Kann mir jemand diesen Text zusammmenfassen, ich versteh nur Bahnhof (Abi2020 Religion)?

9 Antworten

Der Text stammt von

Ludwig Feuerbach (1804-72) hat mit seiner Religionstheorie einen starken Eindruck bis in die Gegenwart hinterlassen. An seiner "Projektionstheorie" (Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde bzw. Wünschen) kam kein späterer Religionskritiker vorbei und auch in der Theologie des 20.Jahrhunderts haben seine Ideen nachhaltig gewirkt.

Zugegebermaßen ist er schwer zu verstehen, nicht nur wegen der langen Sätze.

Nur Hegel übertrifft ihn noch .

Die Überschrift dieses Artikels ( * ) fasst den Auszug aus Fs Werk gut zusammen:

Religion als Vergegenständlichung des menschlichen Wesens

auf die Frage : Was ist der Mensch und woran erkennt man Menschlichkeit , antworte F mit diesen Worten. Gerade weil der Mensch religiös ist, zeigt sich darin sein Menschsein .

ZITAT : Wie der Mensch denkt, wie er gesinnt ist, so ist sein Gott: so viel Wert der Mensch hat, so viel Wert und nicht mehr hat sein Gott.

ZITAT :  Die frühere Religion ist der spätere Götzendienst: der Mensch hat sein eigenes Wesen angebetet. Der Mensch hat sich vergegenständlicht, aber den Gegenstand nicht als sein Wesen erkannt.

Mein Text : Gott ist so konstruiert , wie der Mensch sich selbst sieht. Wo früher noch Götzen ( oder Götter ) religionsstiftend waren , so ist es heute anders.

ZITAT :  die spätere Religion tut diesen Schritt; jeder Fortschritt in der Religion ist daher eine tiefere Selbsterkenntnis.

Richtig zusammenfassen kann man diese Texte nicht. Oft sind aber die Argumente 3D-spiralförmig angeorndet, sie wiederholen sich und werden leicht differenziert in das nächste Argument wieder eingebaut.

Ich lese da zunächst nur Schwurbelsprache. Gut wenn sich jemand näher befasst hat und etwas erläutern kann.

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@Risiki26

genau : Die Leser erwarten, alles sofort zu verstehen. Tut man es nicht , ist der P schuld.

Dass der Gegenstand der Erörterung vielleicht einfache Sätze wie in guten Gebrauchsanweisungen nicht zulässt , kommt wenigen in den Sinn.

P Texte sind keine Schulbücher.

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@Halbrecht

@halbrecht Wenn ein Autor sich nicht verständlich ausdrücken kann oder will, legt das bei einem Leser, der nicht in naiver Ehrfurcht erstarrt ist, den Verdacht nahe, dass er gar nichts mitzuteilen hat und das hinter Blähsprache verstecken möchte.

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@DocPsychopath

Feuerbach hat ja was mitzuteilen, nämlich das Religion bedeutet, dass der Mensch sich seinen eigenen Gott erschaffen hat. Da er im 19. Jahrhundert gelebt hat, ist seine Sprache entsprechend seiner Zeit verschnörkelt und für Menschen der heutigen Zeit schwer zu verstehen. Gebildete Menschen seiner Zeit haben Feuerbach durchaus verstanden. Nicht jeder der seine Sprache versteht, erstarrt in Ehrfurcht. Das hat nichts mit Naivität zu tun.

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@Risiki26

Danke! Es ist für einen Historiker ungemein unerlässlich, zum ersten mal zu hören, wie altertümliche Sprache klingt :)

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Selten habe ich so viel "verkopften Unsinn" über die Religionen gelesen ... was in diesem Text steht, hat zumindest mit dem Christentum / Judentum / Islam, so rein garnichts zu tun. ;-) Vielleicht gibt es nur ein paar (nebensächliche!) Parallelen zum Buddhismus? .... das wollen wir mal nicht abstreiten. ;-)

Aber da hat sich jemand wohl für besonders schlau gehalten, und diesen Text geschrieben, obwohl er von Religion rein garnichts verstanden hat. Das ist zumindest mein Eindruck.

Meine Zusammenfassung des Textes wäre:

"Fixe Idee eines Theologen(?) zum Thema Religionen, die kaum etwas mit der wahren Natur der Religion zu tun hat"

Das ist absichtliche Indoktrination von Schülern, um sie vom wahren Glauben fernzuhalten.

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Oh mein Gott. Das ist Feuerbach, einer der wichtigsten deutschen Philosophen des 19. Jahrhunderts. An dem kommt man im Religionsunterricht nicht vorbei, wenn man Abitur macht. Er gehört zu den Religionskritikern, wie auch Nietzsche.

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@Risiki26

Ahja, OK Alles klar, na dann ist ja gut. 😃 Danke für Eure Aufklärung! Ich verstehe nur nicht, warum man das dann Philosophie nennt? ;-) Muss da nicht irgendein Qualitätsmerkmal in den Texten vorhanden sein, damit man es als Philosophie bezeichen kann?!

