Das Gehirn ist als Problemlösungsmaschine entstanden und nicht als Bejubelungsmaschine. Auch Gesellschaften dienen dem Zweck, bestehende Probleme zu erkennen und nicht dem, alles Selbstverständliche zu bejubeln. Da ist es dann zwangsläufig, dass vor allem Probleme erörtert werden.

Beim Menschen besteht jedoch die Besonderheit, dass zum erheblichen Teil ständig neue Probleme geschaffen werden müssen, um etwas zu haben, über das man sich dann ausreichend beklagen kann.

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Götter haben immer die Charaktereigenschaften ihrer Erfinder.

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Es hat auch jeder das Recht, Mitglied eines Vereins zu sein, z.B. eines Fußballvereins. Dennoch ist es nicht zulässig, auf der Autobahn Fußball zu spielen.

Auch für die Ausübung einer Religion muß es Einschränkungen geben, insbesondere die, zu beachten, dass die Rechte anderer nicht über Gebühr beeinträchtigt werden.

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Sie sorgt vorübergehend für zusätzlichen Streß, weil man einige Tage braucht, um sich auf die neue Zeit einzustellen. Wer weitgehend zeitlos lebt und nicht an Termine gebunden ist hat es wesentlich leichter.

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Solche Plattformen sind Geschäftsmodelle. Alle Plattformbetreiber bemühen sich, ihre Plattform bestmöglich vor einem Rückgang der Teilnehmer zu schützen. Die Inhalte sind den Betreibern irgendwann ziemlich egal, solange es keine gesetzlichen Vorgaben gibt. Alles präzise zu prüfen ist ab einer genügenden Anzahl Teilnehmer nicht mehr möglich bzw. würde die durch die Plattform erzielten Gewinne aufgrund der dann notwendigen hohen Personalkosten erheblich schmälern.

Es gibt generell zwei verschiedene Sichtweisen, die untereinander nur sehr wenig Übereinstimmungen haben. Der Betreiber hat seine wirtschaftliche Sichtweise, und die Teilnehmer solcher Plattformen haben ihrer emotionale Sichtweise, zu der dann bei vielen auch der (Aber)Glaube gehört, dass der Betreiber ein Sozialheiliger bzw. jemand wäre, der nur das Gute will, aber nicht das weltliche Beste (das Geld).

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Neurodermitis ist ein sehr allgemeiner Begriff, und die damit einhergehenden Hautprobleme können unterschiedlichste Ursachen haben.

Zunächst wäre eine gründliche Laboruntersuchung nötig, um zu sehen, ob irgendwo Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe aus dem Lot geraten sind. Auch ein Aufspüren möglicher versteckter Krankheiten (innere Organe, Zähne u.a.) gehört dazu.

Wenn diesbezüglich alles in Ordnung ist, erfolgt als nächster Schritt die Vermeidung von Giftstoffen aller Art, wozu auch und ganz besonders Lebensmittelzusätze und Panschergänzungen gehören, aber auch diverse Ausdünstungen von Kunststoffen und Chemikalien im Haushalt. Auch die Wohnumgebung kann einen Enfluß haben, z.B. Belastungen der Luft durch Straßenverkehr, Industrieabgasen u.v.a.

Als letztes gehört eine große Portion Geduld dazu. Nur selbst zeigt sich schon nach kurzer Zeit ein deutlicher Erfolg. Meistens dauert es ein halbes Jahr oder noch viel länger.

Im Endergebnis bedeutet das alles eine komplette Umstellung der Lebensgewohnheiten plus eine Unmenge Glück, denn auch perfekt erfolgende Maßnahmen sind noch keine Gewähr dafür, das das Erhoffte auch eintritt.

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Vielleicht liegt es an der Definition von "sozial".

Versteht man darunter, sich interessenspezifisch gegenseitig zu helfen (gemeinsam ist man stärker), damit jeder sein Ego auf dem Rücken anderer bestmöglich pflegen kann, dann ist der Mensch ein soziales Wesen.

Versteht man darunter aber, uneigennützig aus Empathie heraus und ohne Berücksichtigung irgendwelcher Wertmaßstäbe zu helfen, wo sich ein Bedarf anzeigt, dann sind Menschen als soziale Wesen die seltene Ausnahme.

