Das ist nicht mehr realistisch oder?


27.07.2025, 18:08

Aber ganz ehrlich so will ich nicht für immer leben.

4 Antworten

Das tut mir leid. Aber die med. Entwicklung geht immer weiter und wenn Du gute Unterstützung bekommst kann sich noch viel zum Guten wenden. Aber ich weiß ja selber was es heißt nicht viel zu schaffen. Fatigue. Vor ein paar Wochen habe ich begonnen statt 2 Bechern Kaffee am morgen nur noch einen Becher zu trinken. Hört sich vielleicht total bescheuert an, aber seitdem bin ich viel fitter. 1 Becher, mehr nicht, auch kaum noch Sodbrennen. Ich weiß nicht ob Du Kaffee trinkst, wenn ja, versuche es mal mit weniger oder gar keinen. Ich habe gehört das das bei Autismus sehr schlecht sein soll. Überhaupt lese mal über Ernährung usw., vielleicht hilft Dir das.

Es kann auch sein, das Du mal jemand nettes kennen lernst und mit ihm/ihr zusammen ziehst und Ihr Euch gegenseitig unterstützt. Muss ja vielleicht keine Liebesbeziehung sein sondern eine schöne Freundschaft. Achte auf Dich und tu Dir Gutes und probiere aus was Du vielleicht verändern kannst in kleinen Schritten. Und tu nicht zu viel auf einmal. Immer in Maßen und vorausschauend und Pausen einlegen.

Geld ist nicht das wichtigste im Leben, ist zwar schön wenn man genug hat, aber es gibt Dinge die wichtiger sind im Leben. Glaube bitte nicht das Du wer weiß wieviel Geld haben musst. Freundschaft, Familie und kleine Auszeiten/Hobbys die Freude machen und sei es nur lesen oder in die Natur gehen ist sehr schön. Vielleicht kannst Du angeln gehen, zum Fußballplatz und Spiele anschauen, vielleicht mal ins Kino.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und gebe nicht auf, versuche Deine Einstellung zu ändern. Ich weiß das ist sehr schwer, aber vielleicht geht es Dir ja auch bald wieder besser!

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass sich sowas wenn es sich verschlechtern kann auch ein Stückweit verbessern kann. Wunder darf man nicht erwarten, aber es hilft auch nichts, wenn man in Selbstmitleid versauert.

Eine Therapie wäre sicher ein guter Anfang. Es kann sicher sein, dass du an manchen Dingen nichts aktiv ändern kannst, aber dafür hast du an anderer Stelle durchaus einen Einfluss und dieser wirkt sich auf viele weitere Bereiche deines Lebens aus, ein großer ist die psychische Gesundheit.

Wenn du eine Therapie in Erwägung ziehen würdest, dann könntest du mehr erblicken als deine Gebrechen und du könntest Stärken ausloten, die dir danach die Motivation geben, einen möglichen Weg einzuschlagen, den du jetzt in deinem Zustand nicht siehst.

Viel Erfolg 🍀

Kopf hoch, das wird schon wieder...und ich denke so schlimm ist betreutes Wohnen auch nicht, oder?


SchmerzPatient1 
Beitragsersteller
 27.07.2025, 18:16

für immer dort leben wäre schlimm.

Walli1957  24.08.2025, 19:14

Kommt drauf an ob man sich dort wohl fühlt und gefördert wird.

Dir ist eine Berentung sicher, damit hast du schon mal eine finanzielle "Unterlage".

Du musst schauen, wo deine Stärken liegen. Es gibt sicher einen Beruf, der dich als Autisten fordert und fördert. Wirf nicht zu früh die Flinte ins Korn. Mach' Praktika oder einen Minijob, um zu testen, wie belastbar du bist.

Zu deiner Wohnsituation: Wenn du arbeitest und ein Einkommen hast, kannst du auch allein wohnen. Oder ziehe in eine kleine WG.


SchmerzPatient1 
Beitragsersteller
 27.07.2025, 18:53

warum nicht aufgeben? Weil realistisch ist es doch nicht mehr, aufgeben der einzige Weg wie es scheint.

Sallysbestbuddy  27.07.2025, 19:00
@SchmerzPatient1

Dafür bist du noch viel zu jung. Du musst es versuchen. Klar kannst du scheitern. Aber ich bin mir sicher, dass du eine Arbeit findest, die dir ein positives Lebensgefühl vermittelt. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sich das anfühlt, etwas geschafft zu haben, was man selbst nicht für möglich gehalten hätte.

SchmerzPatient1 
Beitragsersteller
 27.07.2025, 19:01
@Sallysbestbuddy

aber wie soll ich jemals normal leben können? Die Zeit verstreicht, und nichts ändert sich in meinem Leben.

Sallysbestbuddy  27.07.2025, 19:11
@SchmerzPatient1

Dass du mit deinen Einschränkungen "normal" leben kannst, kann ich nicht beurteilen. Und was ist schon normal? Ganz ehrlich, von diesem Begriff solltest du dich lösen.

Und eine Änderung kannst nur du selbst herbeiführen.

SchmerzPatient1 
Beitragsersteller
 27.07.2025, 19:16
@Sallysbestbuddy

Ja, aber ich stehe unter Betreuung ich glaube nicht, dass ich normale "Rechte" und Möglichkeiten habe.

Sallysbestbuddy  27.07.2025, 20:48
@SchmerzPatient1

Ok, das wusste ich nicht. Aber auch ein Betreuer kann doch eigentlich nichts dagegen haben, wenn du Geld verdienst und deine Lebensumstände damit verbesserst.