Immer noch berechtigte Zweifel an Evolutionstheorie nach Darwin?

keine Kreosten? Dann wirst du nur die Antworten bekommen die du suchst, also niemals wird dir irgend einer die Unmenge an berechtigten Zweifel der Evolutionstheorie aufzeigen.

Verstehe nicht. Wieso? Bin eher wissenschaftlicher Typ.

Nun ich glaube nur, was ich selbst auch prüfen kann und nicht was mir andere sagen was ich zu glauben habe.

Kann sein. Ja.

18 Antworten

Darwin hatte Recht: Der Kampf ums Überleben ist zweifellos ein wichtiger Faktor, dessen Bedeutung für die Evolution er erkannt hat. Jedoch, hat man, (um ein Beispiel zum Vergleich zu nennen,) die Lebenswirklichkeit vollumfänglich erkannt, indem man sagt, "man lebt, um Geld zu verdienen, denn ohne Geld kann man nicht leben"?

So sagt Darwin singemäß: Die Lebewesen müssen sich ständig anpassen, wenn sie überleben und sich weiter vermehren wollen.

Dieser Kampf ums Dasein ist vielleicht nur ein Aspekt von mehreren, und andere sind möglicherweise wichtiger als er.

Darwins Evolutionstheorie beruht auf zwei Annahmen, die kaum jemand bestreitet:

  1. Alle Lebewesen haben Nachkommen, die sich von ihnen leicht unterscheiden (Mutation).
  2. Lebewesen, die gut an ihre Umwelt angepasst sind, überleben besser und pflanzen sich häufiger fort (Selektion).

Kaum bestritten ist auch, dass man alleine mit diesen zwei Annahmen unlaublich viele Phänomene der Biologie erklären kann. Z. B., weshalb Giraffen lange Hälse haben, wie man grössere Äpfel züchtet, weshalb Bakterien resistent werden, wenn man Antibiotika falsch anwendet, weshalb alle Lebewesen grundsätzlich gleich aufgebaut sind, weshalb manche Tiere und Menschen bereits kurz nach der Geburt sterben oder verkrüppelt zur Welt kommen. Es gibt keine naturwissenschaftliche Theorie, die mit derart geringen Annahmen derart viele völlig verschiedene Dinge erklären kann. Es gibt kaum einen Fachartikel zur Biologie, in dem nicht direkt oder indirekt auf diese Theorie Bezug genommen wird. Darwins Theorie ist die Grundidee der gesamten Biologie.

Allerdings hat Darwin noch eine dritte Annahme gemacht, die er zu seiner Theorie eigentlich gar nicht braucht und die tatsächlich nicht beweisbar ist. Er sagte nämlich zusätzlich:

Die gesamte Artenvielfalt der Erde entstand durch die obigen zwei Annahmen (Darwins Hypothese).

Niemand kann beweisen, dass es nicht noch andere Effekte in der Natur gibt. Die Epigenetik ist möglicherweise so ein Phänomen. Die Erlebnisse eines Lebewesens führen in vielen Fällen offensichtlich dazu, dass sich das Lebewesen anpasst und danach besser für solche Fälle ausgerüstet ist. Nach der Epigenetik werden solche Lernprozesse in gewissen Fällen genetisch gespeichert und können sogar weiter vererbt werden.

Du könntest sogar annehmen, dass ein Schöpfer im Normalfall zwar der Evolution ihren Lauf lässt, aber dann doch in einzelnen Fällen eingreift. Dies würde aber nichts daran ändern, dass Darwins Theorie stimmt. Sie wäre nur nicht der einzige Mechanismus.

Danke, interessant.

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Da stellt sich dann aber sofort die Frage, durch selchen einfachen Selektionsprozess ein dermaßen komplexer "Schöpfer" entstehen konnte und in welchem Universum das passierte.

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@TMA01

Hier wird am Beispiel des Linsenauges vorgeführt, wie durch diesen einfachen Selektionsprozess und durch Mutationen über viele Generationen selbst so komplexe Dinge wie ein Linsenauge entstehen konnte: https://fragen-raetsel-mysterien.ch/die-evolution-des-linsenauges/

Ich kenne nur ein Universum. Hier passiert dies. Aber die Evolution ist so selbstverständlich, dass sie in jedem Universum automatisch passiert, wenn nicht ein bösartiger Dämon sie gezielt verhindert.

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@diderot2019

Das ist mir alles BESTENS bekannt. Kann es sein, dass du das jemand anderem schreiben wolltest? Denn hinsichtlich meines Kommentars ergibt dein Kommentar keinen Sinn.

