Hallo LeonieH13 . . .

. . . es ist auf jeden Fall ganz toll, dass Du mit Deiner Oma solche tiefgründigen Gespräche führst; außerdem lobst Du sie und bist begeistert darüber, dass sie sich „gut damit auskennt“ - so manche Oma wünschte sich eine solche Enkelin – aber auch umgekehrt.

Trotz alledem gefällt Dir ihre Antwort nicht - jedenfalls nicht wirklich.

Von wem müsste - Deiner Meinung nach - stattdessen eine Antwort kommen, damit Du sie akzeptieren könntest?

Müsste es vielleicht jemand sein, der sich damit nicht nur „gut auskennt“  - sondern noch etwas besser oder vielleicht sogar „am besten auskennt“?

Und wäre es eventuell das Allerbeste , wenn die Antwort von jemandem käme, der nicht nur Deine Frage gut beantworten könnte, sondern der auch noch die Entscheidungsgewalt darüber hätte, wer in den Himmel kommt – und wer nicht?

Intelligent wie Du bist, entscheidest Du Dich wahrscheinlich für den letzteren - oder?

Nehmen wir mal an, Du würdest an dieser Stelle zustimmend nicken, dann nickst Du vermutlich auch deshalb, weil Du schon ahnst, wer das wohl sein könnte, der da die Entscheidungsgewalt hat -  richtig?

„Der Richter der ganzen Erde“ -  so wird unser himmlischer Vater in der von ihm inspirierten heiligen Schrift genannt. Er selbst hat diese Bezeichnung in 1. Mose 18:25 aufschreiben lassen - und inzwischen hat er außerdem dafür gesorgt, dass diese seine Worte in rund 3.000 Sprachen (!!) auf der ganzen bewohnten Erde verfügbar sind.

Der Weltbestseller schlechthin.

Warum?

Damit Du  - wie Millionen anderer auch -  Dich von seiner Antwort auf Deine und alle anderen lebenswichtigen Fragen selbst überzeugen kannst.

Und Du wirst staunen, wie präzise sie in Deinem Fall ausfällt  - hier zitiere ich sie Dir:

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen, denn wer sich Gott naht, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird“  (Hebräer 11:6).

Eine andere Übersetzung formuliert das so:

„Ihr seht also, dass es unmöglich ist, ohne Glauben Gott zu gefallen. Wer zu ihm kommen möchte, muss glauben, dass Gott existiert und dass er die, die ihn aufrichtig suchen, belohnt.“

Bist Du nun sehr enttäuscht?

Auch wenn Du  - wie Du schreibst - „das einfach nicht glauben kannst“ - Deine Oma hat Dir die richtige Antwort gegeben: Denn ohne Glauben ist es unmöglich . . .!

(Bedankst Du Dich nun bei Ihr?)

Wie aber ist es mit der in dem Bibeltext erwähnte Belohnung? Würde die Dich trotzdem interessieren?

Doch der Weg dorthin   - nach  Gott zu suchen -  und das auch noch ernstlich und aufrichtig erscheint Dir zu umständlich?

Überlege bitte einmal,  warum das so ist?

Warum genügt es nicht, einfach zu sagen „na gut, dann glaube ich eben . . .“?

Weil Dein Schöpfer - völlig zu Recht -  mehr erwarten darf,  als nur Leichtgläubigkeit!

Und was er deshalb unter „Glauben“ versteht, hat er auch ganz deutlich definieren lassen:

„Der Glaube ist“  - so kann man es nachlesen in Hebräer 11:1 -  „die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie [noch] nicht sieht . . .“ (Hebräer 11:1).

Wieso aber erwartet unser Schöpfer einen Glauben von einer so hohen Qualität, dass man ihn als „gesicherte Erwartung“  einstufen könnte?

Weil seine Schöpfungswerke, angefangen von den hochkomplizierten Zellen, von denen einige Billionen Deinen Körper bilden,  bis hin zu dem unendlichen und präzise funktionierenden Universum eine solche Fülle von Beweisen für seine Größe, seine Macht, seine Weisheit und seine Zuverlässigkeit liefern, dass allein unsere wunderschöne Heimat Erde Grund genug wäre, sich einem solchen liebevollen Vater im Himmel gegenüber als dankbar zu erweisen  - und ihm voll zu vertrauen. 

Oder -  um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: „Denn seine [Gottes] unsichtbaren Eigenschaften werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so dass sie [wir Menschen] unentschuldbar sind . . .“. (Römer 1:20)

Zusammenfassend also bis hierher:

Wer Gottes Anerkennung erlangen möchte, muss an ihn glauben, muss bereit sein von ihm zu lernen - und muss auch lernen, das Gelernte im eigene Leben anzuwenden.

Kann man aber an jemanden glauben und ihm vertrauen, wenn man ihn (noch)  gar nicht so richtig kennt?

Und  - was bringt es Dir, wenn Du ihm, Deinem Schöpfer mit Respekt und Ehrerbietung begegnest?

Jesu Antwort:  „Dies bedeutet ewiges Leben“ bzw. davon ist es abhängig, „dass sie [Du und ich] fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus. . .“ (Johannes 17:3)

Gott bietet also allen ein ewiges Leben, die ihre ernsthafte Bereitschaft zeigen, fortlaufend Erkenntnis über ihn und seinen Sohn Jesu Christus in sich aufzunehmen! Was heißt das? Das heißt lernen, sogar sehr viel lernen. Lernen, wer Gott ist, lernen wie er denkt und lernen, was er vorhat mit seiner Erde -  und mit uns, die wir darauf wohnen.

Mit sehr großem Aufwand hat er deshalb - wie oben schon erwähnt -  dafür gesorgt, dass seine Worte und seine Gedanken  in rund 3.000 Sprachen auf der ganzen bewohnten Erde verfügbar sind.

Doch obwohl diese schriftliche Dokumentation jedem zugänglich ist, machen sich nur wenige Menschen die Mühe sie aufmerksam zu lesen, und auch für das Nachdenken darüber nehmen sie sich kaum die nötige Zeit,  und noch weniger populär ist das entsprechende Handeln.

Stattdessen folgt die Mehrheit lieber eigenen Ideen und Vorstellungen - ohne sich ernsthaft zu bemühen, Gottes Denkweise kennen zu lernen.

Hier ein Beispiel:

Zwar möchte kaum jemand sterben, aber da es unumgänglich zu sein scheint, möchten viele dann anschließend doch lieber in den Himmel.

Gottes Wort enthält aber gar keine Zusicherung, dass alle Menschen in den Himmel kommen!

Stattdessen erfahren wir darin viel häufiger etwas von einem ewigen Leben auf einer heilen Erde!

Dazu einige Textbeispiele aus Gottes Wort, der Bibel:

Die Erde wird immer bewohnt sein: Jesaja 45:18 „ER, der wahre Gott und Bildner der Erde hat sie nicht einfach umsonst erschaffen, er hat sie gebildete, damit sie auch bewohnt werde . . .“

Trotz dieses göttlichen Vorsatzes lassen aber wir Menschen offensichtlich keine Gelegenheit ungenutzt,  um unsere schöne Heimat Erde zu zerstören.  Gott wird das allerdings nicht auf Dauer dulden und sichert deshalb zu, dass er das, was der Mensch in seiner gottlosen Habgier buchstäblich und geistig zugrunde gerichtet hat, wiederherstellen wird.  

Höchst interessant, was er uns darüber wissen lässt:

Es wird eine neue Erde und einen neuen Himmel geben:  2. Petrus 3:13  „Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen“  (Wobei der Kontext zeigt, dass sich „Erde“ und „Himmel“ in diesem Zusammenhang auf „Bewohner“ und „Regierung“ beziehen) 

Jesus sichert Mildgesinnten sogar zu, die Erde als Erbbesitz zu erhalten:

Matthäus 5:5    „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden

Alle Verstorbenen werden - ebenfalls nach Jesu Worten -  auferstehen:

Johannes 5:28, 29  „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften [Gräbern] sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.“

Jesus verheißt überdies, dass sein Vater etwas Grundlegendes verändern wird:

Offenbarung 21:3, 4 . . .„Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen [nicht umgekehrt], und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod [den es nur auf der Erde gibt] wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

Und dann noch Jesu Worte an seine relativ wenigen treuen Gefährten, die mit ihm im Himmel regieren werden:

Lukas 22:28-30 28  „Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich esst und trinkt und auf Thronen sitzt . . .“

 

Zum Schluss daher die Frage:  Hat er (Jesus) das alles wirklich so gemeint?   

Auf jeden Fall, denn nach seinen Worten in Matthäus 7:21 . . . wird nicht jeder, der zu mir [Christus]: ‚Herr, Herr‘ sagt,  in das Königreich der Himmel eingehen, sondern [nur] wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. . .“ 

Das alles ist  - auch wenn es viel erscheint - nur ein kleiner Teil von dem, was derjenige, der es besser weiß als wir alle gemeinsam - was dieser unser Vater im Himmel uns schriftlich übermittelt hat.

Daraus magst Du vielleicht erkennen können, dass es viel zu lernen gibt  - sogar vieles, was die tiefgründigen Gespräche mit Deiner Oma noch viel tiefgründiger und interessanter machen könnte . . . auf jeden Fall aber mehr, als man mit einer Antwort hier bei GF vermitteln kann.

Meine Empfehlung daher:  Nutze die kostenfreien und unverbindlichen Bibelkurse, die wir als Zeugen Jehovas allen Menschen in allen Ländern dieser Erde  –   in derzeit 904 Sprachen   - anbieten. 

Millionen Menschen nutzen sie bereits, und lernen dabei ihre eigene Bibel besser zu verstehen, doch (Achtung!) niemand muss deswegen ein Zeuge Jehovas werde - auch das können Dir viele Kursteilnehmer bestätigen.

Über die folgenden Google- Suchtexte erhältst Du  - wenn Du möchtest -  mehr Detailinformationen:

  • Das erwartet Sie bei einem Bibelkurs
  • Was lehrt die Bibel wirklich?
  • Was nur in der Bibel steht (ungekürzt)

Ansonsten frage auch bei mir gern nach, habe Dank für Deine gescheiten Fragen und grüße Deine Oma von mir.

Viel Freude und alles Gute.

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Hallo Pit7889

Millionen Christen suchen - genau wie Du - nach einer plausiblen Erklärung zu der Frage „wie die Dreieinigkeit gemeint ist“  - aber sie finden keine. Keine plausible!

Alles was man zu dieser Lehre an Fakten findet, bestätigt stets und immer, dass sie  - diese Lehre - nicht inspiriert, sondern menschlichen Ursprungs und mit der Bibel  - schlüssig   - nicht zu belegen ist.

Die Lehre entstand in der Tat erst Jahrhunderte nach Abschluss der Bibel !

Man fragt sich natürlich, wie es sein kann, dass sich eine philosophisch geprägte Lehre zwischen dem Wort Gottes einerseits, zwischen jenem Wort also, dass nach Jesu Aussage in Johannes 17:17 die Wahrheit verkörpert   - und den gläubigen Christen andererseits,  wieso sich also dazwischen eine erfundene und erlogene Lehre einnisten kann  -   und damit nicht genug -  auch noch, aller Wahrheit zum Trotz,  auf der Erde verbreiten kann?  Wie kann das sein?

Das ist zwar schon allein deshalb höchst bedenklich, weil die Schlussworte im letzten Buch der Bibel, die gegen Ende des ersten Jahrhunderts u. Z. niedergeschrieben wurden, ganz deutlich davor warnen, dem Wort Gottes irgendetwas hinzuzufügen oder irgendetwas daraus zu entfernen. (siehe bitte Offenbarung 22:18, 19)

Doch die Bibel erklärt auch, wie es trotz dieser Warnung zu solchen Irrungen kommen kann. In dem inspirierten Text der Apostelgeschichte (20:29, 30) liest man dazu folgendes: „Ich [Paulus]  weiß, dass nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen“ - das wurde niedergeschrieben um 60 u.Z.

Und  - man höre und staune - ein katholisches Nachschlagewerk, die  New Catholic Encyclopedia bestätigt genau das, wenn sie erklärt:

„Die Formulierung ,ein Gott in drei Personen‘ setzte sich erst gegen Ende des 4. Jahrhunderts richtig durch und war bis dahin noch nicht völlig in das christliche Leben und das christliche Glaubensbekenntnis aufgenommen worden. Aber erst diese Formulierung kann eigentlich Anspruch auf die Bezeichnung Dreieinigkeitsdogma erheben. Den apostolischen Vätern war eine solche Auffassung oder Vorstellung völlig fremd“ (1967, Bd. XIV, S. 299). 

Und noch etwas:

Wenn man einer ganzen Welt  „verdrehte Dinge“ vermitteln möchte, muss man das sorgfältig vorbereiten. Und auch das ist den „bedrückenden Wölfen“ zunächst einmal gelungen: Sie haben den einzigartigen Namen Gottes - JHWH – Jahve – Jehova - aus der Bibel entfernt, und schon lässt sich ein dreieiniger und namenloser Gott besser „verkaufen“.

 

Hätte Gott das nicht verhindern können?

Er hat es verhindert - aber auf seine ihm eigene sehr weise Art . . . und gleichzeitig gibt er dabei allen Menschen eine Gelegenheit, sich zu positionieren: Entweder auf seiner Seite oder auf der Seite jener, die diese „verdrehten Dinge reden“.

Schon durch den Propheten Jesaja (700 v.u.Z.)  lässt er uns wissen, dass sein Wort, ebenso wie der Wasserkreislauf,  genau das bewirken wird,  wozu es/er erschaffen wurde  – und niemand wird das verhindern können. Ebenso bestätigt Jesus, dass nichts und niemand hier auf der Erde seines Vaters Wort so nachhaltig wird verändern können, dass die Wahrheit untergehen würde. Wörtlich: „ . . . wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ . . . frei von allen Irrtümern und frei von allen Missverständnissen.  (Johannes 8:27-32).

Und in der Tat:  Die Haltlosigkeit der Dreieinigkeitslehre – ebenso wie der Name Gottes ist allen aufrichtig wahrheitsliebenden Menschen seit langem wohlbekannt  - und beides wird immer bekannter. Zwar nur bei einer Minderheit –  aber genau das ist nach Jesu Worten charakteristisch für „den schmalen Weg, der zum Leben führt, und auf dem es nur wenige geben wird, die ihn finden werden“ (Matthäus 7:13-14).

Die Wahrheit über diese, Gott entehrende,  Dreieinigkeitslehre wird unter aufrichtigen Menschen auch deshalb immer bekannter, weil Wahrheiten naturgemäß in sich schlüssig sind,  und genau das betrifft auch und besonders biblische Wahrheiten. Irrlehren dagegen fehlt jede Form einer inneren Harmonie – und das fällt denkenden Menschen – wie Dir -  nun einmal auf. Es ist daher auch kein Wunder, dass  es von der Dreieinigkeitslehre verschiedene Varianten gibt. Und oft machen die Anhänger der einen Version den Anhängern einer anderen Version oder auch den Kritikern den Vorwurf, die Lehre von der Dreieinigkeit nicht richtig verstanden zu haben - wie aber auch?

Bspw. ist nach dem Glaubensbekenntnis einer Variante  „der Vater Gott, der Sohn Gott, der Heilige Geist Gott. Und doch sind es nicht drei Götter, sondern es ist nur Ein Gott . . . . Und in dieser Form der Dreieinigkeit ist nichts früher oder später, nichts größer oder kleiner, sondern alle drei Personen sind sich gleich ewig und gleich groß.“  Nichts davon steht in der Bibel.

Nach einer anderen Variante ist Jesus gleichzeitig der allmächtige Gott - und über den Dritten in diesem Bund schweigt man sich aus. Auch das lehrt die Bibel nicht – im Gegenteil (Johannes 5:30).

Eine weitere, relativ modernere Rundum-Theologie macht sich das Erklären dieser unerklärlichen Konstellation dadurch scheinbar etwas einfacher, als dass sie Gott für omnipräsent oder allgegenwärtig präsentiert.  

Mit diesem Kunstgriff erklärt sich bspw. Matthäus 17:1-6 auf ganz anormale Art:  Dort wird nämlich über Jesus berichtet, wie er einst  gemeinsam mit Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes eine Umgestaltungsscene erlebte. Bei diesem Ereignis war eine Stimme aus einer Wolke vernehmbar: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; hört auf ihn!“

An sich ist diese Schilderung leicht zu verstehen, denn es war die Stimme des Vaters im Himmel, der seinen Sohn auf der Erde lobte und dessen Jüngern nahelegte, auf ihn, den Sohn, zu hören.

