Wieso wird immer noch die Mär kolportiert, dass der Mensch ein soziales Wesen sei?

7 Antworten

Vielleicht liegt es an der Definition von "sozial".

Versteht man darunter, sich interessenspezifisch gegenseitig zu helfen (gemeinsam ist man stärker), damit jeder sein Ego auf dem Rücken anderer bestmöglich pflegen kann, dann ist der Mensch ein soziales Wesen.

Versteht man darunter aber, uneigennützig aus Empathie heraus und ohne Berücksichtigung irgendwelcher Wertmaßstäbe zu helfen, wo sich ein Bedarf anzeigt, dann sind Menschen als soziale Wesen die seltene Ausnahme.

Menschen helfen einander uneigennützig?

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@lassrutte

"einander" ist da eher fraglich. Doch es gibt nach wie vor auch noch Menschen, die anderen uneigennützig helfen.

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Das muß man ein wenig differenzieren. Der Mensch ist durchaus ein "soziales Wesen". Nur eben immer nur in einer sehr begrenzten "sozialen Struktur". Das heißt, das er sich in einer mehr oder weniger großen Gruppe, der er sich zugehörig fühlt und in der er eine "soziale Stellung" einnimmt, durchaus sozial verhält. Doch größtenteils grenzt sich diese Gruppe mehr oder minder vehement von ganzen anderen Gruppen ab. Diese werden dann dementsprechend aus dem sozialen Umgang ausgegrenzt, oder sogar als Feind angesehen und schlimmstenfalls bekämpft. Man könnte also sagen, der Mensch ist " Rudelsozial" und bevorzugt immer andere Menschen die z.B. der selben Ethnie, politischen und weltanschaulichen Einstellung, religiösen Ausrichtung, etc angehören.

Weil der Mensch ein Mensch ist und das nur im Rahmen der Zusammenarbeit wird.

Weil er allein nicht überleben kann.

Einzeln und alleine würde er jämmerlich eingehen. Darum ist das keine Mär.

Sind also z.B. das gnadenlose Ausnutzen anderer Menschen und das berühmte "Über Leichen Gehen" Hinweise auf das soziale Verhalten von Menschen?

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@lassrutte

Du sitzt hier einem Missverständnis auf. Der Mensch als soziales Wesen beschreibt, dass der Mensch in Gesellschaften, in Gemeinschaften lebt.

Das bedeutet nicht, dass sich das einzelne Individuum oder auch einzelne Gruppen mit ihren spezifischen Interessen immer der gesamten Gesellschaft dienlich verhalten.

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Weil der Mensch ein soziales Wesen ist. Daran gibt es keinen Zweifel. Das Leben in Gruppen ist sein evolutionäres Überlebens- und Erfolgskonzept.

Als Einzelgänger hätten unsere Vorfahren die Bäume nie verlassen.

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