Wann spricht man ein St mit "sch" aus (so wie bei Stiefel) und wann ohne "sch" (so wie bei Stil)?

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16 Antworten

Das kommt vom Wortursprung her. Alle Wörter die ursprünglich der deutschen Sprache haben spricht man scht aus, wenn das St oder Sp am Wortanfang steht. In der Wortmitte oder am Wort Ende wird st gesprochen, wie in Pest,Rest.

Fremdwörter können der Ausspracheregel ihrer Ursprungssprache folgen, z.B. Statue, Star, Stil, Das Gemeine an der Sache ist, dass wir viele Fremdwörter schon so lange in unserer Sprache haben, dass wir sie nicht mehr als Fremdwörter wahrnehmen. Die Ausspracheunregelmäßigkeit haben sie trotzdem behalten.  Leider hilft da nichts anderes als die Unregelmäßigkeiten auswendig zu lernen. :(

Das müssen wir Deutschen auch, wenn wir Englisch oder irgendeine andere Sprache lernen.

Fremdwörter können der Ausspracheregel ihrer Ursprungssprache folgen, z.B. Statue, Star, Stil,

Kann denn jemand mit Sicherheit sagen, wie die alten Römer das ausgesprochen haben?

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@Machtnix53

Im Übrigen werden im Süden Deutschlands auch diese Wörter mit "scht" gesprochen. Auch in den Wörterbüchern findest du beide Aussprachevarianten aufgeführt.

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Man spricht es doch "Schtatue" ? :)

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@PrivateUser

Nur wenn du aus Süddeutschland stammst ist diese Aussprachevariante zulässig. Hochdeutsch ist es nicht.

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Die anderen Erdlinge machen das genauso, wie Du es gemacht hast. Auch Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, können in aller Regel hören und nachsprechen. So lange sie es nicht gehört haben, wissen sie es nicht.

Über die Regeln, die einer Sprache zugrunde liegen, macht man sich am besten dann Gedanken, wenn man sie relevant werden, denn sie sind keine zwingende Voraussetzung, um eine Fremdsprache zu erlernen. Wir können schließlich auch anfangen zu singen, ohne vorher Notenlehre oder andere musikteoretischen Kenntnisse erworben zu haben.

Gruß Matti

Genau!

Nun singet und seid froh! 

Beim Sprechen ebenso.

"Stil" und "Schtiehl" sind gleichberechtigt.

;-))

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@earnest

Ja, mir ist noch das hamburgische »Stolpern über einen spitzen Stein« eingefallen, welches sich kolossal vom »Schdolpern über einen schbitzen Schdein« anderer Regionen Deutschlands unterscheidet. 

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@earnest

Ach, ich sehe gerade, Du hast das Beispiel an anderer Stelle schon gebracht. Naja, meist lese ich das Kauderwelch anderer Leute erst, wenn ich meinen Psalm zum Besten gegeben haben. (;

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 Mir ist da keine bekannt. Kommt jetzt auch nicht so häufig vor in unserem Sprachgebrauch von daher weiß man es beim erlernen dieser Wortes einfach.

Schätze mal in diesem Zusammenhang, dass diese Ausnahmen eher von der eigentlichen Wortabstammung her rührt. Da Stil und/oder Stola beispielsweise aus dem Latein eingedeutscht wurde kann es gut möglich sein das dies der Grund ist.

Genau weiss ich das aber jetzt auch nicht.

Alles, was nicht mehr als Fremdwort empfunden wird, spreche ich mit sch aus. Also auch 'Stil' , 'Station' und ähnliches. Fremdwörter aus dem Lateinischen werden auch eher deutsch ausgesprochen.

Was anderes ist es mit 'style' oder 'railway station', da ich weiß, dass es englisch ist und da kein Wort mit 'scht' anfängt.

Die einen sprechen so und die anderen snacken so … :-)

In den unterschiedlichen Regionen Deutschlands wird eben auch unterschiedlich gesprochen. Im Norden heisst es Stiefel und Stil und im Süden sagen die Leute (phonetisch geschrieben) eher Schtiefel und Schtil.

