Hallo emrosh,

Vorallem ist die Milchstraße angeblich 200.000 tausend Lichtjahre entfernt ?

Ich muss sagen, dass es mich immer ganz besonders amüsiert, wenn jemand massiv über die Naturwissenschaftler lästert, gleichzeitig aber unübersehbar demonstriert, dass er nicht mal Ahnung hat, was denn nun diese Naturwissenschaftler genau herausgefunden haben.

Wer, bitte hat Dir denn erzählt, dass die Milchstraße 200 000 Lichtjahre entfernt ist?

Ein Physiker war das jedenfalls ganz sicher nicht.

Richtig ist: Wir sind in der Milchstraße drin. Jeder Stern am Nachthimmel ist in der Milchstraße drin.

Wir können die Milchstraßenebene von jeder Gegend mit wenig Störlicht aus mit bloßem Auge als helles Band am Himmel sehen. Hier sind ein paar Fotos davon, samt Erklärung wie Du selber solche Fotos machen kannst:

https://fotoschule.fotocommunity.de/so-geht-es-die-milchstrasse-fotografieren/

Kein Teleskope auf dieser Welt kann soweit schauen.

Weiter als 200 000 Lichtjahre?

Klar können die das. Sogar sehr viel weiter.

Dies hier ist eine Aufnahme des Hubble-Space-Teleskops von unserer Nachbargalaxie, der Andromeda. 2,5 Millionen Lichtjahre sind das bis dorthin:

https://www.spacetelescope.org/images/heic1502a/

Die Andromeda war das erste Objekt, von dem man sicher nachgewiesen hat, dass es nicht zur Milchstraße gehört. Vor ziemlich genau 100 Jahren war das.

Hier ist die Geschichte:

https://youtu.be/ahzAAobv064

Und hier haben wir das Hubble Ultra Deep Field:

Das ist das, was man auf die Fotoplatte kriegt, wenn man das Hubble Teleskop mehrere Tage lang auf einen dunklen Fleck am Nachthimmel starren lässt und eine Langzeitbelichtung macht. Jeder einzelne Punkt auf diesem Bild ist eine Galaxie. Die meisten davon sind ein paar Milliarden Lichtjahre weit weg.

aber nie gibt es Beweise von den Wissenschaftler.

Du meinst Beweise wie die Bilder oben??

Wer logisch denken kann und etwas Gehirn hat kann sich denken das sowas unmöglich zu erreichen ist.

Müssen wir nicht. Das Licht von dort kommt zu uns.

So. Und jetzt darfst Du mir auch gerne etwas Unfreundliches unter die Antwort schreiben. Das ändert leider nichts an den eben genannten Fakten.

Grüße

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Hallo lesahilo,

das dauert noch exakt so lange, bis wir aufhören, Ruhemasse zu haben.

So lange wir Masse haben, ist es grundsätzlich nicht möglich, Lichtgeschwindigkeit zu erreichen.

Anders als damals bei der Schallgeschwindigkeit haben wir es nicht mit einem technischen Problem zu tun, sondern mit einem Naturgesetz. Und die Natur ist stur. Jeder, der hier irgendwelche Zeitrahmen schätzt, hat das nicht verstanden.

Grüße

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Hallo MonicaLinda,

was ist jetzt genau die Frage?

Und was hat das mit dem Vollmond zu tun?

Weegen den Beleidigungen: Wenn Dich jemand beleidigt, beleidigt man nicht zurück, weil man dann auch nicht besser ist als der andere. Wenn jemand wirklich so was schreibt, wie Du hier berichtest, dann meldest Du den Kommentar. Wenn da wirklich Beleidigungen drin stehen, gehen die dann auch weg... und genau das ist auch der Sinn der Meldefunktion. Beleidigen muss man sich hier nicht lassen.

Falls Du für das Zurückpöbeln gesperrt wirst, dann vermutlich erst mal eine 24-Stunden-Sperre. Eine gelbe Karte also, keine rote. Von daher: Keine Panik

Grüße

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Hallo linchen06,

Wenn das Weltall von uns aus gesehen expandiert, expandiert es dann auch von anderen Sternensystemen her gesehen?

Ja, das Universum ist "homogen". Es gibt keine "ausgezeichneten" Raumpunkte.

Es expandiert mit einer bestimmten Rate - das heißt, Objekte, die schon weiter von uns weg sind, entfernen sich schneller von uns.