Wie aber soll das funktionieren, wenn Vater und Sohn „nur ein Gott“ sind? Es dennoch glaubhaft zu machen, gelingt nur einem Meister der Täuschung - ein Prädikat, dass allerdings allein den Teufel auszeichnet (2. Korinther 11:14).

Der von ihm erfundene dreieiniger Gott  macht zwangsläufig aus diesem sehr ernsten biblischen Lehrpunkt ein trickreiches Theaterstück; die Hauptfigur darin spielt eben der  omnipräsente Gott,  der kann nämlich beides und das auch noch gleichzeitig.

Das allerdings ist eine anti-christliche Darstellung eines bedeutsamen biblischen Ereignisses.

Warum?

Aus einer ganzen Reihe von Gründen:

Unser himmlischer Vater ist zwar allmächtig, aber eines kann er nach eigener Zusicherung nicht: er „kann nicht lügen“   (4. Mose 23:19; Hebräer 6:18; Titus 1:2).   

Wenn also er  -  der Vater, als ein  „Gott der Wahrheit“ (5. Mose 32:4; Psalm 31:5) - wenn er als solcher also sagt: „Dieser ist mein Sohn“,  dann meint er auch was er sagt und dann ist der Sprecher der Vater und der Angesprochene ist der Sohn. Klar, wahr und unzweideutig. Punkt. 

Und es grenzt geradezu an verwerflichster Gotteslästerung, ihm, dem Souverän des Universums die schizophrene Aussage unterstellen zu wollen,  er – der Vater -  würde sich selbst als „seinen geliebten Sohn bezeichnen,  an dem er Wohlgefallen gefunden habe . . .“   - und er würde zu allem Überfluss seine Anbeter auch noch insofern an der Nase herumführen, als dass er sie auffordert „Hört auf ihn“ - womit er eigentlich sich selbst meint und deshalb wahrheitsgemäß hätte sagen müssen: Hört auf mich - auf mich in meiner Doppelgestalt als Mensch dort unten - oder ähnlich konfus.

Jeder geradlinige und denkende Mensch fragt sich, wie sich dieses Durcheinander mit dem einfachen, rechtschaffenen und ehrlichen Jesus Christus vereinbaren lassen soll,  wenn der bspw. in Johannes 14:6 sagt: „Ich [der Sohn] bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich“  . . . denn auch hinter dieser klaren Aussage verbirgt sich keine undurchschaubare Trickserei, sondern in Tat und Wahrheit ist es allein der Sohn der seinen ernsthaften Nachfolgern ermöglicht, sich dem Vater zu nähern.

Jesus selbst formuliert das in einem sehr zu Herzen gehenden Gebet an seinen Vater; einem Gebet, dass man mehr als einmal lesen sollte:

„Meine [Jesu] Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden keinesfalls je vernichtet werden, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Was mein Vater mir gegeben hat, ist größer als alles andere, und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen.  Ich und der Vater sind eins . . .“ und  [Achtung: jetzt folgt die Erklärung] „Ich bitte nicht nur in Bezug auf diese, sondern auch in Bezug auf diejenigen, die durch ihr Wort an mich glauben, damit sie alle eins seien, so wie du, Vater, in Gemeinschaft bist mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit dir, dass auch sie in Gemeinschaft mit uns seien, damit die Welt glaube, dass du mich ausgesandt hast. Auch habe ich ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, so wie wir eins sind, ich in Gemeinschaft mit ihnen und du in Gemeinschaft mit mir, damit sie vollkommen eins gemacht werden, auf dass die Welt Kenntnis davon habe, dass du mich ausgesandt und dass du sie geliebt hast, so wie du mich geliebt hast . . .“  (Johannes 10:27-30 und 17:20-24)

Jeder, der dieses Gebet mit wachem Verstand und aufrichtigem Herzen liest erkennt, dass sich dieses „eins sein“ auf das Denken, das Handeln und die Zielsetzung der damit Verbundenen bezieht; nicht aber, dass „sie alle“, diese riesige Menge loyaler Anbeter Jehovas, gemeinsam mit ihrem Gott und mit dessen Sohn „ein Gott in zahllosen Personen“ sein sollten.

Wird dieser Spuk mit der Dreieinigkeit den nie ein Ende haben?

Die Antwort der Bibel: „Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; Und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.“ (Psalm 37:10, 11 und  Matthäus 5:5)

Oder um es aus Jesu Worten zu zitieren: „Dennoch kommt die Stunde,  . . .  in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen ihn [den Vater]  mit Geist und Wahrheit anbeten . . .“ (Johannes 4:23, 24).

Zum Schluss, lieber Pit7889, noch einmal zu Deinem Selbstbekenntnis: „Ich bin eigentlich schon immer Christ gewesen, aber ich zweifle oft, da viele Sachen keinen Sinn ergeben“  . . .  

Gegenfrage:  Gemessen woran ergeben sie keinen Sinn?

Sei sicher, dass Gottes Wort Deine Zweifel ebenso einleuchtend auflösen kann, wie den Irrtum mit der Dreieinigkeit. Unser himmlischer Vater möchte - wie oben zitiert - dass die Sanftmütigen die Erde besitzen werden um sich an einer Fülle des Friedens zu erfreuen, und das wird ihnen gelingen, wenn sie sich (Du Dir) Gottes Denkweise zu eigen machen.  Lies dazu bitte abschließend  Matthäus 19:4-6 und  1. Korinther 6:9-11.

Und nun hoffe ich, dass Dir diese Anregungen und Informationen ein Stückchen weiterhelfe.

Ich wünsche es Dir und außerdem alles Gute

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Hallo Krabbenburge22

Meine nachfolgende Antwort lässt sich vorab mit einem Text zusammenfassen, nämlich dem aus  2. Petrus 3:9:

„Es ist keineswegs so, dass der Herr die Erfüllung seiner Zusage [einer kommenden neuen Erde -  aus Vers 13] hinauszögert, wie einige denken. Was sie für ein Hinauszögern halten, ist in Wirklichkeit ein Ausdruck seiner Geduld mit euch. Denn er möchte nicht, dass irgendjemand verloren geht; er möchte vielmehr, dass alle ´zu ihm` umkehren“  (Neue Genfer Übersetzung).

Es wäre daher weise,  diese uns eingeräumte Geduld unseres Gottes dafür zu nutzen, uns mit den Einzelheiten der biblischen Ankündigung eines Armagedon gut vertraut zu machen. 

So ist bspw. der Name dieses Ereignisses unmittelbar mit dem „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, verbunden, dem Krieg, der Gottes verheißener Neuen Welt vorausgeht.  

Gottes Wort verrät uns auch, dass dieser Ausdruck einen Zustand oder eine Situation bezeichnet,  in der sich die „Könige der ganzen bewohnten Erde“  im Widerstand gegen Gott,  gegen Jehova und gegen sein Königreich versammeln, bzw. sich in diesem Widerstand  einig sein werden (siehe 2. Petrus 3:13; Offenbarung 16:14 und 16).

Wichtig ist außerdem: dieser „Krieg des großen Tages Gottes“ wird  im Bibelbuch Offenbarung (Niederschrift um das Jahr 96 u.Z. bzw. n.Chr.), als noch bevorstehend  - also in der Zukunft liegend - beschrieben.

Beachten sollte man auch, von wem diese Offenbarung stammt;  denn nicht umsonst wird genau das gleich im ersten Vers konkret beschrieben: „Eine Offenbarung von Jesus Christus, die Gott ihm gab, um seinen Sklaven die Dinge zu zeigen, die in kurzem geschehen sollen. Und er sandte seinen Engel aus und legte sie durch ihn in Zeichen [in symbolischer Sprache also] seinem Sklaven Johạnnes  [dem Apostel]  dar“

In  Offenbarung 15:1; 16:1, 12, 16  wird außerdem  gezeigt, dass das Versammeln der Könige zu dieser Weltsituation „Har-Magedon“  direkt nach der Ausgießung der sechsten  - von insgesamt sieben - symbolischen Schalen erfolgt,  „Schalen“, die die „letzten“ Plagen enthalten, durch die Gottes Grimm zu Ende gebracht wird;   in einer Zeit also, die für Menschen schwer zu ertragen ist.

Und nicht zuletzt ist es aufschlussreich zu erfahren, dass der Krieg von Armagedon eng mit der Gegenwart Christi verknüpft ist, so, wie es aus der im Vers 15 eingeschobenen Warnung hervorgeht, nach der Christus überraschend, „wie ein Dieb“  kommen wird.

Und spätestens jetzt  - lieber Krabbenburge, kommen wir dem besonderen Teil Deiner Frage näher, der da lautet: „ . . . ob Harmagedon bald kommen wird . . .“

Bald“ ist natürlich relativ (siehe 2. Petrus 3:8), doch immerhin hat  der gleiche Jesus Christus, der für die Niederschrift der Offenbarung sorgte,  schon damals den ersten 70 Verkündigern, die er aussandte, aufgetragen, das Königreich Gottes zu verkündigen und darauf hinzuweisen, dass es sich genaht hat“ (Lukas 10:9). Auch hat er damals schon eine umfassende Erklärung darüber abgegeben, an welchen Zeichen der Zeit oder an welchen Begleitumständen man das „Ende der Welt“ (Luther) erkennen könne.

ABER mehr als einmal hat er ebenfalls  deutlich darauf hin, dass der präzise Zeitpunkt, die Feinabstimmung also,  „ . . . der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat . . .“ (All das ist nachzulesen in Matthäus 24 und 25; Lukas 21, Markus 13 und Apostelgeschichte 1:7)

Daraus ergibt sich für einen Christen die Notwendigkeit, hellwach und auf der Hut zu bleiben; oder,  um es mit einer Veranschaulichung Jesu zu sagen,  “ . . . dies aber wisst, dass, wenn der Hausherr gewusst hätte, zu welcher Stunde der Dieb kommen würde, er anhaltend  gewacht und nicht in sein Haus hätte einbrechen lassen. Haltet auch ihr euch bereit,   denn zu einer Stunde, da ihr es nicht für wahrscheinlich haltet, kommt der Menschensohn“  (Lukas 12:39, 40).

Wie überlebenswichtig eine solche ständige Wachsamkeit tatsächlich ist, ergibt sich aus dem Umstand, dass die Bibel sechs  Mal  den Vergleich mit dem Dieb wiederholt!  Klug ist es also, sich bewusst zu machen, was das bedeutet:  Man weiß,  dass es ihn (den Dieb) gibt, man weiß auch, dass er irgendwann zuschlagen wird,  aber wenn es dann tatsächlich passiert, ist man völlig überrascht - obwohl man gewarnt worden war!!

Und für den Fall, dass Du auch diese diversen Hinweise selbst einmal nachprüfen möchtest, dann suche danach bitte in Matthäus 24:43; Lukas 12:39;  1. Thessalonicher 5:2; 2. Petrus 3:10;  Offenbarung 3:3 und   Offenbarung 16:15.

Nun hört man allerdings manchmal den Einwand, dass man von Gott doch eigentlich erwarten dürfe,  dass er diesen entscheidenden Zeitpunkt bitte etwas präziser und genauer benennen könne.

Dabei wird aber geflissentlich übersehen, dass die Menschheit im Allgemeinen seine eingangs erwähnte Geduld nicht einmal wahrnimmt,  geschweige denn Wertschätzung dafür entwickelt  und Gottes Geduld schon gar nicht dazu nutzt, um zu ihm umzukehren.

Stattdessen haben wir seine wunderschöne Erde langsam derart ruiniert - sowohl geistig als auch  buchstäblich - dass sie offensichtlich  nur noch mit Katastrophen reagieren kann.  

Und als wäre das noch nicht genug, erwartet so mancher als Ausweg aus diesem „Jammertal“ auch noch in den Himmel „umsiedeln“ zu können.  Wie anmaßend!  Wäre es nicht angebrachter, sich zu fragen, welchen vernünftigen Grund ein allmächtiger Gott wohl haben sollte, sich eine derart undisziplinierte Menschheit auch noch von der Erde  „in sein Haus“,  in seinen Himmel zu holen“?  Etwa um dort das gleiche Chaos anzurichten? Welchen Grund also sollte er wohl haben?

Jehovas Vorsatz in dieser Sache ist ein völlig anderer und daher schon seit langem festgeschrieben: Er wird „die verderben, die die Erde verderben“  (Offenbarung 11:18)  und denen ewiges Leben gewähren, die „zu eben diesem ewigen Leben richtig eingestellt sind“ - was nach Jesu Worten u.a. bedeutet, dass es die „die Mildgesinnten sein werden,  die die Erde erben werden“ (Matthäus 5:5;  Apostelgeschichte 13:48).

Und um Dich Krabbenburge, und uns alle davon zu überzeugen, dass all das ernst gemeint ist, macht Jesus ausdrücklich noch einmal auf den Ausgang einer göttlichen Grundsatz-Entscheidung namens „Sintflut“ aufmerksam. Sein Hinweis darauf ist übrigens Teil seiner Antwort auf die Frage nach dem Ende der Welt!

Wörtlich sagt er:  

„Denn geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die [kommende] Gegenwart des Menschensohnes sein. Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein.“  Matthäus 24:37-39; Lukas 17:26 – 30).

Was machten sie verkehrt,  die Menschen damals? 

Sie nahmen keine Kenntnis von Gottes Warnungen

Warum nicht? 

  • Weil sie „Wichtigeres“ zu tun hatten, 
  • und wegen ihres darin begründete  Unglaubens
  • und nicht zuletzt, weil es ja „nur“ ein Noah war, der diese Warnungen überbrachte.

Was also ist zu tun?

Den eingangs zitierten Textauszug noch einmal im Zusammenhang lesen – und daraus dann die richtigen Schlüsse ziehen:

2. Petrus 3:9-14  aus der Neuen-Welt-Übersetzung:

„Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie es einige für Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, dass irgend jemand vernichtet werde, sondern will, dass alle zur Reue gelangen. Doch Jehovas Tag wird kommen wie ein Dieb, an welchem Tag die Himmel mit zischendem Geräusch vergehen werden, die Elemente aber werden vor Gluthitze aufgelöst, und die Erde und die Werke auf ihr werden aufgedeckt werden. Da alle diese Dinge so aufgelöst werden, was für Menschen solltet ihr da sein in heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit,  indem ihr die Gegenwart des Tages Jehovas erwartet und fest im Sinn behaltet, durch den die Himmel im Feuer aufgelöst werden und die Elemente vor Gluthitze zerschmelzen werden!   Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen. Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden.“

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen ein wenig weiter - ggf. frage gern nach.

Vielen Dank für Deine Frage -  und alles Gute.

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Hallo zhengzhan,

Du fragst, „Was ist der Standard, um in das Himmelreich einzutreten?“ und im gleichen Zusammenhang möchtest Du wissen, „ warum sollten wir wie Kinder werden, um dorthin zu gelangen?“

Kurz-Antwort: Unvoreingenommen, lernbereit und gehorsam - wie gut erzogene kleine Kinder es normalerweise sind, das ist der Standard um zum Königreich Gottes Zutritt zu erlangen.

Warum ist das so – und was bedeutet das in der Praxis für einen Christen?   -  dazu etwas ausführlicher –  und zwar direkt aus Gottes Wort:

 

Schon OhNobody und auch andere haben darauf hingewiesen, dass Jesus nicht gesagt hat,  Christen müssten zu kleinen Kindern umgewandelt werden  (i.S.v. kindlich oder gar kindisch), sondern sie sollten werden wie sie, wie gut erzogene kleine Kinder eben:  unvoreingenommen,  lernbereit und  wissbegierig (Matthäus 18:3).

Der Paralleltext aus Lukas 18:16, 17 sagt es deshalb auch noch etwas deutlicher: „Denn das Königreich Gottes gehört solchen, die wie sie [wie kleine Kinder] sind. Wahrlich, ich sage euch: Wer immer das Königreich Gottes nicht aufnimmt wie ein kleines Kind, wird bestimmt nicht in dasselbe eingehen.“

Möchte man sich nun die tiefere Bedeutung dieser Aussage biblisch und im Detail erläutern lassen, dann ziehe man weitere Texte zu Rate  -  und höre und staune:

„Brüder, werdet nicht kleine Kinder an Verständnisvermögen, sondern seid Unmündige in Bezug auf Schlechtigkeit;  werdet aber Erwachsene an Verständnisvermögen . . .“ (1. Korinther 14:20)

und

„. . .  wie neugeborene Kindlein entwickelt ein Verlangen nach der unverfälschten Milch, die zum Wort gehört, damit ihr durch sie zur Rettung heranwachsen mögt . . .“ (1. Petrus 2:2)

Um nun diese Anregungen  mit einem praktischen Beispiel zu veranschaulichen, versuche Dir bitte einmal vorzustellen, ob der nachfolgend auszugsweise zitierte biblische Rat bei einem Menschen fruchten würde, der seine eigene Meinung  - weil er sich ja schon erwachsen dünkt  - für besser hält, als alle anderen Meinungen?

