Teilweise muss man es wörtlich nehmen / teilweise interpretieren

Hallo KeineAhnung998

WENN man mehr als nur einen der Punkte aus Deiner Auswahl-Liste wählen könnte, käme man zwar der Lösung etwas näher, dennoch wäre aber auch dann der Weg zu einer „genauen Erkenntnis“ des Wortes Gottes nur grob skizziert.

Deshalb ein paar biblische Hinweise zu Deiner Aufstellung und ein paar Vorschläge zu deren Ergänzung.

Richtig ist dieser Punkt:

Die Bibel kommt von Gott  - und zwar in der Form, wie sie es in 2. Timotheus 3:16, 17 selbst beschreibt: „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“

Unvollständig dagegen ist der Punkt

Teilweise muss man es wörtlich nehmen / teilweise interpretieren

denn er lässt offen, nach welchen Regeln Gottes Wort zu interpretieren ist.

Zunächst ergeben sich beide Möglichkeiten aus dem jeweiligen Text plus Kontext, stets jedoch unter Berücksichtigung der Gesamtaussage der Bibel.

Ein Beispiel für das wörtliche Verständnis:

„Dein Wort ist Wahrheit“, Jesu Aussage in einem Gebet an seinen Vater (Johannes 17:17)

Ein anderes Beispiel für das „überwiegend“ wörtliche Verständnis:

Das 6te Gebot: „Du sollst nicht morden“. Dieses Gebot aus dem AT ist insofern „überwiegend“ wörtlich zu verstehen, weil Jesus selbst dieses Gebot in seiner Bergpredigt (NT) interpretiert, und ausführlich darauf hinweist, dass es um mehr geht, als „nur“ darum, nicht zu morden, sondern auch zu bedenken, dass jedem Mord eine unchristliche Vorgeschichte vorausgeht. Und schon bei dieser Vorgeschichte hätte - bei einem Christen - ein übergeordnetes Gebot Wirkung zeigen sollen, nämlich das zweitgrößte Gebot: „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ - denn schon allein dieses Gebot hätte jeden hasserfüllten Gedanken im Keim ersticken lassen. (nachzulesen in 2. Mose 20:13; Matthäus 5:21-22; Lukas 12:5; 1. Johannes 3:15)

Und nun einige biblische Beispiele für die Regeln, nach denen Gottes Wort zu interpretieren ist:

Immer und stets unter Berücksichtigung der biblischen Botschaft in ihrer Gesamtheit, denn “Die Summe deines Wortes ist Wahrheit . . .“ (Psalm 119:160 Eb); nicht aber die Teilsumme.

Außerdem und stets ist gründliches Nachforschen unerlässlich, wie z.B. nach der „WEN-WENN-WENN-DANN -Regel“: 

“Mein Sohn, WENN du meine Reden annehmen und meine eigenen Gebote bei dir verwahren wirst, indem du der Weisheit dein Ohr leihst, so dass du dein Herz dem Unterscheidungsvermögen zuneigst, WENN du überdies nach Verständnis selbst rufst und zum Unterscheidungsvermögen deine Stimme erhebst, WENN du danach fortwährend wie nach Silber suchst und du wie nach verborgenen Schätzen ständig danach forschstDANN wirst du die Furcht Jehovas verstehen, und du wirst die wahre Erkenntnis Gottes finden“. (Sprüche 2:1-5).

Und in der Tat, entspricht allein diese wahre Erkenntnis exakt der Botschaft, die unser Schöpfer einst an uns auf den Weg gebracht hat - und eben deshalb wird auch im griechischen Quelltext - im NT - diese Notwendigkeit immer wieder betont!

So ist bspw. das häufig vorkommende griechische Wort epígnōsis eine verstärkte Form von gnṓsis (Erkenntnis, wobei epí „dazu“ bedeutet) und es hat, wie der Kontext in gewissen Fällen zeigt, oft die Bedeutung von „genauer oder vollständiger Erkenntnis“. So erwähnt die Bibel bspw. Leute, die zwar lernen (Erkenntnis in sich aufnehmen), „doch niemals imstande sind, zu einer genauen Erkenntnis [„zur vollen Erkenntnis“, PB; oder „zur wirklichen Erkenntnis“, Me] der Wahrheit zu kommen“ (2. Timotheus 3:6, 7).

Wäre es anders als hier kurz umrissen, dann wäre die sogenannte Christenheit trotz ihres verwirrenden Durcheinanders an Bibelverständnissen ein Hort des Friedens und globaler Einheit. So aber ist sie das unausweichliche Ergebnis oberflächlicher Bibelkenntnis  - und in dessen Folge ein in sich völlig zerstrittenes Drittel der Erdbevölkerung, dass nicht nur in rund 41.000 Konfessionen zersplittert ist, sondern sich untereinander mit Misstrauen bis hin zu Kriegen und sogar Weltkriegen gegenübersteht.

Und damit zu dem, was in Deiner Aufzählung völlig fehlt, nämlich ein Punkt, der die Herzenseinstellung bzw. inneren Haltung als eine Bedingung nennt, mit der man sich Gottes Wort nähern sollte – sofern man es verstehen möchte.

Denn, so lautet eine Bedingung der Bibel, ist es „ohne Glauben unmöglich, ihm wohlzugefallen, denn wer sich Gott naht, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird“ (Hebräer 11:6).

Für so manchen, der Gottes Wort zur Hand genommen hat, beginnen spätestens an dieser Stelle die Vorbehalte zu überwiegen, da er nicht einsehen möchte, dass sich ihm Gottes Wort nur dann erschließt, wenn er sich ihm glaubensvoll nähert.

Die Bibel hält dagegen, dass : „ . . . seine [Gottes] unsichtbare Eigenschaften seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen werden, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so dass sie [die Menschen] unentschuldbar sind . . .“ (Römer 1:20)

Leider zeigt auch dieses Argument bei vielen wenig Wirkung, da sie gern darauf verweisen, dass man die „gemachten Dinge“ in unserer modernen Zeit gut erklären kann und deshalb einen Schöpfer entbehrlich machen würden. Manchmal hilft solchen die Einsicht, dass es mit dem Erklären nicht getan ist. Sie, die „gemachten Dinge“, aus dem Nichts zu erschaffen, dass war einst die Herausforderung, die „sogar“ menschlicher Intelligenz und menschlichem Können weit voraus ist  -  und uneinholbar voraus bleiben wird. 

Und nicht zuletzt noch ein weiters Mal zu der schon erwähnten Vorbedingung, sich dem Worte Gottes glaubensvoll zu nähern: Diese Hürde scheint nämlich bei genauer Betrachtung noch unüberwindbarer zu sein, als sie ohnehin schon ist, weil nämlich ein „Glaube“   - nach biblischem Sprachgebrauch -  weit mehr ist als nur eine undeutliche Ahnung. „Der Glaube“ - so definiert Gottes Wort diesen Begriff - „ . . . ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht“ (Hebräer 11:1).

Und eben deshalb erscheint vielen Christen all das viel zu kompliziert zu sein  - und tatsächlich „ . . . ist der Glaube", nach Auskunft der Bibel, "nicht ein Besitz aller Menschen . . .“, und sogar noch etwas deutlicher sagt Jesus in seiner schon erwähnten Bergpredigt: „. . . Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.“  (Matthäus 7:13, 14 und 2. Thessalonicher 3:2)

Wenn Du also vor diesem Hintergrund die große Menge der „vielen“ neben der geringen Anzahl der „wenigen“ betrachtest, und dennoch Deine Frage stellst: „Wie seht ihr die Bibel?“ - dann könntest Du Dir, auch ohne Umfrage, stattdessen an den Fingern einer Hand abzählen, wie die Antwort lauten wird.

Allerdings ist all das kein Grund zu resignieren, denn „alles“ - so ebenfalls Jesu Zusage - „worum ihr glaubensvoll im Gebet bittet, werdet ihr empfangen“ - übrigens eine bestätigende Wiederholung der oben schon zitierten Worte: „WENN du überdies nach Verständnis selbst rufst . . . DANN . . .“ (Sprüche 2:1-5 und Matthäus 21:22)

Und tatsächlich beweisen viele treue Menschen sowohl heute, als auch jene, die in der Bibel erwähnt werden, dass unser himmlischer Vater Menschen segnet und zu sich zieht, die sich durch ihr beharrliches Bitten und ihre Beständigkeit im ernsthaften Suchen auszeichnen.

Bleiben noch zwei Bemerkungen von Dir, die ich irgendwo auf dieser Seite gelesen habe:

„Du redest immer wieder von einem roten Faden, der sich durch die Bibel zieht. Wo und wie verläuft der?“

Hier findest Du eine Antwort:  

https://www.gutefrage.net/frage/roter-faden-durch-die-bibel#answer-163045579

Und dann liest man von Dir „Ich habe ein Problem damit, die Bibel mit der Bibel zu beweisen“

Bedenke bitte, dass diese bibelinterne Möglichkeit, die Bibel mit der Bibel zu beweisen keinesfalls unrealistisch, aber auch nur eine von vielen Möglichkeiten ist.

Dass oben erwähnte Beispiel zum Thema „Mord“ veranschaulicht den internen Beweis: Das 6te Gebot wurde auf Gottes Geheiß von Mose aufgeschrieben, und dann, rund 1.500 Jahre später von Jesus zitiert und eingehend bestätigt und erläutert. Wenn das kein Beweis für seine Echtheit ist, was ist es dann? (Oder vergleiche bitte zu dem Thema Sintflut 1. Mose 7:1-10 mit Jesu Worten in Lukas 17:27; Hebräer 11:7 und 2. Petrus 2:5)

Außerdem ist der gut belegte Kampf der Bibel um ihr Dasein eine weitere und herausragende Facette der Einzigartigkeit dieses Lehrbuches und ein Beweis seiner göttlichen Urheberschaft, zumal diese Botschaft inzwischen trotz des lebhaften Desinteresses vieler mit großem Abstand weiter verbreitet und häufiger übersetzt (ca. 3.000 Sprachen) worden ist, als irgendein anderes literarische Werk.

Oder google mit dem Suchtext: Ist es vernünftig, an die Bibel zu glauben? Gern hätte ich Dich dorthin verlinkt, aber die (manchmal) religiöse Intoleranz der GF-Administration betrachtet einen Link gleichen Inhalts als "vulgär" und daher unzulässig.

Und nicht zu vergessen, sind es die unzähligen Prophezeiungen, die sich bereits erfüllt haben oder gegenwärtig in Erfüllung gehen

Siehe dazu auch hier:

https://www.gutefrage.net/frage/wieso-ist-die-bibel-das-meistgelesene-buch-der-welt?foundIn=answer-listing#answer-144934883

And last but not least: Versuche es mit einem Vergleich: Die Statik eines Hochhauses. Sie ist ein scheinbar imaginäres und unsichtbares Etwas. Wenn sie hält, was sie verspricht, beweist sich eine solche Statik mit sich selbst. 

Jesu Pendant dazu lautet nach Matthäus 11:19  „Dennoch erweist sich die Weisheit durch ihre Werke als gerecht . . . .“

Und nun hoffe ich sehr, dass Dir diese Anregungen und Hinweise ein wenig weiterhelfen.

Ich wünsche es Dir – und außerdem alles Gute.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo motschilp12  

Von dem Gerichtstag Gottes gibt es viele unterschiedliche Vorstellungen. Deine ist eine davon.

Zum Beispiel glauben viele Menschen, dass dann Milliarden von Seelen, eine nach der anderen, vor dem Thron Gottes erscheinen müssen, wo über jeden Einzelnen ein Urteil gefällt wird. Die einen werden in die ewige Seligkeit eingehen dürfen, die anderen werden zu ewiger Qual verdammt werden.

Die Bibel zeichnet indessen ein ganz anderes Bild vom Gerichtstag.

Sie beschreibt ihn nicht als eine Zeit des Schreckens, sondern als eine Zeit der Hoffnung und der Wiederherstellung.  In der Offenbarung 20:11, 12 ist zu lesen, wie der Apostel Johannes den Gerichtstag schildert: „Ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß. Vor ihm entflohen die Erde und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Buchrollen wurden geöffnet. Aber eine andere Buchrolle wurde geöffnet; es ist die Buchrolle des Lebens. Und die Toten wurden nach den Dingen gerichtet, die in den Buchrollen geschrieben sind, gemäß ihren Taten.“

Wer ist der hier erwähnte Richter, der auf dem „weißen Thron“ saß?

Der höchste Richter der Menschheit ist Jehova Gott. Das eigentliche Richten hat er allerdings  jemand anders übertragen. Der Apostel Paulus sagte gemäß Apostelgeschichte 17:31, dass Gott „einen Tag festgesetzt [hat], an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat“.  Dieser vom Vater bestimmte Richter ist sein auferweckter Sohn Jesus Christus (Johannes 5:22).

Wann beginnt nun der Gerichtstag? Und wie lange dauert er?

Gemäß dem Bibelbuch Offenbarung beginnt der Gerichtstag nach dem Krieg von Harmagedon, wenn Satans System auf der Erde vernichtet sein wird  (Offenbarung 16:14,16; 19:19; 20:3). Nach Harmagedon werden Satan und die Dämonen tausend Jahre in einem Abgrund gefangen gehalten werden. Während dieser Zeit werden die 144 000 Miterben im Himmel Richter sein und „als Könige mit dem Christus für tausend Jahre“ regieren (Offenbarung 14:1-3; 20:1-4; Römer 8:17)

Aus dieser Verheißung erfahren wir, dass Gottes Gericht nicht irgendeine Aktion ist, die in aller Eile in nur 24 Stunden durchgeführt wird.

Der Gerichtstag dauert tausend Jahre.

Während dieser Tausendjahrperiode wird Jesus Christus „die Lebenden und die Toten . . . richten“ (2. Timotheus 4:1). Soweit es die (über)Lebenden betrifft, werden sie in der (Offenbarung 7:9-17) als eine „große Volksmenge“ beschrieben, die „aus der großen Drangsal kommt -  oder, mit anderen Worten - Harmagedon überlebt hat.  Und soweit es die Toten betrifft, werden auch sie „die Toten . . . vor dem Thron [dem Richterstuhl] stehen“.

Wie kann das sein?

Es wird sich dann das bestätigen, was Jesus bereits vor 2000 Jahren verhieß: Es wird nämlich eine Auferstehung stattfinden, bei der „alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine [Christi] Stimme hören und herauskommen werden“ (Johannes 5:28, 29;  Apostelgeschichte 24:15).

Bleibt „nur“ noch die Frage:  

Auf welcher Rechtsgrundlage werden all diese Menschen gerichtet?

In der Vision des Johannes heißt es: „Buchrollen wurden geöffnet. . . . Und die Toten wurden nach den Dingen gerichtet, die in den Buchrollen geschrieben sind, gemäß ihren Taten.“

Enthalten diese Buchrollen Aufzeichnungen über die früheren Taten der Menschen?

Nein. Denn das Gericht wird  nicht das beurteilen, was die Menschen vor ihrem Tod getan haben. Woher wissen wir das?  Aus einem klaren und einfachen Grundsatz der Bibel:

„Wer gestorben ist, ist von seiner Sünde freigesprochen“ (Römer 6:7).  

Die vergangenen Sünden der Auferstandenen werden also völlig ausgelöscht sein.

Demnach müssen die oben erwähnten Buchrollen etwas enthalten, was Gott ab dann von den Menschen erwartet.

Und tatsächlich:  Um ewig zu leben, müssen daher sowohl die Überlebenden von Harmagedon als auch die Auferstandenen die Gebote Gottes befolgen — einschließlich neuer Anweisungen aus den Buchrollen, die Jehova während der tausend Jahre noch geben mag.

Folgerung daraus:  In den tausend Jahren des Gerichtstages wird jeder Einzelne aufgrund dessen gerichtet werden, was er während des Gerichtstages tut, und wie er auf die dort erteilte göttliche Belehrung reagiert. 

Besonders durch die schon erwähnte sehr umfangreiche Auferstehung werden  Milliarden Menschen zum ersten Mal die Gelegenheit erhalten, Gottes Willen kennen zu lernen und zu lernen, sich danach auszurichten. Und dazu muss ein umfangreiches Bildungswerk durchgeführt werden. Ja, „die Bewohner des ertragfähigen Landes werden bestimmt Gerechtigkeit lernen“ (Jesaja 26:9).

Allerdings wissen wir aus Gottes Wort auch, dass auch dann  nicht alle Menschen bereit sein werden, sich dem Willen Gottes zu fügen. In Jesaja 26:10 heißt es: „Auch, wenn dem Bösen Gunst erwiesen werden sollte, wird er einfach nicht Gerechtigkeit lernen. Im Land der Geradheit wird er ungerecht handeln und wird nicht die Hoheit Jehovas sehen.“

Diese Bösen, die Widerstandsleistenden sind es also, die am Gerichtstag zu Tode gebracht werden und für immer tot bleiben werden  (Jesaja 65:20).

Der allergrößte Teil der dann Lebenden wird aufgrund der genossenen umfangreichen Belehrung aus den „Buchrollen“ gut verstanden haben, dass er in eine Zeit der Hoffnung und der Wiederherstellung hineinleben durfte. Am Ende des Gerichtstages und parallel zu ihrer geistigen Entwicklung werden die Überlebenden voll und ganz „zum Leben gekommen sein“. Das heißt im Klartext: sie werden dann vollkommen sein (Offenbarung 20:5) und das heißt auch, dass die Menschheit während dieses Gerichtstages wieder in den ursprünglichen, vollkommenen Zustand gebracht werden wird, den „die Menschheit“ am Anfang, im Garten Eden,  schon einmal für kurze Zeit genießen durfte (1. Korinther 15:24-28).

Danach -  so kündigt die Bibel abschließend an - wird eine Schlussprüfung stattfinden. Satan wird aus der Gefangenschaft freigelassen werden und einen letzten Versuch machen dürfen, die Menschheit irrezuführen (Offenbarung 20:3, 7-10).  Jeder der dieser Prüfung standhält, wird erleben, wie sich folgende biblische Verheißung vollständig erfüllen wird:

„Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen“ (Psalm 37:29).

Deshalb - und dann endlich - wird Gottes Gerichtstag  für alle treuen Menschen ein Segen sein!

Vielleicht helfen Dir diese Hinweise weiter.

Alles Gute

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort
Ich glaube an die Sintflut

Und noch etwas:

Die Arche Noah aus der Perspektive des Schiffbaus

Ein Fachmann berichtet:

Seit über 40 Jahren arbeite ich als Schiffbauingenieur und Meerestechniker. Ich habe nicht nur Wasserfahrzeuge unterschiedlichster Art und Größe entworfen, sondern auch deren Antriebssysteme. 1963 zeigte mir in Britisch-Kolumbien (Kanada) eine Zeugin Jehovas, dass die Arche Noah im Bibelbuch 1. Mose als ein langer Kasten beschrieben wird. Das machte mich neugierig und ich beschloss, die Sache näher zu untersuchen.

Der Bericht in 1. Mose zeigt, dass Gott beschlossen hatte, die Erde durch eine große Flut von Bosheit zu reinigen. Er gebot Noah, eine Arche zu bauen, um sich und seine Familie sowie die Tierwelt zu retten. Noah sollte die Arche 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch machen (1. Mose 6:15). Vorsichtigen Schätzungen zufolge maß die Arche also rund 134 mal 22 mal 13 Meter.  Demnach hatte sie einen Bruttoraumgehalt von fast 40 000 Kubikmetern, nahezu denselben wie der Ozeanriese Titanic.

Die Bauweise der Arche

Die Arche hatte, da sie von innen durch zwei zusätzliche Böden verstärkt war, drei Decks und verfügte dadurch über eine Bodenfläche von ungefähr 8 900 Quadratmetern. Gebaut wurde sie aus harzigem — und damit wasserundurchlässigem — Holz (möglicherweise Zypresse), und sie wurde innen und außen mit Teer abgedichtet (1. Mose 6:14-16). Wie Noah die Stämme miteinander verband, wird nicht berichtet. Aber noch vor dem Bericht über die Sintflut erwähnt die Bibel Schmiede von Kupfer- und Eisenwerkzeugen (1. Mose 4:22). Davon abgesehen werden beim Bau mancher Holzschiffe bis heute Holznägel verwendet.