Du kannst da selber ein kleines Experiment machen, das Dir das sehr schön zeigt:

Mit einem Grafikprogramm malst Du ein Bild von lauter Punkten. Drucke es aus. Danach vergrößerst Du Dein erstes Bild winkeltreu und druckst es noch mal aus. Dann legst Du beide Blätter übereinander und hälst sie gegen das Licht. Suche Dir einen beliebigen Punkt auf dem ersten Blatt aus, suche denselben auf dem vergrößerten Bild und bringe beide zur Deckung.

Durch das Gegenlicht siehst Du die Punkte beider Bilder durchscheinen: Wenn derselbe Punkt zur Deckung gebracht ist, wird es so aussehen, als würden alle anderen Punkte von diesem Wegfliegen... und zwar umso schneller, je weiter sie schon weg sind.

Und ja, das gilt für jeden Punkt auf Deinem Bild.

Für das Universum entspricht jeder Deiner Punkte einer Galaxie. Von jeder Galaxie sieht es so aus, also würden sich die anderen von ihr enfernen. Das ist aber nur ein "Beobachtereffekt" - also ein Effekt, der davon abhängt, von wo wir beobachten. Jeder ist immer im Mittelpunkt seines Horizontes... und genau deswegen folgt daraus nichts.

Dann könnten wir ja irgendwann mit anderen Sternen (Planeten) kollidieren, die sich dann ja auch auf Expansionskurs befinden dürften.

Nein.

Bei der Expansion des Universum bewegen sich keine Objekte __durch__ den Raum. Die Galaxien sind lokal in ihre Umgebung eingebettet und folgen nur der lokalen Schwerkraft. Expansion bedeutet, dass zwischen den Galaxien neuer Raum entsteht.

Innerhalb der Galaxien spielt die Expansion des Universums eh keine Rolle, weil die Objekte gravitativ aneinander gebunden sind. Oder anders ausgedrückt: Wenn in der Milchstraße mal Sternsysteme kollidieren oder sich zu nahe kommen, hat das nichts mit der Expansion des Universums zu tun. Auch wenn wir in ein paar Milliarden Jahren mit der Andromeda-Galaxie "zusammenrumpeln", hat das nichts mit der Expansion zu tun, sondern passiert trotzdem wegen der Schwerkraft...

wir sind im Mittelpunkt des Universums!

Wieder: Nein.

Wir sind im Mitelpunkt des beobachtbaren Universums, weil das davon abhängt, wo der Beobachter steht. Wie gesagt: JEDER Beobachter steht notwendig im Mittelpunkt seines beobachtbaren Universums. Über das Universum als Ganzes sagt das nichts aus. Im allgemeinen geht man davon aus, dass das Universum als Ganzes keinen Mittelpunkt hat.

Mit der Annahme, wir wären der Mittelpunkt der Welt, sind wir zu oft gescheitert. Den Unsinn sollte die Menschheit langsam mal überwinden.

https://www.youtube.com/watch?v=5NU2t5zlxQQ

Grüße

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Hallo LiberPrimus,

"Was soll das?" impliziert einen Sinn... doch Sinn ist etwas, das man in die Dinge hineininterpretiert. Sinn ist etwas, das es nur in unserer menschlichen Vorstellung und aus unserer Perspektive gibt. Die Natur ist. Alles darüber hinaus liegt im Auge des Betrachters.

Deswegen überlassen Physiker das "warum" eigentlich den Philosophen. ;-) Wir wissen nicht, warum die Welt so ist, wie sie ist... wir können sie aber erfolgreich beschreiben und Ereignisse vorherberechnen.

Im Modell der Allgemeinen Relativitätstheorie ist Masse eine Form von Energiedichte im Raum (genauer Raumzeit). Energiedichte und die Metrik der Raumzeit sind nicht unabhängig voneinander, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Wie diese Beeinflussung läuft, beschreiben die Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie.

Im Wesentlichen steht hier auf der einen Seite der Gleichung der metrische Tensor (der die "Krümmung" der Raumzeit darstellt) und auf der anderen der Einsteintensor (der die Verteilung der Energiedichte beschreibt). Locker gesagt: Die Energiedichte sagt der Raumzeit, wie sie sich formen soll und die Raumzeit sagt der Energiedichte (von der eben die Masse ein wichtiger Teil ist), wo sie hin soll.