Der Rat richtet sich an Christen und fordert sie auf, „ . . . nicht mehr so weiterzuwandeln, wie die Nationen [bzw. Ungläubigen] wandeln in der Nutzlosigkeit ihres Sinnes,  während sie wegen der Unwissenheit [über Gott], die in ihnen ist, wegen der Gefühllosigkeit ihres Herzens in geistiger Finsternis und dem Leben, das Gott gehört, entfremdet sind. Da sie jedes sittliche Gefühl verloren haben, [und] sich einem zügellosen Wandel hingegeben haben, um mit Gier jede Art Unreinheit zu verüben . . . .  Ihr aber habt den Christus anders kennengelernt, sofern ihr ihn überhaupt zugehört habt und durch ihn belehrt worden seid, . . . dass ihr nämlich die alte Persönlichkeit ablegen sollt, die eurem früheren Wandel entspricht und die gemäß ihren trügerischen Begierden verdorben wird;  dass ihr aber erneuert werden sollt in der Kraft, die euren Sinn antreibt, und die neue Persönlichkeit anziehen sollt, die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist.“  (Epheser 4:17-24)

Hast Du es versucht?  Versucht,  Dir vorzustellen ob und bei wem der zitierte -  und an Christen gerichtete Rat -  eine Chance hat, beachtet zu werden? Etwa bei einem Menschen, der ausgelernt zu haben meint – oder doch eher bei jemanden, der   - ähnlich wie ein kleines Kind - unvoreingenommen, lernbereit und wissbegierig ist,  und wie „mit einem Verlangen nach unverfälschter Milch“,  gleichsam mit dem Herzen zuzuhören bereit ist -  und über Gottes Worte nachdenkt?

Und damit noch einmal zurück Jesu Worten  (aus Matthäus 18:3; Lukas 18:16, 17), die Dich zu Deiner Frage veranlasst haben:

Aus welchem Anlass äußerte Jesus sie?

Seine Jünger waren  - nicht nur dieses eine Mal - darum besorgt, wer von ihnen wohl im Königreich der Himmel der Größte sein werde. Jesus hätte seine Nachfolger daraufhin ernsthaft tadeln können. Stattdessen ‘würzte er seine Worte mit Salz’ (Kolosser 4:6).  Er rief also ein kleines Kind zu sich und sagte das, was Du hinterfragst - hier jedoch im Zusammenhang zitiert:

„Wer ist in Wirklichkeit der Größte im Königreich der Himmel?“ Da rief er ein kleines Kind zu sich, stellte es mitten unter sie und sprach: „Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie kleine Kinder werdet, so werdet ihr auf keinen Fall in das Königreich der Himmel eingehen. Wer immer sich daher selbst erniedrigen wird wie dieses kleine Kind, der ist der Größte im Königreich der Himmel; und wer immer ein solch kleines Kind aufgrund meines Namens aufnimmt, nimmt auch mich auf  . . .“ Matthäus 18:1-5.

Spätestens jetzt hast Du - liebe(r) zhengzhan   -  sicherlich schon bemerkt, dass die Bibel um so verständlicher wird, je  mehr man ergänzende und erklärende Texte aus Kontext hinzuzieht.  Jesus verstand das meisterhaft.  Bspw. zitiert er in seiner relativ kurzen Bergpredigt 22 Mal aus 8 Büchern des AT !!

Und diesem Beispiel folgend bietet es sich an, zu Deiner Frage noch einen weiteren (letzten) Text genau zu lesen:  Zwei Kapitel später nämlich kommt die gleiche Frage noch einmal auf die „Tagesordnung“ seiner Jünger. Bei diesem Mal wollten zwei von Ihnen ihre „Connection“ nutzen, um sich je eine  Ehrenposition, direkt recht und links neben Jesus zu sichern.  (Matthäus 20:20-23) 

Wie hat er dieses Mal reagiert?

Seine Antwort:  „Dieses Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu vergeben steht nicht mir zu, sondern gehört denen, für die es von meinem Vater bereitet worden ist“ (Matthäus 20:23).

Eine beispielhafte Bescheidenheit,  wie sie seinen Jüngern  (und vielen anderen Christen) noch fehlte.

Zum Schluss und vor diesem Hintergrund deshalb noch eine Denksportaufgabe für Dich:

Viele Christen halten ja den Sohn und nicht den Vater für den allmächtigen Gott  - andere vermuten eine Dreieinigkeit. Wenn dem so wäre, hätte dann Jesu oben zitierte Antwort („ . . . steht nicht mir zu . . .“) hätte dann diese Antwort nicht anders ausfallen müssen?

Oder ist es doch so, wie Jesus es bei einer anderen Gelegenheit in einem Gebet an seinen Vater formulierte, dass nämlich ein ewiges Leben davon abhängig ist,  „dass sie [seine Nachfolger] fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über [1] dich, den allein wahren Gott, und über [2] den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ . . . ?  (Johannes 17:3)

Vielen Dank, wenn Du diese Zeilen bis hierher aufmerksam gelesen hast . . .

. . . und alles Gute

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Hallo ChuckSchuldiner,

Menschen glauben an einen allmächtigen Schöpfer,

  • weil sie nachdenken
  • weil sie sich die Schöpfungswerke genau anschauen
  • weil sie infolgedessen Realisten sind
  • weil ihnen die Logik sagt, dass präzise funktionierende Naturgesetze nicht ohne einen weisen Gesetzgeber entstanden sein können
  • und weil ihnen bewusst ist, dass es zur Aktivierung und Durchsetzung solcher Gesetze neben der vergleichsweisen „legislativen“, gesetzgebenden Gewalt auch die vergleichsweise „exekutive“, ausführende Gewalt geben muss
  • weil sie deshalb bescheiden genug sind, anzuerkennen,  dass weder der Mensch, noch der blinde Zufall, noch eine natürliche Auslese in der Lage waren und sind, die überwältigende Fülle an Weisheit, wie sie sich sowohl im Makro-  als auch im Mikrokosmos offenbaren,  ohne einen weisen Schöpfer Realität werden konnten
  • weil sie nicht dem Denkfehler zum Opfer fallen, der da besagt, dass man keinen Schöpfer benötigen würde, weil man in unserer modernen Zeit alles (oder realistischer: vieles) erklären kann, da ihnen nämlich klar ist, dass es mit dem Erklären nicht getan ist. Weder das unendliche Universum mit seinen Milliarden (oder mehr) Galaxien, die sich mit erstaunlicher Präzision auf ihren festen Bahnen bewegen, noch die erstklassige Adresse, die unserem Heimatplaneten mitten in dieser unüberschaubaren Menge zugewiesen wurde, einschließlich der Neigung seiner Achse, seiner autobahnähnlichen Umlaufbahn und seines exakt eingehaltenen Tempolimits bei gleichzeitiger   konstanter Drehung um seine eigene Achse . . . . . . also weder das, noch die rund 100 Billionen Zellen, aus denen unser menschlicher Organismus besteht, die jede für sich ihren Platz in unserem Körper kennt, die sich zudem zuverlässig an das ihr einprogrammiertes Verfalldatum hält und die - ebenfalls jede für sich - einen kompletten Bauplan des ganzen Körpers ihres „Dienstherren“ abgespeichert hat, der - wenn er ausgedruckt würde - ganze Bibliotheken füllen könnte . . . das alles und unendlich (in Worten: endlos) vieles mehr existiert nicht, weil man nach Jahrhunderten mühsamen Forschens einiges davon erklären kann, nein, umgekehrt zeigt sich die Realität: man kann einiges davon erklären, weil es existiert.

Manche glauben auch an Gott, obwohl sie Wissenschaftler sind

 Der Molekularbiologen Michael J. Behe beispielsweise fragt: „Ist es denn wirklich einleuchtend, dass das Leben einfach durch Zufall oder eine blinde Kraft entstanden sein soll? Nachseiner  Aussage decken die „erstaunlich komplizierten biochemischen Vorgänge“, die das Leben regulieren, den völligen Widersinn dieser Meinung auf. Wie er sagt, führt das Zeugnis der Biochemie zwangsläufig zu dem Schluss: „Das Leben auf der Erde ist, was seine elementare Basis . . . angeht, das Produkt intelligenten Wirkens“ (Darwin’s Black Box—The Biochemical Challenge to Evolution).

Andere glauben an Gott, weil die hochgebogene Flügelspitzen an den „Tragflächen“  großer Vögel, wie Bussarde, Adler oder Störche nicht etwa eine Kopie der Tragflächen des Airbus A310 o.a. sind. Nein. Umgekehrt hat sich das abgespielt: Die Vögel waren das Vorbild. Und nach einer Pressemitteilung der NASA konnten Fluggesellschaften 2010 infolgedessen  „weltweit 7,6 Milliarden Liter Treibstoff einsparen“, wodurch auch der Ausstoß von Flugzeugabgasen wesentlich gesenkt wurde.

Und um ein weiteres Beispiel zu nennen: Es ist auch nicht so, dass moderne Datenspeicherung eine Errungenschaft moderner Wissenschaft ist. Die DNA  in den schon erwähnten Körperzellen kann genau das schon seit Menschengedenken und zwar so gut, dass man inzwischen begonnen hat diese Methode nachzumachen. Wissenschaftler haben in künstlich hergestellter DNA verschlüsselte Texte, Bilder und Audiodateien gespeichert. Die Forscher waren danach in der Lage, die gespeicherten Daten mit 100-prozentiger Genauigkeit wieder zu entschlüsseln, und sie denken, dass in Zukunft auf einem Gramm künstlicher DNA genauso viele Daten gespeichert werden könnten wie auf 3 000 000 CDs — und das für Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Jahren.

Um dieses alles   -  lieber ChuckSchuldiner -  und vieles, vieles mehr erklären zu können, braucht man in der Tat nicht immer und unbedingt einen Schöpfer - um es allerdings erschaffen zu können, braucht man ihn und seine Weisheit und seine Allmacht schon.

Zum Schluss noch zu dieser Deiner Überlegung: „Mich würde interessieren wieso so viele Menschen an Gott glauben. Dabei wurde die Bibel doch von Menschen geschrieben . . .“.

Bedenke bitte: Auch Menschen, die schreiben können, wurden im Bilde Gottes erschaffen; woraus sich folgern lässt, dass unser Schöpfer schreiben kann. Und - jetzt kommt`s - wer schreiben kann, kann auch schreiben lassen;  kann also seine Gedanken durch andere aufschreiben lassen. Entweder durch Diktat oder frei nach einer Schilderung. Die Bibel formuliert das so:

„. . . Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, . . . Denn Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden. . .  (2. Timotheus 3:16; 2. Petrus 1:21)

Und nicht zuletzt bitte ich Dich in diesem Zusammenhang einmal über das einzigartige Phänomen nachzudenken, dass Gottes Wort, obwohl von nur wenigen beachtet und von noch weniger verstanden, trotz alledem der absolute Weltbestseller geworden ist - mit steigender Tendenz:

Übersetzt in rund 3.000 Sprachen und daher mit übergroßem Abstand mehr als irgendein anderes Dokument.

Auflagenhöhe steigend und schon jetzt so hoch, dass für jede Familie auf dem ganzen Erdenrund ein Exemplar verfügbar ist - und das alles auch noch ergänzt durch eine fortlaufend steigende Anzahl von Online-Versionen. Auch das trägt, wie alle Schöpfungswerke, die Handschrift eines allmächtigen Gottes.

Zusammengefasst in einem einfachen aber treffenden Bibelzitat hört sich das so an:

„Denn seine [Gottes] unsichtbaren Eigenschaften werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit . . .“ (Römer 1:20)

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen, besonders  zu dem „Wieso“ in Deiner Frage ein Stückchen weiter . . .

Alles Gute

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Hallo PAYAKOOTHA,

sofern ein „friedlich Religiöser“ auch noch ein rechtschaffener Mensch ist, wird er sich umgehend von seiner - wie auch immer beschaffenen -  Religion lösen, weil und wenn sie sich gegenüber anderen nicht friedfertig oder sogar feindselig verhält.

Die Frage, die sich ihm dann allerdings stellt ist: Wohin wende ich mich nun und wo finde ich eine Glaubensgemeinschaft, in der die Nächstenliebe nach innen und nach außen tatsächlich praktiziert wird? Er wird auf der ganzen Erde nur eine einzige finden, die sich als fest verbundene Gemeinschaft rund um den ganzen Globus in allen Ländern und allen Sprachen einig ist und sich an keinerlei Gewalt beteiligt.

Erfahrungsgemäß ist es genau dieses Kriterium, durch das viele Menschen aus allen Kulturen und Sprachen auf diese christliche Religion aufmerksam werden. Spätestens, wenn sie dann noch erfahren, dass das ursprüngliche und wahre Christentum  geradezu dazu auffordert, Religionen zu verlassen, die dafür bekannt sind, dass sie Gewalttätigkeit tolerieren oder gar unterstützen, spätestens dann finden sie ihre ganz normalen menschlichen Empfindungen bestätigt. Und nicht zuletzt ist es auch die biblische Begründung die zu dieser Aufforderung geliefert wird,  und durch die sich ihr Rechtsempfinden als richtig erweist. Die Begründung lautet nämlich: „. . . wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt  an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt“ 

Wörtlich und zusammenhängend lautet der Text dieser biblischen Aufforderung: „. . . Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht . . .“ - oder nach einer anderen Übersetzung „. . . damit du [Gottes Volk]  nicht in ihre Sünden verstrickt wirst und damit die Plagen, die über sie hereinbrechen, nicht auch dich treffen.“ (Offenbarung 18:4, 5)

Zum besseren Verständnis kurz etwas zu der Quelle des Zitats: Die zitierte Aufforderung stammt aus dem Bibelbuch Offenbarung, dessen Inhalt von Jesus an den Schreiber Johannes übermittelt wurde. Es bedient sich überwiegend einer symbolischen Sprache, die nur verstanden werden kann, wenn man den Gesamtinhalt der Bibel sehr gut kennt.

Ernsthafte Erforscher der heiligen Schrift nehmen daher den Kontext zur Hilfe, um zu erfahren, wer hier wo hinausgehen soll - und dann ergibt sich folgendes Bild:

Angesprochen wird „mein Volk“, also Gottes Volk, und damit Menschen, die sich von Anfang der Menschheitsgeschichte an, stets als gottesfürchtig und loyal erwiesen haben. Jesus nennt solche Menschen „wahre Anbeter“,  die so selten sind, dass Gott nach ihnen sucht und die zweifelsfrei an biblischen Merkmalen zu erkennen sind.

Sie sind es auch, die aufgefordert werden das symbolische Babylon zu verlassen. Jenes „Babylon“, dass in der Bibel als Synonym für Verwirrung steht; dereinst buchstäblich,  für die Verwirrung der Sprachen  und im weitern Verlauf der biblischen Prophezeiungen für religiöse Verwirrung. „Und auf ihrer Stirn,“  so lautet der Bibeltext weiter, „. . . war ein Name geschrieben . . .  ein Geheimnis: „Babylon die Große“, die Mutter der H_ren und der abscheulichen Dinge der Erde.“  

Ihre geistige „H_rerei mit den politischen Systemen der ganzen Erde disqualifiziert sie und macht sie zu einem „Weltreich falscher Religionen“ - Religionen, die zur Gewalt aufrufen, Waffen und Soldaten segnen, sich in die politischen Angelegenheiten dieser Welt einmischen  -  und, wie Du es erwähnst - dazu auffordern Ungläubige zu töten.

Sie ist es, die Du hinterfragst und über deren Gläubige Du wissen möchtest, ob „er [oder sie]  umgehend aus dieser seiner Religion austritt“ ?

Die Antwort lautet also JA, WENN (!) er oder sie  biblischen Rat befolgen, besonders den, den ich hier noch einmal zitiere:

„. . . Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht . . .“

Vielleicht helfen Dir diese Hinweise und Denkanstöße etwas weiter.

Viel Erfolg und alles Gute

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Hallo PAYAKOOTHA

Es war nie das Anliegen Jesu die Rolle eines sogenannten „ehrbaren Kriegers“ zu spielen, einer eher philosophischen Gestalt, die in der christlichen Lehre nicht vorkommt. Stattdessen sagte er von sich, dass er deshalb geboren und in die Welt gekommen sei, um für die Wahrheit Zeugnis  zu geben .

