Was war eurer Meinung nach zuerst, Geist oder Materie?

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23 Antworten

Die Religionen setzten einen schöpferischen nicht fassbaren Geist an denn Anfang, eine Göttliche Kraft.
So ist es. In der Antike wurde halt das gemacht, was immer gemacht wurde, wenn man es sich nicht anders erklären konnte: „Gott wars“.

Die Wissenschaft geht soweit berechnet werden kann, sie sieht es so das erst Die Materie ein Bewusstsein (Geist) geschaffen hat.
Auch das ist korrekt. In den Wissenschaften, die sich mit Hirn und Geist beschäftigen, ist es inzwischen weitgehend common sense, dass der Geist aus der Hirntätigkeit emergiert. Das Gehirn wird dabei als eine dissipative Struktur aufgefasst.
Religion und zb. Quantenmechanik sind finde ich beides interessante Themen.
Die Erkenntnisse der Wissenschaft, dass der Geist aus der Hirntätigkeit emergiert, hat mit Quantenmechanik nicht viel zu tun. Diese Auffassung geht auf die Thermodynamik zurück, genauer gesagt auf die Theorie Dissipativer Strukturen, für die Ilya Prigogine 1977 den Nobelpreis erhielt.

Um einen Geist zu haben benötige ich aber als Ursprung einen Materiellen Körper.
Korrekt. Die christliche Religion behauptet dagegen, Gott selbst würde jedem Menschen den Geist durch die Nase einhauchen.
Kann es daher nicht sein das Geist und Materie gleichzeitig entstanden ist?
Das ist eher unwahrscheinlich, da die Materie erst ein gewisses Mindestmaß an Komplexität (Anzahl an Wechselwirkungen) entwickeln muss, bevor Geist und Bewusstsein emergieren können. Letztlich hängt es aber auch davon ab, wie man „Geist“ definiert. Heute geht man noch allgemein davon aus, dass sehr einfache Lebewesen wie Bakterien noch nicht komplex genug sind, um Geist und Bewusstsein zu entwickeln.

Aus dieser Sicht würde ich als Ursprung denn Trinitätsgedanken wahrscheinlich finden.
Der Ursprung ist eigentlich bekannt. Zuerst wurde Jesus zum Gott erhoben, was aber das Folgeproblem mit sich brachte, nun plötzlich 2 Götter zu haben. Um dieses Problem zu lösen, wurde die Trinität erfunden, um gleichzeitig Jesus zum Gott befördern zu können ohne polytheistisch zu werden. Diese Konstruktion ist allerdings dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass es im frühen Christentum von vielen Bischöfen reichlich Opposition gegen die Trinitätslehre gab. Letztlich setzte sich die Trinitätslehre aber deswegen durch, weil die Katholiken, von denen sie stammte, sämtliche Opposition gewaltsam durch Verfolgung und Ermordung Andersdenkender beseitigten.

Das Problem, dass die ganze Konstruktion trotzdem immer noch hahnebücherner Unsinn ist, wurde dann anders gelöst. Wie, steht im katholischen Katechismus Nr. 237:
„Die Trinität ist ein Glaubensmysterium im strengen Sinn…
Aber sein innerstes Wesen als heilige Dreifaltigkeit stellt ein Geheimnis dar, das der Vernunft nicht zugänglich ist..“


Oder anders gesagt: die Trinitäslehre wird zu einem unvernünftigen Mysterium erklärt, dass die Gläubigen gefälligst zu glauben haben…Punkt.

elmotteck 29.06.2017, 14:38

Das Problem war das Jesus zum Gott erhoben war. Das sehe ich genauso das hätte man anders interpretieren müssen. Eher das der Mensch Jesus das göttliche Bewusstsein representiert aber keines falls ein Gott selbst ist. Damit hätte man sich einiges erspart und "könnte" dennoch richtig liegen. Stumpf gesagt als Gott habe ich einen Gedanken (Geist) ein Bewusstsein. Dieser Gedanke breitet sich aus es wird gedacht und entschieden (Vater Himmel). Ich handel aktiv in Der materiellen Welt (Sohn). Tag 1+2 =Tag 3 Kurz : Gedanke+Entscheidung= Umsetzung So wir als Mensch (Ebenbild) auch handeln. Ohne Ausnahme

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elmotteck 29.06.2017, 15:45

Btw. Mysterium heißt nix anderes als nicht erkanntes wissen. ;-)

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Ich sehe es so, daß es nur "Geist" gibt, der u. a. auch die Fähigkeit hat, sich etwas vorzustellen. Materie halte ich für das Vorstellungsbild eines großen Geistes, mittels dem sich dieser Geist seine eigenen Strukturen veranschaulicht (ähnlich dem, wie wir uns als Menschen mittels eines Diagramms auch mathematische Funktionen veranschaulichen).

