Hallo viv648,

"Was bedeutet der Schöpfungsbegriff heute und wie sollte er gelehrt werden?"

"Warum sind Schöpfung und Evolution weder 'im Einklang' noch 'im Widerspruch' und wie vermittelt man das am besten?"

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Ich hab' noch ein paar Quellen zum Thema, vielleicht helfen sie Dir bei Deiner Arbeit oder bringen Dich auf eine Idee?

https://www.ev-akademie-baden.de/html/eine_orgel_ist_kein_staubsauger_ein_beitrag_zum_dialog_zwisch.html?t=ielopbr9nlr2vqc0cft1h7n7t3&tto=4001d1e6&&

Christina Aus der Au: Wie Orgel und Staubsauger

https://www.researchgate.net/publication/299580798_Wie_Orgel_und_Staubsauger_Das_Verhaltnis_von_Evolutionstheorie_und_Schopfungsgeschichte_aus_theologischer_Sicht

(Als Student müsstest Du eigentlich für umsonst an den Volltext kommen, ansonsten gibt es eine Vorschau hier: https://books.google.de/books?id=mRRcAQAAQBAJ&pg=PA349&lpg=PA349&dq=wie+orgel+und+staubsauger&source=bl&ots=WBqwSkW6lu&sig=mD9Tz5h4C_J3o_yFKGf1MYUU4Iw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjdsc2DlvHfAhVKjqQKHfYKAHMQ6AEwCXoECAUQAQ#v=onepage&q=wie%20orgel%20und%20staubsauger&f=false)

http://www.martin-neukamm.de/kreation.pdf

https://ncse.com/library-resource/god-evolution

https://www.ekd.de/ekdtext_94_02.htm

Grüße

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Hallo Paddy171001,

ich würde Dir raten, erst mal mit einem Vortrag anzufangen, um Dir innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit eine solide Wissensbasis anzueignen.

Empfehlen kann ich den Vortrag des Astrophysikers Josef Gaßner zum Thema:

Teil 1: Entwicklung leichter Sterne im Hertzsprung-Russel-Diagramm

https://www.youtube.com/watch?v=pLJg3hFZZHY

Teil 2: Entwicklung schwerer Sterne bis zur Supernova

https://www.youtube.com/watch?v=yfsO-36j_nI

Und vielleicht zur Begriffsklärung noch die Neutronensterne hinterher:

https://www.youtube.com/watch?v=GXLLXS93WXI&t=3s

(Das aber mehr als Ausblick)

Recht gut laienverständlich ist es auch im Buch von Gaßner und Lesch "Urknall, Weltall und das Leben" erklärt, ich denke, für eine Facharbeit in der Schule auch genau genug.

https://www.amazon.de/Urknall-Weltall-das-Leben-Gassner/dp/3831264651

Schau, dass Du es gebraucht kriegst, ggf. in einer der älteren Auflagen. Sonst ist es ein bissi teuer. Muss ja nicht sein, sich das neuwertig anzuschaffen.

Grüße

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Hallo Whythegell333,

Ich lese viel im Internet das Menschen hier & da sagen, das wir bald zum ersten Mal ein echtes Bild von einem Schwarzen Loch erhalten werden!

Die Aufnahme ist bereits gemacht, die Daten werden gerade ausgewertet.

Hier kannst Du dazu auf dem Blog des Astrophysikers Florian Freistetter nachlesen:

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2017/03/22/das-event-horizon-telescope-und-das-erste-bild-eines-schwarzen-lochs/

Für die Aufnahmen hat man mehrere Radioteleskope zusammengeschlossen und als "Event Horizon Telescope" bezeichnet. Mir Radioteleskopen kann man schon länger solche Arrays machen, bekannt ist zum Beispiel ALMA (https://de.wikipedia.org/wiki/Atacama_Large_Millimeter/submillimeter_Array). Der Trick ist, dass man quasi ein Radioteleskop hat, dessen Schüssel so groß ist, wie der gesamte Array... was natürlich sehr viel höhere Auflösung erreicht als es ein einzelnes Teleskop je könnte.

Nun ist aber deshalb die entstandene Aufnahme nicht im sichtbaren Bereich, sondern im Wellenlängenbereich der Radiowellen, also sehr viel längerwelligeren elektromagnetischen Wellen. Das ist aber gut so, weil dann wird man wenigstens was sehen können auf dem Bild: Nämlich die Akkretionsscheibe um Sgr A* (wie unser Schwarzes Loch im Zentrum der Milchstraße heißt). Also das Material, das in sehr geringen Abstand um das SL kreist und sich dameit aufheizt und deswegen auch im Radiobereich abstrahlt.

Vom Innern des SL wird man naturgemäß auch auf dieser Aufnahme nichts sehen können...

Weil es sich aber eben um einen größeren Array handelt und Aufnahmen, die nicht im sichtbaren Licht sind, muss da hinterher eine Menge Rechenzeit investiert werden, um die einzelnen Aufnahmen zusammenzupfriemeln. Außerdem muss man aus weiteren Aufnahmen, die man zur selben Aufnahmezeit gemacht hat, die Effekte von Luftströmungen rausrechnen, die ja auch unvermeidlich auf den Aufnahmen des SL drauf sind. Man will ja hinterher wissen, welche "Beulen" das Objekt wirklich hat... und was ein Effekt unserer eigenen Atmosphäre war. Und das muss man für jeder einzelne der zu überlagernden Aufnahmen machen.

Und dann braucht man noch Aufnahmen mit demselben Array von anderen Radioquellen, bei denen man sehr gut weiß, wie die Ausschauen. Aus solchen Aufnahmen rechnet man dann systematische Bildfehler aus, die unser Array halt macht.. und berücksichtigt diese Fehler dann auch bei der Reduktion der Daten des SL. Weil man auch hier eben wissen will, welche Flecken gar nicht vom Objekt selber stammen, sondern von der Optik, mit der man aufgenommen hat.

Allein das Zusammenbringen der Daten ist übrigens nicht einfach, denn man hat "ein bissi" mehr Daten, als man so am heimischen PC verarbeiten kann. Deswegen hat man das tatsächlich "old style" auf mehrere Festplatten jeweils vor Ort geladen und die dann physikalisch zum Auswerteort geschleppt. (https://eventhorizontelescope.org/blog/eht-status-update-december-15-2017 )

Und all das dauert, kostet und nervt...

Also: Ja, das Bild ist in Bearbeitung. Es ist aufgenommen und wird gerade sehr aufwendig ausgewertet.

Und leider auch ja: Ich bin mir jetzt schon sicher, dass hinterher all die Trolle, die zur Zeit im Web unterwegs sind und antiwissenschaftliche Parolen plärren, dann von Manipulation der Daten sprechen werden, weil sie einfach keine Ahnung haben, was da alles gemacht werden muss. Ich find's traurig...

Ich selber bin schon sehr gespannt und freu' mich auf die Aufnahmen.

Grüße

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Hallo Vor144Nach,

wenn ich mir die getaggten Themen so anschaue, hoffe ich mal, es handelt sich nicht wieder mal um eine der kreationistischen Propagandafragen, mit der religiöse Fundamentalisten hier leider regelmäßig die naturwissenschaftlichen Themen vollspammen...

Ich hoffe also, Du willst es wirklich wissen... Dann mal los:

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Dann müssen wir erst mal den Unterschied zwischen Evolution und Evolutionstheorie klären.

