Gotteslästerung Wirklich nicht verzeihbar?

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Jede Sünde wird verziehen, wenn der Sünder bereut.

Die Sünden gegen den Hl. Geist werden nur deshalb nicht verziehen, weil sie - solange der Sünder in der Sünde verharrt - nicht bereut werden kann.

Das heißt konkret: Solange Du Gott lästerst und Ihn lästern willst, kannst Du nicht bereuen, weil das eine das andere ausschließt. Wenn Du aber aufhörst, Ihn zu lästern, sündigst Du nicht mehr gegen den Hl. Geist, damit ist die Sünde - da sie keine gelebte Entscheidung mehr gegen den Hl. Geist mehr darstellt - verzeihbar.

Wichtig ist: Sünde und Reue sind Entscheidungen. Sünden gegen den Heiligen Geist sind immer Entscheidungen, welche die Reue per se ausschließen, solange Du in der sündhaften Entscheidung bleibst. Entscheidest Du Dich um, dann entscheidest Du Dich nicht mehr gegen Gott, nicht mehr gegen den Hl. Geist, und damit kannst Du Dich wieder für Gott entscheiden, also bereuen.

Alle Sünden werden wir dir vergeben, wenn wir Gott darum bitten: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." (1. Johannes 1,9)

Wer an Jesus glaubt, kommt nicht ins Gericht: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen." (Johannes 5,24)

Die Sünde, die nicht vergeben werden wird, besteht in der Lästerung gegen den Heiligen Geist, indem man die durch Christus bewirkten Wunder der Macht Satans zuschreibt (Matthäus 12,31.32). Die Pharisäer wussten sehr wohl, dass Jesus durch den Geist Gottes die bösen Geister austrieb. Aber wider besseres Wissen nannten sie den Heiligen Geist lästernd "Beelzebub" (Matthäus 12,24.27). Diese Sünde konnte, wie der Herr sagt, nicht vergeben werden. Man fragt, ob sie heute überhaupt noch begangen werden könne. Viele meinen "nein", weil es Wirkungen des Heiligen Geistes in solch überzeugender Kraft wie in jenen Tagen nicht mehr gibt. Jedenfalls müssten ganz außergewöhnliche Umstände vorliegen.

Der Bibelkommentar von Dr. John Walvoord zu Matthäus 12,30-37 beantwortet diese Frage ebenso mit "nein": "Die Menschen waren dabei, die Macht des Heiligen Geistes, die Jesu Handeln bestimmte, fälschlicherweise Satan zuzuschreiben und sich damit gegen den Geist zu versündigen und ihn zu lästern. Diese Sünde kann in dieser Form heute nicht mehr begangen werden, sie entzündete sich an Jesu leiblicher Gegenwart auf Erden und an den Wundern, die er durch die Macht des Geistes tat. Wenn nun die religiösen Führer der Juden, die ja für das Volk handelten, zu dem abschließenden Urteil kamen, daß Jesu Macht vom Satan stamme, dann begingen sie eine Sünde, die weder dem Volk noch dem einzelnen je vergeben würde (weder in dieser noch in jener Welt). Als Konsequenz dieser Verfehlung würde das Gericht Gottes über die ganze Nation und über jeden einzelnen, der bei dieser verkehrten Überzeugung blieb, kommen."

In Markus 3,28-30 wird dies deutlich: "Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen. Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist."

Eine recht gute Erklärung dafür findet sich beispielswiese hier: http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer_id=634

Der Heilige Geist wirkt aber auch heute noch. Er erleuchtet die Seelen-so daß sie zwischen gut und böse, zwischen richtig und falsch unterscheiden können und er gibt die Weisheit-so daß sie zwischen wahrheit und Lüge unterscheiden kann. Und wenn die Seele sich dann trotz allem Erkennens gegen Gott entscheidet, dann ist dies eine Sünde gegen den Heiligen Geist.

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Ich habe mal gelesen, das die Sünde wider den Heiligen Geist bedeutet: Ein Mensch sagt, das die guten Werke von Jesus Christus "teuflisch sind" (Das das jemand macht ,erscheint mir schon extrem..) Denn Jesus hat ja wirklich Gutes getan und hat sich gerade für die Menschen am Rande der  Gesellschaft stark gemacht. Wie kann da ein Mensch daran was "Teuflisches" sehen? Ich glaube das ein Mensch, der Gott lästert ,nicht Gott damit meint, sondern die Kirche-sozusagen Gottes "Bodenpersonal "Menschen verübten leider im Namen Gottes teuflische Werke-teuflische Verbrechen. Sei es der Hexenwahn, sei es die Inquisition, seien es die vielen grausamen Kriege und Völkermorde... Ich habe früher auch gedacht, das Gott grausam sei-da in der Bibel solche furchtbaren Sätze stehen wie "Ich will ihre Kinder an Felsen zerschlagen " Dann merkte ich jedoch ,das  es die Menschen sind ,die  das Grausame im Namen Gottes taten. Ich habe mich bei Gott entschuldigt, das ich damals mich so sehr von diesen grauenhaften Stellen in der Bibel belasten ließ. Gott vergibt einem reuigen Menschen und Gott sieht das Herz an. Man muss auch davon wegkommen von dem uralten Gottesbild des alten rachsüchtigen Mannes mit weißem Bart. Jesus hat seinen Mördern sogar vergeben und auch dem Saul, der ihn damals verfolgte .Du hast geschrieben, das Du Gott gelästert hast-In welcher Art? Meinst Du damit gelacht über religiöse Witze? Oder weil soviel Böses in der Welt ist gesagt: "Gott  ist dran schuld, weil er nichts tut"? Ich denke jedoch Du kannst Dich auch mal persönlich mit einem Geistlichen darüber unterhalten. Ich denke Du bist kein Mensch, der das Spirituelle, das Höhere mit Füßen tritt-wer das tut, der würde da auch nicht darüber nachdenken wie Du .Ich  habe die Erfahrung auch gemacht, das mancher Mensch sagte, das er Gott hasst .In  Wirklichkeit war es das Gottesbild, das strenge und angsteinflößende, das er hasste .Die  vielen Dogmen seiner Kirche, die Heuchelei ,die  Doppelmoral.

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