Gehört die Zukunft dem Elektroauto?

20 Antworten

wer auf wunder wartet, den frisst die zeit

einfach mal umschauen, was es heute wirklich schon gibt

im gegensatz zu vor 5-10 jahren ist heute schon schlaraffenland angesagt

es gibt viele verschiedene und inzwischen auch leistungsfähige e-fahrzeuge zur auswahl

die reichweiten sind gestiegen und die preise fallen (primär durch einen stark expandierenden gebrauchtwagenmarkt)

die fahrzeuge bekommen nahezu aufpreisfrei inzwischen stärkere akkus

dazu sollte man den verringerten wartungsaufwand nicht unterschätzen, das spart richtig geld

der wirkungsgrad der meissten e-mobile ist so hoch, dass es meisst reicht, den strom für das nicht produzierte benzin zu verwenden und elektrisch damit genau so weit zu fahren (ja, man braucht eine menge strom um aus rohöl benzin zu raffinieren)

selbst wenn der strom aus der steckdose verwendet wird (die meissten e-mobilisten haben photovoltaik-anlagen) ist die co² bilanz deutlich besser als lokal in kleinen motoren benzin zu verheizen - das ist inzwischen mehrfach nachgewiesen worden und muss nicht mit gegenargumenten aus grossvaters truhe "widerlegt" werden

dazu ist das fahren eines e-mobils autofahren 2.0, bedingt durch die antriebstechnik und die laufruhe eines e-motors kann man das nie mit einem explosionsmotor vergleichen - versuch macht kluch !

ALSO: wer einen festen parkplatz hat und diesen irgendwie mit strom versorgen kann, sollte sich unbedingt mit dem thema e-mobilität auseinandersetzen - wer einmal elektrisch fährt geht freiwillig nicht zurück

Die Prognosen dafür gehen weit auseinander. Der Gesetzgeber hat die Tage erst einen Vorgabe verhängen wollen, dass ab 2030 keine Fahrzeuge mit Otto- und Dieselmotoren mehr zugelassen werden sollen, ist aber, mit Aussicht auf die Durchfürbarkeit, wieder zurückgerudert.

Ich schreibe bewusst Otto- und Dieselmotoren und NICHT Verbrennungsmotoren, da Gasbetriebene Motoren ja auch Verbrenner sind.

Ganz wichtig ist das Argument "emissionsfreie" Autos, denn auch ein Elektrofahrzeug ist nur dann wirklich emissionsfrei, wenn der Strom nicht chemisch produziert wird. Auch bis zum Errichten von Wasser- Gezeiten, Solar- und Windkraftwerken, wird eine Menge chemische Energie verbraucht.

Aber, okay, was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Irgendwo muss man halt anfangen.

Zu Deinen 1000 PS Systemenergie möchte ich anmerken, dass das sehr gute Drehmoment von Elektromotoren, aus sehr niedrigen Drehzahlbereichen, der eigentliche Clou ist.

Die Beschleunigung solcher Autos ist enorm. Auch bei Verbrennungsmotoren ist das Drehmoment das eigentlich Wichtige. Viel Drehmoment bedeutet gute Beschleunigung, viel Leistung bedeutet hohe Endgeschwindigkeit.

Da die Verkehrsdichte stark zugenommen hat, ist Beschleunigung eher wichtiger als hohe Geschwindigkeit, zumal viele Autobauer sind an die freiwillige Auflage halten, ihre Autos auf 250 km/h zu begrenzen.

Die Infrastruktur: Die Verantwortung dafür muss verteilt werden. Sollen das die Stromlieferanten oder die Netzbetreiber sein? Die Autobauer? Oder wird sie Aufgeteilt, in Vermieter von Wohnungen, die ihre Parkplätze ausstatten müssen? Es müssen hohe Kabelquerschnitte zu Parkplätzen verlegt werden. etc. pp.

Korrektur eines Formfehlers in meinem dritten Absatz: Energie wird nicht verbraucht sondern in andere Energien umgesetzt.

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Der Gesetzgeber hat die Tage erst einen Vorgabe verhängen wollen

Abgesehen vom gewöhnungsbedürftigen Deutsch, ist diese Aussage schlicht falsch.

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Wenn, dann wird es -wie Du sagst- noch Jahrzehnte dauern, denke ich.