Evolution = in der Natur ablaufender Prozess

Evolutionstheorie = naturwissenschaftliches Modell, das die Mechanismen beschreibt, die den Prozess der Evolution antreiben.

Das geht leider in der Frage schon ein bissi durcheinander.

Der Prozess der Evolution ist sehr gut nachgewiesen, nicht nur über Fossilien. Man kann evolutionäre Vorgänge sogar recht gut beobachten.

In der Evolutionsbiologie beschreiben wir diesen Prozess und eben vor allem die Faktoren, die sein Ablaufen bedingen und beeinflussen. Weil das offensichtlich etwas anderes ist, muss man unterscheiden zwischen dem Prozess seilber und den naturwissenschaftlichen Aussagengebäude, mit dem wir den Prozess beschreiben. Mit dem Wort "Evolutionstheorie" ist nur das Letztere gemeint.

Das ist schon mal wichtig.

Die Evolutionstheorie heißt "Theorie", weil alle naturwissenschaftlichen Theorien so heißen. Dabei bedeutet das Wort "Theorie" in der Naturwissenschaft aber etwas anderes als in der Umgangssprache.

In der Umgangssprache bedeutet Theorie eine Vermutung oder eine Idee; theoretisches Wissen hat man nicht an der Praxis erprobt. In der Naturwissenschaft ist das anders.

"Theorie" bedeutet hier ein geschlossenes Erklärungsmodell, das frei ist von inneren und äußeren Widersprüchen. Das Erklärungsmodell stellt einzelne, für sich genommen nicht erklärbare Beobachtungen in einen logischen Kontext. Es erklärt damit, warum wir diese Beobachtungen machen - und nicht etwa andere. Es macht damit konkrete(!) Vorhersagen über weitere Beobachtungen. Eine naturwissenschaftliche Theorie muss so präzise sein, dass wir sie anhand der Beobachtungen überprüfen können.

Eine Theorie, die sehr viele Beobachtungen beschreibt und sich somit schon sehr oft an der Natur bewährt hat, nennen wir in der Naturwissenschaft eine "bewährte" oder "bestätigte" Theorie. Das ist der höchste Status, den eine naturwissenschaftliche Aussage überhaupt erreichen kann. Auch die Newtonsche Mechanik ist ebenso eine Theorie wie die Quantenphysik, obwohl wir beides im Alltag ständig erfolgreich benutzen.

Die ET ist eine der am besten bestätigten naturwissenschaftlichen Theorien überhaupt.

Sie wird gestützt durch unzählige Befunde und Beobachtungsdaten. Fossile Belege genauso wie Laborbefunde. Auch in unserem eigenen Körper tragen wir sehr viele Hinweise auf die Evolution mit uns herum. Die ET hat einen zentralen Platz im interdisziplinären Theoriengefüge der Naturwissenschaften und stößt nirgends auf Widersprüche. "Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Lichte der Evolution" ist ein bekanntes Zitat über die ET, das sehr gut beschreibt, dass sie eine der Theorien mit dem höchsten Erklärwert überhaupt ist. Und deswegen sind nahezu alle Naturwissenschaftler von ihr überzeugt.

In der Naturwissenschaft sprechen wir aber eben dennoch nicht von "bewiesen", sondern von belegt, weil man ja nicht mit 100%iger Sicherheit ausschließen kann, dass sich in Zukunft irgendwann einmal Beobachtungen ergeben, die selbst einer bestens bestätigten Theorie widersprechen. Weder haben wir unendlich viele Beobachtungsdaten, noch haben wir Daten mit unendlicher Genauigkeit, wenn wir prüfen, ob unsere Modelle die Natur gut beschreiben. Logisch, oder?

Wir können daher immer nur Aussagen machen, die auf dem vorhandenen Datenbestand beruhen - ein philosophischer Letztbeweis ist das nicht. Man darf hier aber nicht vergessen, dass es 100%ige Sicherheit unseres Wissens eben außerhalb der sich ständig selbst überprüfenden Naturwissenschaft oder der Mathematik erst recht nicht gibt. Letztlich ist die Methode, die Richtigkeit von Aussagen NIE als unverrückbare Wahrheit zu definieren, sondern sie selbst bei bester Beleglage als hinterfragbar und auf dem Prüfstand stehend zu beschreiben, das sauberste und exakteste Vorgehen überhaupt.

Wie man in der Naturwissenschaft arbeitet und warum das so ist, das habe ich hier mal ausführlich erklärt:

https://www.gutefrage.net/frage/wenn-theorien-eindeutig-nicht-beweisbar-sind-da-die-beweise-verschwunden-sind-bzw-nie-existierten-ab-wann-gibt-man-dann-die-theorie-auf#answer-218813998

Grüße

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Hallo Psycho17,

viele sagen, dass er nicht einschlägt und andere sagen er schlägt ein. Was soll ich nun glauben?

Den seriösen wissenschaftlichen Quellen. Die benutzen die besten und aktuellsten Daten. Und eben nicht den ominösen YouTube-Kanälen und Webseiten, die nur auf Sensationsmeldungen und Clicks aus sind.

Ergäbe dieser Vorschlag irgendwie für Dich Sinn? ;-)

Der Name bedeutet, dass das Ding 2002 entdeckt wurde. Und damals, bei der Erstbeobachtung, hat man natürlich die Bahn noch nicht exakt gekannt. Es war klar, dass es 2019 eng wird, aber die Unsicherheiten der Bahn waren damals noch so groß, dass man eine Kollision nicht ausschließen konnte.

Der Punkt ist: Das ist 17 Jahre her.

Man hat heute eben sehr viel mehr Bahndaten von dem Teil und die Unsicherheiten bei der Bahn sind entsprechend geringer. Es ist heute absolut sicher, dass uns 2002 NT7 dieses Jahr NICHT auf den Kopf fällt. Er geht ungefähr 2

Das kannst Du zum Beispiel hier nachlesen

https://debunkingdoomsday.quora.com/How-we-know-2002-NT7-will-not-hit-Earth-on-1st-February-2019-and-why-it-is-normal-for-asteroids-to-be-removed-from

Bis 2195 sind die Bahndaten von 2002 NT7 heute im Voraus berechnet. Er kommt uns bis dahin ein paarmal nahe, trifft aber nicht. Hier kannst Du das nachlesen:

https://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=2002%20NT7;old=0;orb=0;cov=0;log=0;cad=1#cad

Den Weltuntergangsverschwörern ist das natürlich genauso wurscht wie bei all den anderen nicht stattgefundenen Weltuntergängen...

Und für den Fall, dass das alles nicht persönlich genug war: Ich bin Astronom und hab' für den 17. Februar schon lange Theaterkarten gekauft. Wenn Du verstehst, was ich meine.... ;-)

Grüße

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Hallo santid83,

nein, so allgemein kann man das nicht sagen.

Ich vermute, dass der Hintergrund der Frage ist, dass Du etwas von Einsteins Äquivalenzprinzip aus der Allgemeinen Relativitätstheorie gehört hast.

Das kannst Du hier ganz genau nachlesen:

http://www.einstein-online.info/vertiefung/AequivalenzLicht@set_language=de.html

Das Äquivalenzprinzip sagt, dass man in einem geschlossenen Kasten nicht durch welches Experiment auch immer rausfinden kann, ob der Kasten mit einer konstanten Beschleunigung beschleunigt wird - oder in einem Schwerefeld ruht. Man kann es auch umformulieren in die Aussage, dass man im Kasten nicht unterscheiden kann, ob man im freien Fall durch ein Schwerefeld fällt oder im schwerelosen Raum ist.