Was aber ist der Inhalt dieser Wahrheit?

Nun, kaum einem Menschen - nicht einmal allen Christen - ist bekannt, welche weitreichenden Auswirkungen diese von Jesus geoffenbarte Wahrheit hat und haben wird. Ebenso wenig beachtet kaum jemand, dass der Kern dieser Wahrheit aus der „guten Botschaft von Gottes Königreich“ besteht, einer Botschaft, von der Jesus sagt, dass sie vor allen anderen Botschaften Vorrang hat, und deshalb „zuerst unter allen Nationen gepredigt werden muss“, selbst dann, wenn das für seine Nachfolger die gleichen Anfeindungen und Verfolgungen auslösen würde, wie er selbst sie erfahren musste.

Und nicht zuletzt gehört zu dieser bedeutsamen Wahrheit eine Ankündigung, die das Ende unserer bestehenden Gesellschaftsordnung einläutet: Wörtlich sagte er: „Und diese gute Botschaft + vom Königreich + wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; + und dann wird das Ende kommen.“

Dennoch nehmen  nur sehr wenige Menschen Kenntnis von dieser Warnung!

In der Tat hat ein solcher Mangel an Interesse in der Menschheitsgeschichte Tradition - besonders dann, wenn es um Gottes Botschaften geht.  Die Sintflut ist dafür ein beredtes Beispiel - und wieder ist es Jesus, der uns auf dieses Beispiel aufmerksam macht: „. . . und sie nahmen keine Kenntnis davon“ . . . so berichtet er, „. . . bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: + so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein.“ 

„Wohl hat Gott über die Zeiten solcher Unwissenheit hinweggesehen . . .“

auch das erfahren wir aus Gottes Wort, „. . . doch er hat auch einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will  durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr dafür gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat.“ (Apostelgeschichte 17:30, 31)

Und da es bisher nur einen Mann gibt, der von Gott auferweckt worden ist, um „die bewohnte Erde in Gerechtigkeit zu richten . . .“ ist es offenkundig, wer dieser Mann sein wird: es wird Gottes Sohn sein,  Jesus Christus. Und es wird dabei keine Rolle spielen, ob die zu beurteilenden Menschen dann  am Leben oder bereits gestorben sind, denn Jesus selbst hat Tote auferweckt und verheißen, dass er das wieder tun wird, jedoch in viel größerem Umfang. Hier dazu einige Beispiele.

Diese umfassende und alles überragende Aufgabe wird sich für alle wahren Anbeter des „alleinwahren Gottes“ sehr segensreich auswirken - und zwar bis in alle Ewigkeit. Als angekündigter „Fürst des Friedens“ wird er dafür sorgen, dass „die Sanftmütigen die Erde besitzen werden, und wirklich ihre Wonne haben an werden an der Fülle des Friedens“.  Auch deshalb nennt man Jesu Botschaft, die „gute Botschaft von Gottes Königreich“  - mit ihrem Sitz im Himmel.

Das ist   - so meine ich - weit mehr und sehr viel christlicher, als es die Wunschvorstellung eines auch noch so guten „echten ehrbaren Kriegers“ je zu bewirken vermag.

Auf ihn, auf Gottes Sohn Jesus Christus  zu hören und auf seinen Wegen zu wandeln ist daher das einzige wirklich lohnende und endlose Lebensziel!

Und um zu guter Letzt Verwechselungen zu vermeiden: es geht in dem hier Dargelegten um ein genaues Verständnis der wahren Lehren und Wege Christi. Es geht nicht um die teils unbiblischen Lehren und die blutbesudelten Wege einer sogenannten Christenheit!!

Vielleicht helfen Dir diese Denkanstöße ein Stückchen weiter.

Ich wünsch es Dir und außerdem alles erdenklich Gute.

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Mein lieber Marco,

wenn Du auf dieser Seite ganz nach unten scrollst, dann findest Du dort einige Fragen, die Du, MarcoAH, hier bei GF,  vor 5 Jahren, vor 2 Jahren und vor einigen Tagen gestellt hast. Das sind allerdings nur einige wenige der vielen, vielen Fragen ähnlichen Inhalts, die Du hier seit 6 Jahren immer und immer wieder stellst,  Fragen auch aus der Zeit, als Du noch unter dem alias-Namen MickieAB bekannt warst.

Du hast in der Zwischenzeit mehr als einmal einen Bibelkurs versucht und hast viele Zeugen Jehovas im Königreichssaal kennengelernt, und Du hast mir am 17.05.2014 in einer persönlichen Nachricht folgendes geschrieben: 

(Zitat)  "Ich habe gerade das Buch geöffnet und schon fleißig darin gelesen. Es ist sehr interessant und spiegelt genau das wieder, was mein Problem (noch) ist. Ich kann mich nicht erinnern, so ein gutes Buch zur Aussprache und zur Rhetorik gelesen zu haben. Viele Grüße. Marco" (Zitat Ende)

Du hast außerdem und mehrfach positiv auf unsere Antworten  oder  unseren Rat reagiert, manchmal aber auch überkritisch und ablehnend.

Und nun möchtest Du die GF-Community erneut mit der gleichen Beschäftigungstherapie in Anspruch nehmen?

Daran will ich Dich zwar nicht hindern, aber welchen praktischen Wert sollte das wohl haben? Vor allem, welch praktischen Wert für Dich?

Vielleicht hilft es Dir ein Stückchen weiter, wenn Du versuchst, über den nachfolgend zitierten Rat aus der Bibel einmal gründlich nachzudenken. Die Worte dort sind nämlich mehr als ein Rat, sie sind auch eine von Gott inspirierte Einschätzung, die Dir klar machen soll, was unser Schöpfer von wankelmütigen Menschen hält - und er sagt Dir das deshalb ziemlich deutlich, weil er möchte, dass Du aufwachst.

Wörtlich heißt es dort: 

„Wenn es also einem von euch an Weisheit fehlt, so bitte er Gott unablässig,  denn er gibt allen großmütig und ohne Vorwürfe zu machen; und sie wird ihm gegeben werden. Er bitte aber unablässig im Glauben, ohne irgendwie zu zweifeln,  denn wer zweifelt, ist gleich einer Meereswoge, die vom Wind gejagt und umhergetrieben wird. In der Tat, jener Mensch denke nicht, dass er von Jehova  etwas empfangen werde . . .“ (Jakobus 1:5-7)

Alles Gute

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Hallo JenieferEva

Bevor ich Dir Deine Frage beantworte möchte ich Dich gern auf folgendes hinweisen:

Dein Zitat stammt aus der Lutherbibel.  Zweimal wird darin „Gott der HERR“ erwähnt. Die Übersetzer machen durch die Großbuchstaben darauf aufmerksam, dass im hebräischen Urtext an diesen Stellen der Eigenname Gottes JHWH geschrieben steht. Wie in vielen anderen Übersetzungen auch, wurde dieser wichtigste Name im Universum oft durch den Titel HERR ersetzt, obwohl ihn allein die Häufigkeit seiner Erwähnung,  nämlich über 7.000 Mal,  deutlich aus der Menge aller Namen heraushebt. Als Begründung für diese „Urkundenfälschungen“ wird oft darauf verwiesen, dass man nicht wisse, wie dieser Name richtig auszusprechen sei. Das allerding trifft auch auf alle anderen hunderte von Eigennamen zu, die in der Bibel erwähnt werden. Zudem wurde die Bibel inzwischen in rund 3.000 Sprachen übersetzt – entsprechend oft unterscheidet sich die Aussprache von Eigennamen.

Trotz alledem gibt es einige wenige Übersetzungen, die Gottes Namen an einigen Stellen erwähnen, manchmal einfach mit „JHWH“, oder mit „Jahve“, oder auch mit „Jahwe“, oft aber auch mit „Jehova“.

Hier ein Beispiel:

"Sag den Israeliten: 'Jahwe, der Gott eurer Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, hat mich zu euch geschickt.' Das ist mein Name für immer.  Mit diesem Namen sollen mich auch die kommenden Generationen ansprechen." (2.Mose 3:15  Neue evangelistische Übersetzung)

Die einzige Übersetzung jedoch, die derzeit diesem biblischen Gebot konsequent nachkommt, ist die Neue-Welt-übersetzung, herausgegeben von Jehovas Zeugen. Sie gibt den Namen Gottes durchgängig  mit Jehova wieder, und deshalb lautet Dein Text dort so:

„Und Jehova Gott nahm dann den Menschen und setzte ihn in den Garten Ẹden, damit er ihn bebaue und ihn pflege. Und Jehova Gott erlegte dem Menschen auch dieses Gebot auf: „Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen. Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon isst, wirst du ganz bestimmt sterben.“  (1. Mose 2:15-17)

Warum ist diese Vorausbemerkung wichtig?

Ganz einfach deshalb, weil bei einem Gebot, in dem es um Leben und Tod geht, unbedingt klar sein muss, welcher der vielen Götter und der vielen Herren  die es gibt, und von denen auch einige in der Bibel erwähnt werden, welcher von diesen ein solches Gebot erlassen hat.

Und damit zu Deiner eigentlichen Frage:

Wenn in dem Zusammenleben vieler Menschen - wie es für die Erde vorgesehen war - die Harmonie, die Ordnung und der Friede gewahrt bleiben sollen, sind verbindliche Verhaltensmuster unbedingt notwendig. Wenn sie dann auch noch so gestaltet sind, dass alle  Betroffenen leicht erkennen können, wie nützlich Ordnung ist, erweist sich ein solches Regelwerk als sehr segensreich. Was andernfalls dabei herauskommt, in denen solche Regeln missachtet werden, zeigen die chaotischen Weltverhältnisse unserer heutigen Welt.

Soweit es nun Deine Frage betrifft, sollte man - wie immer -  die Bibel zur Hand nehmen und aus ihrer Gesamtaussage  nach einer Antwort suchen. Man erfährt dann, dass schon lange bevor die Erde und ihre ersten Bewohner erschaffen wurden  im Himmel, unter den Milliarden von Geistsöhnen Gottes,  Ordnung und Frieden herrschte. Von dieser riesigen Familie wird beispielsweise berichtet, dass sie die „Gründung der Erde“ aufmerksam verfolgten und dass daraufhin „alle Söhne Gottes“ ihre Begeisterung  durch Beifall zu Ausdruck brachten.

Daher wusste niemand besser als unser Schöpfer,  wie sehr Frieden und Harmonie davon abhängt, dass es Ordnungsgrundsätze gibt, Regeln, die zwar einfach formuliert sein können, deren positive Auswirkung aber leicht erkennbar sind.

Nun war der Mensch in dieser schon so unendlich lange bestehenden  universellen Ordnung  ein unerfahrener und absoluter Neuling. Was lag also näher, als dass auch diesem ersten Erdenbewohner die gleichen Ordnungs-Grundsätze vermittelt wurden? Das also war der Grund, weshalb der „Geber jeder guten Gabe und jedes vollkommenen Geschenkes“, nämlich Gott die Regeln festlegte, die Dir Kopfzerbrechen bereitet haben.

Aus der Perspektive der ersten beiden  Menschen allerdings war zunächst einmal alles neu – doch darauf nahm ihr Vater im Himmel gern und einfühlsame Rücksicht. Er drückte ihnen also nicht etwa gleich ein ganzes „Bürgerliches Gesetzbuch“ in die Hand, sondern übermittelte ihnen lediglich eine „kleine Handvoll“ einfacher Aufgaben und Grundsätze:

Und das waren:  (1) Ein paradiesisch gestalteter Garten gehörte ihnen, (2) zigtausende Pflanzen und Früchte ebenso. Dazu kamen sinnvolle erste Aufgaben: (3) allen Tieren einen Namen geben, (4) den  Garten nach und nach vergrößern und (5) die ganze Erde mit Nachkommen füllen.  Eine Erledigungsfrist wurde ihnen übrigens nicht auferlegt  -  sie hatten also Zeit, sogar endlose Zeit.

Angesichts dieser Aussichten war es nur folgerichtig, dass derjenige, der solcherart großzügige Geschenke verteilte und sinnvolle Aufgaben zuwies, dass er diesen beiden Neulingen in weiser Voraussicht auch das nötige geistige Rüstzeug mit auf den Weg gab, nämlich:

Wer ist wer und was ist wenn? - dass waren die Fragen.

Die Art und Weise, wie der Souverän des Universums seinen beiden ersten Erdbewohnen  diese Einführungslektion vermittelte,  lässt ein weiteres Mal seine väterlich liebevolle Wesensart erkennen.

Er überreichte ihnen also keine Gesetzestafel, sondern erteilte einfachen Anschauungsunterricht, wie er in Deinem Zitat schon anklingt: Unter den zigtausenden von Pflanzen  gab es eine (in Worten: EINE),  deren Frucht nicht gegessen werden durfte. Sie war keinesfalls schwer zu finden oder leicht zu verwechseln, nein, sie stand gut erkennbar „in der Mitte des Gartens“.  Unschwer konnte man aus der damit verknüpften Bedingung heraushören, dass das Anrecht auf Leben auch Verpflichtungen mit sich bringt,  die Verpflichtung nämlich,  sich als vollkommener Mensch  in die bestehende und gut  bewährte vollkommene Ordnung nahtlos einzufügen.

Der Umkehrschluss lag auf der Hand: Das Anrecht - oder besser gesagt, dass Vorrecht,  unter den dortigen idealen Voraussetzungen endlos leben zu dürfen, war nicht unwiderrufbar; es konnte bei einem gravierenden Regelverstoß auch entzogen werden. In diesem Fall bedeutete das nach  1. Mose 2:17  „. . . denn an dem Tag, an dem du davon isst, wirst du ganz bestimmt sterben . . .“

Der für diese Regel stehend  Baum wurde somit ein Symbol für Gut und Böse im absoluten Sinne. Und damit machte unser Schöpfer nicht nur von seinem Recht gebrauch, den Maßstab für  Gut und Böse und Recht und Unrecht festzulegen, sondern handelte auch im Interesse aller seiner loyalen Geschöpfe, indem er Grundsätze festlegte, die für alle gleichermaßen und unparteiisch Gültigkeit haben.  Die Bibel nennt ihn deshalb auch den Gott, „der dir zum Nutzen dich lehrt“.

Trotzdem erwiesen sich unser Vorfahren leider als sehr undankbar; denn nicht nur, dass sie sich leichtfertig täuschen ließen und Gottes klares Gebot missachteten, sie wollten auch noch mehr,  sie wollten sein wie Gott und selbst darüber befinden,  was gut und böse sei.

Sie kannten zwar die Konsequenzen, schenkten ihnen aber nicht die notwendige Beachtung - übrigens bis heute hin eine bevorzugte Verhaltensweise der meisten Menschen.  

Es kam daher, wie es kommen musste - und als ein Gott der Wahrheit sorgte Jehova bei diesem traurigen Anlass auch gleich für Klarheit darüber, was „Sterben“ bedeutet, nämlich „. . . Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren . . .“.  Weder der Himmel noch eine Hölle, sondern einfach das Gegenteil von Leben, nämlich Nichtexistenz,  war die Folge.

 

Hat nun unser Vater im Himmel sein Vorhaben wegen dieses Zwischenfalls aufgegeben?

Keinesfalls.

Er verheißt uns in seinem Wort eine neue Erde  im Sinne von neuer menschlicher Gesellschaft auf einer erneuerten Erde. Jesus selbst kündigt an, dass die Mildgesinnten (und nicht die Aufsässigen) die „Erde erben werden“.

So wie der Tod durch Adam in die Welt hineingekommen ist, ebenso  wird Gott dafür sorgen, dass es den „Tod nicht mehr geben wird“; sogar eine Auferstehung der inzwischen Verstorbenen bilden für Gottes Allmacht kein Problem.

Niemand kann diese segensreichen Verheißungen besser beschreiben, als Gottes Wort selbst:

„Was das Auge nicht gesehen und das Ohr nicht gehört hat noch im Herzen eines Menschen aufgekommen ist, die Dinge, die Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“  (1. Korinther 2:9)

Was lernen wir aus alledem?

Vor allem dies: Wir tun gut daran genau zuzuhören bzw. hinzuschauen, was uns unser Vater im Himmel zu sagen hat, damit wir nicht den gleichen Fehler machen wie einst Adam und Eva.

Es gibt also noch viel zu lernen  - und vielleicht helfen Dir meine Anregungen dabei ein Stückchen weiter.

