Warum wollte Gott, laut Bibel, nicht das Adam und Eva von der Frucht der Erkenntnis Essen?

24 Antworten

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Es wird in der Bibel nie eindeutig erklärt, welchen Sinn und Zweck dieser Baum überhaupt hatte, und warum Adam & Eva nicht von seinen Früchten essen durften. Alles, was von kirchlicher Seite hierzu behauptet wurde ("Sündenfall" usw.) ist menschliche Interpretation und somit nicht biblisch begründet.

Es lohnt sich übrigens zu erwähnen, dass die Paradies-Episode von allen drei abrahamitischen Religionen jeweils anders interpretiert wird. Selbst die Gläubigen wissen mit diesem Kapitel nichts genaues anzufangen. Die tatsächliche Aussage und Bedeutung dieser Geschichte ist wohl im Sand der Zeit verlorengegangen.

In der jüngeren Vergangenheit kamen aber Theorien auf, die die Episode von der Vertreibung aus dem Paradies mit realen Begebenheiten in Zusammenhang bringen: man ist geneigt, in dieser Erzählung eine Allegorie auf die Neolithische Revolution zu sehen, den Übergang von der Jäger-und-Sammler- zur Ackerbaugesellschaft.

Die Bezüge fallen durchaus ins Auge: der "Urzustand" wird als paradiesisch dargestellt, die Feldarbeit und Landwirtschaft hingegen als mühsam und beschwerlich. Gut möglich, dass sich in der Garten-Eden-Episode eine Art rührselige Sehnsucht nach der verklärten Vergangenheit ausdrückt.

Ups, wollte kein Danke geben. :x

Schau mal in dir kirchlichen Bibel nochmal rein im Vers (s. unten) müsste der Sinn der selbe sein. ;)


1. Mose 2:16,17
16  Und Jehova Gott erlegte dem Menschen auch dieses Gebot auf: „Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen.+ 17  Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben.“*+

Der Mensch sollte 'frei' entscheiden, ob er Gott dienen möchte oder nicht. 

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@Majdii

@Majdil: Eine "freie Entscheidung", die mit dem Tod bestraft wird, ist keine freie Entscheidung. Frei kann man nur entscheiden, wenn die Optionen straffrei sind.

Sonst wären die Sklaven ja auch frei gewesen: es stand ihnen schliesslich frei, ihrem Herrn zu gehorchen oder nicht. Ungehorsam wurde zwar mit Folter oder Tod bestraft, aber das tat nach deinen Kriterien ihrer Freiheit ja keinen Abbruch.

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@Zicke52

Da gebe ich dir recht, so sollte es sein. Nur will Satan ja nur das schlechte für die Menschheit und er war nun mal auch da. Gott wollte sich quasi nicht als Herrscher darstellen, sondern er wollte, dass die Menschen Freiwillig zu ihm kommen.


Da Satan den beiden ersten Menschen erzählte, dass die 2 so sein werden wie Gott ist, wenn sie von diesen Baum essen. So entschieden sie sich gegen Gott. Daher die Strafe. So wie sie ins Dasein gebracht werden, durch Staub, so werden sie auch wieder zurückkehren. 

Das steht alles in der Bibel. 

Da ich mit dem Handy online bin und es umständlich ist die Bibelverse hier rein zu tippen könntest Du auch alle Fragen die Du hast auf JW.org stellen. 

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@Zicke52

Eine "freie Entscheidung", die mit dem Tod bestraft wird, ist keine freie Entscheidung.

Blödsinn. sie konnten sich selbst aussuchen, ob sie sterblich würden.

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@Hooks

@Hooks: Ja, genau. Die Sklaven konnten sich auch selbst aussuchen, ob sie geblendet werden wollten (sie hätten das Verbot ihres Besitzers, lesen zu lernen, ja nicht übertreten müssen).

Also waren sie frei.

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@Zicke52

Ach, Zicke, dummes Zeug.

Der Garten war voller Früchte, wirklich alles voll - was muß man da von dem einen verbotenen essen?

Das kannst Du doch wirklich nicht miteinander vergleichen.