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@TMA01

Dann habe ich deinen Kommentar falsch verstanden. Ich dachte, du wunderst dich darüber, wie durch Evolution komplizierte Eigenschaften entstehen können.

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@diderot2019

Nein, ich mache deutlich, wie absud die Vorstellung eines um Größenordnungen komplexeren Schöpfers unserer komplexen Existenz ist und das ohne eine Entwicklung vom Einfachen zum Komplexen durch additive Prozesse einer Selektion.

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Alle Lebewesen haben Nachkommen, die sich von ihnen leicht unterscheiden (Mutation).

Der Grund für die Unterscheidung ist nur zu einem winzigen Teil Mutation. Allgemein ist es die Variation. Bei sexueller Fortpflanzung wird die Variation fast ausschließlich durch Rekombination von Genen erzeugt. Mutationen sind zum größten Teil negativ. Neutrale Mutationen werden allerdings durch den doppelten Chromosomensatz (rezessiv-dominant) geschützt, bis sie durch Kombination mit anderen sich als positiv bewähren können.

Durch Sexualität und Rekombination kann eine Art viel schneller auf Umweltänderungen reagieren, als wenn sie auf zufällige Mutationen warten müsste. Es gibt im Genpool schon Exemplare, die besser zu den neuen Bedingungen passen. Die Reaktion der Art geschieht durch Verschiebung des Genpools dorthin.

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ja

a) wo ist das erste Leben hergekommen. Das allein aus irgendwelchen Molekülen Leben entsteht ist nicht weiter bewiesen.

b) wieso gibt es Arten die nicht gerade erst sich aus anderen entwickelt haben aber viel schlechter angepasst als die ursprungsart aus der sie sich entwickelt haben.

c) die Theorie nach Darwin sagt "survival of the fittest". Das stimmt aber nicht. Es überleben auch ganz Schwache. Es geht nicht um "fittest" sondern um das Gesamtpaket, das die Art zum Überleben gefunden hat. Dabei gehts von Reproduktionsrate über Versteckmöglichkeit bis hin zu abstoßenden Geruch. Muss nicht unbedingt die fitteste Erscheinung sein.

SotF gibt es ohnehin nicht mehr. Dafür müssen du Gesetze abschaffen and so on. At least denke ich das.

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a) noch weniger ist bewiesen, dass ein mystischer, außerirdischer Zauberer dafür verantwortlich ist.

b) Evolution ist kein Akt von jetzt auf gleich, sondern dauert tausende, hunderttausende und millionen von Jahren. Dennoch gibt es auch eine beobachtbare Evolution.

c) In der freien Natur nicht. Da werden die Schwachen konsequent aussortiert. Dass das beim Menschen weniger der Fall ist, haben wir nur der Medizin zu verdanken.

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@profanity

nö falsch :-) das mit dem Zauberer ist richtig, aber besagt noch lange nicht ob was anderes richtig ist. Der "Zauberer" schickt Asteroiden mit Kurs auf die Erde. Entweder sind darauf Lebewesen oder er ist dazu da die bestehenden nahezu auszurotten um wieder andere Verhältnisse zu schaffen.

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@iqKleinerDrache

...da die zufällige Bildung diverser Aminosäuren und die haltbare Konstellation mittels einer Fettschicht, sodass daraus der erste Einzeller entstand, Millionen von Jahren gedauert hat. Alles in allem ist das jedenfalls die objektivste und allerwahrscheinlichste Hypothese, wie überhaupt auf einem Exoplaneten Leben entsteht.

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Mit "survival of the fittest" meinte er, so viel ich weiss, das Überleben des am besten Angepassten und nicht das Überleben des Stärksten.

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wo ist das erste Leben hergekommen.

das ist Abiogenese und hat nichts mit Evolution zu tun

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Muss nicht unbedingt die fitteste Erscheinung sein.

"fit" wird mit "angepasst" übersetzt

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@wilmaed

ja, aber das mit dem Anpassen ist eher künstlich kaputt gemacht... sehe das so oder so nicht mehr gegeben. Aber denken andere wohl anders

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@VaccineC19

which skirt size will fit you the best.

bedeutet: Welche Rockgröße passt dir am besten?

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Was sagt denn die Evolutionstheorie über die Entstehung des Lebens aus, was anzuzeeifeln wäre?