Allerdings muss der Strom ja auch hergestellt werden und wie sieht es damit aus? Man lädt so ein Auto ja an der Steckdose und der Strom muss ja irgendwo her. Wie und womit wird dieser Strom dann erzeugt? Atomkraft??? Kohle? Sonne? Wind? Womit?

Wenn millionen Menschen Ihre Autos laden, täglich - dann muss irgendeine andere Lösung bezüglich der Energieproduktion gefunden werden, abgesehen von den Akkus, weit davor müsste so was schon geklärt sein und genau da sehe ich ein Problem.

Sonnen- und Windenergie wären wohl die saubersten Lösungen.

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@Gym80951996

Ja, wären sie wohl, doch die realisierung ist nicht einfach. So viel Strom herzustellen, wie nötig wäre? Derzeit undenkbar.

"Sauber" ist relativ. Schon mal recherchiert, was eine Windkraftanlage an seltenen Erden benötigt? Wo und wie werden die seltenen Erden abgebaut, das ist alles andere als "sauber".

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@RunnerHH

Jedoch können die seltenen Erden (Neodym) recycelt werden. Einmal im Stoffkreislauf bleiben sie (wie Gold) nahezu erhalten.

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@Ursusmaritimus

Jaja, einmal im Kreislauf...und bis sie dahin kommen, werden ganze Landstriche in Asien, Afrika und Südamerika erst entvölkert, dann gerodet und zu einem riesengroßen Loch gemacht.

Aber so ist der Durchschnittseuropäer. Er guckt weg und es interessiert ihn nicht. Je weiter es weg ist, desto leichter fällt ihm das Weggucken. Und natürlich das Schönreden, bis er ein gutes Gewissen hat. 

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@Fraganti

Deine Alternative ist dann wohl das Verbrennen fossiler Rohstoffe oder das Löchergraben für die Urangewinnung, oder? Hauptsache dagegen?

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super Kommentar Fraganti, du redest mir aus dem Herzen.

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@RunnerHH

Ah, sehe, dass es es ein Fragant mit dem Namen "Fraganti" war. ;) Hat sich erledigt.

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das mit dem herzustellenden strom ist erstmal garnicht soo wild, weil....

das herstellen von benzin frisst unmengen von strom, daher haben raffinerien fast immer eigene kraftwerke

so kommt es, dass der strom zum raffinieren des röhöls ausreichen würde, um e-fahrzeuge damit zu betreiben OHNE das wertvolle rohöl zu verbrennen, die energiemengen sind nahezu identisch

dazu kommt der anteil der regenerativen energien steigt ständig, d.h. unser strommix wird immer sauberer (trotz der unsäglichen eeg-abgabe)

der konsequente e-mobilist baut sich sowieso eine photovoltaik anlage auf das dach, ODER beteiligt sich an dem bau einer solchen

mit etwas grips ist es dann auch möglich unter tag genug strom in den akku zu bekommen ohne das "netz" damit zu belasten

richtig genial ist das mit speicherbatterien, die aktuell im zulauf sind und massiv im preis verlieren, so dass inzwischen auch kommunen diese schon verwenden um stromlastspitzen zu kappen und eine homogenere lastverteilung in maschennetzen zu erzeugen

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@dagobert68219

"die energiemengen sind nahezu identisch"

Das glaube ich nicht. Wie kommen Sie auf so eine Aussage und wären Sie so freundlich eine vernünftige Quelle vorzulegen?

Ohne Energieaufwand kann man sicherlich keinen Treibstoff aus dem Erdöl herstellen, das ist klar. Klar ist auch, dass man dafür locker ein Kraftwerk braucht für eine große Raffinerie.

Aber Ihre Aussage, dass die Energie nahezu identisch sein soll zum Verbrauch aller KFZ auf der Welt, sorry, das kann ich mir bei besten Willen nicht vorstellen.

Worauf stützen Sie Ihre Aussage? Das würde mich interessieren.