Aus dem Äquivalenzprinzip folgt aber eben nicht. dass Gravitationskraft und Bescheunigungen allgemein dasselbe wären.

Grüße

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Hallo DerMaibock,

nach der Themenkosmetik bin ich natürlich noch eine Antwort auf die eigentliche Frage schuldig.

Das mit der Supernova hat nur indirekt etwas mit der Spektralklasse zu tun. Das liegt allein an der Masse eines Sterns. Nun liegen im Hertzsprung-Russell-Diagramm aber zum Beispiel Hauptreihe und verschiedene Riesenäste übereinander. Das heißt, man findet innerhalb einer Spektralklasse Sterne ganz unterschiedlicher Massen. Und deshalb kann man das nicht allein an der Spektralklasse festmachen.

Besser ist es bei so einer Frage auf die Leuchtkraft-Diagramme zu schauen, wie dieses hier:

https://astro.uni-bonn.de/~deboer/sterne/hrdevol.gif

Das zeigt den Weg verschiedener Sterne von der Hauptreihe in die Riesenäste. Die Faustregel ist, dass ein Einzelstern mit einer Masse von rund 8 Sonnenmassen anfangen sollte, um es zur Supernova zu schaffen.

Wenn Du Dir das in obigem Diagramm anschaust, sind das die Sterne, die auf der Hauptreihe bereits zur O und B-Klasse gehören, die das sicher hinkriegen, bei A reicht die Masse schon nicht mehr:

Sirius A hat eine Masse von etwas über 2 Sonnenmassen. Das reicht nicht, um es allein zur Supernova zu schaffen. Ich gebe jetzt zu, ich bin aus dem Stehgreif überfragt, ob das Doppelsternsystem aus Sirius A und Sirius B eng genug ist für eine SN Ia; aus dem Bauch raus würde ich es bezweifeln. Aber das ist weder wissenschaftlich, noch Deine eigentliche Frage (weil eine SN Ia eigentlich im Sinne der Frage ein fieser Trick durch die Hintertür ist...).

Grüße

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Hallo fregar,

genau genommen ist der Durchmesser des beobachtbaren Universums sogar etwas über 90 Milliarden Lichtjahre.

Und ja, das liegt daran, dass man sogar auch heute noch Punkte im Universum findet, die sich mit Raten über der Lichtgeschwindigkeit voneinander entfernen.

Das messen wir auch von uns aus: Die am weitest entfernten Galaxien weisen Rotverschiebungen auf, die Werten von weit mehr als Lichtgeschwindigkeit entsprechen.

Aber man muss da aufpassen: Eine Geschwindigkeit ist etwas anderes als eine Ausdehnungsrate. Das Universum dehnt sich mit einer bestimmten __Rate__ aus. Wie schnell sich eine Galaxie von uns weg bewegt, hängt dagegen von deren Entfernung ab: Eine konstante Geschwindigkeit ist also nicht angebbar.

Diese Rate ist der Hubble-Parameter, in der älteren Literatur oft als Hubble-Konstante bezeichnet, von etwa 70 Kilometer pro Sekunde und Megaparsec. Das bedeutet, dass so viel neuer Raum im Universum entsteht, dass auf eine Entfernung von 1 Megaparsec (das sind etwas über 3 Millionen Lichtjahre, also etwas weiter als bis zur Andromedagalaxie) pro Sekunde die Entfernung um 70 Kilometer größer wurde.

Und das addiert sich eben auf auf große Entfernungen: Pro Sekunde gibt es etwa 140 km Zuwachs auf 2 Megaparsec und etwa 210 km auf 3 Megaparsec... usw. Hast Du ein paar tausend Megaparsec, addiert sich das zu Zunahmen der Entfernung pro Sekunde, die über der Lichtgeschwindigkeit liegen.

Das bedeutet aber eben nicht, dass sich weit entfernte Galaxien mit Überlichtgeschwindigkeit durch den Raum bewegen. Es ist vielmehr ein Additionseffekt einer Ausdehnungsrate, die zu den hohen Rotverschiebungswerten führt, die zu Werten passen, die weit höher als Lichtgeschwindigkeit sind.

Und deswegen ist das auch kein Verstoß gegen Einsteins Spezielle Relativitätstheorie und die daraus stammende Erkenntnis, dass sich Objekte eben nur langsamer als Lichtgeschwindigkeit durch den Raum bewegen können.

https://www.youtube.com/watch?v=XBr4GkRnY04&t=1s

Grüße

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Hallo Milliberry01,

Schüssler-Salze sind Scheinmedikamente, reine Placebos. Das Verfahren beruht auf völlig unhaltbaren und überholten Vorstellungen über die Vorgänge in unserem Körper.

Hat jemand Erfahrung mit Schüßler-Salze?

Solche "Erfahrungen" sagen leider(!) sehr viel weniger aus, als man landläufig so meint. Auch nach wirkungslosen Mitteln können ja einfach mit der Zeit Besserungen auftreten - besonders wenn eben Alltagsbeschwerden "behandelt" werden, wegen derer man nicht gleich zum Arzt will.

Deshalb kursieren auch zu völlig nutzlosen Mitteln Erfolgsgeschichten. Du bekommst also immer irgendwelche toll klingenden Antworten, egal, ob das Mittel nun wirklich hält, was es verspricht.

Sinnvoller ist es da, sich an die wissenschaftlichen Einschätzungen eines Verfahrens zu halten, weil da eben nicht nur einzelne positiv klingende Fälle herausgepickt werden, wie Rosinen, sondern versucht wird, eine fundierte Gesamteinschätzung des Verfahrens zu geben - im Vergleich mit den Effekten, die eben auch nach nutzlosen Mitteln beobachtbar sind.

Und da muss man klar sagen: Das Verfahren ist schon von der Idee her widerlegt: Dass die Produkte unter der Bezeichnung "Biochemie nach Schüssler" verkauft werden, liegt nur daran, dass der Begriff "Biochemie" nicht gesetzlich schützbar ist. Tatsächlich widerspricht das Verfahren unseren Kenntnissen über die im Körper ablaufenden biochemischen Prozesse.

Die Schüssler-Zubereitungen von der DHU z.B. werden in Verdünnungen D3 (1:1000), D6 (1:1000 000) und D12 (1: 1000 000 000 000) angeboten. Grob überschlagen heißt das, dass man (gerundet) zwei handelsübliche Drogerie-Brausetabletten mit Magnesiumcarbonat zu etwa je 5 Cent vom Mg-Gehalt her durch 1 kg von den Schüssler D3-Tabletten ersetzen kann. Oder durch 1 Tonne von der D6. Oder durch 1 Megatonne von der D12...

Bei derartigen Angaben würde natürlich jeder sofort merken, wie unsinnig das Verfahren ist. Deswegen empfehlen Schüssler-Broschüren vernünftigere "Dosierungen" von 3 bis zu etwa 20 Tabletten am Tag. Die Empfehlungen sind dabei alles andere als einheitlich (was wieder ein Hinweis auf den Placebo-Charakter ist). Wirksam soll dann nicht das enthaltene Mineral sein, sondern eine nicht näher definierte "Information", die der Körper aus den Schüssler-Produkten entnehmen soll.