Das erklärt also zumindest, wie Massen Gravitation erzeugen und warum Gravitation nicht abschirmbar ist: "Gravitation" ist in diesem Bild keine "Kraft", sondern ein Effekt des durch die Anwesenheit von Masse veränderten Raums. "Geradeaus" ist nicht mehr da, wo es ohne Anwesenheit der Masse wäre. Weil sich aber absolut alles im durch die Massen veränderten Raum abspielt, kann der Effekt nicht umgangen werden. Es gibt nichts mit "negativer Energiedichte", das die Krümmung des Raums aufheben würde.

Aber "warum das so ist", überlassen wir wie gesagt den Philosophen...

Grüße

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Jallo Julianp1505,

also wenn Du Physiker fragst, bekommst Du da momentan eine Antwort, die in etwa so aussieht:

(Bildquelle)

Die genauen Zahlen schwanken immer ein bissi, aber in etwa besteht das Universum nur zu 5% aus der Materie, die wir kennen, aus der Du, ich und unser Sonnensystem ist - und die wir als Baryonische Materie bezeichnen.

Gute 20% der Energiedichte kommt aus einer Materieform, die wir (noch) nicht kennen und die wir als "Dunkle Materie" bezeichnen. Wir vermuten, dass es sich dabei um bislang unbekannte Elementarteilchen handelt. Wir wissen im Moment nur, dass das Zeug Masse hat (also andere Massen anzieht), aber nicht mit Licht und anderen elektromagnetischen Wellen wechselwirken kann. Deswegen sehen wir die Dunkle Materie nicht direkt, sondern nur ihre Auswirkungen.

Ich habe hier in meiner etwas älteren Antwort mal alles zusammengeschrieben, was man so weiß über die Dunkle Materie:

https://www.gutefrage.net/frage/dunkle-materie-gefunden-und-dann-wieder-nicht-gefunden

Bleibt der größte Anteil für das, was den Arbeitstitel "Dunkle Energie" bekommen hat. Auch hier haben wir mehrere Beobachtungshinweise darauf:

1) Sicherlich der bekannteste ist die Diskrepanz zwischen den Distanzen zu weit entfernten Galaxien und ihrer Rotverschiebung, die wir messen.

Unsere Daten deuten darauf hin, dass sich die Expansion des Universums (also die Entstehung neuen Raumes im Universum) beschleunigt.

Das ist etwas anderes, als man erwartet hätte. Man dachte eigentlich, dass die Masse und Materiedichte im Universum der Expansion entgegenwirkt. Gibt es keine explizit treibende Kraft, so müsste die Expansionsgeschwindigkeit eher abnehmen. Könnte die Materie den Raum gar nicht beeinflussen, so müsste die Expansionsgeschwindigkeit ohne treibende Kraft immerhin noch konstant bleiben.

Die Daten scheinen uns aber zu sagen: Es wird schneller. Und das bedeutet, dass es irgendetwas im Kosmos geben muss, was diesen Effekt bewirkt. Etwas, was die Expansion des Universums beschleunigt.

Und das "Etwas" nennen wir erst mal "Dunkle Energie".

2) Messungen der Flachheit des Universums geben Hinweise auf die Menge der Dunklen Energie im Universum

Über große Entfernungen können wir recht gut messen, ob der Raum, in dem wir leben euklidisch ist oder nicht. Euklidisch bedeutet, dass die Gesetze einer flachen, nicht gekrümmten Raumgeometrie unseren Raum gut beschreiben. Ob zum Beispiel die Winkelsumme im Dreieck 180° ist. In einem gekrümmten Raum ist das nämlich nicht der Fall.

Und wir messen ein sehr, sehr flaches Universum.

Nach Einsteins Formeln bedeutet ein flaches (nicht in sich gekrümmtes) Universum eine ganz bestimmte Energiedichte - nämlich gerade den Grenzwert, der nicht zu einer Krümmung in die eine oder andere Richtung führen würde.

Die sichtbare Materie macht aber viel, viel zu wenig aus, um diese Energiedichte erklären zu können. Selbst wenn wir die aus anderen Beobachtungen naheliegende Dunkle Materie miteinrechnen, kommen wir erst auf rund 30% der kritischen Energiedichte.

Nach der gemessenen Energiedichte müsste der Raum also gekrümmt sein - wir messen ihn aber flach.

Wenn Einsteins ART den Raum gut beschreibt (und wir finden keine Beobachtungshinweise, dass das nicht der Fall ist), dann müssen die fehlenden 70% von etwas kommen, das wir noch nicht kennen.