Unter "Menschen" verstehe ich Teile des gesamten Geistes, wobei der Körper auch nur ein Vorstellungsbild ist.

Damit Geist insgesamt funktioniert, muß er in sich selbst Gesetzmäßigkeiten für seine Abläufe enthalten.

Das Untersuchen des Materiellen (Physik, Chemie usw.) betrachte ich als das Untersuchen von Vorstellungsbildern, wobei alles bereits dadurch erheblich eingeschränkt ist, daß Menschen als Teil eines Ganzen im günstigsten Fall die Grenzen des eigenen Anteils am Ganzen erreichen, aber nicht darüber hinaus gelangen.

Ein solches "völlig anderes" Weltbild ändert jedoch nichts am Geschehen. Für das Geschehen selbst bleibt es sich gleich, ob man ein materielles oder ein rein geistiges Weltbild bevorzugt, weil lediglich der andere Blickwinkel den Unterschied ausmacht.

Ich sehe in der Weise, wie ich mir das Dasein vorstelle, den Vorteil, daß so auch manches aus dem materiellen Weltbild heraus Unverstellbare plötzlich vorstellbar wird.

Auch aus dem Rationalitätsgedanken heraus halte ich mein Weltbild das für mich Brauchbarere. Die Urknalltheorie hakt an ihrem zwangsläufigen am Ende der Kette stehenden Karusselldenken, wogegen die Vorstellung "alles ist Geist" sowohl eine Ewigkeitsvorstellung leichter verdaulich macht als auch rein rational betrachtet eine Erschaffung von "Materie" mittels Vorstellungskraft wahrscheinlicher sein läßt als die Idee, daß aus "gar nichts" mühsam etwas hergestellt wurde.

elmotteck 29.06.2017, 14:46

Danke für deine Ansicht. Ich selbst hielt lange an der Urknalltheorie fest, allerdings wie du sagst hapert es an einigen Ecken. Da ich dessen Grundpfeiler der Rotverschiebung dopplereffekt nicht zwangsläufig als eine Geschwindigkeit der Expansion interpretiere neige ich mehr zur Theorie eines Plasmaversum. Aber auch da gibt es noch viel zu entdecken.

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Endlich mal eine gute Frage...

Um dich da tiefer einzufühlen, stelle dir vor, du wärest so winzig, dass du durch die Welt der Atome reisen kannst.

Du durchleuchtest ein Atom und je mehr du suchst, findest du letztlich nur Leere und Energiewirbel.

Was passiert, wenn sich zwei Atome begegnen? Wer bestimmt deren Interaktion? Haben die beiden das Wissen, was zu tun ist?

Ich meine, das Ganze passiert in einem Kraftfeld, das wir Geist oder Gott oder Gott nennen, obwohl das Wort Geheimnis, oder Liebe oder Leben für mich angemessener wäre.

Also zuerst Bewusstsein, dann das, was wir Materie nennen, denn aus dieser Sicht ist Materie eingefrorenes Bewusstsein.

ETechnikerfx 29.06.2017, 10:01

Und was soll mit der Raumzeit sein?

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elmotteck 29.06.2017, 10:12

Vielleicht kann man das als Wechselwirkung zwischen Bewusstsein und Materie sehen. Raumzeit das Resultat von Ursache Wirkung zwischen Geist und Materie.

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Chinama 29.06.2017, 12:05
@elmotteck

Es sind zwar nur Worte, doch ich spüre, was du meinst, und dem stimme ich zu.

Tarthang Tulko, ein buddhistischer Weiser, hat sich sehr ausführlich mit dem Thema "Raum, Zeit und Erkenntnis" auseinandergesetzt und ein Buch geschrieben, in dem er seine Erkenntnisse mitteilt.

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PinkFloyd91 29.06.2017, 10:21

"Was passiert, wenn sich zwei Atome begegnen? Wer bestimmt deren Interaktion? Haben die beiden das Wissen, was zu tun ist?". Haben Sie je ein Buch der Physik oder Chemie gelesen? In allen Lehrbücher die ich bisher gelesen habe ist es das erste Kapitel gewesen.

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Chinama 29.06.2017, 12:08
@PinkFloyd91

So kann man es auch sehen...:-)
Ich finde es schade, wenn man bei den ersten Seiten des Buches stehen bleibt, statt tiefer in die senkrechte Ebene, die zu den Grundfragen des Seins führt, einzusteigen.

