Erkläre doch, was an den einzelnen ,,Tagen" passiert ist:

1. Tag: Entstehung von Raum, Zeit und Materie; Das Brüten des ,,ruach elohim" bewirkt die Entstehung erster Zellen und einfachster Lebensformen. Erstes diffuses Tageslicht zur dringt zur Erde, was die Unterscheidung zwischen Tag und Nacht ermöglicht.

2. Tag: Eine dünne Luftschicht bildet sich und trennt das Wasser unterhalb (Ozean) vom Wasser oberhalb (Wolken). Vorher ging alles chaotisch ineinander über, das Meerwasser war als Dampf in der Höhe.

3. Tag: Das Festland erhebt sich aus dem Meer und wird von allerlei Pflanzen bewachsen.

4. Tag: Weitere Veränderungen der Atmosphäre bewirken, dass das Licht der Himmelskörper voll wahrnehmbar und wirksam wird.

5. Tag: Daraufhin explodiert das Leben im Meer geradezu - höheres Leben (,,Seelen") mit Blutkreislauf, Nervensystem und der Fähigkeit zu willkürlichen Bewegungen entsteht in verschiedensten Ausformungen und vermehrt sich.

6. Tag: Tiere aus dem Meer gehen an Land, spalten sich ihrerseits in Arten auf und erobern den neuen Lebensraum. Eine Gruppe von ihnen wird schließlich zu einer menschlichen Gestalt modifiziert und mit kognitiven Fähigkeiten in einzigartiger Konzentration (Gottebenbildlichkeit) ausgestattet. Daraufhin breitet sie sich kraft ihres Fortpflanzungstriebs über die ganze Erde aus und lernt sie zu nutzen und zu dominieren.

7. Tag: Mitten in der Jungsteinzeit, im Fruchtbaren Halbmond, treten zwei Individuen aus der prähistorischen Menschheit in den historischen Vordergrund. Sie schwören der Nahrungsaneignung ab und wechseln zur Nahrungsproduktion. Dieser ,,Tag" dauert bis heute an und gehört nicht zum eigentlichen Schöpfungsgeschehen. Statt der biologischen Evolution rückt die kulturelle Evolution des Menschen in den Fokus.

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Ähem, ginge es strikt nach der traditionellen Rippeninterpretation, wäre Eva überhaupt nichts gewesen, erst recht kein fortpflanzungsfähiger Organismus. Elternlos aus einer Rippe ,,erschaffen", hätte sie kein Genom gehabt, welches ja teils vom Vater, teils von der Mutter stammt - und somit auch keine Gene zum Weitergeben! Eva entstand natürlich aus einem männlichen Körperteil, der für die Entstehung einer Frau erheblich wichtiger ist als die Rippe. Es darum, dass der Mann sein Zutun an der Fortpflanzung erkennt, nachzulesen in der Bibelkorrektur von Paul Hengge.

Also bitte keine pseudowissenschaftlichen Purzelbäume!

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Egal ob Katholik oder Evangelikaler - für konservativ gesinnte Gläubige gibt es an dieser Stelle keine Fragen: Weil anfangs nur zwei Menschen erschaffen worden waren, mussten deren Nachkommen zunächst untereinander heiraten; Aber weil Adam und Eva der Vollkommenheit noch nahe waren, war das kein Problem. Die Mehrheit der heutigen Gläubigen hält es aber eher mit der ,,modernen" Theologie, die Adam und Eva zum Sinnbild für die ganze Menschheit umdeutet.

Wie so oft, liegt die Wahrheit in der Mitte. Adam und Eva waren zwar konkrete, realhistorische Einzelpersonen. Sie sind aber nicht die ersten Menschen im Sinne von Gen. 1.27, wo uns anders als in der Paradiesgeschichte kein individuelles Menschenpaar, sondern eine ganze Menschenpopulation unbestimmter Stärke begegnet. Ādām ist hier kein Personenname, sondern ein Appellativ für ,,den Menschen" schlechthin und umfasst beide Geschlechter. Die traditionelle Erklärung, dass mangels anderer Menschen Geschwister einander heiraten mussten, scheidet schon deshalb aus, weil Kain zum Zeitpunkt seiner Heirat das einzige Kind der angeblichen Stammeltern war. Auch die Mär vom ursprünglich reinen Genpool ist sich selbst entlarvender Unsinn, weil Gene ja keine Rolle gespielt haben, wenn ein Erdklumpen und eine Rippe das Ausgangsmaterial für die Menschenschöpfung gewesen sein sollen. Das menschliche Genom setzt sich aus einem väterlichen und einem mütterlichen Teil zusammen. Adam und Eva hätten aber in diesem Deutungsrahmen keine Eltern und somit selbst keine Gene zum Weitergeben gehabt!

Nein, Adam und Eva wurden mitten in der Jungsteinzeit in eine schon seit Ende der sechsten Schöpfungsperiode bevölkerte Welt hineingeboren, ihre Nachkommen haben sich wiederum unter die Bevölkerung außerhalb Edens gemischt.  

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Schon lange vor Darwin und Konsorten hat der Franzose Isaac de la Peyrere gefundene Steinwerkzeuge archaischen Menschen ,,vor Adam" zugeschrieben. In Kombination mit dem Genesisabschnitt 1.26-31 und der theologischen Argumentation im Römerbrief 5.12-14 formulierte er seine Präadamitentheorie.