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Ja, der Umfang ist extrem begrenzt.

Man gewinnt Wissen aus den persönlichen Lebenserfahrungen (was man alles erlebt geht in die Erinnerung, und dort existiert es als Wissen darüber, dass man etwas erlebt hat). Doch schon solches "Wissen" ist unsicher, weil auch Erinnerungsverfälschungen auftreten.

Alles Übrige, was als "Wissen" bezeichnet wird, ist tatsächlich überwiegend nur Glauben. Andere haben etwas gesagt oder aufgezeichnet, und es wird geglaubt, dass es wahr sei. Um solches "Glaubenswissen" zu bestätigen, werden Argumente aufgebaut (gebastelt), die das Geglaubte bestätigen sollen.

Daneben gibt es noch das auf Logik basierte Wissen, z.B. die Regeln der Mathematik. Doch auch dabei muß man stets zwei mal hinschauen, weil es auch vorkommen kann, dass man z.B. Formeln (wider besseren Wissens aber versehentlich) falsch aufbaut.

Ansonsten ist sog. Wissen auch abhängig vom Weltbild. Die Regeln, die in dem einen Weltbild gültig sind, müssen in einem anderen Weltbild noch lange nicht gültig sein. Weiterhin gibt es ein grundsätzliches Problem mit Weltbildern oder auch verfestigen Vorstellungsbildern. Das meiste "Wissen" wird auf ein paar grundsätzliche Dinge aufgebaut und an Folgegenerationen weitergegeben. Hat sich schon ganz am Anfang ein Fehler eingeschlichen, dann ist alles darauf Aufgebaute automatisch fehlerhaft, und es stellt sich die Frage, ob man die Ergebnisse von Denkfehlern als "Wissen" bezeichnen sollte oder besser nicht.

Biologisch betrachtet ist "Wissen" etwas, das in den Gehirnzellen abgelegt ist. Daraus ergibt sich ebenfalls eine Begrenztheit, denn das Gehirn kann nicht unendlich weiter wachsen. Zwar ist sehr viel "Wissen" im Gehirn auch in Form von "Algorithmen" abgelegt, aus denen sich viele unterschiedliche Dinge als Detailwissen rekonstruieren lassen, doch auch das ändert nichts an der Endlichkeit des Größenwachstums des Gehirns. Das beobachtete Geschehen ist dann, dass es auch viele "Genies" gibt, die auf einem begrenzten Gebiet sehr viel leisten, was aber als Nebenwirkung hat, dass sie dann andere Gebiete vernachlässigen und dort kaum Leistung erbringen.

Das sollte als Antwort genügen, weil sonst die Lust am Lesen vergeht.

Fazit: Das Wissen ist gering, denn die Welt will geglaubt sein. Als Glaubensverfestiger gibt es dann noch das Fernsehen und die Bildzeitung, welche dann auch glauben lassen, dass Glauben Wissen wäre.

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Ich meine, am schlimmsten ist es, wenn sich moderne "Hexenjäger" zusammenschließen und diejenigen ausgrenzen und bekämpfen, die es wagen, über den Tellerrand zu schauen. Die nachfolgenden Symptome solcher "Hexenjägerei" sind dann Hypen aller Art, die vorgeben, etwas besonders Nützliches zu wollen, wobei aber das Ergebnis im Regelfall eine weitere Spaltung der Gesellschaft ist.

In guten Zeiten sind solche "Hexenjäger" unauffällig, aber in Krisenzeiten schießen wie wie Pilze aus dem Boden. Sie sind und bleiben Minderheiten, aber sie haben das Potential, Massen mit einem Denken zu infizieren, das vernunftresistent ist und einseitig zugunsten von wenigen vermeintlich guten Dingen vieles andere den Bach heruntergehen läßt, so dass der Schaden am Ende viel größer ist als der Nutzen.

Es ist leider so, dass es immer wieder Durchbrüche eines schon längst überwunden geglaubten Geistes gibt, der sehr gut mit dem 17. Jahrhundert vergleichbar ist. Auch damals wurde alles Unangenehme, was gerade in den Kram paßte, den "Hexen" zugeschrieben. In unserer modernen Welt ist der Begriff "Hexe" unpopulär geworden. Stattdessen gibt es jetzt viele verschiedene Minderheiten und Gruppen, die je nach Bedarf zu Buhmännern gemacht werden.