Und das mit dem "fittest": übersetzen wir das nicht einfach falsch? Bedeutet es wirklich nur das, was wir heute unter Fitness verstehen, oder kommt es von dem englischen Verb 'to fit', also passen? 'The fittest' wäre dann das Individuum, das am besten passt, angepasst ist. Dann kann es nämlich schon sein, dass zb unter Bedingungen von Nahrungsmangel ein kleineres, schwächeres Individuum 'more fit' ist, weil es weniger Energie verbraucht, und damit weniger Nahrung benötigt als das unter diesen Bedingungen sinnlos dicke, große Muskelpaket, das wir als besonders 'fit' ansehen!

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Nein, absolut nicht. Sie ist sowohl, was die molekulargenetischen Fakten, die geografische Verteilung verwandter Arten, die Fossilienfunde als auch beobachteten Evolutionseffekte angeht eine gesicherte Erkenntnis.

Wie ist das zu klären, dass zu wenig Zwischenglieder gefunden werden, wo selbst Dinosaurierknochen ausgegraben werden... Müsste die Erde nicht voll sein. So sind doch recht wenig bekannt.

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@VaccineC19
Wie ist das zu klären, dass zu wenig Zwischenglieder gefunden werden

Das ist eben gar nicht der Fall. JEDES einzelne Fossil IST ein "Zwischenglied". Selbst OHNE Fossilien wäre die Evolution ein bewiesener Fakt. Es existieren keinerlei Lücken. Der Eindruck entsteht nur bei Laien, weil nun mal Fossilien irgendwie benannt und eingeordnet werden müssen. Diese Einordnung wechselt auch mal, wenn es neue Funde gibt.

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@TMA01

aha, okay. verstehe ich. Dann muss ich noch einmal schauen.

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@VaccineC19

Da der Bearbeitungszeitraum nicht reichte...

Die Erde IST voller Fossilien. Wir können froh sein, dass es so viele sind. Aber damit etwas fossilisiert wird, bedarf es bestimmter Bedingungen und die waren keineswegs ÜBERALL vorhanden und auch nicht jede Lebensform kann fossilisiert werden. Bei Weichtieren wirds schwer.

Lies mal Richard Dawkins "Die Schöpfungslüge" und "Geschichten vom Ursprung des Lebens".

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@VaccineC19
Müsste die Erde nicht voll sein.

Zusätzlich zu dem was @TMA01 schon geschrieben hat noch der Hinweis, dass eine Fossilisation ein sehr seltenes Ereignis ist.

Und schon hat er mich überholt :-).

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@TMA01

Darauf bezog sich das "überholt". Bei mir hat die Bearbeitungszeit nämlich noch gereicht. Löschen wollte ich dennoch nicht.

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@VaccineC19

Noch ein kleiner Nachtrag zu den "Lücken-Fans" unter den Evolutionsleugnern:

Nehmen wir mal zwei Fossilien A und B, die erkennbar zwei verschiedene Entwicklungsstadien einer Spezies darstellen und es geht um das angemahnte, fehlende "Zwischenglied". Nun wird ein solches (X) gefunden und schließt die angebliche Lücke. Oh nein! Jetzt gibt es ZWEI Lücken statt einer, nämlich zwischen A und X und X und B. Da merkt man schon, wie lächerlich dieses Lückenargument ist.

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@VaccineC19

Der "Missing Link" und das "Intelligent Design" sind Erfindungen der Kreationisten. Sie setzten diese Thesen in die Welt, um an amerikanischen Schulen unterrichten zu können, da dort Religionsunterricht nicht erlaubt ist. Mit diesen pseudowissenschaftlichen Argumenten konnten sie anfangs zwar Fuß fassen, sind aber auch mittlerweile wieder raus, da ihre Kritiken mehr als eindeutig widerlegt worden sind.

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Nein. Und auch der "Aufbau und die Komplexität des DNA Moleküls" ist kein ebensolches. Dies wäre wenn dann ein Argument gegen die Abiogenese (die Evolutionstheorie macht keine Aussage zur Entstehung des Lebens), aber auch hier ist es schlicht ein extrem unsinniges.

Die Evolutionstheorie ist über jeden seriösen Zweifel hinaus belegt und somit ein Fakt. Wie beispielsweise auch die Keimtheorie der Krankheit, die Zelltheorie oder die Atomtheorie.

Die einzigen Gründe diesen Fakt zu bestreiten sind Ignoranz und religiöser Fanatismus.

Woher ich das weiß:Beruf – Wissenschaftler/Molekularbiologe

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