Hallo Erde761,

für einen Christen dürfte es eigentlich keine Frage sein, ob der biblische Bericht über Noah und die Sintflut wahr ist oder nicht.

Warum nicht?

Weil kein geringerer als Jesus Christus selbst auf dieses Ereignis Bezug nimmt - und zwar nicht nur in einer Randbemerkung, sondern in einem ernsten Hinweis darauf, wie oberflächlich und fahrlässig Menschen mit göttlichen Warnungen umgehen.

Damals wie heute.

In Matthäus 24:3 wird er nach einem Zeichen für das nahende „Ende der Welt“ (Luther) gefragt, und in seiner umfangreichen Antwort  schildert er u.a. in den Versen 37-39 wie Gottlosigkeit und den Unglauben, so „wie es in den Tagen Noahs war“, der für die allermeisten Menschen das Ende bedeutet hatte  bzw. das Ende bedeuten wird.

Als Jesus diese Warnung äußerte und festhalten ließ, lagen die Ereignisse um Noah und die Sintflut bereits über 2.000 Jahre in der Vergangenheit. Dennoch waren sie   - wie Jesus zeigt - als aufrüttelndes Beispiel hochaktuell und sie sind es heute, weitere 2.000 Jahre nach Jesu Worten,  mehr denn je. Warum? Wie sie der „Zeit des Endes“ wegen bewahrt wurden - und mehr noch: denn inzwischen sind sie in rund 3.000 Sprachen übersetzt und buchstäblich bis in die entferntesten Teile der Erde verbreitet worden. (Apostelgeschichte 1:8)

Dennoch halte heutzutage viele Menschen den Bericht über eine Sintflut für einen Mythos. Vielen erscheint es zum Beispiel unerklärlich zu sein, woher die gewaltigen Wassermassen kamen, um  „. . . die Schleusen der Himmel zu öffnen . . .“ und dadurch eine ganze Erde zu überschwemmen. Wenn man sich allerdings die Zeit nimmt, die Bibel auch zu dieser Frage gründlich zu untersuchen, ist man überrascht, dass sie für die Antwort auf diese und viele weiteren Fragen   - sowohl im AT als auch im NT  -  genügend Informationen enthält.

Deshalb hat bspw. nicht nur Jesus Christus, sondern auch der Apostel Petrus unter göttlicher Inspiration beschrieben, dass viele Personen willentlich, wörtlich: „ihrem Wunsche gemäß“,  die Tatsache außer Acht lassen, dass diese Flut wirklich stattgefunden hat. Aus dem gleichen Grund sind sie auch unempfänglich für die Warnung, dass „die Himmel und die Erde, die jetzt sind“, aufbehalten sind auf einen ähnlichen „Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen“ (2.Petrus 3:5-7).

Und nicht zuletzt schreibt auch der Apostel Paulus in Hebräer 11:7 „. . . Durch Glauben bekundete Noah Gottesfurcht, nachdem er eine göttliche Warnung vor Dingen erhalten hatte, die noch nicht zu sehen waren, und errichtete eine Arche zur Rettung seiner Hausgemeinschaft; und durch diesen Glauben verurteilte er die Welt, und er wurde ein Erbe der Gerechtigkeit, die gemäß dem Glauben ist.“

Gott sorgte also damals dafür, dass Menschen und Tiere bewahrt wurden. Deshalb gebot er Noah, eine Arche zu bauen, und gab ihm dazu auch eine genaue Bauanleitung. Der Schwimmkörper sollte demnach ein rechteckiger  Kasten werden, der (umgerechnet)  133,5 m lang, 22,25 m breit und 13,35 m hoch sein sollte (nachzulesen in 1. Mose 6:14, 15). Er sollte bei steigendem Wasserstand einfach nur aufschwimmen; mehr nicht.  Da dieser „Kasten“ drei Geschosse hatte, verfügte er über eine Bodenfläche von rund 8 500 qm und über ein Fassungsvermögen von rund 34 000 m3.  Raum genug, um bspw. 445 mittleren gedeckten Güterwagen oder 10 Zügen mit jeweils mindestens 44 Wagons Platz zu bieten.

https://plus.google.com/photos/photo/116507369066877286449/6646133339445946706

Wäre die Flut nur örtlich begrenzt gewesen, dann wäre es nicht notwendig, ein Bauwerk mit derartigen Ausmaßen zu errichten, stattdessen hätte Noah einfach in eine Gegend ziehen können, die von der örtlichen Flut nicht betroffen worden wäre.

Da allerdings Jesus Christus selbst, und auch seine Apostel  - wie schon erwähnt - die Flut ohne Wenn und Aber bestätigt, gibt wirklich keinen Grund, den Sintflutbericht leichtfertig als unglaubwürdig abzutun. Stattdessen sollte man sich sorgfältig mit dem vertraut machen, was die Bibel in 1. Mose 7:11, 12, 17-24 und vielen anderen Texten über das Ausmaß der Flut sagt.

https://www.pinterest.de/pin/834291899698498912/

Eine umfassende Zusammenstellung aller Daten und Fakten findest Du unter „Eine weltweite Flut — Wie berührt sie dich?“

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen weiter.

Ich wünsche es Dir

und außerdem alles Gute

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo lila147

Eine Antwort auf Deine Frage wäre unvollständig, würde sie nicht auch und vorab auf den außergewöhnlichen Hintergrund der Bibel eingehen:

Denn in der Tat überragt Gottes Wort alles andere, was jemals geschrieben wurde.

Das betrifft sowohl ihre Entstehungsgeschichte, als auch ihren siegreichen Überlebenskampf, vor allem aber ihren Inhalt, der über weite Strecken aus vorausgeschriebener Geschichte besteht; aus Zukünftigem also, dass sich erfüllt hat oder gegenwärtig erfüllt oder in Kürze erfüllen wird. Und nicht zuletzt begründet sich ihre Einzigartigkeit in ihrer beispiellosen weltweiten Verbreitung - bis hin zu den „entferntesten Teilen der Erde“ (Apostelgeschichte 1:8).

Sie hat zwar 40 Schreiber aber nur einen Verfasser. Und allein ihm - dem Verfasser - verdanken alle an der Niederschrift Beteiligten, dass sie im Laufe von 1.600 Jahren an einem Dokument mitgestalten durften, durch dessen Seiten sich von der ersten bis zu der letzten ein konkreter roter Faden zieht. Und inzwischen gehört diese „göttliche Bibliothek“ mit ihren rund 3.000 Sprachen zu dem - mit großem Abstand - am häufigsten übersetzten Schriftgut.

Alle diese und noch viele weitere Superlative sind kein Zufall, sondern Konzept - und einer der Schreiber sagt daher über den Autor: „Er sendet seine Rede zur Erde; mit Eile läuft sein Wort . . .“ (Psalm 147:15-18) - und es erreicht jeden, aber auch wirklich jeden, der sich von ihm erreichen lässt. Sie ist also weit, weit mehr als nur eines der Bücher, von denen die Welt überschwemmt wird.

Ihre Intention, das also, was durch dieses ´Buch der Bücher´ erreicht werden soll, formuliert niemand treffender als ihr Verfasser selbst – er beschreibt es im Zusammenhang mit ihrem Ursprungszeugnis, und mit den folgenden wenigen Worten:

„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.“ (2. Timotheus 3:16, 17) 

Das also ist Zweck und Ziel, dass sich nämlich der „Mensch Gottes“ - als vernunftbegabtes Geschöpf durch seine enge Bindung an seinen Schöpfer zum „Nachahmern Gottes“ (Epheser 5:1) erziehen lässt  -  um sodann „völlig tauglich und vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“ zu sein; und zwar für jedes gute Werk, das es in Verbindung mit Gottes Plänen zu tun gibt. 

Anders formuliert: die Bibel informiert Dich und mich über Gottes Vorhaben mit seiner irdischen Schöpfung, dem „Zuhause“ für uns Menschen, der Heimat, die er  - wie versprochen - so wieder herstellen wird, wie sie ursprünglich schon einmal gestaltet war - und (!) er lädt durch sein Wort jeden Einzelnen dazu ein, daran einen Anteil zu haben.

Nur sein Wort besitzt dieses Monopol: Denn allein durch die Bibel erfahren wir, was Gott mit seiner Erde vorhat - und wer darauf wohnen darf! (Matthäus 7:21-23)

https://www.pinterest.de/pin/834291899698405139/

Die Darstellung auf diesem Bild zeigt den krassen Gegensatz zwischen unserem Heimatplaneten, wie er sich heute darstellt und wie er nach Gottes Willen künftig sein wird:

Nachfolgend daher einige Stichworte aus den vielen biblischen Aussagen, die genau das zum Ausdruck bringen:

Offenbarung 11:17, 18 . . .Gott wird „die verderben, die die Erde verderben.“

Jesaja 65:17, 18 „. . . Denn siehe, ich schaffe neue Himmel und eine neue Erde; und die früheren Dinge werden nicht in den Sinn gerufen werden, noch werden sie im Herzen aufkommen. Doch frohlockt und freut euch immerdar über das, was ich schaffe . . .“

Psalm 37:29 und Matthäus 5:5 „Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen“

Matthäus 24:14 „. . .Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.“

2. Petrus 3:13 „Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen.“

Offenbarung 21:1-4 „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, . . . Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

Und nun - mit dieser meiner Antwort  -   lila147 -  sende ich Dir nicht mehr, als eine grobe Skizze - aber auch nicht weniger!

Stelle bitte weitere Nachforschungen an - und wenn ich Dir dabei helfen kann, lasse mich das bitte wissen.

Viel Erfolg und alles Gute

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort
Jesus ist nicht Gott!

Hallo joerosac

WENN Jesus Gott wäre . . .“ - mit diesem Zweifel beginnt Deine Frage - und das völlig zu Recht!

Da Jesus nicht der allmächtige Gott ist, sondern dessen Sohn, erübrigen sich alle Spekulationen im Hinblick darauf, was der Vater kraft seiner Allmacht alles hätte anders machen können, als es geschehen ist.

Die biblischen Belege für diese einfache Wahrheit räumen in ihrer Gesamtheit und bei objektiver Betrachtung jeden Zweifel darüber aus. 

Zu diesen Belegen gehören u.a. die über 300 Prophezeiungen im AT, die des Vaters Absicht, seinen Sohn auf die Erde zu senden, vorhergesagt haben und sogar viele Details benennen wann, wo und unter welchen Umständen das geschehen werde.

Zwei dieser Umstände werden von Dir erwähnt - und auf die gehe ich kurz ein:

Du schreibst (und ich merke an) „Die Geburt im Stall [in Bethlehem] spielt bei genauer Betrachtung doch  gar keine  eine erhebliche Rolle“, denn die Umstände seiner Geburt waren Jahrhunderte im Voraus vorhergesagt, um  - wie alle übrigen Vorhersagen auch - den Messias [Gesalbten Gottes] eindeutig identifizieren zu können.

So wird bspw. berichtet, dass   Herodes alle Oberpriester und Schriftgelehrten des Volkes versammelte und sich bei ihnen erkundigte, wo der Christus geboren werden sollte.  Sie sagten zu ihm: „In Bẹthlehem in Judạ̈a;  denn so ist durch den Propheten [Micha 5:2 - 700 vor Christus] geschrieben worden: ‚Und du, o Bẹthlehem vom Land Juda, bist keineswegs die unbedeutendste Stadt unter den Statthaltern Judas; denn aus dir wird ein Regent hervorgehen, der mein Volk Israel hüten wird.‘ “  (Matthäus 2:4-6)

Das ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam, denn (1.) gab es in Israel zwei Orte namens Bethlehem und nur einer davon lag in Judäa  - und (2.) wohnten Jesu Eltern gar nicht in Bethlehem, sondern im 150 km nördlich davon gelegen Nazareth - und weilten nur wegen einer angeordneten Volkzählung in diesem Bethlehem in der Nähe Jerusalems.  

Und daher berichtet Johannes 1:45 „Wir haben den [Jesus] gefunden, von dem Moses [1.500 Jahre zuvor] im GESETZ und die PROPHETEN schrieben, Jesus, den Sohn Josephs, von Nạzareth.

Außerdem schreibst Du (und ich ergänze): „Dass er als 12jähriger im Tempel diskutierte ist doch völlig nebensächlich . . .“ - pardon, aber nein, das ist es nicht, denn für einen an der Wahrheit interessierten Bibelleser ist auch die Schilderung dieses Ereignisses ein weiterer Hinweis auf das Vater/Sohn Verhältnis zwischen Jesus und seinen Vater. 

Als nämlich seine Eltern den zwölfjährigen nach langem Suchen endlich im Tempel gefunden hatten, wunderte der sich und sagte: „Wie habt ihr mich nur suchen können? Wusstet ihr nicht, dass ich im Haus meines Vaters sein muss?“ (Lukas 2:49)

Bedenke bitte: Vom Vater inspiriert wurde auch dieser Satz seinerzeit aufgeschrieben und eben dieser Vater sorgte dann dafür, dass dieser Bericht - inzwischen in rund 3.000 Sprachen übersetz - der ganzen Welt (auch online) zugänglich ist. 

Warum wohl?

Trotzdem noch einmal zu Deiner Einleitung: „WENN Jesus Gott wäre . . .“ . . . dann wäre bspw. die folgende Klarstellung aus Jesu eigenem Mund unnötig:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch [Schriftgelehrten]: Der Sohn kann gar nichts aus sich selbst tun, sondern nur das, was er den Vater tun sieht. Denn was immer jener tut, das tut auch der Sohn in gleicher Weise.  Denn der Vater hat Zuneigung zum Sohn und zeigt ihm alle Dinge, die er selbst tut, und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, so dass ihr euch wundern mögt. Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet überhaupt niemand, sondern er hat das gesamte Gericht dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, so wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.  Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen“ (Johannes 5:19-24).

Die Sachlage wäre also an sich eindeutig, wenn es den nicht geben würde, über den in 2. Korinther 4:3-5 berichtet wird: „Wenn nun die gute Botschaft, die wir verkündigen, tatsächlich verhüllt ist, so ist sie unter denen verhüllt, die zugrunde gehen, unter denen der Gott dieses Systems der Dinge [der Teufel] den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit das erleuchtende Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus, der das Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahle“

Solange also der Teufel noch sein Unwesen treibt, ist es für einen gottergebenen Menschen äußerst wichtig, auf der Hut zu sein, damit er auf Irrungen wie diese nicht hereinfallt:

Die Bibel kommentiert diese Verirrungen in 1. Johannes 2:22:

„Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus [vom Vater Gesalbte] ist? Das ist der Antichrist, derjenige, der den Vater und den Sohn leugnet“

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen ein Stückchen weiter.

Viel Erfolg und alles Gute

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo Moronia,

gern wollte ich Dir mit einer einfachen Verlinkung weiterhelfen, erhalte dann aber diese Meldung:

Da also meine ursprüngliche Antwort u.a. als „obszön“ eingestuft wird, muss ich sie wohl etwas umformulieren - und dann lautet sie so:

„ . . . da Du ja nichts darüber sagst, welches Hellblau Du meinst, poste ich Dir hier ein Kongress-Video, dort kannst Du Dir (etwa bei 4:50) eine Taufe anschauen.

Vielleicht wirst Du ja einen frisch gefärbten Täufling, der Deinen Verdacht erhärtet - und schon hättest Du eine weitere sinnvolle Beschäftigung . . . Gell

Statt des Links nenne  ich Dir nun diesen Suchtext:

2014 International Conventions of Jehovah's Witnesses

Google realisiert dann das, was für GF zu obszön ist.

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo glmgr

mit Deiner Frage triffst Du zwar in dem Drittel der Menschheit, die sich „Christen“ nennen, einen empfindlichen Nerv; aber alle anderen von Dir aufgezählten Religionen betrifft das mindestens ebenso. Es ist nämlich nicht so sehr von Bedeutung, was man für seine Religion tut, sondern von wirklicher Bedeutung ist, was man für den alleinwahren Gott tut.

Zunächst jedoch die Christenheit:

Jesus Christus,  der Begründer des Christentums weist in den Evangelien unzählige Male und ganz bewusst darauf hin, dass die bloße Behauptung ein Christ zu sein keinesfalls ausreicht;  sie wird erst authentisch, wenn sie durch entsprechende Taten glaubhaft wird.

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“, ist eine der markantesten „Faustregeln“ Jesu. Sie ist  in Matthäus 7:20 nachzulesen (hier nach der Neue Genfer Übersetzung)

Eine der auffälligsten negativen Früchte  dieses christlichen Teils der Menschheit sind zwei derart welterschütternde  Kriege, dass die Geschichtsschreibung sie „Weltkriege“ nennt.   Ausgerechnete die so genannte Christenheit hinterlässt mit diesem Gemetzel die breitesten Blutspuren in der Menschheitsgeschichte,  denn beide Schlachten wurden von „Christen“ gegen „Christen“ angezettelt, präzise durchorganisiert und brutal  „bis zum letzten Blutstropfen“ durchgestanden. Abermillionen Menschen -  größtenteils Christen - verloren dabei ihr Leben, ihre Gesundheit, ihren Besitz  und ihren Glauben.