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kernash 29.06.2017, 10:29

Sorry, habe dir aus versehen ein "Danke" gegeben.

Die beiden Atome brauchen natürlich kein Wissen, sie haben Eigenschaften, die beschreiben wie sie miteinander interagieren. Das ist im Standardmodell der Elementarteilchenphysik beschrieben.

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Chinama 29.06.2017, 12:02
@kernash

Sie haben Eigenschaften, doch wer oder was hat ihnen diese Eigenschaften zugewiesen? Wir können viele Modelle entwerfen, doch eine Erklärung ist noch nicht das Sein.

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Wir kennen den Anfang nicht, deswegen betrachte ich das als kleines Ratespielchen. Ich bin für Materie, weil diese nicht zielgerichtet ist. Sie ist einfach. Das Sein ist unabhängig von etwas.

Einen Geist für sich sich allein kann ich mir schwer vorstellen. Woraus soll ein Geist etwas machen können. 

Ich sehe die Materie als Material. Aus irgendetwas muss auch ein Geist sein, vielleicht nicht aus Materie im herkömmlichen Sinn, aber die Annahme, er bestünde aus etwas führt zur Annahme, er wäre nicht vor dem Material da gewesen.
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Neben der Schwierigkeit, dass wir gar nicht sehr weit zurück blicken können haben wir die Schwierigkeit, dass wir "Geist" gar nicht richtig greifen können. Wir vermuten nur, da gäbe es etwas, was man Geist nennen könnte. Wir denken auch, wir hätten ein Bewusstsein. Das könnte aber alles auch nur eine von der Materie erzeugte Illusion sein.

Du hast gefordert, dass wir uns positionieren sollen. Antworten unterliegen einer Willkür. Es kann genauso sein, dass der Geist zuerst da war. Darüber will ich mich nicht streiten. Mir ist es sogar relativ egal, was zuerst da war. Bevor ich die Gefühle von jemandem verletze, soll meinetwegen der (schwer greifbare) Geist zuerst da gewesen sein. ^^

elmotteck 29.06.2017, 11:04

Materie ist nicht zielgerichtet... Ist das wirklich so? Unterliegt die Materie nicht denn 4 Kräften? Bestimmen diese Gesetze nicht welche "Richtung (Ziel) " die Materie oder auch Teilchen haben? Man muss sich nicht positionieren es reicht die eigene Vorstellung auch wenn sie ungenau ist.

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Suboptimierer 29.06.2017, 11:20
@elmotteck

Es ist die Frage, ob die vier Kräfte extern sind oder Eigenschaften der Materie. Lässt sich schwer sagen, da beides nur in Verbindung beobachtet werden kann.

Neben Geist und Materie könntest du dann noch die Frage hinzufügen, ob eventuell die Naturgesetze als erstes vorhanden waren.

Mein Visualisierungsbeispiel für Materie ist ein Stein, der irgendwo liegt und wenn es keine äußeren Einflussfaktoren gäbe, würde er da unendlich lange liegen. Materie in Verbindung mit Energie stelle ich mir wie ein Kasten mit Bauklötzen vor, der so lange geschüttelt wird, bis da ein Männchen entsteht.

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Das Problem bei deiner Frage ist, dass es vieles gibt, was wir nicht wissen. Wir wissen nicht, ob ein Geist nicht etwas aus dem Nichts schaffen könnte oder etwas Materielles aus sich selbst.

Auch wenn wir nicht genau wissen, wie und ob es funktioniert, aber ich kann mir besser vorstellen, wie Materie Geist erzeugt, indem ich zum Beispiel das Bewusstsein als geistähnelnd definiere und mir vorstelle, dass das Zusammenspiel physikalischer Prozesse im Gehirn dieses erzeugen.
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Wir könnten uns auf Folgendes einigen: Am Anfang war Pi. ;P

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elmotteck 29.06.2017, 11:55

Und ich dachte 42;-) Ich muss dennoch zu dem Visualisierungs Beispiel anmerken das du da von einer situation ausgehst in der ein Gegenstand ruht. Das geht nicht da alles im Universum in Bewegung ist, bzw. Eine Schwingung hat. Nix ruht alles schwingt und interagiert miteinander, auch "tote" Materie wie ein Stein verändert sich im Laufe der Zeit, sei es von innen oder von aussen. Die relative Zeit entscheidet wie für uns eine Veränderung sichtbar ist. So laut Quantenmechanik zumindest

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Suboptimierer 29.06.2017, 12:05
@elmotteck

Im Bereich der Quantenmechanik wird es sowieso schwer, Geist von Materie überhaupt zu trennen, wenn auf einmal Dinge möglich werden, die man bislang nur dem Geist zugeschrieben hat.

