Darwins Evolutionstheorie beruht auf zwei Annahmen, die kaum jemand bestreitet:

  1. Alle Lebewesen haben Nachkommen, die sich von ihnen leicht unterscheiden (Mutation).
  2. Lebewesen, die gut an ihre Umwelt angepasst sind, überleben besser und pflanzen sich häufiger fort (Selektion).

Kaum bestritten ist auch, dass man alleine mit diesen zwei Annahmen unlaublich viele Phänomene der Biologie erklären kann. Z. B., weshalb Giraffen lange Hälse haben, wie man grössere Äpfel züchtet, weshalb Bakterien resistent werden, wenn man Antibiotika falsch anwendet, weshalb alle Lebewesen grundsätzlich gleich aufgebaut sind, weshalb manche Tiere und Menschen bereits kurz nach der Geburt sterben oder verkrüppelt zur Welt kommen. Es gibt keine naturwissenschaftliche Theorie, die mit derart geringen Annahmen derart viele völlig verschiedene Dinge erklären kann. Es gibt kaum einen Fachartikel zur Biologie, in dem nicht direkt oder indirekt auf diese Theorie Bezug genommen wird. Darwins Theorie ist die Grundidee der gesamten Biologie.

Allerdings hat Darwin noch eine dritte Annahme gemacht, die er zu seiner Theorie eigentlich gar nicht braucht und die tatsächlich nicht beweisbar ist. Er sagte nämlich zusätzlich:

Die gesamte Artenvielfalt der Erde entstand durch die obigen zwei Annahmen (Darwins Hypothese).

Niemand kann beweisen, dass es nicht noch andere Effekte in der Natur gibt. Die Epigenetik ist möglicherweise so ein Phänomen. Die Erlebnisse eines Lebewesens führen in vielen Fällen offensichtlich dazu, dass sich das Lebewesen anpasst und danach besser für solche Fälle ausgerüstet ist. Nach der Epigenetik werden solche Lernprozesse in gewissen Fällen genetisch gespeichert und können sogar weiter vererbt werden.

Du könntest sogar annehmen, dass ein Schöpfer im Normalfall zwar der Evolution ihren Lauf lässt, aber dann doch in einzelnen Fällen eingreift. Dies würde aber nichts daran ändern, dass Darwins Theorie stimmt. Sie wäre nur nicht der einzige Mechanismus.

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Ja

Friedlicher als was? - Die Menschheit ist in den vergangenen 10'000 Jahren stetig immer friedlicher geworden. Dies belegt Steven Pinker in seinem Buch 'Gewalt' mit unzähligen Daten. Es gilt für alle Bereiche des Lebens: Krieg, einzelne Schlachten, Umgang mit Frauen, Kindern und Tieren, Gewalt auf der Strasse, Strafgesetz, ...

Die abrahamitischen Religionen waren ganz klar ein Schritt zu mehr Menschlichkeit und Frieden. Die Bücher Mose bestehen zu einem grossen Teil aus Gesetzen, welche uns zwar zum Teil grausam erscheinen, die aber schon wesentlich weniger grausam sind, als das gesetzlose Leben davor. Jesus stellte die Idee der gelebten Nächstenliebe ins Zentrum seiner Philosophie, die sich revolutionär von der Grundhaltung der Römer abhob. Bei den Römern galt Mitgefühl als Schwäche. Die Kinder der Römer wurden gezielt zu Unbarmherzigkeit erzogen. Selbst Mohammed, der als Feldherr unzählige Feinde umbrachte, brachte im Vergleich zur Zeit davor Frieden: Er vereinte die aufs Blut zerstrittenen Stämme unter eine einzige Religion.

Seither ist die Entwicklung zu weniger Gewalt aber weiter gegangen, nicht selten gegen den Widerstand der Religionen. Unsere heutige Gesetzgebung ist weit ausgefeilter, gerechter und friedlicher als die der Religionen. Wir haben Menschenrechte, Völkerrechte und sogar ein Kriegsrecht. Wir haben ein ausgefeiltes Justizsystem mit unabhängigen Richtern - immer im Vergleich zu früheren Zeiten.

Das ist der Entscheidende Punkt: Die Gesetze können und müssen weiter entwickelt werden. Dem stellen sich die Religionen oft entgegen. Denn wenn die Gesetze von Gott kommen, wie anmassend wäre es, als Mensch diese zu ändern! Aber sie kommen nicht von Gott. Wir müssen sie schaffen, anpassen und verbessern. Die Religionen, die den Menschen einst mehr Frieden brachten, sind heute Sand im Getriebe.