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@RunnerHH

https://www.youtube.com/watch?v=BQpX-9OyEr4&feature=youtu.be

Hier ist ein sehr interessantes Video, wie viel Strom für Treibstoffe verbraucht wird, um es vorweg zu nehmen für eine 1 Gallone (3,75 Liter) werden 4,5 kwh an Strom benötigt also für ein Liter ungefähr 1,2 kwh an Strom (übrigens auch oft aus Kohlekraftwerken). Das sind Zahlen von 2005 für die UK. Neuere Zahlen werden von der Fossil Lobby nicht mehr veröffentlicht, weil sie die Bevölkerung darüber im Dunkeln lassen wollen, wie verschwenderisch die Produktion von Treibstoffen ist. 

Und jetzt ein Beispiel: Ein e-Golf verbraucht laut Norm 12,7 kwh pro 100 Kilometer. Der benzinbetriebene günstigste Golf benötigt ebenfalls laut Norm 4,9 Liter pro 100 Kilometer (was natürlich in beiden Fällen durch den NEFZ nicht realistisch ist). Um diese 4,9l zu produzieren benötigt es 5,88 kwh Strom aber der Golf ist noch keinen Meter gefahren. Der e-Golf hingegen surrt laut Norm hingegen schon 46km weit. Die Infrastruktur zum Transport des Stroms steht ja schon. Jetzt muss der Treibstoff in einen großen LKW ebenfalls mit fossilen Brennstoffen betrieben durch die halbe Republik, um den Treibstoff abzuliefern, damit der Golf tanken kann. Dann muss auch der LKW wieder tanken usw. und so fort. Das ist ein elender ineffizienter Kreislauf fossile Brennstoffe herzustellen und zu nutzen.

Ich hoffe ich konnte dir ein paar Informationen zu dieser Thematik geben.

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Meine persönliche Meinung?

Die Zukunft wird das Elektroauto sein und ein guter Teil der Individualmobilität wird von autonomen Fahrzeugen (welche ich z.B. per App bestelle) durchgeführt.

Die Fahrzeuge werden energiesparende Kolonnen bilden und sich bei Ein/Ausfahrten und Kreuzungen miteinander verabreden um den besten Fluß zu ermöglichen.

Das Fahren wird entspannter aber auch bequemer und sicherer. Nur der Spaß am "Selbstfahren" wird verschwinden und möglicherweise nur noch am Wochenende auf abgesicherten Strecken gelebt werden.

Das Selbstfahren wird meiner Meinung nach nicht verschwinden und das autonome Fahren (sofern es denn ausgereift genug ist) immer nur eine Option bleiben.

Das wird sich nicht durchsetzen, zumal es dafür noch viel zu viele andere Fahrzeuge gibt, die autonomes Fahren gar nicht ermöglichen, wie z.B. Motorräder. Ein Motorrad wird immer selbst gefahren werden müssen und derartige Fahrzeuge werden sicher nicht verboten werden.

Manche stellen sich das alles etwas zu einfach vor.

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@Franz577

Das Selbstfahren wird eine (versicherungstechnisch teure) Option gegenüber dem autonomen Fahren bleiben. Ein Nischenmarkt für Freaks welche sich dann über Vorschriften/Vorgaben ärgern wollen.

Auch heute schon ist Motorradfahren in D praktisch nur noch Fun und nicht Vernunft geprägt. In manchen Ländern SOA/ Afrika/Indien etc. ist es (noch) eine echte Notwendigkeit........

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@Ursusmaritimus

Nein, falsch! Fakt ist, die Mehrheit der Autofahrer will sich nicht bevormunden lassen, weil sie einfach zu viel Freude am Selberfahren haben. Wenn das nicht mehr geht, dann kann ich mich gleich in den Zug setzen und brauche kein Auto mehr.

Es ist ja nicht mal ein Tempolimit auf der Autobahn durchsetzbar und dann reden manche von autonomem Fahren?

Eines der größten Privilegien von Autos ist ja, daß man damit unabhängig von anderen zu jeder Zeit hinfahren kann, wo man will.

Da will man sich also nicht anderen unterwerfen und es wird auch nicht möglich sein, einen komplett flächendeckenden, autonomen Straßenverkehr zu errichten.

Das ist sowohl in Bezug auf die technische Umsetzbarkeit als auch in Bezug auf die Akzeptanz der Bevölkerung utopisch und da sollte man sich also auch keinerlei Illusionen hingeben.

Und ja, Motorradfahren ist in erster Linie ein Hobby, aber sein Hobby will sich niemand verbieten oder regulieren lassen.