Und das "Etwas" nennen wir erst mal "Dunkle Energie". Wir wissen aber nicht, WAS es ist. Unsere Messungen sagen uns aber, dass der Einfluss dieser "Dunklen Energie" zunimmt, je mehr leeren Raum es im Universum gibt.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/3e/WMAP_2008_universe_content_de.png/220px-WMAP_2008_universe_content_de.png

Also: Das Universum besteht aus einer Menge leeren Raums, Dunkler Energie, Dunkler Materie (die wir beide noch nicht anden haben) und zu 5% aus der Materie, die wir kennen...

Grüße

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Hallo Hutschiking,

also veröffentlicht werden Arbeiten aus der Astronomie und anderer wissenschaftlicher Fachrichtungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Und nirgendwo sonst.

Ein Blick lohnt sich immer auf den arXiv-Server.... wobei man hier auch Paper dazwischen hat, die (noch) nicht durch den Peer-Review durch sind:

https://arxiv.org/

Aber das ist eher etwas, was Du nicht suchst, eh? ;-)

Sehr gute Quellen für den Bereich Astronomie, die auch laienverständlich sind, aber trotzdem zuverlässig, wären:

  • der YouTube-Kanal von Josef Gaßner, Andreas Müller und Harald Lesch: Urknall, Weltall und das Leben: 2 mal die Woche neue Videos, oft Mitschnitte von Vorträgen... und Aktuelles, falls es anfällt: https://www.youtube.com/channel/UClDnGiwSyTyu7gxO8X5U18g
  • Dazu auch die gleichnamige Webseite der 3: https://urknall-weltall-leben.de/
  • der Science-Blog von Florian Freistetter, "Astrodicticum Simplex": Fast täglich Texte zu Aktuellem oder sonst wie Interessantem aus der Wissenschaft, meist der Astronomie: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/
  • Und noch mal YouTube, diesmal aber auf Englisch: Dr. Becky... ist Astrophysikerin in Oxford, Schwerpunkt Schwarze Löcher: https://www.youtube.com/channel/UCYNbYGl89UUowy8oXkipC-Q

An Zeitschriften könnte man nennen: "Sterne und Weltraum", "Spektrum der Wissenschaft" oder auf Englisch "Sky & Telescope"

Viel Spaß beim Stöbern!

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Hallo lesaliho,

Und jupiter soll man noch bis mitte august gut mit einem teleskop sehen können.

Ich weiß ja nicht, wo Du diese Information herhast.... aber vielleicht hast Du die falsche Jahreszahl erwischt?

Jupiter steht dieses Jahr im August in Opposition und wird bis zum Jahresende gut zu beobachten sein. Ende Dezember hat er sogar eine enge Begegnung mit Saturn.

https://www.waa.at/hotspots/planeten/jupiter-saturn-2020/index.html

Aktuell geht Jupiter um etwa Mitternacht auf

https://www.heavens-above.com/PlanetSummary.aspx

Das bedeutet, dass er ab etwa halb ein Uhr nachts hoch genug steht, um beobachtbar zu sein. Hier ist der Anblick des Himmels um etwa 1:00, wie ihn "Stellarium" darstellt. Jupiter und Staurn stehen deutlich über dem Horizont:

Und ja, natürlich kann man ihn im Teleskop sehen ... und dann auch die 4 großen Monde mit beobachten. Man kann ihn aber auch mit bloßem Auge sehen. Er ist eines der auffälligsten Objekte am Nachthimmel... nach dem Mond, versteht sich.

Aber laut den ganzen apps ist er immer komplett unter uns. Also unter dem boden an der anderen hälfte der erde.

Das lässt sich eigentlich nur über 2 Hypothesen erklären: Entweder "die ganzen Apps" taugen nichts (was bei den kostenlosen Apps oft der Fall ist). Oder Du bedienst sie falsch. Möglicherweise hast Du die Lageempfindlichkeit des Handys nicht aktiviert - oder der App nicht die Erlaubnis gegeben, darauf zuzugreifen?

Fakt ist: Nein, er ist definitiv nicht die ganze Zeit "da unten"....

Grüße

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Hallo lesaliho,

Man sagt, dass das universum endlich, gleichzeitig aber auch unendlich ist.

Wer ist "man"?

Hast Du eine seriöse Quellenangabe für diese Aussage - oder wo hast Du das her?