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Meiner Erfahrung nach werden Gifte massiv überschätzt. Damit du stirbst, musst du wirklich extrem viel von einer Substanz essen, es sei denn, du bist allergisch oder sonst schon geschwächt.

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Dass Wasser vom Himmel herab kommt, ist nun wirklich keine grosse Erkenntnis. Selbst wenn es in den Wüstengebieten, in denen Mohammed herum wanderte weniger regnete, finde ich das nicht so überraschen, dass er Regen kennt. Weshalb glaubst du, er meinte damit Kometen? Ist doch ziemlich abwegig.

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Theoretisch ja. Aber nur theoretisch, weil dies so unwahrscheinlich ist. Ausserdem würde das schwarze Loch sogleich wieder verdampfen, so dass nur Strahlung bliebe.

Nun überlege ich gerade, was dabei mit der Information passieren würde, die im Tisch gespeichert ist. Da scheint mir, es stimmt irgendwas nicht mit meiner obigen Antwort. Ich vermute, die Antwort auch deine Frage könnte nur eine Theorie der Quantengravitation geben, die wir noch nicht haben.

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Falls es ein Abschiedsgeschenk sein soll, ist eine persönliche Erinnerung schöner. Z. B. eine oder mehrere Fotos und von jedem Schüler 2-3 Sätze, woran er sich besonders erinnert.

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Die Hauptschwierigkeit heute ist, sich nicht ablenken zu lassen von Youtube etc. Früher gab es viel weniger Ablenkung. Deshalb konnten die Menschen früher viel längere und kompliziertere Texte lesen und verstehen. Das Internet ist vor allem eine Ablenkungsmaschine.

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Nein, ist sie nicht.

Darwins Evolutionstheorie beruht auf zwei Annahmen, die kaum jemand bestreitet:

  1. Alle Lebewesen haben Nachkommen, die sich von ihnen leicht unterscheiden (Mutation).
  2. Lebewesen, die gut an ihre Umwelt angepasst sind, überleben besser und pflanzen sich häufiger fort (Selektion).

Kaum bestritten ist auch, dass man alleine mit diesen zwei Annahmen unlaublich viele Phänomene der Biologie erklären kann. Z. B., weshalb Giraffen lange Hälse haben, wie man grössere Äpfel züchtet, weshalb Bakterien resistent werden, wenn man Antibiotika falsch anwendet, weshalb alle Lebewesen grundsätzlich gleich aufgebaut sind, weshalb manche Tiere und Menschen bereits kurz nach der Geburt sterben oder verkrüppelt zur Welt kommen. Es gibt keine naturwissenschaftliche Theorie, die mit derart geringen Annahmen derart viele völlig verschiedene Dinge erklären kann. Es gibt kaum einen Fachartikel zur Biologie, in dem nicht direkt oder indirekt auf diese Theorie Bezug genommen wird. Darwins Theorie ist die Grundidee der gesamten Biologie.

Allerdings hat Darwin noch eine dritte Annahme gemacht, die er zu seiner Theorie eigentlich gar nicht braucht und die tatsächlich nicht beweisbar ist. Er sagte nämlich zusätzlich:

Die gesamte Artenvielfalt der Erde entstand durch die obigen zwei Annahmen (Darwins Hypothese).

Niemand kann beweisen, dass es nicht noch andere Effekte in der Natur gibt. Die Epigenetik ist möglicherweise so ein Phänomen. Die Erlebnisse eines Lebewesens führen in vielen Fällen offensichtlich dazu, dass sich das Lebewesen anpasst und danach besser für solche Fälle ausgerüstet ist. Nach der Epigenetik werden solche Lernprozesse in gewissen Fällen genetisch gespeichert und können sogar weiter vererbt werden.

Du könntest sogar annehmen, dass ein Schöpfer im Normalfall zwar der Evolution ihren Lauf lässt, aber dann doch in einzelnen Fällen eingreift. Dies würde aber nichts daran ändern, dass Darwins Theorie stimmt. Sie wäre nur nicht der einzige Mechanismus.

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In Deutschland ist die Situation sicher etwas anders als in der Schweiz. Aber in der Schweiz kann ich praktisch alle Anlässe mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichen. Ich spare etwa 9'000.- Euro pro Jahr dadurch, dass ich kein Auto habe. Falls dann doch einmal ein Anlass so ist, dass ich nur mit dem Auto hin komme, leiste ich mir ein Taxi. Das geschah in den letzten 20 Jahren weniger als zweimal pro Jahr. Meine Freunde staunen dann jeweils, dass ich so viel ausgebe, nur um an diesen Anlass zu kommen. Dann rechne ich ihnen vor, wie viel ich so eigentlich spare.