Viel Erfolg und alles Gute

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Hallo JenieferEva,

Wie Du selbst herausgefunden hast „gehorchte Noah Gottes Willen“ - und das unterschied ihn und seine Familie ganz elementar von dem Rest der damaligen Welt. Der Bericht über ihn beginnt in 1. Mose 6:8, 9 mit den Worten: „Noah aber fand Gunst in den Augen Jehovas . . . Noah war ein gerechter Mann. Er erwies sich als untadelig unter seinen Zeitgenossen . . .“

Daran änderte sich auch während seines außergewöhnlich langen Lebens nicht, denn immerhin wurde er neunhundertfünfzig*) Jahre alt. Der Schlusssatz in dem Bericht über den Bau der Arche bestätigt noch einmal seine Loyalität: „und Noah ging daran, gemäß allem zu tun, was Gott ihm geboten hatte. Geradeso tat er.“

Niemand sonst in der damaligen Welt erwies sich gegenüber seinem Schöpfer so überzeugend loyal, wie Noah und seine Familie. Und niemand außer diesen acht Personen überlebte die große Flut. Das ist umso bemerkenswerter als dass diese kleine Gruppe rund 50 Jahre lang an der Arche baute und während der ganzen Bauzeit von ihrer Umwelt verspottet und verlacht wurden.

Zielstrebig und beharrlich setzten sie trotz alledem den sehr präzisen göttlichen Auftrag um und bauten - man höre und staune - einen Schwimmkörper, der 133,5 m lang, 22,3 m breit und 13,4 m hoch war. Damit war die Arche fast halb so lang wie die Queen Elizabeth II. Kein Frachtschiff der alten Zeit hatte annähernd vergleichbare Maße aufzuweisen - und da die Arche über drei Decks verfügte, betrug ihre Bodenfläche ungefähr 8 900 m2.

Jahrhunderte später wurde Noah durch den Bibelschreiber Hesekiel als einer von mehreren Vorbildern im Glauben erwähnt.

Über 2.000 Jahre später nimmt Jesus Christus - übrigens ein Augenzeuge der Sintflut - auf die Ereignisse um Noah Bezug, und schildert die allgemeine Gleichgültigkeit der damaligen Menschheit gegenüber Gottes Geboten und Gottes Warnungen.

Und weitere Jahre nach Christus hat der Apostel Paulus, auf den unerschütterlichen Glauben Noahs aufmerksam gemacht. In Hebräer 11:7 schreibt er: „Durch Glauben bekundete Noah Gottesfurcht, nachdem er eine göttliche Warnung vor Dingen erhalten hatte, die noch nicht zu sehen waren, und errichtete eine Arche zur Rettung seiner Hausgemeinschaft; und durch diesen Glauben verurteilte er die Welt, und er wurde ein Erbe der Gerechtigkeit, die gemäß dem Glauben ist.“

Und last but not least weist der Apostel Petrus in der Reihe biblischer Zeugen auf den beispielhaften Glauben Noahs hin, und erwähnt unter göttlicher Inspiration, dass Noah nicht nur eine Arche baute, sondern gleichzeitig auch noch seine Zeitgenossen vor der Flut warnte. Er nennt ihn deswegen einen „Prediger der Gerechtigkeit“  (2. Petrus 2:5) 

Für uns heute ist dieses Ereignis weit mehr als eine alte Geschichte, „denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können . . .“, so zu lesen in Römer 15:4. 

Auf diese besondere Bedeutung macht uns - wie oben schon erwähnt - die Bibel durch Jesus und Petrus aufmerksam, denn sie bezeichnet den Untergang der damaligen gottlosen Menschheit, den allein Noah und seine Familie überlebten, als ein Beispiel kommender Ereignisse!

Jesus wird in Lukas 17:26, 27 mit den Worten zitiert, dass „geradeso wie es in den Tagen Noahs geschah, es auch in den Tagen des Menschensohnes sein wird . . .“, denn niemand hörte auf Gottes Warnung, die er durch Noah verkünden ließ, „bis die Sintflut kam und sie alle vernichtete“.

Der Apostel Petrus ergänzt diese Warnung, indem er auf die Spötter hinweist, die es darauf abgesehen haben, unseren Glauben an die Wahrhaftigkeit biblischer Warnungen zu erschüttern. Er schreibt: „Denn ihrem Wunsch gemäß entgeht diese Tatsache ihrer Kenntnis, dass es von alters her Himmel gab und eine Erde, die kompakt herausstand aus dem Wasser und inmitten des Wassers durch das Wort Gottes; und durch diese Dinge wurde die damalige Welt vernichtet, als sie mit Wasser überflutet wurde. Aber durch dasselbe Wort sind die Himmel und die Erde, die jetzt sind, aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen. (2. Petrus 3:5-7)

*) Und hier noch eine ergänzende Fußnote zu dem Lebensalter der Menschen zur Zeit Noahs:

Gott erschuf den ersten Menschen, Adam, als einen vollkommenen Mann und wollte, dass die Menschen für immer leben. Leider entschied sich Adam, Gott den Rücken zu kehren. Er wurde zum Sünder und verlor die Vollkommenheit. Und genau darin liegt die Ursache für Altern, ein Handicap nach dessen Lösung die Wissenschaft schon lange vergeblich sucht. Die Bibel erklärt dazu, dass „durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten“ (Römer 5:12). Krankheit, Alter und Tod sind eine Folge von Sünde und Unvollkommenheit.

Für unseren Schöpfer allerdings ist das Altern weder ein Rätsel noch ein unlösbares Problem - und deshalb ist in Gottes Wort durchgängig von einem ewigen Leben die Rede, so, wie es von Anfang an für die Menschheit vorgesehen war und wie es für loyale Menschen, wie bspw. Noah und seine Familie in einer neuen Welt möglich sein wird.

Um es also zum Schluss noch einmal klar zu sagen: Außer Noah und seiner Familie überlebte niemand die Flut. In ähnlicher Weise sagt Jesus in seiner Bergpredigt voraus, dass nur wenige Menschen, die von Gottes Königreich regierte „neue Erde“ erreichen werden. Er begründet das mit ganz einfachen Worten: Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern nur wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.“

Noah und seine Familie beließen es nicht bei Lippenbekenntnissen, sondern bewiesen ihren Glauben durch entsprechende Taten - und überlebten.

Darüber nachzudenken lege ich Dir eindringlich ans Herz - und hoffe, dass meine Anregungen etwas dazu beitragen werden.

Alle Gute

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Hallo JenieferEva,

„wer sich Gott naht . . .“ so antwortet Dir die Bibel, „. . . muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird . . .“;  und deshalb hat diese Aussage auch noch ein „Vorwort“, und das lautet: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen, denn . . .“ (Hebräer 11:6)

Soweit zu dem ersten Teil Deiner Frage, „wie genau sollte man sich der Bibel nähern . . .“,  nämlich glaubensvoll und ernsthaft.

Als nächstes möchtest Du wissen, wie man die Bibel „auf eine Weise benutzten sollte, die im Einklang mit Gottes Willen steht?“

Auch dazu zunächst eine direkte Antwort aus der Bibel:

„Das ist vortrefflich und annehmbar in den Augen Gottes, unseres Retters, dessen Wille es ist, dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen“. (1. Tim. 2:3, 4).   Aus diesem Text erfahren wir also, dass es mit Gottes Willen im Einklang ist, wenn man sein Wort so sorgfältig ergründet, dass man zu einer genauen Erkenntnis seines Willens kommt.

Und der dritte Teil Deiner Frage, „was der ursprüngliche Nutzen der Bibel ist“, möchte ich gern etwas modifizieren, denn ich kann mir gut vorstellen, dass Du eigentlich den ursprünglichen Zweck – und dann erst den sich daraus ergebenden Nutzen erfahren möchtest - oder? Andernfalls würde dieser Teil Deiner Frage den Gedanken suggerieren, dass Gottes Wort nur ursprünglich einen Nutzen hatte - und jetzt nicht mehr . . .??!!  

Das aber ist nicht der Fall.

Nehmen wir also einmal an, Du würdest jetzt zustimmend nicken . . .

. . . dann lassen wir auch in diesem Punkt zunächst wieder die Bibel sprechen und erfahren über den Zweck des Wortes Gottes, dass sein Autor sich durch seine Botschaft als derjenige erweisen wird, der (Zitat) „von Anfang an den Ausgang kundtut der spricht: ‚Mein eigener Beschluss wird bestehen, und alles, was mir gefällt, werde ich tun‘. . .“

. . . mit anderen Worten: Unser Schöpfer sorgte für sein Wort, die Bibel, um seiner vernunftbegabten Schöpfung im Voraus zu sagen, was er vorhat  

- und -

- jetzt überlege bitte: ist das nicht ein ganz triftiger Grund  -   wie schon oben erwähnt  -   „ernstlich“ nach einer „genauen Erkenntnis der Wahrheit“ zu suchen? (Jesaja 46:9, 10)

Um uns Suchenden zu veranschaulichen, dass er, der Souverän des Universums, sowohl den Willen als auch die Mittel und die Macht hat, seine Schöpfung  -  zu ihrem eigenen Nutzen  -  in die von ihm schon ursprünglich vorgesehene Richtung zu bewegen -  behutsam aber konsequent(!), lässt er seinen Propheten einen Vergleich mit dem Kreislauf des Wassers aufschreiben. 

In Jesaja 55:10, 11  schildert dieser das von Gott „installierte“ geniale Bewässerungssystem unserer Erde:  > Fluss  > Meer > Wolken > Regen  > Wachstum und Ernte -  und dann wieder von vorn; und dann schließt diese Schilderung mit den Worten „. . . so wird sich mein Wort erweisen, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren,  sondern es wird gewiss das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe.“ (Voller Wortlaut hinter dem Link)

Dass also ist in Kurzfassung der ursprüngliche und immer noch aktuelle Zweck des Wortes Gottes.

Wie von einem allmächtigen Gott nicht anders zu erwarten, hat er inzwischen dafür gesorgt, dass diese seine Botschaft  -  mit deutlichem Abstand  - in mehr Sprachen und höherer Auflage verfügbar ist, als  irgendein anderes schriftliches Dokument. Übersetzt in rund 3.000 Sprachen – in vielen davon mehrfach - und schon als Printausgabe in Milliarden-facher Auflagenhöhe, die in der Neuzeit durch die mindestens gleichhohen Online-Versionen ergänzt werden, erreicht dieses „Buch der Bücher“ inzwischen jeden Menschen auf unserem Planeten.

Allein daraus kann man schließen, dass der „göttlichen Bibliothek“ nach Gottes Willen allerhöchste Priorität einzuräumen ist.

Das alles lässt sich allerdings nur verstehen und einordnen, wenn man den Hintergrund kennt; wenn man also weiß, was derjenige, der da sagt „. . . denn die ganze Erde gehört mir . . .“, was dieser allmächtige Gott ursprünglich vorhatte und immer noch vorhat.

Danach hast Du zwar nicht gefragt, aber weil die Antwort sonst unvollständig wäre, skizziere ich Dir das ganz kurz:

Die Geschichte der Menschheit begann einst sehr verheißungsvoll in einem Paradies. 

Die Aussicht auf ein endloses Leben auf einer heilen Erde wurde unseren Ureltern gleichsam „in die Wiege gelegt“. Alle damit verbundenen Annehmlichkeiten nahmen sie zwar gern in Anspruch, der aber ebenso wichtigen „genauen Erkenntnis“,  wie sie in den anfangs sehr wenigen Worten ihres Schöpfers enthalten war, schenkten sie leider nicht die gebührende Beachtung.

Infolgedessen, so erfahren wir aus Römer 5:12, kam „durch e i n e n Menschen [Adam] die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod“. 

Das allerdings hat nichts an dem geändert, was unser Schöpfer von Anfang an mit seiner Erde vorhatte – denn von ihm wissen wir, dass „. . . er die Erde nicht einfach umsonst erschuf, sondern sie bildete, damit sie auch bewohnt werde . .“ (Jesaja 45:18)

Seither lässt er deshalb nach Menschen suchen, die  - im Gegensatz zu Adam und Eva, dafür aber so ähnlich wie Du - gern wissen möchten „wie genau man sich der Bibel nähern sollte und auf eine Weise benutzten sollte, die im Einklang mit Gottes Willen steht?“ - oder um es mit den Worten Jesu zu sagen: Menschen, „die als wahre Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter“  (Johannes 4:23).

Ihnen verheißt er eine neue himmlische Regierung über eine neue Erde (i.S.v. menschlicher Gesellschaft) und schließt dann auf den letzten Seiten der Bibel mit den Worten: 

„Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen und er wird bei ihnen weilen [nicht umgekehrt!!], . . . und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ Und der, der auf dem Thron saß, sprach: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“ Auch sagt er: „Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.“ (Offenbarung 21:3-5)

Es lohnt sich daher auf jeden Fall, sich ernstlich darum zu bemühen, zu einer genauen Erkenntnis  der Wahrheit zu kommen“.

Und deshalb hoffe ich, dass Dir diese Anregungen ein wenig weiter helfen - falls nicht, frage gern nach.

Viel Erfolg und alles Gute

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Hallo anonym300300300,

Du schreibst über Dich selbst, Du habest „mit Jesus [Deinen] wahren Schatz gefunden.“

Wenn es denn so ist, dann nutze doch bitte diesen Schatz und lerne von ihm.

Er erklärt Dir beispielsweise, wie dieses, von Dir erwähnte, „eigene Gebot“ seines Vaters wirklich lautet, indem er es - das 6te Gebot  - korrekt zitiert. Viele Übersetzungen geben den Text  ungenau wieder und formulieren „Du sollst nicht töten“. Jesus dagegen zitiert es in seiner Bergpredigt  - in Matthäus 5:21 - in seiner echten Fassung mit  „Du sollst nicht morden . . .“

Erkennst Du den Unterschied?

Der nächste Schritt, um Deine Frage Stück um Stück zu beantworten, ergibt sich aus dem Kontext des zitierten Verses.

Dort (in den Versen 43-48) macht Jesus seine Zuhörer (und uns Leser) darauf aufmerksam, dass eine wirkliche und christliche Nächstenliebe auch die Feindesliebe einschließt. Erst dann, so betont er, würden sie sich (wir uns) „als Söhne ihres (unseres und seines) Vaters im Himmeln erweisen“!

Und wie begründet Jesus diese Anforderung?

Indem er Dich und mich auf das vorbildliche Verhalten seines und unseres Vaters hinweist  - denn er erinnert uns an eine überlebenswichtige Tatsache, die wir in aller Regel kaum beachten: Unser himmlischer Vater lässt nämlich „seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und lässt es über Gerechte und Ungerechte regnen . . .“. Schau aus dem Fenster und überzeuge dich  - bitte ;-)

Der darauffolgende Schlussapell richtet sich dann an alle, die Jesus wirklich als „wahren Schatz“ gefunden haben (wie Du es formulierst). Er lautet: 

„Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Nachzulesen hinter dem obigen Hyperlink)

Und jetzt "Hand auf Herz"!

Kann man einem Gott, den Jesus als „euren vollkommenen himmlischen Vater“ bezeichnet und der „seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen lässt . . .“, kann man einem solchen himmlischen Vater allen Ernstes unterstellen, er würde (Zitat aus Deiner Frage) „so viele Menschen einfach getötet haben bzw. töten lassen . . .“

Juristisch würde das als Falschanklage gewertet.

Wie kann einem so etwas passieren? 

Antwort: Wenn man nicht genau hinschaut und deshalb mit dem wahren Sachverhalt nicht gut genug vertraut ist - oder mit einem Wort  - pardon -  „Fahrlässigkeit“.

Bitte beachte, dass unser Vater im Himmel nicht nur unsere Schöpfer, sondern gleichzeitig auch der Richter der ganzen Erde ist. Als solcher hat er nicht nur das Recht, sondern außerdem  - auch im Interesse seiner loyalen Anbeter - die Pflicht, Urteile zu fällen und zu vollstrecken.

So verurteilte er beispielsweise die Kanaaniter, weil sie abscheuliche Menschen geworden waren, denn sie trieben Blutschande und Ehebruch, opferten kleine Kinder und begingen Homosexualität und Sodomie. Bei der Anbetung ihrer falschen Götter brachten sie zum Beispiel ihre Kinder als Opfer dar, indem sie sie lebendig ins Feuer warfen.

Möglicherweise hast Du bei Deiner Frage aber auch an die Sintflut gedacht. Doch auch und besonders in diesem Fall kommt Dir derjenige zur Hilfe, den Du als „wahren Schatz“ gefunden hast.

