Die Jagd nach der Weltformel
Seit über einem Jahrhundert verfolgen Physiker einen der kühnsten Träume der Wissenschaft: eine einzige Gleichung, die Einsteins Relativitätstheorie mit der Quantenmechanik vereint – die Weltformel.
Was wäre, wenn eine Formel das Universum beschreiben könnte – vom kleinsten Teilchen bis zur größten Galaxie – und vielleicht sogar das Rätsel der Dunklen Materie lösen würde?
Wo stehen wir bei dieser Suche? Versuch einer Zusammenfassung
https://www.weltwissen.online/post/die-jagd-nach-der-weltformel
4 Antworten
Hallo,
das ist die stark vereinfachte Formel der Allgemeinen Relativitätstheorie.
Also, dass die Raumzeit das Universum aufspannt.
Die sich bisher (fast) immer als wahr erwies.
Sie sagte die absolute Singularität voraus. Also ein statisches Schwarzes Loch.
Leider rotieren Schwarze Löcher.
Aber seit das James-Webb-Teleskop immer tiefer in das Universum blickt (als erlaubt), bröckelt diese Annahme immer mehr.
Von einer allerklärenden Weltformel, sind wir nun weiter entfernt,als jemals zuvor.
Hansi
Danke für die gute Erläuterung.
Ich habe die Allgemeine Relativitätstheorie ergänzt.
Also die "Spezielle" gelöscht.
Aber du bist auch sooh ein "Torwächter der etablierten Wissenschaften".
😂😂😂Jedenfalls kurz und knapp erklären, sonst ließt und versteht es (fast) keine(r) mehr.
Die Auswertungen des JWSt hat ergeben, dass die Raumzeit als Modell,
mit Einsteins Weltanschauung, nur lokal gilt.
Deswegen schrieb ich auch "aufspannt", weil das ein sehr gutes Vorstellungsbild der Urknalltheorie darstellt.
Und nun wissen wir, dass wir anscheinend in einer "Blase" leben.
Obwohl "wissen" ist hier relativ zu unserem Schul-Modell zu betrachten.
Wenn du verstehst dass jeder Augenblick eine Unendlichkeit ist.
Und jede Unendlichkeit nur ein Augenblick ist.
Dann hast du Einstein verstanden.
Oder du hast einen anderen Standpunkt als Beobachter als ich,
dann erübrigt sich auch jede weiter Erläuterung.
Hansi
Die Auswertungen des JWSt hat ergeben, dass die Raumzeit als Modell,
mit Einsteins Weltanschauung, nur lokal gilt.
Dafür hast Du doch bestinmt eine seriöse Quelle?
Und nun wissen wir, dass wir anscheinend in einer "Blase" leben.
Auch dafür hätte ich gerne eine Quelle.
Falls Du damit meinst, dass die Daten andeuten, wir könnten in einem Void liegen: das bezieht sich nur aud die lokale Dichte von Galaxien. Es meint weder, dass die Raumzeit nur lokal wäre, noch steht es im Widerspruch zum Urknall.
Also das ist jetzt schon ein starkes Stück,
hast du das gar nicht mit bekommen.
Schwache Leistung für einen Naturwissenschaftler.
Such doch mal selbst.
Aber ich verweis immer wieder auf unser Schul-Modell,
dass dir nicht unbekannt sein müsste.
Hansi
Wenn Beleidigungen statt der erbetenen Quelle kommen, dann weiß ich Bescheid über die Qualität Deiner Quellen.
Danke
Die spezielle Relativitätstheorie hat nichts mit schwarzen Löchern am Hut. Die allgemeine Relativitätstheorie hingegen kann benutzt werden, um sowohl statische als auch rotierende schwarze Löcher zu beschreiben. Sogar schwarze Löcher mit einer elektrischen Ladung. ;)
Ein paar Anmerkungen zum verlinkten Text (der offenbar bereits als Buch im Wiley-Verlag erschien, was mich offen gesagt sehr erstaunt):
-die Fliehkraft ist kein gutes Beispiel für eine der "vier grundlegenden Wechselwirkungen". Tatsächlich beruht sie ja nicht auf einer Wechselwirkung mit anderer Materie, sondern muss in rotierenden Bezugssystemen eingeführt werden, damit die Bewegungsgleichungen der Form a=F/m weiterhin gelten.
-in Zusammenhang mit der starken und schwachen Kernkraft würde ich nicht von "alchemistischen Wirkungen" sprechen.