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Da könntest du genauso gut einen handelsüblichen Kurzzeitkreationisten fragen, die Antwort wäre identisch. Adam und Eva waren nicht die ersten Menschen im Sinne von Gen. 1.27, wo uns anders als in der Paradiesgeschichte nicht zwei Individuen, sondern eine ganze Menschenpopulation unbestimmter Stärke begegnet. Ādām ist hier kein Personenname, sondern ein Appellativ für ,,den Menschen" schlechthin. Die gängige Theorie, dass mangels anderer Menschen Geschwister einander heiraten mussten, scheidet schon deshalb aus, weil Kain zum Zeitpunkt seiner Heirat das einzige Kind seiner Eltern war. Auch die Mär vom ursprünglich reinen Genpool ist sich selbst entlarvender Unsinn, weil Gene ja keine Rolle gespielt haben, wenn ein Erdklumpen und eine Rippe das Ausgangsmaterial für die Menschenschöpfung gewesen sein sollen. Nein, Adam und Eva kamen mitten in der Jungsteinzeit in eine schon seit Ende der sechsten Schöpfungsperiode bevölkerte Welt, ihre Nachkommen haben sich wiederum unter die Bevölkerung außerhalb Edens gemischt.  

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Adam und Eva waren nicht die ersten Menschen im Sinne von Gen. 1.27. Auch die Mär vom ursprünglich reinen Genpool ist sich selbst entlarvender Unsinn, weil Gene ja keine Rolle gespielt haben, wenn ein Erdklumpen und eine Rippe das Ausgangsmaterial für die Menschenschöpfung gewesen sein sollen. Nein, Adam und Eva kamen mitten in der Jungsteinzeit in eine schon seit Langem bevölkerte Welt, wo auch ihre jeweiligen Herkunftsfamilien zu finden waren. Ihre Nachkommen haben sich wiederum unter die Bevölkerung außerhalb Edens gemischt. Geschwister waren Adam und Eva genauso wenig wie Kain und seine Frau.

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Was für Argumente sollen das denn sein? Komm mir jetzt nicht mit den biblischen Stammbäumen! Denn die beziehen sich nicht auf das Erdalter, sondern münden mitten in die Jungsteinzeit, als gerade die 7. Schöpfungsperiode begonnen hatte (Gen. 2.2-3). Die vorigen sechs Schöpfungsperioden (Gen. 1.1-31) sind zeitlich nicht eingrenzbar.

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In den Übersetzungen werden Ereb und boqer traditionsgemäß mit Abend und Morgen wiedergegeben, die Grundbedeutungen sind aber Übergang und Neuanbruch. Die Schöpfungs,,tage" definieren sich über die Werdung und Vollendung der jeweiligen Schöpfungswerke. Besonders deutlich wird das an der Vermehrung der Organismen einschließlich des Menschen (Gen. 1.28). Zudem wiederholt sich mehrmals die Wendung ,,und es geschah so", so auch in Gen. 1.30.

Der siebte ,,Tag" ist alles andere als ein unbedeutendes Anhängsel, er ist etwas ganz Besonderes. Zum einen dauert er noch heute an (Hebr. 4) und zum anderen wurde die Schöpfung innerhalb desselben vollendet und nicht bereits am sechsten. Zudem werden einzig der sechste und der siebte ,,Tag" mit bestimmtem Artikel benannt, was beide (gerade im Hinblick auf die Rolle des Menschen) als speziell und einander ebenbürtig kennzeichnet.

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Die Bibel kennt keine unsterbliche Seele; Diese und andere ,,christliche" Glaubenssätze entstammen heidnischen, vornehmlich griechischen Philosophien (Kol. 2.8). Laut Bibel haben Mensch und Tier keine Seelen, sondern sind welche.

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Die Bibel hat recht!

Wie oft willst du das noch fragen? Es bleibt dabei, die Erde ist laut Bibel weder flach (Jes. 40.22) noch jung. Die biblischen Stammbäume beziehen sich nicht auf das Erdalter, sondern münden mitten in die Jungsteinzeit, als gerade die 7. Schöpfungsperiode begonnen hatte (Gen. 2.2-3). Die vorigen sechs Schöpfungsperioden (Gen. 1.1-31) sind zeitlich nicht eingrenzbar.

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Laut dem österreichischen Bibelexperten Paul Hengge war das Bedürfnis der 5000 nicht Hunger, sondern soziale Nähe und Gemeinschaft, was durch die ,,Speisung" gestillt wurde. Gerade in Zeiten der zunehmenden Einsamkeit in unserer Gesellschaft sollte diese Botschaft gehört werden.

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Sonstiges:....

Das ist nichts weiter als ein taktisches Lippenbekenntnis.

Der Papst vertritt ein unwissenschaftliches Evolutionsverständnis und hält weiterhin an der christlichen - und wohlgemerkt unbiblischen - Seelenlehre fest. Demnach soll diese ,,Seele" den Menschen einzigartig machen und vom Tierreich abheben. Auf einen personifizierten Gottvater kann der Papst schon aus Prinzip nicht verzichten.

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Die Übersetzung mit Ebenbild vermittelt den irrigen Eindruck von Gleichwertigkeit oder gar optischer (!) Ähnlichkeit. Das hebräische tselem bezeichnet aber etwas Schattenhaftes. Von der Schöpfungsmacht Elohim ist im Menschen also nicht mehr zu erkennen als ein Schatten, eine Ahnung. Gemeint ist die für den Menschen typische Komponente, die nicht nur eine, sondern einen ganzen Strauß an Eigenschaften umfasst: Intelligenz, Personhaftigkeit, logisches Denken, Fähigkeit zur Planung, Reflexionsvermögen, Verantwortung und nicht zuletzt die Fähigkeit zur Religiosität.

Menschengleiche Gottesbilder kamen erst in spätbabylonischer Zeit auf. Auf solchen Vorstellungen basieren auch diese Gemälde.

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