Das wäre übrigens eine weitere mögliche Antwort auf deine Frage. Sowohl das eine als auch das andere wäre zuerst da gewesen, weil nämlich beides das Gleiche sein könnte.

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Suboptimierer 29.06.2017, 12:10
@elmotteck

Wenn man mit "das eine entsprang aus dem anderen" als Voraussetzung setzen will, muss man davon ausgehen, dass beides nicht aus etwas Drittem entsprungen ist - fällt mir gerade noch ein.

Also man hat noch nicht alle Möglichkeiten erschöpft wenn man sagt, dass das eine nicht aus dem anderen entsprungen sein kann und daraus den Schluss zieht, dass es zuerst da gewesen sein muss. Das wäre ein Fehlschluss.

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elmotteck 29.06.2017, 12:20

Deswegen tendiere ich zum Trinitätsgedanke auch wenn es religiöser Natur ist. Geist/Raum/Materie wäre zeitgleich aus einer Ursuppe entstanden. Nagut darüber könnte man entloss Philosophieren :-)

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Suboptimierer 29.06.2017, 12:23
@elmotteck

Was meinst du mit "deswegen". Aus meiner Sicht sind alle Ideen hierzu gleichberechtigt. Es lässt sich schwer etwas ausschließen, wie gesagt aufgrund des Unwissens.

Ich habe unter Trinität bislang immer Gott Vater im Himmel, Jesus und den Heiligen Geist verstanden.

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elmotteck 29.06.2017, 12:57

Ok ich interpretiere Die Trinität nicht ganz so traditionel. Der Heilige (Geist) / der Vater( im Himmel) / der Sohn (die Materie) Das sind 3 Zustände wie sie auch in denn ersten 3 Tage der Genesis erwähnt werden, denn am Anfang schuf 1.Gott 2.Himmel und 3.Erde. (gleichzeitig) Tag 1 der heilige Geist. Tag 2 die Ausbreitung der Himmel(Vater). Tag 3 die Erde (Materie/Sohn ). Jesus ist der zu Materie gewordene Gedanke des Geistes was die 3. Hyposthase Gottes ist. Oder sein soll. In der Physik könnte ich mir das selbe Prinzip vorstellen. 1.Man hat einen Antrieb (Geist) 2.diese breitet sich im Raum (Vater Himmel) aus. 3. Es entsteht Materie. (Sohn) Wir Menschen handeln auch so. Erst haben wir einen Gedanken, dieser breitet sich aus und entfaltet sich dann wird umgesetzt. Der Trinitätsgedanke gibt so zumindest eine Reihenfolge an in dem der Sohn vom Vater kommt und der Vater vom Geist. Esoterik und Wissenschaft Geist und Materie Schwer zu vereinen

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elmotteck 29.06.2017, 12:59

Sry für die unübersicht hab da mit der app Probleme.

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elmotteck 29.06.2017, 13:58

Es würde etliche geben, ohne nun hier vollzupullern möchte nur gerade Gedanke festhalten. Licht: 1. Welle 2. Strahlung 3. Teilchien Farben: 1. Helligkeit 2. Farbton 3. Sättigung Atom: 1. Neutron 0 2. Proton +und Elektron - 3. Materie Aggregat : 1. Flüssig 2. Gasförmig (+Wärme - Kälte) 3. Fest Genesis : 1. Heilige Geist auf dem Wasser 2. Ausbreitung des +Himmel /- Hölle 3. Die Erde Buddhismus : 1. Denken (Weisheit) 2. Karma (+kusala - Akusala) 3. Sittlichkeit (handeln) Ägyptisch: 1. Achtheit Hermopolis (=Atum) 2. Neunheit Heliopolis (+sechet iaru - duat) 3. Pharaonen Griechen : 1. Chaos aus dem Wasser 2. +Elysium - Hades 3. Göttersöhne Vorsokratiker 1. Quintessent aus dem Wasser 2. Luft und Feuer 3. Erde Usw...

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Die Religionen setzten einen schöpferischen nicht fassbaren Geist an denn Anfang, eine Göttliche Kraft. 

Geist kann nicht Gott sein , da Gott nicht  feinstoffich ist ... mit anderen Worten , ist auch Geist eine Illusion der Materie...

Die Wissenschaft geht soweit berechnet werden kann, sie sieht es so das
erst Die Materie ein Bewusstsein (Geist) geschaffen hat.