Worin diese Informationen bestehen, wo und wie der Magen-Darm-Trakt "Informationen" (anstatt wie sonst Kalorien und Mineralstoffe) zu sich nehmen soll, darüber schweigt man sich aus. Man wirft dem Kunden den Informationsbegriff vor die Füße, in der Hoffnung, dass der ihn dann aufgreift und sich selber darunter etwas zusammenreimt - schließlich hofft er ja verzweifelt, dass das Zeug eben doch wirkt. Es ist aber keine Frage der Meinung, ob man Mineralstoffmangel mit Pillen beheben kann, mit denen diese Mineralstoffe nicht besser zugeführt werden als mit Wasser.

Entsprechend gibt es prompt nicht einen einzigen Wirksamkeitsnachweis der Schüssler Produkte. Die Produkte leben von umfangreicher Werbung, die den Verbraucher gezielt über die Unplausibilität und die mangelnde Wirksamkeit im Unklaren lässt, bzw. ihm mit der Selbstbezeichnung "Biochemie nach Schüssler" sogar Wissenschaftlichkeit vorgaukelt. Und sie lebt davon, dass Verbraucher bei vielen Alltagsbeschwerden Besserungen erleben, selbst wenn sie diese mit wirkungslosen Produkten angehen.

Alle wissenschaftlich fundierten Expertisen zum Verfahren fallen ernüchternd aus:

So schreibt der Arzt Theodor Much in seinem Buch "Der große Bluff":

Es handelt sich um eine Nonsense-Therapie, eine Geldverschwendung und auch deswegen nicht unbedenklich, weil bei derartigen Scheintherapien bei ernsten Erkrankungen wertvolle Zeit vergeudet wird.

Im März 2008 hat das Verbrauchermagazin „Öko-Test“ die Salztabletten genauer unter die Lupe genommen und kommt zum Ergebnis:

„Eine Behandlung mit Schüssler-Salzen schadet nicht, kann aber auch nicht empfohlen werden, da das Risiko besteht, dass durch eine alleinige Behandlung mit Schüssler-Salzen ernsthafte Erkrankungen zu spät diagnostiziert oder sogar notwendige medizinische Behandlungen versäumt werden. Der Placebo-Effekt ist wie bei allen anderen alternativen Therapieverfahren aber ein wirksamer Faktor.“

Die Stiftung Warentest schreibt:

Biochemie nach Schüssler ist zur Behandlung von Krankheiten nicht geeignet.

Und Edzard Ernst schrieb:

Schüssler-Salze sind seit Jahren ein kommerzieller Renner – sie enthalten so gut wie nichts, kosten aber ordentlich. Manche meinen vielleicht, dieser Erfolg sei bereits eine Art Nachweis: Wenn nichts helfen würde, würden es die Leute nicht kaufen. Einer kritischen Analyse hält diese Logik jedoch nicht stand. Selbst wenn sich jemand nach der Einnahme von Schüssler-Salzen subjektiv besser fühlt, mag das an Placebo-Effekten liegen. Und natürlich kann man nie wissen, ob der Krankheitsverlauf ganz ohne Therapie nicht ebenso oder vielleicht sogar besser ausgefallen wäre. Fest steht nur Folgendes: Es gibt bis heute keinen Nachweis, dass Schüssler-Salze wirken.

Nachlesen über die "Salze" kannst Du übrigens hier alles Wichtige:

http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Biochemie_nach_Schüßler

Es gibt sehr viele verschiedene Ursachen für Akne. Es kann daher sein, dass ein Mittel, das bisher einigermaßen geholfen hat, auf einmal nicht mehr so gut hilft.

Sinnvoller als es mit einem widerlegten, scheinmedizinischen Placebo zu versuchen, ist da aber, mit dem Hautarzt darüber zu sprechen. Der kann dann schauen, ob man die Dosierung des bisherigen Mittels verändern muss oder ob man etwas anderes probieren sollte. Dann wieder gibt es Phasen, in denen der Körper vermehrt zu Pustelchen neigt - in der Pubertät etwa oder nach anderen Hormonumstellungen im Körper. Das muss man in gewissen Umfang dann abwarten, bis sich die Ursache erledigt hat.

Also: Mit dem Hautarzt den weiteren Weg abzustimmen, das macht sehr viel mehr Sinn als der Einsatz von Placebos. Abwarten kann man auch billiger!

Grüße

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Hallo Sapnupuas,

es ist ja nicht eins, es sind viele...

Eine sehr schöne und einfache Erklärung findest Du hier bei dem Astrophysiker Florian Freistetter:

https://www.youtube.com/watch?v=TR0ftd_VcwA&feature=youtu.be

Ein Schwarzes Loch ist kein Loch.

Es zieht auch nicht alles an.

Ein SL ist der Kern eines ausgebrannten und explodierten sehr massereichen Sterns.

Wenn der Stern in seinem Innern keine Kernfusion mehr betreiben kann, dann hat er nichts mehr, was den Kollaps unter der eigenen Schwerkraft aufhalten kann. Bei sehr massereichen Sternen kommt es zu einer Supernova-Explosion, bei der die äußeren Hüllen abgesprengt werden und der Kern unter seiner eigenen Masse zusammenfällt.

Je nachdem, wieviel Masse der Kern besitzt, entsteht entweder ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch.

Ein Schwarzes Loch ist so schwer, dass die Fluchtgeschwindigkeit höher als die Lichtgeschwindigkeit ist.

Fluchtgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit, auf die man ein Objekt bringen muss, um von der Oberfläche aus die Schwerkraftanziehung des anziehenden Sterns oder Planeten zu überwinden. Bei der Erde sind das zum Beispiel 11 km/s und damit sehr viel weniger als die Lichtgeschwindigkeit. Je massereicher und je kompakter ein Objekt aber ist, desto höher wird diese Fluchtgeschwindigkeit.

Und bei Schwarzen Löchern gibt es halt in der uns bekannten Physik nichts mehr, was den Kollaps der Restmassen des Sterns aufhält... die Oberfläche sinkt deshalb unter die Grenze, an der die Fluchtgeschwindigkeit gleich der Lichtgeschwindigkeit ist. Alles, was sich noch näher annähert, müsste also schneller sein als das Licht, um das Schwarze Loch wieder zu verlassen. Und das geht halt nicht.

Deswegen kommt nicht einmal Licht von unterhalb dieser Grenze heraus. Deswegen ist das "Schwarze Loch" auch "schwarz".

Von weiter Entfernung aber hat es keine andere Anziehungskraft als andere Körper derselben Masse, die kein Schwarzes Loch sein müssen, wenn die Masse eben nicht auf so kleine Volumen konzentriert ist.

Ungefähr klar?

Grüße

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Hallo Kugelschreiber9,

sehr vereinfacht beschrieben, was Aberration ist:

Wenn Du Dein Teleskop gaaaanz genau auf einen Stern ausrichtest, so dass sein Licht genau mittig oben ins Teleskop reinfällt... dann kommt es leider trotzdem nicht mehr genau mittig am Teleskop unten raus, WENN die Lichtgeschwindigkeit endlich groß ist.

Denn dann dauert es einen winzigen Moment, den das Licht vom oberen Ende des Teleskops bis zum unteren Ende des Teleskops braucht. Und in diesem Moment bewegt sich die Erde weiter.

Wenn Du diesen Effekt nicht berücksichtigst, machst Du einen kleinen, aber mit den damaligen Teleskopen eben messbaren systematischen Fehler, wenn Du die Position eines Stern exakt messen willst.

Wenn Du also weißt, wie lang Dein Teleskop ist und wie groß der durch die Erdbewegung entstandene Fehler (das ist die Messgröße), dann kannst Du (über die Bewegung der Erde) ausrechnen, wie lange das Licht im Teleskop drinne war... und damit die Lichtgeschwindigkeit bestimmen.