Denn: Nein, das ist NICHT, was Physiker dazu zu sagen haben.

Wir wissen schlicht nicht, ob das Universum als Ganzes endlich groß oder unendlich groß ist. Beides ist mit den Beobachtungsdaten vereinbar.

https://www.youtube.com/watch?v=Al9EyNoCsRI

Von daher ist also die Aussage, "man" nehme an, das Universum sei unendlich, gar nicht richtig. Korrekt ist die Aussage, dass man nicht weiß, ob es unendlich ist, die Möglichkeit aber auch nicht ausschließen kann.

Wichtig ist, dass man zwischen dem beobachtbaren Universum und dem Universum als Ganzes unterscheiden muss. Das beobachtbare Universum ist nur der Teil des Universums, den wir sehen können, weil uns das Licht aus diesem Teil des Universums erreicht - es hatte seit dem Urknall genug Zeit, zu uns zu kommen.

Das beobachtbare Universum ist deshalb wie jeder Horizont auch beschaffen: So, wie Du auf dem Meer im Mittelpunkt Deines persönlichen Horizontkreises bist, sind wir im Mittelpunkt des von uns beobachtbaren Universums. Dieses ist also eine endlich große Kugel mit uns im Mittelpunkt. Der Radius beträgt übrigens etwas über 45 Milliarden Lichtjahre.

Über das Universum als Ganzes sagt das aber überhaupt nichts aus. Weder geht man davon aus, dass das Universum als Ganzes einen "Mittelpunkt" haben muss, noch kann man sagen, ob es endlich oder unendlich groß ist.

Das können wir leider auf der Basis unserer Messungen nicht unterscheiden. Der Rest des Universums hat halt die unpraktische Eigenschaft... unbeobachtbar zu sein... ;-)

Wir können messen, dass unser Raum keine nachweisbare "Krümmung" enthält.

Ein "gekrümmter Raum" (oder genauer Raumzeit) ist schwer vorstellbar, aber durch Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie beschreibbar. Derartige "Krümmungen" kann man zum Beispiel über geometrische Messungen nachweisen (oder eben nicht). Nur in der ebenen Fläche ist die Winkelsumme im Dreieck 180° ("euklidisch"). Auf einer nach außen gewölbten Fläche wie der Erdoberfläche ist sie größer, auf einer nach innen gewölbten ist sie kleiner.

Messungen im Uniersum ergeben mit großer Genauigkeit, dass im Universum die euklidische Geometrie herrscht. Aber das muss nicht heißen, dass das Universum unendlich groß und flach ist. Denn zur flachen Geometrie passen sowohl unendliche als auch geschlossene "Topologien". Und letztlich könnte unsere Messgenauigkeit nicht ausreichen, eine eben doch vorhandene Krümmung nachzuweisen. Wir könnten auch nur in einem ungekrümmten Teil eines Universums leben, das an anderer Stelle Krümmungen aufweist... alle diese Dinge sind möglich.

Wir wissen nicht, ob das Universum unendlich groß ist - oder nur endlich groß ist.

Grüße

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Hallo Guetefrageee1,

beim Urknall entstanden eigentlich nur Wasserstoff und Helium (im Verhältnis 3:1) und eingaaanz klein wenig Lithium. Aus diesen Elementen kannst Du aber keine Planeten bilden. (Auch keine sogenannten Gasplaneten, auch die brauchen zumindest auch schwerere Elemente)

Durch Gravitationskollaps konnten also zwar die Sterne der ersten Sterngeneration entstehen - aber die konnten noch keine Planeten um sich haben.

Im Zentrum eines Sterns wie der Sonne wird Wasserstoff zu Helium fusioniert. In schwereren Sternen finden gegen Ende der Fusionsphase auch Fusionen zu schwereren Elementen statt: Von Helium zum Kohlenstoff, Stickstoff oder Sauerstoff (das schafft auch unsere Sonne noch ein wenig) und von dort zu noch schwereren Elementen bis hin zum Eisen (was die Sonne nicht mehr kann).

Elemente, die schwerer sind als Eisen können überhaupt nicht in Sternen fusioniert werden, weil der Prozess dann keine Energie mehr freisetzt. (Stichwort: Massendefekt) Elemente jenseits des Eisens können deshalb nicht durch Kernfusion entstehen - sehr wohl aber bei den gewaltigen Energiemengen, die kurzzeitig bei einer Supernova frei werden.