Fakt ist ; Berechnungen stimmen nicht immer mit der Wirklichkeit überein ...und Materie kann sich nicht selbst erschaffen, ohne be-seelt zu sein ,... ebenso ist Geist letztendlich auch Materie feinstofflicher Art , aber nicht das Bewusstsein oder die Seele selbst, denn diese sind im Gegensatz zur Materie unsterblich und nicht dem Wandel der zeit unterworfen, welche sich stetig verändern ( neu-Form-ieren ) und als "In-Form-ationen" ausdrücken   ...

Meine Gedanken sind der Ursprung jeden Handels in der Materiellen Welt. Um einen Geist zu haben benötige ich aber als Ursprung einen Materiellen Körper.

Es scheint nur so , das deine Gedanken ," dein Ursprung" wären , doch  sie können es nicht sein, weil sie aus der Mental-ebene zu dir sprechen,... auch das Ego-bewusstsein kennt dich gut genug , um dich vor der Wahrheit fernzuhalten , um den  Schein und die Täuschung der Maya, zu be-wahren...

Kann es daher nicht sein das Geist und Materie gleichzeitig entstanden ist? 

Geist ist bereits Materie auf feinstofflicher Ebene...

Wie denkt ihr darüber? 

Gott, Gottes Bewusstsein = Seelenanteile ( oder auch Gottesfunken ) = göttliche Intelligenz, ... Diese sind nicht stofflich, auch nicht  Raum und Zeitlich begrenzt ,...diese ES,  ist unsterblich , selbst wenn das Universum vergeht und  entsteht..., wird alles wieder eingefügt

Vielleicht ist es einfach das selbe?

Aus Wikipedia zum Spinozismus:

In seinem Hauptwerk, der Ethica more geometrico demonstrata, konstruiert Spinoza ein monistisches Weltbild, dem zufolge Gott nichts anderes ist als die „eine“ Substanz, die jegliche Existenz in sich schließt und außerhalb derer nichts anderes bestehen kann. Folglich sind Geist und Materie keine getrennten Substanzen, wie es im Cartesianismus
angenommen wird, sondern vielmehr zwei Eigenschaften (Attribute) der
einen Substanz (Gott). Der Mensch und alle weiteren endlichen Dinge in
der Welt sind hingegen lediglich Bestimmtheiten (Modi), in denen sich
das Wesen Gottes äußert. Das spinozanische System ist somit pantheistischer Natur; Friedrich Heinrich Jacobi bezeichnete es gar als den „einzig konsequenten“ Pantheismus.

Gruß

Beides.

Geist und Materie sind zwei Seiten des selben Medaille.

Geist ergibt sich aus der Innenperspektive - es ist der Geist, der aus der Welt (bzw. dem Subjekt) herausblickt.

Materie ist das, was wir aus der Außenperspektive wahrnehmen - wenn wir ein Objekt von außen analysieren.

Ich habe da im Panpsychismus einen guten Anknüpfungspunkt gefunden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Panpsychismus

Der besagt kurz gefasst, dass letztlich aller Materie auch Geist - bzw. eine Vorform des Geistes - innewohnt.

LSdiethylamid 29.06.2017, 10:58


Der besagt kurz gefasst, dass letztlich aller Materie auch Geist - bzw. eine Vorform des Geistes - innewohnt.

Das ist jedoch zumindest aus physikalischer Sicht nicht korrekt.

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elmotteck 29.06.2017, 11:15

Der Begriff war mir bislang fremd die Ansicht würde aber teilen. Interessant vielen Dank

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"Gott ist ein Geist" (Joh. 4:24). Weiter sagt die Bibel von Gott:

"Du bist ohne Anfang und Ende“ (Psalm 90:2, Hoffnung für alle).

Vor der Materie war also Geist da — Gott, der Schöpfer. Er hat keinen Anfang. Also existiert Geist schon immer. Das ist zwar schwer zu verstehen, aber hätte Gott (Geist) einen Anfang, würden wir uns in das sinn- und endlose Fragenkarussell begeben, wer denn nun der Schöpfer des Schöpfers ist.

Was tat Gott mit seiner unvorstellbar großen Energie? Er schuf Materie daraus:

"Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde." (1. Mose 1:1) Diese Aussage entspricht wissenschaftlichem Standard, denn die Materie / das Universum hat einen Anfang.

Wissenschaftlich korrekt ist auch die Aussage, dass aus Energie Materie entstehen kann, wenn man sie beschleunigt (Umstellung der Formel E=m*c2).

elmotteck 29.06.2017, 13:01

Dem stimmen meine Gedanken zu, danke für deinen Beitrag.

