p⋅V=nRT=NkT

Du kennst Volumen und (hoffentlich Druck und Temperatur), also kannst Du nach der Teilchenzahl N auflösen und sie ausrechnen; je nachdem, wo Du wohnst und wie das Wetter ist, solltest Du grob 1.5 mol herausbekommen (k ist die Boltzmann=Konstante, die mit der Gaskonstante über die Avogadro-Konstante verknüpft ist: k=R/Nₐ≈1.38⋅10⁻²³ J/K).

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Düngemittel stellen vor allem Stickstoff zur Verfügung (die meisten Pflanzen kommen an der Stickstoff der Luft nicht ran, aber alle brauchen N zum Wachsen). NH₄NO₃ ent­hält sowohl im Kation als auch im Anion Stickstoff, also viel davon.

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Man soll Didaktik (also Methoden, wie man Leuten was beispringt) wissenschaftlich erforschen und eine „Theorie des Lernens“ entwickeln, damit man den Lernprozeß besser versteht. Mit diesen Erkenntnissen soll man die Unterrichtsmethoden verbessern.

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Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, das herauszufinden: Man schreibt alle auf.

CH₃–CH₂–CH₂–CH₂–CH₃ Pentan

CH₃–CH₂–CH(CH₃)₂ 2-Methylbutal

C(CH₃)₃ 2,2-Dimethylpropan

Wenn man dabei systematisch vorgeht, dann erwischt man alle und weiß, wieviele es gibt. In realistischeren Fällen (mit ein paar Heteroatomen und/oder Doppelbin­dungs­äquivalenten) werden sie Listen aber rasch sehr lang: Selbst für eine harm­los aus­sehen­de Formel wie C₄H₆O₂ gibt es bereits dreistellig Isomere.

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Ich lese das als griechisch ΘΗΚ ΗΘΕ ΟΔΩΡ

wobei es komisch ist, daß (a) ich keine rechten griechischen Wörter daran erkennen kann (Inschriften enthalten aber oft Abkürzungen, die man kennen muß) und (b) daß das Ω die Form eines Kleinbuchstabens ω hat, während alles andere in Großbuchsta­ben geschrieben ist.

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H₂S ist saurer als H₂O, Mercaptane RSH sind saurer als Alkohole ROH, und wenig über­raschend ist auch Thiophenol (pKₐ≈6.6) saurer als Phenol (pKₐ≈10.0).

Der Grund ist natürlich, daß S viel größer und diffuser als O ist, daher kann dort eine ne­gative Ladung leichter untergebracht werden. Sauerstoff-Anionen sind dagegen klein, und die hohe Ladungsdichte macht es instabil (dafür kann man eine negative Ladung am Sauerstoff stabilisieren, indem man einen zweiten O zur Reso­nanz hin­baut, so wie im Carboxylat oder Sulfat oder vielen anderen).

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Das Wort statuĕre gehört zur konsonantischen Konjugation, daher bildet es seinen Kon­junktiv Präsens mit -a- — das tun nämlich eigentlich alle lateinischen Verben so, außer den a-Stämmen (die nehmen -e-) und ein paar verirrten Schafen (velle, esse), die diese Form mit -i- bilden.

Daher kann statuet unmöglich ein Konjunktiv sein. Stattdessen ist es Futur: ‘er wird er­richten’ (oder was auch immer Du für eine Übersetzung haben willst)

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Ich habe ein paar Bhūṭānesen getroffen, die konnten sehr gut Englisch. Klar sind es im­­mer die gebildetsten und kosmopolitischten, die man außerhalb des Landes antrifft.

Was irgendwie die Frage aufwirft, wie Du überhaupt ins Land kommen willst. Bhūṭān kann man nicht so einfach betreten, dazu muß man einen absurden Eintritts­preis von ich weiß nicht ca. 300 $/Tag bezahlen und reist mit einem eigenen Troß aus Fahrer, Koch, Kloputzer, Führer, Guide, Dolmetscher und mindestens zwei Geheim­polizisten.

Mir würde das keinen Spaß machen; aber selbst wenn Du das anders siehst, kannst Du nicht wirklich erwarten, daß Du mit „Leuten reden“ kannst, denn die „Regierungs­mitarbeiter“ in Deiner Entourage werden schon dafür sorgen, daß Du nur mit den rich­ti­gen über das Bruttonationalglück fachsimpeln kannst.

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Nimm einen Liter Ammoniumsulfatlösung. Die wiegt m=V⋅ρ=1228 g, davon sind 40% also 491 g Ammoniumsulfat, also ist die Massenkonzentration β=491 g/l, und wie groß die Stoffmengenkonzentration c=β/M ist, würde ich auch noch hinschreiben, wenn irgendwo eine molare Masse gegeben wäre.

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Nun ja, Essigsäure ist recht schwach, d.h. nur wenige Essigsäuremoleküle reagieren mit Wasser zu H₃O⁺. In einer 0.1 mol/l Lösung liegen 98.7% als CH₃COOH vor und nur 1.3% als Acetat. Das ist Deine Situation bei 0 ml Verbrauch.

Umgekehrt ist Acetat wirklich eine ausgesprochen schwache Base. In einer 0.1 mol/l Lösung liegen 99.99% davon als Acetat vor, die freien Essigsäuremoleküle kannst Du Dir an einer Hand abzählen. Das ist Deine Situation bei 10 ml Verbrauch (durch das Volummen der Maßlösung hat Du aber eine Konzentration von nicht 1⁄10 sondern 1⁄11 mol/l)

Also kannst Du in sehr guter Näherung die Konzentration folgendermaßen be­stim­men: Bei Volumen Null ist c(Essig)=0.1 und c(Acetat)=0, bei irgendeinem Volumen 0<v<10 ist c(Acetat)=(10−v)/(100+v) und c(Essig) um diesen Betrag vermindert. So sieht das dann aus (rot die Säure, blau das Anion):

Das ist ein bißchen kompliziert, weil sich das Volumen dauernd ändert und daher die Summe von Essig und Acetat nicht konstant bleibt (vgl. graue Fläche am oberen Rand). Etwas einfacher kann man fast dieselbe Infomation zeigen, indem man aufzeichnet, wie sich da Verhältnis von Essig:Acetat im Lauf der Titration ändert. Die folgede Graphik zeigt das: Zusätzlich zur bekannten Titrationskurve (schwarz) sind auch noch die relativen Anteile Essigsäure (rot) und Acetat (blau) eingetragen.

Da die Hintergrundfarben in dem Plot echt berechnet wurden (und nicht der oben angegebenen Formel geschätzt), kannst Du auch erkennen, daß bei Verbrauch Null die Säure nicht exakt 100% ausmacht, sondern nur die oben erwähnten 99.7%.

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Essigsäure ist kein Puffer, Natriumacetat auch nicht; nur die Mischung von beidem kann puffern. Zum Beweis zeige ich eine Titrationskurve von Essigsäure:

Wir beginnen mit 20 ml einer 0.1 mol/l Essigsäure und trofen 0.1 mol/l NaOH dazu. Die fette schwarze Kurve zeigt den pH in Abhängigkeit von der Zugabe an Lauge.

Ganz am Anfang gibt es einen kleinen pH-Sprung von etwa 1½ pH-Einheiten. Also puffert die Säure nicht.

Nach 20 ml besteht die Lösung aus reinem Natriumacetat (weil die Säure voll­stän­dig von der NaOH neutralisiert wurde). Da springt der pH wie verrückt, ist also auch kein Puffer.

Der Pufferbereich liegt dazwischen: Im Intervall von 5 bis 15 ml ändert sich der pH der Lösung um nur 1 pH-Einheit, trotz Zugabe von 1 mmol NaOH. Den Grund dafür siehst Du an den Hintergrundfarben: Die Zugabe der Säure verändert das Säure/Ace­tat­-Verhältnis, von denen beide in grob ähnlichen Mengen vorliegen, das Konzen­tra­tions­verhältnis ändert sich dabei nur innerhalb von grob einer Zehnerpotenz. Und mit ein bißchen Rechnerei (Massenwirkungsgesetz) sieht man, daß dieses Kon­zen­tra­tions­ver­hält­nis logarithmisch in den pH eingeht (bei 0 ml ist es sehr groß, fast ∞, und bei 20 ml ist es sehr klein, fast 0, und da wirkt es sich trotz des Logarithmus eben doch aus).

Ab 25 ml ändert sich der pH auch nicht mehr viel. Das hat dann aber nichtss mit Puffer zu tun, sondern damit, daß die zugetropfte Lauge (pH=13) auch nicht mehr viel alkalischer ist als die Probelösung, es kann also nicht mehr viel passieren.