Es ist eben nicht alles in der deutschen Sprache so geregelt! Andererseits: Muß man den alles regeln? Häufig ist der gesunde Menschenverstand doch völlig ausreichend!

Da es bei "Stil" zwei Aussprachemöglichkeiten gibt, muss sich jemand, der die Sprache lernt, hier eigentlich gar nichts merken. :-))

Auch im zweisprachigen Wörterbuch werden z.B. beide Aussprachemöglichkeiten angeführt. Wir im Süden Deutschlands sprechen hier nur "scht".

http://de.pons.com/übersetzung?q=Stil&l=deen&in=&lf=de

In manchen Dialekten spricht man auch bei  "Stil" ein "sch".

Und die Hamburger würden wohl auch bei "Stiefel" kein "sch" verwenden.

Kann man also nicht so pauschal sagen, sondern ist abhängig vom regionalen Dialekt.

In manchen Dialekten spricht man auch bei  "Stil" ein "sch".

Wenn schon Dialekt, dann schon eher ein Klassendialekt als  ein regionales.(von Hamburgern mal abgesehen). Stil ohne sch kenne ich eigentlich nur von Leuten, die sich vom gewöhnlichen Volk abgrenzen wollen. Oder beweisen wollen, dass sie wissen, was ein Fremdwort ist und was nicht.

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@Franz577

Ich denke es handelt sich eher um eine "Nord-/Südgefälle".
In Bayern und Österreich wirst du hier nur "scht" hören.

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Ich wüßte nicht, dass es dazu eine Regel gibt. In weiten Teilen Norddeutschlands "stößt man doch eh bei 'jedem' st und sp mit der Zunge an den spitzen Stein", oder nicht?

Menschen die Deutsch lernen und aus anderen Länder kommen, sprechen das auch nicht perfekt aus.
Das kann man ein wenig vergleichen wie im italienischen.
Bei amici (Freunde) spricht man das "ci" auch mit "tschi" aus und nicht "ki".
Bei amiche (Freundinnen) spricht man es mit "ki" aus.
Also das muss man lernen, aber so schlimm wäre/ist es nicht, wenn jemand da "Stifel" sagt, anstatt Schtiefel.
Lg
SirRatgeber

"amiche" mit "ki"? Wo kommt da ein "ki" vor?

Wenn, dann ein "ke", aber das ist in dem Fall ja auch einfach, da bei "amiche" nach dem "c" noch ein "h" kommt und man sich den Unterschied so gut merken kann.

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Ja klar mit "ke", hab einfach einen Denkfehler gemacht. Aber danke für die Verbesserung.

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@SirRatgeber

Gerne!

Aber dieses Beispiel aus dem Italienischen ist trotzdem nicht ganz vergleichbar, weil hier ja unterschiedliche Schreibweisen auftreten und man so schon auf den ersten Blick sieht, wie man es ausspricht.

Beim "st" im Deutschen ist das ja nicht der Fall.

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Ja, ich hab geschrieben "ein wenig".
Natürlich ist es kein guted Beispiel, aber das mit dem "ci" und "chi" muss man lernen, im Deutschen ist das auch der Fall.

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@SirRatgeber

Richtig, lernen muß man beides. Aber im Italienischen fällt es doch deutlich leichter, weil man hier die Aussprache schon an der Schreibweise erkennt.

Abgesehen davon ist es kein großer Fehler, wenn man im Deutschen mal ein "st" anders ausspricht als es die meisten tun. Es klingt nur ein bißchen komisch.

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@Franz577

Es ist meist überhaupt kein "Fehler", da beide Aussprachen "amtlich zugelassen" sind. 

Und das klingt vielleicht nur in Deinen Ohren komisch.

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@earnest

Ok, umso besser. Wenn im Deutschen beide Ausspachen von "St" am Anfang eines Wortes richtig sind, dann muß man da ja eigentlich gar nichts extra lernen (wie SirRatgeber meint).

Beim italienischen "ci" und "che" macht es jedoch schon einen Unterschied, aber da ist ja wie gesagt auch die Schreibweise anders.

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Ich spreche die dinge allgemein aus wie ich es denke und wenn es falsch ist  es auch egal.

Aber ich glaube dass es was mit A,E,I,O,U zu tun hat.

die meisten Sachen die mit sch ausgesprochen werden haben danach einen vokal.

 

 

 

Wenn du das St Scht Problem gelöst hast, wendest du dich dem CH Problem zu.
Wieso sagt ihr deutschen "Schina" zu "China" aber andererseits "Chor" und nicht "Schor".

Ihr Deutschen?

Also, ich sage "China" mit dem "Ich-Laut" vorneweg. Die Leute (z.B.) in BaWü, die das anders machen, können alles, nur kein Hochdeutsch...

;-)

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"Ihr Deutschen" hab ich absichtlich geschrieben weil du in der Frage auch verallgemeinert hast.

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Diese Frage gab es hier schon ziemlich oft. (Benutze die Suchfunktion.)

 

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 Stilaspekt kriegt als "Fremdwort" natürlich das Hamburger "St"; schrtamme Schtiefel natürlich nicht. 

Aber bei "stationär" und "Stadion" wird's dann schon wieder schwierig mit einer Regel....

Gruß, earnest


Ach, es ist ja noch viel schlimmer!

Auch ich erwische mich gelegentlich dabei, "Stil" wie "Schtiel" auszusprechen. 

Das ist wohl der schleichende Prozess der "Eindeutschung" von "Fremdwörtern".

P.S.: Willkommen bei den "Schtis".

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@earnest

Geht mir genauso, macht aber gar nix:

Aussprache:

IPA: [ʃtiːl], [stiːl]
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@adabei

Bei Euch drunten ist wohl manches einfacher.

;-))

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Wir Schwaben nehmen das ziemlich locker, im Zweifel "sch + t". 

Wir Deutschen wissen das natürlich "von Natur aus"

Das war wohl nix.

Jahaha :))

Habe den "weißen Schimmel" bereits zur Bearbeitung gegeben. So etwas fällt immer erst hinter auf... :D

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@TimeosciIlator

Das ist natürlich gar kein weißer Schimmel, Oszi.

Du hast da ein weißes Pferd und einen weißen Maulesel - die Bedeutungen sind unterschiedlich.

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@TimeosciIlator

Es gibt in Deutschland so viele Dialekte, die abweichende Aussprachen bedingen, Anglizismen tragen auch nicht gerade zu einer einheitlichen Aussprache bei.

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Naja, der Hamburger weiß das natürlich von Natur aus, der stolpert weder über Stil noch Stiefel.

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Doch, das war natürlich was, Schnoofy. 

Das erste "natürlich" steht für "selbstverständlich", das "von Natur aus" steht für so etwas wie "angeboren".

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@earnest

Inzwischen hat es der Support auch bemerkt und für weniger Natürlichkeit gesorgt^^.

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@TimeosciIlator

Der Support hat nur - unnötigerweise, wie ich dir zu erklären versucht habe - auf deine überbesorgte Anfrage reagiert.

;-)

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@earnest

Es ist also keine Frage falscher Grammatik, sondern nur eine Schtiehlfrage (Wortecho).

;-)

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Ich lebe mit Dialekt und da spricht man meistens auch steak wie schdeg. Also mit sch

Also "schdeg" sage ich nicht, aber "schdejk".

Also zwar mit "sch", aber trotzdem noch etwas an die englische Aussprache angelehnt.

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ne ich sage so wie ein steg also des ins wasser halt mit dialekt. ich bin hohenloherin❤❤

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Keine Hamburger oder Friesen hier?   
Die müssten es eigentlich wissen ;-)    

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