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Horus737 03.07.2017, 03:13

Es steht geschrieben: Am Anfang schwebte der Heilige Geist über den Wassern. Also war zuerst der Geist. Das mit den Wassern ist nur ein Vergleichsbild, denn vor 2000 Jahren konnte sich keiner vorstellen wie das Universum bzw. das Nichts vor dem Urknall ausehen sollte.

Übrigens ist das Problem ähnlich wie die Frage nach dem Ursprung der Henne. War zuerst die Henne da oder das Ei. ?

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OhNobody 03.07.2017, 05:02
@Horus737

Horus:

Der Heilige Geist ist die wirksame Kraft Gottes. Gott hat keinen Anfang (Psalm 90:2). Logisch, dass er also seine wirksame Kraft seit ewigen Zeiten besitzt.

Wenn die Bibel sagt: "Am Anfang schuf Gott [mit Hilfe seines Heiligen Geistes] Himmel und Erde" (1. Mo. 1:1), dann wurde seine Kraft wirksam, als er das Universum schuf.

Wann erst schuf er die geflügelten Tiere?

Das war am 5. Schöpfungstag (1. Mo. 1:21). Also war zuerst das Huhn da — nicht das Ei. Denn Gott sprach davon, dass er "jedes geflügelte fliegende Geschöpf nach seiner Art" erschuf.

P. S.: Schöpfungstage dauerten viele tausend Jahre ...

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Materie war zuerst, denn aus dieser haben sich erst die nötigen Zellen entwickelt welche das Denken also den "Geist" ermöglichen.

Gott u.o.ä. gibt es nicht, es handelt sich dabei nur um Fiktion und Wunschdenken.


Was war eurer Meinung nach zuerst, Geist oder Materie?


Beides ist eine stoffliche Form , nur untersichiedlicher Bewusstseins-ebenen

Zuerst gibt es Gott auch Chrisna genannt...Er ist weder Materie noch stofflich...


Dazu bedarf es keiner Meinung, sondern man kann sich Wissen dazu aneignen.

"Geist" gibt es nicht. Weder in Form irgendeines mächtigen Wesens, eines Teils der in uns lebt oder als Gedanken, Gefühle, Bewusstsein. Letzteres ist Materie, durch Energie angetrieben.

Unser Universum war am Anfang eine Singularität. Wie sie entstanden ist und wie es zur Ausdehnung kam, weiß niemand und wird es auch nie wissen. Selbst wenn wir dieses Wissen hätten, könnten wir nichts damit anfangen und es würde uns nicht beeinflusse. Daher ist es irrelevant ob wir es wissen oder nicht. Einzig relevant ist, dass wir wissen das es kein Gott war, weil die nur Erfindungen von Menschen zur Machterzeugung sind.

elmotteck 29.06.2017, 11:29

Wie/wo entsteht diese Energie die antreibt? Wo ist im Menschlichen Körper der Punkt der das gedachte umsetzt? Für die nervenzellen bedarf es einen Impuls um sich zu bewegen, woher kommt deiner Meinung nach der Impuls? Was bringt diesen Impuls zur Bewegung?

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wildcarts2 30.06.2017, 10:12
@elmotteck

Ich werde das hier jetzt nicht diskutieren, da du diese Antworten selbst finden kannst und es heir zu aufwendig zu erläutern wäre. Dazu bedarf es mehr als nur Grundwissen in Biologie, Chemie und Physik. Da ich deinen Wissensstand diesbezüglich nicht kenne könnte das hier zu weit führen.

Einige Dinge kann die Wissenschaft (noch) nicht erklären oder beweisen. Aber im Großen und Ganzen ist der menschliche Körper diesbezüglich gut dokumentiert. Impulse werden z.B. durch diverse Reize ausgelöst. Energie produziert der Körper selbst oder nimmt diese auf.

Eines ist in jedem Fall Fakt: Es gibt weder eine unsichtbare Seele,  einen Geist oder etwas anderes, dass uns als Menschen definieren könnte. Auch gibt es keine äußere Kraft oder Energie - egal ob man sie Gott oder anderweitig nennen mag - die auf uns einwirkt und das Leben ermöglicht.

Wir sind die Summe unserer Zellen. Lebende Biomasse. Mehr nicht. Nur ist der Mensch von Natur aus sehr arrogant und überheblich und redet sich ein das beste Lebewesen zu sein, erhaben über alles andere. Deswegen glauben so viele Menschen an Gott, weil sie es toll finden, dass ein mächtiges Wesen sie zu etwas bestimmten auserwählt habe.