Das waren keine Taten für - sondern Taten gegen ihren Glauben.

 Wie konnte es dazu kommen?

Zwei Ursachen stechen besonders hervor:  

Zum einen ist es die beispiellose Zerstrittenheit all deren, die eigentlich Christen sein wollen, denn Zwietracht und Streit sind es im Besonderen,  die  dieser unchristlichen Entwicklung Vorschub geleistet haben. Es  sind absolut keine christlichen Merkmale, sondern eher Erkennungszeichen eines Antichristen. Sie sind  das genaue  Gegenteil von dem, was Jesus Christus lehrte.  Ihm war es ein Herzensanliegen, dass seine Nachfolger ihre innige brüderliche Verbundenheit bewahren mögen. Noch kurz vor seinem Tod hat  er deshalb seinem Vater in einem inbrünstigen Gebet die Bitte vorgetragen: „Heiliger Vater, wache über sie [seine Nachfolger] um deines Namens willen, . . .  damit sie eins seien, so wie wir [Vater und Sohn] es sind“. (Johannes 13:35 und 17:11)

In völliger Missachtung dieses Ur-Christlichen Grundsatzes hat sich die „Christenheit“,   besonders im Laufe der letzten hundert Jahre,  in Sage und Schreibe rund 41.000 Konfessionen zersplittert. Sie verhöhnt damit nicht nur Jesu zitiertes besondere Anliegen, sondern auch noch einen weiteren biblischen  Grundsatz, nämlich:   „Es gibt für Christen  nur einen Herrn, nur einen Glauben und nur eine Taufe. Und ihr kennt nur den einen Gott,  den Vater von allem, was lebt.“  (Epheser 4:5, 6 Gute Nachricht Bibel)

 Dann ist da noch die zweite - eng damit verknüpfte - Ursache: Ihre Uneinigkeit in der Lehre.  „Ihr Heuchler!“ - so Jesu Worte auch zu diesem Problem -  schon „Jesaja hat euch gemeint, als er sagte:  `Diese Menschen ehren mich mit ihren Worten, aber nicht mit ihrem Herzen.  Ihre Anbetung ist nutzlos,  denn sie ersetzen die Gebote Gottes durch ihre eigenen Lehren.´« (Matthäus 15:9 Neues Leben. Die Bibel)

„Eigene Lehren“, die  in vielfältiger Form von den Lehren der Bibel abweichen, sind unvermeidlich Auslöser für Spaltungen, Streit, Uneinigkeit bis hin zu den schon erwähnten Kriegen.

Ein aktuelles Beispiel ist auch Deine Vermutung: die Annahme nämlich, dass  alle Menschen in den Himmel kommen - denn Du fragst, „was müssen sie [Christen] tun, um in den 'Himmel' zu kommen?“

Die Bibel aber lehrt gar nicht, dass alle Menschen in de Himmel kommen - die Christenheit jedoch hat auch zu diesem Thema „ihre eigenen Lehren“ - und beharrt darauf, obwohl beispielsweise Jesus in Matthäus 5:5 sagt:  „Glücklich sind, die auf Frieden bedacht sind, denn sie werden die ganze Erde besitzen.“ (Hoffnung für alle)  Dieses sehr komplexe Thema hier zu erörtern würde allerdings den Rahmen sprengen.

„Eigene Lehren“ allerdings sind auch das Merkmal  aller nichtchristlichen Religionen. Und auch für sie gilt Gottes Standpunkt (wie oben zitiert) „Ihre Anbetung ist nutzlos, denn sie ersetzen die Gebote Gottes durch ihre eigenen Lehren.“ 

Und deshalb betrifft die Frage, was wir für Gott tun, alle anderen von Dir aufgezählten Religionen mindestens ebenso.

Es gibt nun mal nur einen Gott! Jesus nennt ihn nicht nur seinen Vater, sondern auch „Herrn des Himmels und der Erde“ (Matthäus 11:25)  Folgerichtig  geht die Frage, was Menschen für ihre Religion tun - oder genauer: was Gott von seinen Geschöpfen erwartet, diese Frage geht  nicht nur Christen an,  sie geht  alle Menschen an.   

Die Bibel erklärt dazu zwar, dass es der ausdrückliche Wille „Gottes, unseres Retters ist,  dass alle Arten von Menschen gerettet werden . . .“ aber sie erklärt auch,  dass Gottes Wille ist, dass solche Menschen  „zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen“ - und dies genaue Erkenntnis lautet:  „. . . da ist   e i n  Gott  und  e i n  Mittler  zwischen Gott und Menschen,  ein Mensch, Christus Jesus“  (1. Timotheus 2:3-5)

Wie wird sich diese genaue Erkenntnis  auf die Menschheit - und nicht nur auf die Christenheit - auswirken?

Auch dazu, wie sich schlussendliche diese klaren Maßstäbe der Bibel auf uns und die ganze Menschheit auswirken werden,  auch dazu enthält Gottes Worte klare Antworten. Wer sie  aufmerksam liest, darüber nachdenkt und darauf reagiert  kann zu den relativ Wenigen gehören, die Gottes Wohlgefallen erlangen können.

Zwei dieser Prophezeiungen sind besonders unmissverständlich.

Beide stammen von Jesus Christus.

In der einen  stellt er der Menschheit zwei Möglichkeiten in Aussicht: eine relativ bedingungslose, die von vielen bevorzugt wird - ABER geradewegs ins Verderben führt und demgegenüber eine zweite, sehr bescheidene und gottergebene, die Gottes Billigung findet -  und zu einem endlosen Leben führt. 

Wörtlich sagt er:   »Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und ebenso die Straße, die dorthin führt. Viele sind auf ihr unterwegs. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal. Nur wenige finden ihn

Einige Verse danach erklärt Jesus dazu noch:  »Nicht alle, die zu mir [Jesus] sagen ›Herr, Herr‹, werden in Gottes neue Welt kommen, sondern nur die, die auch tun, was mein Vater im Himmel will.“  (Matthäus 7: 13, 14, 21-23  Gute Nachricht Bibel).

Was also müssen nicht nur Christen, sondern alle Menschen tun?  

Antwort  „. . .das, was mein [Jesu]  Vater im Himmel will!“

Und was ist der Wille Gottes, unseres Schöpfers?

Gebündelt kommt  Gottes Wille in zwei Geboten zum Ausdruck, die Jesus als die größten bezeichnete:

Das Erste: Gott und seine Gebote über alles lieben und wertschätzen

und das ebenbürtige  Zweite: 

Jeden Nächsten so wie sich selbst zu lieben, zu achten und wertzuschätzen. 

(Nachzulesen in Matthäus 22:35-40)

Also:  Menschen aller Arten und Herkunft, alle auch, die Du in Deiner Frage aufzählst,  stehen vor diesen beiden Möglichkeiten  -  und, wie Du vielleicht bemerkt haben wirst, sind es wenige, denen das gelingen wird.

Soweit Jesu erste unmissverständliche Antwort.

Die zweite ist nicht weniger treffend aber kürzer, denn darin bestätigt Jesus „nur“ noch einmal, dass es relativ wenige sein werden -  das allerdings, schildert er recht anschaulich.

Jesus verweist auf das Beispiel der Sintflut und sagt:

„Damals vor der großen Flut aßen die Menschen und tranken und heirateten, wie sie es gewohnt waren – bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging. Sie begriffen nicht, was ihnen drohte, bis dann die Flut hereinbrach und sie alle wegschwemmte. So wird es auch sein, wenn der Menschensohn kommt“. (Matthäus 24:38, 39  Gute Nachricht Bibel)

Es waren damals sehr wenige, „die auch taten, was mein Vater im Himmel will“ - genau genommen waren es nur Acht Menschen . . .

Was ergibt nun die Summe dieser Antwort auf Deine Frage?

Die Menschheit - und nicht nur die Christen, die allerdings besonders -  sind aufgefordert Gotte Willen zu tun!

Es geht nämlich um einen Gott und Schöpfer,  um einen Globus,  um eine Menschheit und um einen Mittler zwischen Gott und dieser Menschheit. Er, der Mittler, sorgt dafür das eine  Bibel als Gottes Botschaft an seine Geschöpfe verfügbar ist, und das in allen Sprachen und allen Winkeln unserer Welt.

Sie ist absichtlich deutlich weiterverbreitet als irgendein anderes wichtiges Dokument - und sie lässt jeden Menschen,  der es erfahren möchte, wissen, was ER,  dem wir unser Dasein verdanken, von uns erwartet.

Nicht etwa das, was irgendwelche anderen Religionen tun oder nicht tun ist der Maßstab, dem Du oder ich oder die Menschheit verpflichtet wären. Nein, allein der Wille des „alleinwahren Gottes“ - wie Jesus seinen Vater in Johannes 17:3 nennt, ist das was wir kennen lernen und was wir tun müssen.

Mehr nicht, aber auch nicht einen Deut weniger.

Viel Erfolg und alles Gute

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort
Ja, es ist eindeutig!

Hallo joerosac,

Das Wort Gottes als Ganzes ist an die gesamte Menschheit gerichtet. Deshalb ist es auch seinem  -  Gottes  - Einfluss zu verdanken, dass es auf der ganzen Erde in rund 3.000 Sprachen verfügbar ist. Kein anderes Dokument ist auch nur annähernd so weit verbreitet.

Und genau das trifft auch auf die Teile zu, die erster und zweiter Petrus genannt werden.

Und da es eben dieser Petrus war, der unter göttlicher Inspiration nicht nur „Deine“ Texte, sondern auch eine „neue Welt“ voraussagen durfte, drängt sich geradezu die Überlegung auf, wie es denn dort wohl aussehen wird  - und inwieweit Deine Zitate damit zusammenhängen.

Die Antwort findet man in 2. Petrus 3:13: „Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen.“ - Und es versteht sich von selbst, dass es sich dabei um Gottes Ansicht über Gerechtigkeit handelt, nicht über die teils recht verworrenen Ansichten vieler Menschen. Und daher ist es sicherlich einleuchtend, dass Menschen  - egal welcher Herkunft und Weltanschauung -   die sich so verhalten, wie es dort beschrieben (und von Dir zitiert) wird, zu dieser neuen Welt keinen Zutritt erhalten werden.

Dieses Verständnis wird auch dadurch erhärtet, dass im Kontext dieses Zitates (Verse 5-7) auf das Beispiel der Sintflut   - aus dem „Alten Testament“ - verwiesen wird, die damals durch das Wort Gottes ausgelöst wurde. Dort heißt es dann weiter : (Vers 6 ff) „ . . . und durch diese Dinge wurde die damalige Welt vernichtet, als sie mit Wasser überflutet wurde. Aber durch dasselbe Wort sind die Himmel und die Erde, die jetzt sind, aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen“ (2. Petrus 3:5-7)

Wenn Du nun bitte  -  und vor diesem Hintergrund - noch einmal Deine Zitate im Zusammenhang des ganzen Kapitels 2  (Zwei) liest, dann werden Dir sicherlich folgende Hinweise auffallen:

2. Petrus 2 Vers 2:  Die dort erwähnten falschen Propheten, die  „unauffällig verderbliche Sekten einführen  werden sogar den Besitzer verleugnen, der sie erkauft hat“ sind Personen, die - mit anderen Worten - Jesu Loskaufsopfer nicht anerkennen und schon deshalb nicht wirklich Christen sind. (vergleiche bitte mit Hebräer 9:11, 12).

Dann weisen die Verse 4 bis 8 auch schon in diesem Kapitel (ein erstes Mal) auf das Beispiel der Sintflut und auf das Beispiel Sodom’s hin, und machen mahnend darauf aufmerksam, dass Gott „sich nicht davon zurückhielt, eine ehemalige Welt zu strafen, sondern Noah, einen Prediger der Gerechtigkeit, mit sieben anderen in Sicherheit hielt, als er eine Sintflut über eine Welt gottloser Menschen brachte . . . und er befreite den gerechten Lot, der schwer bedrängt war durch den zügellosen Wandel von Personen, die dem Gesetz trotzten . . .“

In den dann folgenden 14 Versen führt der Apostel eine ganze Reihe von Beispielen solcher  Menschen an, die im hebräisch geschriebenen Teil der Bibel (im AT) dadurch aufgefallen sind, dass sie Gottes Grundsätze grob missachteten - und die von Dir zitierten Texte zeigen auf, was unser Schöpfer von solchen Menschen hält   - sofern sie sich als unverbesserlich erweisen.

Der Vers 9 ermuntert deshalb dazu, es ihnen nicht gleich zu tun, denn  „Jehova weiß Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung zu befreien, Ungerechte aber für den Tag des Gerichts zu ihrer Abschneidung aufzubehalten“

Zusammenfassend lässt sich das also etwa so ausdrücken:

Da es das Vorhaben unseres himmlischen Vaters ist, seine Erde wieder zu dem zu machen, was sie zur Zeit des Garten Edens schon einmal war, liegt es auf der Hand, das Friedensstörer und gottlose Menschen dort nicht willkommen sind.

Das Fazit dieser ernst zu nehmenden Informationen  findet sich ebenfalls im Kontext der zitierten Texte, nämlich in  2. Petrus 3:11-13:

„Da alle diese Dinge so aufgelöst werden, was für Menschen solltet ihr da sein in heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit, indem ihr die Gegenwart des Tages Jehovas erwartet und fest im Sinn behaltet, durch den die Himmel im Feuer aufgelöst werden und die Elemente vor Gluthitze zerschmelzen werden!  Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen . . .“

Bliebe noch die Frage, warum es so viel Religionen gibt, die von alledem nichts zu wissen scheinen . . .

Viel Erfolg beim Lösen dieser neuen Frage . . .

. . . und alles Gute

----------------------------------------------------------------------------------------------------------

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort
Das sind heidnische Bräuche und daher abzulehnen.

 Hallo joerosac

Die von Dir zitierten Texte sollten jedem Christen nahelegen, einmal gründlich darüber nachzudenken, wie Gottes Wort Geburtstagsfeiern einordnet.  

Völlig zu Recht erwartet nämlich unser Schöpfer, dass sich ein Christ bemüht, geistig erwachsen zu werden, um die Grundsätze erkennen zu können, die bspw.  in dem von Dir  erwähnten Bericht über den Geburtstag des Herodes enthalten sind.

Wer das außer Acht lässt, den rügt die Bibel u.a. mit diesen Worten:

„Über ihn [Jesus] haben wir viel zu sagen, und es ist schwer zu erklären, da ihr am Gehör stumpf geworden seid. Denn in der Tat, obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, benötigt ihr wieder jemand, der euch von Anfang an die elementaren Dinge der heiligen Aussprüche Gottes lehrt; und ihr seid solche geworden, die Milch benötigen, nicht feste Speise. Denn jeder, der Milch zu sich nimmt, ist unbewandert im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger.  Die feste Speise aber gehört reifen Menschen, denen, die ihr Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt haben zur Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht.“ (Hebräer 5:11-14)

Zur Frage selbst: Weil sie so oder ähnlich immer mal wieder zur Diskussion ansteht, hatte ich auf einen älteren aber aktuellen vorbereiteten Text zurückgreifen wollen, der sogar zu allen Quellen und Belegstellen verlinkt war; doch dann erhalte ich diese Meldung:

Also müssen wir uns der konservativen Denkweise der GF-Moderatoren beugen und auf die Vorzüge moderner Technik verzichten.

Hier also meine Antwort „zu Fuß“:

Geburtstagsfeiern haben heidnische Ursprünge. Gemäß Funk & Wagnalls Standard Dictionary of Folklore, Mythology and Legend gehen solche Feiern auf den Glauben zurück, dass „böse Geister und Mächte diejenigen, die Geburtstag haben, angreifen können“. Weiter heißt es: „Die Gegenwart von Freunden und das Aussprechen guter Wünsche helfen dabei, den, der Geburtstag hat, vor den unbekannten, alles durchdringenden Gefahren zu schützen.“ In dem Buch The Lore of Birthdays [Das Volkswissen über Geburtstage] wird außerdem berichtet: „Die Aufzeichnungen über Geburtstage waren im Altertum wichtig, weil man das Geburtsdatum zum Stellen eines Horoskops brauchte“, was zur „mystischen Lehre der Astrologie“ gehörte. „Geburtstagskerzen haben gemäß dem Volksglauben besondere magische Kräfte in Bezug auf die Erfüllung von Wünschen.“

Nun ist bibelkundigen Christen sehr wohl bekannt, dass Magie, Wahrsagerei, Spiritismus und dergleichen in der Bibel klar verurteilt werden  (5. Mose 18:14; Galater 5:19-21). Zum Beispiel verurteilte Gott die alte Stadt Babylon unter anderem deshalb, weil Astrologie, eine Form der Wahrsagerei, dort weit verbreitet war (Jesaja 47:11-15). Auch ohne die Ursprünge von jedem einzelnen dieser Bräuche zu erforschen, wird ein christliches Wahrnehmungsvermögen solche  grundsätzlichen biblischen Hinweise nicht einfach ignorieren.