Die Formel für die Aberration findest Du übrigens hier:

https://www.spektrum.de/kolumne/und-sie-bewegt-sich-doch/1454911

Grüße

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Hallo KUKUK46,

das wird Dich jetzt erstaunen, aber Kopernikus hat tatsächlich fast nichts gerechnet.

Das ist deshalb so, weil er praktisch vor der Erfindung der naturwissenschaftlichen Methode gelebt hat. Erst Newton hat knapp 200 Jahre später Naturbeobachtung und Mathematik verknüpft und somit die moderne Physik begründet, die Mathematik als Sprache nutzt.

Zur Zeit von Kopernikus und Galilei standen qualitative Beschreibungen im Vordergrund. "Formeln" wurden höchstens für sehr einfache mathematische Zusammenhänge gegeben, wie etwa bei dem Dritten Keplergesetz (das mit dem Verhältnis der Umlaufzeiten zu Halbachsen). Wissenschaftliche Veröffentlichungen waren auch keine Sachtexte oder Berichte, sondern wurden oft in Form von Streitgesprächen geschrieben. Also als Gespräch fiktiver Personen, die für oder wider einen Sachverhalt argumentieren. Allein diese Form der Veröffentlichung erscheint uns heute befremdlich und mühsam... von der Verwendung des Lateinischen als Wissenschaftssprache mal ebgesehen.

Kopernikus Originalschrift (De revolutionibus orbium coelestium) ist sehr wohl bekannt und auch erhalten.

Im Wiki-Eintrag dazu (https://de.wikipedia.org/wiki/De_revolutionibus_orbium_coelestium) kannst Du das Wichtigste nachlesen. Wenn Dein Latein besser sein sollte als meines, kannst Du die Schrift sogar in der Wiki-Bibliothek vollständig lesen:

https://la.wikisource.org/wiki/De_revolutionibus_orbium_coelestium

Du wirst eine Menge geometrischer Überlegungen finden und auch Tabellen, aber eben keine Formeln, wie wir es in der modernen Physik gewohnt sind.

Witzigerweise geht es in der Schrift umfangreich um die Präzessionsbewegung des Frühlingspunktes, die Kopernikus ganz richtig als Folge einer Drehbewegung der Erdachse erkennt. Die Planeten lässt er in seiner Arbeit auf Kreisbahnen laufen... und genau hierin lag sein Problem: Kreisbahnen ergaben eine geringere Übereinstimmung mit der Beobachtung als das damalige geozentrische Weltbild mit der Epizykeltheorie. (Das liegt daran, dass mit den Epizykeln letztlich die korrekten Kepler-Ellipsen mathemathisch kompliziert nachgestellt wurden...) Kopernikus musste also davon ausgehen, dass seinem Buch sowohl Vertreter der Kirche als auch Kollegen widersprechen würden. Genau deshalb hat er es erst kurz vor seinem Tod veröffentlicht.

Er hat es also nicht durch "ausprobieren" rausgefunden... es waren allgemeinere Überlegungen und Beobachtungen, die zu jener Zeit - wie auch schon in der Antike - einige Gelehrte davon überzeugten, dass die Sonne in der Mitte sitzt. Auch Kopernikus baute auf älteren Arbeiten auf. Weil er die Bewegung des Frühlingspunktes einbezog, waren seine Arbeiten dann aber Grundlage dafür, für einige Planeten genauere und vor allem einfacher zu errechnende Tabellen zu erstellen (https://de.wikipedia.org/wiki/Prutenische_Tafeln).

So wurde seine Arbeit benutzt, wenn auch zunächst als reines Hilfsmittel, nicht als "neues Weltbild". Das änderte sich dann erst mit Galilei und Kepler. Bei Galilei, weil er die Phasen der Venus richtig deutete, bei Kepler, weil er wirklich aus den damals besten Beobachtungsdaten empirisch (also durch Ausprobieren) das richtige Bewegungsmodell ableitete, es aber noch nicht begründen konnte. Dies schaffte erst Newton.

Grüße

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Hallo 19sven90,

Wenn homöopathische Mittel zur Hauptsache aus Zucker bestehen,

Nicht nur zur Hauptsache.

Ab einer im Sinne der Homöopathie sehr niedrigen Verdünnung - die Homöopathen nennen es "Potenz" - ist es nur noch Zucker und vom Ausgangsstoff ist nichts mehr drin. Nein, auch nicht die von Homöopathen an dieser Stelle ins Spiel gebrachte "Information". Denn bei der handelt es sich nur um einen scheinbar wissenschaftlichen Begriff, der in Wahrheit so verwendet einfach sinnfrei ist.

Dein Arzt hat das also ganz vernünftig und entsprechend der wissenschaftlichen Evidenz dargestellt: Homöopathika sind Scheinmedikamente, sogenannte "Placebos".

Nachlesen kannst Du das hier, in der Stellungnahme der Dachorganisation der Europäischen Wissenschaftsakademien (EASAC) zur Homöopathie:

https://easac.eu/fileadmin/PDF_s/reports_statements/EASAC_Homepathy_statement_web_final.pdf

So lange man Placebos nur bei Beschwerden nimmt, die eigentlich nicht wirklich eine Behandlung nötig haben und problemlos von selber ausheilen, schaden sie nicht und Du kannst, wenn Du magst, die Placebos nehmen und auf Placeboeffekte hoffen. (Die dann übrigens nicht zur Genesung führen, sondern nur zum geduldigeren Warten auf die ohnehin eintretende Besserung. Nur um das klarzustellen.)

Damit wären wir bei Deiner Frage:

könnte man diese dann auch selbst herstellen, quasi daheim in der Küche?

Ja, klar. Bei vielen Homöopathika bekomst Du die Ausgangsstoffe daheim problemlos. Du musst nur nachschauen, was die lateinischen Namen bedeuten. Natrium muriaticum ist zum Beispiel Kochsalz, das Du sicher daheim hast. -Hat tausende Symptome im Arzneimittelbidl. Allium cepa ist Zwiebel - das setzen Homöopathen oft bei Schnupfen ein. Apis mellifica ist lebend zerstampfte Honigbiene. Homöopathen empfehlen es oft bei Entzündungen der Haut. Und mit ein paar Arnika-Blümchen auf der Fensterbank kannst Du daraus eines der am öftesten eingesetzten Homöopathika herstellen....

Als zweites brauchst Du Zuckerkügelchen, die Du aber im Versand bestellen kannst. Hier zum Beispiel:

https://www.glas-artikel.de/rohstoffe/roh-globuli.html?gclid=CjwKCAiA4OvhBRAjEiwAU2FoJTDXOrO8vFLjMbLea9_eIl-o78lMO66Mu92DQYOf-G1PnPtfnKu45hoClpAQAvD_BwE

Rein wissenschaftlich betrachtet sind die identisch mit dem Endprodukt, wenn Du später wenigstens bis zur D24 oder C12 verdünnst. Aber beim Placeboeffekt geht es durchaus auch um das Ritual der Herstellung.

Deswegen musst Du jetzt drittens mit der Zubereitung anfangen.

Der erste Schritt, den Du hierfür tun musst, ist Dich entscheiden, ob Du die Globuli nach Hahnemanns Anweisungen herstellen möchtest oder nach dem "HAB", dem Homöopathischen Arzneibuch. Nach letzterem werden in Deutschland in der Apotheke verkäufliche Globuli hergestellt. Es widerspricht aber in den Verdünnungsvorschriften Hahnemanns Organon.

