Wäre dem so, wäre das eine Bestätigung für eine Evolution nach lamarckistischem Vorbild. Dem ist aber nicht so.

Grundsätzlich können auf evolutionärem Weg nur die Eigenschaften weitergegeben werden, die auch in der DNA als Gene verankert sind. Zwar ist der grundsätzliche Aufbau von Antikörpern, gewissermaßen das Grundgerüst, genetisch verankert, nicht aber die spezifische Information, die es braucht, um einen Antikörper gegen ein ganz konkretes Antigen zu bauen.
Man muss sich auch überlegen, dass es sonst für jedes nur denkbare Antigen im Genom ein Gen geben müsste, das für einen entsprechenden Antikörper codiert. Das wäre echt ein unheimlich großer Aufwand und mit jedem neuen Antikörper würde das Genom wachsen und wachsen und wachsen ... Nur ganz wenige Antikörper sind aber tatsächlich genetisch codiert (eine dieser wenigen Ausnahmen sind z. B. die Antikörper der Antigene bei den Blutgruppen des AB0-Systems. Das heißt, wer beispielsweise Blutgruppe 0 hat, besitzt schon vor einem Erstkontakt mit Blut der Blutgruppe A oder B Antikörper gegen die Antigene A und B).

Nicht umsonst spricht man bei den Antikörpern davon, dass sie ein Teil des erworbenen Immunsystems sind. Zur Bildung von Antikörpern kommt es (von Ausnahmen, s. o., abgesehen) erst nach Kontakt mit dem entsprechenden Antigen. Spezialisierte Gedächtniszellen "merken" sich dann den Aufbau dieses Antikörpers. Kommt es dann zu einem erneuten Kontakt mit dem Antigen, kann der Körper sofort mit der Produktion der entsprechenden Antikörper beginnen. Eine Speicherung in Form von Genen erfolgt aber nicht. Und damit eine solche Information vererbt werden kann, müsste sie darüber hinaus auch noch in die Keimbahn gelangen, denn nur Mutationen der Keimbahn können auch an Nachkommen weitergegeben werden.

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Ja, sowohl Augen und Ohren sind das Ergebnis eines langen Evolutionsprozesses. Gerade die Evolution der komplexen Linsenaugen über verschiedene Zwischenstufen ist gut belegt, u. a. durch den Vergleich verschiedener Augentypen bei verschiedenen Tiergruppen, angefangen von einfachen Augenflecken über primitive Grubenaugen bis hin zum Linsenauge.

Viele Wissenschaftler und Ingenieure orientieren sich an diesem "Design" und haben auch noch nichts besserer gefunden

Oh doch. Viele technologische Lösungsansätze sind sogar wesentlich besser als das originale Vorbild aus der Natur. Diese Beispiele zeigen aber gerade weil das "Original" nicht perfekt ist, dass bei seiner Entstehung die Evolution am Werk gewesen sein muss und eben kein intelligenter Designer.

Ein Beispiel: die lichtempfindlichen Zellen (Photorezeptoren) sind auf der Netzhaut des Auges sehr ungleichmäßig verteilt. Wirklich scharf sehen kann das Auge nur in einem winzig kleinen Bereich, der Fovea centralis. Das ist bei Kameras anders. Bei Digitalkameras besitzen die lichtempfindlichen Chips überall die gleiche Leistung, weshalb ein mit einer Kamera aufgenommenes Foto auch überall die gleiche Auflösung hat und nicht nur in einem winzigen Bildausschnitt eine hohe Auflösung und auf dem restlichen Foto nur eine geringe Auflösung.

Mit dem "blinden Fleck" besitzt das Auge sogar einen Bereich auf der Netzhaut, in dem es überhaupt nichts sehen kann. Dort treten die Nervenfasern des Sehnervs (N. opticus) aus der Netzhaut zum Auge hin, weshalb an dieser Stelle für Photorezeptoren kein Platz ist. Der Grund dafür ist, dass die Retina invers aufgebaut ist, d. h. die Schicht der Photorezeptoren liegt auf der lichtabgewandten Seite, über ihr liegen die nachgeschalteten Bipolarzellschicht und die Ganglienzellschicht.

Nun ist klar, weshalb das Auge aus Sicht eines Ingenieurs eine totale Fehlkonstruktion ist und daher niemals von einem intelligenten Designer erschaffen worden sein kann. Ein solcher hätte nämlich eine optimalere Lösung gefunden, bei der, wie bei einer Digitalkamera, das Auge überall die gleiche Auflösungsfähigkeit und keinen blinden Fleck hätte.
Die einzig sinnvolle Erklärung bleibt deshalb die Evolution. Schaut man sich an, wie die Augen in der Geschichte der Evolution entstanden sind, wird klar, warum das Auge all diese offensichtlichen Fehler hat. Die Inversität der Retina ergibt sich z. B. daraus, dass das Auge im Prinzip ein Teil des Gehirns ist. Aus der Gehirnanlage knospen zu Beginn zwei winzige Bläschen, die Augenbläschen hervor. Diese beginnen schließlich, sich einzustülpen (Invagination), es entsteht der Augenbecher, der nun zweischichtig wird. Durch diese Umkehrung während der Einstülpung resultiert die Inversität der Retina. Dass es übrigens anders gegangen wäre, zeigt ein anderes Beispiel: das Linsenauge der Kopffüßer (Cephalopoden) ist nämlich so, wie man es von einem intelligenten Designer erwarten würde: die Netzhaut ist evers, d. h. die Photorezeptoren befinden sich auf der lichtzugewandten Seite und daher haben die Linsenaugen der Kraken auch keinen blinden Fleck. Allerdings war auch hier kein Designer am Werk. Auch die Linsenaugen der Kopffüßer sind durch Evolution entstanden, nur auf andere Art und Weise, weshalb eine andere Konstruktion möglich war. Sie sind nämlich durch Einsenkung der Epitheloberfläche entstanden, weshalb die Schichtreihenfolge nicht umgekehrt wurde.