Die Arche hatte innen Abteile, eine Tür an der Seite und eine zóhar von einer Elle Höhe (möglicherweise ein Giebeldach mit darunterliegenden Öffnungen für Lüftung und Licht). Nirgends ist im Bibelbericht jedoch von einem Kiel, einem Bug oder von Segeln oder Rudern an der Arche die Rede. Das hebräische Wort für „Arche“ wird im Übrigen auch für das mit Pech überzogene Kästchen gebraucht, in dem der kleine Moses von seiner Mutter in das Schilf am Nilufer gesetzt wurde (2. Mose 2:3, 10).

Stabiles Seeverhalten

Die Länge der Arche entsprach dem Sechsfachen ihrer Breite und dem Zehnfachen ihrer Höhe. Viele heutige Schiffe haben ähnliche Proportionen, auch wenn bei ihnen das Verhältnis von Länge zu Breite danach ausgerichtet ist, wie viel Kraft ihr Antrieb erfordert. Die Arche musste dagegen nur auf dem Wasser treiben. Wie gut gelang ihr das?

Wie sich ein Wasserfahrzeug unter dem Einfluss von Wind und Wellen bewegt, bezeichnet man als Seeverhalten. Es hat ebenfalls viel mit den Proportionen zu tun. Die Bibel beschreibt, dass sich gewaltige Regenmassen auf die Erde ergossen und die Sintflut auslösten. Auch heißt es, dass Gott später einen Wind über die Erde gehen ließ (1. Mose 7:11, 12, 17-20; 8:1). Wie stark Wind und Wellen waren, sagt die Bibel nicht, aber es ist anzunehmen, dass beides — ähnlich wie heute — ziemlich heftig und veränderlich gewesen ist. Je länger und heftiger der Wind bläst, desto höher und länger sind die Wellen. Starke Wellen können zudem auch durch Erderschütterungen jeder Art entstanden sein.

Nach den Maßangaben in der Bibel baut eine Familie mit ihren beiden Kindern ein Modell der Arche nach.

Nicht zuletzt ihren Proportionen verdankte die Arche, dass sie nicht kenterte. Dank ihrer Struktur konnte sie auch Kräften standhalten, die bei schwerem Seegang zum Stampfen (Bewegung um die Querachse) führen. Extremes Stampfen — wenn Welle für Welle ein Wasserfahrzeug an einem Ende hochhebt und es dann wieder fallen lässt — wäre für die Menschen und Tiere an Bord der Arche sehr unbequem gewesen. Das Fahrzeug wird dadurch starken Belastungen ausgesetzt. Es muss stabil genug gebaut sein, um auch nicht in der Mitte entzweizubrechen, wenn große Brecher es gleichzeitig an beiden Enden hochheben oder wenn eine große Welle es in der Mitte hochhebt und Bug und Heck in der Luft hängen. Gott wies Noah an, die Arche in einem Länge-Höhe-Verhältnis von 10 zu 1 zu bauen. Spätere Schiffbauer kamen nur durch unliebsame Erfahrungen dahinter, dass solche Maße nötig sind, damit ein Fahrzeug entsprechend belastbar ist.

Sicher und behaglich

Dank der Kastenform der Arche war ihr Auftrieb — die Kraft, die ein Schiff über Wasser hält — an allen Stellen gleich. Auch ihr Eigengewicht war gleichmäßig verteilt. Bestimmt sorgte Noah dafür, dass die Ladung (neben den Tieren auch Nahrungsvorräte für mehr als ein Jahr) ebenfalls gleichmäßig verteilt wurde. Das ist wichtig, um die zusätzliche Belastung für die Struktur des Schiffes auf ein Mindestmaß zu beschränken. Somit waren zwei Faktoren ausschlaggebend dafür, dass die Arche und ihre Passagiere die weltweite Flut sicher überstanden: der von Gott stammende Bauplan der Arche und die schützende Fürsorge Jehovas. Zweifellos war er es auch, der dafür sorgte, dass sie auf einem sicheren und geeigneten Gelände aufsetzte.

Meine gründlichen Nachforschungen zu diesem Thema ließen mich schlussfolgern, dass die Aussagen der Bibel über die Arche Noah realistisch sind und mit dem modernen Schiffbau übereinstimmen. Natürlich bleiben viele Einzelheiten über die Arche und die Sintflut im Bericht aus 1. Mose unerwähnt. Ich hoffe, eines Tages nach der Auferstehung mit Noah zusammentreffen zu können — hier auf der Erde unter all den Familien von Mensch und Tier, die ihre Existenz der Arche verdanken, an der er so lange und hart arbeitete (Apostelgeschichte 24:15; Hebräer 11:7). Als Erstes werde ich mich bei ihm und seiner Familie bedanken. Und dann werde ich ihn mit Fragen überschütten!  

Quelle:  https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/102007008

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort
Ich glaube an die Sintflut

Hallo joerosac,

Du sagst uns zwar nicht, was Du unter „modernen Pflanzen“ verstehst, denn alles  „Gras, samentragende Pflanzen und Fruchtbäume“ waren,  nach dem Bericht in 1. Mose 1:9-12,  schon vor Beginn der Menschheit existent und standen sodann später Mensch und Tier als Nahrung zur Verfügung. Sie waren damals in der Regel „moderner“ als sie es heute sind, denn sie wurden weder durch Pestizide noch durch Kunstdünger noch durch Umweltverschmutzung in ihrer Qualität beeinträchtigt.

Den entsprechenden Bericht im Zusammenhang zu lesen hilft auch dabei, Deine Frage zu beantworten. 

Er lautet:

„Und Gott sprach weiter: „Die Wasser unter den Himmeln sollen sich an e i n e n Ort sammeln, und das trockene Land erscheine.“ Und so wurde es. Und Gott begann das trockene Land Erde zu nennen, die Sammlung der Wasser aber nannte er Meere. Auch sah Gott, dass  es  gut war. Und Gott sprach weiter: „Die Erde lasse Gras hervorsprossen, samentragende Pflanzen, Fruchtbäume, die nach ihren Arten Frucht tragen, deren Samen in ihr ist, auf der Erde.“ Und so wurde es. Und die Erde begann Gras hervorzubringen, Pflanzen, die Samen tragen nach ihrer Art, und Bäume, die Frucht tragen, deren Samen in ihr ist nach ihrer Art . . . .“

Ist Dir beim Lesen aufgefallen, dass die Pflanzen, das Gras und die Bäume aus einem „trockenen Land, genannt Erde“ hervorzusprießen begannen, das kurz zuvor noch völlig unter Wasser gestanden hatte? Und zwar sehr viel länger als ein Jahr?

Es muss ein ähnlicher Vorgang gewesen sein, wie man ihn heute noch beobachten kann, wenn weite Landflächen lange überschwemmt waren oder wenn eine scheinbar völlig ausgetrocknete Wüste plötzlich durch Regen bewässert wird oder wenn ein Großbrand weite Landstriche in Schutt und Asche gelegt hat. Es erstaunt dann jeden Beobachter, wie schnell sich die Pflanzenwelt wieder erholt. Sprechen nicht diese Tatsachen eher für die überragende Qualität der Schöpfung, denn ganz offensichtlich sind solche Überlebensmechanismen vom Schöpfer vorsorglich in seine pflanzliche Schöpfung eingebaut worden!?  

Die von Dir erwähnten Olivenbäume bilden da keine Ausnahme, im Gegenteil: man hat inzwischen herausgefunden, dass besonders Olivenbäume hart im Nehmen sind und selbst extremste  Klimabedingungen besser als andere Pflanzen überstehen.

Und nicht zuletzt: „Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich . . .“     Jesu Worte über seinen Vater im Himmel! Und niemand kannte unseren Schöpfer besser als er. (Matthäus 19:26)

Dann zitierst Du die Bibel aus 1.Mose 7:23 "So löschte er alles Bestehende aus, das auf der Fläche des Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; und sie wurden von der Erde ausgelöscht." (1.Mose 7,23 Elberfelder Bibel)

Gleichsam triumphierend schreibst Du dann „Von Pflanzen retten steht dort nichts!“ 

Vielleicht stimmst Du mir zu, dass nur das gerettet werden musste, was in seinem Fortbestand bedroht war (wie Noah und seine Familie zum Beispiel)  aber, lieber joerosac, ist Dir denn gar nicht aufgefallen, dass in dem Text mit keinem Wort erwähnt wird, dass auch die Pflanzenwelt in ihrer Existenz bedroht war und ausgelöscht werden sollte?

Ganz offensichtlich kannte unser Schöpfer die Widerstandsfähigkeit seiner vegetarischen Welt und ließ sie deshalb in seinem Urteilsspruch völlig unerwähnt.

Im Übrigen bestätigt Dein bisheriges Umfrageergebnis ein weiteres Mal, wie recht doch die Bibel hat: 

So sagt sie beispielsweise voraus, dass ihre Warnung vor der Vernichtung einer „gottlosen Menschheit“ von vielen Spöttern zerredet wird. Diese Tatsache (auch hier auf dieser Seite) vergleicht sie (im Neuen Testament !!) mit den Spöttern zur Zeit Noahs, die über Noahs Warnungen lachten. Sie spotteten damals auch deshalb, weil sie sich nicht vorstellen konnten, woher denn wohl so viel Wasser kommen solle, um die ganze Erdoberfläche zu bedecken - zumal es bis dahin noch nie geregnet hatte (1. Mose 2:5-6)

Die Bibel entgegnet solchen Spöttern, dass sie übersehen haben, dass schon der Schöpfungsbericht „Wasser oberhalb der Ausdehnung“ erwähnt, die man heute Thermosphäre nennt  (siehe dazu auch mein obiges Zitat, in dem ich die Aussage „Wasser unter den Himmeln“  bewusst unterstrichen habe und auch die weiteren biblischen Belege in  1. Mose 1:6,7; 7:11; 2.Petrus 3:3-7)

Über diese Thermosphäre berichtet die Wissenschaft, dass sie die vierte und zweitäußerste der Schichten der Erdatmosphäre ist. Sie erstreckt sich oberhalb der in 80–85 km Höhe liegenden Menopause  bis unter die Exosphäre in etwa 500−600 Kilometern über der Erdoberfläche. Trotz ihres Namens ist die Wärme der Thermosphäre nicht spürbar, weil die Luftdichte bereits millionenfach geringer als in Bodennähe ist. Die Temperatur beträgt dort 300−1500 °C, völlig ausreichend, um große Mengen von Wasser in Form von Wasserdampf zu speichern.

Und nicht zuletzt bestätigte Dein  Umfrage-Ergebnis auch eine Prophezeiung Jesu (!!), in der auch er - Jesus Christus (!!) - auf die Sintflut Bezug nimmt.

Wörtlich heißt es dazu in Matthäus 24:37-39 „Denn geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart des Menschensohnes [Jesus] sein. Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte. . .“

Resümee: Es ist immer gut, wenn man über Gottes Botschaft nachdenkt. Kontraproduktiv wird es erst dann, wenn man damit lediglich das Ziel verfolgt, vermutete Fehler zu finden.

Weit gesünder ist es, Gottes Wort schätzen und lieben zu lernen. Das allerdings gelingt nur, wenn man es gut kennt, und erst dann kann man vermeiden, die gleichen Fehler wie zur Zeit der Sintflut zu machen, indem man „keine Kenntnis davon nimmt“!

Dazu hier noch eine weitere Möglichkeit:  Die Sintflut — Fakt oder Fiktion?

Viel Erfolg und alles Gute.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo Jo1807 

„Üblicherweise“ gibt es nur wenige Menschen, die sich dafür interessieren, welche Bedeutung „die Bibelstelle Jesaja 6-8wohl haben mag,  weshalb es auch schwierig zu ermitteln sein wird, wie  „man“ (wer auch immer) diese Bibelstelle wohl bezeichnen würde.

Soweit es allerdings seine Bedeutung betrifft, ist nicht nur der von Dir hinterfragte Textauszug, sondern das gesamte Bibelbuch Jesaja überdurchschnittlich bedeutsam, sofern man nach einem Gesamtverständnis des Wortes Gotte sucht.

Jesajas Worte sind deshalb nicht nur mitten in der Bibel platziert, sondern nehmen auch in vielerlei anderer Hinsicht eine zentrale Bedeutung ein. 

Bspw. weisen sie deutlicher als jedes andere Bibelbuch  - und 700 Jahre im Voraus (!) - auf den Messias hin.

Auch ist es interessant, dass Jesus Christus und seine Apostel am häufigsten aus dem Buch Jesaja zitierten, um neben vielem anderem auch die Übereinstimmung der Prophezeiungen mit der Wirklichkeit zu dokumentieren.

Jesaja seinerseits zitiert bspw. aus den ersten Seiten der Bibel (1. Mose 6:9 > Jesaja 54:9) und  wird andererseits bis hin zu den letzten Seiten der Bibel selbst immer wieder zitiert. So erfahren wir sowohl aus dem Bibelbuch Jesaja als auch in der Offenbarung — zwei Bücher, zwischen deren Abfassung etwa 900 Jahre liegen — auf bewegende Weise von einer neuen Administration, einem „neuen Himmel“,  aber auch von einer „neuen Erde“, einer weltumspannend  geeinten menschlichen Gesellschaft (Offenbarung 14:1-4; 21:1-4; Jesaja 65:17-25).

Außerdem und ganz sicher nicht zufällig bedeutet der Name „Jesaja“  „Rettung von Jehova“, und insofern dasselbe wie der Name „Jesus“, der „Jehova ist Rettung“ bedeutet, nur in umgekehrter Reihenfolge geschrieben.

Und nicht zuletzt ist erst „kürzlich“, und zwar im Jahre 1947  mit den Schriftrollen vom Toten Meer eine Jesaja-Schriftrolle gefunden worden, die VOR unserer Zeitrechnung entstand.  Sie ist damit das älteste noch vorhandene Exemplar einer biblischen Schriftrolle, die zudem und durchgängig den Namen Gottes, das Tetragrammaton JHWH,  enthält.  Und die schlussendlich auch deshalb bedeutsam ist, weil es ausgerechnet dieser Jesaja war, der unter Inspiration vorhersagen durfte: „Das grüne Gras ist verdorrt, die Blüte ist verwelkt; was aber das Wort unseres Gottes betrifft, es wird auf unabsehbare Zeit bestehen.“ (Jesaja 40:8).

Beim aufmerksamen Lesen stellt man dann fest, dass viele Prophezeiungen Jesajas mehr als eine Erfüllung haben und dass die größere, endgültige Erfüllung eines großen Teils dieses Buches in unserer Zeit im Gange ist oder noch bevorsteht. Allein die schon erwähnte Offenbarung enthält mehr als ein Dutzend Zitate aus Prophezeiungen Jesajas oder Bezugnahmen darauf.

 

Und damit zu „Deinem Text“ -  Jesaja 6 Vers 8

Er lautet in der Neue-Welt-Übersetzung:  „Und ich hörte nun die Stimme Jehovas sagen: ´Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen?`  Und ich sprach dann: `Hier bin ich! Sende mich . . .` 

Die Neue evangelistische Übersetzung gibt den Text etwas abgewandelt wieder: „Dann hörte ich die Stimme des Herrn. Er fragte: `Wen soll ich senden? Wer ist bereit, unser Bote zu sein?`  Da sagte ich: `Ich bin bereit, sende mich!`

Zwar verändern die Übersetzer der NeÜ den hebr. Quelltext, indem sie den Namen Gottes durch den Titel „Herr“ ersetzen, lassen jedoch im Kontext keinen Zweifel daran, dass damit „Jahwe“ gemeint ist, denn sie erwähnen Gottes Namen im Zusammenhang dieser Textpassage zwei Mal (in den Versen 2 und 12), so dass der Leser weiß, welcher Herr hier gemeint ist.

 

Warum aber stellte Gott diese Frage und wieso erklärte sich Jesaja so spontan bereit?

Der Hintergrund ist folgender:

Gottes Volk war (um 700 v.u.Z.) mehr und mehr zu einer abtrünnigen Nation geworden. Einer der wenigen loyalen Diener Gottes war Jesaja. Er wollte und durfte daher seinen Nachbarn Gottes Strafgericht ankündigen, eine Hiobsbotschaft  in der vorhergesagt wurde, dass Jerusalem vom babylonischen Heer zerstört und alle Überlebenden ins Exil, in die babylonische Gefangenschaft geführt werden sollten. Gleichzeitig enthielt die Botschaft auch einen Hoffnungsschimmer, denn 70 Jahre später sollten sie in ihre Heimat zurückkehren dürfen. Beides erfüllte sich in den Jahren 607 und 513 v.u.Z. (Jesaja 10:12-26; 2.Könige 25:1-10; Jeremia 52:3-12) 

Als sich Jesaja damals spontan mit `Hier bin ich! Sende mich . . .` zur Verfügung stellte, wurde ihm noch aufgetragen: „Geh, und du sollst zu diesem Volk sprechen: ‚Hört immer wieder, aber versteht nicht; und seht immer wieder, aber erlangt keine Erkenntnis.‘ Mache das Herz dieses Volkes unempfänglich, und mache selbst ihre Ohren schwerhörig, und verklebe sogar ihre Augen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören und damit ihr eigenes Herz nicht verstehe und damit sie nicht wirklich umkehren und Heilung für sich erlangen“ (Jesaja 6:9, 10).

Es war die schon mehrfach getadelte Halsstarrigkeit dieses Volkes (2.Mose 32:9; 34:9; 5.Mose 9:6), die auch dem Jesaja entgegen schlug. Trotzdem diente er mindestens 46 Jahre lang treu als Prophet und Sprecher Jehovas, kündigte immer wieder schwere Strafen an, äußerte aber auch die schon erwähnten wunderbaren Voraussagen darüber, wie die wahre Anbetung wiederhergestellt würde.  Jesaja hielt sein Versprechen; sein Ja bedeutete wirklich Ja.

Ein fünfminütiges Video über das Buch und seinen Schreiber könntest Du mit diesem Suchtext ergooglen:  „Das Bibelbuch Jesaja jw org“  

„Diese Dinge nun widerfuhren ihnen fortgesetzt als Vorbilder, und sie sind zur Warnung für uns geschrieben worden, auf welche die Enden der Systeme der Dinge gekommen sind“

So zu lesen im Neuen Testament in  1. Korinther 10:11

Und weil das so ist, erfüllt sich das, was über Jesajas Wirken im Kleinen in dem am weitesten verbreiteten Buch der Welt beschrieben und bis zu uns hin bewahrt geblieben ist,  es erfüllt sich  heute weltweit und vor unseren Augen, als das größere Gegenbild des Vorbildes. 

Jesus beschreibt das in Matthäus 24:14 mit diesen Worten:

„Aber die Gute Nachricht, dass Gott schon angefangen hat, seine Herrschaft aufzurichten, wird in der ganzen Welt verkündet werden. Alle Völker sollen sie hören. Danach erst kommt das Ende.“ (Gute Nachricht Bibel)

Und tatsächlich gibt es in allen 240 Ländern und Territorien dieser Erde über 8 Millionen Menschen, die sich  -  ähnlich wie Jesaja -  mit einem „hier bin ich, sende mich“ einheitlich und voller Enthusiasmus daran beteiligen Gottes eine und einzige gute Nachricht von seiner schon beginnenden Herrschaft zu verbreiten, derzeit in über 900 Sprachen und begleitet von der vielsprachigsten Website der Welt, der JW ORG  -  und insofern allen Völkern zugänglich! 

Doch damals wie heute hören nur wenige auf diese Botschaft, sie bevorzugen den Zweifel statt genau zuzuhören und darüber nachzudenken.

Leben wir in den „letzten Tagen“?   ist daher nicht nur eine ernste Frage, sondern auch ein Suchtext, mit dem man via Google zu einer biblisch gut begründeten Antwort gelangen kann.

Und in der Tat ist die biblische Antwort darauf der wichtigste aller wichtigen Bedeutungen, die Jesajas Worte für uns heute haben.