Zum Beispiel fordert Hahnemann bei den "C-Potenzen" in §270 des Organons, jeweils einen Tropfen der Lösung mit 100 Tropfen Weingeist zu verdünnen. Dagegen wird laut HAB-Vorschrift 1 Teil der vorigen Verdünnung mit jeweils nur 99 Teilen Lösungsmittel aufgegossen und weiterverarbeitet.

Homöopathen stören sich nicht an diesen Widersprüchen. Du musst Dich halt nur entscheiden, nach welchem - aus wissenschaftlicher Sicht ohnehin nicht sinnvollen - Ritual Du vorgehen möchtest.

Raten würde ich zum Organon, denn das ist online für umsonst einsehbar, während Du Dir das HAB wirklich kaufen musst.

§270 (also Dein Kochrezept sozusagen) findet sich hier:

http://www.homeoint.org/books4/organon/org260.htm#p270

Wie Du siehst, musst Du bei festen Ausgangsstoffen zuerst eine Verreibung herstellen. Die ersten drei Verdünnungsschritte wird dann weiter verrieben - und zwar sehr lange. Erst dann wird in Lösungsmittel aufgelöst und dann verschüttelt und verdünnt, immer im Wechsel.

Also schon aufwendig, aber grundsätzlich kein Problem.

Als letzten Schritt spritzt Du Dein Schüttel/Verdünn-Ergebnis dann auf die Rohglobuli. Üblich ist es da, nochmal im Verhältnis 1:100 zu verdünnen, also auf 10 g Zuckerkügelchen 0,1 g der Lösung... so ungefähr ein Sprühstoß aus der Blumenspritze.

Trocknen lassen. Fertig ist Dein ganz persönliches Placebo!

Viel Spaß dabei!

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Hallo Anonymasagne99,

irgendwo hast Du den Kommentar geschrieben

Mein physiklehrer hat mal gesagt, dass wenn jemand ein paar tage lang im weltraum ist und zurück kommt, dass sein bruder älter aussieht.

Nicht ganz...

Ich nehme mal an, Dein Physiklehrer eher so was in die Richtung gesagt:

Du hast Zwillinge, nennen wir sie der Einfachheit halber Terry und Spacy. Als Zwillinge sind die beiden gleich alt. Spacy steigt nun in ein Raumschiff und macht eine lange und vor allem schnelle Reise. Sein Raumschiff sollte schon mit Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit unterwegs sein. Terry bleibt daheim auf der Erde. Wenn Spacy schließlich zurückkommt und sagt, dass für ihn gerade mal 3 Jahre vergangen sind, sagt Terry, dass auf der Erde sehr viel mehr Jahre vergangen. Terry ist nun auch viel älter als Spacy.

Das hat aber nichts mit dem Weltraum zu tun. Wäre Spacy 3 Jahre auf der ISS gewesen oder auch auf dem Mond oder dem Mars, also mit Geschwindigkeiten unterwegs, die sehr weit weg sind von der Lichtgeschwindigkeit, dann hätte sich da im Alter zwischen den beiden kein merkbarer Unterschied ergeben.

Es liegt an den Effekten, die Einsteins Spezielle Relativitätstheorie beschreibt, wenn Spacy sehr viel weniger gealtert ist, wenn er mit Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit unterwegs war.

Einstein beschreibt in seiner Speziellen Relativitätstheorie, wie zwei Beobachter in zwei zueinander mit konstanter Geschwindigkeit bewegten Bezugssystemen die Zeit beim jeweils anderen Bezugssystem vergehen sehen.

Hier ist das erklärt und hergeleitet:

https://www.leifiphysik.de/relativitaetstheorie/spezielle-relativitaetstheorie

Ich spare mir deswegen hier mal die Herleitung und schreib' gleich das Ergebnis hin:

Δt_Terry = Δt_Spacy / Wurzel ( 1 - (v/c)²)

Für Geschwindigkeiten, die seeehr viel kleiner sind als die Lichtgeschwindigkeit c merken wir davon gar nix. Dann ist v/c ungefähr Null und damit der Ausdruck in der Wurzel ungefähr 1 und damit vergeht für beide Beobachter die Zeit beim jeweils anderen gleich schnell wie bei sich selber.

Je näher Spacy an der Lichtgeschwindigkeit ist, desto wichtiger wird der Effekt.

Nehmen wir mal an, Spacy ist mit 50% der Lichtgeschwindigkeit unterwegs, dann ist v/c = 0,5 und damit

Δt_Terry = Δt_Spacy / Wurzel ( 1 - (0,5)²) = 1, 8 * Δt_Spacy

Dann ist also für Terry schon fast die doppelte Zeit vergangen, wie für Spacy.

Ist Spacy sogar mit 90% der Lichtgeschwindigkeit unterwegs, dann ist

Δt_Terry = Δt_Spacy / Wurzel ( 1 - (0,9)²) = 27, 7 * Δt_Spacy

Wäre Terry also 3 Jahre mit 0,9 c unterwegs, dann wäre er um 3 Jahre gealtert, für den "ruhenden" Terry wären inzwischen aber über 83 Jahre vergangen. Kein Wunder also, wenn Terry da nun älter ausschaut als sein Zwilling.

Wichtig: Beide haben zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, dass ihre eigene Zeit ganz normal vergeht. Spacy merkt unterwegs gar nichts davon.

Wenn das jetzt zu schnell war beim Erklären, kannst Du Dir hier

http://www.einstein-online.info/einsteiger/spezRT/index.html@set_language=de.html

mal die "Einsteiger-Seiten" für die Spezielle Relativitätstheorie durchlesen.

Grüße

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Hallo Anonymasagne99,

das Problem liegt halt am Wunsch der "einfachen Erklärung". ;-)

Wenn es in die Tiefen der Theoretischen Physik geht, wenn man von Kopplungsfeldern und Phasenübergängen erzählen müsste, dann muss halt auch der Zuhörer ein bissi "Sitzfleisch" aufbringen. ;-)

Ich hab' es hier in dieser Antwort mal versucht, die Idee der Inflation einigermaßen verständlich zu beschreiben. Schau' mal rüber:

https://www.gutefrage.net/frage/wie-konnte-es-zum-urknall-kommen-wenn-vor-dem-urknall-nichts-war#answer-301626520

Ich denke, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, ist es als allererstes das Wichtigste, sich von falschen Vorstellungen zu lösen. Zum Beispiel:

Der Urknall ist keine Explosion. Es ist der Beginn der Ausdehnung des Raums. Die Abstände im Universum werden größer, weil zwischen den Galaxien mehr und mehr Raum entsteht.

Der Urknall findet nicht an einem bestimmten Ort im Raum statt. Jeder Ort im heutigen beobachtbaren Universum war schon beim Urknall "da", nur waren einfach alle Orte näher beisammen.

Und ganz wichtig ist es, sich den Urknall nicht von "außen" vorzustellen. Ein expandierendes Universum setzt genauso wenig ein "außen" voraus, wie ein nicht expandierendes, weil die Ausdehnung eben daher kommt, dass im Universum neue Raumzeit entsteht. Das Universum dehnt sich nicht in etwas hinein aus, es dehnt sich in sich selbst aus.

Wenn Du so viel vom Urknall verstanden hast, bist Du schon recht gut.