Die ersten Christen feierten daher auch keine Geburtstage. Im Wörterbuch der deutschen Volkskunde heißt es: „Im Frühchristentum wurde der Geburtstag für heidnische Sitte gehalten“. Die Bibel sagt ausdrücklich, dass alle Christen dem Vorbild der Apostel und Jünger Jesu aus dem ersten Jahrhundert folgen sollten (2. Thessalonicher 3:6).

Der einzige biblisch festgelegte Gedenktag für Christen ist kein Geburtstag, sondern ein Todestag — der Todestag Jesu (Lukas 22:17-20). Das ist eigentlich nicht überraschend, denn in der Bibel heißt es: „Der Tag des Todes [ist besser] als der Tag, an dem man geboren wird“ (Prediger 7:1). Jesus blieb Gott bis zum Tod treu und hat sich dadurch einen guten Namen bei ihm gemacht; damit war Jesu Todestag bedeutender als sein Geburtstag (Hebräer 1:4).

Außerdem steht nirgendwo in der Bibel, dass ein Diener Gottes einen Geburtstag gefeiert hätte. Das wurde nicht einfach nur vergessen, denn außer an der von Dir zitierten  Stelle  berichtet die Bibel lediglich über eine weitere Geburtstagsfeier, die zudem von Heiden, Ungläubigen also, von Personen, die nicht an Jehova glaubten, gefeiert wurde. Es waren die Geburtstage des Pharaos und des Herodes. Und nicht zuletzt hält die Bibel im Zusammenhang mit beiden Feiern ausdrücklich fest, dass jeweis ein Mensch gewaltsam zu Tode gebracht wurde, ein Rahmen also, der nicht einmal den Hauch einer christlichen Feier auch nur andeutet. Ganz im Gegenteil  (siehe bitte 1. Mose 40:20-22; Markus 6:21-29).

Und nun hoffe ich, dass Dir diese Anregungen weiterhelfen.

Alles Gute

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort
Teilweise muss man es wörtlich nehmen / teilweise interpretieren

Hallo KeineAhnung998

WENN man mehr als nur einen der Punkte aus Deiner Auswahl-Liste wählen könnte, käme man zwar der Lösung etwas näher, dennoch wäre aber auch dann der Weg zu einer „genauen Erkenntnis“ des Wortes Gottes nur grob skizziert.

Deshalb ein paar biblische Hinweise zu Deiner Aufstellung und ein paar Vorschläge zu deren Ergänzung.

Richtig ist dieser Punkt:

Die Bibel kommt von Gott  - und zwar in der Form, wie sie es in 2. Timotheus 3:16, 17 selbst beschreibt: „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“

Unvollständig dagegen ist der Punkt

Teilweise muss man es wörtlich nehmen / teilweise interpretieren

denn er lässt offen, nach welchen Regeln Gottes Wort zu interpretieren ist.

Zunächst ergeben sich beide Möglichkeiten aus dem jeweiligen Text plus Kontext, stets jedoch unter Berücksichtigung der Gesamtaussage der Bibel.

Ein Beispiel für das wörtliche Verständnis:

„Dein Wort ist Wahrheit“, Jesu Aussage in einem Gebet an seinen Vater (Johannes 17:17)

Ein anderes Beispiel für das „überwiegend“ wörtliche Verständnis:

Das 6te Gebot: „Du sollst nicht morden“. Dieses Gebot aus dem AT ist insofern „überwiegend“ wörtlich zu verstehen, weil Jesus selbst dieses Gebot in seiner Bergpredigt (NT) interpretiert, und ausführlich darauf hinweist, dass es um mehr geht, als „nur“ darum, nicht zu morden, sondern auch zu bedenken, dass jedem Mord eine unchristliche Vorgeschichte vorausgeht. Und schon bei dieser Vorgeschichte hätte - bei einem Christen - ein übergeordnetes Gebot Wirkung zeigen sollen, nämlich das zweitgrößte Gebot: „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ - denn schon allein dieses Gebot hätte jeden hasserfüllten Gedanken im Keim ersticken lassen. (nachzulesen in 2. Mose 20:13; Matthäus 5:21-22; Lukas 12:5; 1. Johannes 3:15)

Und nun einige biblische Beispiele für die Regeln, nach denen Gottes Wort zu interpretieren ist:

Immer und stets unter Berücksichtigung der biblischen Botschaft in ihrer Gesamtheit, denn “Die Summe deines Wortes ist Wahrheit . . .“ (Psalm 119:160 Eb); nicht aber die Teilsumme.

Außerdem und stets ist gründliches Nachforschen unerlässlich, wie z.B. nach der „WEN-WENN-WENN-DANN -Regel“: 

“Mein Sohn, WENN du meine Reden annehmen und meine eigenen Gebote bei dir verwahren wirst, indem du der Weisheit dein Ohr leihst, so dass du dein Herz dem Unterscheidungsvermögen zuneigst, WENN du überdies nach Verständnis selbst rufst und zum Unterscheidungsvermögen deine Stimme erhebst, WENN du danach fortwährend wie nach Silber suchst und du wie nach verborgenen Schätzen ständig danach forschstDANN wirst du die Furcht Jehovas verstehen, und du wirst die wahre Erkenntnis Gottes finden“. (Sprüche 2:1-5).

Und in der Tat, entspricht allein diese wahre Erkenntnis exakt der Botschaft, die unser Schöpfer einst an uns auf den Weg gebracht hat - und eben deshalb wird auch im griechischen Quelltext - im NT - diese Notwendigkeit immer wieder betont!

So ist bspw. das häufig vorkommende griechische Wort epígnōsis eine verstärkte Form von gnṓsis (Erkenntnis, wobei epí „dazu“ bedeutet) und es hat, wie der Kontext in gewissen Fällen zeigt, oft die Bedeutung von „genauer oder vollständiger Erkenntnis“. So erwähnt die Bibel bspw. Leute, die zwar lernen (Erkenntnis in sich aufnehmen), „doch niemals imstande sind, zu einer genauen Erkenntnis [„zur vollen Erkenntnis“, PB; oder „zur wirklichen Erkenntnis“, Me] der Wahrheit zu kommen“ (2. Timotheus 3:6, 7).

Wäre es anders als hier kurz umrissen, dann wäre die sogenannte Christenheit trotz ihres verwirrenden Durcheinanders an Bibelverständnissen ein Hort des Friedens und globaler Einheit. So aber ist sie das unausweichliche Ergebnis oberflächlicher Bibelkenntnis  - und in dessen Folge ein in sich völlig zerstrittenes Drittel der Erdbevölkerung, dass nicht nur in rund 41.000 Konfessionen zersplittert ist, sondern sich untereinander mit Misstrauen bis hin zu Kriegen und sogar Weltkriegen gegenübersteht.

Und damit zu dem, was in Deiner Aufzählung völlig fehlt, nämlich ein Punkt, der die Herzenseinstellung bzw. inneren Haltung als eine Bedingung nennt, mit der man sich Gottes Wort nähern sollte – sofern man es verstehen möchte.

Denn, so lautet eine Bedingung der Bibel, ist es „ohne Glauben unmöglich, ihm wohlzugefallen, denn wer sich Gott naht, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird“ (Hebräer 11:6).

Für so manchen, der Gottes Wort zur Hand genommen hat, beginnen spätestens an dieser Stelle die Vorbehalte zu überwiegen, da er nicht einsehen möchte, dass sich ihm Gottes Wort nur dann erschließt, wenn er sich ihm glaubensvoll nähert.

Die Bibel hält dagegen, dass : „ . . . seine [Gottes] unsichtbare Eigenschaften seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen werden, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so dass sie [die Menschen] unentschuldbar sind . . .“ (Römer 1:20)

Leider zeigt auch dieses Argument bei vielen wenig Wirkung, da sie gern darauf verweisen, dass man die „gemachten Dinge“ in unserer modernen Zeit gut erklären kann und deshalb einen Schöpfer entbehrlich machen würden. Manchmal hilft solchen die Einsicht, dass es mit dem Erklären nicht getan ist. Sie, die „gemachten Dinge“, aus dem Nichts zu erschaffen, dass war einst die Herausforderung, die „sogar“ menschlicher Intelligenz und menschlichem Können weit voraus ist  -  und uneinholbar voraus bleiben wird. 

Und nicht zuletzt noch ein weiters Mal zu der schon erwähnten Vorbedingung, sich dem Worte Gottes glaubensvoll zu nähern: Diese Hürde scheint nämlich bei genauer Betrachtung noch unüberwindbarer zu sein, als sie ohnehin schon ist, weil nämlich ein „Glaube“   - nach biblischem Sprachgebrauch -  weit mehr ist als nur eine undeutliche Ahnung. „Der Glaube“ - so definiert Gottes Wort diesen Begriff - „ . . . ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht“ (Hebräer 11:1).

Und eben deshalb erscheint vielen Christen all das viel zu kompliziert zu sein  - und tatsächlich „ . . . ist der Glaube", nach Auskunft der Bibel, "nicht ein Besitz aller Menschen . . .“, und sogar noch etwas deutlicher sagt Jesus in seiner schon erwähnten Bergpredigt: „. . . Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.“  (Matthäus 7:13, 14 und 2. Thessalonicher 3:2)

Wenn Du also vor diesem Hintergrund die große Menge der „vielen“ neben der geringen Anzahl der „wenigen“ betrachtest, und dennoch Deine Frage stellst: „Wie seht ihr die Bibel?“ - dann könntest Du Dir, auch ohne Umfrage, stattdessen an den Fingern einer Hand abzählen, wie die Antwort lauten wird.

Allerdings ist all das kein Grund zu resignieren, denn „alles“ - so ebenfalls Jesu Zusage - „worum ihr glaubensvoll im Gebet bittet, werdet ihr empfangen“ - übrigens eine bestätigende Wiederholung der oben schon zitierten Worte: „WENN du überdies nach Verständnis selbst rufst . . . DANN . . .“ (Sprüche 2:1-5 und Matthäus 21:22)

Und tatsächlich beweisen viele treue Menschen sowohl heute, als auch jene, die in der Bibel erwähnt werden, dass unser himmlischer Vater Menschen segnet und zu sich zieht, die sich durch ihr beharrliches Bitten und ihre Beständigkeit im ernsthaften Suchen auszeichnen.

Bleiben noch zwei Bemerkungen von Dir, die ich irgendwo auf dieser Seite gelesen habe:

„Du redest immer wieder von einem roten Faden, der sich durch die Bibel zieht. Wo und wie verläuft der?“

Hier findest Du eine Antwort:  

https://www.gutefrage.net/frage/roter-faden-durch-die-bibel#answer-163045579

Und dann liest man von Dir „Ich habe ein Problem damit, die Bibel mit der Bibel zu beweisen“

Bedenke bitte, dass diese bibelinterne Möglichkeit, die Bibel mit der Bibel zu beweisen keinesfalls unrealistisch, aber auch nur eine von vielen Möglichkeiten ist.

Dass oben erwähnte Beispiel zum Thema „Mord“ veranschaulicht den internen Beweis: Das 6te Gebot wurde auf Gottes Geheiß von Mose aufgeschrieben, und dann, rund 1.500 Jahre später von Jesus zitiert und eingehend bestätigt und erläutert. Wenn das kein Beweis für seine Echtheit ist, was ist es dann? (Oder vergleiche bitte zu dem Thema Sintflut 1. Mose 7:1-10 mit Jesu Worten in Lukas 17:27; Hebräer 11:7 und 2. Petrus 2:5)

Außerdem ist der gut belegte Kampf der Bibel um ihr Dasein eine weitere und herausragende Facette der Einzigartigkeit dieses Lehrbuches und ein Beweis seiner göttlichen Urheberschaft, zumal diese Botschaft inzwischen trotz des lebhaften Desinteresses vieler mit großem Abstand weiter verbreitet und häufiger übersetzt (ca. 3.000 Sprachen) worden ist, als irgendein anderes literarische Werk.

Oder google mit dem Suchtext: Ist es vernünftig, an die Bibel zu glauben? Gern hätte ich Dich dorthin verlinkt, aber die (manchmal) religiöse Intoleranz der GF-Administration betrachtet einen Link gleichen Inhalts als "vulgär" und daher unzulässig.

Und nicht zu vergessen, sind es die unzähligen Prophezeiungen, die sich bereits erfüllt haben oder gegenwärtig in Erfüllung gehen

Siehe dazu auch hier:

https://www.gutefrage.net/frage/wieso-ist-die-bibel-das-meistgelesene-buch-der-welt?foundIn=answer-listing#answer-144934883

And last but not least: Versuche es mit einem Vergleich: Die Statik eines Hochhauses. Sie ist ein scheinbar imaginäres und unsichtbares Etwas. Wenn sie hält, was sie verspricht, beweist sich eine solche Statik mit sich selbst. 

Jesu Pendant dazu lautet nach Matthäus 11:19  „Dennoch erweist sich die Weisheit durch ihre Werke als gerecht . . . .“

Und nun hoffe ich sehr, dass Dir diese Anregungen und Hinweise ein wenig weiterhelfen.

Ich wünsche es Dir – und außerdem alles Gute.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo motschilp12  

Von dem Gerichtstag Gottes gibt es viele unterschiedliche Vorstellungen. Deine ist eine davon.

Zum Beispiel glauben viele Menschen, dass dann Milliarden von Seelen, eine nach der anderen, vor dem Thron Gottes erscheinen müssen, wo über jeden Einzelnen ein Urteil gefällt wird. Die einen werden in die ewige Seligkeit eingehen dürfen, die anderen werden zu ewiger Qual verdammt werden.

Die Bibel zeichnet indessen ein ganz anderes Bild vom Gerichtstag.

Sie beschreibt ihn nicht als eine Zeit des Schreckens, sondern als eine Zeit der Hoffnung und der Wiederherstellung.  In der Offenbarung 20:11, 12 ist zu lesen, wie der Apostel Johannes den Gerichtstag schildert: „Ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß. Vor ihm entflohen die Erde und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Buchrollen wurden geöffnet. Aber eine andere Buchrolle wurde geöffnet; es ist die Buchrolle des Lebens. Und die Toten wurden nach den Dingen gerichtet, die in den Buchrollen geschrieben sind, gemäß ihren Taten.“

Wer ist der hier erwähnte Richter, der auf dem „weißen Thron“ saß?

Der höchste Richter der Menschheit ist Jehova Gott. Das eigentliche Richten hat er allerdings  jemand anders übertragen. Der Apostel Paulus sagte gemäß Apostelgeschichte 17:31, dass Gott „einen Tag festgesetzt [hat], an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat“.  Dieser vom Vater bestimmte Richter ist sein auferweckter Sohn Jesus Christus (Johannes 5:22).

Wann beginnt nun der Gerichtstag? Und wie lange dauert er?

Gemäß dem Bibelbuch Offenbarung beginnt der Gerichtstag nach dem Krieg von Harmagedon, wenn Satans System auf der Erde vernichtet sein wird  (Offenbarung 16:14,16; 19:19; 20:3). Nach Harmagedon werden Satan und die Dämonen tausend Jahre in einem Abgrund gefangen gehalten werden. Während dieser Zeit werden die 144 000 Miterben im Himmel Richter sein und „als Könige mit dem Christus für tausend Jahre“ regieren (Offenbarung 14:1-3; 20:1-4; Römer 8:17)

Aus dieser Verheißung erfahren wir, dass Gottes Gericht nicht irgendeine Aktion ist, die in aller Eile in nur 24 Stunden durchgeführt wird.

Der Gerichtstag dauert tausend Jahre.

Während dieser Tausendjahrperiode wird Jesus Christus „die Lebenden und die Toten . . . richten“ (2. Timotheus 4:1). Soweit es die (über)Lebenden betrifft, werden sie in der (Offenbarung 7:9-17) als eine „große Volksmenge“ beschrieben, die „aus der großen Drangsal kommt -  oder, mit anderen Worten - Harmagedon überlebt hat.  Und soweit es die Toten betrifft, werden auch sie „die Toten . . . vor dem Thron [dem Richterstuhl] stehen“.

Wie kann das sein?

Es wird sich dann das bestätigen, was Jesus bereits vor 2000 Jahren verhieß: Es wird nämlich eine Auferstehung stattfinden, bei der „alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine [Christi] Stimme hören und herauskommen werden“ (Johannes 5:28, 29;  Apostelgeschichte 24:15).

Bleibt „nur“ noch die Frage:  

Auf welcher Rechtsgrundlage werden all diese Menschen gerichtet?

In der Vision des Johannes heißt es: „Buchrollen wurden geöffnet. . . . Und die Toten wurden nach den Dingen gerichtet, die in den Buchrollen geschrieben sind, gemäß ihren Taten.“

Enthalten diese Buchrollen Aufzeichnungen über die früheren Taten der Menschen?