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Wenn wir mal von dem Urknall ausgehen, da gab es nur Raum und Zeit und Energie und Materie.

Die Frage ist sowieso, was konkret unter Geist verstanden wird. Zumindest in Bezug auf unser Bewusstsein, sind sich Wissenschaftlicher noch nicht einig "wie" genau dieses entsteht.

Der Geist ist viel zu wenig erforscht, sodass man nicht sagen kann, was zuerst da war. Man muss zum Beispiel erstmal wissen ob es überhaupt den "Geist" gibt.

AlphaundOmega 03.07.2017, 11:44

Dein Geist wird tagtäglich beinflusst, ob du z.B. nun Erdbeer oder Bananeneis nehmen sollst, aber es hängt nicht vom Eis ab, womit du letzten endes nicht einmal wirklich wählst... Wie sollte der Geist , das auch entscheiden , da dieser nicht wirklich existiert, ausser als  Ego, welcher sich als "ICH" ausgibt und  bezeichnet , was du jedoch nicht sein kannst... Da Geist aus feinstofflicher Ebene, also auch Materie darstellt, wäre es in etwa so;  als ob die Erdbeere sich nun  zum Erdbeerjoghurt entschieden hätte, was aber nur eine Selbsttäuschung wäre...

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Man kann auch zu viel und zu schnell denken.

Lerne die Grundlagen, verstehe sie, und denke darüber nach.

Lerne Weiteres, verstehe es, und denke darüber nach.

Oder rotiere weiter in etwas, das ich nicht nennen darf, ohne eine Sperre zu riskieren.

elmotteck 30.06.2017, 21:57

Danke das du dir die Zeit genommen hast die Frage/Fragesteller zu analysieren.

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geist? was ist geist? im grunde gibt es nur materie. das hirn in dem der geist wohnt ist auch materie (ich definiere die abteilung für verstand, persönlichkeit, charackter usw. im hirn als geist)

Am Anfang war der Poltergeist, der machte einen urigen Knall.

Was war zuerst da, der Wunsch oder die Handlung?

Was war zuerst da, die Idee oder die Ausführung?

Was war zuerst da, der Plan oder der Bau?

Was war zuerst da, der Beweggrund oder die Aktion?

elmotteck 29.06.2017, 16:22

Immer das erste der Gedanke natürlich ;-)

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Es gibt nur Materie. Alles was existiert, ist aus Materie. Selbst jeder Gedanke beruht auf Materie. Ohne Materie kein Gedanke, kein "Geist", ja nicht mal Zeit. Nichts.

Eine Frage, die mich beschäftigt: Kann es überhaupt irgend Etwas geben, ohne Materie?

elmotteck 29.06.2017, 18:08

Wie angenommen besteht 99 % eines Atomes aus Raum, da der Macrokosmos aus dem Microkosmos aufgebaut ist gilt selbiges Fürs Universum. Die Materie die auch Masse ausmacht belegt gerade mal 1%. Alles ist Materie wäre demnach definitiv nicht so richtig. Der Raum ist nicht einfach nix, in im Wirken u.a die Grundkräfte. Anstatt sich nur mit 1% zu beschäftigen sollte man sich auch auf die 99% konzentrieren...

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Susanne88 29.06.2017, 18:17
@elmotteck

Nein, sollte man nicht, denn die Welt besteht aus Materie, nicht aus Zwischenraum. Wieviel Materie ist doch zweitrangig, ob 10 EXP50 Gramm oder 10 EXP60 Gramm.

Deine 99% Nichtmaterie besteht immer noch aus Raum, Zeit, Strahlung...Ohne die 1% gäbe es auch dieses nicht!

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elmotteck 29.06.2017, 19:43

Meine Rede der untere Absatz. Ok wenn für dich 99 % des Seins (!) zweitrangig ist dann ist das so für dich ich habe nicht die absicht dich umzustimmen. ;-)

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Susanne88 29.06.2017, 21:06
@elmotteck

Nein, das habe ich nicht gemeint, schrieb ich doch: "Deine 99% Nichtmaterie besteht immer noch aus Raum, Zeit, Strahlung..."

Das ist nicht zweitrangig. Ich sprach von der Menge der Materie der Welt als zweitrangig, nicht von dem Verhältnis (1% zu 99%) wie du.