Urknall bedeutet, dass das Universum in einem heißen, dichten Anfangszustand begonnen hat. In diesem Anfangszustand war der Raum, den das heutige beobachtbare Universum eingenommen hat, sehr winzig. Er war sehr gleichmäßig dicht mit hochenergetischer Strahlung erfüllt, weil die Energiedichte eben sehr hoch war. Weil eben im Prinzip alles drin war, was heute im beobachtbaren Universum auch noch drin ist.

Und dann fängt dieser Anfangszustand an, sich auszudehnen. Dadurch kühlt es ab und im Universum beginnt der Ablauf verschiedener irreversibler Prozesse in Folge dieser Abkühlung. Die Entstehung von Materie zum Beispiel. Alle sichtbare Materie ist in den ersten paar Minuten entstanden.

Der Urknall ist sehr gut nachgewiesen (u.a. Rotverschiebung der entfernten Galaxien, kosmische Hintergrundstrahlung, Elementhäufigkeiten,...) und auch zeitlich sehr gut eingegrenzt: Das Universum ist etwa 13,8 Milliarden Jahre alt.

Leider ist der Urknall auch ein Beobachtungshorizont: Wir können nicht darüber hinaus beobachten, weil da eben Raum, Zeit und auch unsere Physik erst beginnen, definierbar zu sein. Deswegen gibt es auch nur Hypothesen, wie die ersten Sekundenbruchteile des Urknalls abliefen - also wie er "zustande kam".

Man kann nur aus unserer sich bestätigenden Physik heraus Modelle entwickeln, was denkbar wäre - und dann schauen, ob die ein Universum "ausspucken", das unserem gleicht, wenn man sie sauber durchrechnet. Ein solches Modell - die Inflation - habe ich eben versucht, in der Antwort oben etwas zu erklären. Aber das ist halt auch irgendwie der Punkt, wo es "ins Eingemachte" geht und wo ein paar Effekte der Quantenphysik gebraucht werden. Ich versuche es einmal möglichst anschaulich - und etwas unsauber - über die Heisenbergsche Unschärferelation zu erklären.

Auf der Ebene der allerkleinsten Dinge, in der Quantenwelt, sind manche Größen nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt. Das bedeutet aber auch, dass "Nichts" auf dieser quantenmechanischen Ebene ein brodelndes "Etwas" ist. Ständig entstehen virtuelle Systeme und zerfallen wieder. Sie können nicht länger existieren, weil sie ihre Energieschuld ans Nichts zurückzahlen müssen.

Würde jetzt in dem kurzen Moment, in dem so ein virtuelles System existiert, ein Prozess ablaufen bei dem genug Energie frei wird, dann kann das System real werden und existieren. Im Modell der Inflation läuft in dem System ein sogenannter "Phasenübergang" ab, der sehr viel Energie liefert.

Einen Phasenübergang kennst Du vielleicht vom "unterkühlten Wasser": Sehr reines Wasser kann man deutlich unter Null Grad abkühlen, obwohl es da eigentlich schon gefroren sein sollte. Aber ohne Verunreinigungen findet sich im Wasser nur schwer eine Stelle, an der das Durchfrieren losgehen kann. Das Wasser bleibt dann auch unter Null Grad flüssig, ist aber damit praktisch in einem "falschen Zustand".

Schüttelt man so eine Flasche, bilden sich winzigste Luftbläschen... und die wirken als Keimstellen, an denen sich Eiskristalle bilden können. Und das ganze Wasser friert wirklich schlagartig zu.

Im Inflationsmodell braucht es zum Urknall ein virtuelles System, das zufällig in so einem "falschen Zustand" ist und dann innerhalb seiner kurzen virtuellen Existenz in den richtigen, energetisch günstigeren Zustand rutscht. Das setzt einerseits die nötige Energie frei... und erzeugt während des Überganges in den energetisch günsigeren Zustand auch noch den abstoßenden Druck, den wir für den Beginn der Ausdehnung des Universums brauchen.

Vielleicht versuchst Du noch einmal den Vortrag von Harald Lesch hier, in dem das Ganze etwas ausführlicher erklärt wird:

https://www.youtube.com/watch?v=k7P8XYM2jd4&t=1s

Grüße

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Hallo giveanswer,

Mit der Aussage, dass vor dem Urknall "nichts" war, meinen Physiker lediglich, dass nichts von dem, was wir im Universum kennen, als gegeben vorausgesetzt werden kann, wenn es um das "wie" des Urknalls geht.

Unser Raum, unsere Zeit, unsere Physik, all das entsteht mit dem Urknall. Das bedeutet aber nicht, dass "gar nichts" existierte. Nur kann die Physik keine durch Beobachtungen belegte Aussage darüber machen, bzw. nachweisen, was existierte. - Weil der Urknall eben ein Beobachtungshorizont ist.

Es gibt verschiedene physikalische Hypothesen - doch diese sind anders als naturwissenschaftliche Theorien im Universum nicht direkt an der Natur testbar und deshalb spekulativ. Alles, was wir hier machen können, ist eine saubere Extrapolation: Man rechnet die hypothetischen Modelle durch und schaut, ob "unten" ein Universum rauskommt, das so ist, wie unseres. Und ja, derartige Modelle gibt es.

Es ist also - um das noch einmal zu betonen - nicht so, dass es nicht plausible Modelle gäbe, die zu Beobachtungen führen, wie wir sie im jungen Universum machen - es ist aber notgedrungen so, dass naturwissenschaftliche Beobachtung nur innerhalb des Universums möglich ist und wir so nicht entscheiden können, ob und wenn ja welches der Modelle tatsächlich zutrifft.

Plausible Ideen über den Urknall gehen von einer Art Quantenschaum aus, in dem es über die Heisenbergsche Unschärferelation zu Phasenübergängen kommen kann. Unser Universum wäre dann die Folge eines solchen Phasenüberganges.

In diesen Modellen kommt es also zum Urknall, weil wegen der Heisenbergschen Unschärferelation die Natur exakte Werte nicht "festzurren" kann. Auch den Wert Null nicht. In dieser Vorstellung kann gar nicht "Nichts" sein, weil "Nichts" auf der Quantenebene, also auf der allerkleinsten Ebene, ein brodelndes "Etwas" ist.

Eines davon ist die sogenannte Inflation: Ein Inflatonfeld, das von einem angeregten Zustand in einen anderen Zustand wechselt, kann für die unglaublich kurze Dauer dieses Phasenüberganges einen negativen - also abstoßenden Druck aufbauen, der zu einer unheimlich schnellen Expansion der Raumzeit für sehr, sehr kurze Zeit sorgt.

Ein möglicher Kandidat für dieses Inflatonfeld wäre das Higgsfeld, von dem wir seit der Entdeckung des Higgsbosons 2012 wissen, dass es existiert. Es ist aber keineswegs gesichert, dass es der richtige Kandidat ist.

Sehr vage beschrieben schaut das Ganze mit dem Higgsfeld als Inflatonfeld so aus:

In der Quantenfeldtheorie sind alle Elementarteilchen Anregungszustände von Feldern. Das gilt auch für Kraftfelder. Das Higgs-Teilchen ist der Anregungszusatnd des Higgsfeldes.

Das Higgsfeld hat aber eine ganz besondere Eigenschaft: Wenn man es anregt - also Energie zuführt - dann nimmt es den Wert Null an; im Grundzustand verschwindet es nicht, hat einen Wert verschieden von Null und wechselwirkt mit den Elementar-Teilchen - was ihnen letztlich die Eigenschaft "Masse" verleiht.