Nein. Denn das Gericht wird  nicht das beurteilen, was die Menschen vor ihrem Tod getan haben. Woher wissen wir das?  Aus einem klaren und einfachen Grundsatz der Bibel:

„Wer gestorben ist, ist von seiner Sünde freigesprochen“ (Römer 6:7).  

Die vergangenen Sünden der Auferstandenen werden also völlig ausgelöscht sein.

Demnach müssen die oben erwähnten Buchrollen etwas enthalten, was Gott ab dann von den Menschen erwartet.

Und tatsächlich:  Um ewig zu leben, müssen daher sowohl die Überlebenden von Harmagedon als auch die Auferstandenen die Gebote Gottes befolgen — einschließlich neuer Anweisungen aus den Buchrollen, die Jehova während der tausend Jahre noch geben mag.

Folgerung daraus:  In den tausend Jahren des Gerichtstages wird jeder Einzelne aufgrund dessen gerichtet werden, was er während des Gerichtstages tut, und wie er auf die dort erteilte göttliche Belehrung reagiert. 

Besonders durch die schon erwähnte sehr umfangreiche Auferstehung werden  Milliarden Menschen zum ersten Mal die Gelegenheit erhalten, Gottes Willen kennen zu lernen und zu lernen, sich danach auszurichten. Und dazu muss ein umfangreiches Bildungswerk durchgeführt werden. Ja, „die Bewohner des ertragfähigen Landes werden bestimmt Gerechtigkeit lernen“ (Jesaja 26:9).

Allerdings wissen wir aus Gottes Wort auch, dass auch dann  nicht alle Menschen bereit sein werden, sich dem Willen Gottes zu fügen. In Jesaja 26:10 heißt es: „Auch, wenn dem Bösen Gunst erwiesen werden sollte, wird er einfach nicht Gerechtigkeit lernen. Im Land der Geradheit wird er ungerecht handeln und wird nicht die Hoheit Jehovas sehen.“

Diese Bösen, die Widerstandsleistenden sind es also, die am Gerichtstag zu Tode gebracht werden und für immer tot bleiben werden  (Jesaja 65:20).

Der allergrößte Teil der dann Lebenden wird aufgrund der genossenen umfangreichen Belehrung aus den „Buchrollen“ gut verstanden haben, dass er in eine Zeit der Hoffnung und der Wiederherstellung hineinleben durfte. Am Ende des Gerichtstages und parallel zu ihrer geistigen Entwicklung werden die Überlebenden voll und ganz „zum Leben gekommen sein“. Das heißt im Klartext: sie werden dann vollkommen sein (Offenbarung 20:5) und das heißt auch, dass die Menschheit während dieses Gerichtstages wieder in den ursprünglichen, vollkommenen Zustand gebracht werden wird, den „die Menschheit“ am Anfang, im Garten Eden,  schon einmal für kurze Zeit genießen durfte (1. Korinther 15:24-28).

Danach -  so kündigt die Bibel abschließend an - wird eine Schlussprüfung stattfinden. Satan wird aus der Gefangenschaft freigelassen werden und einen letzten Versuch machen dürfen, die Menschheit irrezuführen (Offenbarung 20:3, 7-10).  Jeder der dieser Prüfung standhält, wird erleben, wie sich folgende biblische Verheißung vollständig erfüllen wird:

„Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen“ (Psalm 37:29).

Deshalb - und dann endlich - wird Gottes Gerichtstag  für alle treuen Menschen ein Segen sein!

Vielleicht helfen Dir diese Hinweise weiter.

Alles Gute

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort
Ich glaube an die Sintflut

Und noch etwas:

Die Arche Noah aus der Perspektive des Schiffbaus

Ein Fachmann berichtet:

Seit über 40 Jahren arbeite ich als Schiffbauingenieur und Meerestechniker. Ich habe nicht nur Wasserfahrzeuge unterschiedlichster Art und Größe entworfen, sondern auch deren Antriebssysteme. 1963 zeigte mir in Britisch-Kolumbien (Kanada) eine Zeugin Jehovas, dass die Arche Noah im Bibelbuch 1. Mose als ein langer Kasten beschrieben wird. Das machte mich neugierig und ich beschloss, die Sache näher zu untersuchen.

Der Bericht in 1. Mose zeigt, dass Gott beschlossen hatte, die Erde durch eine große Flut von Bosheit zu reinigen. Er gebot Noah, eine Arche zu bauen, um sich und seine Familie sowie die Tierwelt zu retten. Noah sollte die Arche 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch machen (1. Mose 6:15). Vorsichtigen Schätzungen zufolge maß die Arche also rund 134 mal 22 mal 13 Meter.  Demnach hatte sie einen Bruttoraumgehalt von fast 40 000 Kubikmetern, nahezu denselben wie der Ozeanriese Titanic.

Die Bauweise der Arche

Die Arche hatte, da sie von innen durch zwei zusätzliche Böden verstärkt war, drei Decks und verfügte dadurch über eine Bodenfläche von ungefähr 8 900 Quadratmetern. Gebaut wurde sie aus harzigem — und damit wasserundurchlässigem — Holz (möglicherweise Zypresse), und sie wurde innen und außen mit Teer abgedichtet (1. Mose 6:14-16). Wie Noah die Stämme miteinander verband, wird nicht berichtet. Aber noch vor dem Bericht über die Sintflut erwähnt die Bibel Schmiede von Kupfer- und Eisenwerkzeugen (1. Mose 4:22). Davon abgesehen werden beim Bau mancher Holzschiffe bis heute Holznägel verwendet.

Die Arche hatte innen Abteile, eine Tür an der Seite und eine zóhar von einer Elle Höhe (möglicherweise ein Giebeldach mit darunterliegenden Öffnungen für Lüftung und Licht). Nirgends ist im Bibelbericht jedoch von einem Kiel, einem Bug oder von Segeln oder Rudern an der Arche die Rede. Das hebräische Wort für „Arche“ wird im Übrigen auch für das mit Pech überzogene Kästchen gebraucht, in dem der kleine Moses von seiner Mutter in das Schilf am Nilufer gesetzt wurde (2. Mose 2:3, 10).

Stabiles Seeverhalten

Die Länge der Arche entsprach dem Sechsfachen ihrer Breite und dem Zehnfachen ihrer Höhe. Viele heutige Schiffe haben ähnliche Proportionen, auch wenn bei ihnen das Verhältnis von Länge zu Breite danach ausgerichtet ist, wie viel Kraft ihr Antrieb erfordert. Die Arche musste dagegen nur auf dem Wasser treiben. Wie gut gelang ihr das?

Wie sich ein Wasserfahrzeug unter dem Einfluss von Wind und Wellen bewegt, bezeichnet man als Seeverhalten. Es hat ebenfalls viel mit den Proportionen zu tun. Die Bibel beschreibt, dass sich gewaltige Regenmassen auf die Erde ergossen und die Sintflut auslösten. Auch heißt es, dass Gott später einen Wind über die Erde gehen ließ (1. Mose 7:11, 12, 17-20; 8:1). Wie stark Wind und Wellen waren, sagt die Bibel nicht, aber es ist anzunehmen, dass beides — ähnlich wie heute — ziemlich heftig und veränderlich gewesen ist. Je länger und heftiger der Wind bläst, desto höher und länger sind die Wellen. Starke Wellen können zudem auch durch Erderschütterungen jeder Art entstanden sein.

Nach den Maßangaben in der Bibel baut eine Familie mit ihren beiden Kindern ein Modell der Arche nach.

Nicht zuletzt ihren Proportionen verdankte die Arche, dass sie nicht kenterte. Dank ihrer Struktur konnte sie auch Kräften standhalten, die bei schwerem Seegang zum Stampfen (Bewegung um die Querachse) führen. Extremes Stampfen — wenn Welle für Welle ein Wasserfahrzeug an einem Ende hochhebt und es dann wieder fallen lässt — wäre für die Menschen und Tiere an Bord der Arche sehr unbequem gewesen. Das Fahrzeug wird dadurch starken Belastungen ausgesetzt. Es muss stabil genug gebaut sein, um auch nicht in der Mitte entzweizubrechen, wenn große Brecher es gleichzeitig an beiden Enden hochheben oder wenn eine große Welle es in der Mitte hochhebt und Bug und Heck in der Luft hängen. Gott wies Noah an, die Arche in einem Länge-Höhe-Verhältnis von 10 zu 1 zu bauen. Spätere Schiffbauer kamen nur durch unliebsame Erfahrungen dahinter, dass solche Maße nötig sind, damit ein Fahrzeug entsprechend belastbar ist.

Sicher und behaglich

Dank der Kastenform der Arche war ihr Auftrieb — die Kraft, die ein Schiff über Wasser hält — an allen Stellen gleich. Auch ihr Eigengewicht war gleichmäßig verteilt. Bestimmt sorgte Noah dafür, dass die Ladung (neben den Tieren auch Nahrungsvorräte für mehr als ein Jahr) ebenfalls gleichmäßig verteilt wurde. Das ist wichtig, um die zusätzliche Belastung für die Struktur des Schiffes auf ein Mindestmaß zu beschränken. Somit waren zwei Faktoren ausschlaggebend dafür, dass die Arche und ihre Passagiere die weltweite Flut sicher überstanden: der von Gott stammende Bauplan der Arche und die schützende Fürsorge Jehovas. Zweifellos war er es auch, der dafür sorgte, dass sie auf einem sicheren und geeigneten Gelände aufsetzte.

Meine gründlichen Nachforschungen zu diesem Thema ließen mich schlussfolgern, dass die Aussagen der Bibel über die Arche Noah realistisch sind und mit dem modernen Schiffbau übereinstimmen. Natürlich bleiben viele Einzelheiten über die Arche und die Sintflut im Bericht aus 1. Mose unerwähnt. Ich hoffe, eines Tages nach der Auferstehung mit Noah zusammentreffen zu können — hier auf der Erde unter all den Familien von Mensch und Tier, die ihre Existenz der Arche verdanken, an der er so lange und hart arbeitete (Apostelgeschichte 24:15; Hebräer 11:7). Als Erstes werde ich mich bei ihm und seiner Familie bedanken. Und dann werde ich ihn mit Fragen überschütten!  

Quelle:  https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/102007008

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort
Ich glaube an die Sintflut

Hallo joerosac,

Du sagst uns zwar nicht, was Du unter „modernen Pflanzen“ verstehst, denn alles  „Gras, samentragende Pflanzen und Fruchtbäume“ waren,  nach dem Bericht in 1. Mose 1:9-12,  schon vor Beginn der Menschheit existent und standen sodann später Mensch und Tier als Nahrung zur Verfügung. Sie waren damals in der Regel „moderner“ als sie es heute sind, denn sie wurden weder durch Pestizide noch durch Kunstdünger noch durch Umweltverschmutzung in ihrer Qualität beeinträchtigt.

Den entsprechenden Bericht im Zusammenhang zu lesen hilft auch dabei, Deine Frage zu beantworten. 

Er lautet:

„Und Gott sprach weiter: „Die Wasser unter den Himmeln sollen sich an e i n e n Ort sammeln, und das trockene Land erscheine.“ Und so wurde es. Und Gott begann das trockene Land Erde zu nennen, die Sammlung der Wasser aber nannte er Meere. Auch sah Gott, dass  es  gut war. Und Gott sprach weiter: „Die Erde lasse Gras hervorsprossen, samentragende Pflanzen, Fruchtbäume, die nach ihren Arten Frucht tragen, deren Samen in ihr ist, auf der Erde.“ Und so wurde es. Und die Erde begann Gras hervorzubringen, Pflanzen, die Samen tragen nach ihrer Art, und Bäume, die Frucht tragen, deren Samen in ihr ist nach ihrer Art . . . .“

Ist Dir beim Lesen aufgefallen, dass die Pflanzen, das Gras und die Bäume aus einem „trockenen Land, genannt Erde“ hervorzusprießen begannen, das kurz zuvor noch völlig unter Wasser gestanden hatte? Und zwar sehr viel länger als ein Jahr?

Es muss ein ähnlicher Vorgang gewesen sein, wie man ihn heute noch beobachten kann, wenn weite Landflächen lange überschwemmt waren oder wenn eine scheinbar völlig ausgetrocknete Wüste plötzlich durch Regen bewässert wird oder wenn ein Großbrand weite Landstriche in Schutt und Asche gelegt hat. Es erstaunt dann jeden Beobachter, wie schnell sich die Pflanzenwelt wieder erholt. Sprechen nicht diese Tatsachen eher für die überragende Qualität der Schöpfung, denn ganz offensichtlich sind solche Überlebensmechanismen vom Schöpfer vorsorglich in seine pflanzliche Schöpfung eingebaut worden!?  

Die von Dir erwähnten Olivenbäume bilden da keine Ausnahme, im Gegenteil: man hat inzwischen herausgefunden, dass besonders Olivenbäume hart im Nehmen sind und selbst extremste  Klimabedingungen besser als andere Pflanzen überstehen.

Und nicht zuletzt: „Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich . . .“     Jesu Worte über seinen Vater im Himmel! Und niemand kannte unseren Schöpfer besser als er. (Matthäus 19:26)

Dann zitierst Du die Bibel aus 1.Mose 7:23 "So löschte er alles Bestehende aus, das auf der Fläche des Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; und sie wurden von der Erde ausgelöscht." (1.Mose 7,23 Elberfelder Bibel)

Gleichsam triumphierend schreibst Du dann „Von Pflanzen retten steht dort nichts!“ 

Vielleicht stimmst Du mir zu, dass nur das gerettet werden musste, was in seinem Fortbestand bedroht war (wie Noah und seine Familie zum Beispiel)  aber, lieber joerosac, ist Dir denn gar nicht aufgefallen, dass in dem Text mit keinem Wort erwähnt wird, dass auch die Pflanzenwelt in ihrer Existenz bedroht war und ausgelöscht werden sollte?

Ganz offensichtlich kannte unser Schöpfer die Widerstandsfähigkeit seiner vegetarischen Welt und ließ sie deshalb in seinem Urteilsspruch völlig unerwähnt.

Im Übrigen bestätigt Dein bisheriges Umfrageergebnis ein weiteres Mal, wie recht doch die Bibel hat: 

So sagt sie beispielsweise voraus, dass ihre Warnung vor der Vernichtung einer „gottlosen Menschheit“ von vielen Spöttern zerredet wird. Diese Tatsache (auch hier auf dieser Seite) vergleicht sie (im Neuen Testament !!) mit den Spöttern zur Zeit Noahs, die über Noahs Warnungen lachten. Sie spotteten damals auch deshalb, weil sie sich nicht vorstellen konnten, woher denn wohl so viel Wasser kommen solle, um die ganze Erdoberfläche zu bedecken - zumal es bis dahin noch nie geregnet hatte (1. Mose 2:5-6)

Die Bibel entgegnet solchen Spöttern, dass sie übersehen haben, dass schon der Schöpfungsbericht „Wasser oberhalb der Ausdehnung“ erwähnt, die man heute Thermosphäre nennt  (siehe dazu auch mein obiges Zitat, in dem ich die Aussage „Wasser unter den Himmeln“  bewusst unterstrichen habe und auch die weiteren biblischen Belege in  1. Mose 1:6,7; 7:11; 2.Petrus 3:3-7)

Über diese Thermosphäre berichtet die Wissenschaft, dass sie die vierte und zweitäußerste der Schichten der Erdatmosphäre ist. Sie erstreckt sich oberhalb der in 80–85 km Höhe liegenden Menopause  bis unter die Exosphäre in etwa 500−600 Kilometern über der Erdoberfläche. Trotz ihres Namens ist die Wärme der Thermosphäre nicht spürbar, weil die Luftdichte bereits millionenfach geringer als in Bodennähe ist. Die Temperatur beträgt dort 300−1500 °C, völlig ausreichend, um große Mengen von Wasser in Form von Wasserdampf zu speichern.

Und nicht zuletzt bestätigte Dein  Umfrage-Ergebnis auch eine Prophezeiung Jesu (!!), in der auch er - Jesus Christus (!!) - auf die Sintflut Bezug nimmt.

Wörtlich heißt es dazu in Matthäus 24:37-39 „Denn geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart des Menschensohnes [Jesus] sein. Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte. . .“

Resümee: Es ist immer gut, wenn man über Gottes Botschaft nachdenkt. Kontraproduktiv wird es erst dann, wenn man damit lediglich das Ziel verfolgt, vermutete Fehler zu finden.

Weit gesünder ist es, Gottes Wort schätzen und lieben zu lernen. Das allerdings gelingt nur, wenn man es gut kennt, und erst dann kann man vermeiden, die gleichen Fehler wie zur Zeit der Sintflut zu machen, indem man „keine Kenntnis davon nimmt“!

Dazu hier noch eine weitere Möglichkeit:  Die Sintflut — Fakt oder Fiktion?

