der in seiner 1000 jährigen Herrschaft als König auf der Erde alles wieder in Ordnung bringen wird und wird danach die Herrschaft wieder an Jehova zurückgeben. siehe 1. Korinther 15:27 denn es heißt in der Heiligen Schrift: "Alles hat Gott ihm zu Füßen gelegt." Wenn nun Christus der Herr über alles ist, dann bedeutet dies natürlich nicht, dass er auch Herr über Gott ist, von dem ja alle Macht ausgeht. 28 Wenn aber zuletzt Christus der Herr über alles ist, dann wird er als der Sohn Gottes sich seinem Vater unterordnen, der ihm diesen Sieg geschenkt hat. So wird Gott der Herr sein, der durch alles und in allem wirkt.

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