Unmittelbar nach dem Urknall - wir reden wirklcih von den allerersten Sekundenbruchteilen - ist das Universum eben extrem heiß und dicht. Bei dieser extremen Energiedichte schwankt der Wert des Higgsfeldes um den Wert Null und die Elementarteilchen sind masselos. Das gilt auch für die Kopplungsteilchen der Kraftfelder, die dadurch nicht mehr unterschieden werden können.

Ununterscheidbare Kopplungsteilchen bedeuten Vereinheitlichung der physikalischen Wechselwirkungen - bekannter unter dem Namen "Grand Unified Theories (GUT)"; es gibt nicht die heute 4 bekannten Kräfte (Gravitation, Schwache WW, Elektromagnetische WW, und Starke WW), sondern eine einzige physikalische Kraft.

Erst die Abkühlung des Universums durch minimale Ausdehnung kann dazu führen, dass das Higgsfeld in den Grundzustand wechselt. Dann hat es einen Wert verschieden von Null und verleiht den Teilchen Masse. Die Kraftteilchen werden unterscheidbar und die physikalischen Wechselwirkungsarten frieren aus.

Bei dieser Abkühlung kann das Higgsfeld sehr, sehr kurzzeitig im instabilen Zustand des Wertes Null verharren. Einen ähnlichen Effekt kennt man vom unterkühlten Wasser: Sehr sauberes Wasser bleibt ohne Kristallisationskeime bis unter den Gefrierpunkt flüssig. Eine kleine Erschütterung reicht dann schon, um es schlagartig gefrieren zu lassen, weil sich dabei winzigste Bläschen bilden an denen die Eiskristallbildung einsetzt und sich schlagartig ausbreitet, weil der gefrorene Zustand bei dieser Temperatur eigentlich der günstigere ist.

Genauso verharrt im Modell auch das Higgsfeld in einem falschen Vakuumszustand für die wenigen Sekundenbruchteile, die es dauert, bis sich das Feld umstrukturiert hat und in den neuen Quantenzustand gewechselt ist. In diesem falschen Zustand erzeugt es einen enormen abstoßenden Druck, eine abstoßende Kraft, die den gesamten Raum innerhalb von 10^-35 bis 10^-32 Sekunden nach dem Urknall um das 10^30 bis 10^50 fache aufbläht.

Diese schlagartige Ausdehnung in den ersten Sekundenbruchteilen ist die "Inflation". Selbstverständlich dehnt sich das Universum auch danach weiter aus - aber eben nicht mehr derart schlagartig.

Nachzulesen ist das genauer als von mir hier beschrieben hier

http://www.spektrum.de/lexikon/astronomie/inflation/197

Oder Du lässt es Dir ausführlich von Josef Gaßner erklären:

https://youtu.be/hrJViSH6Klo

Ein anderes Beispiel wäre übrigens das "Ekpyrotische Universum" nach dem das Universum infolge des Zusammenstoßes zweier Branen entstanden ist. Branen, das sind multidimensionale Gebilde aus der Stringtheorie.

Im Rahmen der Stringtheorie ist unser Universum das Ergebnis eines Zusammenstoßes zweier solcher "Weltenbranen". Manchmal wird das Ekpyrotische Universum als Alternativmodell zum Urknall bezeichnet. Das ist streng genommen aber nicht richtig: Es ist nur eine alternative Vorstellung zur eben geschilderten Inflation, nicht zum Urknall selbst.

Grüße

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Hallo Johanneshi,

da möchte ich es doch angelehnt an einen Satz von Treebeard aus dem "Herrn der Ringe" sagen:

Es ist ein absurder Gedanke, dass einem etwas "gehören" könnte, was ein paar hundert Millionen mal so alt ist, wie man selbst... und auch noch mal so viel älter werden wird.

Die Erde "gehört" niemandem.

Sie wird lediglich vorrübergehend von uns und anderen Tierarten bewohnt.

(Womit ich gleich noch richtig gestellt habe, dass der Mensch ins Tierreich mitten rein gehört...)

Grüße

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Hallo AldoradoXYZ,

um es mit einem Satz zu sagen: Weil die Übereinstimmung zu gut ist (die Schwankungen sind meines Wissens etwa in der Größenordnung 10^-4), um "nur" durch ähnliche Entwicklung und ähnliche Randbedingungen erklärt zu werden.

In dem Wiki-Text, den Du in der Frage verlinkt hast, ist der entscheidende Satz weiter unten im Text zu finden: Ich zitiere von dort:

Der Temperaturunterschied ist so gering, dass es erst vor kurzem möglich war, Instrumente zu entwickeln, die diese Differenzen zu messen imstande sind. Diese Tatsache stellt ein ernsthaftes Problem dar, denn wenn das Universum mit nur leicht unterschiedlichen Temperaturen in verschiedenen Gebieten begonnen hatte, dann hätte es keine Möglichkeit geben dürfen, dieses einheitliche Temperaturniveau zu erreichen, das zum heutigen Zeitpunkt zu beobachten ist. Gemäß der Quantenphysik müsste aufgrund der Heisenbergschen Unschärferelation dieser anfängliche Temperaturunterschied tatsächlich seit dem Urknall fortbestehen, da es auf der anderen Seite ebenso als unmöglich erachtet werden kann, dass sich das Universum überall mit genau den gleichen Eigenschaften ausgebildet hat.

Die Inflation würde das Horizontproblem elegant lösen.

Grüße

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Hallo viv648,

Wie wäre

"Welche Gefahren birgt das scheinwissenschaftliche Auftreten der Intelligent Design-Bewegung in den modernen Medien für Schüler?"

"Reicht der heute im Lehrplan stehende Umfang des Evolutionsunterrichtes aus, damit Schüler die Scheinwissenschaftlichkeit und die Unhaltbarkeit der Intelligent Design-Bewegung erkennen können?"

"Warum ist Intelligent Design auch aus Sicht der Religionswissenschaft unhaltbar?

Wären jetzt so Fragestellungen, die mir einfielen... Vor allem aber: Es sollte zu dem passen, was Du schreiben willst. Insofern kann man Dir da wahrscheinlich nur wenig helfen, wenn Du das, was Du zu schreiben gedenkst, nicht näher umreißt.

Grüße

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Hallo Eddcapet,

Yeah! Warum soll es den Chinesen besser gehen als den Amerikanern mit ihren technischen Leistungen? Nur fair, dass dazu ganz ähnliche und ähnlich logische Verschwörungen konstruiert werden.

Zudem ist die Mondrückseite beleuchtet, wie kann das sein?

Was hast Du denn bisher gedacht, welche Seite vom Mond beldeuchtet ist, wenn bei uns Neumond ist?

Würde mich ernsthaft interessieren. Schreibst Du mir das in einem Kommentar hin? Biiiiittte!

Und danach schaust Du Dir bitte dieses Bild hier an, das veranschaulicht, wie die Mondphasen entstehen...

http://aktuelle-sonne.de/Mondphasen.pdf

Die Erde ist der blaue Kreis in der Mitte. Numer 1 ist der Mond bei Neumond, das Sonnenlicht kommt von Oben am Bild.... Jetzt klar, wie es sein kann, dass die Mondrückseite beleuchtet ist?

Das passiert ihr sozusagen jeden Monat...

Grüße

P.S.: Peinlich das Bild von Iorveth als Avatar. Elben sind naturverbunden und hätten so was gewusst, erst recht der kluge Iorveth.

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