Viel Erfolg und alles Gute.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo Jo1807 

„Üblicherweise“ gibt es nur wenige Menschen, die sich dafür interessieren, welche Bedeutung „die Bibelstelle Jesaja 6-8wohl haben mag,  weshalb es auch schwierig zu ermitteln sein wird, wie  „man“ (wer auch immer) diese Bibelstelle wohl bezeichnen würde.

Soweit es allerdings seine Bedeutung betrifft, ist nicht nur der von Dir hinterfragte Textauszug, sondern das gesamte Bibelbuch Jesaja überdurchschnittlich bedeutsam, sofern man nach einem Gesamtverständnis des Wortes Gotte sucht.

Jesajas Worte sind deshalb nicht nur mitten in der Bibel platziert, sondern nehmen auch in vielerlei anderer Hinsicht eine zentrale Bedeutung ein. 

Bspw. weisen sie deutlicher als jedes andere Bibelbuch  - und 700 Jahre im Voraus (!) - auf den Messias hin.

Auch ist es interessant, dass Jesus Christus und seine Apostel am häufigsten aus dem Buch Jesaja zitierten, um neben vielem anderem auch die Übereinstimmung der Prophezeiungen mit der Wirklichkeit zu dokumentieren.

Jesaja seinerseits zitiert bspw. aus den ersten Seiten der Bibel (1. Mose 6:9 > Jesaja 54:9) und  wird andererseits bis hin zu den letzten Seiten der Bibel selbst immer wieder zitiert. So erfahren wir sowohl aus dem Bibelbuch Jesaja als auch in der Offenbarung — zwei Bücher, zwischen deren Abfassung etwa 900 Jahre liegen — auf bewegende Weise von einer neuen Administration, einem „neuen Himmel“,  aber auch von einer „neuen Erde“, einer weltumspannend  geeinten menschlichen Gesellschaft (Offenbarung 14:1-4; 21:1-4; Jesaja 65:17-25).

Außerdem und ganz sicher nicht zufällig bedeutet der Name „Jesaja“  „Rettung von Jehova“, und insofern dasselbe wie der Name „Jesus“, der „Jehova ist Rettung“ bedeutet, nur in umgekehrter Reihenfolge geschrieben.

Und nicht zuletzt ist erst „kürzlich“, und zwar im Jahre 1947  mit den Schriftrollen vom Toten Meer eine Jesaja-Schriftrolle gefunden worden, die VOR unserer Zeitrechnung entstand.  Sie ist damit das älteste noch vorhandene Exemplar einer biblischen Schriftrolle, die zudem und durchgängig den Namen Gottes, das Tetragrammaton JHWH,  enthält.  Und die schlussendlich auch deshalb bedeutsam ist, weil es ausgerechnet dieser Jesaja war, der unter Inspiration vorhersagen durfte: „Das grüne Gras ist verdorrt, die Blüte ist verwelkt; was aber das Wort unseres Gottes betrifft, es wird auf unabsehbare Zeit bestehen.“ (Jesaja 40:8).

Beim aufmerksamen Lesen stellt man dann fest, dass viele Prophezeiungen Jesajas mehr als eine Erfüllung haben und dass die größere, endgültige Erfüllung eines großen Teils dieses Buches in unserer Zeit im Gange ist oder noch bevorsteht. Allein die schon erwähnte Offenbarung enthält mehr als ein Dutzend Zitate aus Prophezeiungen Jesajas oder Bezugnahmen darauf.

 

Und damit zu „Deinem Text“ -  Jesaja 6 Vers 8

Er lautet in der Neue-Welt-Übersetzung:  „Und ich hörte nun die Stimme Jehovas sagen: ´Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen?`  Und ich sprach dann: `Hier bin ich! Sende mich . . .` 

Die Neue evangelistische Übersetzung gibt den Text etwas abgewandelt wieder: „Dann hörte ich die Stimme des Herrn. Er fragte: `Wen soll ich senden? Wer ist bereit, unser Bote zu sein?`  Da sagte ich: `Ich bin bereit, sende mich!`

Zwar verändern die Übersetzer der NeÜ den hebr. Quelltext, indem sie den Namen Gottes durch den Titel „Herr“ ersetzen, lassen jedoch im Kontext keinen Zweifel daran, dass damit „Jahwe“ gemeint ist, denn sie erwähnen Gottes Namen im Zusammenhang dieser Textpassage zwei Mal (in den Versen 2 und 12), so dass der Leser weiß, welcher Herr hier gemeint ist.

 

Warum aber stellte Gott diese Frage und wieso erklärte sich Jesaja so spontan bereit?

Der Hintergrund ist folgender:

Gottes Volk war (um 700 v.u.Z.) mehr und mehr zu einer abtrünnigen Nation geworden. Einer der wenigen loyalen Diener Gottes war Jesaja. Er wollte und durfte daher seinen Nachbarn Gottes Strafgericht ankündigen, eine Hiobsbotschaft  in der vorhergesagt wurde, dass Jerusalem vom babylonischen Heer zerstört und alle Überlebenden ins Exil, in die babylonische Gefangenschaft geführt werden sollten. Gleichzeitig enthielt die Botschaft auch einen Hoffnungsschimmer, denn 70 Jahre später sollten sie in ihre Heimat zurückkehren dürfen. Beides erfüllte sich in den Jahren 607 und 513 v.u.Z. (Jesaja 10:12-26; 2.Könige 25:1-10; Jeremia 52:3-12) 

Als sich Jesaja damals spontan mit `Hier bin ich! Sende mich . . .` zur Verfügung stellte, wurde ihm noch aufgetragen: „Geh, und du sollst zu diesem Volk sprechen: ‚Hört immer wieder, aber versteht nicht; und seht immer wieder, aber erlangt keine Erkenntnis.‘ Mache das Herz dieses Volkes unempfänglich, und mache selbst ihre Ohren schwerhörig, und verklebe sogar ihre Augen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören und damit ihr eigenes Herz nicht verstehe und damit sie nicht wirklich umkehren und Heilung für sich erlangen“ (Jesaja 6:9, 10).

Es war die schon mehrfach getadelte Halsstarrigkeit dieses Volkes (2.Mose 32:9; 34:9; 5.Mose 9:6), die auch dem Jesaja entgegen schlug. Trotzdem diente er mindestens 46 Jahre lang treu als Prophet und Sprecher Jehovas, kündigte immer wieder schwere Strafen an, äußerte aber auch die schon erwähnten wunderbaren Voraussagen darüber, wie die wahre Anbetung wiederhergestellt würde.  Jesaja hielt sein Versprechen; sein Ja bedeutete wirklich Ja.

Ein fünfminütiges Video über das Buch und seinen Schreiber könntest Du mit diesem Suchtext ergooglen:  „Das Bibelbuch Jesaja jw org“  

„Diese Dinge nun widerfuhren ihnen fortgesetzt als Vorbilder, und sie sind zur Warnung für uns geschrieben worden, auf welche die Enden der Systeme der Dinge gekommen sind“

So zu lesen im Neuen Testament in  1. Korinther 10:11

Und weil das so ist, erfüllt sich das, was über Jesajas Wirken im Kleinen in dem am weitesten verbreiteten Buch der Welt beschrieben und bis zu uns hin bewahrt geblieben ist,  es erfüllt sich  heute weltweit und vor unseren Augen, als das größere Gegenbild des Vorbildes. 

Jesus beschreibt das in Matthäus 24:14 mit diesen Worten:

„Aber die Gute Nachricht, dass Gott schon angefangen hat, seine Herrschaft aufzurichten, wird in der ganzen Welt verkündet werden. Alle Völker sollen sie hören. Danach erst kommt das Ende.“ (Gute Nachricht Bibel)

Und tatsächlich gibt es in allen 240 Ländern und Territorien dieser Erde über 8 Millionen Menschen, die sich  -  ähnlich wie Jesaja -  mit einem „hier bin ich, sende mich“ einheitlich und voller Enthusiasmus daran beteiligen Gottes eine und einzige gute Nachricht von seiner schon beginnenden Herrschaft zu verbreiten, derzeit in über 900 Sprachen und begleitet von der vielsprachigsten Website der Welt, der JW ORG  -  und insofern allen Völkern zugänglich! 

Doch damals wie heute hören nur wenige auf diese Botschaft, sie bevorzugen den Zweifel statt genau zuzuhören und darüber nachzudenken.

Leben wir in den „letzten Tagen“?   ist daher nicht nur eine ernste Frage, sondern auch ein Suchtext, mit dem man via Google zu einer biblisch gut begründeten Antwort gelangen kann.

Und in der Tat ist die biblische Antwort darauf der wichtigste aller wichtigen Bedeutungen, die Jesajas Worte für uns heute haben.

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen ein Stückchen weiter. Ich wünsche es Dir.

Alles Gute.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------

--------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo Truthisscary,

Es ist beinahe so, wie Du es befürchtest: "JEDER der sündigt kommt in die Hölle, egal ob er von mir weiß oder nicht " (zitiert aus Deiner Frage)  . . . aber eben nur beinahe !!

Da Du allerdings  - völlig zu Recht - für eine Antwort mit übergroßer „Lautstärke“ die Bedingung „LAUT BIBEL !!!!!!!!“  einforderst, habe ich in meiner Antwort alle relevanten biblischen Belege zitiert oder verlinkt. Dadurch wird eine gründliche Antwort allerdings recht umfangreich -  um dennoch nicht den Überblick zu verlieren, habe ich all das in DREI Bereiche aufgegliedert und jeden separat hier eingestellt:

Dritter Teil: 

Lehrt die Bibel, dass alle guten Menschen in den Himmel kommen? Nein, lehrt sie nicht!

Zweiter Teil:

Lehrt die Bibel wirklich eine endlose Höllenqual?    Auch das ist keine biblische Lehre!

Erster Teil (hier): 

„Wird tatsächlich jeder zur Rechenschaft gezogen - egal ob er von Gott weiß oder nicht?“

. . . darauf antwortet Gottes Wort einmal in einer Kurzfassung und einmal ausführlich:

Kurzfassung in Römer 14:10  (NGÜ): „Wir alle werden einmal vor dem Richterstuhl Gottes stehen“.

Ausführlich in Römer 2:12-16  (GNB):  „Da sind die einen, die das Gesetz Gottes nicht kennen: Wenn sie Unrecht tun, werden sie auch ohne dieses Gesetz verloren gehen. Und da sind die anderen, denen Gott sein Gesetz schriftlich gegeben hat: Wenn sie Unrecht tun, werden sie aufgrund eben dieses Gesetzes verurteilt werden. Denn es genügt nicht, das Gesetz zu hören, um vor Gott als gerecht bestehen zu können. Nur wer auch tut, was das Gesetz verlangt, wird bei Gott Anerkennung finden. Auch wenn die anderen Völker das Gesetz Gottes nicht haben, gibt es unter ihnen doch Menschen, die aus natürlichem Empfinden heraus tun, was das Gesetz verlangt.  Ohne das Gesetz zu kennen, tragen sie es also in sich selbst. Ihr Verhalten beweist, dass ihnen die Forderungen des Gesetzes ins Herz geschrieben sind, und das zeigt sich auch an der Stimme ihres Gewissens und an den Gedanken, die sich gegenseitig anklagen oder auch verteidigen.  Dies alles kommt ans Licht, wenn Gott durch Jesus Christus Gericht halten und das Innerste der Menschen aufdecken wird . . .“.

Mit anderen Worten: So oder so wird jemand, der Gottes Gesetz missachtet (sündigt) „verloren gehen“ -  im Volksmund sagt man deshalb auch: „Unwissenheit schütz vor Strafe nicht“!

WENN  Du außerdem genau hingeschaut hast, dann erwähnen die zitierten Texte  eine Hölle mit keinem Wort, stattdessen ist dort zu lesen „zugrunde gehen“ und „verurteilt werden“;  oder wie andere Übersetzungen es formulieren: „wird sein Leben  verlieren“ und „gerichtet“ oder auch „verurteilt werden“ (HfA; NGÜ). 

Doch dazu im zweiten Teil mehr.

Zunächst einmal zu der Begründung, die in dem hier zitierten Text für diese „sowohl als auchKonsequenz“  genannt werden:

Der vernunftbegabte Mensch wurde von seinem Schöpfer mit einem Sittlichkeitsempfinden für Recht und Unrecht ausgestattet, mit dem Gewissen.  Dieses „Instrument“ ist eine natürliche Gabe, die Gott dem Menschen eingepflanzt hat und die er umfassend ausgestattet hat. Es verfügt sowohl über eine Legislative (gesetzgebende) wie auch eine Exekutive (ausführende) und eine Judikative (richterliche Gewalt). Das Gewissen kann also warnen, bevor man etwas Unrechtes tut, es kann anklagen nachdem man trotzdem etwas Falsches gemacht hat und es kann richten und „bestrafen“ indem es ein „schlechtes Gewissen“ verursacht, durch das man geplagt wird.

Über dieses „gesunde Rechtsempfinden“ verfügen alle Menschen von Geburt an.  Nur wer bewusst und boshaft die Stimme seines Gewissens dauerhaft unterdrückt, gleicht einem Menschen mit  einem „gebrandmarkten Gewissen“, so beschreibt es die Bibel in 1. Timotheus 4:2.  Der Vergleich ist treffend, weil verbrannte Haut, die mit einem Narbengewebe überzogen ist wegen ihres Mangels an Nervenendigungen empfindungslos ist.   Personen mit einem solchermaßen „abgebrühten“ Gewissen haben kein Gefühl mehr für Recht und Unrecht.

Sie denken und handeln gewissenlos.

Doch wie dem auch sei, es bleibt wie es ist: So oder so schützt „Unwissenheit vor Strafe nicht“ -  !

Und damit zu einem weitern Detail Deiner Frage:

 Die Bösen werden in der Hölle gequält   (lässt sich auch ergooglen)

 Siehe dazu bitte den zweiten separaten Teil meiner Antwort

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Wie schon einmal: 

Hallo Truthisscary,

Lehrt die Bibel wirklich:  

 Die Bösen werden in der Hölle gequält   (lässt sich auch ergooglen)

Genauso, wie das, was die Bibel über die Funktionen des Gewissens sagt (in meiner ersten Antwort)  nur wenigen Christen geläufig ist,  genauso gibt es eine ganze Reihe weiterer biblischer Themen, über die große Verwirrung herrscht,  weil man sich all zu oft mehr auf wage Vermutungen oder gar Mythen stützt, statt auf das , was die Bibel wirklich lehrt.

Und dazu gehört auch die Lehre von einer Höllenqual.

Besonders Jesus tadelte jederart oberflächlichen Umgang mit Gottes Wort und hält allen, die es mit der genauen Erkenntnis nicht so ernst nehmen, vor, dass sie das  „. . . Gebot Gottes aufgeben“  und stattdessen „an der Überlieferung der Menschen festhalten“; was dazu führt, dass sie seinem Vater „vergeblich fortwährend Anbetung darbringen, weil sie als Lehren Menschengebote lehren“.  Nach einer anderen Übersetzung ist „ihre Anbetung  nutzlos, denn sie ersetzen die Gebote Gottes durch ihre eigenen Lehren“ (NL.DB)  (Nachzulesen ist das in Matthäus 15:9 und Markus 7:6-8, wo Jesus seien Vater aus Jesaja 29:13 zitiert)

Zu eben dieser genauen Erkenntnis über das Thema Höllenqual haben zwar schon andere User, wie Philipp59gromio und Sturmwolke gut begründet beigetragen und auch erklärt warum die Lehre von einem Ort ewiger Qualen keine biblische Lehre ist, dennoch möchte auch ich mit einigen ergänzenden Denkanstößen versuchen . . .

. . . der Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen.

Zwar ist es richtig,  dass die Bibel an einigen Stellen tatsächlich von einer „Pein in diesem lodernden Feuer“ oder von der „feurigen Gehẹnna“  spricht; doch sowohl aus dem Zusammenhang als auch aus der Gesamtaussage der heiligen Schrift ist erkennbar, dass solche Aussagen symbolischer Natur sind (bspw. Matthäus 18:9; Lukas 16:24).

Besonders deutlich wird das in einem sehr aufschlussreichen Text aus dem letzten Bibelbuch, aus der Offenbarung 20:14, 15 bestätigt. Dort wird -  abschließend für die ganze Bibel - die Symbolik verständlich gemacht,  indem dort die wirkliche Bedeutung aller „lodernden“ und „feurigen“ Texte durch eine ganz klare Aussage erklärt werden:   „ . . . Dies bedeutet den zweiten Tod:  der Feuersee . . .“ - mehr nicht, aber auch keinen Deut weniger - denn aus diesem zweiten oder endgültigen Tod ist eine Auferstehung nie mehr möglich. Und allein der Gedanke daran kann in der Tat so schmerzen, wie ein loderndes Feuer peinigen würde.

Was schlussendlich verbleibt ist die ganz grundsätzliche Lehre aus Gottes Wort, dass es  nur zwei Aussichten für eine künftige Ewigkeit gibt: 

Entweder die ewige Nichtexistenz,  der Tod - oder das ewige Leben.