Das Besondere an den Hypen der Gegenwart ist, dass sie sich durch die Schaffung von Feindbildern auszeichnen, indem sie alle, die aus irgendwelchen Gründen anders denken, als potentielle Gegner ansehen, die auf irgendeine Weise - zumeist verbal unter Zuhilfenahme moderner Medien - bekämpft werden müssen, was dadurch geschieht, dass sie pauschal in eine Ecke gestellt werden. Begründende Argumente sind dabei ziemlich beliebiger Natur und bedienen zweckdienlichen Kampfglauben, der dann automatisch auch gleichstarken Gegendruck nach sich zieht.

Ich denke, dass es kontraproduktiv ist, hier die einzelnen Richtungen in erträglich, böse und ganz böse aufteilen zu wollen, weil dadurch ein Tunnelblick auf einzelne Symptome erzeugt wird und die Grundursache völlig aus dem Blickfeld verschwindet.

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Ich meine, es kommt auch darauf an, was man unter Krebs versteht. Wenn der Körper voller Metastasen ist, die auch auf Röntgenaufnahmen gut sichtbar sind, dann sind die Heilungschancen grottenschlecht.

Wenn man aber bedenkt, das nahezu jeder Körper auch Zellen in sich hat, die entartet sind, die aber meistens von der körpereigenen Abwehr zerstört werden, dann ist die Betrachtung eine andere, und man kann es dann so sehen, dass die meisten solcher Krebsfälle von selbst wieder abheilen. Übrig bleiben dann nur die Fälle, in denen es irgendwann so viele entartete Zellen gibt, dass nicht mehr alle davon abgetötet werden und zu echtem Krebs heranwachsen. Die Anzahl solcher Fälle ist beträchtlich, und nur bei einem Teil der Betroffenen sind die bisherigen Behandlungsmethoden ausreichend, um von einer echten Heilung sprechen zu können.

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Das hat sich so überliefert, und bei vielen ist es sogar zu so etwas wie einem Höflichkeits-Automatismus geworden, d.h., es wird fast automatisch "Gesundheit" gesagt, wenn jemand niest.

Allerdings verhält sich nicht jeder so. Ich sage manchmal Gesundheit, wenn jemand gerade zum Niesen ansetzen will. Das ergibt meistens den sehr interessanten Effekt, dass der Niesreiz spontan weg ist, weil die Betreffenden dadurch zu einem "Danke" getriggert werden. Aber anstatt dann danke zu sagen, gucken mich die Betreffenden sogar säuerlich an.

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Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis es die Hochfinanz in enger Zusammenarbeit mit der Politik geschafft hat, das Leben auf der Erde so unerträglich zu machen, dass der Mars als die angenehmere Umgebung empfunden wird. Die Venus scheidet von vornherein aus, weil die Mehrheit der Menschheit aufgrund ihrer Religionen ohnehin große Angst vor einer Hölle hat.

Der Versuch, den Mars bewohnbar zu machen, könnte allerdings schon bald stattfinden. Immerhin sind diejenigen, die sich diesbezüglich einen Erfolg erhoffen, dämlich genug, völlig unbeachtet zu lassen, warum der Mars gemäß allgemeiner wissenschaflicher Meinung so geworden ist, wie er jetzt ist.

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In den meisten Fällen wird der Zweck einer Benotung verkannt, vor allem von Lehrkräften.

Der Zweck ist es, festzustellen, ob jemand zum aktuellen Zeitpunkt (also nicht zum längst vergangenen Zeitpunkt) das nötige Wissen und das nötige Verstehen hat und wie umfangreich es ist.

Wichtig ist nicht, was du irgendwann in der Vergangenheit gewußt, gekonnt oder getan hast, sondern nur, was gegenwärtig ist. Das Gehabte ist nichts wert. Wenn es dir gelingt, deine Lehrerin davon zu überzeugen, dann bist du ein Glückpilz. Wenn du hilfsweise andere Wege gehst, dann bist du wie jemand, der mit einem Knüppel gegen Panzer kämpft, weil bei einer offiziellen Nachprüfung mit sehr großer Wahrscheinlichkeit vor allem nach dem gesucht wird, was du alles nicht kannst.