Vielleicht ist es Dir noch nicht aufgefallen, aber:  Jesus wurde in seinem vormenschlichen Dasein sogar Augenzeuge der großen Flut. Er konnte deshalb über die tatsächlichen Abläufe Bericht erstatten. Daher schildert er bspw. in Matthäus 24:38, 39 ff, dass die Menschen jener Tage mit ihrem täglichen Einerlei derart beschäftigt waren, dass sie von der göttlichen Warnung „keine Kenntnis nahmen, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte!“ 

Und dann fügt er hinzu „So wird die Gegenwart des Menschensohnes sein. . .“

Wusstest Du das?

Könnte man daraus -  aus dieser Erkenntnis -  Schlüsse ziehen?

Deshalb bitte noch einmal „Hand aufs Herz“:

Glaubst Du wirklich, Jesus hätte uns diese Warnung hinterlassen, wenn er Deine Meinung teilen würde, dass sein Vater „gegen seine eigenes Gebot verstoßen“ habe?

Resümee:

Es ist zwar lobenswert, wenn man „mit Jesus einen wahren Schatz gefunden hat“ - allerdings ist das nur der erste Schritt in die richtige Richtung - und, bitte beachte: es ist nicht etwa nur ein erster Schritt, sondern vor allem eine Verpflichtung.

Einem wahren Schatz gebührt nämlich  - nach Hebräer 2:1   - mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit!“

Warum?

„Damit wir niemals abgleiten.“

So, und nun hoffe ich, dass Dir diese Denkanstöße ein wenig weiterhelfen.

Alles Gute.

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Liebe Zora,

die Hoffnung auf eine Auferstehung ist dann eine echte Hoffnung, wenn sie sich auf einen gut begründeten und lebendigen Glauben stützt.

Eine solche Hoffnung ist nicht nur für die geliebten Verstorbenen  –  solange sie noch lebten --   sondern auch für die Hinterbliebenen eine echte,  tröstende und fest gegründete Zukunftserwartung. Eine Erwartung auf ein Wiedersehen in einer neuen Welt.

Doch nicht viele Menschen nennen einen solchen Glauben ihr Eigen, einen Glauben, der sich auf eine gute und genaue Erkenntnis göttlicher Verheißungen gründet. Dennoch hoffen, ahnen oder hegen manche zumindest den Wunsch, dass es irgendeine Rückkehr ins Leben geben könnte, ohne sich dessen allerdings sicher zu sein - und ohne erklären zu können, ob und wie dieses Wunder Wirklichkeit werden sollte.

Ob es also eine wirkliche, zuverlässige und unerschütterliche Hoffnung ist, hängt von der Qualität des Glaubens des Einzelnen ab; es müsste schon ein Glaube sein, wie ihn die Bibel in Hebräer 11:1 definiert: 

„Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie [noch] nicht sieht.“ 

Ein Glaube mit einem solchen Gütesiegel, ist der Glaube, wie Gottes Wort ihn von wahren Anbetern einfordert.

Die folgenden Beispiele sollen Dir deutlich machen, was es bedeutet, eine „gesicherte Erwartung“ zu hegen und woran ein Glaube erkennbar ist, den man mit Fug und Recht einen „offenkundigen Erweis von Wirklichkeiten nennen kann, obwohl man sie noch nicht sieht“.

Da ist zunächst Jesus Christus selbst.

Er konnte nicht nur von sich sagen „ich bin die Auferstehung und das Leben“, sondern er erbrachte auch die Beweise dafür,  indem er die  Tochter eines Synygogenvorstehers, den Jüngling von Nain und seinen Freund Lazarus  auferweckte.

Da er seinen Vater und dessen Allmacht besser kannte als irgendjemand sonst, war die Auferstehung  für ihn wie ein Fundament des Glaubens:  

„Wundert euch nicht darüber . . .“ konnte er deshalb mit Überzeugung verkündigen, „. . . denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören  und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts“  (Johannes 5:28, 29)

Dann ist da der Apostel Paulus,

der sich mit den geschilderten Ereignissen um die von Jesus verkündigte Auferstehungshoffung so gut und gründlich vertraut gemacht hatte, dass er vor dem Stadthalter, Seiner Exzellenz Felix,  mit Überzeugung sagen konnte: „Ich habe die Hoffnung zu Gott . . ., dass es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird . . .“ . .  was soviel heißt wie, dass sowohl diejenigen, die ihr Leben nach Gottes gerechtem Willen ausgerichtet hatten, als auch die, die aus Unwissenheit ungerecht gehandelt hatten, auferweckt werden (Apostelgeschichte 24:15).

Und dann, liebe Zora,  ist da Dein verstorbener Ehemann Klaus-Dietmar.

Er hat hier auf diesen Seiten oft und gründlich von seiner lebendigen Hoffnung auf eine Auferstehung Zeugnis abgelegt.

Beispielsweise beschrieb er vor drei Jahren,  unter Bezugnahme auf Hiob 14:13, 15 (HFA) dessen Situation:

„Sterbenskrank und von unerträglichen Schmerzen zermürbt, sieht der gottesfürchtige Hiob keinen anderen Ausweg, als Gott anzuflehen, ihn doch durch den Tod zu erlösen. Als Mann des Glaubens fügt er noch eine vertrauensvolle Bitte an:

„O Gott, versteck mich doch bei den Toten! ...Aber setz dir eine Frist und denk dann wieder an mich! Dann wirst du mich rufen, und ich werde kommen. Du wirst dich nach mir sehnen, weil du selbst mich geschaffen hast . . .“

Vor 5 Jahren vermittelte er Trost mit diesen Worten:

„Christen haben jedoch die Zuversicht, dass sie leben werden, auch wenn sie sterben.  Jesus, der Sohn Gottes bestätigt das, gemäß  Johannes 11:25,26 ():

„Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,  und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?“

Was mich, liebe Zora, trotz aller Trauer, die ich mit Dir teile,  dennoch freut, ist die Tatsache, dass die zitierten und viele, viele weiteren Beiträge Deine Mannes und meines Freundes hier auf diesen Seiten „weiterleben“ und vielen Lesern Trost und eine echte Hoffnung vermitteln können.

Möge Dir dieses Bewusstsein helfen, Deine Trauer etwas erleichtern - und bitte vergiss nicht, ihm davon zu berichten, wenn er wieder da ist.

Und nun wünsch ich Dir noch sehr viel Kraft, den reichen Segen Jehovas und alles erdenklich Gute

Dein Bruder und Freund

Reinhold

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Hallo Klose11

Es gibt tatsächlich  rund um den ganzen Globus viele Flutsagen und einige davon zähle ich weiter unten auf.

Zwar weichen sie in Einzelheiten mehr oder weniger voneinander ab, aber dennoch weisen sie in bemerkenswerter Weise einige gemeinsame Merkmale auf, und das deutet zumindest darauf hin, dass sie einen gemeinsamen Ursprung in der unauslöschlichen Erinnerung an eine riesige Überschwemmungskatastrophe haben, unterschiedlich dargestellt, u.a. auch durch die im Lauf der Jahrhunderte entstandenen lebhaften Ausschmückungen.

Von dieser weltweiten Flut  berichtet die Bibel in einfachen und sachlichen Worten  - und es gibt viele überzeugende Anhaltspunkte, dass hier kein Mythos, sondern ein reales Ereignis geschildert wird.

Was nämlich nur selten Beachtung findet ist die Tatsache, dass Einzelheiten über Noah und die große Flut nicht nur im 1. Buch Mose (Genesisbericht) zu finden sind, sondern darüber hinaus in der gesamten heiligen Schrift  weitere zehn Mal erwähnt wird!

Treue Glaubensmänner wie Jesaja, Hesekiel, Jesus Christus sowie die Apostel Petrus und Paulus nehmen auf den Geschichtsbericht über Noah immer wieder Bezug und lassen keinen Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit. (siehe dazu bitte einige dieser Quellen in Jesaja 54:9; Hesekiel 14:20; Matthäus 24:37; Hebräer 11:7).

Dass sich der Flutbericht außerdem - wie eingangs schon erwähnt - weltweit in vielen Sagen und Mythen widerspiegelt, stützt in beeindruckender Weise seine Wahrhaftigkeit.

Besonderes Gewicht unter all diesen Quellen  hat allerdings der Bericht eines Augenzeugen, der die Ereignisse um die Sintflut vom Himmel aus miterlebte! Und das ist kein Geringerer als Jesus Christus selbst  (Sprüche 8:22; Johannes 17:5).

Unverschlüsselt und deutlich sagt er in Lukas 17:26, 27: „Geradeso wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein: sie aßen, sie tranken, Männer heirateten, Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging und die Sintflut kam und sie alle vernichtete.“

Diese Berichterstattung aus höchster Quelle ist insofern von besonderer Bedeutung, weil Jesus die Ereignisse in den Tagen Noahs mit seiner zweiten und künftigen Gegenwart vergleicht.  Wäre die Sintflut lediglich eine Fiktion, dann wäre sein vorhergesagtes zweites Kommen entweder ein Trugbild, oder er hätte nicht die Wahrheit gesagt.

Keine dieser beiden Schlussfolgerungen ließe sich jedoch mit der Persönlichkeit des Sohnes Gottes und mit dem Rest der Bibel vereinbaren (siehe 1. Petrus 2:22; 2. Petrus 3:3-7).

Es liegt also klar auf der Hand, dass Jesus Christus den Bibelbericht über die Sintflut auf Grund persönlicher Beobachtungen als authentisch betrachtet hat.

Für Christen, die ihren Glauben wirklich ernst nehmen,  ist dies zweifellos der überzeugendste Beweis dafür, dass die Flut der Tage Noahs tatsächlich stattgefunden hat und nicht etwa nur ein Mythos ist.

Nicht zuletzt ist die Sintflut deshalb auch eine Warnung aus alter Zeit, der man mehr als die normale Aufmerksamkeit schenken sollte.

Und hier folgen einige der mystischen Erzählungen die mehr oder weniger Ähnlichkeiten mit dem Bibelbericht aufweisen

  • Die Sage der Sumerer, deren Götter Götter Anu und Enlil beschlossen haben sollen, die Menschheit durch eine gewaltige Flut zu vernichten.
  • Das babylonische Gilgamesch-Epos.
  • Die griechische Flutsage, gemäß der nur Deukalion und seine Frau Pyrrha überlebten, allerdings mit dem sehr Bibel- ähnlichen Hinweis, dass vor der Flut auf der Erde Gewalttäter gelebt haben, das sogenannte eherne Geschlecht.
  • In Indien existiert eine Flutsage, nach der der Mensch Manu überlebte.
  • In dem Buch China—A History in Art heißt es, dass Yü einer der Herrscher des Altertums in China war, „der Sieger über die große Flut. Yü leitete die Wasser der Flut in Flüsse und Seen, damit sein Volk das Land wieder neu besiedeln konnte.
  • Bei den Indianern in Nordamerika gibt es verschiedene Sagen, denen das Thema einer Flut gemeinsam ist, in der bis auf wenige Ausnahmen alle Menschen umkamen.
  • Bei den Indianern Mittel- und Südamerikas existieren Flutsagen mit grundlegenden Ähnlichkeiten. Die Mayas in Mittelamerika glaubten, eine große Regenschlange habe die Welt durch sintflutartige Regenfälle vernichtet.
  • Die Chincha in Peru haben eine Sage, wonach in einer fünf Tage dauernden Flut alle Menschen umkamen mit Ausnahme eines einzigen, den ein sprechendes Lama auf einem Berg in Sicherheit gebracht hatte
  • Bei den Tupinambaindianern Brasiliens ist von einer Zeit die Rede, als alle ihre Vorfahren in einer großen Flut ertranken mit Ausnahme derer, die in Kanus oder in den Wipfeln hoher Bäume überlebten.
  • Im gesamten südpazifischen Raum kennt man Sagen über eine Flut, die nur wenige überlebten. Auf Samoa gibt es zum Beispiel die Sage von einer Flut in der Frühzeit, in der alle umkamen, außer Pili und seine Frau
  • Die Ata auf Mindanao (Philippinen) erzählen sich, die Erde sei einst von Wasser bedeckt gewesen, wobei mit Ausnahme zweier Männer und einer Frau alle umgekommen seien
  • Die Sojoten von Sibirien (Rußland) sagen, ein riesiger Frosch, der die Erde trage, habe sich bewegt und dadurch die Erde überflutet. Ein alter Mann habe mit seiner Familie auf einem von ihm angefertigten Floß überlebt.

Zum Schluss noch dies:

Der Inhalt der Bibel ist von Gott inspiriert, die Mythen und Sagen sind das nicht.

Für Christen ist daher allein der Bibelberichte authentisch – auch wenn  er sich für manche Ohren manchmal „ein bisschen mystisch anhört“. Das allerdings  kann nur passieren, wenn man sich nicht gründlich genug damit beschäftigt.

Und nun hoffe ich, dass Dir diese Hinweise ein wenig weiterhelfen.

Alles Gute

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Hallo hvladi,

Der Bibeltext, auf den sich Deine Frage bezieht, liefert so ganz nebenbei einen beispielhaften Anschauungsunterricht zu der Lektion

„Wie erschließt man die Fähigkeit der Bibel, sich selbst zu erklären?“

Wie in vielen Fällen, so auch in diesem,  ergibt der Zusammenhang - einschließlich der Parallelberichte in den anderen Evangelien - eine logische Erklärung. Dann und wann ist es auch hilfreich, wenn man eine weitere Übersetzung hinzuzieht.

Und wenn man so verfährt, ergibt sich folgende Kurzantwort:  

„Beelzebub“ ist eine Bezeichnung, die in der Bibel auf Satan, den Fürsten oder Herrscher der Dämonen, angewandt wird.  In sehr gotteslästerlichen Weise beschuldigten seinerzeit die religiösen Führer Jesus Christus, er würde bei seinen Wundertaten, „die Dämonen durch Beelzebub austreiben“. Daraufhin äußerte Jesus die von Dir zitierten Worte, in denen er sich selbst mit einem „Hausherrn“ verglich. (nachzulesen in Matthäus 10:25; 12:24-29; Markus 3:22-27; Lukas 11:15-19)

Und nun etwas ausführlicher,  einschließlich des Hintergrundes:

Das Kapitel 10 des Matthäusevangeliums beginnt zunächst mit dem Bericht über die Auswahl der 12 Apostel.

Aus den Versen 5-7 erfahren wir dann, dass Jesus „diese Zwölf aussandte“, um die gute Botschaft zu verkündigen. Da sie ausnahmslos unerfahrene Laien waren,  gab er ihnen diverse praktische „Weisungen“,  sowohl über das zu bearbeitende Gebiet als auch darüber, was sie sagen sollten, nämlich: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘ 

In Vers 11 und 12  legt er ihnen dann ans Herz, ihren Auftrag mit Sorgfalt zu erledigen; bspw. sollten sie in jeder Stadt und jedem Dorf in dem sie vorsprechen würden,  „nachforschen, wer es darin verdient hat,“ und sich bei solchen ggf. länger aufhalten.

Dann die Verse 16-24 (unmittelbar vor „Deinem“ Text); sie enthalten   - angesichts des heftigen Widerstandes der etablierten Geistlichkeit  - eine deutliche Warnung: „Siehe! Ich sende euch aus wie Schafe inmitten von Wölfen; darum erweist euch vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben . . . Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein;  . . .  und ein Jünger steht nicht über seinem Lehrer noch ein Sklave über seinem Herrn . . .“

Der Paralleltext in Markus 3:22 zeigt besonders deutlich, wie verbissen und feindselig die religiösen Feinde auf die Wahrheiten reagierten, die Jesus und die Seinen landauf, landab verbreiteten:

(Zitat) „Auch die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabkamen, sagten: „Er hat den Beelzebub, und er treibt die Dämọnen durch den Herrscher der Dämọnen aus.“  . . . Sie kamen also tatsächlich drei Tagereisen weit (oder rund 150 km) von Jerusalem bis nach Galiläa angereist, um ihn, den Sohn Gottes,  der Kumpanei mit dem Teufel zu bezichtigen - und um so die Verbreitung der guten Botschaft zu behindern.