Wörtlich formuliert die Bibel das so:  

„Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn“ (Römer 6:23).

Und das betrifft sowohl Menschen, die Gott gut kennen, als auch Menschen, die Gott nicht kennen oder nie gekannt haben  - so lautet ja der Kern Deiner Frage.

Außerdem sind Christen gemäß dem größten Gebot gehalten, ihren Schöpfer nicht nur von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, sondern auch „mit all deinen Gedanken“ zu lieben  - mit ihrem Verstand also.

Und wenn ein Christ dieses Gebot befolgt und tatsächlich seine Denkfähigkeit benutzt, wird er erkennen müssen, dass allein der Mangel an Logik eine Höllenqual ad absurdum führt.

Über das Folgende sollte er nämlich mit klaren Kopf nachdenken:

Um einen Menschen in einer Feuerhölle ewig quälen zu können, müssten er unsterblich sein, denn auf Tote macht auch die „beste Qual“ keinen Eindruck - oder?

Das Problem ist allerdings, dass wir aus der Bibel wissen, dass es nur Jesus Christus ist, „ . . . der allein Unsterblichkeit hat . . .“ (Römer 6:9; 1. Timotheus 6:13-16). !?!

Und spätestens bei dieser Erkenntnis stolpern wir darüber, dass die Bibel zwischen einem „ewigen Leben“ und einer „Unsterblichkeit“ deutlich unterscheidet. Und damit beginnt für eine „ewige Qual“ ein echtes Problem. 

Wieso?

(An dieser Stelle bitte ich um Verständnis für meine teils sarkastische Wortwahl - aber wie sonst wollte man den enthusiastischen Anhängern der ewigen Qual die unsinnigen Widersprüche in diesem Mythos näherbringen, wenn nicht durch eine beißende Überzeichnung? – auf jeden Fall ist es m. E. einen Versuch wert.) 

Wenn es also eine Unsterblichkeit als Voraussetzung für eine ewige Qual bei „normalen Menschen“ nicht gibt, „hilft“ dann nicht wenigstens ein ewiges Leben ein wenig weiter?

 Nur bedingt, denn ein ewiges Leben ist  noch keine „Garantie“ für eine ewige Qual !

Warum nicht?

Weil  allein die Aussicht auf ein ewiges Leben, nicht garantiert, dass es tatsächlich ewig währt! Das wissen wir, seitdem die ersten beiden Menschen, denen diese ewige Aussicht offen stand, wegen ihres Ungehorsams sterben mussten. Und schon war es mit dem ewigen Leben vorbei  - und mit der ewigen Qual erst recht.

In der damaligen Urteilsbegründung ist außerdem folgendes zu lesen: „Weil du  . . . darangegangen bist, von dem Baum zu essen, von dem ich dir geboten habe: ‚Du sollst nicht davon essen‘, so ist der Erdboden deinetwegen verflucht . . . [und du wirst]  zum Erdboden zurückkehren, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“ (1. Mose 3:17-19)

Man beachte: Weder ein Himmel noch eine Hölle wurden bei diesem ersten und entscheidenden Grundsatzurteil als Option genannt, sondern einfach nur „Staub“ -  als Sinnbild der Nichtexistenz  -  und -  wie bei Grundsatzurteilen üblich, verhält sich das immer noch so.

Und nun?

Sofort kommt natürlich an dieser Stelle möglicherweise der Einwand, dass es ja nicht der stoffliche Mensch sei, sondern seine „Seele“, die in der Hölle gequält werden würde . . . !

Doch dazu

Gegenfrage 1: Wird in dem zitierten Urteil überhaupt etwas von einer unsterblichen Seele oder einer Qual erwähnt – oder auch nur angedeutet? 

Antwort: NEIN! 

Gegenfrage 2: Könnte das NEIN daran liegen, dass es eine separate  Seele gar nicht gibt, sondern der Mensch selbst die Seele ist, so, wie das 1. Mose 2:7  beschrieben wird? „So wurde der Mensch eine lebende Seele“ Und wenn der Mensch stirbt, stirbt auch die Seele!? 

Antwort: Wenn die Bibel das so sagt, sollte es wohl stimmen, zumal sie in Hesekiel 18:4  auch noch erklärt, dass „die Seele, die sündigt — sie selbst sterben wird“.

Gegenfrage 3:  Und ist es nicht so, dass die Seele - wenn es sie denn geben würde - von geistiger Wesensart sein müsste  - ähnlich wie es Gedanken sind?   - Und ist es weiterhin und auch deshalb nicht so, dass sich Geistiges durch Feuer nicht quälen lässt?  Weil man Gedanken nicht verbrennen kann? Allenfalls den Denkenden!  Müsste sie daher nicht stofflicher Beschaffenheit sein, wenn Feuer etwas bewirken sollte? Und wäre es in einem solchen Fall nicht „lediglich“ ein kurzer Schmerz, weil eine Seele von stofflicher Beschaffenheit kaum angezündet, schon verbrannt wäre? Eben weil sie halt nicht unsterblich ist?  

Antwort:  . . . Noch nie war ich meinem Schöpfer so dankbar logisch denken zu können, denn nach gründlichem Nachdenken komme ich zu dem Schluss, dass dieser „Lehre“ von einer ewigen Qual die Logik absolut fehlt - von der Wahrhaftigkeit ganz zu schweigen

denn

  • in dem zitierten Urteil wird weder eine Seele noch eine ewige Qual erwähnt.
  • außerdem wurde der Mensch eine Seele und „sie selbst - die Seele“ kann sterben, wie die beiden zitierten Texte es sehr deutlich beschreiben.
  • wenn dann noch  - und jetzt wird es kompliziert - die sich daraus ergebene, nicht vorhandene Seele (geistiger Natur),  von einem nicht vorhanden ewigen Feuer nicht nur wegen der fehlenden Unsterblichkeit nicht gequält werden kann . . . schon gar nicht ewig gequält werden kann, dann . . .
  • ja, spätestens dann muss ich mich schon sehr wundern, wie trickreich und hinterlistig es wohl einst eine katholische Kirche fertiggebracht haben mag  mit dieser schamlosen Lüge, als wäre sie eine ehrwürdige Geschäftsidee,  die Grundlage für ihren Reichtum zu legen, indem sie landauf landab mit großem Erfolg  Ablassbriefe verkaufte, Lügenhaftes gegen Bares !!??!!

Was an Substanz also bleibt ist das, was es schon immer war: die Höllenqual ist ein Mythos.

Bleibt nur noch die Frage nach der von Dir angesprochenen Alternative, nämlich, ob alle Menschen in den Himmel kommen.

Auch dazu habe ich -  der Länge wegen - eine gesonderte Stellungnahme hier eingestellt.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Und ein weiteres Mal: 

Hallo Truthisscary,

in Deiner Frage, von der ich schon zwei Teilfragen biblisch beantwortet habe,  geht es neben dem Geschick derer, die Gott nicht kennen, auch um die Frage nach dem Himmel als eine der Möglichkeiten für die Ewigkeit.

Um auch diese Frage biblisch und anschaulich zu beantworten, gebe ich hier auszugsweise ein Gespräch wieder, das vor einiger Zeit in einer Rubrik, betitelt:  „Gespräch von Mensch zu Mensch“ veröffentlicht wurde.

Das Thema war:

Kommen alle treuen Christen in den Himmel?   (lässt sich auch ergooglen)

„Schalten wir uns dazu einmal in eine typische Unterhaltung an einer Haustür ein. Ein Zeuge Jehovas, den wir „Markus“  nennen, hat gerade bei „Robert“ geklingelt.

Markus: Wenn Sie so an die Zukunft denken, glauben Sie, dass die Lage eher besser wird oder schlechter? Oder bleibt alles, wie es ist?

Robert: Ich denke, es wird besser. Ich glaube sowieso, dass wir in den Himmel kommen und dann bei Jesus sind, und darauf freue ich mich.

Markus: Das ist eine wunderbare Vorstellung. Die Bibel sagt viel darüber, wie es im Himmel ist und was für eine Ehre es ist, dorthin zu kommen. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was die Menschen, die in den Himmel kommen, dort tun werden?

Robert: Wir werden bei Gott sein und ihn für immer und ewig preisen.

Markus: Auch das ist bestimmt etwas sehr Schönes. Interessanterweise sagt die Bibel nicht nur, dass es eine große Ehre ist, in den Himmel zu kommen, sondern sie spricht auch von einer wichtigen Aufgabe, die dort zu erfüllen ist.

Robert: Da bin ich aber gespannt . . .

Markus: Hier in Offenbarung 5:10 steht: „Du [Jesus] hast sie [seine Jünger] zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren.“                                                      

Ist Ihnen aufgefallen,  Robert,  welche Aufgabe die Menschen haben werden, die in den Himmel kommen?

Robert: Hier wird gesagt, dass sie als Könige über die Erde regieren sollen . . .??

Markus: Ist das nicht interessant? Aber über wen werden sie herrschen? . . . Denn wenn alle Menschen in den Himmel kommen und dort als Könige regieren, dann müsste es doch auch jemand geben, über den sie regieren, meinen Sie nicht? Eine Regierung ohne Untertanen würde schließlich keinen Sinn machen.

Robert: Da haben Sie eigentlich recht.

Markus: Deswegen stellt sich die Frage: Über wen werden sie herrschen?

Robert: Ich nehme mal an, über Menschen, die auf der Erde leben und noch nicht in den Himmel gekommen sind . . .

Markus: Aha - das wäre plausibel — wenn alle Guten in den Himmel kommen. Aber wäre es nicht auch denkbar, dass es gute Menschen gibt, die nicht in den Himmel kommen?

Robert: Ich habe noch nie gehört, dass ein Christ so etwas glaubt!

Markus: Ich denke dabei an Psalm 37:29, der übrigens auch von Jesus zitiert wird.

(Robert liest):  . . . da steht: „Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen.“

Markus: Vielen Dank. Haben Sie bemerkt, wo viele gute Menschen einmal leben werden?

Robert: Hier steht, auf der Erde.

Markus: Genau. Und sie leben da nicht nur für kurze Zeit. Wir haben ja gelesen: „Sie werden immerdar darauf wohnen.“

Robert: Das kann doch auch einfach heißen, dass es auf der Erde immer gute Menschen geben wird. Wenn wir sterben und in den Himmel kommen, werden andere gute Menschen geboren, die uns ersetzen.

Markus: So würden viele diesen Vers vielleicht erklären. Könnte es aber nicht sein, dass er ganz anders zu verstehen ist, nämlich, dass gute Menschen überhaupt ewig auf der Erde leben sollen?

Robert: Wie meinen Sie das jetzt? Ein Paradies auf der Erde?

Markus: Eine solche Schlussfolgerung liegt nahe, wenn man sich ansieht, was an einer anderen Stelle in der Bibel — in Offenbarung 21:4 — über die Menschen und das künftige Leben auf der Erde gesagt wird:  „Er [Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“   Klingt das nicht gut?

Robert: Ja, schon. Aber hier geht es doch um das Leben im Himmel.

Markus:  Auf den ersten Blich scheint das so zu sein, aber schauen wir uns den Vers noch mal genau an. Was wird da über den Tod gesagt?

Robert: „Der Tod wird nicht mehr sein.“

Markus: Richtig. Bestimmt sind Sie auch der Meinung, dass etwas nur dann verschwinden kann, wenn es vorher da war.

Robert: Klar.

Markus: Im Himmel hat es den Tod aber nie gegeben. Den gibt es nur hier auf der Erde.

Robert: Hm, das muss ich mir mal überlegen.

Markus: Schauen Sie, Robert, die Bibel sagt, dass eine Anzahl von guten Menschen in den Himmel kommt, viele andere aber werden für immer auf der Erde leben. Vielleicht haben Sie ja schon einmal den Satz aus der Bergpredigt gehört: „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden“ (Matthäus 5:5).

Robert: Das kommt mir irgendwie bekannt vor.

Markus: Wenn die Mildgesinnten, wie es hier heißt, die Erde erben, müsste das doch bedeuten, dass Menschen auf der Erde leben. Das sind die Menschen, die sich über die idealen Zustände freuen können, von denen hier in der Offenbarung die Rede ist. Sie werden erleben, wie sich unsere Welt grundlegend verändert, weil Gott alles Böse beseitigen wird — auch den Tod.

Robert: Ich sehe schon, worauf Sie hinauswollen. Aber ich weiß nicht, ob man das nur mit ein, zwei Bibelversen beweisen kann.

Markus: Da haben Sie recht. Genau genommen gibt es eine ganze Menge von Bibelpassagen, die beschreiben, wie das Leben auf der Erde sein wird. Ich würde Ihnen gern kurz eine von meinen Lieblingsstellen zeigen, wenn Ihnen das recht ist.

Robert: Ja, gern . . .“

Markus: Wir haben ja eben in Psalm 37 den Vers 29 gelesen. Jetzt schauen wir uns mal die Verse 10 und 11 an.

Robert:  Gut. Hier steht: „Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht da sein. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.“

Markus: Danke schön! Wo werden nach Vers 11 „die Sanftmütigen“ — also gute Menschen — leben?

Robert: Da steht: Sie „werden die Erde besitzen“. Ich glaube aber, das bezieht sich auf jetzt; es gibt doch heute gute Menschen auf der Erde.

Markus: Das stimmt. Hier heißt es allerdings auch, dass sich gute Menschen über eine „Fülle des Friedens“ freuen werden. Das trifft ja auf heute nicht gerade zu, oder?

Robert: Nein.

Markus: Vielleicht fragen Sie sich, wie sich dieses Versprechen erfüllen soll. Dazu gibt es einen guten Vergleich: Stellen Sie sich einmal vor, Sie haben ein Haus, in dem mehrere Mietparteien wohnen. Einige Bewohner sind ordentliche Leute. Sie geben auf alles acht und versuchen gute Nachbarn zu sein — man ist froh, dass man sie als Mieter hat. Andere sind genau das Gegenteil. Sie richten im Haus Schaden an und machen ihren Mitbewohnern das Leben schwer. Was würden Sie tun, wenn die Leute keine Anstalten machen, sich zu ändern?

Robert: Die würde ich rauswerfen.

Markus: Genau das wird Gott mit den bösen Menschen auf der Erde tun. Schauen Sie, hier in Vers 10 stand ja: „Der Böse wird nicht mehr sein.“ Das heißt, Gott wird alle, die anderen das Leben schwer machen, „rauswerfen“. Dann können die Guten auf der Erde in Frieden leben. Wahrscheinlich hört sich das jetzt alles recht fremd für Sie an.

Robert: Ja, das habe ich bei uns in der Kirche noch nie gehört.

Markus: Aber Sie beten doch auch das „Vater unser“ : „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe – wie im Himmel, so auch auf der Erde . . .

Robert: Ja, schon, aber das ist mir noch nie in diesem Zusammenhang aufgefallen . . .

Markus: Sehen Sie . . . Und wie Sie schon richtig bemerkt haben, reichen ein, zwei Bibelstellen als Beweis hier nicht aus. Man müsste die Gesamtaussage der Bibel zu dem Thema untersuchen. Aber wenn Sie an die Bibelverse denken, die wir gerade gelesen haben, wäre es Ihrer Meinung nach denkbar, dass zwar schon gute Menschen in den Himmel kommen, viele aber auf der Erde leben werden?

Robert: Ich weiß nicht genau. Aber ich muss zugeben, wie Sie das jetzt mit der Bibel erklärt haben, sieht es so aus. Darüber muss ich mir noch mal Gedanken machen.

Markus: Vielleicht tauchen dabei ja noch andere Fragen auf. Zum Beispiel was mit den guten Menschen ist, die vor uns gelebt haben. Sind sie jetzt alle im Himmel? Wenn nicht, wo sind sie dann?

Robert: Gute Frage.

Markus: Ich könnte jetzt Folgendes für Sie tun: Ich kann Ihnen ein paar Bibelverse zu dem Thema notieren. Und wenn Sie die dann gelesen und darüber nachgedacht haben, würde ich gern wieder vorbeikommen, und wir sprechen darüber.

Außerdem notieren Sie sich bitte diesen Suchtext:

Was ist das Paradies? Was sagt die Bibel?

Googeln Sie bitte nach dieser Doppelfrage. Sie finden dort weiter biblisch gut belegte Antworten.

Robert: Ja, das klingt gut. Vielen Dank.“

Ende des Gesprächs.

Quelle: w12 1. 8. S. 21-23   „Gespräch von Mensch zu Mensch“ (Lässt sich auch ergooglen)

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Noch einmal stelle ich hier eine Fotocollage ein, die  -  über jeden Zweifel erhaben  - ein Beleg dafür ist, dass Jehovas Zeugen,  ungeachtet aller Schranken und Grenzen, „Liebe zur ganzen Bruderschaft . . .“  in Wort und Tat praktizieren (1. Petrus 2:17)

Dieses Fotodokument stand hier schon einmal und wurde gelöscht, weil die Moderation der Auffassung stattgab, dass „die Antwort die Frage nicht beantwortete“  (GF 11.08.2018).