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Śrī Laṅkā ist weitegend ungefährlich. Aber für die Partymeile an den Stränden (vor allem rund um Hikka­ḍūva, da liest man gelegentlich Übles) kann ich mich nicht verbür­gen, weil ich diese Gegend meide.

Du mußt vor der Einreise ein elektronisches Visum beantragen, das einen Monat gilt und problemlos auf drei verlängert werden kann. Eine Verlängerung um weitere drei Monate ist möglich, aber nicht garantiert; ich habe es zweimal bekommen, aber ein­mal wollte mit der Typ nur weitere 45 Tage zugestehen. Das hängt wohl davon ab, wieviele Kakerlaken dem Beamten am fraglichen Tag schon über die Leber gelaufen sind. Die erste Verlängerung ist billig, die zweite leider nicht.

Verlängerungen kreigt man nur im Department of Immigration in Kŏḷaᵐba im Stadt­teil Maradana, Anträge müssen bis 13:00 gestellt werden, und das kann lästig wer­den, wenn man für den lächerlichen Amtsweg extra in die häßliche Stadt fahren muß. Even­tu­ell steigst Du in Mīgamuva ab, das ist zwar nicht sonderlich schön, aber ak­zep­ta­bel und nur eine gute Busstunde von Kŏḷaᵐba entfernt. Ich mache es immer von Kaṇḍi aus, und das ist schon ein verflixt langer Tag.

Februar–August ist grundsätzlich OK, auf der Insel ist es immer schön. Vielleicht hast Du im August auch noch die Chance, ein Stück von der Pĕrahæra in Kaṇḍi zu sehen; das ist wirklich umwerfend.

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Klar, standardmäßig beginnt man bei der Carboxylgruppe. Wenn man von der anderen Seite beginnen will, kann man die inoffizielle ω-Nomenklatur verwende: Das letzte C-Atom (Methyl) heißt ω, und die davorliegenden ω−1, ω−2 etc.

Eine ω−3-Fettsäure hat also ihre Doppelbindung zwischen dem dritten (ω−2) und dem vierten C-Atom (ω−3), von der Methylseite gezählt, und die kleinere wird zur Lage angegeben.

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https://what-if.xkcd.com/74/

Das hat tatsächlich schon mal jemand durchgerechnet:

If we assume Jurassic dinosaur water requirements were similar to mammal ones, then this suggests dinosaurs drank something like 10²² or 10²³ liters of water during the Mesozoic era—more than the total volume of the oceans (10²¹ liters).

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Öfters ist der adverbial gebrauchte Komparativ von oft. Normalerweise drückt der Kom­pa­ra­tiv ja eine Steigerung aus, aber in diesem Fall kommt eine andere, seltenere Bedeutung zum Tragen: Es bedeutet ‘ziemlich oft’. Weitere Beispiele für so eine Ver­wendung des Komparativs sind etwa Älterere Menschen haben mehr Probleme am Arbeitsmarkt oder Die Reform benachteiligt die Bezieher kleinerer Einkommen.

Wenn Du eine eine Steigerung von oft mit Standardbedeutung brauchst, dann nimmst Du öfter. „Ich bin oft in Indien“ — „Ich fahre auch öfters dorthin“ — „Ich bin schon öfter dagewesen“. Nur der letzte Satz bedeutet, daß der Sprecher häufiger nach Indien kommt als die anderen.

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Fleischfresser

Für einen reinen Aasfresser wären sowohl das Gebiß als auch der Laufapparat über­dimensioniert. Die These vom Aasfresser (vor allem begründet mit dem sehr schar­fen Geruchs­sinn) wird deshalb in Fachkreisen (zu denen ich mich nicht zähle) nicht ernst­genommen. Außerdem gibt es ein Fossil, das zeigt, daß T. rex an leben­den Hadro­saurien geknabbert hat (in diesem Fall hat das Opfer den Angriff um Jahre überlebt).

Natürlich hat jedes Raubtier Spaß daran, wenn der Happen schon verzehrfertig in der Savanne herumliegt — und dann wird ein armer Dakotaraptor schon einmal von sei­ner Beute verjagt, Priorität hin, Fairness her. Machen heutige Topprädatoren genauso: Löwen vertreiben gerne Hyänen und essen dann gratis, und der Rechtsweg ist aus­geschlos­sen. Das macht Löwen aber nicht zu Aasfressern.

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