Supernovae sind zudem "der Weg", die Elemente, die in einem Stern fusioniert wurden, zurück ins interstellare Gas zu schleudern. Neue Sterne und Planeten entstehen dann wieder aus dem interstellaren Gas über Gravitationskollaps - wobei das ab der zweiten Generation Sterne eben mit schwereren Elementen versehen ist.

Außerdem liefern Supernova-Explosionen Druckwellen, die solche Kollaps-Ereignisse anstoßen können.

P.S.: Ein weiterer Weg, Elemente schwerer als Eisen zu kriegen, sind Kollisionen von Neutronensternen... aber auch Neutronensterne kriegt man nicht ohne Supernova. Indirekt gilt also auch hier: Alles, was schwerer ist als Eisen, war mal in einer Supernova...

Grüße

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Hallo FDuquenoy,

welche Version von Witcher 3 hast Du Dir denn auf Steam geholt?

Normalerweise ist die auf Steam angebotene Version nämlich die sogenannte "Game of the year - Edition" (kurz "GOTY"). Und in der sind alle DLCs schon drin.

Schau mal, ob das nicht das ist, was Du gekauft hast.... in diesem Falle brauchst Du nämlich gar nichts mehr extra kaufen.

https://store.steampowered.com/app/292030/The_Witcher_3_Wild_Hunt/?l=german

Grüße

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Hallo loiloi234,

Dein Satz in der Fragestellung ist unvollständig.

Was wiegst Du ab? Was sollen 24.9 N sein?

Bissi Physik dazu:

1 kg Reis hat überall dieselbe Anzahl Reiskörner. kg ist die Einheit der Masse und Masse ist eine Eigenschaft des Körpers, die er überall hin mitnimmt.

Eine Federwaage misst aber die Gewichtskraft, die diese Masse im Schwerefeld hat.

Es gilt F = m * g

g ist der Ortsfaktor. g_Erde ist 9,91 m/s² und auf dem Jupiter ist g_Jupiter 24,8 m/s².

Deswegen zieht es eine Federwaage auf dem Jupiter, wenn Du dasselbe kg Reis dran hängst mit einer rund 2,5 mal stärkeren Kraft nach unten. Und das aber bei derselben Anzahl Reiskörner...

Umgekehrt brauchst Du auf dem Jupiter entsprechend WENIGER Reiskörner, um dieselbe Gewichtskraft zu erzeugen wie auf der Erde mit 1 kg Reis.

Was aber letztlich gefragt ist, ist aus Deinem Text nicht wirklich ersichtlich, sorry...

Grüße

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Hallo ollie69,

ganz ähnlich... wie der Nick schon sagt: Ich wohne in München.

Ein bissi kann ich die Milchstraße in mondlosen Nächten aber sehen, wenn ich einen Nachtspaziergang Richtung Süden aus der Stadt raus mache. Nichts Beeindruckendes... aber man sieht, wo sie ist.

Richtig toll hatten wir die Milchstraße vorletztes Jahr im Urlaub. Da hatten wir ein Ferienhaus wirklich mitten in der Macchia in der Nähe von Bonifacio auf Korsika. Ein Traum von einem Nachthimmel. Seufz...

Falls Du Orte mit besseren Beobachtungsbedingungen suchst, hilft übrigens diese Karte:

https://www.lightpollutionmap.info/

Rot und gelb ist bäh, ab dunklem Grün ist der Sternhimmel schön, blau ist toll. Und da hast Du doch ein paar Möglichkeiten östlich von Hamburg...

Grüße

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Hallo lesaliho,

Das soll zeigen was wir bis heute von unserer galaxie kennen. Einen kleinen sandkorn auf einer Pizza.

Nein.

Was Du meinst, ist das hier:

(Bildquelle)

Das ist der Bereich, aus dem die Sterne stammen, die wir nachts __mit bloßem Auge__ sehen.

Aber wir haben ja Teleskope. Mit denen können wir sehr viel weiter schauen... und das auch noch zusätzlich in anderen Wellenlängenbereichen.