Da jedoch allein die Formulierung der Frage die Unterstellung suggeriert, Jehovas Zeugen würden Rassentrennung stillschweigend gutheißen, muss es der Ausgewogenheit wegen erlaubt sein, durch eine

Gegendarstellung

- auch mit Fotodokumenten - eine eigene Beschreibung des Sachverhalts artikulieren, beziehungsweise richtigstellen und belegen zu dürfen.

(gestützt auf das BayPrG in Kraft ab: 25.05.2018 Fassung: 19.04.2000  Art. 10)

Die Rechtmäßigkeit einer solchen Gegendarstellung ergibt sich außerdem aus der Tatsache, dass die federführenden Kommentatoren auf dieser Seite, diese Gelegenheit einmal mehr dazu missbrauchen, die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Misskredit zu bringen oder zu diskriminieren und zu beleidigen.

Dazu eine Auswahl von Zitaten von dieser Seite, die allesamt mit der Frage,  

Warum sind Zeugen Jehovas nie gerichtlich gegen die Rassentrennung vorgegangen?“ 

noch weniger zu tun haben, als das beanstandete Fotodokument es angeblich haben soll.

ManfredFS:     „Krank zu behaupten, eine schwarze oder dunkle Hautfarbe sei ein Makel das Gott beseitigen wird  . . .“  (bezogen auf ein 110 Jahre altes Zitrat aus Watch Tower vom 15. Februar 1904)

ManfredFS:  „Also glauben zeugen Jehovas anscheinend immer noch schwarze Hautfarbe sei ein Makel . . .

ManfredFS:   „Aber ich sage den Zeugen Jehovas, ihr kämpft gegen Gott, gegen Jesus Christus der unser Gott und Heiland ist und ihr werdet verlieren . . .“

ManfredFS:   „Zeugen Jehovas klagen zusammen mit dem Teufel alle wahren Christen an . . .

telemann2000:   „Zeugen Jehovas sind international vertreten. Rassentrennung gab in ihren Reihen beispielsweise für einige Jahrzehnte in den Vereinigten Staaten . . „

Außerdem fließen auf diesem Nährboden erneut diskriminierende und pauschale Unterstellungen ein, die nicht einmal eine abstrakte Verbindung zur Frage haben.

Deshalb hier ein kleiner fotografischer Querschnitt unseres tatsächlichen Umgangs miteinander:

----------------------------------------------------------------------------------------------------------

----------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo anonym300300300

Seit Adam und Eva versucht Satan der Teufel Menschen zu beeinflussen; ebenso versuchen es jene Engel, die sich ihm anschlossen, seinem Beispiel folgten, und dadurch zu Dämonen wurden.

Erschwerend kommt in unserer heutigen „Zeit des Endes“ hinzu, dass sich inzwischen eine Vorhersage Jesu erfüllt hat, die er in der Offenbarung 12:9-12 hat aufschreiben lassen. 

Sie lautet auszugsweise:

„ . . .hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert . . . Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, dass er nur eine kurze Frist hat.

Wegen dieser „kurzen Frist“ wird er sein Unwesen zwar nicht mehr lange treiben können, doch einstweilen ist es immer noch sehr belastend, dass wir ihm und seinen Dämonenhorden mit unseren menschlichen Körper- und Geisteskräften weit unterlegen sind. 

Es ist also sehr vernünftig, wenn Du danach fragst, was man dagegen tun kann, oder - wie Du es formulierst - „hat Jesus etwas gesagt, wie man sich mit solchen Gedanken verhalten soll?“

Ja, das hat er,  sogar mehrfach - und seine Apostel ebenso - und von diesen ist es der Jakobus, der das WIE auf den Punkt bringt: 

„Unterwerft euch daher Gott; doch widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen . . .“. (Jakobus 4:7)

Das hört sich einfach an.  Doch was heißt das?

An einigen Beispielen lässt sich das herausfinden - und wenn Du sie liest behalte bitte im Sinn, dass alles, was in den folgenden Fällen den Teufel zur Flucht veranlasst, auch seine Dämonen vertreibt.

 

Jesus bspw. zitierte seinen Vater - und allein dessen Name lässt den Teufel zurückweichen.

Der Bericht lautet:

„Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit, und er sagte zu ihm: „Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist.“ Da sprach Jesus zu ihm: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “ Da ließ der Teufel von ihm ab, und siehe, Engel kamen und begannen ihm [Jesus] zu dienen (Matthäus 4:8-11).

Auch das Beispiel der Christen, die im 1. Jahrhundert in Ephesus lebten, hilft dabei, herauszufinden, wie man bösen Geistern widerstehen und wie man sich von ihnen befreien kann.  Bevor sie Christen wurden, pflegten nämlich einige von ihnen spiritistische Bräuche.

Es wird berichtet: „Eine ganze Anzahl von denen, die magische Künste getrieben hatten, trugen ihre Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen“ (Apostelgeschichte 19:19). Dadurch, dass diese neuen Christen konsequent Stellung bezogen und ihre Bücher über Magie verbrannten, gaben sie ein gutes Beispiel für diejenigen, die heute bösen Geistern widerstehen möchten.

Wer ein enges und vertrautes Verhältnis zu seinem Schöpfer Jehova sucht und bewahren will, muss sich von allem trennen, was mit Spiritismus zu tun hat. Dazu gehören unter anderem Bücher, Zeitschriften, Filme, Poster und Musik, die Spiritismus als verlockend und spannend anpreisen – auch und besonders solche, die über das Internet in Deine Wohnung gelangen könnten. Außerdem zählen dazu Amulette und andere Gegenstände, die zum Schutz vor Unheil getragen werden (1. Korinther 10:21).

Zum besseren Verständnis dazu noch einmal der schon zitierte Text: „Unterwerft euch daher Gott; doch widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen . . .“. (Jakobus 4:7)

Der Umkehrschluss daraus: Wenn wir dem Teufel und seinen Dämonen Paroli bieten wollen, dann müssen wir uns „Gott unterwerfen“; d.h. uns ihm durch Glauben, Gebet und unser Handeln nähern  - und nahe bleiben. Wenn wir allerdings gleichzeitig den Dämonen eine „Hintertür“ offen lassen, bleibt unser Ringen erfolglos.  

Die Bibel veranschaulicht das in Sprüche 18:10 mit einem Vergleich:

„Der Name Jehovas ist ein starker Turm. Der Gerechte läuft hinein und wird beschützt . . .“ - vorausgesetzt  - so füge ich hinzu - er macht die „Tür hinter sich zu“!

Neben alledem kommt es außerdem auf Deine Beharrlichkeit an! Das ergibt sich aus der Tatsache, dass Paulus den Christen in Ephesus, die ihre Bücher über Magie vernichtet hatten, einige Jahre danach noch einmal zu diesem Thema schrieb:

„Schließlich erwerbt euch weiterhin Kraft im Herrn und in der Macht seiner Stärke. Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standhalten könnt; denn unser Ringen geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern. Darum nehmt die vollständige Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alle Dinge gründlich getan habt, standhalten könnt“.  (Epheser 6:10-13)

Ist es Dir aufgefallen: „weiterhin“, „vollständig“, „gründlich“ - das sind einige Adjektive (Eigenschaftsbeschreibungen) mit denen Gottes Wort die Dringlichkeit betont, wenn „unser Ringen“ gegen die „Machenschaften des Teufels“ Erfolg haben sollen.

Zwar liegt nach 1. Johannes 5:19 sowieso  „. . . die ganze Welt in der Macht dessen, der böse ist . . .“ -  doch zeigt es sich -  auch nach meiner Erfahrung  -  immer wieder, dass er besonders bösartig auf jene Menschen einzuwirken versucht, die sich ihm ganz bewusst entgegenzustellen versuchen.  Wenn daher jemand öffentlich macht - wie Du es in Deiner Frage anklingen lässt -  dass er/Du ganz konsequent ein Christ sein möchte(st) „und mit Gott mein Leben führen möchte . .“, dann wird prompt die ganze Dämonenwelt hellwach. Und dann ist mehr erforderlich als nur zu sagen „ich bin ein Christ“ - Taten sprechen auch dann lauter als Worte und zeigen, ob und wie ernst Du es meinst. 

Bewusst provokant und wachrüttelnd fragt Dich daher Gottes Wort:

„Du glaubst, dass es einen einzigen Gott gibt, nicht wahr? Du tust sehr wohl. Doch glauben auch die Dämọnen und schaudern. Möchtest du aber wissen, du leerer Mensch, dass der Glaube ohne Werke untätig ist? . . .“ (Jakobus 2:19, 20)  

Erst unsere Taten überzeugen auch unseren Schöpfer - und erst dann wird er zu dem schon erwähnten Turm, in dem der Gerechte beschützt wird, denn erst dann ist erkennbar, dass wir uns in Tat und Wahrheit Gott unterwerfen -  mit dem Erfolg, dass unser Widerstand den Teufel und seine Helfer in die Flucht treibt.  (Jakobus 4:7)

Wie Du aus alledem erkennen kannst, ist das Thema sehr komplex - zu komplex um es hier mit einer kurzen Antwort erschöpfend abzuhandeln.

Wenn Du es vertiefen möchtest google bitte mit den beiden folgenden Suchtexten:

  •  „Ihr jungen Leute — widersteht dem Teufel“

und

  •  „Mit Gott zusammenarbeiten macht Freude“

In jedem der Artikel wird Deine Frage sehr ausführlich erörtert.

Oder nimm ggf. Kontakt zu mir auf und frage gern weiter nach.

So oder so - viel Erfolg und alles Gute.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Nein, anonym300300300, das widerspricht sich nicht,

denn wenn es - wie Du richtig zitierst  - das höchste Gebot ist, Gott zu lieben, ein Christ dennoch „Vater und Mutter mehr liebt als mich“, als Jesus, den Sohn Gottes, dann missachtet er das erste und größte Gebot - oder?

Jesus fordert ja keineswegs, dass Vater und Mutter nicht geliebt werden sollten, sondern „nur“, dass sie auf keinen Fall mehr geliebt werden sollten, als Gott und seine Gebote.

Ein Christ sollte also darauf achten, die richtigen Prioritäten zu setzen.

Der Apostel Petrus - obwohl damals noch sehr jung in der Nachfolge Christi  - hatte das gut verstanden und entgegnete den Respektspersonen seiner Zeit, den Pharisäern und Schriftgelehrten:

„Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:29).

„Die Menschen“ wollten ihm und den anderen Aposteln das Predigen der guten Botschaft verbieten, die aber erinnerten sich an das von Dir zitierte „höchste Gebot“ und vergewisserten sich deshalb der „wichtigeren Dinge“ (Philipper 1:10 NWÜ).

Manchmal verhalten sich Eltern, Freunde oder Verwandte ähnlich wie die erwähnten Respektspersonen und wollen Kindern und auch anderen christliche Aktivitäten untersagen oder sie darin behindern. 

Dieser Zusammenhang wird deutlich, wenn man beachtet, was dem von Dir zitierten Text vorausging: 

Jesus sagte dort: 

Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen; wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist. . . . “   und erst in den darauffolgenden Versen erklärt er das, was Dich zu Deiner Frage veranlasst hat, nämlich „Wer daher zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig (Matthäus 10:32-37).

Loyalität ist also das, was Gottes Sohn von Christen erwartet, zu Recht erwartet, denn allein durch jeden neuen Tag beweist unser himmlischer Vater seinerseits seine Loyalität zu seiner Schöpfung.

Nicht zuletzt bringt Jesus durch seine deutlichen Worte auch seine Sorge darüber zum Ausdruck, dass solche Merkmale einer christusähnlichen Persönlichkeit bei vielen verkümmern würden. Diese Sorge äußerte er bspw. auch bei zwei anderen Gelegenheiten:

Nicht alle, die zu mir sagen ›Herr, Herr‹, werden in Gottes neue Welt kommen, sondern nur die, die auch tun, was mein Vater im Himmel will . . .“ (Matthäus 7:21  GNB).

. . . oder . . .

„aber die Zeit kommt, . . in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten. Der Vater sucht Menschen, die ihn so anbeten“ (Johannes 4:23 NL.DB).

Welchen tieferen Sinn hat das alles?

Loyale Menschen sind einer Bereicherung für jede Gemeinschaft. Sie steigern die Lebensqualität und vertiefen das vertraute Verhältnis zu Gott. Und allein davon hängt ein ewiges Leben ab (Johannes 17:3)

Worte, wie die folgenden, die das Herz berühren, können uns darin bestärken, loyal zu handeln:

„Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr hat je gehört, und kein Mensch konnte sich jemals auch nur vorstellen, was Gott für die bereithält, die ihn lieben“ (1.Korinther 2:9 NGÜ)

Verständlicher Weise nur für die - und eine solche Geisteshaltung beginnt halt damit, Gott mehr zu lieben als alles andere.

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen ein Stückchen weiter.

Alles Gute

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hier ist die offizielle Antwort, auf die mein Freund und Glaubensbruder OhNobody schon hingewiesen hat.

Genau wie OhNobody bin ich überzeugt, dass Du, werter telemann, diese Quelle kennst, und gar nicht hättest fragen müssen. Aber so kennen wir Dich ja - und last but not least, sind wir Dir dennoch dankbar, dass wir mal wieder ausführlich im Gespräch waren.

So gesehen veröffentliche ich den nachfolgenden Text weniger Deinetwegen, sondern für die interessierte Öffentlichkeit.

Er stammt aus dem WT vom 15.10.1960 S. 638

Fragen von Lesern

● Warum duldet die WTG — wenn sie doch keine Rassenvorurteile hat — anlässlich ihrer größeren Versammlungen in gewissen Teilen des Landes [USA] die Rassentrennung? Kommt dies nicht einem Kompromisse gleich? — F. C., Wisconsin.

Weshalb wir uns den Rassentrennungsgesetzen und dieser Taktik gewisser Regierungen und Organisationen dieser Welt fügen, ist die Frage. Nun, weil Jehova uns nicht damit beauftragt hat, die Welt zu bekehren, da sie so böse ist, daß sie nicht mehr gebessert werden kann und daher vernichtet werden wird. Jehova hat uns beauftragt, das Evangelium zu predigen. Was sollten wir nun tun? Sollten wir aufhören zu predigen, und dafür Rassenfragen auskämpfen? Wir führen Versammlungen sowie Taufen nie nach Rassen getrennt durch, wenn wir sie zusammen abhalten können. Doch wenn das unmöglich ist, sollten wir dann nicht eher separate Versammlungen und Taufen veranstalten als gar keine? Sollen wir alle geistige Speise austeilen, auch wenn wir es nach Rassen getrennt tun müssen, oder sollen wir überhaupt keine austeilen? Sollen wir dafür sorgen, daß alle getauft werden können, auch wenn es nach Rassen getrennt zu geschehen hat, oder sollen wir überhaupt keine Taufe veranstalten? Sollten wir uns gegen Cäsars Rassentrennungsgesetze anstemmen, wenn sie uns nicht zwingen, Gottes Gesetze zu übertreten? Gott verbietet nach Rassen getrennte Versammlungen und Taufen nicht, aber er gebietet, daß wir uns versammeln und daß Menschen getauft werden. (Matth. 28:19; Heb. 10:25) Sollten wir also Gott ungehorsam sein, um eine Rassenstreitfrage auszufechten? Uns gegen die Rassentrennungsgesetze anzustemmen würde zu einer Zerrüttung des Zeugniswerkes führen, zu dessen Stillstand, zu Pöbelgewalttaten und möglicherweise zum Verlust von Leben. Um diesen Preis werden wir uns nur Gesetzen entgegenstellen, die das Predigen des Evangeliums verbieten.

Einige mögen argumentieren, daß Rassentrennung von Gott verboten sei, indem sie Galater 3:28 (NW) anführen: „Da gibt es weder Juden noch Griechen, da gibt es weder Sklaven noch Freie, da gibt es weder Mann noch Weib, denn ihr alle seid e i n e r in Einheit mit Christus Jesus.“ Daß Paulus das in geistigem, nicht in buchstäblichem Sinne meinte, ist offensichtlich, denn tatsächlich gab es unter Christen Männer und Frauen, Sklaven und Freie, Juden und Griechen. Weil es Juden und Griechen gab, paßte Paulus sich und seine Predigttätigkeit besonders diesen Klassen an. (1. Kor. 9:19-22) Die Tatsache, daß er Sklaven und Freie anerkannte, werden wir noch eingehender betrachten, da dies direkt mit der Frage der Rassentrennung zu tun hat. Wieso? Weil die Rassentrennung in der Sklaverei verwurzelt und ein Auswuchs und Überbleibsel der Sklaverei ist. Rassentrennung, der dunkle Punkt, der von der Sklaverei übriggeblieben ist, ist ein kleineres Übel als die Sklaverei selbst. Wenn also die Bibel Christen nicht anweist, die Sklaverei zu bekämpfen, so wird sie auch den Kampf gegen das geringere Übel, die Rassentrennung, der auf Kosten der Verkündigung des Evangeliums ginge, nicht gutheißen.