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Es so zu sehen entsprichte dem eingenommenen physikalischen Weltbild, was dann aus sich selbst heraus auch die passenden Argumente liefert.

Philosophisch betrachtet besteht jedoch die Möglichkeit, es auch genau umgekehrt zu sehen, wobei das physikalische lediglich eine extrem gefestigte Vorstellung des Geistes ist. Aus der Sicht von Geist (oder universelles Bewußtsein oder wie man es auch nennen will) wäre die Erschaffung eines Vorstellungsbildes zumindest rationaler und plausibler als die Annahme, dass Geist (was lediglich Logikstruktur ist) Materie in der Form erzeugt, wie wir sie betrachten. Lebewesen wären dann lediglich eine Schnittstelle zwischen Geist und seinen Vorstellungsbildern.

Real ist, dass wir nicht das wahrnehmen, was ist, sondern nur das, was unser Gehirn daraus macht. Doch genauer betrachtet wäre dann auch unser Gehirn nur das, was "Geist" als Vorstellungsbild "erzeugt" hat. Real ist auch, dass wir nicht unmittelbar wahrnehmen können, was ist, sondern nur die Unterschiede zwischen dem Existierenden, woraus wir dann das vermeintlich Existierende errechnen.

Die Frage danach, warum geistige Dinge existieren, ist jedoch müßig, wenn wir versuchen, sie nach den Regeln einer ganz anderen physikalischen Welt beantworten zu wollen und gleichzeitig Gesetzmäßigkeiten des Geistes nicht oder nur völlig unzureichend kennen.

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Was es diesbezüglich vor allem gibt ist ein krasses Verkennen des Zwecks und der Bedeutung einer Meinung.

Wenn eine Meinung offen geäußert wird, dann ist bzw. sollte dies die Darlegung eines Standpunkts sein mit dem Zweck, dass anderen dies in ihre eigenen Überlegungen mit einbeziehen und so ihre eigenen Ansichten vervollkommnen und mögliche enthaltene Fehler korrigieren. Der Sinn ist dann, sich gegenseitig anzunähnern so gut es möglich ist. Damit es gelingt, ist bestmögliche Sachlichkeit eine Grundbedingung.

Demgegenüber gibt es aber auch feststehende Absichtserklärungen, die als Meinung getarnt sind und sich dadurch entlarven, dass eben anderslautende Meinungen erst gar nicht zur Kenntnis genommen werden oder von vornherein diskreditiert werden und im Fall eines nur mäßigen Erfolgs mindestens in verbale Angriffe gegen eine Person ausarten.

Ich befürchte, dass der Anteil der 2. Version in deutlich mehr als 50 Prozent aller Menschen steckt, wodurch dann auch eine Demokratie lediglich ein idealisiertes Wunschdenken ist, das in der Praxis zur Farce wird, ebenso auch der Artikel 19 der allgemeinen Menschenrechte.

Die "Meinungsbildung", die sich aus persönlichen Begehrlichkeiten in Verbindung mit niederen Charaktereigenschaften (z.B. Gier) ergibt und im Bedarfsfall auch jede Vernunft ausblendet, betrachte ich nicht als Meinung, sondern als Mittel zur Unterdrückung und Bekämpfung der Meinung anderer, das leider auch immer wieder als "Verwirklichung von Meinungsfreiheit" verkauft wird und sehr stark dort verbreitet ist, wo politikseitig die Meinungsfreiheit besonders hoch gelobt wird.

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Es könnte manches erleichtern, speziell auch für Ausländer, weil es auch viele Begriffe gibt, die je nach Aussprache eine unterschiedliche Bedeutung haben, die innerhalb der Schriftsprache lediglich durch den Kontext erkennbar wird, wobei selbst das nicht in allen Fällen Klarheit verschafft.

"Das hat man einfach zu wissen" ist da ein nicht sehr geeignetes Argument.

Wenn jemand Jochen heißt, dann kommt es durchaus auf die richtige Betonung an. Und wenn man z.B. in einem Märchen liest "die Magd weckte den Prinzen mit ihrem kräftigen Pochen" dann kann das ebenfalls auf zweierlei Art verstanden werden.

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