Beispiele:

1) Eine Aufnahme des Zentrums der Milchstraße - also der helle zentrale Punkt im Bild oben:

https://www.tum.de/fileadmin/_processed_/a/8/csm_SchwarzesLoch_c_ESOMPE__1BA_87a760a9fa.jpg

2) Ein aus mehreren Hubble-Aufnahmen zusammengesetztes Bild der Andromeda-Galaxie:

https://cdn.spacetelescope.org/archives/images/screen/heic1502a.jpg

3) Die Geschichte zum "Hubble ultra deep field", eine der Aufnahmen von Galaxien, die besonders weit von der Erde weg sind:

https://www.youtube.com/watch?v=oAVjF_7ensg

Also: Dank Technik kennen wir heute sehr viel mehr als nur das, was man mit bloßem Auge sehen kann.

Grüße

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Hallo biologie2000,

Wie soll ich das alles vorbereiten?

Ich verkneife mir mal den Hinweis auf: rechtzeitig anfangen... denn ich bezweifle, dass Du es heute um 15:00 aufbekommen hast, das bis heute um 21:00 zu erstellen. Stattdessen gebe ich den Tipp: Jetzt ranhalten!

2. Erstellen Sie eine Progressionsreihe der Lichtsinnesorgane vom Flachauge bis zum Linsenauge.

Googeln: Bildersuche nach den Begriffen "evolution flachauge linsenauge" führt Dich direkt auf folgenden Link:

https://www.dasgehirn.info/wahrnehmen/sehen/tierische-blicke

Das Bild malst Du ab. Oder Du druckst es aus und klebst es in Dein Heft...

Auch zur Evolution findest Du dort ein paar Hinweise. Also lies den Text.

Und auch noch diesen hier:

https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/linsenauge/39491

Das sollte bei Aufgabe 2 helfen...

Grüße

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Hallo Lushstation,

Da es bei Nacht immer der Mond scheinen soll (oder von Wolken wenigstens bedeckt) und bei Tag die Sonne.

Kleiner Tipp für Dein "Kopf Zerbrechen": Das beginnt man am besten damit, sich zu fragen, ob man die Überlegung von korrekten Ausgangsaussagen startet.

Und das ist hier nicht der Fall.

Überlege mal selber:

Ja, bei Vollmond steht der Mond von der Erde aus gesehen der Sonne gegenüber. Deswegen schauen wir bei Vollmond voll auf die von der Sonne beschienene Hälfte des Mondes... und der steht auch in etwa die ganze Nacht am Himmel.

Aaaaber bei Neumond... wie ist es da? ;-)

Da schauen wir deshalb komplett auf die unbeschienene Seite des Mondes, weil der von der Erde aus gesehen in etwa in Richtung der Sonne steht. Wir gucken deshalb auf die unbeleuchtete Seite. Und der Mond geht dann in etwa zusammen mit der Sonne auf und unter.

Bedingt durch seine Bewegung um die Erde bewegt sich der Mond jeden Tag ein Stückchen zwischen den Sternen weiter Richtung Osten. Er geht also jeden Tag etwas später auf als am Vortag und abends später unter.

Der Winkel zwischen Sonne und Mond ändert sich jeden Tag. Entsprechend ändern sich auch die Auf- und Untergangszeiten des Mondes jeden Tag. Ist zum Beispiel das erste Viertel der Mondsichel fast voll, steht der Mond etwas östlich der Sonne, aber eben gerade so weit, dass wir nur ein kleines Stück seiner beschienenen Seite sehen. Diese Mondsichel kannst Du den ganzen Nachmittag über (bei gutem Wetter) beobachten, auch noch kurz nachdem die Sonne untergegangen ist.

Heute haben wir fast Vollmond... aber noch nicht ganz. Deswegen steht der Mond noch nicht genau der Sonne gegenüber und kann ebenfalls noch zusammen mit ihr am Himmel stehen, auch wenn er schon fast voll ausschaut.

Und auf der anderen Seite der Erde ist beides gerade unter dem Horizont... was sonst?

Grüße

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Hallo Danynazzal,

ich hab's jetzt glaub' ich entziffert...

Mein Lösungsvorschlag:

Als ich starb, FIEL ich in den See. Am Boden fehlte SAUERSTOFF.

Deshalb wurde mein KÖRPER nicht ZERSETZT.

SEDIMENTE lagerten sich ab und mein SKELETT und meine POSITION wurden so MINERALISIERT und KONSERVIERT

Jetzt bin ich zu EINEM FOSSIL geworden.

Mit "mineralisiert" bin ich mir nicht ganz sicher, es könnte auch "versteinert" oder etwas in der Art eingesetzt werden.

Grüße

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Hallo MadameAnjelou,

"warum" überlassen Physiker eigentlich den Philosophen. ;-) Wir wissen nicht, warum die Welt so ist, wie sie ist... wir können sie aber erfolgreich beschreiben und Ereignisse vorherberechnen.

