gibt es überhaupt noch Anreize in Deutschland Kinder in die Welt zu setzen?

16 Antworten

Mein Mann und ich brauchten tatsächlich keine „Anreize in Deutschland“, um unseren Kinderwunsch in die Tat umzusetzen.

Das war ausschließlich ein persönlicher Wunsch und eine rein private Entscheidung.

Wir waren uns in einer stabilen Partnerschaft sicher, ein Kind physisch, psychisch, finanziell, partnerschaftlich und lebensplanerisch "stemmen" zu können.

Und das obwohl die Anzahl der Scheidungen je 100 geschlossene Ehen des selben Jahrgangs lag vor 20 Jahren deutlich höher lag als heute und sie ist seit Jahren kontinuierlich rückläufig.

https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Bevoelkerung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbVII15.pdf

Wir brauchten auch keine zusätzliche Belohnung durch den Staat, nicht für den, sondern für uns haben wir Kinder in die Welt gesetzt.

Was meinst du mit „DT“ - Deutsche Telekom?

Das Unterhaltsrecht ist doch keine Bestrafung, sondern es sollte selbstverständlich sein, dass Eltern auch finanziell für ihren Nachwuchs verantwortlich sind.

Ebenso sollte es selbstverständlich sein, dass jeder erwachsene, für sich selbst verantwortliche Mensch danach strebt, seinen Lebensunterhalt im Rahmen seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu erarbeiten.

Alles Gute für dich!

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Ich bin seit fast 40 Jahren Hebamme

DT meint die Düsseldorfer Tabelle ;-)

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ja, sorry, bestätige, mit "DT" sind die neuen Sätze mit der "Düsseldorfer Tabelle" ab 01.01.2024 gemeint -

allein schon der Anachronismus, daß voll kaum mehr zu bezahlen, zeigt, daß durch vermehrte Inanspruchnahme des Kindsunterhaltsvorschuß durch Versachlichung - hier Vater wird nur noch als Geldquelle (an)gesehen - die Gefühle voll auf der Strecke bleiben - der Staat mischt sich immer mehr rein, produziert dabei aber nur psychische "Kollateralschäden"

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Auch wenn immer wieder gesagt wird, dass Kinder zu bekommen nichts damit zu tun hat, sich Kinder leisten zu können, widerspreche ich dem eindeutig: Es hat damit etwas zu tun. Natürlich kann man sich auch Kinder wünschen, wenn man sozial schwach gestellt ist, natürlich kann man auch dann seine Kinder lieben, , trotzdem muss man dafür auch sorgen können. Dafür sorgen können, heißt nicht nur, essen und trinken bieten zu können.

Wir leben heute in einer digitalen Welt. Es ist nichts mehr so wie vor 20 Jahren. Heute haben die Kinder schon im Grundschulalter Smartphones. Smartphones kosten Geld. Und wenn ich dem Kind das nicht kaufen kann, geht es schon in der Grundschule mit Mobbing los. Es wird damit aufgezogen, dass es kein Smartphone hat.

Es kommen Klassenfahrten, an denen die Kinder nicht teilnehmen können, da die Eltern sie nicht finanzieren können. Und das Gerede geht weiter.

Die Frage, die ich mir stellen würde, wenn ich arm wäre: Will ich es meinem Kindern antun, dass ich ihnen nichts leisten kann, dass es von den Mitschülern gemobbt wird`? Nein, definitiv nicht.

Ich bin zwar ein absoluter Gegner davon, dass Kinder schon Smartphones haben, und allen möglichen Luxus bekommen, aber wenn sie gar nichts bekommen und deshalb zu Außenseitern werden, leiden sie darunter. Und das will ich meinen Kindern nicht antun.

Und davon abgesehen bin ich früher selbst viel gemobbt worden, was bei mir eine Menge spuren hinterlassen hat. Man merkt mir an, dass ich ein Verlierer bin. Und als Vater muss ich ja auch ein Vorbild sein und vor allem muss ich dazu in der Lage sein, mich für mein Kind einzusetzen, wenn es gemobbt wird, indem ich den Eltern der Kinder, die mein Kind mobben, mal kräftig in den Arsch trete, dass sie dafür sorgen, dass sie das nicht mehr machen. Aber das würde ich nicht hinbekommen, ich würde mich da zum Idioten machen und ich will nicht, dass mein Kind auch noch ertragen muss, was für ein Idiot sein Vater ist.