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen ein Stückchen weiter. Ich wünsche es Dir.

Alles Gute.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------

--------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo Truthisscary,

Es ist beinahe so, wie Du es befürchtest: "JEDER der sündigt kommt in die Hölle, egal ob er von mir weiß oder nicht " (zitiert aus Deiner Frage)  . . . aber eben nur beinahe !!

Da Du allerdings  - völlig zu Recht - für eine Antwort mit übergroßer „Lautstärke“ die Bedingung „LAUT BIBEL !!!!!!!!“  einforderst, habe ich in meiner Antwort alle relevanten biblischen Belege zitiert oder verlinkt. Dadurch wird eine gründliche Antwort allerdings recht umfangreich -  um dennoch nicht den Überblick zu verlieren, habe ich all das in DREI Bereiche aufgegliedert und jeden separat hier eingestellt:

Dritter Teil: 

Lehrt die Bibel, dass alle guten Menschen in den Himmel kommen? Nein, lehrt sie nicht!

Zweiter Teil:

Lehrt die Bibel wirklich eine endlose Höllenqual?    Auch das ist keine biblische Lehre!

Erster Teil (hier): 

„Wird tatsächlich jeder zur Rechenschaft gezogen - egal ob er von Gott weiß oder nicht?“

. . . darauf antwortet Gottes Wort einmal in einer Kurzfassung und einmal ausführlich:

Kurzfassung in Römer 14:10  (NGÜ): „Wir alle werden einmal vor dem Richterstuhl Gottes stehen“.

Ausführlich in Römer 2:12-16  (GNB):  „Da sind die einen, die das Gesetz Gottes nicht kennen: Wenn sie Unrecht tun, werden sie auch ohne dieses Gesetz verloren gehen. Und da sind die anderen, denen Gott sein Gesetz schriftlich gegeben hat: Wenn sie Unrecht tun, werden sie aufgrund eben dieses Gesetzes verurteilt werden. Denn es genügt nicht, das Gesetz zu hören, um vor Gott als gerecht bestehen zu können. Nur wer auch tut, was das Gesetz verlangt, wird bei Gott Anerkennung finden. Auch wenn die anderen Völker das Gesetz Gottes nicht haben, gibt es unter ihnen doch Menschen, die aus natürlichem Empfinden heraus tun, was das Gesetz verlangt.  Ohne das Gesetz zu kennen, tragen sie es also in sich selbst. Ihr Verhalten beweist, dass ihnen die Forderungen des Gesetzes ins Herz geschrieben sind, und das zeigt sich auch an der Stimme ihres Gewissens und an den Gedanken, die sich gegenseitig anklagen oder auch verteidigen.  Dies alles kommt ans Licht, wenn Gott durch Jesus Christus Gericht halten und das Innerste der Menschen aufdecken wird . . .“.

Mit anderen Worten: So oder so wird jemand, der Gottes Gesetz missachtet (sündigt) „verloren gehen“ -  im Volksmund sagt man deshalb auch: „Unwissenheit schütz vor Strafe nicht“!

WENN  Du außerdem genau hingeschaut hast, dann erwähnen die zitierten Texte  eine Hölle mit keinem Wort, stattdessen ist dort zu lesen „zugrunde gehen“ und „verurteilt werden“;  oder wie andere Übersetzungen es formulieren: „wird sein Leben  verlieren“ und „gerichtet“ oder auch „verurteilt werden“ (HfA; NGÜ). 

Doch dazu im zweiten Teil mehr.

Zunächst einmal zu der Begründung, die in dem hier zitierten Text für diese „sowohl als auchKonsequenz“  genannt werden:

Der vernunftbegabte Mensch wurde von seinem Schöpfer mit einem Sittlichkeitsempfinden für Recht und Unrecht ausgestattet, mit dem Gewissen.  Dieses „Instrument“ ist eine natürliche Gabe, die Gott dem Menschen eingepflanzt hat und die er umfassend ausgestattet hat. Es verfügt sowohl über eine Legislative (gesetzgebende) wie auch eine Exekutive (ausführende) und eine Judikative (richterliche Gewalt). Das Gewissen kann also warnen, bevor man etwas Unrechtes tut, es kann anklagen nachdem man trotzdem etwas Falsches gemacht hat und es kann richten und „bestrafen“ indem es ein „schlechtes Gewissen“ verursacht, durch das man geplagt wird.

Über dieses „gesunde Rechtsempfinden“ verfügen alle Menschen von Geburt an.  Nur wer bewusst und boshaft die Stimme seines Gewissens dauerhaft unterdrückt, gleicht einem Menschen mit  einem „gebrandmarkten Gewissen“, so beschreibt es die Bibel in 1. Timotheus 4:2.  Der Vergleich ist treffend, weil verbrannte Haut, die mit einem Narbengewebe überzogen ist wegen ihres Mangels an Nervenendigungen empfindungslos ist.   Personen mit einem solchermaßen „abgebrühten“ Gewissen haben kein Gefühl mehr für Recht und Unrecht.

Sie denken und handeln gewissenlos.

Doch wie dem auch sei, es bleibt wie es ist: So oder so schützt „Unwissenheit vor Strafe nicht“ -  !

Und damit zu einem weitern Detail Deiner Frage:

 Die Bösen werden in der Hölle gequält   (lässt sich auch ergooglen)

 Siehe dazu bitte den zweiten separaten Teil meiner Antwort

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Wie schon einmal: 

Hallo Truthisscary,

Lehrt die Bibel wirklich:  

 Die Bösen werden in der Hölle gequält   (lässt sich auch ergooglen)

Genauso, wie das, was die Bibel über die Funktionen des Gewissens sagt (in meiner ersten Antwort)  nur wenigen Christen geläufig ist,  genauso gibt es eine ganze Reihe weiterer biblischer Themen, über die große Verwirrung herrscht,  weil man sich all zu oft mehr auf wage Vermutungen oder gar Mythen stützt, statt auf das , was die Bibel wirklich lehrt.

Und dazu gehört auch die Lehre von einer Höllenqual.

Besonders Jesus tadelte jederart oberflächlichen Umgang mit Gottes Wort und hält allen, die es mit der genauen Erkenntnis nicht so ernst nehmen, vor, dass sie das  „. . . Gebot Gottes aufgeben“  und stattdessen „an der Überlieferung der Menschen festhalten“; was dazu führt, dass sie seinem Vater „vergeblich fortwährend Anbetung darbringen, weil sie als Lehren Menschengebote lehren“.  Nach einer anderen Übersetzung ist „ihre Anbetung  nutzlos, denn sie ersetzen die Gebote Gottes durch ihre eigenen Lehren“ (NL.DB)  (Nachzulesen ist das in Matthäus 15:9 und Markus 7:6-8, wo Jesus seien Vater aus Jesaja 29:13 zitiert)

Zu eben dieser genauen Erkenntnis über das Thema Höllenqual haben zwar schon andere User, wie Philipp59gromio und Sturmwolke gut begründet beigetragen und auch erklärt warum die Lehre von einem Ort ewiger Qualen keine biblische Lehre ist, dennoch möchte auch ich mit einigen ergänzenden Denkanstößen versuchen . . .

. . . der Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen.

Zwar ist es richtig,  dass die Bibel an einigen Stellen tatsächlich von einer „Pein in diesem lodernden Feuer“ oder von der „feurigen Gehẹnna“  spricht; doch sowohl aus dem Zusammenhang als auch aus der Gesamtaussage der heiligen Schrift ist erkennbar, dass solche Aussagen symbolischer Natur sind (bspw. Matthäus 18:9; Lukas 16:24).

Besonders deutlich wird das in einem sehr aufschlussreichen Text aus dem letzten Bibelbuch, aus der Offenbarung 20:14, 15 bestätigt. Dort wird -  abschließend für die ganze Bibel - die Symbolik verständlich gemacht,  indem dort die wirkliche Bedeutung aller „lodernden“ und „feurigen“ Texte durch eine ganz klare Aussage erklärt werden:   „ . . . Dies bedeutet den zweiten Tod:  der Feuersee . . .“ - mehr nicht, aber auch keinen Deut weniger - denn aus diesem zweiten oder endgültigen Tod ist eine Auferstehung nie mehr möglich. Und allein der Gedanke daran kann in der Tat so schmerzen, wie ein loderndes Feuer peinigen würde.

Was schlussendlich verbleibt ist die ganz grundsätzliche Lehre aus Gottes Wort, dass es  nur zwei Aussichten für eine künftige Ewigkeit gibt: 

Entweder die ewige Nichtexistenz,  der Tod - oder das ewige Leben.

Wörtlich formuliert die Bibel das so:  

„Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn“ (Römer 6:23).

Und das betrifft sowohl Menschen, die Gott gut kennen, als auch Menschen, die Gott nicht kennen oder nie gekannt haben  - so lautet ja der Kern Deiner Frage.

Außerdem sind Christen gemäß dem größten Gebot gehalten, ihren Schöpfer nicht nur von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, sondern auch „mit all deinen Gedanken“ zu lieben  - mit ihrem Verstand also.

Und wenn ein Christ dieses Gebot befolgt und tatsächlich seine Denkfähigkeit benutzt, wird er erkennen müssen, dass allein der Mangel an Logik eine Höllenqual ad absurdum führt.

Über das Folgende sollte er nämlich mit klaren Kopf nachdenken:

Um einen Menschen in einer Feuerhölle ewig quälen zu können, müssten er unsterblich sein, denn auf Tote macht auch die „beste Qual“ keinen Eindruck - oder?

Das Problem ist allerdings, dass wir aus der Bibel wissen, dass es nur Jesus Christus ist, „ . . . der allein Unsterblichkeit hat . . .“ (Römer 6:9; 1. Timotheus 6:13-16). !?!

Und spätestens bei dieser Erkenntnis stolpern wir darüber, dass die Bibel zwischen einem „ewigen Leben“ und einer „Unsterblichkeit“ deutlich unterscheidet. Und damit beginnt für eine „ewige Qual“ ein echtes Problem. 

Wieso?

(An dieser Stelle bitte ich um Verständnis für meine teils sarkastische Wortwahl - aber wie sonst wollte man den enthusiastischen Anhängern der ewigen Qual die unsinnigen Widersprüche in diesem Mythos näherbringen, wenn nicht durch eine beißende Überzeichnung? – auf jeden Fall ist es m. E. einen Versuch wert.) 

Wenn es also eine Unsterblichkeit als Voraussetzung für eine ewige Qual bei „normalen Menschen“ nicht gibt, „hilft“ dann nicht wenigstens ein ewiges Leben ein wenig weiter?

 Nur bedingt, denn ein ewiges Leben ist  noch keine „Garantie“ für eine ewige Qual !

Warum nicht?

Weil  allein die Aussicht auf ein ewiges Leben, nicht garantiert, dass es tatsächlich ewig währt! Das wissen wir, seitdem die ersten beiden Menschen, denen diese ewige Aussicht offen stand, wegen ihres Ungehorsams sterben mussten. Und schon war es mit dem ewigen Leben vorbei  - und mit der ewigen Qual erst recht.

In der damaligen Urteilsbegründung ist außerdem folgendes zu lesen: „Weil du  . . . darangegangen bist, von dem Baum zu essen, von dem ich dir geboten habe: ‚Du sollst nicht davon essen‘, so ist der Erdboden deinetwegen verflucht . . . [und du wirst]  zum Erdboden zurückkehren, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“ (1. Mose 3:17-19)

Man beachte: Weder ein Himmel noch eine Hölle wurden bei diesem ersten und entscheidenden Grundsatzurteil als Option genannt, sondern einfach nur „Staub“ -  als Sinnbild der Nichtexistenz  -  und -  wie bei Grundsatzurteilen üblich, verhält sich das immer noch so.

Und nun?

Sofort kommt natürlich an dieser Stelle möglicherweise der Einwand, dass es ja nicht der stoffliche Mensch sei, sondern seine „Seele“, die in der Hölle gequält werden würde . . . !

Doch dazu

Gegenfrage 1: Wird in dem zitierten Urteil überhaupt etwas von einer unsterblichen Seele oder einer Qual erwähnt – oder auch nur angedeutet? 

Antwort: NEIN! 

Gegenfrage 2: Könnte das NEIN daran liegen, dass es eine separate  Seele gar nicht gibt, sondern der Mensch selbst die Seele ist, so, wie das 1. Mose 2:7  beschrieben wird? „So wurde der Mensch eine lebende Seele“ Und wenn der Mensch stirbt, stirbt auch die Seele!? 

Antwort: Wenn die Bibel das so sagt, sollte es wohl stimmen, zumal sie in Hesekiel 18:4  auch noch erklärt, dass „die Seele, die sündigt — sie selbst sterben wird“.

Gegenfrage 3:  Und ist es nicht so, dass die Seele - wenn es sie denn geben würde - von geistiger Wesensart sein müsste  - ähnlich wie es Gedanken sind?   - Und ist es weiterhin und auch deshalb nicht so, dass sich Geistiges durch Feuer nicht quälen lässt?  Weil man Gedanken nicht verbrennen kann? Allenfalls den Denkenden!  Müsste sie daher nicht stofflicher Beschaffenheit sein, wenn Feuer etwas bewirken sollte? Und wäre es in einem solchen Fall nicht „lediglich“ ein kurzer Schmerz, weil eine Seele von stofflicher Beschaffenheit kaum angezündet, schon verbrannt wäre? Eben weil sie halt nicht unsterblich ist?  

Antwort:  . . . Noch nie war ich meinem Schöpfer so dankbar logisch denken zu können, denn nach gründlichem Nachdenken komme ich zu dem Schluss, dass dieser „Lehre“ von einer ewigen Qual die Logik absolut fehlt - von der Wahrhaftigkeit ganz zu schweigen

denn

  • in dem zitierten Urteil wird weder eine Seele noch eine ewige Qual erwähnt.
  • außerdem wurde der Mensch eine Seele und „sie selbst - die Seele“ kann sterben, wie die beiden zitierten Texte es sehr deutlich beschreiben.
  • wenn dann noch  - und jetzt wird es kompliziert - die sich daraus ergebene, nicht vorhandene Seele (geistiger Natur),  von einem nicht vorhanden ewigen Feuer nicht nur wegen der fehlenden Unsterblichkeit nicht gequält werden kann . . . schon gar nicht ewig gequält werden kann, dann . . .
  • ja, spätestens dann muss ich mich schon sehr wundern, wie trickreich und hinterlistig es wohl einst eine katholische Kirche fertiggebracht haben mag  mit dieser schamlosen Lüge, als wäre sie eine ehrwürdige Geschäftsidee,  die Grundlage für ihren Reichtum zu legen, indem sie landauf landab mit großem Erfolg  Ablassbriefe verkaufte, Lügenhaftes gegen Bares !!??!!

Was an Substanz also bleibt ist das, was es schon immer war: die Höllenqual ist ein Mythos.

Bleibt nur noch die Frage nach der von Dir angesprochenen Alternative, nämlich, ob alle Menschen in den Himmel kommen.

Auch dazu habe ich -  der Länge wegen - eine gesonderte Stellungnahme hier eingestellt.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Und ein weiteres Mal: 

Hallo Truthisscary,

in Deiner Frage, von der ich schon zwei Teilfragen biblisch beantwortet habe,  geht es neben dem Geschick derer, die Gott nicht kennen, auch um die Frage nach dem Himmel als eine der Möglichkeiten für die Ewigkeit.

Um auch diese Frage biblisch und anschaulich zu beantworten, gebe ich hier auszugsweise ein Gespräch wieder, das vor einiger Zeit in einer Rubrik, betitelt:  „Gespräch von Mensch zu Mensch“ veröffentlicht wurde.

Das Thema war:

Kommen alle treuen Christen in den Himmel?   (lässt sich auch ergooglen)

„Schalten wir uns dazu einmal in eine typische Unterhaltung an einer Haustür ein. Ein Zeuge Jehovas, den wir „Markus“  nennen, hat gerade bei „Robert“ geklingelt.

Markus: Wenn Sie so an die Zukunft denken, glauben Sie, dass die Lage eher besser wird oder schlechter? Oder bleibt alles, wie es ist?

Robert: Ich denke, es wird besser. Ich glaube sowieso, dass wir in den Himmel kommen und dann bei Jesus sind, und darauf freue ich mich.

Markus: Das ist eine wunderbare Vorstellung. Die Bibel sagt viel darüber, wie es im Himmel ist und was für eine Ehre es ist, dorthin zu kommen. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was die Menschen, die in den Himmel kommen, dort tun werden?

Robert: Wir werden bei Gott sein und ihn für immer und ewig preisen.

Markus: Auch das ist bestimmt etwas sehr Schönes. Interessanterweise sagt die Bibel nicht nur, dass es eine große Ehre ist, in den Himmel zu kommen, sondern sie spricht auch von einer wichtigen Aufgabe, die dort zu erfüllen ist.

Robert: Da bin ich aber gespannt . . .

Markus: Hier in Offenbarung 5:10 steht: „Du [Jesus] hast sie [seine Jünger] zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren.“                                                      

Ist Ihnen aufgefallen,  Robert,  welche Aufgabe die Menschen haben werden, die in den Himmel kommen?

Robert: Hier wird gesagt, dass sie als Könige über die Erde regieren sollen . . .??

Markus: Ist das nicht interessant? Aber über wen werden sie herrschen? . . . Denn wenn alle Menschen in den Himmel kommen und dort als Könige regieren, dann müsste es doch auch jemand geben, über den sie regieren, meinen Sie nicht? Eine Regierung ohne Untertanen würde schließlich keinen Sinn machen.

Robert: Da haben Sie eigentlich recht.

Markus: Deswegen stellt sich die Frage: Über wen werden sie herrschen?

Robert: Ich nehme mal an, über Menschen, die auf der Erde leben und noch nicht in den Himmel gekommen sind . . .

Markus: Aha - das wäre plausibel — wenn alle Guten in den Himmel kommen. Aber wäre es nicht auch denkbar, dass es gute Menschen gibt, die nicht in den Himmel kommen?

Robert: Ich habe noch nie gehört, dass ein Christ so etwas glaubt!

Markus: Ich denke dabei an Psalm 37:29, der übrigens auch von Jesus zitiert wird.

(Robert liest):  . . . da steht: „Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen.“

Markus: Vielen Dank. Haben Sie bemerkt, wo viele gute Menschen einmal leben werden?

Robert: Hier steht, auf der Erde.

Markus: Genau. Und sie leben da nicht nur für kurze Zeit. Wir haben ja gelesen: „Sie werden immerdar darauf wohnen.“

Robert: Das kann doch auch einfach heißen, dass es auf der Erde immer gute Menschen geben wird. Wenn wir sterben und in den Himmel kommen, werden andere gute Menschen geboren, die uns ersetzen.

Markus: So würden viele diesen Vers vielleicht erklären. Könnte es aber nicht sein, dass er ganz anders zu verstehen ist, nämlich, dass gute Menschen überhaupt ewig auf der Erde leben sollen?

Robert: Wie meinen Sie das jetzt? Ein Paradies auf der Erde?

Markus: Eine solche Schlussfolgerung liegt nahe, wenn man sich ansieht, was an einer anderen Stelle in der Bibel — in Offenbarung 21:4 — über die Menschen und das künftige Leben auf der Erde gesagt wird:  „Er [Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“   Klingt das nicht gut?

Robert: Ja, schon. Aber hier geht es doch um das Leben im Himmel.

Markus:  Auf den ersten Blich scheint das so zu sein, aber schauen wir uns den Vers noch mal genau an. Was wird da über den Tod gesagt?

Robert: „Der Tod wird nicht mehr sein.“

Markus: Richtig. Bestimmt sind Sie auch der Meinung, dass etwas nur dann verschwinden kann, wenn es vorher da war.

Robert: Klar.

Markus: Im Himmel hat es den Tod aber nie gegeben. Den gibt es nur hier auf der Erde.

Robert: Hm, das muss ich mir mal überlegen.

Markus: Schauen Sie, Robert, die Bibel sagt, dass eine Anzahl von guten Menschen in den Himmel kommt, viele andere aber werden für immer auf der Erde leben. Vielleicht haben Sie ja schon einmal den Satz aus der Bergpredigt gehört: „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden“ (Matthäus 5:5).

Robert: Das kommt mir irgendwie bekannt vor.

Markus: Wenn die Mildgesinnten, wie es hier heißt, die Erde erben, müsste das doch bedeuten, dass Menschen auf der Erde leben. Das sind die Menschen, die sich über die idealen Zustände freuen können, von denen hier in der Offenbarung die Rede ist. Sie werden erleben, wie sich unsere Welt grundlegend verändert, weil Gott alles Böse beseitigen wird — auch den Tod.

Robert: Ich sehe schon, worauf Sie hinauswollen. Aber ich weiß nicht, ob man das nur mit ein, zwei Bibelversen beweisen kann.

Markus: Da haben Sie recht. Genau genommen gibt es eine ganze Menge von Bibelpassagen, die beschreiben, wie das Leben auf der Erde sein wird. Ich würde Ihnen gern kurz eine von meinen Lieblingsstellen zeigen, wenn Ihnen das recht ist.

Robert: Ja, gern . . .“

Markus: Wir haben ja eben in Psalm 37 den Vers 29 gelesen. Jetzt schauen wir uns mal die Verse 10 und 11 an.

Robert:  Gut. Hier steht: „Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht da sein. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.“

Markus: Danke schön! Wo werden nach Vers 11 „die Sanftmütigen“ — also gute Menschen — leben?

Robert: Da steht: Sie „werden die Erde besitzen“. Ich glaube aber, das bezieht sich auf jetzt; es gibt doch heute gute Menschen auf der Erde.

Markus: Das stimmt. Hier heißt es allerdings auch, dass sich gute Menschen über eine „Fülle des Friedens“ freuen werden. Das trifft ja auf heute nicht gerade zu, oder?

Robert: Nein.

Markus: Vielleicht fragen Sie sich, wie sich dieses Versprechen erfüllen soll. Dazu gibt es einen guten Vergleich: Stellen Sie sich einmal vor, Sie haben ein Haus, in dem mehrere Mietparteien wohnen. Einige Bewohner sind ordentliche Leute. Sie geben auf alles acht und versuchen gute Nachbarn zu sein — man ist froh, dass man sie als Mieter hat. Andere sind genau das Gegenteil. Sie richten im Haus Schaden an und machen ihren Mitbewohnern das Leben schwer. Was würden Sie tun, wenn die Leute keine Anstalten machen, sich zu ändern?

Robert: Die würde ich rauswerfen.

Markus: Genau das wird Gott mit den bösen Menschen auf der Erde tun. Schauen Sie, hier in Vers 10 stand ja: „Der Böse wird nicht mehr sein.“ Das heißt, Gott wird alle, die anderen das Leben schwer machen, „rauswerfen“. Dann können die Guten auf der Erde in Frieden leben. Wahrscheinlich hört sich das jetzt alles recht fremd für Sie an.

Robert: Ja, das habe ich bei uns in der Kirche noch nie gehört.

Markus: Aber Sie beten doch auch das „Vater unser“ : „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe – wie im Himmel, so auch auf der Erde . . .

Robert: Ja, schon, aber das ist mir noch nie in diesem Zusammenhang aufgefallen . . .

Markus: Sehen Sie . . . Und wie Sie schon richtig bemerkt haben, reichen ein, zwei Bibelstellen als Beweis hier nicht aus. Man müsste die Gesamtaussage der Bibel zu dem Thema untersuchen. Aber wenn Sie an die Bibelverse denken, die wir gerade gelesen haben, wäre es Ihrer Meinung nach denkbar, dass zwar schon gute Menschen in den Himmel kommen, viele aber auf der Erde leben werden?

Robert: Ich weiß nicht genau. Aber ich muss zugeben, wie Sie das jetzt mit der Bibel erklärt haben, sieht es so aus. Darüber muss ich mir noch mal Gedanken machen.

Markus: Vielleicht tauchen dabei ja noch andere Fragen auf. Zum Beispiel was mit den guten Menschen ist, die vor uns gelebt haben. Sind sie jetzt alle im Himmel? Wenn nicht, wo sind sie dann?

Robert: Gute Frage.

Markus: Ich könnte jetzt Folgendes für Sie tun: Ich kann Ihnen ein paar Bibelverse zu dem Thema notieren. Und wenn Sie die dann gelesen und darüber nachgedacht haben, würde ich gern wieder vorbeikommen, und wir sprechen darüber.

Außerdem notieren Sie sich bitte diesen Suchtext:

Was ist das Paradies? Was sagt die Bibel?

Googeln Sie bitte nach dieser Doppelfrage. Sie finden dort weiter biblisch gut belegte Antworten.

Robert: Ja, das klingt gut. Vielen Dank.“

Ende des Gesprächs.

Quelle: w12 1. 8. S. 21-23   „Gespräch von Mensch zu Mensch“ (Lässt sich auch ergooglen)

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Noch einmal stelle ich hier eine Fotocollage ein, die  -  über jeden Zweifel erhaben  - ein Beleg dafür ist, dass Jehovas Zeugen,  ungeachtet aller Schranken und Grenzen, „Liebe zur ganzen Bruderschaft . . .“  in Wort und Tat praktizieren (1. Petrus 2:17)

Dieses Fotodokument stand hier schon einmal und wurde gelöscht, weil die Moderation der Auffassung stattgab, dass „die Antwort die Frage nicht beantwortete“  (GF 11.08.2018).

Da jedoch allein die Formulierung der Frage die Unterstellung suggeriert, Jehovas Zeugen würden Rassentrennung stillschweigend gutheißen, muss es der Ausgewogenheit wegen erlaubt sein, durch eine

Gegendarstellung

- auch mit Fotodokumenten - eine eigene Beschreibung des Sachverhalts artikulieren, beziehungsweise richtigstellen und belegen zu dürfen.

(gestützt auf das BayPrG in Kraft ab: 25.05.2018 Fassung: 19.04.2000  Art. 10)

Die Rechtmäßigkeit einer solchen Gegendarstellung ergibt sich außerdem aus der Tatsache, dass die federführenden Kommentatoren auf dieser Seite, diese Gelegenheit einmal mehr dazu missbrauchen, die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Misskredit zu bringen oder zu diskriminieren und zu beleidigen.

Dazu eine Auswahl von Zitaten von dieser Seite, die allesamt mit der Frage,  

Warum sind Zeugen Jehovas nie gerichtlich gegen die Rassentrennung vorgegangen?“ 

noch weniger zu tun haben, als das beanstandete Fotodokument es angeblich haben soll.

ManfredFS:     „Krank zu behaupten, eine schwarze oder dunkle Hautfarbe sei ein Makel das Gott beseitigen wird  . . .“  (bezogen auf ein 110 Jahre altes Zitrat aus Watch Tower vom 15. Februar 1904)

ManfredFS:  „Also glauben zeugen Jehovas anscheinend immer noch schwarze Hautfarbe sei ein Makel . . .

ManfredFS:   „Aber ich sage den Zeugen Jehovas, ihr kämpft gegen Gott, gegen Jesus Christus der unser Gott und Heiland ist und ihr werdet verlieren . . .“

ManfredFS:   „Zeugen Jehovas klagen zusammen mit dem Teufel alle wahren Christen an . . .

telemann2000:   „Zeugen Jehovas sind international vertreten. Rassentrennung gab in ihren Reihen beispielsweise für einige Jahrzehnte in den Vereinigten Staaten . . „

Außerdem fließen auf diesem Nährboden erneut diskriminierende und pauschale Unterstellungen ein, die nicht einmal eine abstrakte Verbindung zur Frage haben.

Deshalb hier ein kleiner fotografischer Querschnitt unseres tatsächlichen Umgangs miteinander:

----------------------------------------------------------------------------------------------------------

----------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo anonym300300300

Seit Adam und Eva versucht Satan der Teufel Menschen zu beeinflussen; ebenso versuchen es jene Engel, die sich ihm anschlossen, seinem Beispiel folgten, und dadurch zu Dämonen wurden.

Erschwerend kommt in unserer heutigen „Zeit des Endes“ hinzu, dass sich inzwischen eine Vorhersage Jesu erfüllt hat, die er in der Offenbarung 12:9-12 hat aufschreiben lassen. 

Sie lautet auszugsweise:

„ . . .hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert . . . Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, dass er nur eine kurze Frist hat.

Wegen dieser „kurzen Frist“ wird er sein Unwesen zwar nicht mehr lange treiben können, doch einstweilen ist es immer noch sehr belastend, dass wir ihm und seinen Dämonenhorden mit unseren menschlichen Körper- und Geisteskräften weit unterlegen sind. 

Es ist also sehr vernünftig, wenn Du danach fragst, was man dagegen tun kann, oder - wie Du es formulierst - „hat Jesus etwas gesagt, wie man sich mit solchen Gedanken verhalten soll?“

Ja, das hat er,  sogar mehrfach - und seine Apostel ebenso - und von diesen ist es der Jakobus, der das WIE auf den Punkt bringt: 

„Unterwerft euch daher Gott; doch widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen . . .“. (Jakobus 4:7)

Das hört sich einfach an.  Doch was heißt das?

An einigen Beispielen lässt sich das herausfinden - und wenn Du sie liest behalte bitte im Sinn, dass alles, was in den folgenden Fällen den Teufel zur Flucht veranlasst, auch seine Dämonen vertreibt.

 

Jesus bspw. zitierte seinen Vater - und allein dessen Name lässt den Teufel zurückweichen.

Der Bericht lautet:

„Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit, und er sagte zu ihm: „Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist.“ Da sprach Jesus zu ihm: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “ Da ließ der Teufel von ihm ab, und siehe, Engel kamen und begannen ihm [Jesus] zu dienen (Matthäus 4:8-11).

Auch das Beispiel der Christen, die im 1. Jahrhundert in Ephesus lebten, hilft dabei, herauszufinden, wie man bösen Geistern widerstehen und wie man sich von ihnen befreien kann.  Bevor sie Christen wurden, pflegten nämlich einige von ihnen spiritistische Bräuche.

Es wird berichtet: „Eine ganze Anzahl von denen, die magische Künste getrieben hatten, trugen ihre Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen“ (Apostelgeschichte 19:19). Dadurch, dass diese neuen Christen konsequent Stellung bezogen und ihre Bücher über Magie verbrannten, gaben sie ein gutes Beispiel für diejenigen, die heute bösen Geistern widerstehen möchten.

Wer ein enges und vertrautes Verhältnis zu seinem Schöpfer Jehova sucht und bewahren will, muss sich von allem trennen, was mit Spiritismus zu tun hat. Dazu gehören unter anderem Bücher, Zeitschriften, Filme, Poster und Musik, die Spiritismus als verlockend und spannend anpreisen – auch und besonders solche, die über das Internet in Deine Wohnung gelangen könnten. Außerdem zählen dazu Amulette und andere Gegenstände, die zum Schutz vor Unheil getragen werden (1. Korinther 10:21).

Zum besseren Verständnis dazu noch einmal der schon zitierte Text: „Unterwerft euch daher Gott; doch widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen . . .“. (Jakobus 4:7)

Der Umkehrschluss daraus: Wenn wir dem Teufel und seinen Dämonen Paroli bieten wollen, dann müssen wir uns „Gott unterwerfen“; d.h. uns ihm durch Glauben, Gebet und unser Handeln nähern  - und nahe bleiben. Wenn wir allerdings gleichzeitig den Dämonen eine „Hintertür“ offen lassen, bleibt unser Ringen erfolglos.  

Die Bibel veranschaulicht das in Sprüche 18:10 mit einem Vergleich:

„Der Name Jehovas ist ein starker Turm. Der Gerechte läuft hinein und wird beschützt . . .“ - vorausgesetzt  - so füge ich hinzu - er macht die „Tür hinter sich zu“!

Neben alledem kommt es außerdem auf Deine Beharrlichkeit an! Das ergibt sich aus der Tatsache, dass Paulus den Christen in Ephesus, die ihre Bücher über Magie vernichtet hatten, einige Jahre danach noch einmal zu diesem Thema schrieb:

„Schließlich erwerbt euch weiterhin Kraft im Herrn und in der Macht seiner Stärke. Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standhalten könnt; denn unser Ringen geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern. Darum nehmt die vollständige Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alle Dinge gründlich getan habt, standhalten könnt“.  (Epheser 6:10-13)

Ist es Dir aufgefallen: „weiterhin“, „vollständig“, „gründlich“ - das sind einige Adjektive (Eigenschaftsbeschreibungen) mit denen Gottes Wort die Dringlichkeit betont, wenn „unser Ringen“ gegen die „Machenschaften des Teufels“ Erfolg haben sollen.

Zwar liegt nach 1. Johannes 5:19 sowieso  „. . . die ganze Welt in der Macht dessen, der böse ist . . .“ -  doch zeigt es sich -  auch nach meiner Erfahrung  -  immer wieder, dass er besonders bösartig auf jene Menschen einzuwirken versucht, die sich ihm ganz bewusst entgegenzustellen versuchen.  Wenn daher jemand öffentlich macht - wie Du es in Deiner Frage anklingen lässt -  dass er/Du ganz konsequent ein Christ sein möchte(st) „und mit Gott mein Leben führen möchte . .“, dann wird prompt die ganze Dämonenwelt hellwach. Und dann ist mehr erforderlich als nur zu sagen „ich bin ein Christ“ - Taten sprechen auch dann lauter als Worte und zeigen, ob und wie ernst Du es meinst. 

Bewusst provokant und wachrüttelnd fragt Dich daher Gottes Wort:

„Du glaubst, dass es einen einzigen Gott gibt, nicht wahr? Du tust sehr wohl. Doch glauben auch die Dämọnen und schaudern. Möchtest du aber wissen, du leerer Mensch, dass der Glaube ohne Werke untätig ist? . . .“ (Jakobus 2:19, 20)  

Erst unsere Taten überzeugen auch unseren Schöpfer - und erst dann wird er zu dem schon erwähnten Turm, in dem der Gerechte beschützt wird, denn erst dann ist erkennbar, dass wir uns in Tat und Wahrheit Gott unterwerfen -  mit dem Erfolg, dass unser Widerstand den Teufel und seine Helfer in die Flucht treibt.  (Jakobus 4:7)

Wie Du aus alledem erkennen kannst, ist das Thema sehr komplex - zu komplex um es hier mit einer kurzen Antwort erschöpfend abzuhandeln.

Wenn Du es vertiefen möchtest google bitte mit den beiden folgenden Suchtexten:

  •  „Ihr jungen Leute — widersteht dem Teufel“

und

  •  „Mit Gott zusammenarbeiten macht Freude“

In jedem der Artikel wird Deine Frage sehr ausführlich erörtert.

Oder nimm ggf. Kontakt zu mir auf und frage gern weiter nach.

So oder so - viel Erfolg und alles Gute.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Nein, anonym300300300, das widerspricht sich nicht,

denn wenn es - wie Du richtig zitierst  - das höchste Gebot ist, Gott zu lieben, ein Christ dennoch „Vater und Mutter mehr liebt als mich“, als Jesus, den Sohn Gottes, dann missachtet er das erste und größte Gebot - oder?

Jesus fordert ja keineswegs, dass Vater und Mutter nicht geliebt werden sollten, sondern „nur“, dass sie auf keinen Fall mehr geliebt werden sollten, als Gott und seine Gebote.

Ein Christ sollte also darauf achten, die richtigen Prioritäten zu setzen.

Der Apostel Petrus - obwohl damals noch sehr jung in der Nachfolge Christi  - hatte das gut verstanden und entgegnete den Respektspersonen seiner Zeit, den Pharisäern und Schriftgelehrten:

„Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:29).

„Die Menschen“ wollten ihm und den anderen Aposteln das Predigen der guten Botschaft verbieten, die aber erinnerten sich an das von Dir zitierte „höchste Gebot“ und vergewisserten sich deshalb der „wichtigeren Dinge“ (Philipper 1:10 NWÜ).

Manchmal verhalten sich Eltern, Freunde oder Verwandte ähnlich wie die erwähnten Respektspersonen und wollen Kindern und auch anderen christliche Aktivitäten untersagen oder sie darin behindern. 

Dieser Zusammenhang wird deutlich, wenn man beachtet, was dem von Dir zitierten Text vorausging: 

Jesus sagte dort: 

Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen; wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist. . . . “   und erst in den darauffolgenden Versen erklärt er das, was Dich zu Deiner Frage veranlasst hat, nämlich „Wer daher zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig (Matthäus 10:32-37).

Loyalität ist also das, was Gottes Sohn von Christen erwartet, zu Recht erwartet, denn allein durch jeden neuen Tag beweist unser himmlischer Vater seinerseits seine Loyalität zu seiner Schöpfung.

Nicht zuletzt bringt Jesus durch seine deutlichen Worte auch seine Sorge darüber zum Ausdruck, dass solche Merkmale einer christusähnlichen Persönlichkeit bei vielen verkümmern würden. Diese Sorge äußerte er bspw. auch bei zwei anderen Gelegenheiten:

Nicht alle, die zu mir sagen ›Herr, Herr‹, werden in Gottes neue Welt kommen, sondern nur die, die auch tun, was mein Vater im Himmel will . . .“ (Matthäus 7:21  GNB).

. . . oder . . .

„aber die Zeit kommt, . . in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten. Der Vater sucht Menschen, die ihn so anbeten“ (Johannes 4:23 NL.DB).

Welchen tieferen Sinn hat das alles?

Loyale Menschen sind einer Bereicherung für jede Gemeinschaft. Sie steigern die Lebensqualität und vertiefen das vertraute Verhältnis zu Gott. Und allein davon hängt ein ewiges Leben ab (Johannes 17:3)

Worte, wie die folgenden, die das Herz berühren, können uns darin bestärken, loyal zu handeln:

„Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr hat je gehört, und kein Mensch konnte sich jemals auch nur vorstellen, was Gott für die bereithält, die ihn lieben“ (1.Korinther 2:9 NGÜ)

Verständlicher Weise nur für die - und eine solche Geisteshaltung beginnt halt damit, Gott mehr zu lieben als alles andere.

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen ein Stückchen weiter.

Alles Gute

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hier ist die offizielle Antwort, auf die mein Freund und Glaubensbruder OhNobody schon hingewiesen hat.

Genau wie OhNobody bin ich überzeugt, dass Du, werter telemann, diese Quelle kennst, und gar nicht hättest fragen müssen. Aber so kennen wir Dich ja - und last but not least, sind wir Dir dennoch dankbar, dass wir mal wieder ausführlich im Gespräch waren.

So gesehen veröffentliche ich den nachfolgenden Text weniger Deinetwegen, sondern für die interessierte Öffentlichkeit.

Er stammt aus dem WT vom 15.10.1960 S. 638

Fragen von Lesern

● Warum duldet die WTG — wenn sie doch keine Rassenvorurteile hat — anlässlich ihrer größeren Versammlungen in gewissen Teilen des Landes [USA] die Rassentrennung? Kommt dies nicht einem Kompromisse gleich? — F. C., Wisconsin.

Weshalb wir uns den Rassentrennungsgesetzen und dieser Taktik gewisser Regierungen und Organisationen dieser Welt fügen, ist die Frage. Nun, weil Jehova uns nicht damit beauftragt hat, die Welt zu bekehren, da sie so böse ist, daß sie nicht mehr gebessert werden kann und daher vernichtet werden wird. Jehova hat uns beauftragt, das Evangelium zu predigen. Was sollten wir nun tun? Sollten wir aufhören zu predigen, und dafür Rassenfragen auskämpfen? Wir führen Versammlungen sowie Taufen nie nach Rassen getrennt durch, wenn wir sie zusammen abhalten können. Doch wenn das unmöglich ist, sollten wir dann nicht eher separate Versammlungen und Taufen veranstalten als gar keine? Sollen wir alle geistige Speise austeilen, auch wenn wir es nach Rassen getrennt tun müssen, oder sollen wir überhaupt keine austeilen? Sollen wir dafür sorgen, daß alle getauft werden können, auch wenn es nach Rassen getrennt zu geschehen hat, oder sollen wir überhaupt keine Taufe veranstalten? Sollten wir uns gegen Cäsars Rassentrennungsgesetze anstemmen, wenn sie uns nicht zwingen, Gottes Gesetze zu übertreten? Gott verbietet nach Rassen getrennte Versammlungen und Taufen nicht, aber er gebietet, daß wir uns versammeln und daß Menschen getauft werden. (Matth. 28:19; Heb. 10:25) Sollten wir also Gott ungehorsam sein, um eine Rassenstreitfrage auszufechten? Uns gegen die Rassentrennungsgesetze anzustemmen würde zu einer Zerrüttung des Zeugniswerkes führen, zu dessen Stillstand, zu Pöbelgewalttaten und möglicherweise zum Verlust von Leben. Um diesen Preis werden wir uns nur Gesetzen entgegenstellen, die das Predigen des Evangeliums verbieten.

Einige mögen argumentieren, daß Rassentrennung von Gott verboten sei, indem sie Galater 3:28 (NW) anführen: „Da gibt es weder Juden noch Griechen, da gibt es weder Sklaven noch Freie, da gibt es weder Mann noch Weib, denn ihr alle seid e i n e r in Einheit mit Christus Jesus.“ Daß Paulus das in geistigem, nicht in buchstäblichem Sinne meinte, ist offensichtlich, denn tatsächlich gab es unter Christen Männer und Frauen, Sklaven und Freie, Juden und Griechen. Weil es Juden und Griechen gab, paßte Paulus sich und seine Predigttätigkeit besonders diesen Klassen an. (1. Kor. 9:19-22) Die Tatsache, daß er Sklaven und Freie anerkannte, werden wir noch eingehender betrachten, da dies direkt mit der Frage der Rassentrennung zu tun hat. Wieso? Weil die Rassentrennung in der Sklaverei verwurzelt und ein Auswuchs und Überbleibsel der Sklaverei ist. Rassentrennung, der dunkle Punkt, der von der Sklaverei übriggeblieben ist, ist ein kleineres Übel als die Sklaverei selbst. Wenn also die Bibel Christen nicht anweist, die Sklaverei zu bekämpfen, so wird sie auch den Kampf gegen das geringere Übel, die Rassentrennung, der auf Kosten der Verkündigung des Evangeliums ginge, nicht gutheißen.

Selbst innerhalb der Christenversammlung protestierte Paulus nicht gegen die Sklaverei seiner Tage. Onesimus war Philemons Sklave, und beide waren Christen. (Philem. 10-16) Paulus schrieb an Timotheus, der die Gesellschaft der Zeugen von heute darstellte, wie folgt: „Möchten so viele, die Sklaven unter einem Joche sind, weiterhin ihre Gebieter aller Ehre würdig achten.“ Warum? „Damit der Name Gottes und die Lehre nie verlästert werden.“ Die Verkündigung des Königreiches und Jehovas Rechtfertigung sind die Streitfragen, die vorangestellt werden sollen, und nicht die Gleichheit der Geschöpfe sowie Rassenfragen. „Möchten ferner jene, die gläubige Gebieter haben, nie auf sie herabblicken, weil sie Brüder sind. Im Gegenteil, möchten sie um so bereitwilliger Sklaven sein, weil jene, die die Wohltat ihres guten Dienstes empfangen, Gläubige und Geliebte sind.“ (1. Tim. 6:1, 2, NW) Hier beachte man wiederum, daß die Sklaverei in jener Zeit selbst innerhalb der Christenversammlung bestand.

Paulus schrieb ferner: „In welchem Stande ein jeder berufen wurde, darin bleibe er. Wurdest du als Sklave berufen? So mache dir deshalb keine Sorgen; doch wenn du frei werden kannst, dann ergreife lieber die Gelegenheit.“ Wenn Paulus dies mit Bezug auf die Sklaverei sagen konnte, wieviel mehr kann es mit Bezug auf jene gesagt werden, die durch Rassentrennungsgesetze benachteiligt waren. „Mache dir deshalb keine Sorgen.“ Es ist nicht etwas, womit sich Christen plagen sollten. Wenn sich aber Glieder des Volkes des Herrn an Orten befinden, wo sie frei sind von Rassentrennungsgesetzen oder einer solchen Taktik, freuen sie sich über die größere Freiheit, und es ist ihnen eine Lust, sich gemeinsam zu versammeln. Alle sind Sklaven Christi, wie Paulus es weiter zeigt: „Wer im Herrn als Sklave berufen wurde, ist der Freigelassene des Herrn; so auch, wer als Freier berufen wurde, ist ein Sklave Christi.“ (1. Kor. 7:20-24, NW) Überraschenderweise haben einige farbige Brüder energisch gegen den Gebrauch des Wortes „Sklave“ in der Neuen-Welt-Übersetzung (engl.) protestiert. Irgend jemand, der nicht wünscht, Christi Sklave zu sein, sei er weiß oder schwarz, kann seinen Dienst irgendwann einstellen; doch wird er dessenungeachtet Sklave bleiben, und zwar Sklave Satans und der Sünde. (Röm. 6:16-23, NW) Wer des Menschen Wichtigkeit hervorhebt, verliert bald die eigentlichen Lebensfragen aus den Augen.

Jehova sieht nicht die Person an. Auch sein Volk tut das nicht. Die Welt, in der wir leben, aber tut es. Weiße hegen Vorurteile gegen Farbige, und Farbige Vorurteile gegen Weiße. In gewissen Gemeinden von Farbigen würde ein Weißer, der nach Eintritt der Nacht deren Gebiet betreten sollte, dabei sein Leben aufs Spiel setzen. Eine solche Sachlage damit begründen zu wollen, daß die Weißen ja die Unterschiede eingeführt hätten, ist nicht biblisch. (Röm. 12:17) Sollten sich nun Weiße in feindlichgesinnte Gemeinwesen begeben, in denen die Gefahren außerordentlich groß sind, und sollten sie die Schläge, ja möglicherweise den Tod auf sich nehmen, um zu beweisen, daß sie das demokratische Recht haben, dort anwesend zu sein? Sollte ein weißer Zeuge sein Leben dadurch gefährden, daß er eine Versammlung farbiger Zeugen an einem solchen Ort besucht oder über Nacht bei seinen farbigen Brüdern bleibt, nur um sein demokratisches Recht auf ein solches Vorgehen zu beweisen?

Viele Farbige haben in Bezug auf die Hautfarbe ein Vorurteil gegen ihre eigenen Leute. Ne ger mit hellerer Haut meiden solche, die dunkler sind. Einige, die auf der westlichen Halbkugel wohnen, sehen auf die Schwarzen von Afrika herab. In Südafrika beurteilen Weiße die Mischlinge abfällig, die Mischlinge ihrerseits die eingeborenen Schwarzen, die eingeborenen Schwarzen die indischen Kulis, und im Heimatland Indien selbst schauen die Inder auf jene herab, die zu keiner Kaste gehören, also Verstoßene sind. Wer ist so unschuldig, daß er den ersten Stein werfen dürfte? Können wir nicht sehen, daß alle Klassen des Menschengeschlechts böse sind und daß wir vor einer unmöglichen Aufgabe stehen, wenn wir anfangen wollten, sie zu verbessern, ja vor endlosen Unterschieden und vielen Verschiedenheiten oder Ungerechtigkeiten, die zu überwinden wären und gegen die soziale und politische Organisationen dieser Welt seit Jahren erfolglos gekämpft haben? Wenn wir es ihnen gleichtun wollten, würden wir mit ihnen versagen, würden unsere Zeit für solche Reformen aufbrauchen, würden als Zeugen Jehovas versagen und nur etwas tun, was dem Teufel gefiele.

So laßt uns Gott zu gefallen suchen, indem wir das Evangelium trotz der unerwünschten Verhältnisse predigen, die die Welt des Teufels für uns schaffen mag. Lassen wir uns nicht durch Satan vom Wege weglocken noch uns in einer feinen Schlinge unter dem Vorwand erhabener Motive und Ideale fangen. Können wir nicht auf Jehova warten, daß er das Unrecht rächt, das wir jetzt erleiden? Unsere farbigen Brüder haben wirklich viel Ursache zur Freude. Ihre Rasse ist demütig und lernbereit, und ein hoher Prozentsatz des theokratischen Zuwachses kommt aus ihren Reihen. Was macht es denn aus, wenn die weltlich Weisen und Mächtigen und Edlen auf sie herabblicken und sie als töricht und schwach und unedel betrachten, als solche, die mit den selbsterhöhten Weißen nicht auf gleichem Fuße stünden? Es gereicht Gott schließlich zur Ehre, denn er verwirrt die Weisen dieser Welt, indem er jene herauswählt, die in der Welt als töricht, schwach und unedel gelten. Rühmen wir uns daher Jehovas und unserer Gleichheit vor ihm, statt uns der Gleichheit vor der Welt zu rühmen. (1. Kor. 1:26-31, NW) Zur bestimmten Zeit werden die Erhöhten gedemütigt und die Demütigen erhöht werden. (Matth. 23:12) Wir alle erwarten diese Rechtfertigung, die Gott zu seiner bestimmten Zeit herbeiführen wird. Bis dahin raten wir hinsichtlich der Sklaverei und deren nachhaltiger Spuren, der Rassentrennung: „Mache dir deshalb keine Sorgen.“ (1. Kor. 7:21, NW) Wenn möglich, werden wir uns zusammen versammeln; wenn es nicht möglich ist, werden wir uns getrennt versammeln; aber in jedem Falle sind wir im Geiste stets eins, sind also Brüder, die in unseren, in Christi und in Gottes Augen gleich sind.

Quelle w60 15.10. S. 638

____________________________________________________________________________

____________________________________________________________________________

...zur Antwort

Auf Deine Frage zu diesem meinen ersten Beitrag  gern doch noch einmal eine Entgegnung, telemann . . .

. . . „berechtigt“ sind - wie mir scheint - alle Anklagen gegen uns - zumindest aus der Sicht der Kläger und  -  wie ich vermute, auch aus Deiner Sicht  -  denn immerhin nehmen sie, diese, in meiner ersten Antwort schon erwähnten Kläger, geradeso wie die „Engel des Lichts, immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit an . . .“ - obwohl sie - wie ebenfalls dort geschrieben steht  - Diener des Teufels sind -   (siehe dazu bitte noch einmal 2. Korinther 11:14, 15).

Und daher bleibt es nicht aus, dass es immer wieder Fälle gibt, in denen  -  wie in der Rechtsprechung üblich und Dir sicherlich auch bekannt ist - Klagen abgewiesen werden.

Das wird in den hier zur Diskussion stehenden Klagen schon deshalb gar nicht anders sein können, weil diese Kläger Diener einer „Gerechtigkeit“ sind, die sich von der Gerechtigkeit Gottes so weit abhebt, wie sich Licht von der Finsternis unterscheidet (2. Korinther 6:14-16).

Das dazu nötige Unterscheidungsvermögen vermittelt Gottes Wort bspw. in 1. Johannes 3:10: denn „ . . .daran zeigt sich, ob jemand ein Kind Gottes oder ein Kind des Teufels ist: Wer nicht das tut, was ´in Gottes Augen` recht ist, stammt nicht von Gott.“ (Neue Genfer Übersetzung)

Trotz alledem möchtest Du gern wissen, warum es bei Gottes „heutigem Volk, den Zeugen Jehovas“ (Deine Formulierung!!) anders sein sollte, als es dem Volk Gottes in den vergangenen Jahrhunderten erging, die nämlich auch oft angeklagt  -  und in vielen Fällen sogar von Gott selbst verurteilt wurden.

Dazu die Antwort der Bibel:

Im Gegensatz zu Gottes Volk der vorchristlichen Zeit, das in Kolosser 2:13-17 mitsamt seinem mosaischen Gesetz „als ein Schatten der künftigen Dinge“ beschrieben wird, gehört Gottes Volk der christlichen - also unserer -  Zeit zu der „Wirklichkeit, die dem Christus gehört . . .“ (nachzulesen in Kolosser 2:17). Und zu dieser christlichen Wirklichkeit gehört Jesu Machtfülle, die ihm nach seiner Auferstehung von seinem Vater übertragen wurde, und die ihn veranlasste, seinen Nachfolgern zuzurufen: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben . . . darum gehet hin und lehret alle Völker . . . Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28:18-20 Lutherbibel 2017)

Nie zuvor gab es in der Geschichte des Volkes Gottes eine solche ordnende, schützende und sehr mächtige Führung; denn sie gibt es erst, seitdem „der Mann, den Gott dazu bestimmt hat“ und dem „alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben wurde“ Gottes Volk führt, begleitet und genau das umsetzt, was er versprochen hat, nämlich: „siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“. (Matthäus 28:20 und Apostelgeschichte 17:31) 

Nie zuvor erfreute sich Gottes Volk eines solch mächtigen Königs.

Und nie zuvor erfreute sich Gottes Volk einer so vollständigen Dokumentation des Willens Gottes, wie es sie seit Abschluss der apostolischen Ära gibt. Denn erst danach - und unter der Federführung Jesu - entstand das „Neue Testament“, in dessen Zeilen auch das „Gesetz des Christus“ eingebunden ist (Galater 6:2 NGÜ). 

Und erst seitdem verfügt Gottes Volk über eine „ . . . ganze Schrift, die von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren ist, zum Zurechtweisen und zum Richtigstellen der Dinge . . .“ (2. Timotheus 3:16).

Und weil all das inzwischen gut und immer besser funktioniert und ständig praktische Anwendung findet, aktualisiert Gottes Volk der Neuzeit von Zeit zu Zeit seine Verfahrensweisen - ohne deshalb die Zielsetzung zu ändern - , so, dass wir bspw. auch Dir neuerdings auf diesem digitalen Weg dabei helfen können, Gottes Denkweise kennenzulernen.

Aber zurück zu Jesu Garantieversprechen:

Gestützt darauf begann Gottes christliches Volk dereinst  - inmitten seiner Feinde und beflügelt durch diesen „geht daher hin - Auftrag“  - die von Jesus angekündigten „größere Werke“ zu tun, und deshalb die gute Botschaft nicht nur in Jerusalem, ganz Judạ̈a und Samaria, sondern „bis zum entferntesten Teil der Erde“ zu verkündigen (Hebräer 10:12, 13; Lukas 20:41-43; Johannes 14:12; Apostelgeschichte 1:8). 

Und die sich daraus ergebende ständig fortschreitende Entwicklung gelingt inzwischen trotzdem immer besser, obwohl es weit mehr Feinde als Freunde der guten Botschaft gibt. Doch der Grund für das Gelingen: „ . . . denn ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“.

Kein Wunder also, dass Gottes Sohn mit dieser ihm übertragenen Machtfülle auch eine ganze Reihe weiterer Neuerungen einführte.

Zum Beispiel ließ er - rund 60 Jahre später - den Apostel Johannes das letzte Bibelbuch, die „Offenbarung“, schreiben, (siehe dort der erste Vers) – und in der ihm eigenen bescheidener Weise machte er - Jesus - auch keinen Hehl daraus, dass der Inhalt des Buches von seinem Vater stammt, und er dessen Worte deshalb - kraft seines Amtes - für uns festhalten ließ. Schon im dritten Vers erfahren wir außerdem, dass es sich dabei um Botschaften für künftige Zeiten handelt, auf die man hören und die man sehr ernst nehmen sollte; „denn -  so die Begründung - „die bestimmte Zeit ist nahe.“ 

Und in der Tat, kein Bibelbuch enthält mehr fortschreitende und zukunftsorientierte Botschaften, wie die Offenbarung – wenngleich häufig in hochsymbolischer Sprache.

Vor diesem Hintergrund erwähne ich - um den Faden nicht zu verlieren - den in meiner ersten Antwort teilzitierten Text aus der Offenbarung 12:7-10 noch einmal, dieses Mal allerdings vollständig. 

Bitte behalte dabei im Sinn, dass sich der dort geschilderte Vorgang in der heutigen Zeit, in der Zeit des Endes abgespielt und abgespielt hat, „denn die bestimmte Zeit war damals schon nahe“ – und ist inzwischen sogar sehr nahe. Das erklärt auch, warum Jesus den Text in der Vergangenheitsform formulieren lässt, geradeso, wie sich die Situation für uns heute rückblickend darstellt:  

„Und Krieg brach aus im Himmel: Michael [aus Daniel 12:1] und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, doch gewann er nicht die Oberhand, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden. Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert. Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: „Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus’ herbeigekommen, denn der Ankläger unserer Brüder ist hinabgeschleudert worden, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagt!“

Und das bedeutet u.a., dass dieser Ankläger und die Seinen seitdem die vorletzte Station seines und ihres Daseins erreicht haben.

Deshalb und zum guten Schluss – und obwohl ich inzwischen in einer weiteren Frage von Dir gelesen habe, „warum die Zeugen eigentlich immer so prozessfreudig sind?“ und ich deshalb -  pardon - bezweifeln darf, ob Du wirklich weißt, was Du möchtest: denn einerseits fragst Du, warum wir nicht gerichtlich vorgehen und nur Stunden später fragst Du, warum wir so prozessfreudig sind . . . also trotz alledem komme ich nun endlich zum Kern Deiner ersten Frage - und damit meine ich die, die ganz oben auf dieser Seite steht: 

Überlege bitte einmal, ob der „Richter der ganzen Erde“ (1. Mose 18:25) mit einem solchen „Ankläger unserer Brüder“, auf diese Weise verfahren würde, WENN es sich – wie von Dir vermutet - Tag und Nacht um „berechtigte Anklagen“ handeln würde? Und zwar aus der Perspektive Gottes „berechtigte Anklagen“?. Und ihn trotzdem einfach aus dem Himmel hinabschleudern würde?

Oder ist es nicht vielmehr so, dass dieser Ankläger, ebenso wie seine Handlanger, bei Gott in einem sehr schlechten Ruf stehen. Immerhin liest man in ihren „Führungszeugnissen“ etwas von einem „Diábolos“ (gr.), was soviel wie „Teufel“, „Verleumder“ oder „Falschankläger“ bedeutet (Johannes 8:44).

Daher erlaube ich mir - lieber telemann  -  einen guten Rat Gamạliel´s an Dich weiterzugeben, denn es war der Rat eines angesehenen Gesetzeslehrers, auf den sogar die Pharisäer manchmal achteten, und der sich sinngemäß so anhört: 

 „ . . . deshalb sage ich dir unter den gegenwärtigen Umständen: Steh ab von diesen Menschen, und lasst sie gehen, denn wenn dieses [unser] Unterfangen oder dieses Werk von Menschen ist, wird es umgestürzt werden; wenn es aber von Gott ist, werdet ihr [und wirst Du] sie nicht stürzen können; andernfalls mögt ihr [magst Du] vielleicht als solche(r) erfunden werden, der in Wirklichkeit gegen Gott kämpft . . .“ !! (Apostelgeschichte 5:33-39)

Oder ganz kurz mit Jesu Worten:

 „. . . mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch messen . . .“ (Matthäus 7:2)

. . . trotzdem und immer noch: Alles Gute

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Lieber telemann . . .

. . . als Jesus Christus einst damit begann, die gute Botschaft von Gottes Königreich zu predigen, sandte er zunächst seine zwölf Apostel aus und etwas später „siebzig andere zu zweit vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst zu gehen im Begriff war“. Er gab ihnen Anweisungen in Bezug auf ihre Ausrüstung, ihre Botschaft und gab ihnen den Rat, bei Widerstand einfach „den Staub von ihren Sandalen abzuwischen“, womit er ihnen nahelegte in solchen Fällen friedlich ihres Weges zu gehen.  Zur Vorsicht mahnend fügte er dann noch hinzu: „Seht! Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe  . . . darum erweist euch vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben“ - oder mit anderen Worten: Predigt die gute Botschaft mit der Sanftmut von Tauben, doch verhaltet euch dabei so klug wie Schlangen,  indem ihr vermeidbaren Wiederstand umgeht - euch also um der guten Botschaft willen ggf. auf Umleitungen zum Ziel gefasst macht (Nachzulesen in Matthäus 10:16, 17 und Lukas 10:1-17 einschließlich des Kontext).

Nach genau diesen Prinzipien verrichten Jehovas Zeugen in der heutigen Zeit die von Jesus angekündigten „größeren Werke“, indem  sie diese gleiche „gute Botschaft vom Königreich auf der ganzen bewohnten Erde predigen . . .“ - allerdings immer noch, wie Schafe inmitten von Wölfen und mit den gleichen Verhaltensregeln wie einst, „vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben“. (Matthäus 24:14;  Johannes 14:12)

Wenn daher unser Predigen in einigen Territorien dieser Erde nur unter der Bedingung gestattet wird, dass wir bspw. die Sonntagsruhe nicht stören, dann predigen wir halt an den übrigen Tagen der Woche.

Wenn es uns verwehrt wird, zum Predigen von Haus zu Haus zu gehen, dann gehen wir eben von Straße zu Straße und achten dennoch darauf,  dass schlussendlich jedes Haus erreicht wird.

Wenn (3tes Beispiel) wir in einem Land so massiv verfolgt werden, dass viele unserer Brüder dort in Gefängnissen festgehalten werden, dann predigen sie halt im Gefängnis weiter. Nicht selten bestätigt sich dann eine besondere Erfahrung immer mal wieder:   Stecke einen Zeugen Jehovas ins Gefängnis und es dauert nicht lange, dann kommen zwei wieder heraus.

Und wenn (letztes und aktuelles Beispiel) zu einigen wenigen Gebieten unseres Planeten nur Menschen einer bestimmten ethnischen Gruppe oder einer bestimmten Hautfarbe Zutritt gewährt wird, dann entsenden wir eben Glaubensbrüder dorthin, die aus diesen Gruppierungen stammen und/oder wir sorgen gemeinsam mit ihnen für Bibeln und Literatur  - ggf. auch digital -  in den dort erforderlichen Sprachen. Oder wir respektieren auf ähnliche Weise staatliche Anordnungen, ohne deshalb das Predigen der guten Botschaft und die enge Bindung zu unseren dortigen Brüdern zu vernachlässigen.

So oder so: Das wesentliche Ziel wird immer erreicht: „Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen  . . .  Und siehe, ich [Jesus] bin bei euch alle Tage*) bis zum Abschluss des Systems der Dinge. - oder,  nach der  Gute Nachricht Bibel: „ . . bis zum Ende der Welt“ (Matthäus 28:19, 20)    

*) übrigens das Geheimnis des weltweiten und erfolgreichen Predigens der guten Botschaft – trotz aller Wiederstände.

Solche und ähnliche Versuche, das Verbreiten der guten Botschaft zu behindern haben seit Abels Zeiten Tradition  - und von daher haben sie auch dazu beigetragen, dass unser Schatz an gesammelten Erfahrungen im Überwinden solcher Hindernisse unerschöpflich ist.

Dass wir dennoch zur „Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft“ (Philipper 1:7 NWÜ) überall dort Schritte unternehmen, wo die gesetzlichen Möglichkeiten Erfolg erwarten lassen, steht auf einem anderen Blatt;  denn das eine schließt das andere nicht aus - und umgekehrt ebenso wenig. Vielmehr ist es unser “durch Gebrauch geübtes Unterscheidungsvermögen“, dass uns so verfahren lässt und das sich aus dem von Jesus angeraten Reagieren ergibt, nämlich uns so „vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben“ zu bewegen (Hebräer 5:14).

Nicht einmal die zurzeit schwieriger werdenden Verhältnisse werden daran etwas ändern,  im Gegenteil: mehr den je verbreiten wir unermüdlich die „gute Botschaft von Gottes Königreich“ überall, auch und obwohl „der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, zur Erde hinabgeschleudert wurde, und seine Engel  mit ihm . . .“  (Offenbarung 12:9-11)

Wir predigen sogar weiter, obwohl „dieser Ankläger unserer Brüder, der sie (Vers 10) Tag und Nacht vor unserem Gott verklagt . . .“ nicht nachlässt, das sprichwörtliche Haar in der Suppe zu suchen, und immer wieder damit prahlt, eins gefunden zu haben, auch wenn es nur sein eigenes ist, dass er beim Suchen dort „versehentlich verloren“ hat. 

Und - lieber telemann - von diesem Ankläger weiß man aus 2. Korinther 11:14, 15 sogar,  dass er „immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts annimmt – und es „daher nichts Großes ist, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen . . .“

Die Gestalt, die sie annehmen, ist die Gestalt von Diener einer selbstgemachten Gerechtigkeit, die sich im Wesentlichen darin erschöpft, Anklagepunkte zu finden, mit denen „unsere Brüder Tag und Nacht vor unserem Gott verklagt“ werden können;   „Ja die Stunde kommt . . .“  so kündigt Jesus  in Johannes 16:2 mögliche Steigerungen an „. . .  in der jeder, der euch tötet, meinen wird, er habe Gott einen heiligen Dienst erwiesen“.

Schon bedrückend, was der „Gott dieser Welt“ (2.Korinther4:4)  aus seinen Getreuen so gemacht hat –  und noch machen wird - oder?

Zum Nachdenken - und trotzdem:  Alles Gute

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo ProphetMerlin,

Du hast schon einige sehr treffende Antworten auf Deine Frage erhalten.

Wenn ich dennoch ein weiteres Mal dazu Stellung nehme, dann deshalb, weil ich gern darauf hinweisen würde, dass es im NT, und dort besonders durch Jesu Beiträge,  eine Reihe von anschaulichen Beispielen gibt, die uns verdeutlichen,  dass erst die Summe  oder „die Gesamtzahl“,  bzw. Gottes Wort in seiner Gesamtheit  das aussagt, was im Sinne des Autors „die Wahrheit“ ist.  

„Einzelne Bibelverse hingegen“ - so formulierst Du es treffend - „können ein verzehrtes Bild der Wahrheit widergeben . . . , denn erst „das Wort als GANZES ist wahr“ - wie wahr, diese Deine Folgerung!

Dazu würde ich gern ergänzen, dass neben den beiden von Dir erwähnten Übersetzungen, auch die Neue-Welt-Übersetzung den Text aus Psalm 119:160  vollumfänglich wiedergibt: „Die Summe  deines Wortes ist Wahrheit . . .“ und (! interessant !) der zweite Satz im gleichen Text unterstreicht darüber hinaus, dass die auf diese Summe gegründeten Grundsatzentscheidungen, die der Richter der ganzen Erde fällt,  dauerhaft und unveränderliche Gültigkeit haben. 

Wörtlich: „Und jede gerechte richterliche Entscheidung von dir währt auf unabsehbare Zeit“  oder „währt ewig“ (EB).

Das wusste dereinst schon niemand besser als Gottes Sohn,  Jesus Christus. Und das mag auch einer der Gründe gewesen sein, weshalb er in seiner ca. 30-minütigen Bergpredigt 22 Mal aus acht Büchern der hebräischen Schriften (AT) zitierte,  um deren tieferen Sinn bzw. die Summe der Aussagen in den Quelltexten herauszustellen.

Ein Beispiel greife ich mal heraus:

In Matthäus 5:21, 22  beschäftigt sich Jesus gründlich mit dem 6ten Gebot: „Du sollst nicht morden“:

Wohlwissend, dass niemand als Mörder geboren wird, wohl aber seinen Neigungen freien Lauf lassen könnte, und es sich sogar zur Gewohnheit machen könnte, mit Worten zu verletzen, zu kränken, zu hetzen oder zu mobben,  macht Jesus sehr deutlich, dass sich Menschen bereits wegen dieser „Vorstufen des Mordens“  vor ihrem himmlischen Vater werden verantworten müssen!

Nachdem er also das Gebot zitiert hat, beginnt er mit der Erläuterung: „Doch ich sage euch . . .“ - und dann macht er ausführlich deutlich, dass jeder Mord eine tiefere Ursache hat, einen Auslöser, der zwar sehr unterschiedlicher Art sein kann, schlussendlich aber in einem hasserfüllten Herzen zu suchen ist.

Um also das „Übel an der Wurzel zu packen“ muss man als Christ seine eigene Herzenseinstellung (mehr als alles andere) behüten und darf nicht etwa Groll solange hegen, bis er zu einer hasserfüllten Gewaltanwendung führt!

Wörtlich erklärt Jesus das so:

„Ihr habt gehört, dass zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.‘

„Doch ich sage euch, dass [bereits] jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‚Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehẹnna verfallen sein wird“ (Matthäus 5:21, 22).

Wie schwerwiegend der Himmel einen solch unchristlichen Umgang mit andern wertet, lässt sich aus der „Summe deines Wortes“ dadurch ablesen, dass Jesus den Begriff „Gehenna“ als ein mögliches Strafmaß verwendet. Dieser, aus dem hebräischen stammende,  Begriff wird in der Bibel als Sinnbild verwendet, und umschreibt eine vollständige Vernichtung ohne eine Auferstehungshoffnung, aufgrund einer Verurteilung durch Gott.

Und wo findet man nun in Jesu Worten die gesamte „Summe deines Wortes“?

Man findet sie bei gründlichem Hinschauen in den Argumenten, die Jesus in den zwei oben zitierten Bibelversen über das Morden anführt:

Beginnend mit 3. Mose 19:18  „Du sollst nicht Rache nehmen an den Söhnen deines Volkes noch Groll gegen sie hegen; und du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst. Ich bin Jehova“, weiter über Sprüche 4:23 wo es um das zu behütende Herz geht, sowie  Matthäus 10:28  zu der Bedeutung der „Gehẹnna“ und mit weiteren sieben biblischen Quellen bis hin zu 1. Johannes 4:20  „Wenn jemand erklärt: „Ich liebe Gott“ und doch seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat“  mit der Summe dieser Worte nimmt Jesus auf insgesamt elf biblische Quellen Bezug, um seine Argumentation zu belegen.

Ganz offensichtlich sollten wir daher ebenso gründlich nach einer genauen biblischen Erkenntnis suchen, wie es uns Gottes Sohn in diesem Beispiel deutlich macht  - und wie er es auch in vielen anderen Beispielen zeigt, denn  - wie war das noch?  erst „das Wort als GANZES ist wahr“.

Jesu Zuhörern jedenfalls  - und hoffentlich auch wir - wurde der sehr viel tiefere Sinn der vier Worte klar, die da lauten: „Du sollst nicht morden“.

Wenn es also so ist,  dass man an „die Summe deines Wortes“ und damit an die „Wahrheit“  nur dann herankommt, wenn man sehr genau hinschaut,  dann versteht man auch Jesu Worte besser, nach denen man „fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen“,  bzw. sich einem fortlaufenden und fortschreitenden Lernprozess widmen sollte.

Originalton Jesu (in einem Gebet an seinen Vater): „Dies bedeutet ewiges Leben [oder davon ist es abhängig], dass sie [seine Nachfolger] fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über [1] dich, den allein wahren Gott, und über [2] den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (Johannes 17:3)

Unserem Schöpfer sei also Dank, dass er uns mit seinem Wort auch den Schlüssel liefert, mit dem man die Wahrheit, bzw. die „Summe seines Wortes“  erschließen kann.

Vielen Dank für Deine tiefgründige Frage - und alles Gute.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo McClory,

wir freuen uns über jeden, der sich danach erkundigt, was wir mit unserer weltweiten Tätigkeit erreichen möchten,  deshalb auch Dir ein Dankeschön für Deine sachliche Frage gleich vorab.

Zu Deiner größten Sorge zuerst:  NEIN, wir sammeln kein Geld,  nirgendwo auf der Welt. Stattdessen versorgen wir überall auf der Erde interessierte Menschen kostenfrei mit Bibeln und biblischer Literatur. Probiere es selbst einfach einmal aus.

Zum Beispiel könntest Du diese meine Antwort ausdrucken und sie meinen Glaubensbrüdern zeigen, wenn sie beim nächsten Mal vor Deiner Tür stehen. Frage sie dann, ob das stimmt, was ich Dir hier geschrieben habe - und sie werden es Dir bestätigen.

Wenn Du dann noch einen Schritt weitergehen möchtest, dann lasse Dir von ihnen unsere Broschüre „Eine gute Botschaft von Gott“  kostenfrei aushändigen - und schon hast Du einen kleinen Anfangs-Beleg dafür, dass es mit der kostenfreien Literaturversorgung tatsächlich funktioniert.

Außerdem verfügst Du mit der erworbenen Broschüre über vierzehn kurzgefasste Themenüberblicke, in denen interessante biblische Lehrpunkte leicht verständlich erläutert werden. So zum Beispiel:  Was ist die gute Botschaft? - Wer ist Gott? - Weshalb kann man der Bibel glauben? - Wer ist Jesus Christus? - Was hat Gott mit der Erde vor? - Ist mit dem Tod alles aus? - Warum lässt Gott Leid und Böses zu? usw., usw.

Zum Schluss wirst Du ermuntert, die dort angegebenen Schrifttexte in Deiner eigenen Bibel nachzulesen und darüber nachzudenken.

 

Wenn wir also kein Geld wollen, was wollen wir dann?

Wenn es in unserer heutigen Welt auch für unwahrscheinlich gehalten wird, und wenn auch einige Mitmenschen, die uns nicht so gut leiden können, keine Gelegenheit auslassen Zweifel an unserer Motivation zu säen, so ist es doch, wie es ist: Wir möchten Menschen in allen Sprachen und auf der ganzen Welt auf das aufmerksam machen, was die Bibel wirklich lehrt.

Mehr nicht. Aber weniger auch nicht.

Meine persönliche jahrzehntelange Erfahrung bestätigt mir, was alle übrigen acht Millionen Zeugen Jehovas auf der ganzen Welt ebenso erleben: Wenn diese „gute Botschaft“, über die wir an den Haustüren sprechen, wenn diese Botschaft das Herz eines Zuhörers erreicht, dann wird der Betreffende aus eigenem Antrieb aktiv und möchte es genauer wissen.  

Und dass trotz unserer Bemühungen nur sehr wenige so positiv reagieren, wissen wir im Voraus  - und wundern uns deshalb nicht darüber. Solltest Du gern wissen wollen, woher wir diese Kenntnis haben, dann lies bitte in Deiner Bibel Matthäus 7:13, 14, und Vers 21 bis 26.  Dort wird nämlich erklärt, dass der „Weg des Lebens“ beschwerlich und schmal ist und nur sehr wenige ihn finden und sehr wenige ihn gehen werden.

Und wenn Du möchtest, dann mache auch zu dieser meiner Behauptung die Nagelprobe:

Google dazu bitte mit diesem Suchtext  „Bibelkurs der Zeugen Jehovas: Gibt es auch Bedingungen?“ Dort findest Du dann die Bestätigung dessen, was ich Dir hier geschrieben habe. Die Google-Suche führt Dich nämlich auf unsere offizielle Website und da gibt es diese Antwort, aus der ich auszugsweise zitiere:

Nein, Sie werden zu nichts dergleichen verpflichtet. Weltweit entscheiden sich Millionen Menschen für einen unserer Bibelkurse, ohne sich uns anzuschließen“.  

In der Fußnote dazu wird diese Aussage auch noch mit Zahlen belegt:

„Im Jahr 2017 wurden weltweit jeden Monat 10 071 524  Kurse durchgeführt, darunter auch Kurse mit mehr als einem Teilnehmer. Im gleichen Jahr ließen sich lediglich 284 212 Personen als Zeugen Jehovas taufen.“ Nimm nun bitte Deinen Taschenrechner zur Hand und rechne nach: Von rund 40 Bibelkursen hat nur ein Teilnehmer den persönlichen Entschluss gefasst, ein Zeuge Jehovas zu werden.

Und was ist mit den anderen?

Sie kennen anschließend ihre Bibel besser als je zuvor - und,  sofern sie möchten bleiben wir weiterhin freundschaftlich mit ihnen verbunden, und es kann Jahre dauern, bis sie einen Entschluss fassen. Oder wir beenden den Kontakt. So oder so, entstehen ihnen keine Kosten und keine Verpflichtungen.

Im Übrigen findest Du auf der gleichen Seite ein kurzes Video „Das erwartet Sie bei einem Bibelkurs“ und darin wird Dir die Unverbindlichkeit ein weiteres Mal bestätigt. Außerdem kannst Du auf dem gleichen Weg auch nach der oben erwähnten Broschüre suchen; entweder über die Suchfunktion auf der gleichen Seite oder mit dem Google-Suchtext: „Eine gute Botschaft von Gott“

 

Und da ein Glaube ohne Werke tot ist - so erklärt es die Bibel in Jakobus 2:17 und 26   -  gibt es noch so einiges mehr über unsere christlichen Aktivitäten zu berichten.

Es sind Betriebsamkeiten, die Dich interessieren könnten . . . und  -  beachte bitte - alles, was ich Dir nachfolgend berichte wird durch freiwillige ehrenamtliche Helfer mit Leben erfüllt:

Wir betreiben mit unserer JW  ORG Website die vielsprachigste Internetseite der ganzen Welt. Derzeit sind es 904 Sprachen, Tendenz steigend. Darin werden Bibeln und biblische Themen sowohl in Schriftform,  wie auch als Hörbuch oder als Spielfilm,  in Gebärdensprachen-Videos  - allesamt jeweils mit Downloadfunktion -  und auch in Braille-Schriften (!) jedem Interessierten kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Tipp am Rande: Falls Du eine Fremdsprache lernen möchtest, öffne Deinen Browser zweimal nebeneinander, rufe auf jedem unsere Website auf und öffne über die Suchfunktion auf beiden Browsern   - beispielsweise -  die Broschüre „Das Leben: Reiner Zufall?“. Du hast sodann diese Broschüre zweimal in deutscher Sprache vor Dir. In einer von beiden könntest Du dann über das Feld „LESEN IN“   - rechts oben - die gewünschte Fremdsprache einstellen. Wähle bspw. Spanisch  - für Deinen nächsten Urlaub ;-) - und Du hast den Text sodann  in deutsch und in spanisch nebeneinander vor Dir. Du kannst ihn Dir  - nach dem Herunterladen (als Option) - auch vorlesen lassen - und Du erfährst bei dieser Methode neben den Sprachkenntnissen etwas über „Wissenschaft und Schöpfungsbericht“ und das zweisprachig.

Außerdem drucken und verbreiten wir mit dem WACHTTURM die weltweit älteste und auflagenstärkste Zeitschrift; und das seit über einhundert Jahren und in 70 Millionen Exemplaren je Ausgabe, derzeit in 327 Sprachen.

Mehr noch: In Eigenregie bauen und betreiben wir zigtausende von Königreichssälen (Zusammenkunftsstätten), Kongresssäle, Übersetzungsbüros und Bethelheime mit Wohnungen für die freiwilligen Mitarbeiter.

Rund um den ganzen Globus gibt es außerdem noch unsere gut organisierten Katastrophenhelfer, die in ständiger Bereitschaft sind und daher häufig und ohne viel Aufhebens als erste am Einsatzort eintreffen.

Nicht zuletzt sind wir in allen 240 Ländern und Territorien dieser Erde vertreten und sind uns in unsere Zielsetzung und in unseren Lehren absolut einig und handeln infolgedessen überall nach den gleichen biblischen Grundsätzen.

Infolgedessen beteiligen wir uns nirgendwo auf der Welt an gewaltsamen oder kriegerischen Auseinandersetzungen. In 30 Ländern werden wir deswegen verfolgt und in unseren Aktivitäten behindert. Stelle Dir nur einmal vor, alle Christen würden konsequent so christlich handeln . . .

Und noch etwas machen wir nicht: Wir beteiligen uns nicht an endlosen Auseinandersetzungen mit missgünstigen Zeitgenossen. Stattdessen verbreiten wir Gottes gute Botschaft - und, wie oben schon erwähnt - freuen wir uns über jeden, der sie hören möchte, und gehen unseres Weges, wenn man sie nicht hören möchte.

Und wer finanziert das alles? Das machen wir selbst; durch freiwillige Spenden und freiwillige Mitarbeit und mit einem freudigen Herzen und voller Begeisterung.

Zum Schluss noch dies:

Mit all diesen unseren weltweiten  Anstrengungen machen wir aus einer ganz besonderen Prophezeiung Jesu eine Realität: 

Er wurde nämlich kurz vor seinem Tod gefragt, an welchen Begleitumständen man erkennen könne, dass unsere Gesellschaftsordnung zu ihrem Ende kommen würde. Seine Antwort umfasst zwei ganze Bibelkapitel, nämlich Matthäus 24 und 25.  Darin schildert er   -  wie in einer Vorschau -  die destruktiven Verhältnisse unsere heutige Zeit. Die besondere Passage mit dem besonderen Zeichen in unsere Zeit findet sich in Matthäus 24:14 und lautet:

„. . .  diese gute Botschaft von Gottes Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.“

Eine andere Übersetzung (GNB) gibt den Text mit folgenden Worten wieder:

„Aber die Gute Nachricht, dass Gott schon angefangen hat, seine Herrschaft aufzurichten, wird in der ganzen Welt verkündet werden. Alle Völker sollen sie hören. Danach erst kommt das Ende.“

Und genau dieses Verkündigen einer ganz konkreten Botschaft auf der ganzen bewohnten Erde, allen Nationen zu einem Zeugnis, damit alle sie hören, genau das machen wir - nicht mehr und nicht weniger. Und jeder der anschließend auf das Gehörte positiv reagieren möchte ist herzlich willkommen.

Und damit, lieber McClory, weißt Du jetzt das Wichtigste von all dem, was Jehovas Zeugen wollen.

Wenn Du mehr wissen möchtest, stöbere bitte auf unserer Website oder frage gern bei mir nach.

Viel Erfolg und alles Gute.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo LeonieH13 . . .

. . . es ist auf jeden Fall ganz toll, dass Du mit Deiner Oma solche tiefgründigen Gespräche führst; außerdem lobst Du sie und bist begeistert darüber, dass sie sich „gut damit auskennt“ - so manche Oma wünschte sich eine solche Enkelin – aber auch umgekehrt.

Trotz alledem gefällt Dir ihre Antwort nicht - jedenfalls nicht wirklich.

Von wem müsste - Deiner Meinung nach - stattdessen eine Antwort kommen, damit Du sie akzeptieren könntest?

Müsste es vielleicht jemand sein, der sich damit nicht nur „gut auskennt“  - sondern noch etwas besser oder vielleicht sogar „am besten auskennt“?

Und wäre es eventuell das Allerbeste , wenn die Antwort von jemandem käme, der nicht nur Deine Frage gut beantworten könnte, sondern der auch noch die Entscheidungsgewalt darüber hätte, wer in den Himmel kommt – und wer nicht?

Intelligent wie Du bist, entscheidest Du Dich wahrscheinlich für den letzteren - oder?

Nehmen wir mal an, Du würdest an dieser Stelle zustimmend nicken, dann nickst Du vermutlich auch deshalb, weil Du schon ahnst, wer das wohl sein könnte, der da die Entscheidungsgewalt hat -  richtig?

„Der Richter der ganzen Erde“ -  so wird unser himmlischer Vater in der von ihm inspirierten heiligen Schrift genannt. Er selbst hat diese Bezeichnung in 1. Mose 18:25 aufschreiben lassen - und inzwischen hat er außerdem dafür gesorgt, dass diese seine Worte in rund 3.000 Sprachen (!!) auf der ganzen bewohnten Erde verfügbar sind.

Der Weltbestseller schlechthin.

Warum?

Damit Du  - wie Millionen anderer auch -  Dich von seiner Antwort auf Deine und alle anderen lebenswichtigen Fragen selbst überzeugen kannst.

Und Du wirst staunen, wie präzise sie in Deinem Fall ausfällt  - hier zitiere ich sie Dir:

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen, denn wer sich Gott naht, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird“  (Hebräer 11:6).

Eine andere Übersetzung formuliert das so:

„Ihr seht also, dass es unmöglich ist, ohne Glauben Gott zu gefallen. Wer zu ihm kommen möchte, muss glauben, dass Gott existiert und dass er die, die ihn aufrichtig suchen, belohnt.“

Bist Du nun sehr enttäuscht?

Auch wenn Du  - wie Du schreibst - „das einfach nicht glauben kannst“ - Deine Oma hat Dir die richtige Antwort gegeben: Denn ohne Glauben ist es unmöglich . . .!

(Bedankst Du Dich nun bei Ihr?)

Wie aber ist es mit der in dem Bibeltext erwähnte Belohnung? Würde die Dich trotzdem interessieren?

Doch der Weg dorthin   - nach  Gott zu suchen -  und das auch noch ernstlich und aufrichtig erscheint Dir zu umständlich?

Überlege bitte einmal,  warum das so ist?

Warum genügt es nicht, einfach zu sagen „na gut, dann glaube ich eben . . .“?

Weil Dein Schöpfer - völlig zu Recht -  mehr erwarten darf,  als nur Leichtgläubigkeit!

Und was er deshalb unter „Glauben“ versteht, hat er auch ganz deutlich definieren lassen:

„Der Glaube ist“  - so kann man es nachlesen in Hebräer 11:1 -  „die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie [noch] nicht sieht . . .“ (Hebräer 11:1).

Wieso aber erwartet unser Schöpfer einen Glauben von einer so hohen Qualität, dass man ihn als „gesicherte Erwartung“  einstufen könnte?

Weil seine Schöpfungswerke, angefangen von den hochkomplizierten Zellen, von denen einige Billionen Deinen Körper bilden,  bis hin zu dem unendlichen und präzise funktionierenden Universum eine solche Fülle von Beweisen für seine Größe, seine Macht, seine Weisheit und seine Zuverlässigkeit liefern, dass allein unsere wunderschöne Heimat Erde Grund genug wäre, sich einem solchen liebevollen Vater im Himmel gegenüber als dankbar zu erweisen  - und ihm voll zu vertrauen. 

Oder -  um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: „Denn seine [Gottes] unsichtbaren Eigenschaften werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so dass sie [wir Menschen] unentschuldbar sind . . .“. (Römer 1:20)

Zusammenfassend also bis hierher:

Wer Gottes Anerkennung erlangen möchte, muss an ihn glauben, muss bereit sein von ihm zu lernen - und muss auch lernen, das Gelernte im eigene Leben anzuwenden.

Kann man aber an jemanden glauben und ihm vertrauen, wenn man ihn (noch)  gar nicht so richtig kennt?

Und  - was bringt es Dir, wenn Du ihm, Deinem Schöpfer mit Respekt und Ehrerbietung begegnest?

Jesu Antwort:  „Dies bedeutet ewiges Leben“ bzw. davon ist es abhängig, „dass sie [Du und ich] fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus. . .“ (Johannes 17:3)

Gott bietet also allen ein ewiges Leben, die ihre ernsthafte Bereitschaft zeigen, fortlaufend Erkenntnis über ihn und seinen Sohn Jesu Christus in sich aufzunehmen! Was heißt das? Das heißt lernen, sogar sehr viel lernen. Lernen, wer Gott ist, lernen wie er denkt und lernen, was er vorhat mit seiner Erde -  und mit uns, die wir darauf wohnen.

Mit sehr großem Aufwand hat er deshalb - wie oben schon erwähnt -  dafür gesorgt, dass seine Worte und seine Gedanken  in rund 3.000 Sprachen auf der ganzen bewohnten Erde verfügbar sind.

Doch obwohl diese schriftliche Dokumentation jedem zugänglich ist, machen sich nur wenige Menschen die Mühe sie aufmerksam zu lesen, und auch für das Nachdenken darüber nehmen sie sich kaum die nötige Zeit,  und noch weniger populär ist das entsprechende Handeln.

Stattdessen folgt die Mehrheit lieber eigenen Ideen und Vorstellungen - ohne sich ernsthaft zu bemühen, Gottes Denkweise kennen zu lernen.

Hier ein Beispiel:

Zwar möchte kaum jemand sterben, aber da es unumgänglich zu sein scheint, möchten viele dann anschließend doch lieber in den Himmel.

Gottes Wort enthält aber gar keine Zusicherung, dass alle Menschen in den Himmel kommen!

Stattdessen erfahren wir darin viel häufiger etwas von einem ewigen Leben auf einer heilen Erde!

Dazu einige Textbeispiele aus Gottes Wort, der Bibel:

Die Erde wird immer bewohnt sein: Jesaja 45:18 „ER, der wahre Gott und Bildner der Erde hat sie nicht einfach umsonst erschaffen, er hat sie gebildete, damit sie auch bewohnt werde . . .“

Trotz dieses göttlichen Vorsatzes lassen aber wir Menschen offensichtlich keine Gelegenheit ungenutzt,  um unsere schöne Heimat Erde zu zerstören.  Gott wird das allerdings nicht auf Dauer dulden und sichert deshalb zu, dass er das, was der Mensch in seiner gottlosen Habgier buchstäblich und geistig zugrunde gerichtet hat, wiederherstellen wird.  

Höchst interessant, was er uns darüber wissen lässt:

Es wird eine neue Erde und einen neuen Himmel geben:  2. Petrus 3:13  „Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen“  (Wobei der Kontext zeigt, dass sich „Erde“ und „Himmel“ in diesem Zusammenhang auf „Bewohner“ und „Regierung“ beziehen) 

Jesus sichert Mildgesinnten sogar zu, die Erde als Erbbesitz zu erhalten:

Matthäus 5:5    „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden

Alle Verstorbenen werden - ebenfalls nach Jesu Worten -  auferstehen:

Johannes 5:28, 29  „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften [Gräbern] sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.“

Jesus verheißt überdies, dass sein Vater etwas Grundlegendes verändern wird:

Offenbarung 21:3, 4 . . .„Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen [nicht umgekehrt], und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod [den es nur auf der Erde gibt] wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

Und dann noch Jesu Worte an seine relativ wenigen treuen Gefährten, die mit ihm im Himmel regieren werden:

Lukas 22:28-30 28  „Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich esst und trinkt und auf Thronen sitzt . . .“

 

Zum Schluss daher die Frage:  Hat er (Jesus) das alles wirklich so gemeint?   

Auf jeden Fall, denn nach seinen Worten in Matthäus 7:21 . . . wird nicht jeder, der zu mir [Christus]: ‚Herr, Herr‘ sagt,  in das Königreich der Himmel eingehen, sondern [nur] wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. . .“ 

Das alles ist  - auch wenn es viel erscheint - nur ein kleiner Teil von dem, was derjenige, der es besser weiß als wir alle gemeinsam - was dieser unser Vater im Himmel uns schriftlich übermittelt hat.

Daraus magst Du vielleicht erkennen können, dass es viel zu lernen gibt  - sogar vieles, was die tiefgründigen Gespräche mit Deiner Oma noch viel tiefgründiger und interessanter machen könnte . . . auf jeden Fall aber mehr, als man mit einer Antwort hier bei GF vermitteln kann.

Meine Empfehlung daher:  Nutze die kostenfreien und unverbindlichen Bibelkurse, die wir als Zeugen Jehovas allen Menschen in allen Ländern dieser Erde  –   in derzeit 904 Sprachen   - anbieten. 

Millionen Menschen nutzen sie bereits, und lernen dabei ihre eigene Bibel besser zu verstehen, doch (Achtung!) niemand muss deswegen ein Zeuge Jehovas werde - auch das können Dir viele Kursteilnehmer bestätigen.

Über die folgenden Google- Suchtexte erhältst Du  - wenn Du möchtest -  mehr Detailinformationen:

  • Das erwartet Sie bei einem Bibelkurs
  • Was lehrt die Bibel wirklich?
  • Was nur in der Bibel steht (ungekürzt)

Ansonsten frage auch bei mir gern nach, habe Dank für Deine gescheiten Fragen und grüße Deine Oma von mir.

Viel Freude und alles Gute.

______________________________________________________________________

______________________________________________________________________

...zur Antwort

Hallo Pit7889

Millionen Christen suchen - genau wie Du - nach einer plausiblen Erklärung zu der Frage „wie die Dreieinigkeit gemeint ist“  - aber sie finden keine. Keine plausible!

Alles was man zu dieser Lehre an Fakten findet, bestätigt stets und immer, dass sie  - diese Lehre - nicht inspiriert, sondern menschlichen Ursprungs und mit der Bibel  - schlüssig   - nicht zu belegen ist.

Die Lehre entstand in der Tat erst Jahrhunderte nach Abschluss der Bibel !

Man fragt sich natürlich, wie es sein kann, dass sich eine philosophisch geprägte Lehre zwischen dem Wort Gottes einerseits, zwischen jenem Wort also, dass nach Jesu Aussage in Johannes 17:17 die Wahrheit verkörpert   - und den gläubigen Christen andererseits,  wieso sich also dazwischen eine erfundene und erlogene Lehre einnisten kann  -   und damit nicht genug -  auch noch, aller Wahrheit zum Trotz,  auf der Erde verbreiten kann?  Wie kann das sein?

Das ist zwar schon allein deshalb höchst bedenklich, weil die Schlussworte im letzten Buch der Bibel, die gegen Ende des ersten Jahrhunderts u. Z. niedergeschrieben wurden, ganz deutlich davor warnen, dem Wort Gottes irgendetwas hinzuzufügen oder irgendetwas daraus zu entfernen. (siehe bitte Offenbarung 22:18, 19)

Doch die Bibel erklärt auch, wie es trotz dieser Warnung zu solchen Irrungen kommen kann. In dem inspirierten Text der Apostelgeschichte (20:29, 30) liest man dazu folgendes: „Ich [Paulus]  weiß, dass nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen“ - das wurde niedergeschrieben um 60 u.Z.

Und  - man höre und staune - ein katholisches Nachschlagewerk, die  New Catholic Encyclopedia bestätigt genau das, wenn sie erklärt:

„Die Formulierung ,ein Gott in drei Personen‘ setzte sich erst gegen Ende des 4. Jahrhunderts richtig durch und war bis dahin noch nicht völlig in das christliche Leben und das christliche Glaubensbekenntnis aufgenommen worden. Aber erst diese Formulierung kann eigentlich Anspruch auf die Bezeichnung Dreieinigkeitsdogma erheben. Den apostolischen Vätern war eine solche Auffassung oder Vorstellung völlig fremd“ (1967, Bd. XIV, S. 299). 

Und noch etwas:

Wenn man einer ganzen Welt  „verdrehte Dinge“ vermitteln möchte, muss man das sorgfältig vorbereiten. Und auch das ist den „bedrückenden Wölfen“ zunächst einmal gelungen: Sie haben den einzigartigen Namen Gottes - JHWH – Jahve – Jehova - aus der Bibel entfernt, und schon lässt sich ein dreieiniger und namenloser Gott besser „verkaufen“.

 

Hätte Gott das nicht verhindern können?

Er hat es verhindert - aber auf seine ihm eigene sehr weise Art . . . und gleichzeitig gibt er dabei allen Menschen eine Gelegenheit, sich zu positionieren: Entweder auf seiner Seite oder auf der Seite jener, die diese „verdrehten Dinge reden“.

Schon durch den Propheten Jesaja (700 v.u.Z.)  lässt er uns wissen, dass sein Wort, ebenso wie der Wasserkreislauf,  genau das bewirken wird,  wozu es/er erschaffen wurde  – und niemand wird das verhindern können. Ebenso bestätigt Jesus, dass nichts und niemand hier auf der Erde seines Vaters Wort so nachhaltig wird verändern können, dass die Wahrheit untergehen würde. Wörtlich: „ . . . wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ . . . frei von allen Irrtümern und frei von allen Missverständnissen.  (Johannes 8:27-32).

Und in der Tat:  Die Haltlosigkeit der Dreieinigkeitslehre – ebenso wie der Name Gottes ist allen aufrichtig wahrheitsliebenden Menschen seit langem wohlbekannt  - und beides wird immer bekannter. Zwar nur bei einer Minderheit –  aber genau das ist nach Jesu Worten charakteristisch für „den schmalen Weg, der zum Leben führt, und auf dem es nur wenige geben wird, die ihn finden werden“ (Matthäus 7:13-14).

Die Wahrheit über diese, Gott entehrende,  Dreieinigkeitslehre wird unter aufrichtigen Menschen auch deshalb immer bekannter, weil Wahrheiten naturgemäß in sich schlüssig sind,  und genau das betrifft auch und besonders biblische Wahrheiten. Irrlehren dagegen fehlt jede Form einer inneren Harmonie – und das fällt denkenden Menschen – wie Dir -  nun einmal auf. Es ist daher auch kein Wunder, dass  es von der Dreieinigkeitslehre verschiedene Varianten gibt. Und oft machen die Anhänger der einen Version den Anhängern einer anderen Version oder auch den Kritikern den Vorwurf, die Lehre von der Dreieinigkeit nicht richtig verstanden zu haben - wie aber auch?

Bspw. ist nach dem Glaubensbekenntnis einer Variante  „der Vater Gott, der Sohn Gott, der Heilige Geist Gott. Und doch sind es nicht drei Götter, sondern es ist nur Ein Gott . . . . Und in dieser Form der Dreieinigkeit ist nichts früher oder später, nichts größer oder kleiner, sondern alle drei Personen sind sich gleich ewig und gleich groß.“  Nichts davon steht in der Bibel.

Nach einer anderen Variante ist Jesus gleichzeitig der allmächtige Gott - und über den Dritten in diesem Bund schweigt man sich aus. Auch das lehrt die Bibel nicht – im Gegenteil (Johannes 5:30).

Eine weitere, relativ modernere Rundum-Theologie macht sich das Erklären dieser unerklärlichen Konstellation dadurch scheinbar etwas einfacher, als dass sie Gott für omnipräsent oder allgegenwärtig präsentiert.  

Mit diesem Kunstgriff erklärt sich bspw. Matthäus 17:1-6 auf ganz anormale Art:  Dort wird nämlich über Jesus berichtet, wie er einst  gemeinsam mit Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes eine Umgestaltungsscene erlebte. Bei diesem Ereignis war eine Stimme aus einer Wolke vernehmbar: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; hört auf ihn!“

An sich ist diese Schilderung leicht zu verstehen, denn es war die Stimme des Vaters im Himmel, der seinen Sohn auf der Erde lobte und dessen Jüngern nahelegte, auf ihn, den Sohn, zu hören.

Wie aber soll das funktionieren, wenn Vater und Sohn „nur ein Gott“ sind? Es dennoch glaubhaft zu machen, gelingt nur einem Meister der Täuschung - ein Prädikat, dass allerdings allein den Teufel auszeichnet (2. Korinther 11:14).

Der von ihm erfundene dreieiniger Gott  macht zwangsläufig aus diesem sehr ernsten biblischen Lehrpunkt ein trickreiches Theaterstück; die Hauptfigur darin spielt eben der  omnipräsente Gott,  der kann nämlich beides und das auch noch gleichzeitig.

Das allerdings ist eine anti-christliche Darstellung eines bedeutsamen biblischen Ereignisses.

Warum?

Aus einer ganzen Reihe von Gründen:

Unser himmlischer Vater ist zwar allmächtig, aber eines kann er nach eigener Zusicherung nicht: er „kann nicht lügen“   (4. Mose 23:19; Hebräer 6:18; Titus 1:2).   

Wenn also er  -  der Vater, als ein  „Gott der Wahrheit“ (5. Mose 32:4; Psalm 31:5) - wenn er als solcher also sagt: „Dieser ist mein Sohn“,  dann meint er auch was er sagt und dann ist der Sprecher der Vater und der Angesprochene ist der Sohn. Klar, wahr und unzweideutig. Punkt. 

Und es grenzt geradezu an verwerflichster Gotteslästerung, ihm, dem Souverän des Universums die schizophrene Aussage unterstellen zu wollen,  er – der Vater -  würde sich selbst als „seinen geliebten Sohn bezeichnen,  an dem er Wohlgefallen gefunden habe . . .“   - und er würde zu allem Überfluss seine Anbeter auch noch insofern an der Nase herumführen, als dass er sie auffordert „Hört auf ihn“ - womit er eigentlich sich selbst meint und deshalb wahrheitsgemäß hätte sagen müssen: Hört auf mich - auf mich in meiner Doppelgestalt als Mensch dort unten - oder ähnlich konfus.

Jeder geradlinige und denkende Mensch fragt sich, wie sich dieses Durcheinander mit dem einfachen, rechtschaffenen und ehrlichen Jesus Christus vereinbaren lassen soll,  wenn der bspw. in Johannes 14:6 sagt: „Ich [der Sohn] bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich“  . . . denn auch hinter dieser klaren Aussage verbirgt sich keine undurchschaubare Trickserei, sondern in Tat und Wahrheit ist es allein der Sohn der seinen ernsthaften Nachfolgern ermöglicht, sich dem Vater zu nähern.

Jesus selbst formuliert das in einem sehr zu Herzen gehenden Gebet an seinen Vater; einem Gebet, dass man mehr als einmal lesen sollte:

„Meine [Jesu] Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden keinesfalls je vernichtet werden, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Was mein Vater mir gegeben hat, ist größer als alles andere, und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen.  Ich und der Vater sind eins . . .“ und  [Achtung: jetzt folgt die Erklärung] „Ich bitte nicht nur in Bezug auf diese, sondern auch in Bezug auf diejenigen, die durch ihr Wort an mich glauben, damit sie alle eins seien, so wie du, Vater, in Gemeinschaft bist mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit dir, dass auch sie in Gemeinschaft mit uns seien, damit die Welt glaube, dass du mich ausgesandt hast. Auch habe ich ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, so wie wir eins sind, ich in Gemeinschaft mit ihnen und du in Gemeinschaft mit mir, damit sie vollkommen eins gemacht werden, auf dass die Welt Kenntnis davon habe, dass du mich ausgesandt und dass du sie geliebt hast, so wie du mich geliebt hast . . .“  (Johannes 10:27-30 und 17:20-24)

Jeder, der dieses Gebet mit wachem Verstand und aufrichtigem Herzen liest erkennt, dass sich dieses „eins sein“ auf das Denken, das Handeln und die Zielsetzung der damit Verbundenen bezieht; nicht aber, dass „sie alle“, diese riesige Menge loyaler Anbeter Jehovas, gemeinsam mit ihrem Gott und mit dessen Sohn „ein Gott in zahllosen Personen“ sein sollten.

Wird dieser Spuk mit der Dreieinigkeit den nie ein Ende haben?

Die Antwort der Bibel: „Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; Und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.“ (Psalm 37:10, 11 und  Matthäus 5:5)

Oder um es aus Jesu Worten zu zitieren: „Dennoch kommt die Stunde,  . . .  in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen ihn [den Vater]  mit Geist und Wahrheit anbeten . . .“ (Johannes 4:23, 24).

Zum Schluss, lieber Pit7889, noch einmal zu Deinem Selbstbekenntnis: „Ich bin eigentlich schon immer Christ gewesen, aber ich zweifle oft, da viele Sachen keinen Sinn ergeben“  . . .  

Gegenfrage:  Gemessen woran ergeben sie keinen Sinn?

Sei sicher, dass Gottes Wort Deine Zweifel ebenso einleuchtend auflösen kann, wie den Irrtum mit der Dreieinigkeit. Unser himmlischer Vater möchte - wie oben zitiert - dass die Sanftmütigen die Erde besitzen werden um sich an einer Fülle des Friedens zu erfreuen, und das wird ihnen gelingen, wenn sie sich (Du Dir) Gottes Denkweise zu eigen machen.  Lies dazu bitte abschließend  Matthäus 19:4-6 und  1. Korinther 6:9-11.

Und nun hoffe ich, dass Dir diese Anregungen und Informationen ein Stückchen weiterhelfe.

Ich wünsche es Dir und außerdem alles Gute

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo Krabbenburge22

Meine nachfolgende Antwort lässt sich vorab mit einem Text zusammenfassen, nämlich dem aus  2. Petrus 3:9:

„Es ist keineswegs so, dass der Herr die Erfüllung seiner Zusage [einer kommenden neuen Erde -  aus Vers 13] hinauszögert, wie einige denken. Was sie für ein Hinauszögern halten, ist in Wirklichkeit ein Ausdruck seiner Geduld mit euch. Denn er möchte nicht, dass irgendjemand verloren geht; er möchte vielmehr, dass alle ´zu ihm` umkehren“  (Neue Genfer Übersetzung).

Es wäre daher weise,  diese uns eingeräumte Geduld unseres Gottes dafür zu nutzen, uns mit den Einzelheiten der biblischen Ankündigung eines Armagedon gut vertraut zu machen. 

So ist bspw. der Name dieses Ereignisses unmittelbar mit dem „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, verbunden, dem Krieg, der Gottes verheißener Neuen Welt vorausgeht.  

Gottes Wort verrät uns auch, dass dieser Ausdruck einen Zustand oder eine Situation bezeichnet,  in der sich die „Könige der ganzen bewohnten Erde“  im Widerstand gegen Gott,  gegen Jehova und gegen sein Königreich versammeln, bzw. sich in diesem Widerstand  einig sein werden (siehe 2. Petrus 3:13; Offenbarung 16:14 und 16).

Wichtig ist außerdem: dieser „Krieg des großen Tages Gottes“ wird  im Bibelbuch Offenbarung (Niederschrift um das Jahr 96 u.Z. bzw. n.Chr.), als noch bevorstehend  - also in der Zukunft liegend - beschrieben.

Beachten sollte man auch, von wem diese Offenbarung stammt;  denn nicht umsonst wird genau das gleich im ersten Vers konkret beschrieben: „Eine Offenbarung von Jesus Christus, die Gott ihm gab, um seinen Sklaven die Dinge zu zeigen, die in kurzem geschehen sollen. Und er sandte seinen Engel aus und legte sie durch ihn in Zeichen [in symbolischer Sprache also] seinem Sklaven Johạnnes  [dem Apostel]  dar“

In  Offenbarung 15:1; 16:1, 12, 16  wird außerdem  gezeigt, dass das Versammeln der Könige zu dieser Weltsituation „Har-Magedon“  direkt nach der Ausgießung der sechsten  - von insgesamt sieben - symbolischen Schalen erfolgt,  „Schalen“, die die „letzten“ Plagen enthalten, durch die Gottes Grimm zu Ende gebracht wird;   in einer Zeit also, die für Menschen schwer zu ertragen ist.

Und nicht zuletzt ist es aufschlussreich zu erfahren, dass der Krieg von Armagedon eng mit der Gegenwart Christi verknüpft ist, so, wie es aus der im Vers 15 eingeschobenen Warnung hervorgeht, nach der Christus überraschend, „wie ein Dieb“  kommen wird.

Und spätestens jetzt  - lieber Krabbenburge, kommen wir dem besonderen Teil Deiner Frage näher, der da lautet: „ . . . ob Harmagedon bald kommen wird . . .“

Bald“ ist natürlich relativ (siehe 2. Petrus 3:8), doch immerhin hat  der gleiche Jesus Christus, der für die Niederschrift der Offenbarung sorgte,  schon damals den ersten 70 Verkündigern, die er aussandte, aufgetragen, das Königreich Gottes zu verkündigen und darauf hinzuweisen, dass es sich genaht hat“ (Lukas 10:9). Auch hat er damals schon eine umfassende Erklärung darüber abgegeben, an welchen Zeichen der Zeit oder an welchen Begleitumständen man das „Ende der Welt“ (Luther) erkennen könne.

ABER mehr als einmal hat er ebenfalls  deutlich darauf hin, dass der präzise Zeitpunkt, die Feinabstimmung also,  „ . . . der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat . . .“ (All das ist nachzulesen in Matthäus 24 und 25; Lukas 21, Markus 13 und Apostelgeschichte 1:7)

Daraus ergibt sich für einen Christen die Notwendigkeit, hellwach und auf der Hut zu bleiben; oder,  um es mit einer Veranschaulichung Jesu zu sagen,  “ . . . dies aber wisst, dass, wenn der Hausherr gewusst hätte, zu welcher Stunde der Dieb kommen würde, er anhaltend  gewacht und nicht in sein Haus hätte einbrechen lassen. Haltet auch ihr euch bereit,   denn zu einer Stunde, da ihr es nicht für wahrscheinlich haltet, kommt der Menschensohn“  (Lukas 12:39, 40).

Wie überlebenswichtig eine solche ständige Wachsamkeit tatsächlich ist, ergibt sich aus dem Umstand, dass die Bibel sechs  Mal  den Vergleich mit dem Dieb wiederholt!  Klug ist es also, sich bewusst zu machen, was das bedeutet:  Man weiß,  dass es ihn (den Dieb) gibt, man weiß auch, dass er irgendwann zuschlagen wird,  aber wenn es dann tatsächlich passiert, ist man völlig überrascht - obwohl man gewarnt worden war!!

Und für den Fall, dass Du auch diese diversen Hinweise selbst einmal nachprüfen möchtest, dann suche danach bitte in Matthäus 24:43; Lukas 12:39;  1. Thessalonicher 5:2; 2. Petrus 3:10;  Offenbarung 3:3 und   Offenbarung 16:15.

Nun hört man allerdings manchmal den Einwand, dass man von Gott doch eigentlich erwarten dürfe,  dass er diesen entscheidenden Zeitpunkt bitte etwas präziser und genauer benennen könne.

Dabei wird aber geflissentlich übersehen, dass die Menschheit im Allgemeinen seine eingangs erwähnte Geduld nicht einmal wahrnimmt,  geschweige denn Wertschätzung dafür entwickelt  und Gottes Geduld schon gar nicht dazu nutzt, um zu ihm umzukehren.

Stattdessen haben wir seine wunderschöne Erde langsam derart ruiniert - sowohl geistig als auch  buchstäblich - dass sie offensichtlich  nur noch mit Katastrophen reagieren kann.  

Und als wäre das noch nicht genug, erwartet so mancher als Ausweg aus diesem „Jammertal“ auch noch in den Himmel „umsiedeln“ zu können.  Wie anmaßend!  Wäre es nicht angebrachter, sich zu fragen, welchen vernünftigen Grund ein allmächtiger Gott wohl haben sollte, sich eine derart undisziplinierte Menschheit auch noch von der Erde  „in sein Haus“,  in seinen Himmel zu holen“?  Etwa um dort das gleiche Chaos anzurichten? Welchen Grund also sollte er wohl haben?

Jehovas Vorsatz in dieser Sache ist ein völlig anderer und daher schon seit langem festgeschrieben: Er wird „die verderben, die die Erde verderben“  (Offenbarung 11:18)  und denen ewiges Leben gewähren, die „zu eben diesem ewigen Leben richtig eingestellt sind“ - was nach Jesu Worten u.a. bedeutet, dass es die „die Mildgesinnten sein werden,  die die Erde erben werden“ (Matthäus 5:5;  Apostelgeschichte 13:48).

Und um Dich Krabbenburge, und uns alle davon zu überzeugen, dass all das ernst gemeint ist, macht Jesus ausdrücklich noch einmal auf den Ausgang einer göttlichen Grundsatz-Entscheidung namens „Sintflut“ aufmerksam. Sein Hinweis darauf ist übrigens Teil seiner Antwort auf die Frage nach dem Ende der Welt!

Wörtlich sagt er:  

„Denn geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die [kommende] Gegenwart des Menschensohnes sein. Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein.“  Matthäus 24:37-39; Lukas 17:26 – 30).

Was machten sie verkehrt,  die Menschen damals? 

Sie nahmen keine Kenntnis von Gottes Warnungen

Warum nicht? 

  • Weil sie „Wichtigeres“ zu tun hatten, 
  • und wegen ihres darin begründete  Unglaubens
  • und nicht zuletzt, weil es ja „nur“ ein Noah war, der diese Warnungen überbrachte.

Was also ist zu tun?

Den eingangs zitierten Textauszug noch einmal im Zusammenhang lesen – und daraus dann die richtigen Schlüsse ziehen:

2. Petrus 3:9-14  aus der Neuen-Welt-Übersetzung:

„Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie es einige für Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, dass irgend jemand vernichtet werde, sondern will, dass alle zur Reue gelangen. Doch Jehovas Tag wird kommen wie ein Dieb, an welchem Tag die Himmel mit zischendem Geräusch vergehen werden, die Elemente aber werden vor Gluthitze aufgelöst, und die Erde und die Werke auf ihr werden aufgedeckt werden. Da alle diese Dinge so aufgelöst werden, was für Menschen solltet ihr da sein in heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit,  indem ihr die Gegenwart des Tages Jehovas erwartet und fest im Sinn behaltet, durch den die Himmel im Feuer aufgelöst werden und die Elemente vor Gluthitze zerschmelzen werden!   Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen. Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden.“

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen ein wenig weiter - ggf. frage gern nach.

Vielen Dank für Deine Frage -  und alles Gute.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort

Hallo zhengzhan,

Du fragst, „Was ist der Standard, um in das Himmelreich einzutreten?“ und im gleichen Zusammenhang möchtest Du wissen, „ warum sollten wir wie Kinder werden, um dorthin zu gelangen?“

Kurz-Antwort: Unvoreingenommen, lernbereit und gehorsam - wie gut erzogene kleine Kinder es normalerweise sind, das ist der Standard um zum Königreich Gottes Zutritt zu erlangen.

Warum ist das so – und was bedeutet das in der Praxis für einen Christen?   -  dazu etwas ausführlicher –  und zwar direkt aus Gottes Wort:

 

Schon OhNobody und auch andere haben darauf hingewiesen, dass Jesus nicht gesagt hat,  Christen müssten zu kleinen Kindern umgewandelt werden  (i.S.v. kindlich oder gar kindisch), sondern sie sollten werden wie sie, wie gut erzogene kleine Kinder eben:  unvoreingenommen,  lernbereit und  wissbegierig (Matthäus 18:3).

Der Paralleltext aus Lukas 18:16, 17 sagt es deshalb auch noch etwas deutlicher: „Denn das Königreich Gottes gehört solchen, die wie sie [wie kleine Kinder] sind. Wahrlich, ich sage euch: Wer immer das Königreich Gottes nicht aufnimmt wie ein kleines Kind, wird bestimmt nicht in dasselbe eingehen.“

Möchte man sich nun die tiefere Bedeutung dieser Aussage biblisch und im Detail erläutern lassen, dann ziehe man weitere Texte zu Rate  -  und höre und staune:

„Brüder, werdet nicht kleine Kinder an Verständnisvermögen, sondern seid Unmündige in Bezug auf Schlechtigkeit;  werdet aber Erwachsene an Verständnisvermögen . . .“ (1. Korinther 14:20)

und

„. . .  wie neugeborene Kindlein entwickelt ein Verlangen nach der unverfälschten Milch, die zum Wort gehört, damit ihr durch sie zur Rettung heranwachsen mögt . . .“ (1. Petrus 2:2)

Um nun diese Anregungen  mit einem praktischen Beispiel zu veranschaulichen, versuche Dir bitte einmal vorzustellen, ob der nachfolgend auszugsweise zitierte biblische Rat bei einem Menschen fruchten würde, der seine eigene Meinung  - weil er sich ja schon erwachsen dünkt  - für besser hält, als alle anderen Meinungen?

Der Rat richtet sich an Christen und fordert sie auf, „ . . . nicht mehr so weiterzuwandeln, wie die Nationen [bzw. Ungläubigen] wandeln in der Nutzlosigkeit ihres Sinnes,  während sie wegen der Unwissenheit [über Gott], die in ihnen ist, wegen der Gefühllosigkeit ihres Herzens in geistiger Finsternis und dem Leben, das Gott gehört, entfremdet sind. Da sie jedes sittliche Gefühl verloren haben, [und] sich einem zügellosen Wandel hingegeben haben, um mit Gier jede Art Unreinheit zu verüben . . . .  Ihr aber habt den Christus anders kennengelernt, sofern ihr ihn überhaupt zugehört habt und durch ihn belehrt worden seid, . . . dass ihr nämlich die alte Persönlichkeit ablegen sollt, die eurem früheren Wandel entspricht und die gemäß ihren trügerischen Begierden verdorben wird;  dass ihr aber erneuert werden sollt in der Kraft, die euren Sinn antreibt, und die neue Persönlichkeit anziehen sollt, die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist.“  (Epheser 4:17-24)

Hast Du es versucht?  Versucht,  Dir vorzustellen ob und bei wem der zitierte -  und an Christen gerichtete Rat -  eine Chance hat, beachtet zu werden? Etwa bei einem Menschen, der ausgelernt zu haben meint – oder doch eher bei jemanden, der   - ähnlich wie ein kleines Kind - unvoreingenommen, lernbereit und wissbegierig ist,  und wie „mit einem Verlangen nach unverfälschter Milch“,  gleichsam mit dem Herzen zuzuhören bereit ist -  und über Gottes Worte nachdenkt?

Und damit noch einmal zurück Jesu Worten  (aus Matthäus 18:3; Lukas 18:16, 17), die Dich zu Deiner Frage veranlasst haben:

Aus welchem Anlass äußerte Jesus sie?

Seine Jünger waren  - nicht nur dieses eine Mal - darum besorgt, wer von ihnen wohl im Königreich der Himmel der Größte sein werde. Jesus hätte seine Nachfolger daraufhin ernsthaft tadeln können. Stattdessen ‘würzte er seine Worte mit Salz’ (Kolosser 4:6).  Er rief also ein kleines Kind zu sich und sagte das, was Du hinterfragst - hier jedoch im Zusammenhang zitiert:

„Wer ist in Wirklichkeit der Größte im Königreich der Himmel?“ Da rief er ein kleines Kind zu sich, stellte es mitten unter sie und sprach: „Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie kleine Kinder werdet, so werdet ihr auf keinen Fall in das Königreich der Himmel eingehen. Wer immer sich daher selbst erniedrigen wird wie dieses kleine Kind, der ist der Größte im Königreich der Himmel; und wer immer ein solch kleines Kind aufgrund meines Namens aufnimmt, nimmt auch mich auf  . . .“ Matthäus 18:1-5.

Spätestens jetzt hast Du - liebe(r) zhengzhan   -  sicherlich schon bemerkt, dass die Bibel um so verständlicher wird, je  mehr man ergänzende und erklärende Texte aus Kontext hinzuzieht.  Jesus verstand das meisterhaft.  Bspw. zitiert er in seiner relativ kurzen Bergpredigt 22 Mal aus 8 Büchern des AT !!

Und diesem Beispiel folgend bietet es sich an, zu Deiner Frage noch einen weiteren (letzten) Text genau zu lesen:  Zwei Kapitel später nämlich kommt die gleiche Frage noch einmal auf die „Tagesordnung“ seiner Jünger. Bei diesem Mal wollten zwei von Ihnen ihre „Connection“ nutzen, um sich je eine  Ehrenposition, direkt recht und links neben Jesus zu sichern.  (Matthäus 20:20-23) 

Wie hat er dieses Mal reagiert?

Seine Antwort:  „Dieses Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu vergeben steht nicht mir zu, sondern gehört denen, für die es von meinem Vater bereitet worden ist“ (Matthäus 20:23).

Eine beispielhafte Bescheidenheit,  wie sie seinen Jüngern  (und vielen anderen Christen) noch fehlte.

Zum Schluss und vor diesem Hintergrund deshalb noch eine Denksportaufgabe für Dich:

Viele Christen halten ja den Sohn und nicht den Vater für den allmächtigen Gott  - andere vermuten eine Dreieinigkeit. Wenn dem so wäre, hätte dann Jesu oben zitierte Antwort („ . . . steht nicht mir zu . . .“) hätte dann diese Antwort nicht anders ausfallen müssen?

Oder ist es doch so, wie Jesus es bei einer anderen Gelegenheit in einem Gebet an seinen Vater formulierte, dass nämlich ein ewiges Leben davon abhängig ist,  „dass sie [seine Nachfolger] fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über [1] dich, den allein wahren Gott, und über [2] den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ . . . ?  (Johannes 17:3)

Vielen Dank, wenn Du diese Zeilen bis hierher aufmerksam gelesen hast . . .

. . . und alles Gute

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

...zur Antwort