Im Modell der Allgemeinen Relativitätstheorie ist Masse eine Form von Energiedichte im Raum (genauer Raumzeit). Energiedichte und die Metrik der Raumzeit sind nicht unabhängig voneinander, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Wie diese Beeinflussung läuft, beschreiben die Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie.

Im Wesentlichen stehen sich hier auf der einen Seite der Gleichung der metrische Tensor (der die "Krümmung" der Raumzeit darstellt) und der Einsteintensor (der die Verteilung der Energiedichte beschreibt) gegenüber. Locker gesagt: Die Energiedichte sagt der Raumzeit, wie sie sich formen soll und die Raumzeit sagt der Energiedichte (von der eben die Masse ein wichtiger Teil ist), wo sie hin soll.

Das erklärt also zumindest, wie Massen Gravitation erzeugen und warum Gravitation nicht abschirmbar ist: "Gravitation" ist in diesem Bild keine "Kraft", sondern ein Effekt des durch die Anwesenheit von Masse veränderten Raums. "Geradeaus" ist nicht mehr da, wo es ohne Anwesenheit der Masse wäre. Weil sich aber absolut alles im durch die Massen veränderten Raum abspielt, kann der Effekt nicht umgangen werden. Es gibt nichts mit "negativer Energiedichte", das die Krümmung des Raums aufheben würde.

Aber "warum das so ist", überlassen wir wie gesagt den Philosophen...

Grüße

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Hallo littlenachogogirl,

Einerseits wäre das Leben dann nicht mehr so langweilig

Du sagst es.... und genau deswegen lebt der "Mythos". Jedes Jahr im sogenannten "Sommerloch" gräbt die Presse irgendwelche Sichtungen mysteriöser Viecher aus, weil es an anderen Schlagzeilen mangelt. Da gibt es jedes Jahr das Krokodil im Baggersee, den Panther auf der Wiese ... und eben Sichtungen von Bigffot oder Nessie.

Die Meldungen entstehen, weil bei 7 Milliarden Menschen ganz sicher irgendwann irgendwer etwas sieht, was ihm Furcht einflößt. Nein, das muss kein Bigfoot sein, sondern kann genauso gut ein anderer Wanderer gewesen sein. (So wie das Krokodil im Baggersee eben ein Baumstamm sein kann oder der Panther Nachbars schwarze Katze, deren Größe getäuscht hat...) Daneben gibt es immer auch Leute, die sich wichtig machen wollen. Clicks sind die Währung des Internets, die man sehr wohl in bare Münze umtauschen kann...

Fakt ist:

Es gibt keinerlei Befunde für derartige mystische Wesen, die einer Überprüfung standhalten würden. Für eine überlebende Population genügen eben nicht einzelne Exemplare, es bräuchte schon etliche. Entsprechend müsste man aber auch Spuren finden: Kadaver, Essensreste, Nester, Höhlen,... aber alles: Fehlanzeige.

https://rationalwiki.org/wiki/Bigfoot

Nein, verheimlichen kann man so etwas nicht. Und das umso weniger, je größer die Bevölkerungsdichte auf unserem Planeten wird...

Also: Solche Meldungen nicht ernst nehmen - oder siehst Du in diesem Video etwa ein Gespenst?

https://www.youtube.com/watch?v=SPUReTJWBuY

Grüße

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Hallo Varaug04,

für mehr Antworten hätte es wahrscheinlich geholfen, Deine Aufgabe etwas besser zu beschreiben.... ;-)

Wie soll ich sagen? "Gesucht jupiter-lagrange punkt L4" - ich bin versucht, ein Bild mit den Lagrangepunkten hier einzubinden, einen Pfeil auf L4 gerichtet - und drunter zu schreiben: Da isser.

Sollt Ihr die Lagrange-Punkte berechnen? Das wäre eine ziemlich heftige Aufgabe.

Geht aber. Schau mal hier

http://www.mabo-physik.de/die_lagrangepunkte_im_system_erde.pdf

Da werden alle 5 Lagrange-Punkte für das Erde-Mond-System berechnet.

Du müsstest dann für Deine Aufgabe die Werte für das System Sonne-Jupiter benutzen. Also genauso rechnen wie im pdf, aber mit den Abständen und Massen von Sonne und Jupiter.

Grüße

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