Wer hat das Christkind erfunden?

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Das Christkind stammt von Luther. Aber bei uns in Süddeutschland gibt es beide. Nikolaus und Christkind. Die Katholiken haben gerne das Christkind mit übernommen und die Protestanten eben auch den Nikolaus. Der Nikolaus ist ohnehin international viel bekannter, das Christkind ist eher im deutschsprachigem Raum angesiedelt. Der Nikolaus ist dagegen in vielen Ländern wie z.B. in den USA zum Weihnachtsmann mutiert.

Ich danke allen und fasse zusammen:

1) Offenbar ist niemand dafür, das Christkind abzuschaffen.

2) Martin Luther soll den Anstoß für die Einführung des Christkinds gegeben haben. Die zeitliche Entwicklung dieses neuen Brauches steht geschichtswissenschaftlich noch in den Sternen. Die Antworten zu dieser Einführung sind offenbar zu wenig genau oder falsch.

3) Der Nikolaus bescherte noch im dritten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts die Kinder im Hause Luther. Das belegt eine Haushaltsrechnung der Eheleute Luther mit einer Ausgabe für „Niclasgeschenke“. Quelle: Volkskundlerin Erika Kohler.

4) Verbote der Niklausbräuche der "Altgläubigen" wurden irgendwann später erlassen – von den Räten protestantischer Städte, nicht durch Luther.

5) Offenbar sprach sich Luther für die Verehrung des Christkinds neben dem Nikolaus aus:

Gleichwie man die kindlin gewenet, das sie fasten und beten und jr kleiderlin des nachtes ausbreiten, das jn das Christkindlin odder Sanct Nicolas bescheren sol.“

Neben dem Nikolaus erwähnte Luther also das Christkind als Gabenbringer. 

luther2017.de/kr/wiki/reformation-in-der-weihnachtsstube/martin-luther-soll-das-christkind-erfunden-haben/

6) Erika Kohler stellt in ihrer Untersuchung über „Martin Luther und der Festbrauch“ fest, dass Luther seit 1531 seine Familie auch im Namen des „Heiligen Christ“ bescherte, was auf das später daraus entstandene "Christkind" hinweist.

7) Auch die Volkskundlerin Sabine Wienker-Piepho sagt, dass Martin Luther die Erfindung des Christkindes nur angestoßen habe, andere hätten sie ausgeführt: „Das war ein kultureller Prozess.“

(u.a. nach Wikipedia)

Im Mittelalter wurden die Kinder am Nikolaustag (6. Dezember) oder am Tag der unschuldigen Kinder (28. Dezember) beschenkt; die Bescherung am Heiligabend bzw. am ersten Weihnachtsfeiertag, wie sie heute üblich ist, gab es damals noch nicht. Die Protestanten lehnten jedoch die Heiligenverehrung – und damit auch die Verehrung des heiligen Nikolaus – ab. Daher ersetzte mit hoher Wahrscheinlichkeit Martin Luther im 16. Jahrhundert den Nikolaus durch den „heiligen Christ“ (Jesus Christus) und verlegte die Beschenkung auf den 25. Dezember. Andernorts – wie in der reformierten Schweiz – fand die Bescherung bis ins 19. Jahrhundert am Neujahrstag statt.[6][7] Über die Jahre entwickelte sich die Bezeichnung „Christkind“ und die Vorstellung als engelsgleiche Erscheinung.[8] Das Christkind verselbständigte sich zusehends und die Verbindung zu Jesus Christus wurde immer unklarer.[9] In der reformierten Schweiz wurde es – entsprechend dem hier (früher) gültigen Bescherungstag – denn auch zum Neujahrskind.[10] Die engelsgleiche Darstellung hat ihren Ursprung vermutlich in weihnachtlichen Umzugsbräuchen und Krippenspielen, bei denen häufig eine Engelsschar von einem „Christkind“ angeführt wurde.[11][12] Das Christkind verbreitete sich zunächst im evangelischen Deutschland. Später breitete sich der Brauch ins Rheinland, dann zusammen mit Adventskranz und Weihnachtsbaum nach Bayern und Österreich aus.

Diese Entwicklungslinie wurde aber von zwei entgegenlaufenden gekreuzt: Einerseits wurde das Christkind in Nord- und in Teilen von Mitteldeutschland bei den Protestanten immer mehr vom Weihnachtsmann abgelöst, anderseits verdrängte das Christkind in der Schweiz immer mehr den Nikolaus (Chlaus). So war es nicht nur in der katholischen, sondern auch in Teilen der reformierten Schweiz im 18. und 19. Jahrhundert der Chlaus, der in den Tagen um Weihnachten oder an Silvester die Geschenke brachte.[6] Noch Ende des 19. Jahrhunderts wurde in der reformierten Schweiz das Christkind an manchen Orten als „katholisch“ bzw. als Import aus dem katholischen Süddeutschland empfunden.[13] Im 20. Jahrhundert wurde der Nikolaus jedoch auch hier vom Christkind verdrängt. Somit ist das Christkind hauptsächlich einerseits in mehrheitlich katholischen Gebieten wie Österreich, Bayern, den katholischen Teilen Baden-Württembergs und den Rheinlanden, anderseits aber auch in den traditionell evangelischen Regionen Frankens, Baden-Württembergs, der Pfalz und Hessens sowie in der Deutschschweiz überhaupt verbreitet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Christkind

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5. Wie denkt Gott über das Schenken und Feiern an Weihnachten?