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@Franz577

Das der emotionale Faktor am Kfz im Sinkflug ist zeigt sich als erstes bei der Jugend....Der Führerschein verliert an Wert und im Freundeskreis ist das hippe Handy wichtiger als der Breitreifen.

Gerade das autonome Fahren ermöglicht doch eine hohe Verfügbarkeit zu jeder Uhrzeit und mit jedem Fahrtüchtigkeitslevel. Warum soll denn nur "die Freude am Fahren" gefördert werden und was hat das mit einem "Tempolimit" zu tun?

Aber wir können ja zwanzig Jahre warten, dann erleben wir was passieren wird.

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@Franz577

es macht ja auch SOOOO viel spass 300km auf der autobahn runterzureissen und sich im stop and go verkehr durch staus zu schieben - da schalte ich für solche strecken doch viel lieber den autopiloten scharf und mache etwas sinnvolleres

ich bin echt froh, dass es aktuell massiv in diese richtung geht und das autonome fahren endlich einen höheren stellenwert bekommt

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Hallo!

Wenn man es gewollt hätte, könnte man mit der Technik von Elektrofahrzeugen schon VIEL weiter sein als man de facto ist! Elektroautos sind garnicht gewollt, wie es mir oft vorkommt...!

Ich vermute dahingehend auch, dass es genauso weitergeht & Elektroautos keinerlei Option sein werden. Die Technologie ist nicht viel weiter als vor 25 Jahren beim Opel-Elektrokadett ("Impuls" oder so) ---------> man hätte mit der ENtwicklung rein vom Technischen Sektor her schon weit mehr realisieren können, aber die Lobbyisten verhindern's eben doch.

Außerdem sind Elektroautos nur dann konsequent wenn sie mit Strom betrieben werden, der nicht aus dem Atomkraftwerk kommt.

Ladestationen gibt es auch kaum, während Benzin in fast jedem Dorf gezapft werden kann. Daran hapert es auch!

Ich denke nicht, dass Elektromobilität jemals durchsetzungsfähig sein wird. Außerdem sind die Fahrzeuge, die es aktuell als Elektroauto gibt, einfach nur praxisfremd, egal ob der kleine Renault den ich neulich sogar in FFM gesehn habe oder diese komischen Elektro BMWs.. das sind teure, enge, im Alltag kaum brauchbare Windeier für viel zu viel Geld. Und selbst der anhand seiner Größe & seines Formats sehr brauchbare Elektrogolf von VW kostet noch weit über 30000 Euro ------> zu viel Geld für einen Kompakten das kaum jemand ausgeben kann/möchte.. und den baugleichen Golf mit Otto- oder Dieselmotor kriegste vllt. für zwei Drittel dieses Preises & den kannste auch im Gegensatz zum Elektrogolf überall betanken -------> Endeffekt: Niemand will sowas haben.

Elektroautos werden für die Masse erst dann interessant, wenn sie günstiger werden. Dafür aber müsste die Technik weiter verbreitet werden & eher gekauft werden, damit das Ganze in Großserienproduktion günstiger hergestellt werden kann. Und das wird es nicht geben. Es ist ein Teufelskreis.

Woher ich das weiß:Hobby – Bin in absoluter "KFZ-Familie" großgeworden.

nanana.... da hat aber der "experte" seit 10 jahren nicht mehr aus dem fenster geschaut....

e-fahrzeuge verkaufen sich mittlerweise recht stabil (tendenz deutlich steigend) und sind auch praxistauglich

viele hersteller haben ihre mankos endlich begriffen und bauen fahrzeuge die mehrere hundert km fahren können

die ladeinfrastruktur wächst stetig, allein sie ist noch nicht so homogen, wie man das gerne hätte

abgesehen von einer firma, die wirklich alles richtig macht und vorreiter in dem segment ist (das nötige "kleingeld" für den kauf vorausgesetzt) - machen die andere hersteller ihre evolutiuonsstufen durch und werden immer besser

man kann heute schon fahrzeuge kaufen die realistische reichweiten von 600km erreichen und binnen 30 minuten ladezeit 400km reichweite "tanken" können

einzig eine steckdose zu hause würde ich heute noch empfehlen um jederzeit sein fahrzeug laden zu können

....puh, war das schwer so einen text zu schreiben ohne das wort tesa zu benutzen.... :-)

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