-"Spaltung und Fusion von Atomkernen hatten zudem gezeigt, dass die beiden großen modernen Theorien der Physik irgendwie miteinander verbunden sind." Dass die Spaltung und Fusion von Atomkernen dies zeigen sollen, sehe ich nicht.
-das Z- und die W-Bosonen sind nicht masselos.
Und noch eine persönliche Meinung zum Bild mit Millikan, Einstein und Lemaître: die Kolorierung hat dem Bild nach meinem Empfinden gar nicht gutgetan. Besonders Einstein ist mit der veränderten Augenpartie fast nicht wiederzuerkennen.
Ich finde die Idee einer Weltformel spannend, aber nicht in dem Sinne, dass es eine einzige magische Gleichung gibt, die alles erklärt. In der Physik geht es im Kern darum, Relativitätstheorie und Quantenmechanik zusammenzubringen. Die eine beschreibt Raumzeit und Gravitation als etwas Glattes und Geometrisches, die andere arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, diskreten Zuständen und Unschärfe. Zwei völlig unterschiedliche Beschreibungsformen der Realität.
Viele Ansätze haben versucht, diese Welten zu verbinden, von Stringtheorie über Schleifenquantengravitation bis hin zu emergenten Raumzeitmodellen. Aber vielleicht zeigt uns das Scheitern bisheriger Versuche etwas Grundsätzliches: dass unser heutiger Denkrahmen selbst noch zu eng ist. So wie Newton nicht durch Einsteins Theorie "falsch" wurde, sondern in einem größeren Kontext aufging, könnte die Lösung eher eine neue Perspektive sein als eine reine Vereinheitlichung der bestehenden Modelle.
Die Suche nach der Weltformel ist deshalb nicht nur ein physikalisches Projekt, sondern auch ein erkenntnistheoretisches. Sie fordert uns dazu auf, zu verstehen, was wir überhaupt meinen, wenn wir von "Erklärung" sprechen. Vielleicht entsteht die nächste große Erkenntnis genau dann, wenn wir lernen, beide Sichtweisen gleichzeitig zu denken, statt eine zur anderen zu zwingen.
Ich vermute ohne explizite Anhaltspunkte, dass es diese Weltformel nicht geben wird. Die Quantenmechanik nennt sich zwar Mechanik aber ich kann mir gut vorstellen dass Quantenobjekte weniger Gesetzen unterworfen sind sondern vielmehr Mustern. Dafür gibt es dann möglicherweise keine festen physikalischen Größen, mit denen man rechnen kann.
Lass mich bitte ein paar Sachen richtig stellen...
Stark vereinfach ist da gar nichts. Aber ja, E=mc² steckt bereits in der SRT.
Nein. Das ist dann die ART. Die SRT beschäftigt sich mit zueinander gleichförmig bewegten Inertialsystemen.
Aus dem Satz würde ich das "fast" streichen. Aber was hab ich als Physiker heutzutage im Web zu so was schon zu sagen...
Nein, sorry. Das stimmt so nicht.
Richtig ist, dass die sogenannte "Schwarzschild-Lösung" - ein nicht rotierendes Schwarzes Loch eine mögliche (!) Lösung der Einsteinschen Feldgleichungen ist. Wenn man eben bestimmte, vereinfachende Annahmen macht.
Tatsächlich ist aber auf die Kerr-Lösung eine Lösung der Einsteinschen Feldgleichungen - und in dieser Lösung rotieren Schwarze Löcher. Ist halt mathematisch anspruchsvoller.
Deswegen es ist einfach nicht richtig zu behaupten, die ART wäre nicht in der Lage, rotierende Schwarze Löcher zu beschreiben. Das ist sie sehr wohl. Und richtig falsch ist es halt, es so aussehen zu lassen, als wäre es gar ein Problem für die ART, dass Schwarze Löcher rotieren.
Also jetzt wird´s hanebüchen, sorry. Soll das eine VT werden, oder was?
Man hat das JWST mühevoll und unter hohen Kosten gebaut, damit es so weit ins Universum blickt. Weil Kosmologen eben Einblicke in die Entstehung der ältesten Galaxien brauchen. Zu behaupten, das wäre verboten - egal wer das verboten haben soll - ist einfach lächerlich.
Das ist nicht korrekt. Entgegen zahlreicher Behauptungen, meist nicht gerade aus seriösen Quellen im Web, stellen die Beobachtungen des JWST kein Problem für das Standardmodell der Kosmologie dar.
Und erst recht stellen sie kein Problem für die ART dar, die ja nicht mal alleinig dieses Standardmodell ausmacht.