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"Es wird in der Bibel nie eindeutig erklärt" - es wird doch eindeutig erklärt. Denn in verschiedenen Versen wird deutlich, dass das Geschehen im Paradiesgarten und auch in unserer jetzigen Welt nicht zu trennen ist von Vorgängen im Himmel. Dort fand vor der Schöpfung dieser Erde eine Auseinandersetzung statt zwischen dem höchsten geschaffenen Wesen und Gott. Dieser Luzifer - "Lichtträger", der oberste der Engel, der Boten Gottes - behauptete, Gott sei gar nicht gnädig und barmherzig, sondern sei in Wahrheit ein Tyrann, dem Seine Geschöpfe nur aus Angst dienen würden. Und dass GHott jeden, der sich von Ihm abwende, sofort bestrafen würde. Wie sollte Gott damit umgehen?

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@GottLiebtSie

Ich finde es äußerst faszinierend, dass offenbar jeder Bibelleser die "Schlange" im Garten Eden ganz selbstverständlich mit dem Teufel/Satan/Luzifer identifiziert. 

Das Buch Genesis erwähnt einen solchen Zusammenhang mit keinem Wort, betont sogar im Gegenteil ausdrücklich, dass es sich um ein Tier gehandelt hat ("die Schlange war listiger als alle Tiere, die Gott, der Herr, gemacht hatte..."). Kein Wort deutet darauf hin, dass hier ein unschuldiges, harmloses Tier von einem bösartigen Geistwesen besessen war. Auch der Fluch, den Gott über die Schlange (die gesamte Spezies, nicht nur das Individuum im Garten) ausspricht, deutet eher in die Richtung, dass aus Sicht der Bibelschreiber die Schlange schlichtweg ein hochintelligentes, hinterlistiges und böswilliges Lebewesen war, und deswegen von Gott verflucht wurde.

Ganz nebenbei ist es auch interessant, dass die Schlange von mehreren religiösen Widersachern der Juden verehrt und angebetet wurde - beispielsweise von den Ägyptern. Wer weiß, ob in diesem Bericht nicht eine leise Warnung an die damaligen Gläubigen versteckt wurde.

Der gesamte Schöpfungsbericht steckt voller Mythen und Symbolik, die heute, tausende Jahre später, nur noch schwer nachvollziehbar sind.

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@LordofDarkness

LordofDarkness,

"Und hinabgeschleudert wurde der große Drache, die Urschlange, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt, er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert" (Offenb.12:9)

"Und Jehova Gott sprach dann zur Schlange: "weil du das getan hast, bist du das Verfluchte unter allen Haustieren und unter allen wildlebenden Tieren des Feldes.....und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen und du wirst ihm die Ferse zermalmen" (1.Mose 3:14,15)

Kann es Feindschaft zwischen einer buchstäblichen Schlange und einer Frau und ihrem Samen geben?

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Hallolhrda, wir können davon ausgehen, dass alles, was Gott gemacht hat oder noch plant (deshalb JHWH), einen Sinn hat. Die ersten Menschen kannten nichts, aber auch gar nichts, was im Entferntesten mit Sünde zu tun hatte. Sie sahen nur das Paradies und dass alles sehr gut war. 

Gott hatte ihnen reichlich Nahrung gegeben, die mit Sicherheit für sie äußerst schmackhaft war. Da war es nur zu verständlich, dass Gott sie nur durch diesen einen Baum auf ihre Loyalität prüfen konnte. Das war für beide auch kein Problem, es war nun mal so, dass Gott zu Adam gesagt hatte: "Das ist mein Baum!" Es waren ja genug da.

Inzwischen hat sich aber gerade der Engel, den Gott über die Erde eingesetzt hatte, der "schirmende Cherub", sich nicht mehr mit seiner Aufgabe zufrieden gegeben, sondern er wollte die Anbetung, die Gott für sich in Anspruch nahm. So wurde dieser Cherub zum Satan und wandte sich nicht an Adam, sondern an Eva! Er wußte, dass Adam täglich mit Gott sprach und paßte Eva ab. Satan war ein Geist, also unsichtbar. Er ließ die Schlange auf dem Baum so aussehen, als ob diese sprach. Erst von diesem Moment an wurde der Baum Gottes interessant! So, wie für Satan die Anbetung der Menschen interessant wurde, nachdem es Menschen auf der Erde gab.

Wäre es nicht erstrebenswert, wenn alle Menschen sich aus sich heraus so verhielten, dass gar keine Gesetze nötig wären? Was nützt es uns, dass wir gut und böse erkennen können? Heute, unter diesen Verhältnissen geht es gar nicht anders! Und doch schafft es nicht ein Mensch, ein sündenloses Leben zu führen. Im Gegenteil - heute wird aus schwarz weiß und umgekehrt, aus gut böse und aus böse wird gut! Was für ein Chaos! Jetzt kommen sogar noch alternative Fakten dazu! 