Selbst innerhalb der Christenversammlung protestierte Paulus nicht gegen die Sklaverei seiner Tage. Onesimus war Philemons Sklave, und beide waren Christen. (Philem. 10-16) Paulus schrieb an Timotheus, der die Gesellschaft der Zeugen von heute darstellte, wie folgt: „Möchten so viele, die Sklaven unter einem Joche sind, weiterhin ihre Gebieter aller Ehre würdig achten.“ Warum? „Damit der Name Gottes und die Lehre nie verlästert werden.“ Die Verkündigung des Königreiches und Jehovas Rechtfertigung sind die Streitfragen, die vorangestellt werden sollen, und nicht die Gleichheit der Geschöpfe sowie Rassenfragen. „Möchten ferner jene, die gläubige Gebieter haben, nie auf sie herabblicken, weil sie Brüder sind. Im Gegenteil, möchten sie um so bereitwilliger Sklaven sein, weil jene, die die Wohltat ihres guten Dienstes empfangen, Gläubige und Geliebte sind.“ (1. Tim. 6:1, 2, NW) Hier beachte man wiederum, daß die Sklaverei in jener Zeit selbst innerhalb der Christenversammlung bestand.

Paulus schrieb ferner: „In welchem Stande ein jeder berufen wurde, darin bleibe er. Wurdest du als Sklave berufen? So mache dir deshalb keine Sorgen; doch wenn du frei werden kannst, dann ergreife lieber die Gelegenheit.“ Wenn Paulus dies mit Bezug auf die Sklaverei sagen konnte, wieviel mehr kann es mit Bezug auf jene gesagt werden, die durch Rassentrennungsgesetze benachteiligt waren. „Mache dir deshalb keine Sorgen.“ Es ist nicht etwas, womit sich Christen plagen sollten. Wenn sich aber Glieder des Volkes des Herrn an Orten befinden, wo sie frei sind von Rassentrennungsgesetzen oder einer solchen Taktik, freuen sie sich über die größere Freiheit, und es ist ihnen eine Lust, sich gemeinsam zu versammeln. Alle sind Sklaven Christi, wie Paulus es weiter zeigt: „Wer im Herrn als Sklave berufen wurde, ist der Freigelassene des Herrn; so auch, wer als Freier berufen wurde, ist ein Sklave Christi.“ (1. Kor. 7:20-24, NW) Überraschenderweise haben einige farbige Brüder energisch gegen den Gebrauch des Wortes „Sklave“ in der Neuen-Welt-Übersetzung (engl.) protestiert. Irgend jemand, der nicht wünscht, Christi Sklave zu sein, sei er weiß oder schwarz, kann seinen Dienst irgendwann einstellen; doch wird er dessenungeachtet Sklave bleiben, und zwar Sklave Satans und der Sünde. (Röm. 6:16-23, NW) Wer des Menschen Wichtigkeit hervorhebt, verliert bald die eigentlichen Lebensfragen aus den Augen.

Jehova sieht nicht die Person an. Auch sein Volk tut das nicht. Die Welt, in der wir leben, aber tut es. Weiße hegen Vorurteile gegen Farbige, und Farbige Vorurteile gegen Weiße. In gewissen Gemeinden von Farbigen würde ein Weißer, der nach Eintritt der Nacht deren Gebiet betreten sollte, dabei sein Leben aufs Spiel setzen. Eine solche Sachlage damit begründen zu wollen, daß die Weißen ja die Unterschiede eingeführt hätten, ist nicht biblisch. (Röm. 12:17) Sollten sich nun Weiße in feindlichgesinnte Gemeinwesen begeben, in denen die Gefahren außerordentlich groß sind, und sollten sie die Schläge, ja möglicherweise den Tod auf sich nehmen, um zu beweisen, daß sie das demokratische Recht haben, dort anwesend zu sein? Sollte ein weißer Zeuge sein Leben dadurch gefährden, daß er eine Versammlung farbiger Zeugen an einem solchen Ort besucht oder über Nacht bei seinen farbigen Brüdern bleibt, nur um sein demokratisches Recht auf ein solches Vorgehen zu beweisen?

Viele Farbige haben in Bezug auf die Hautfarbe ein Vorurteil gegen ihre eigenen Leute. Ne ger mit hellerer Haut meiden solche, die dunkler sind. Einige, die auf der westlichen Halbkugel wohnen, sehen auf die Schwarzen von Afrika herab. In Südafrika beurteilen Weiße die Mischlinge abfällig, die Mischlinge ihrerseits die eingeborenen Schwarzen, die eingeborenen Schwarzen die indischen Kulis, und im Heimatland Indien selbst schauen die Inder auf jene herab, die zu keiner Kaste gehören, also Verstoßene sind. Wer ist so unschuldig, daß er den ersten Stein werfen dürfte? Können wir nicht sehen, daß alle Klassen des Menschengeschlechts böse sind und daß wir vor einer unmöglichen Aufgabe stehen, wenn wir anfangen wollten, sie zu verbessern, ja vor endlosen Unterschieden und vielen Verschiedenheiten oder Ungerechtigkeiten, die zu überwinden wären und gegen die soziale und politische Organisationen dieser Welt seit Jahren erfolglos gekämpft haben? Wenn wir es ihnen gleichtun wollten, würden wir mit ihnen versagen, würden unsere Zeit für solche Reformen aufbrauchen, würden als Zeugen Jehovas versagen und nur etwas tun, was dem Teufel gefiele.

So laßt uns Gott zu gefallen suchen, indem wir das Evangelium trotz der unerwünschten Verhältnisse predigen, die die Welt des Teufels für uns schaffen mag. Lassen wir uns nicht durch Satan vom Wege weglocken noch uns in einer feinen Schlinge unter dem Vorwand erhabener Motive und Ideale fangen. Können wir nicht auf Jehova warten, daß er das Unrecht rächt, das wir jetzt erleiden? Unsere farbigen Brüder haben wirklich viel Ursache zur Freude. Ihre Rasse ist demütig und lernbereit, und ein hoher Prozentsatz des theokratischen Zuwachses kommt aus ihren Reihen. Was macht es denn aus, wenn die weltlich Weisen und Mächtigen und Edlen auf sie herabblicken und sie als töricht und schwach und unedel betrachten, als solche, die mit den selbsterhöhten Weißen nicht auf gleichem Fuße stünden? Es gereicht Gott schließlich zur Ehre, denn er verwirrt die Weisen dieser Welt, indem er jene herauswählt, die in der Welt als töricht, schwach und unedel gelten. Rühmen wir uns daher Jehovas und unserer Gleichheit vor ihm, statt uns der Gleichheit vor der Welt zu rühmen. (1. Kor. 1:26-31, NW) Zur bestimmten Zeit werden die Erhöhten gedemütigt und die Demütigen erhöht werden. (Matth. 23:12) Wir alle erwarten diese Rechtfertigung, die Gott zu seiner bestimmten Zeit herbeiführen wird. Bis dahin raten wir hinsichtlich der Sklaverei und deren nachhaltiger Spuren, der Rassentrennung: „Mache dir deshalb keine Sorgen.“ (1. Kor. 7:21, NW) Wenn möglich, werden wir uns zusammen versammeln; wenn es nicht möglich ist, werden wir uns getrennt versammeln; aber in jedem Falle sind wir im Geiste stets eins, sind also Brüder, die in unseren, in Christi und in Gottes Augen gleich sind.

Quelle w60 15.10. S. 638

____________________________________________________________________________

____________________________________________________________________________

...zur Antwort

Auf Deine Frage zu diesem meinen ersten Beitrag  gern doch noch einmal eine Entgegnung, telemann . . .

. . . „berechtigt“ sind - wie mir scheint - alle Anklagen gegen uns - zumindest aus der Sicht der Kläger und  -  wie ich vermute, auch aus Deiner Sicht  -  denn immerhin nehmen sie, diese, in meiner ersten Antwort schon erwähnten Kläger, geradeso wie die „Engel des Lichts, immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit an . . .“ - obwohl sie - wie ebenfalls dort geschrieben steht  - Diener des Teufels sind -   (siehe dazu bitte noch einmal 2. Korinther 11:14, 15).

Und daher bleibt es nicht aus, dass es immer wieder Fälle gibt, in denen  -  wie in der Rechtsprechung üblich und Dir sicherlich auch bekannt ist - Klagen abgewiesen werden.

Das wird in den hier zur Diskussion stehenden Klagen schon deshalb gar nicht anders sein können, weil diese Kläger Diener einer „Gerechtigkeit“ sind, die sich von der Gerechtigkeit Gottes so weit abhebt, wie sich Licht von der Finsternis unterscheidet (2. Korinther 6:14-16).

Das dazu nötige Unterscheidungsvermögen vermittelt Gottes Wort bspw. in 1. Johannes 3:10: denn „ . . .daran zeigt sich, ob jemand ein Kind Gottes oder ein Kind des Teufels ist: Wer nicht das tut, was ´in Gottes Augen` recht ist, stammt nicht von Gott.“ (Neue Genfer Übersetzung)

Trotz alledem möchtest Du gern wissen, warum es bei Gottes „heutigem Volk, den Zeugen Jehovas“ (Deine Formulierung!!) anders sein sollte, als es dem Volk Gottes in den vergangenen Jahrhunderten erging, die nämlich auch oft angeklagt  -  und in vielen Fällen sogar von Gott selbst verurteilt wurden.

Dazu die Antwort der Bibel:

Im Gegensatz zu Gottes Volk der vorchristlichen Zeit, das in Kolosser 2:13-17 mitsamt seinem mosaischen Gesetz „als ein Schatten der künftigen Dinge“ beschrieben wird, gehört Gottes Volk der christlichen - also unserer -  Zeit zu der „Wirklichkeit, die dem Christus gehört . . .“ (nachzulesen in Kolosser 2:17). Und zu dieser christlichen Wirklichkeit gehört Jesu Machtfülle, die ihm nach seiner Auferstehung von seinem Vater übertragen wurde, und die ihn veranlasste, seinen Nachfolgern zuzurufen: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben . . . darum gehet hin und lehret alle Völker . . . Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28:18-20 Lutherbibel 2017)

Nie zuvor gab es in der Geschichte des Volkes Gottes eine solche ordnende, schützende und sehr mächtige Führung; denn sie gibt es erst, seitdem „der Mann, den Gott dazu bestimmt hat“ und dem „alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben wurde“ Gottes Volk führt, begleitet und genau das umsetzt, was er versprochen hat, nämlich: „siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“. (Matthäus 28:20 und Apostelgeschichte 17:31) 

Nie zuvor erfreute sich Gottes Volk eines solch mächtigen Königs.

Und nie zuvor erfreute sich Gottes Volk einer so vollständigen Dokumentation des Willens Gottes, wie es sie seit Abschluss der apostolischen Ära gibt. Denn erst danach - und unter der Federführung Jesu - entstand das „Neue Testament“, in dessen Zeilen auch das „Gesetz des Christus“ eingebunden ist (Galater 6:2 NGÜ). 

Und erst seitdem verfügt Gottes Volk über eine „ . . . ganze Schrift, die von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren ist, zum Zurechtweisen und zum Richtigstellen der Dinge . . .“ (2. Timotheus 3:16).

Und weil all das inzwischen gut und immer besser funktioniert und ständig praktische Anwendung findet, aktualisiert Gottes Volk der Neuzeit von Zeit zu Zeit seine Verfahrensweisen - ohne deshalb die Zielsetzung zu ändern - , so, dass wir bspw. auch Dir neuerdings auf diesem digitalen Weg dabei helfen können, Gottes Denkweise kennenzulernen.

Aber zurück zu Jesu Garantieversprechen:

Gestützt darauf begann Gottes christliches Volk dereinst  - inmitten seiner Feinde und beflügelt durch diesen „geht daher hin - Auftrag“  - die von Jesus angekündigten „größere Werke“ zu tun, und deshalb die gute Botschaft nicht nur in Jerusalem, ganz Judạ̈a und Samaria, sondern „bis zum entferntesten Teil der Erde“ zu verkündigen (Hebräer 10:12, 13; Lukas 20:41-43; Johannes 14:12; Apostelgeschichte 1:8). 

Und die sich daraus ergebende ständig fortschreitende Entwicklung gelingt inzwischen trotzdem immer besser, obwohl es weit mehr Feinde als Freunde der guten Botschaft gibt. Doch der Grund für das Gelingen: „ . . . denn ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“.

Kein Wunder also, dass Gottes Sohn mit dieser ihm übertragenen Machtfülle auch eine ganze Reihe weiterer Neuerungen einführte.

Zum Beispiel ließ er - rund 60 Jahre später - den Apostel Johannes das letzte Bibelbuch, die „Offenbarung“, schreiben, (siehe dort der erste Vers) – und in der ihm eigenen bescheidener Weise machte er - Jesus - auch keinen Hehl daraus, dass der Inhalt des Buches von seinem Vater stammt, und er dessen Worte deshalb - kraft seines Amtes - für uns festhalten ließ. Schon im dritten Vers erfahren wir außerdem, dass es sich dabei um Botschaften für künftige Zeiten handelt, auf die man hören und die man sehr ernst nehmen sollte; „denn -  so die Begründung - „die bestimmte Zeit ist nahe.“ 

Und in der Tat, kein Bibelbuch enthält mehr fortschreitende und zukunftsorientierte Botschaften, wie die Offenbarung – wenngleich häufig in hochsymbolischer Sprache.

Vor diesem Hintergrund erwähne ich - um den Faden nicht zu verlieren - den in meiner ersten Antwort teilzitierten Text aus der Offenbarung 12:7-10 noch einmal, dieses Mal allerdings vollständig. 

Bitte behalte dabei im Sinn, dass sich der dort geschilderte Vorgang in der heutigen Zeit, in der Zeit des Endes abgespielt und abgespielt hat, „denn die bestimmte Zeit war damals schon nahe“ – und ist inzwischen sogar sehr nahe. Das erklärt auch, warum Jesus den Text in der Vergangenheitsform formulieren lässt, geradeso, wie sich die Situation für uns heute rückblickend darstellt:  

„Und Krieg brach aus im Himmel: Michael [aus Daniel 12:1] und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, doch gewann er nicht die Oberhand, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden. Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert. Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: „Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus’ herbeigekommen, denn der Ankläger unserer Brüder ist hinabgeschleudert worden, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagt!“

Und das bedeutet u.a., dass dieser Ankläger und die Seinen seitdem die vorletzte Station seines und ihres Daseins erreicht haben.

Deshalb und zum guten Schluss – und obwohl ich inzwischen in einer weiteren Frage von Dir gelesen habe, „warum die Zeugen eigentlich immer so prozessfreudig sind?“ und ich deshalb -  pardon - bezweifeln darf, ob Du wirklich weißt, was Du möchtest: denn einerseits fragst Du, warum wir nicht gerichtlich vorgehen und nur Stunden später fragst Du, warum wir so prozessfreudig sind . . . also trotz alledem komme ich nun endlich zum Kern Deiner ersten Frage - und damit meine ich die, die ganz oben auf dieser Seite steht: 

Überlege bitte einmal, ob der „Richter der ganzen Erde“ (1. Mose 18:25) mit einem solchen „Ankläger unserer Brüder“, auf diese Weise verfahren würde, WENN es sich – wie von Dir vermutet - Tag und Nacht um „berechtigte Anklagen“ handeln würde? Und zwar aus der Perspektive Gottes „berechtigte Anklagen“?. Und ihn trotzdem einfach aus dem Himmel hinabschleudern würde?

Oder ist es nicht vielmehr so, dass dieser Ankläger, ebenso wie seine Handlanger, bei Gott in einem sehr schlechten Ruf stehen. Immerhin liest man in ihren „Führungszeugnissen“ etwas von einem „Diábolos“ (gr.), was soviel wie „Teufel“, „Verleumder“ oder „Falschankläger“ bedeutet (Johannes 8:44).

Daher erlaube ich mir - lieber telemann  -  einen guten Rat Gamạliel´s an Dich weiterzugeben, denn es war der Rat eines angesehenen Gesetzeslehrers, auf den sogar die Pharisäer manchmal achteten, und der sich sinngemäß so anhört: 

 „ . . . deshalb sage ich dir unter den gegenwärtigen Umständen: Steh ab von diesen Menschen, und lasst sie gehen, denn wenn dieses [unser] Unterfangen oder dieses Werk von Menschen ist, wird es umgestürzt werden; wenn es aber von Gott ist, werdet ihr [und wirst Du] sie nicht stürzen können; andernfalls mögt ihr [magst Du] vielleicht als solche(r) erfunden werden, der in Wirklichkeit gegen Gott kämpft . . .“ !! (Apostelgeschichte 5:33-39)

Oder ganz kurz mit Jesu Worten:

 „. . . mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch messen . . .“ (Matthäus 7:2)

. . . trotzdem und immer noch: Alles Gute

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort