Was soll das bringen die CO2 Emissionen zu verringern, wenn dadurch der absolute CO2 Gehalt in der Luft weiter steigt nur etwas langsamer?

7 Antworten

Genau.

Und erschwerend kommt noch hinzu, dass oft Halbwahrheiten und krasse Lügen verbreitet werden in diesem Zusammenhang.

Um nur wenige Beispiele zu nennen:

  1. Es wird verbal propagiert, dass die Industrialisierung schuld wäre an einem katastrophalen Klimawandel (= allein schon das Wort ist ein Fehler. Wenn, dann müsste man von Temperaturwandel sprechen!)
  2. Es wird nonverbal behauptet, die Mittel-Temperatur auf der Erde wäre nahezu immer gleich geblieben in den vergangenen Jahrhunderten. Das stimmt aber nicht. Es gab schon immer große Schwankungen!
  3. CO² ist kein "Giftgas" und erst recht kein schlimmes Treibhausgas, wie das immer zwischen den Zeilen anklingt.
  4. CO² ist eine Art Düngemittel, welches zu großen Wachstumsverbesserungen verhilft und wird auch in großen Treibhäusern mit Erfolg angewendet. Das wird hingegen bewusst verschwiegen!

Es lässt sich eben mit solchen Behauptungen viel Stimmung und Angst machen und damit auch viel Geld!

Woher ich das weiß:Hobby – Beschäftige mich nebenbei mit Fakten der Erderwärmung

Na, wer da wohl Halbwahrheiten aufsitzt?

  1. Nein, Temperaturwandel wäre verkürzt. Denn es ist nicht nur die Temperatur die sich ändert. Zum Beispiel nehmen Extremwetterereignisse zu, mehr Wasser verdunstet, Meeresströmungen ändern sich usw. Und außerdem ist Klima nichts anderes als das über längere Zeit gemittelte Wetter. Und das ändert sich definitiv.
  2. Es gab Schwankungen, aber das letzte mal als dies so schnell geschehen ist, sind die Dinosaurier ausgestorben (Vor 65. Millionen Jahren). Der Auslöser damals war ein Meteorit, der Auslöser heute ist das CO2 und andere Treibhausgase. Normalerweise laufen Klimaveränderungen über zehntausende von Jahren ab, was wir innerhalb weniger Jahrzehnte hinbekommen.
  3. Es gibt schlimmere Treibhausgase. Aber deren Ausstoß fällt im Vergleich zur Menge an CO2 die wir in die Atmosphäre blasen kaum ins Gewicht. Dies könnte sich aber ändern. Wasserdamp ist beispielsweise ein starkes Treibhausgas. Und was passiert, wenn aufgrund der Temperatur mehr Wasser verdunstet? Ganz genau.
  4. Die Vorteile des CO2 auf das Pflanzenwachstum fallen gegenüber den Nachteilen ebenfalls kaum ins Gewicht. Was bringt einem Baum ein mehr an CO2, wenn er stirbt weil das Grundwasser fehlt? Trotz erhöhtem CO2 in der Atmosphäre beobachten wir zunehmend Versteppung auf der ganzen Welt. Pflanzen sterben mehr als dass sie wachsen.
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@Aequitas49

Unabhängig voneinander fast die gleiche Antwort 👌

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@Aequitas49
Es gab Schwankungen

Ja, genau. Es war vor ein paar hundert Jahren weit wärmer als heute. Und unter den zurück weichenden Gletschern lugen plötzlich Bäume hervor...!!! Komisch, nicht?

Komisch. Das Weglassen von Information ist auch eine Gehirnwäsche...

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@tst59

Weit wärmer? Ich möchte die Quelle dazu sehen.

Anzunehmen, dort, wo Gletscher zurückweichen, könnten sofort Bäume wachsen, ist himmelschreiender Blödsinn. Selbst wenn, die Fläche, die Gletscher freigeben, ist winzig im Vergleich zu der, die verwüstet, versteppt und als Lebensraum verloren geht!

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@tst59

Nein, war es nicht. Auch hier liegt eine Halbwahrheit vor. Ich bitte dich wirklich, dich nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen mit Vorwürfen.

Wenn wir von Temperaturanstieg reden, meinen wir nicht, dass das Wetter in Europa wärmer war. Uns geht es um die globale Mitteltemperatur und nicht ein lokales Klimphänomen (z.B. europäische Eiszeit).

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Nicht ganz richtig...

  1. Die Industrialisierung ist Schuld am Klimawandel, da erst seitdem fossile Brennstoffe genutzt werden, welche hauptsächlich für den Klimawandel verantwortlich sind. Außerdem ist „Klimawandel“ das richtige Wort, da sich nicht nur die Temperatur, sondern auch zum Beispiel der Niederschlag wandelt.
  2. Es stimmt zwar, dass es immer schon Schwankungen gab, diese waren jedoch noch nie so stark wie jetzt, außer vllt als dieser Meteorit vor Millionen von Jahren dafür sorgte dass 90% (?) aller Arten aussterben.
  3. CO2 ist nicht giftig und im direkten Vergleich mit anderen Gasen auch nicht schlimm, in der Masse in der es freigesetzt wird, ist es aber so weit ich weiß das Schlimmste und auf jeden Fall das am besten reduzierbare.
  4. Mag für bestimmte Gewächshäuser stimmen, in denen die Pflanzen schnell wachsen sollen, hat aber für „natürliche“ Pflanzen eher einen negativen Effekt, da ihnen das schnellere Wachstum nicht gut tut.
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Kein seriöser Wissenschaftler behauptet, dass CO2 ein Giftgas wäre. Das sagen nur Leute, die keine Ahnung von Naturwissenschaften haben. Das ist ein Strohmannargument.

2 stimmt auch nicht, das behauptet niemand.

Welche Texte zu dem Thema liest du überhaupt?

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Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was daran schwer zu verstehen ist, dass mehr CO2 in der Atmosphäre mehr Probleme bedeuten. Darum müssen wir den Ausstoß reduzieren. Wir werden den Klimawandel dadurch aber nur verlangsamen. Wollen wir ihn stoppen, müssen wir unseren CO2 Ausstoß so sehr verringern, dass der Kohlenstoffkreislauf wieder hinterherkommt. Das ist im Moment bei weitem nicht der Fall. Trotzdem ist eine reduzierung besser als garnichts zu tun.

Auch ansonsten liegen hier einige naive Fehlvorstellungen vor. Nein, selbst wenn du die ganze Erde mit Bäumen bepflanzen würdest, würde das nicht alles CO2 aus der Atmosphäre holen. Das liegt daran, dass Erdöl oder Kohle nichts weiter ist, als die Überreste von Bäumen aus Millionen von Jahren. Wenn wir Kohle und Erdöl verbrennen, setzen wir also CO2 frei, das vor sehr sehr langer Zeit von vielen vielen Bäumen gebunden wurde.

Im Übrigen ist es nicht so einfach mal eben "Den Pflanzenbestand zu erhöhen". Denn: Uns fehlt der Platz. Fruchtbarer Boden wird ja für die Lebensmittelherstellung oder Tierhaltung gebraucht. Also wo stellen wir mal eben einen Wald hin?

Dass CO2 die Erde erwärmt ist übrigens vollkommener Konsens. Seit über 150 Jahren wissen wir, dass CO2 ein Treibhausgas ist. Das bedeutet, dass es Infrarotstrahlung stärker absorbiert, als andere Bestandteile der Luft. Was passiert nun, wenn sich der Anteil von CO2 in der Atmosphäre erhöht? Dazu braucht man kein Studium. Die Wissenschaftler diskutieren viel mehr darüber, was diese Erwärmung denn konkret bedeutet. Wie viel Eis wird verschwinden, wie wirkt sich eine globale Erwärmung auf Luft- und Wasserströmungen aus, wie reagieren Flora und Fauna usw.

Tja, und dieses "Alle Wissenschaftler der Welt lügen, weil alle Universitäten böse sind und dir dein Steak wegnehmen wollen" ist einfach absurd. Die wenigsten Wissenschaftler forschen "auf Anweisung" sondern sind vollkommen frei in ihrer Forschung. Das garantiert in Deutschland übrigens sogar das Grundgesetz (sog. Freiheit der Wissenschaft). Aber auch hier liegen wohl mangelnde Kenntnisse vom Wissenschaftsbetrieb vor.

Die Lösungen von denen du sprichst gibt es längst. Deutschland könnte ohne weiteres innerhalb von 5 Jahren seine gesamte Stromerzeugung auf erneuerbare Energien umstellen. Schwerer wird es mit der Primärenergie (Heizen, Kraftstoff usw.). Aber auch das wäre möglich, wenn wir beispielsweise in der Sahara (Oder auch in Griechenland, Spanien und Süditalien) große Sonnenwärmekraftwerke bauen würden.

Das Problem ist der politische Wille.

Ich glaube die Widersprüche die du hier siehst sind deinen mangelnden Kenntnissen und der damit verbundenen Überheblichkeit ("Dunning-Kruger-Effekt") geschuldet. Tut mir leid.

Hast bei der Panikmache überall gut zugehört! Chapeau!

Nur leider ist fast alles gelogen, was man so laut rausbrüllt. Verzerrte Wahrheiten, gemischt mit Halbwahrheiten, das Ganze gewürzt mit krassen Lügen, wo das Gegenteil die Wahrheit ist und alles zusammen gut durch die Medien kochen. Während des Köchelns die Wahrheiten dazwischen verschweigen und auf Angst in der Bevölkerung warten.

Guten Appetit!

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@tst59

Ich habe deine Antwort weiter unten ja gelesen. Du scheinst dich mit dem Thema kaum auszukennen, wirft aber anderen vor, keine Ahnung zu haben.

Angst ist mehr als angebracht. Man kann es natürlich so machen wie du und einfach behaupten, dass alle Wissenschaftler lügen. Das erinnert mich an den Vogel Strauß, der einfach den Kopf in den Sand steckt. Denn eine Gefahr die ich nicht sehe, beunruhigt mich auch nicht. Ist halt eine ziemlich kindliche Haltung.

Sehen wir den Tatsachen ins Auge. Wir müssen etwas unternehmen. Ja, Veränderungen machen Angst, aber da müssen wir jetzt durch.

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@tst59

Sorry, du hast keine guten wissenschaftlichen Argumente gebracht.
Befasse dich mal bitte mit seriösen Quellen.  

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@OlliBjoern
Befasse dich mal bitte mit seriösen Quellen.  

Das tue ich.

Ich höre prinzipiell nur solchen Wissenschaftlern zu, die absolut rein vom Verdacht der finanziellen Abhängigkeit sind. Leider sind das die allermeisten nicht, da sie niemals den Ast sägen würden, auf dem sie sitzen.

Selbst das "Allerheiligste", nämlich die IPCC ist nicht lupenrein. Ihre Hintern sind bezahlt von einer Milliarden-Lobby. Die werden schön brav das "herausfinden", wozu sie bezahlt werden!

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Super Antwort, danke dafür

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"Nein, selbst wenn du die ganze Erde mit Bäumen bepflanzen würdest, würde das nicht alles CO2 aus der Atmosphäre holen."

Du gibst also zu, dass es unmöglich ist die absolute (bereits angeblich jetzt schon akut kritische) CO2 Menge in der Luft so zu verrringern, dass der Klimawandel aufgehalten wird.

Wozu dann die Mühe? Irgendwann sind die fossilen Brennstoffe verbraucht, früher oder später, alle geben das zu. Die Saudis werden ihre Quellen ausverkaufen und das wissen wir alle, es ist nur die Frage an wen und wann der Laden leer ist.

Der Kohlenstoffkreislauf hat früher auch noch keinen Kohlenstoff in fossilen Brennstoffen gehabt, die gab es nämlich nicht schon immer, die musste entstehen. Was war denn damals los, als auf der Erde noch keine fossilen Brennstoffe gebildet waren?

Und wo hast du eigentlich die Info her, dass ein Ausbau der Flora nicht die Mengen an Kohlenstoff binden könnte, die einmal in fossilen Brennstoffen vorhanden war?

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@LibertyForAll
Du gibst also zu, dass es unmöglich ist die absolute (bereits angeblich jetzt schon akut kritische) CO2 Menge in der Luft so zu verrringern, dass der Klimawandel aufgehalten wird.

Jedenfalls nicht mit Bäumen. Vlt. irgendwann mit technischen Lösungen. Diese sind allerdings nicht in Sicht. Aber nochmal: Mir ist ein Rätsel was daran schwer zu verstehen ist, dass noch mehr CO2 auch noch mehr Probleme verursacht. Es macht riesengroße Unterschiede, ob die Erde sich jetzt 1,5, 2, 3 oder noch mehr Grad erwärmt. Beispielsweise ist der Unterschied zwischen 1,5 und 2 Grad der von 700 Millionen oder 2 Milliarden Menschen die permanenten Hitzewellen ausgesetzt sein werden. Bei 1,5 Grad sterben 70 Prozent der Korallen, bei 2 Grad 99,999 Prozent. Bei 1,5 Grad werden 11 Prozent der Erdoberfläche einem deutlich erhöhten Überschwemmungsrisiko ausgesetzt sein, bei 2 Grad 21 Prozent. Jede 0,1 Grad Erwärmung die wir nicht erzeugen sind die Mühe wert.

Was war denn damals los, als auf der Erde noch keine fossilen Brennstoffe gebildet waren?

Die Atmosphäre der Erde hatte keinen Sauerstoff sondern bestand zum Großteil aus CO2. Über Milliarden (!) von Jahren gab es keine Sauerstoffverbrauchenden Lebenwesen sondern nur einfache Pflanzen wie zum Beispiel Blaualgen die CO2 aufgenommen und O2 ausgeschieden haben. Die Sonne hat damals 30% schwächer gestrahlt mit der Folge, dass es ohne die Treibhauswirkung von CO2 zu einer vollständigen vergletscherung der Erdoberfläche gekommen wäre, die aufgrund der schlechten Wärmeabsorbtion von Eis bis heute nicht verschwunden wäre. Irgendwann - da hast du Recht - sind alle fossilen Brennstoffe aufgebraucht. Zum Glück (Für uns Menschen und alles Leben auf der Erde) ist ein großer Prozentsatz davon in Gestein gefangen und kann nicht so ohne Weiteres gewonnen werden (Aber man versucht es. Stichwort Fracking).

Über Milliarden von Jahren sind abermillionen Generationen von Blaualgen (Und vergleichbare Flora) gestorben, sehr langsam zu Erdöl und Kohle geworden und im Boden versunken. Dadurch wurde der Anteil von CO2 sehr langsam auf das heutige Niveau gebracht.

Und wo hast du eigentlich die Info her, dass ein Ausbau der Flora nicht die Mengen an Kohlenstoff binden könnte, die einmal in fossilen Brennstoffen vorhanden war?

Wenn das so wäre, wäre der Anteil von CO2 in der Atmosphäre nicht in den letzten 150 Jahren von 270ppm auf knapp 400ppm angestiegen und steigt weiter. Die pflanzen kommen offensichtlich nicht hinterher. Seit Millionen von Jahren war der Anteil in der Atmosphäre nicht so hoch wie heute.

Wenn der Mensch ausgestorben ist, werden die Pflanzen über die nächsten paar Millionen Jahre den Wert wieder auf vorindustrielle Werte bringen (Indem sie das CO2 aus der Atmosphäre ziehen, sterben und langsam wieder zu Erdöl werden). Aber das ist aus offensichtlichen Gründen keine Option für uns.

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"man verringert nur den Zuwachs. Weder verringert man dadurch den absoluten CO2 Gehalt in der Luft, noch bleibt er dadurch gleich, nein er wächst immer weiter, nur etwas langsamer."

Und?

Das ist sinnvoll, ebenso wie es sinnvoll ist, gesund zu leben. Sterben werden wir alle mal, aber es macht einen Unterschied, ob man mit 50 oder mit 90 stirbt.

Erklär doch mal, warum ein langsamerer Anstieg NICHT sinnvoll ist.

Woher ich das weiß:Beruf – angestellter Chemiker (Dr. rer. nat.)

Mit der Antwort hast du bewiesen, dass du den ganzen Text nicht verstanden hast :D lol

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Hey,

Wenn man die Emissionen bspw. um 50% sinkt. Dann brauch es doppelt solange, bis der Treibhausgas Gehalt in der Atmosphäre so hoch ist, als würden die Emissionen nicht gesenkt.

Das bietet Zeit für Technologien oder Aufforstungen etc.

LG

Hierzu eine Ergänzung für all jene, die etwas von Physik verstehen: In einem jeden Physikbuch vermag man folgende Fakten nachzulesen:
Normdichte gasförmiger Stoffe bei 0°C und 101,3 kPa (bis 1977: 760 Torr):
- Kohlendioxid: 1,977 kg/m³
- Luft: 1,2928 kg/m³

OK, danke. Und was heißt das auf Deutsch?

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Was willst Du damit sagen? Sollen wir eine große Zentrifuge bauen (am besten mittels Kohlekraftwerk betrieben), um das CO2 aus der Luft abzutrennen? Und dann wohin damit?

P.S.: Als Chemiker braucht man dafür gar kein Tabellenbuch, da reicht das Wissen um die Molmassen von 28 vs 44 g/mol.

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