Hallöle, ich bin W16 und habe eine Frage zu Angst vor der Meinung anderer Menschen.
Als ich mit 11 Jahren auf die Mittelschule (die mittelschule geht bei und von der 6. bis zur 8.) kam, wurde meine Klasse neu zusammengestellt. Viele Schüler kannte ich nicht. Damals fehlte ich wegen einer Lebensmittelintoleranz häufiger in der Schule, bevor die Ursache gefunden wurde. Einige Mitschüler machten immer wieder Kommentare darüber, dass ich oft fehle oder angeblich nur Tests ausweichen wolle. Es war kein Mobbing, aber die Bemerkungen hörten nicht auf und ich begann mich dafür zu schämen. Später fanden sie andere Gründe um mich aufzuziehen zb dass mein bruder viel sauft, ich schlecht in Präsentationen bin (weil ich immer stottere und rot werde). Ich hatte ständig Angst, wieder darauf angesprochen zu werden und fing an die schule zu hassen.
Später machte ein ehemaliger Kindergartenfreund vor der ganzen Klasse einen Witz über mein Lachen und sagte, ich würde wie eine Hexe lachen. Ich tat so, als wäre es mir egal, fing später aber an zu weinen (es passierte einfach, ich wollte keine Aufmerksamkeit). Als meine Klasse das bemerkte, kamen ALLE (außer er) zu mir und machten mir Komplimente. Sie wollten nett sein, aber ich fühlte mich dadurch nur noch unwohler. Von diesem tag an wurde dieser kindergartenfreund von allen ausgeschlossen,obwohl er einer von den beliebtesten war. Bis heute denke ich manchmal daran und versuche mein Lachen zu unterdrücken.
Seit der Mittelschule habe ich große Angst davor, was andere über mich denken. Schon kleine Kommentare können mich tagelang beschäftigen. In einem Restaurant bin ich auch mal im Klo zusammengebrochen. Ich weiß nicht warum ich hab mich aber wieder geschämt und nach 5 Minuten kamen meine freundinnen rein. Meine ausrede war dass ich ausgelaufen (periode) bin. Ich weiß nicht, warum ich hab nicht wirklich geweint. Es war mehr ein unkontrolliertes Atmen, ein starkes zittern, tränen und schmerzen in meiner brust und kopf.
Heute gehe ich aufs Gymnasium (das Gymnasium geht bei uns von der 9. bis zur 13. klasse) und habe viele Freunde. Trotzdem hatte ich vor allem am Anfang große Probleme mit Bus und Zug. Für die Schule musste (immernoch) ich jeden Tag lange Strecken fahren. Wenn ich allein unterwegs war (sehr oft noch) und Leute lachten, flüsterten oder mich ansahen, bekam ich sofort Panik und dachte, sie würden über mich reden. Mein Herz raste, meine Knie zitterten und ich wollte einfach nur unsichtbar sein. Ich hatte sogar Angst, mein Handy oder meine Kopfhörer herauszunehmen. Mit Freunden hatte ich diese Angst dagegen fast nie. Mittlerweile ist es besser geworden, aber sie ist immer noch da.
Ich hab meine Angst mit öffentlichen Verkehrsmitteln erst dieses jahr „besiegt“ fühle mich aber immer noch schutzlos…..
Auch zu Hause ist es schwierig. Mein Vater macht oft abwertende Kommentare über andere Menschen. Zum Beispiel sagte er nach einer Straftat, dass „immer die @usländ3r“, obwohl meine Mutter selbst aus Ungarn kommt. Wenn ich widerspreche, macht er sich oft darüber lustig. „Jaja du bist ja so sozial haha“ haha ja sehr lustig…
Er weiß auch, dass ich sehr schüchtern bin, hat mich aber einmal gezwungen, mit Gästen zu reden, obwohl ich kurz davor war zu weinen. Währenddessen hat er gelacht…
Ich glaube er ist N@rz!stisch, wenn ich mit ihm streite stellt er sich immer in die opferolle. „Man muss immer mir die schuld geben. Kannst aber nicht mal an zwei Hasen vorbei gehen ohne zu zittern“ aua… auf meine Ängste anzuspielen macht dich nicht besser. Im zimmer weine ich dann, weil er ja im grunde recht hat aiaiaiii
Heute meinte er, dass ich eine $törung habe. Ich weiß nicht, ob das darauf bezogen war oder weil es mich stört, dass er mit offenem Mund isst. Es macht mich fertig, es tut weh ich weiß nicht warum. Alle wissen, dass ich das hasse. Und trotzdem macht mein Vater das. Ich sags ihm immer wieder, und er fäbgt an zu lachen und macht es mit Absicht lauter ODER wieder Opferrolle. Ich fange an ihn an zu schreien oder stürme aus der Tür, weil ich das nicht mehr hören kann und er meint, dass ich überreagieren, empfindlich bin und er die Schuld bekommt, weil ich schlecht gelaunt bin.
Wenn jemand etwas dicker ist, muss er wieder etwas sagen,aber nicht nur einen Satz.Nein, er macht einen Vortrag und das neben mir bitte halt einfach deine Fre$$e. Er ist selbst nicht der fitteste und ein dreckiger Alkoholiker. Ja, ich liebe ihn, aber er verbringt mehr Zeit in der Bar, als mit seiner Familie. Das war aber schon immer so, „stört“ mich mittlerweile nicht mehr.
Tut mir leid, dass ich am ende so vlm thema abgewichen bin aiaiaiii
Vor Kurzem meinte eine Freundin aus dem Gymnasium, ich sollte einmal eine Therapie machen, weil sie glaubt, dass ich soziale Ängste habe. Das hat mich SOOOOOO überrascht, weil ich ihr NIE solche Dinge erzählt habe.
Kennt das jemand oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Bitte seit ehrlich, ich brauch wirklich Hilfe und weiß nicht was ich machen soll. Es macht mich fertig. 🙏🏻