Vor diesem Hintergrund nun Dein Zitat aus dem Vers 25 - der Klarheit wegen aus drei verschiedenen Übersetzungen:

„Der Schüler kann froh sein, wenn es ihm ergeht wie seinem Lehrer, und der Sklave, wenn es ihm ergeht wie seinem Herrn. Wenn sie schon den Hausherrn [Jesus] Oberteufel nennen, dann werden sie seine Leute erst recht so beschimpfen“ (Gute Nachricht Bibel)

„Sie [die Schüler] können zufrieden sein, wenn es ihnen genauso geht wie ihrem Lehrer oder ihrem Herrn. Wenn man aber den Herrn des Hauses [Jesus] schon einen ›Teufel‹ genannt hat, was werden sie erst zu seinen Angehörigen sagen?« (Hoffnung für alle)

„Es genügt, wenn der Jünger wie sein Lehrer wird und der Sklave wie sein Herr. Wenn man den Hausherrn [Jesus] Beelzebub genannt hat, wieviel mehr wird man seine Hausgenossen so nennen!“ (Neue-Welt-Übersetzung)

Bis zum heutigen Tag hat sich nichts daran geändert, dass die Überbringer der „guten Botschaft von Gottes Königreich“ angefeindet werden - besonders, wenn sie dabei die gleiche Methode anwenden, wie Jesus sie ursprünglich vormachen ließ, indem er nämlich seine Jünger zu zweit in jede Stadt und jeden Ort aussandte. Doch obwohl es diesen Widerstand gibt und geben wird, sagte Jesus dennoch voraus, dass „diese gute Botschaft von Gottes Königreiche auf der ganzen bewohnten Erde verbreitet werden wird!

Sagte er damit eine Weltbekehrung voraus?

Nein, denn er fügt hinzu: „allen Nationen zu einem Zeugnis“  -  mehr nicht?

Doch, wenn auch nur noch einen Satz, aber der ist inhaltsschwerer und lautet: „Und dann wird das Ende kommen“

Wenn man außerdem noch den Zusammenhang beachtet, in dem Jesus diese Vorhersage äußerte, wird deren Tragweite noch deutlicher:

Man hatte ihm die Frage gestellt: „. . . was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?“ (Matthäus 24:3 Luther 2017) Seine umfangreiche Antwort ist in den Kapitel 24 und 25 nachzulesen;  sie enthält nur wenige positive Zeichen bzw. Erkennungsmerkmale,  und das herausragendste ist der oben zitierte Vers 14, doch wenn man über diese Vorhersage ein wenig nachdenkt, wird schnell klar, dass das dort Angekündigte eine Mammut-Aufgabe ist: nämlich eine einheitliche gute Botschaft auf der ganzen bewohnten Erde zu verbreiten.

Kein Wunder also, dass bei diesem Verkündigungswerk nicht nur die gleichen Methoden Anwendung finden, wie Jesus sie vormachte, nämlich Menschen persönlich anzusprechen, sondern   - des größeren Umfangs  wegen -  die vielsprachigste Website der Welt genutzt wird (z.Zt. über 800 Sprachen),  um diese Botschaft bis in den entferntesten Teil der Erde gelangen zu lassen.

Resümee:  An dem vorhergesagten „Endergebnis“ wird sich nichts ändern, was auch immer Feinde dieser Botschaft unternehmen mögen, um sie zu verhindern. Gottes gute Botschaft wird die ganze Welt erreichen und weder Unterstellungen, noch Falschdarstellungen, noch Pöbel, noch Gewalt wird das verhindern können.

Das, und noch so einiges mehr, steckt hinter dem kleinen Textausschnitt, den Du hinterfragt hast.

Und vielleicht helfen Dir diese Denkanstöße ein wenig weiter.

Alles Gute

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Hallo zhengzhan,

wenn der temperamentvolle Petrus „die Kirchen“  leiten würde, dann hätte er schon längst zum Schwert gegriffen, so,  wie er es einst schon einmal machte, als „die Kirchen“ Jesus verhaften ließen. Petrus hat nämlich bei weitem nicht die Geduld, wie Jesus sie hatte und immer noch hat. Bis jetzt noch hat! Und schon deswegen sollte man die biblischen Quellen hinter den Verlinkungen unbedingt aufmerksam lesen.

Zwar gibt es seit dem Beschluss des Ersten Vatikanischen Konzils den Versuch, den Apostel Petrus als den ersten Papst zu etablieren,  und in ihm den Verantwortlichen für die Leitung der Kirche zu sehen,  das allerdings stützt die Kirche nicht auf den von Dir zitierten Text aus Johannes 21, sondern auf Matthäus 16:17, 18.

In Matthäus findet man die Worte Jesu: „Du bist Petrus [dessen Name „Felsstück“ bedeutet] und auf diesen Felsen [deutlich größer als ein Felsstück] werde ich meine Kirche bauen“.

Schon dieser Formulierung wegen, sollte man sich genau anschauen, ob Jesus mit dieser Aussage wirklich zum Ausdruck bringen wollte, dass seine globale christliche Gemeinde bzw. Kirche auf einen Menschen, auf Petrus,  errichtet werden sollte.  

  • Sollte tatsächlich Petrus über allen anderen Anhängern Jesu stehen?
  • Und,  wie verstanden die anderen Apostel, die bei diesem Gespräch dabei waren, die Worte Jesu?

Bspw. berichten die Evangelien davon, dass Jesu Jünger später immer wieder darüber stritten, wer von ihnen wichtiger oder größer sei (siehe Matthäus 20:20-27; Markus 9:33-35; Lukas 22:24-26). Wenn es allerdings so wäre, dass Jesus dem Petrus eine vorrangige oder übergeordnete Stellung zugewiesen hätte, hätten sie dann noch Grund gehabt, sich darüber zu streiten?

 Ebenso aufschlussreich ist Gottes Wort, wenn man der Frage nachgeht, wie Petrus selbst die Worte Jesu auffasste? Als gebürtiger Israelit war er mit den verschiedenen hebräischen Prophezeiungen (aus dem AT) über einen „Stein“ oder „Eckstein“ vertraut (Jesaja 8:13, 14; 28:16; Sacharja 3:9). Als Petrus Jahre später eine dieser Prophezeiungen in seinem eigenen Brief an seine Mitgläubigen zitierte, erklärte er, dass mit dem „Eckstein“ der Herr Jesus Christus, der Messias, gemeint war. Petrus verwendete den griechischen Begriff pétra  ausschließlich für den Christus (1. Petrus 2:4-8).

Auch Paulus anerkannte zwar die „ganz normale“ Position des Petrus innerhalb der frühen Christengemeinde, bspw. schrieb er, dass Petrus zu denen gehörte, „die als Säulen gelten“. Diese Aussage zeigt aber auch, dass es mehr als nur eine einzige „Säule“ gab (Galater 2:9, Herder).  Wenn es jedoch so wäre, dass Petrus tatsächlich als Oberhaupt der Versammlung  (gr. ekklēsía  Gemeinde od. Kirche) eingesetzt worden wäre, wie kann die Bibel ihn dann nur als eine von mehreren Säulen bezeichnen?

Auch berichtete Paulus einmal, dass Petrus sich einigen Leuten gegenüber nicht ganz richtig verhalten hatte. Er schrieb dazu respektvoll, aber auch unverblümt, er sei „ihm offen entgegengetreten, weil er sich [der Petrus] ins Unrecht gesetzt hatte“ (Galater 2:11-14). Paulus ging also nicht davon aus, dass der Christus seine Kirche oder Gemeinde auf Petrus oder einem anderen unvollkommenen Menschen aufgebaut hatte.  Ganz im Gegenteil, er glaubte, dass das Fundament, auf dem die Gemeinde errichtet worden war, Jesus Christus ist.  Der „Fels war Christus“ — für Paulus war das gar keine Frage (1. Korinther 3:9-11; 10:4).

Wie aber sind dann die Worte „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“ zu verstehen?

Für das richtige Verständnis ist   - wie so oft - der Kontext entscheidend.

Worum ging es bei dem Gespräch zwischen Jesus und Petrus? Jesus hatte seine Jünger kurz zuvor gefragt: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Ohne zu zögern antwortete Petrus: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“  Jesus lobte Petrus dafür. Dann fügte er hinzu, dass er seine Kirche oder Gemeinde auf einem viel solideren „Felsen“ errichten würde:  nämlich auf demjenigen, an den Petrus glaubte und den er soeben klar und deutliche als den Messias erkannt hatte — Jesus selbst (Matthäus 16:15-18).

Alles in allem, kann man der Bibel nicht entnehmen, dass Petrus unter den Aposteln und in der Urchristengemeinde eine Sonderstellung einnahm. Vielmehr lässt die Gesamtaussage des Wortes Gottes zu dieser Frage, keinen Zweifel daran, dass nicht Petrus, sondern Jesus selbst das Fundament der wahren christlichen Kirche ist.

Das erkannten sogar viele der früheren Kirchenväter, und waren überzeugt, dass mit dem „Felsen“ in Matthäus 16:18 der Christus gemeint ist. Augustinus beispielsweise schrieb im 5. Jahrhundert: „Darum nämlich sprach der Herr: ‚Auf diese Petra (Fels) werde ich meine Kirche bauen‘, weil Petrus gesagt hatte: ‚Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes‘. Auf diese Petra also, welche du bekannt hast, sagt er, werde ich meine Kirche bauen.“ Augustinus machte wiederholt die Aussage: „Der Fels (Petra) war Christus“.

Wenn Augustinus und andere nach der heute geltenden katholischen Lehre beurteilt würden, müsste man sie als Ketzer einstufen. Laut dem Schweizer Theologen Ulrich Luz unterscheidet sich die vorherrschende Meinung heutiger Bibelwissenschaftler von dem Beschluss, der 1870 beim Vatikanischen Konzil getroffen wurde — ihre Ansichten müssten dementsprechend als Ketzerei verurteilt werden.

Und nun zu Deiner eigentlichen Frage, mit der Du Dich auf  Johannes Kapitel 21, Verse 16-17 beziehst.

Auch in diesem Fall ist der Kontext hilfreich, um Jesu Aussage richtig zu verstehen.

In der von Dir verwendeten Übersetzung (Luther 1912) ist bei dem Johannesevangelium zum Kapitel 21 ein Seitentitel eingefügt:

Der Auferstandene am See Tiberias“. 

Tatsächlich war es kurz nach seiner Auferstehung, als Jesus die von Dir zitierten Worte äußerte. Am frühen Morgen jenes Tages war Petrus und einige andere nach alter Gewohnheit fischen gegangen. Plötzlich steht Jesus am Strand,  Johannes erkennt ihn als erster.  Spontan wie immer, springt Petrus sofort ins Wasser und schwimmt ans Ufer. Er überlässt es in diesem Moment den anderen, das Boot an Land zu bringen, und als Jesus danach um einige Fische bat, um das Frühstück zu bereiten, reagierte Petrus, indem er das Netz an Land zieht (Johannes 21:1-13).

Und jetzt versetzen wir uns kurz in die innere Verfassung des Petrus:  es war erst wenige Tage her, da hatte er seinen Herrn aus Menschenfurcht dreimal verleugnet (Matthäus 26:75)  - und jetzt stand Jesus  ihm, dem Schuldbewussten,  wieder gegenüber . . .

Ob Petrus wohl froh war, dass ihm sein Herr ohne jeden Vorwurf   -  aber ebenfalls dreimal   - fragte, ob er ihn liebe, und ihm dreimal gebot, ‘seine Schafe zu weiden’ -  und ihm dadurch dreimal Gelegenheit gab seine Zuneigung in Worte zu kleiden,  und nicht zuletzt, dass er aus der großen Verantwortung, die Jesu ihm dann übertrug, schlussfolgern durfte, dass Jesus ihm ganz offensichtlich vergeben hatte? 

Und mehr noch, denn Jesu wies ihn auch darauf hin, wie er diese Liebe beweisen konnte: Er sollte seinen heiligen Dienst allem anderen  - auch dem Fischen - voranstellen und Christi Herde weiden und hüten. (Johannes 21:15-17).  Voller Freude wurde dem Petrus jetzt bewusst, dass er für Jesus und für seinen himmlischen Vater Jehova immer noch wertvoll war. Mehr denn je sollte er sich als Menschenfischer bewähren, und in der von Jesus geleiteten Christenversammlung eine wichtige Rolle spielen. Er kam seinem Auftrag bis zu seinem Lebensende treu nach und stärkte seine Brüder, grad so wie Jesus es ihm am Vorabend seines Todes geboten hatte (Lukas 22:32).

Bitte denke erneut über all das nach, und knüpfe an Dein bisher Verstandenes an, denn es ist  in der Tat eine sehr schwere Verantwortung,  eine weltumspannende Versammlung wahrer Anbeter zu leiten. Ein viel zu schwere,  um sie einem Menschen zu übertragen.

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen weiter.

Ich wünsche es Dir und weiterhin alles Gute

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Hallo Pfiati,

Das Vergeben ist für jeden Menschen eine Grundvoraussetzung,  um vor seinem Schöpfer bestehen zu können - völlig unabhängig davon, was eine „Kirche will“ - oder nicht will  . . .“

Zu dieser Erkenntnis kommt ein Christ, wenn er sich bspw. Jesu Mustergebet,  das Vaterunser, etwas genauer ansieht.

Man findet es in Matthäus 6:9-13 - und es lautet:

  • Unser Vater in den Himmeln,
  • dein Name werde geheiligt.
  • Dein Königreich komme.
  • Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde.
  • Gib uns heute unser Brot für diesen Tag;  und
  • vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben.  Und
  • bringe uns nicht in Versuchung, sondern befreie uns von dem, der böse ist.‘

Unter allen diesen sieben,  von Jesus aufgezählten und  nach Wichtigkeit geordneten,  Bitten und Lehrpunkten ist zwar die Vergebung  „nur“ die vorletzte in der Aufzählung,  dennoch stellt Jesus ihren überdurchschnittlich hohen Stellenwert durch zwei Besonderheiten überdeutlich heraus:

Die eine ist:

. . . dass unsere Bitte um Vergebung  nur dann  - wenn überhaupt -  in dem Maße erhört werden wird,  wenn  wir unsererseits  unseren Schuldnern bereits vergeben haben!  (Plusquamperfekt!)

Und die zweite ist:

. . . dass diese unverzichtbare Vorbedingung möglicherweise übersehen werden könnte - obwohl sie für den Betenden lebenswicht ist (!) -  und  Jesus deshalb diesen Lehrpunkt in einem zusätzlichen Kommentar ein zweites Mal wiederholt!

Für ernsthafte Erforscher der Bibel ist daran  hochinteressant, dass in dem ganzen Gebet, unter allen angesprochenen wichtigen Themen,  die Vergebung die wichtigste zu sein scheint, denn Jesu kommentiert (in den unmittelbar anschließenden Versen 14 und 15)  eben nur diese eine –  und zwar mit diesen Worten:

„Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, wird euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“  

Und nun: Für immer oder nicht für immer? - das ist hier die Frage  -  und was würdest Du aus dem bisher Geschilderten schließen, lieber Pfiati ?

Doch warte es ab, denn in Gottes Wort werden besonders wichtige und grundsätzliche Aussagen stets mehrfach herausgestellt; und so  ist das auch mit dem Verständnis über die Vergebung.

Es war der impulsive Petrus, dem dieses Thema noch nicht ausreichend geklärt zu sein schien; denn er kam irgendwann mit der Frage:  „Herr, wievielmal mag mein Bruder gegen mich sündigen und soll ich ihm vergeben? Bis zu siebenmal?“

Versuche Dir sein fassungsloses Gesicht vorzustellen als er Jesu Antwort hört: „Ich sage dir: Nicht bis zu siebenmal, sondern: Bis zu siebenundsiebzigmal . . .“

Dass unter diesen „bis zu siebenundsiebzigmal“  eine nie endende   - oder wie Du es formulierst, eine Bereitschaft  zum Vergeben  „für immer“,  verstanden werden soll, ergibt der Vergleich mit verschiedenen ähnlich lautenden biblischen Aussagen, wie bspw. Epheser 4:32;  Kolosser 3:13; Matthäus 18:21, 22

Doch die Bibel wird noch deutlicher, denn mit einem interessanten Gleichnis half Jesus seinerzeit dem Petrus und schlussendlich uns allen, zu verstehen, warum unser Schöpfer nur dann zum Vergeben bereit ist, wenn wir unsererseits ebenfalls bereitwillig zum Vergeben bereit sind  - und das bereits durch Taten belegen können!

Jesus schildert in dem Gleichnis eine Begebenheit um einen König,  der mit einem Bediensteten (damaliger Sprachgebrauch „Sklaven“),  der seinem Dienstherrn umgerechnet rund 50 Millionen Dollar  schuldete,  abrechnen will.  Doch der bekennt, dass er soviel  Geld auf keinen Fall zurückzahlen könne. Der König droht daraufhin Frau und   Kinder seines Schuldners zu verkaufen, um zu seinem Geld zu kommen. Wörtlich geht es in dem Gleichnis dann weiter: „Daraufhin wirft sich der Sklave seinem Herrn zu Füßen und bittet inständig: „Hab Geduld mit mir, und ich will dir alles zurückzahlen.“

Und jetzt geschieht etwas Außergewöhnliches: „Von Mitleid bewegt, erlässt der Herr dem Sklaven barmherzigerweise diese enorme Schuld!“

Doch  - unmittelbar darauf, so fährt Jesus fort, trifft eben dieser Sklave einen Mitsklaven, der ihm, umgerechnet etwa lächerliche 90 Dollar  schuldet. Doch der Mann packt seinen Mitsklaven, beginnt ihn zu würgen und sagt: „Zahl zurück, was du mir schuldest;“  allerdings: auch dieser kann nicht zahlen.