Und dann haben wir noch immer das Problem mit unserer Umwelt, die wir Jahrzehntelang oder noch länger gequält haben und wir nun die Konsequenzen dafür tragen müssen. Das Klimaziel können wir gar nicht mehr erreichen, es wird in einigen Jahrzehnten noch richtige Probleme hier auf der Erde geben und das will ich ihnen ebenfalls ersparen.

Also, wir sollten uns wirklich vorher nicht nur genau überlegen, was es für uns bedeutet, Eltern zu sein, sondern auch, was es für die Kinder bedeuten kann.

Von Experte Kessie1 bestätigt

Ihr Deutschen seid einfach komisch geworden. Das passiert, wenn Individualismus in einer Gesellschaft zu sehr priorisiert wird. Wenn ich ein Kind haben will, dann schaue ich doch nicht primär darauf, ob das wirtschaftlich rentabel ist. Ihr habt einfach keinen Bock, euch mit der Arbeit zu befassen, die mit einem Kind einhergeht, so sieht es aus.

Dann braucht man sich aber auch nicht wundern, dass die Geburtenrate im Keller ist und man die Wirtschaftskraft nicht mehr beibehalten kann. Ein Kind lohnt sich immer, in vielerlei Hinsicht. Sogar im Alter kann das Kind sich um einen sorgen, wenn man es mit Liebe erzieht.

Lohnt sich denn ein Kind in Ländern, die wirtschaftlich viel schlechter aufgestellt sind? Natürlich sind die dort eine noch viel grössere Belastung, aber dennoch kriegen die Leute 3 Kinder. Warum? Weil Kinder Freude bringen.

dann frage ich mich, warum alle und alles hierher strebt .. so gesehen ist diese Zuweisung eine gefährliche Kiste, zumal, wenn die übervollen Kitas und Schulen durch übermäßigen Migrationsanteil jetzt überstrapaziert werden . wo soll das denn hinführen, wenn eine Geburt nur noch eine Geldmaschine ist .. (?!) Ich wüsste auch nicht, wenn der Zeitfaktor es zuläßt, zB bei Arbeitslosigkeit usw .. , sich dies nicht positiv auf den Vermehrungsfaktor auswirkt .. komischerweise nehmen vor allem arbeitslose Männer keinerlei Rücksicht auf Frauen, wenn letztere nur noch als Gebärmaschinen herhalten

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@bachforelle49

Einerseits hat Deutschland ein Problem mit niedriger Geburtenrate, andererseits darf man nur nicht die Kitas und Schulen überstrapazieren. Merkst du was?

Immer nur am rummeckern, aber ich sag dir mal was, deinen aktuellen Luxus wirst du dir nicht erhalten können, wenn dieses Land keinen Nachwuchs hat. Wer soll denn in die Rentenkassen einzahlen?

Es wollen auch nicht alle hierher, rede bitte mal mit den Migranten, die wieder in die Heimat oder in ein anderes Land gezogen sind. Deutschland ist ein unattraktives Einwanderungsland, die Überbürokratisierung und die schwierige Sprache halten viele qualifizierte Menschen davon ab, einzuwandern.

Ich wüsste auch nicht, inwiefern ein Kind eine Geldmaschine sein soll. Ein Kind kostet mehr als 200 Euro Kindergeld.

Fraglich ist auch, inwiefern Frauen als Gebärmaschinen gesehen werden? Wer behauptet denn so einen Schwachsinn, wie kommt man auf so einen Blödsinn?

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@SomeQuestion627

du hast durchblicken lassen, daß Reichtum und Wohlstand wenig Kinder "macht" .. dem steht gegenüber, daß die armen und ärmeren, - wie auch immer - , sehr kinderkompatibel und zugetan sind, obwohl sie sich eigentlich den Kindersegen ohne Stütze gar nicht leisten könnten - das wird sich ja dann mit der neuen Kindergrundsicherung gründlich ändern - was die Rente angeht, haben die Rentner*innen sehr viel Geld auf ihren Konten, Vermögen siehe auch Erbengesellschaft- da wird sich vorläufig gar nichts ändern - die gebäutelten sind die getrennt lebenden Jungväter , die den hohen Unterhalt nicht mehr stemmen können - die getrennt lebenden wohlgemerkt

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@bachforelle49
du hast durchblicken lassen, daß Reichtum und Wohlstand wenig Kinder "macht" ..

Nein, habe ich nicht. Ich sprach davon, dass zu starker Bezug auf Individualismus dazu führt, dass in Gesellschaften weniger Kinder geboren werden. Das ist ein Unterschied.

Leisten können sie sich das offensichtlich schon, dafür verzichten sie eben auf einige Dinge, die ich zu einem nicht unwesentlichen Teil als Luxus in einer sinnlosen (Über)konsumgesellschaft betiteln würde. Natürlich bedeuten Kinder auch Verzicht, aber sie bringen Freude und sind im Alter eine grosse Hilfe. Ich stelle dir mal ehrlich die Frage, weshalb man in Pflegeheimen so viele Deutsche sieht, die verwahrlosen und nicht von ihren Verwandten besucht werden, gleichzeitig aber kaum Migranten, die überhaupt in Pflegeheimen sind?

Abgesehen davon:

Ich denke, du redest dir da die Situation doch sehr schön. Fakt ist, dass die jüngeren Generationen bereits jetzt Gefahr laufen, später kein geregeltes Renteneinkommen zu kriegen, einfach weil es am Nachwuchs mangelt. Hätten alle genug auf dem Konto, würden heute nicht so viele Rentner an der Armutsgrenze leben und im Müll nach Pfandflaschen fischen.

Migrantenkinder sind nicht willkommen, selbst will man aber auch keine Kinder zeugen, denn ist ja zu viel Arbeit, aber gleichzeitig soll Deutschland weiterhin wirtschaftlich gut aufgestellt sein. Wie denn, wenn wir überall Fachkräftemangel haben?

Die Wahrheit ist, das Land schafft sich ab. Das ist heute noch nicht stark bemerkbar, wird aber in 50 Jahren der Fall sein, wenn wir so weitermachen.

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Das muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich finde es sollte aber ein Miteinander in der Gesellschaft sein. Damit meine ich, wenn man sich gegen Kinder entscheidet, dass es genauso akzeptiert wird! LG

Was genau war jetzt die Frage?

gibt es überhaupt noch Anreize in Deutschland Kinder in die Welt zu setzen?

oder doch

was ist zB, wenn die Mutter jetzt vor lauter Frust mit dem Kindesunterhalt shoppen und chillen geht?

Oder geht es in Wirklichkeit um die ach so unfairen Unterhaltszahlungen?

Oder doch hierum

zumal wenn die Mutter sich bezüglich der Rechte wegen des Lebensmittelpunkts querstellt 

Die ach so böse alleinerziehende Mutti?

Aber ich fang mal von vorne an:

Wer einen extra Anreiz (finanzieller Art) braucht, um ein Kind zu bekommen, sollte vielleicht lieber keines bekommen. Kinder bekommt man nämlich in der Regel, weil man sie sich wünscht und nicht, weil es sich finanziell "lohnt".

Was die Mutter mit dem ihr zur Verfügung stehenden Geld macht, ist in erster Linie ihr überlassen, Hauptsache es fehlt den Kindern an nichts. Wenn sie dann noch was übrig hat, um shoppen zu gehen - bitte.

Denn - Überraschung - auch (alleinerziehende) Mütter haben ab und an das Recht, mal "shoppen und chillen" zu gehen.

Oder willst du vielleicht alleinerziehenden Vätern das Feierabendbier mit dem Kumpel verbieten?

Und nein, Unterhalt ist nicht unfair. Das Kind wurde von beiden gezeugt und jetzt müssen sich beide drum kümmern. Wenn das Kind überwiegend bei einem Elternteil lebt, ist der andere eben barunterhaltspflichtig. Das nennt man gemeinhin "Verantwortung übernehmen". Denn auch der Elternteil, bei dem das Kind wohnt, ist unterhaltspflichtig, nur eben in Form von Naturalien.

Zum letzten Punkt: es gibt das Wechselmodell, das immer dann, wenn es dem Kindeswohl dient, eine durchaus gangbare Alternative darstellt.

SEHR gut geschrieben!

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