Der Brauch: Charakteristisch für Weihnachten ist, dass man sich meist gegenseitig beschenkt. Außerdem typisch für die Weihnachtszeit: Partys, üppiges Essen und Trinken.

Sein Ursprung: Im alten Rom dauerten die Saturnalien vom 17. bis zum 24. Dezember; an diesem Tag wurden Geschenke ausgetauscht. In den Häusern und auf den Straßen ging es hoch her: Es wurde geschlemmt, gezecht und Krawall gemacht. Nicht lange nach den Saturnalien feierte man den ersten Tag im Januar, was sich oft über drei Tage zog. Wahrscheinlich waren die Saturnalien und der erste Januar ein zusammenhängendes Fest.

Was die Bibel sagt: Freude und Großzügigkeit kennzeichnen die wahre Religion. „Seid fröhlich, ihr Gerechten, und jubelt“, heißt es in der Bibel (Psalm 32:11, Schlachter). Freude und Freigebigkeit gehen oft Hand in Hand (Sprüche 11:25). „Beglückender ist Geben als Empfangen“, sagte Jesus Christus (Apostelgeschichte 20:35). Und er gebot: „Übt euch im Geben“ — oder anders ausgedrückt: „Macht es euch zur Gewohnheit“ (Lukas 6:38).

Dieses Geben hat weder etwas mit einem Ritual noch mit Zwang zu tun, etwa durch gesellschaftliche Verpflichtungen. Die Bibel schildert wirkliche Freigebigkeit wie folgt: „Jeder soll so viel geben, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat. Es soll ihm nicht Leid tun und er soll es auch nicht nur geben, weil er sich dazu gezwungen fühlt. Gott liebt fröhliche Geber!“ (2. Korinther 9:7, Gute Nachricht Bibel). Wer die wertvollen biblischen Grundsätze umsetzt, gibt, weil er es von Herzen gern tut, und das nicht nur zu einer bestimmten Zeit im Jahr. Diese Art des Gebens wird zweifellos von Gott gesegnet und ist niemals eine Last.

Ein Zerrbild

Im Licht der Bibel zeigt sich, dass praktisch jedes Detail von Weihnachten entweder heidnischen Ursprungs ist oder eine Verzerrung biblischer Aussagen. Weihnachtsbräuche sind also nur dem Namen nach christlich. Wie kam es dazu? Wenige Jahrhunderte nach dem Tod Christi traten zahlreiche falsche Lehrer auf, so wie die Bibel es vorausgesagt hatte (2. Timotheus 4:3, 4). Diesen gewissenlosen Männern war es wichtiger, das Christentum für die heidnischen Massen attraktiv zu machen, als die Wahrheit zu lehren. Daher übernahmen sie immer mehr heidnische Feste und versahen sie mit dem Etikett „christlich“.

Solche „falschen Lehrer“, warnt die Bibel, werden „versuchen, euch mit raffinierten Lügen für sich einzunehmen. Doch das Urteil über sie ist längst gesprochen; ihr Verderben wird nicht auf sich warten lassen“ (2. Petrus 2:1-3, Neue Genfer Übersetzung). Jehovas Zeugen nehmen diese Worte ernst — so, wie sie die ganze Bibel als das geschriebene Wort Gottes ernst nehmen (2. Timotheus 3:16). Daher lehnen sie unbiblische religiöse Bräuche oder Feste ab. Entgeht ihnen deshalb etwas? Ganz im Gegenteil! Wie die folgenden Berichte zeigen, können sie nur bestätigen, wie befreiend die Wahrheit der Bibel ist.

Quelle:

Erwachet, Dezember 2010, Seite 7-8

Vielen Dank. Aber ich habe nicht gefragt, wer Wikipedia und die Zeugen Jehovas erfunden habe.

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@Aischylos
ich habe nicht gefragt, wer Wikipedia und die Zeugen Jehovas erfunden habe.

Darüber habe ich auch kein Wort geschrieben?

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@Aischylos

Vielleicht versuchst Du es mal mit einer Brille?

Von dem, was Du da gelesen haben willst steht nichts in der Antwort - ehrlich!!

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