Er  fällt deshalb seinerseits seinem Gläubiger zu Füßen und bittet: „Habe Geduld mit mir, und ich will es dir zurückzahlen.“ Der Sklave mit der 90 Dollar Forderung  jedoch, übt nicht Barmherzigkeit, wie sein Herr,  sondern lässt seinen Mitsklaven ins Gefängnis werfen.

Jesus erzählt weiter, dass  dem großzügigen König von diesem Vorfall berichtet wird,  und der reagiert zu Recht empört:  „ich habe deine ganze Schuld getilgt, als du mich inständig batest. Hättest nicht auch du gegen deinen Mitsklaven barmherzig sein sollen, wie auch ich gegen dich barmherzig war?“  Voller Zorn überliefert der Herr den unbarmherzigen Sklaven den Gefängniswärtern, bis er alles, was er ihm schuldet, zurückgezahlt habe.

Und jetzt kommt die Lehre aus diesem Gleichnis:

In gleicher Weise“  -  so Jesu Mahnung - „ wird mein himmlischer Vater auch mit euch verfahren, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder aus eurem Herzen heraus vergebt“. 

Nachzulesen in  Matthäus 18:23-35

Was immer wir also einem Mitmenschen vergeben mögen, und mag es uns auch noch so unzumutbar viel oder hoch erscheinen, so ist es dennoch verschwindend gering im Vergleich zu der Schuld, in der wir aufgrund unserer Unvollkommenheit vor unserem Schöpfer stehen. Und angesichts der Aussicht auf ein nicht endendes Leben, zudem noch in wirklichem Frieden, weil wir das Vergeben wertzuschätzen und umzusetzen lernen durften, ist auf jeden Fall eine Aussicht, über die man nachdenken sollte - oder?

Und deshalb, lieber Pfiati,  überlege bitte selbst, ob Vergebung,  die man zeitlich begrenzen möchte  - oder um bei Jesu Gleichnis zu bleiben:  ob Schuldentilgung mit der Option, sie ggf. zurückfordern zu können, ob solche Verfahrensweise noch das sind, was sie ihrem Wesen nach sein sollten, nämlich ein unwiderruflicher Schlussstrich unter allen Differenzen  -  gleichbedeutend also mit Jesu „aus eurem Herzen heraus vergeben zu haben“ (!?)  -  „für immer“  also . . .

Vielleicht helfen Dir diese Denkanstöße ein Stückchen weiter.

Alles Gute 

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Hallo Selina0505,

eben so gut könntest Du fragen, ob ein Betrüger oder ein Lügner als der gefährlichere Schadenstifter zu betrachten sei. Das Ergebnis ist nämlich in beiden Fällen das Gleiche, da es beide darauf abgesehen haben, Menschen in ihrem Glauben an ihren Schöpfer in die Irre zu führen,  um sie dadurch zu veranlassen,  nach dem „Weg des Lebens“ gar nicht erst zu suchen oder gar,  ihn zu verlassen.

Die Bibel wendet die beiden Wortbilder,  „Antichrist“ und „falscher Prophet“ nicht auf Einzelpersonen an, sondern auf diverse Menschen, die sich durch eine gottentfremdete Geisteshaltung auszeichnen.

So ließt man bspw. in 1. Johannes 2:18: „Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, dass der Antichrist [gr.: antíchristos] kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden . . .“

oder

in 1. Joh. 4:1-3: „Prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind . . .“

Wenn man sich nun fragt, warum beide Strömungen ein gleiches, destruktives Ziel ansteuern, dann ist die biblische Erklärung relativ einfach  - und in der Offenbarung 12:9 nachzulesen:

Dort wird „ . . . der große Drache — die Urschlange —, der auch Teufel und Satan genannt wird . . .“  als jener bezeichnet,  „die die ganze bewohnte Erde irreführt . .“  -  das schließt den" Antichristen" und den "falschen Propheten" mit ein.

Das Irreführen gelingt diesem Widersacher scheinbar mühelos, weil er  - wie schon im Garten Eden - immer wieder eine hinterhältige Strategie anwendet, eine Taktik, die in der Bibel (in  2. Korinther 11:13-15) genau beschrieben wird:   „ . . .  kein Wunder . . .“ so heißt es dort, „. . . denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

Und da das Lügen und das Täuschen von Anfang seines Wirkens an seine erfolgreichste Strategie ist, nennt ihn Jesus in Johannes 8:44 44 den „Vater der Lüge“.

Im gleichen Text erhebt Jesus indes diesen Vorwurf auch gegen Menschen, die es dem Verleumder gleichtun.  Wörtlich sagt er  „Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge“.

Resümee:

Statt  danach zu suchen, wer nun gefährlicher ist, empfehle ich Dir dringend stattdessen nach demjenigen zu suchen, der von sich sagen kann:  „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Johannes 14:6)

Und weil Jesus diesen „Weg“ gut kennt, lässt er Dich und uns auch nicht allein, wenn wir danach fragen, wie es uns möglich sein könnte, diesen Weg auch tatsächlich zu gehen.

Seine Antwort in Johannes 17:3:  

„Dies bedeutet ewiges Leben [oder „davon ist es abhängig“], dass sie [Du und ich] fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über (1.) dich, den allein wahren Gott, und über (2.) den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.“

Sich über diese beiden wichtigsten Persönlichkeiten im Universum und über deren Handlungsgrundsätze gut zu informieren, kann zu einem endlosen Leben führen,  in dem es weder falsche Propheten noch Antichristen  geben wird . . .!

. . . oder um es noch einmal mit den Worten der Bibel zu beschreiben:. . .: „Was das Auge nicht gesehen und das Ohr nicht gehört hat, noch im Herzen eines Menschen aufgekommen ist, die Dinge, die Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." (1.Korinther 2:9  und Jesaja 64:4)

Gibt es irgendwo eine bessere Botschaft ?

Vielleicht helfen Dir diese Denkanstöße ein wenig weiter.

Ich wünsche es Dir und außerdem alles Gute

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Hallo Danina206,

auf jeden Fall ist Euer Denkansatz sehr lobenswert und zeugt von Dankbarkeit.

Den Vorschlag, den ich Euch nachfolgend machen möchte, werdet Ihr möglicherweise nicht auf den ersten Blick als eine Empfehlung betrachten, da Euch ja ein „GROSSES Geschenk“ vorschwebt.

Deshalb vorab eine kurze Erklärung,  wieso ich  -  auch aus eigener Erfahrung  -  dieses Geschenk für sehr groß halte:

Religion war   - so nehme ich mal an - der wesentliche Lebensinhalt Eures Lehrers.  Ganz sicher war und ist er mit diesem komplexen Thema sehr gut vertraut.  Jetzt, im Ruhestand hat er Zeit zum Lesen und zum Nachdenken.

Vor diesem Hintergrund ist das Taschenbuch „Was lehrt die Bibel wirklich“  - besonders für Kenner - eine wahre Fundgrube.  Es enthält Denkanstöße in Hülle und Fülle, und das in 185 Sprachen!  Sogar Religionslehrer und Geistliche,  darunter einige,  die ich persönliche kenne oder kannte, sind davon beeindruckt.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Das Buch wurde nicht herausgegeben, damit jemand seine Religion wechselt,  sondern damit jemand neu über Religion im Allgemeinen - und natürlich auch über seine eigene - nachdenkt.

Man erhält es kostenfrei, und das am einfachsten an irgendeinem Infostand in allen etwas größeren Städten oder über jw.org.  Ggf. helfe ich dabei.

Der Umstand, dass dieses Taschenbuch kostenfrei erhältlich ist,  

  • schmälert nicht im Geringsten den ideellen bzw. geistigen Wert dieser Lektüre – im Gegenteil
  • erfüllt ganz nebenbei das christliches Gebot,  „kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt“ (Matthäus 10:8)
  • und löst nicht zuletzt keine Bedenken darüber aus, ob ein Staatsdiener i.R. Geschenke annehmen darf -  denn es ist eine „freie Gabe“ (2. Korinther 9:15)

Und noch ein Tipp:  Ebenso kostenfrei erhält man das Büchlein gleichzeitig auch in mehreren Sprachen - dadurch bildet es zusätzlich eine interessante Lektüre für Sprachbegeisterte oder Freunde einer bestimmten Fremdsprache.

Und last but not least ist ein Geschenk dieser Art eine Würdigung der intellektuellen Fähigkeiten des Beschenkten, eine Würdigung wie man sie durch materielle Gaben nicht unbedingt zum Ausdruck bringen könnte.

Mit einer liebevoll formulierten Glückwunschkarte ließe sich im Übrigen diese Absicht noch etwas verdeutlichen; etwa in dem Sinne: „wir haben gründlich darüber nachgedacht . . .“

Und nun alles Gute beim Nachprüfen und Überlegen.

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IN DER TAT hat sich die Christenheit im Laufe der Jahrhunderte in immer mehr Gruppierungen aufgespalten, und damit einen Trend ausgelöst, durch den die Verbreitung der unterschiedlichsten „guten Botschaften“  mehr Verwirrung als Klarheit geschaffen hat. Gegenwärtig beläuft sich die Anzahl christlicher Konfessionen (nach eigenen Angaben) auf rund 41.000 !  

Die tiefere Ursache für solche Verirrungen beschreibt und begründet der gleiche Apostel, der in der Frage zitiert wird, nämlich Paulus:  „Wenn die gute Botschaft, die wir verkünden, für jemanden wie hinter einem Schleier erscheint, zeigt das nur, dass er verloren ist.  Der Satan, der Gott dieser Welt, hat die Gedanken der Ungläubigen so verblendet, dass sie das herrliche Licht der Botschaft nicht wahrnehmen können. Damit bleibt ihnen unsere Botschaft über die Herrlichkeit von Christus, der das Ebenbild Gottes ist, unverständlich“  (2. Kor. 4:3, 4   Neues Leben. Die Bibel).  

Unter den solchermaßen Zersplitterten scheint es niemanden zu kümmern, dass es ein Herzensanliegen Jesu war, seine Nachfolger harmonisch vereint zu sehen. Inständig betete er zu seinem Vater um die Kraft für diese Einheit, und zwar „nicht nur in Bezug auf diese, sondern auch in Bezug auf diejenigen, die durch ihr Wort an mich glauben, damit sie alle eins seien, so wie du, Vater, in Gemeinschaft bist mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit dir, dass auch sie in Gemeinschaft mit uns seien, damit die Welt glaube, dass du mich ausgesandt hast.“ (Johannes 17:20, 21)

Die Folgen dieser vorhergesagten Verblendung sind verehrend.  Zunehmende Gottlosigkeit und „. . . kritische Zeiten, mit denen man schwer fertig wird . . .“, weil nämlich nicht nur die Wahrheit  auf der Strecke bleibt, sondern auch das Vertrauen der Gläubigen. Abkehr von der Religion,  Kirchenaustritte,  leere Gotteshäuser, Priestermangel, biblischer Bildungsnotstand sind nur einige der Nachwehen (2. Timotheus 3:1-5).

Vor diesem Hintergrund sind die Sorgen verständlich, die sich Paulus einst um seine Brüder in Galatien machte. An sie (und uns) schrieb er deshalb den in der Frage erwähnten Text, den ich hier - vollständig und im Zusammenhang -  zitiere: 

„Ich kann es nicht fassen, dass ihr euch so schnell von Gott abwendet, der euch in seiner Gnade zum ewigen Leben berufen hat, das er den Menschen durch Christus schenkt. Schon folgt ihr einer anderen, fremden Lehre . . . . Doch wer immer euch ein anderes Evangelium bringt – und wäre es einer von uns Aposteln oder sogar ein Engel vom Himmel – , wer immer euch eine Botschaft bringt, die dem Evangelium widerspricht, das wir euch verkündet haben, der sei verflucht!“ (Galater1:6 u. 8  NL.DB u. NGÜ). 

Und damit ist die Frage auf dieser Seite eigentlich beantwortet!

Wieso?

Weil der korrekt und vollständig zitierte Text incl. Kontext selbst es ist, der  -  bei genauer Betrachtung  -  die Frage nach der richtigen guten Botschaft  klar und deutlich beantwortet. Er besagt nämlich ganz ausdrücklich, dass das authentische Evangelium bzw. die wahre gute Botschaft  diejenige ist,  die WIR  - d.h. die Bibelschreiber  -  euch verkündet haben  - und   -  dass sie trotzdem von vielen nicht verstanden wird.

Was aber ist den nun die gute Botschaft?

Sie ist auf jeden Fall die wichtigste aller Botschaften, die der Menschheit je zugänglich gemacht werden soll -  und zwar der ganzen Menschheit!   Jesus selbst verleiht ihr diesen herausragenden Status, einen Stellenwert der angesichts seiner zeitlichen Einordnung einem Schlussakkord sehr ähnlich ist. 

Er lautet nach Matthäus 24:14:

„Die Botschaft vom Reich Gottes wird auf der ganzen Welt gepredigt werden, damit alle Völker sie hören, und dann erst wird das Ende kommen.“ (Neues Leben. Die Bibel)

. . . oder nach der Übersetzung Gute Nachricht Bibel:

„. . . die Gute Nachricht, dass Gott schon angefangen hat, seine Herrschaft aufzurichten, wird in der ganzen Welt verkündet werden. Alle Völker sollen sie hören. Danach erst kommt das Ende.“

Diese Aussage Jesu ist auch deshalb sehr bedeutsam, weil sie Teil seiner sehr umfangreichen Antwort auf die Frage ist, „welches Ereignis wird dein Kommen und das Ende der Welt ankündigen?“  (Matt. 24:3 bis zum Ende und auch Kapitel 25 HfA)

Und weil sie so wichtig ist, haben CHRISTEN den Auftrag, die „gute Botschaft vom Königreich“ der ganzen Welt zu predigen, denn an sie ergeht der Aufruf:  „Geht daher hin“, so Jesu Worte kurz vor seiner Rückkehr in den Himmel, „. . . und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe“ (Matthäus 28:19, 20).

Die Angesprochenen, ebenso wie alle nachfolgenden und echten Christen, sollen also anderen vom Reich Gottes erzählen und ihnen erklären, dass es eine künftige, gerechte Weltregierung ist. Sie sollen auch erklären können, dass die Angesprochenen ab sofort ebenfalls in der Verantwortung stehen "hinzugehen" um sie anderen zu erklären und dass bspw. der Ausdruck „gute Botschaft“  in der Bibel auch noch in anderen Kombinationen vorkommt. Da ist zum Beispiel „die gute Botschaft der . . . Rettung“ (Psalm 96:2). Außerdem lesen wir von der „ guten Botschaft Gottes“  (Römer 15:16) und von „der guten Botschaft über Jesus Christus“ (Markus 1:1). Das alles sind Facetten ein und derselben guten Botschaft.

Einfach ausgedrückt schließt diese gute Botschaft alle Wahrheiten ein, über die Jesus sprach und über die seine Jünger schrieben. Sie alle zu erfassen, macht sorgfältiges Nachforschen notwendig.

Wer allerdings nicht versteht, was Gottes Königreich ist — und das sind die allermeisten —, kann es anderen auch nicht genau erklären. Diese traurige Tatsache ist nicht nur allgemein bekannt, es ist auch meine persönliche jahrzehntelange Erfahrung, die ich als Zeuge Jehovas in Gesprächen mit tausenden Christen erlebt habe.

Tatsächlich bestätigen die Reaktionen der Angesprochen immer wieder, wie gut unser Schöpfer seine Geschöpfe kennt, denn er hat dazu   - vorausschauend  - folgendes festhalten lassen:

„Ob die Menschen nun die Botschaft annehmen und gerettet werden oder sie ablehnen und verloren gehen: Durch Christus sind wir [die Überbringer] ein Wohlgeruch für Gott. Für die einen ist es ein Verwesungsgeruch, der ihnen den Tod bringt; für die anderen aber ein angenehmer Duft, der ihnen neues Leben gibt.“  (2. Korinther 2:15, 16 HfA).

So ähnlich wird es auch einigen ergehen, die diese Antwort lesen . . .

. . . dennoch wünsche ich allen alles Gute.

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