Du hast zwar nicht danach gefragt, aber es gehört zu diesem Ereignis dazu.Gott hatte von Anfang an geplant, die ganze Erde durch die Menschheit zu einem Paradies machen zu lassen, auf der es keine Bosheit gibt. Deshalb hat er sofort nach diesem Akt des Ungehorsams einen Samen versprochen, der Satan, dem Teufel, den Kopf zertreten wird. Und wer ist das? Der Mann, der uns als der Messias bekannt ist, Jesus Christus. Christus ist es, der in seiner 1000 jährigen Herrschaft als König auf der Erde alles wieder in Ordnung bringen wird und wird danach die Herrschaft wieder an Jehova zurückgeben. siehe 1. Korinther 15:27 denn es heißt in der Heiligen Schrift: "Alles hat Gott ihm zu Füßen gelegt." Wenn nun Christus der Herr über alles ist, dann bedeutet dies natürlich nicht, dass er auch Herr über Gott ist, von dem ja alle Macht ausgeht. 28 Wenn aber zuletzt Christus der Herr über alles ist, dann wird er als der Sohn Gottes sich seinem Vater unterordnen, der ihm diesen Sieg geschenkt hat. So wird Gott der Herr sein, der durch alles und in allem wirkt.

Der Baum heißt einerseits Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Nachdem sie von der Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hatten, erkannten sie, dass sie einen Fehler gemacht hatten.

Andererseits steht in der Bibel beispielsweise bei Eva aber auch bei Maria dass Erkenntnis, in deren Sinne also einen Mann zu erkennen, mit Empfängnis gleichgesetzt wird. 

Als Adam und Eva noch im Garten von Eden waren, hatten sie nicht nur Zugang zum Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, sondern auch zum Baum des Lebens und hätten daher, sofern sie im Garten von Eden hätten bleiben können, ewig leben können. 

Bedenkt man, wie sehr die Erde heutzutage schon überbevölkert wäre, ist es wohl sehr gut zu verstehen, weshalb es nicht gut wäre, wenn alle Generationen seit Adam und Eva noch auf der Erde leben würden, denn die Überbevölkerung wäre noch wesentlich größer. 

Allerdings gäbe es vermutlich auch den Vorteil, dass dann auch Zeitzeugen noch leben würden, sofern all dies nicht nur Geschichten eines religiösen Buches sind, sondern tatsächlich real (gewesen) wäre.

Ich für meinen Teil glaube durchaus auch an die Geschichte von Adam und Eva, aber ob man es genauso nehmen kann, wie es in der Bibel steht, auch was man unter den 6 Schöpfungstagen verstehen soll - wo ich keineswegs glaube, dass es sich dabei um irdische Tage handelte - steht auf einem anderen Blatt. 

Sicherlich wird dann wieder jemand kommen und kritisieren wollen, was ich hier insbesondere zur Schöpfungsgeschichte geschrieben habe, oder auch zu Adam und Eva (denn das Spielchen ist mir nicht neu und die Erfahrung lehrt, dass es immer wieder so gewesen ist) aber ich kann im Vornherein schon darauf eingehen und sagen, dass alle Grundlagen zu evolutionären Theorien auf Datierungen wie der C14-Analyse beruhen, welche wiederum auf der Unbedingtheit immer gleichen Anteils an C14 im Gesamtanteil von Kohlenstoff in allen Lebewesen voraussetzt, was mitnichten immer der Fall gewesen sein muss, nur weil es heute auf der Erde so zu sein scheint.


Ich für meinen Teil glaube durchaus auch an die Geschichte von Adam und
Eva, aber ob man es genauso nehmen kann, wie es in der Bibel steht, auch
was man unter den 6 Schöpfungstagen verstehen soll - wo ich keineswegs
glaube, dass es sich dabei um irdische Tage handelte - steht auf einem
anderen Blatt. 

Lies mal meine Antwort mit der Erklärung zu "yom".

Ach, das habe ich woanders geschrieben:

https://www.gutefrage.net/frage/bibel-1-mose-genesis---warum-ist-es-es-wert-dieses-buch-zu-lesen

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