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Ich glaube trotz aller Forschungen wissen wir einfach noch viel zu wenig, um solche Fragen beantworten zu können...alle paar Jahre werden bereits "bewiesene" Theorien wieder umgeworfen...ich stelle mir immer eine Ameise vor, die unsere Welt versuchen würde zu verstehen...

Was war eurer Meinung nach zuerst, Geist oder Materie?

Ohne Materie kann es kein Gehirn geben. Von daher ist die Antwort leicht.

Materie existiert seit anbeginn des Urknalls.

Kann es daher nicht sein das Geist und Materie gleichzeitig entstanden ist? 

Auf gar keinen Fall!

elmotteck 29.06.2017, 20:18

Wie kann demnach eine zufällige chemische Verbindung Bewusstsein erzeugen?

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Omnivore14 29.06.2017, 20:22
@elmotteck

Am Anfang stehen die Aminosäuren. Diese kommen vermutlich von Kometen, welche auch von sehr weit weg kommen (Voids). Jedenfalls konnte man schon welche nachweisen. Der Rest ist Zeit, bis sich die ersten Grundlebewesen entwickeln. Der Rest ist laaaaange lange Zeit und Evolution (Anpassung, Selektion, Mutation, usw.)

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ThomasJNewton 30.06.2017, 20:16
@elmotteck

Warum wechselst du das Thema?

Oder missionierst=hetzt du mit bekannten Nicht-Argumenten?

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elmotteck 29.06.2017, 22:16

Aus Aminosäuren werden Proteine usw... Du willst sicherlich darauf hinaus das Aminosäuren auch als Neurotransmitter fungieren und somit auch als Botenstoffe im Nervensystem arbeiten können. Das Problem liegt nicht am botenstoff sondern am Auslöser/regulierer des Impulses. So einfach wie du dir das vorstellst ist es leider nicht, darüber wird sich schon lange der Kopf zerbrochen , um eben Wiki reden zu lassen: Das Qualiaproblem Qualia seien Erlebnisgehalte von mentalen Zuständen. Man spricht auch von Qualia als dem „phänomenalen Bewusstsein“. Das Qualiaproblem bestehe darin, dass es keine einsichtige Verbindung zwischen neuronalen Zuständen und Qualia gebe. Der britische Philosoph Colin McGinn geht noch einen Schritt weiter. Er behauptet, dass das Qualiaproblem für die Menschheitgrundsätzlich nicht lösbar sei. (und viele weitere) Oder Reduktionismus beschreibt die Problematik auch. Unterm Strich ein bis heute ungelöstes Problem Die Materie vor dem Bewusstsein zu setzten. Ein einfaches " so ist es" ist keine Antwort. (Selbiges gilt natürlich auch für die die sagen der Geist geht voran) Mal angenommen Wenn man es beweisen könnte wäre das so Ziemlich das Ende einer Jeder Religion. Wir könnten selber Bewusstseine erschaffen, Und das würde sich kaum ein Wissenschaftler entgehen lassen oder ;-)

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Omnivore14 29.06.2017, 22:24
@elmotteck


um eben Wiki reden zu lassen:

Hör mir auf mit Wikiblödia


Unterm Strich ein bis heute ungelöstes Problem Die Materie vor dem Bewusstsein zu setzten. Ein einfaches " so ist es" ist keine Antwort.

Ich habe NIE geschrieben "so ist es". Hör auf hier Lügen zu verbreiten!

Ich habe gesagt: Zitat: "Ohne Materie kann es kein Gehirn geben. Von daher ist die Antwort leicht. Materie existiert seit anbeginn des Urknalls."

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Unterstelle mir niemals irgendwelche Sachen, welche ich nie gesagt habe. Sowas macht mich grantig!


Wenn man es beweisen könnte wäre das so Ziemlich das Ende einer Jeder Religion.

Es IST das Ende der Religion. Denn es steht einwandfrei fest, dass die Materie seit über 13Mrd Jahren existent ist. Als erstes gab es Quarks.

Und ohne Quarks, ohne Atomkerne, ohne Elektronen, ohne Atome, ohne Verbindungen und ohne Grundbausteine des Lebens, kann es auch KEIN Bewusstsein vorher geben.

Man kann nicht erst denken und danach entwickelt sich das Gehirn. Das ist einfach nur zeitlicher Unsinn!

Von daher ist die Antwort klar wie Klosbrühe. Und ich habe sie bereits beschrieben und erleutert WARUM!

Und das "Warum" lautet nicht "so ist es".

Daher weise ich deine Beschuldigung mit Ausdruck zurück und empfehle dir lesen zu lernen. Zu guter letzt vermerke ich, dass ich bei meiner Antwort zu 100% verweile!



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