Ich meine, wenn ich jetzt einen 500 Seiten langen Text schreibe, mit non-stop-nonsens (gegen die Religion) weil ich den Glauben nicht mag ... und mir selber zurechtlege wie es mir gerade gefällt, dabei aber etliche Tatsachen ignoriere, ... gelte ich in 500 Jahren dann trotzdem als wichtiger deutscher Philosoph? ;-)

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@GandalfAwA

Herrlich, dieser Kommentar! Der Name des Urhebers ist KEINE Grantie für die Qualität des Textes. Auch wichtige Philosophen käönnen mal ein schwaches Moment haben.

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@ulrich1919

"wichtige" Philosophen sind sowieso meist Satanisten.... Goethe gab es ja offen zu, den Satan beschworen zu haben.

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@7bjoern

Goethe war Dichter und spielt in der Philosophiegeschichte keine große Rolle. Ansonsten ist Deine Behauptung leider unsinnig.

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@ulrich1919

Sie ist außerhalb des Kontexts einigermaßen unsinnig, aber wer nachforscht wird weise.

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Was verstehst du daran nicht? Der Text ist doch logisch aufgebaut und erklärt sich selbst. Also zusammfassend gesagt, dass was jemand unter Gott versteht ist sein eigenes Selbstbewusstsein also er selbst. Er verlagert sein inneres nach außen und betet es als seinen Gott an. Aber in Wirklichkeit betet er dadurch sich selbst an. Irgendwann erkennt er, dass das, was er als Gott angebetet hat, sein Selbst, sein eigenes Bewusstsein ist. Dies aber erkennt er als Götzendienst, weil er ja nur sein eigenes Selbstbewußtsein angebetet hat. Durch die Philosophie erkennt er letztendlich, dass er nach innen schauen muss, um sich selbst zu finden und nicht mehr nach außen. Gott finden bedeutet gemäß dieses Textes sich selbst finden. Das Ganze wird dann im Text auf die Religion übertragen und für die Religion dann nochmals erklärt. So habe ich es zumindest verstanden. Wieso ich das so verstanden habe: Ich hatte ebenfalls im Abitur Religion Leistungskurs.

Danke Danke Danke aber jetzt frag ich mich warum ich das dann nicht verstanden habe 🙈

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@catwomanlucy

Weil du nicht solche verschlungenen Gedankenwege hast wie der Autor des Textes :-)

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Der Text ist doch logisch aufgebaut

Der Kommentar von @Halbrecht auf einen Kommentarunter unter der Antwort @okieh56 zeigt, dass der Text eher ,,lyrisch" als ,,logisch" aufgebaut ist. Die unsaubere Verwendung des Wortes IST, die vielen Wiederholungen und sonstige unklare Sätze sind mit Logik leider nicht vereinbar.

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@ulrich1919

Ich meine die Schlussfolgerungen, die Feuerbach zieht, sind logisch. Also ich fand ihn gut verständlich. Aber in der Schule damals habe ich ihn nicht gemocht und hätte mit ihm am liebsten gestritten, wenn er noch am Leben gewesen wäre. Dafür habe ich mit dem Lehrer gestritten. Ich selbst teile Feuerbachs Meinung nicht. Es ist seine religionskritische Sicht.

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@Risiki26
Ich meine die Schlussfolgerungen, die Feuerbach zieht, sind logisch.

Die Schlussfolgerungen sind vielleicht logisch, aber die Prämissen sind schwammig. Wie ich an anderer Stelle bereits argumentiert habe, wird kein Unterschied gemacht zwischen Metapher, Attribut und Identität.

Danke für den Kommentar.

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@ulrich1919

philsophische texte müssen nicht die struktur von logischen Argumenten haben, wie sie in der formalen Logik genutzt werden.

sie sollte vorallem widerspruchsfrei sein.

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Das wird Dich zwar auch nicht weiterbringen, aber der Text ist sinnleeres Gequatsche.

Suche mal mit Google nach "Der große Betzinator", dann findest Du einen Generator, der solchen Unsinn erzeugt.

Nicht alles, was hochtrabend daher kommt, ist sinnvoll. Aber wenige trauen sich, das zu äußern. Zu groß ist die Angst, als Unwissender alleine dazustehen.

In Galerien mit talentfreier Kunst ist es ähnlich, aber das führt jetzt zu weit.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

das stammt von Feuerbach , einem nicht unwichtigen dt Philosphen.

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@Halbrecht

Feuerbach , einem nicht unwichtigen dt Philosphen.

Aha - da muß es ja Sinn machen für "Gläubige" wie dich.

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Suche mal mit Google nach Der große Betzinator

Habe es versucht aber führt zu nichts!

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Dieser Text beschreibt auf professorentypische möglichst komplizierte Weise, wie das Kopfkino funktioniert.

Man könnte dasselbe auch kurz und verständlich ausdrücken, indem man sagt "des Menschen Gott ist die in seinem Kopfkino existierende Wunschfigur".

immerhin schon mal etwas...vielen Dank für die Mühe😊

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