Zugfahren ist Gewohnheitssache. Ich geniesse es, im Zug etwas zu lesen. Das könnte ich im Auto nicht. Aber ich weiss auch aus Erfahrung, dass man sich auch ans Auto gewöhnen kann. Dann fühlt man sich bereits zu Hause, wenn man ins Auto einsteigt. Im Zug zu fahren fühlt sich dann an, als käme man später heim. Das ist aber Gewohnheitssache.

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Janine Wissler setzt da vier korrekte und vernünftige Aussagen zu einer falschen Implikation zusammen. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen rechter und linker Gewalt. Und Wissler sagt ja sogar, dass sie sich von jeder Form von Gewalt abgrenze. Ausserdem stimmt es natürlich, dass der rechte Terror in Deutschland (und auch in vielen anderen Ländern) eine lange Tradition hat und nicht verharmlost werden darf. Alles richtige Aussagen, gegen die man eigentlich nichts haben kann.

Aber: Nachdem sie richtig gestellt hat, dass es Unterschiede zwischen rechtem und linkem Terror gibt, kritisiert sie nur gerade den rechten Terror, während sie den linken vergisst, obwohl dieser ja in Deutschland auch eine lange Tradition hat und verharmlost wird (z. B. Baader-Meinhof). Sie hat's also nicht geschnallt!

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Ich hätte gesagt: Das sind chemische Substanzen (natürliche oder synthetische), die süchtig machen, so dass man immer mehr davon haben will. Durch die Sucht, aber meist auch durch die chemische Wirkung sind sie schädlich.

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Du kennst sicher diese Wärmebeutel, in denen man ein Blechteil umklicken kann, so dass sie plötzlich warm werden. Da läuft eine exotherme chemische Reaktion ab (ex bedeutet 'aus, heraus', es kommt also Wärme heraus).

Nach einiger Zeit ist die chemische Reaktion zu Ende und der Beutel kühlt ab. Du kannst ihn aber in einer Pfanne mit kochendem Wasser wieder 'aufladen'. Dabei läuft die chemische Reaktion in die umgekehrte Richtung. Du gibst Energie rein, damit die Reaktion passieren kann. Diese umgekehrte Situation nennt man endotherm.

Kältebeutel, die auf einer chemischen Reaktion beruhen, sind ebenfalls endotherm. Wenn die Reaktion abläuft, entziehen sie der Umwelt Wärmeenergie und kühlen die Umwelt deshalb ab.

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Wenn du täglich in die Schule gehst, scheint mir das nicht so aussergewöhnlich. Da hat es eben viele Schüler, die komisch rennen und einen Stift und ein Heft haben. Wenn es dir in einem Altersheim passiert ist, würde ich mir vielleicht auch Gedanken machen.

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Erziehen geht nicht. Das können auch Eltern nicht. Menschen sind freie und freiheitliebende Wesen und lassen sich nicht irgenwo hinziehen.

Wenn du einem Kind aber etwas gibst (Interesse, Wohlwollen, Liebe, Unterstützung,...) dann ist die Chance gut, dass das Kind dich zum Vorbild nimmt und in die Richtung geht, die du ihm vorschlägst.

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Holodeck (beste Antwort) schrieb vor 12 Jahren zu Heisenbergs Unbestimmtheitsrelation:

Vielmehr wurde deutlich: bereits die Anwesenheit eines Beobachters nimmt Einfluss auf das Beobachtete, sprich, verändert es.

Das wäre ja nicht so erstaunlich. Das Bemerkenswerte ist, dass der Beobachter durch die Art der Beobachtung festlegt, wie die Welt sein kann. In der klassischen Physik beobachten wir ja auch nicht alles im Detail. Aber wir können getrost davon ausgehen, dass die Eigenschaften, die wir zufälligerweise nicht beobachten, trotzdem real sind. Es spricht in der klassischen Physik nichts dagegen, anzunehmen, die nicht beobachteten Eigenschaften seien real.

In der Quantenphysik ist dies anders. Ich habe dies lange nicht geglaubt und gedacht, dies sei nur ein Spruch der Quantenphysiker, um interessant zu tönen. Aber es ist wirklich so! Wie so ein Experiment aussieht, wird hier beschrieben: https://fragen-raetsel-mysterien.ch/sind-teilchen-die-niemand-sieht-real/

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