Das Beispiel Auge zeigt uns, dass die Evolution keineswegs die beste Lösung findet. Es ist aber egal, ob unsere Augen voller Fehler sind, denn offensichtlich funktionieren sie ja ganz gut, wir können schließlich damit hinreichend gut sehen. Entscheidend ist deshalb nicht, dass etwas optimal funktioniert, entscheidend ist, dass etwas überhaupt funktioniert und dass dieses etwas einen evolutionären Vorteil verschafft. Und "fehlerhafte Augen" sind eben immer noch besser als "gar keine Augen".

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Nein

Nein, so war es ganz bestimmt nicht. Es ist zwar richtig, dass die Vorfahren des Menschen Affen waren. Stren genommen ist der Mensch auch heute noch aus systematischer Sicht nichts weiter als ein Vertreter der Affen (Anthropoidea). Gemeinsam mit den übrigen nichtmenschlichen Menschenaffen (Orang-Utans, Gorillas, Schimpansen) gehört er innerhalb der Anthropoidea zu den Großen Menschenaffen (Hominidae). Sein nächster Verwandter ist die Gattung der Schimpansen - Schimpansen sind mit dem Menschen sogar näher verwandt als mit irgendeiner anderen Affenart auf diesem Planeten.

Aber was ganz bestimmt nicht passiert ist, ist dass es zu einer einzelnen Mutation kam und dadurch innerhalb einer Generation aus einem Affen plötzlich ein Mensch wurde. Evolution ist ein Prozess, der graduell verläuft, d. h. in sehr kleinen Schritten innerhalb vieler, vieler Generationen. Und obwohl die natürliche Selektion am Einzelindividuum ansetzt, ist die Evolution ein Prozess, der ganze Populationen betrifft. Es war also nie so, dass es irgendwann einen einzigen ersten Menschen gegeben hat, sondern eine ganze Population hat sich im Verlauf vieler Generationen langsam und allmählich zum Menschen entwickelt. Eine feste Grenze, ab der die Population "noch äffisch" oder "schon menschlich" gewesen ist, gibt es nicht.

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Sowohl die Evolution als auch die Domestikation fußen auf denselben Prinzipien: Variation und Selektion.

Die Merkmale innerhalb einer Art oder Population sind nicht konstant, sondern variabel. Z. B. haben nicht alle Vögel einer Art exakt die gleiche Schnabellänge. Manche haben etwas kürzere Schnäbel, andere etwas längere. Diese Merkmalsvielfalt wird Variation genannt. Sie entsteht, indem Gene (die ja letztendlich den Phänotyp bestimmen) mutieren und somit neue Varianten der Gene (Allele genannt) dem Genpool (das ist die Gesamtheit aller Allele einer Population) hinzufügen. Durch Rekombination (z. B. durch Vermischung von väterlichem und mütterlichem Erbgut bei der sexuellen Vermehrung) werden die Allele immer wieder gut durchmischt und neu kombiniert.

In einer idealen Population gibt es keine Selektion, d. h. kein Allel (und damit auch kein Phänotyp, der vom jeweiligen Allel gebildet wird) ist gegenüber den anderen im Vor- oder Nachteil. In einer solchen Population ändert sich die Häufigkeit der Allele, die so genannte Allelfrequenz, nicht. Es kommt deshalb zu einem Gleichgewichtszustand, der nur von den Startbedingungen, d. h. der Häufigkeit der Häufigkeit der Allele zu Beginn, abhängig ist. Dieser Gleichgewichtszustand wird nach den beiden Forschern, die diesen erstmalls in einem Modell mathematisch umschrieben, als Hardy-Weinberg-Gleichgewicht (Hardy Weinberg Equilibrium, HWE) bezeichnet.

In Wirklichkeit sind Populationen aber nicht ideal, sodass sich in realen Populationen die Allelfrequenzen ständig ändern. Denn manche Merkmale haben gegenüber den anderen einen Überlebensvorteil. Ihre Träger überleben eher als die anderen Individuen ihrer Population, was dazu führt, dass sie auch mehr Nachkommen zeugen (logisch, wer stirbt, kann sich nicht mehr fortpflanzen). Dabei werden die Individuen an ihre Nachkommen mit hoher Wahrscheinlichkeit das Allel vererben, das sich zufälligerweise als vorteilhaft erwiesen hat. Die Nachkommen wiederum werden mit diesem Allel das vorteilhafte Merkmal ausbilden und somit ebenfalls von diesem Vorteil profitieren. Die Frequenz, mit der das Allel in der Population auftritt, wird daher zunehmen, während die Frequenz nachteiliger Allele immer kleiner wird, bis sie schließlich vollständig aus dem Genpool verschwinden. Dieser Ausleseprozess, der bestimmte Allele begünstigt (selektiert) und andere nachteilige aussortiert (ausselektiert) wird natürliche Selektion genannt. Sie ist immer abhängig von den natürlichen Umweltbedingungen, die im jeweiligen Lebensraum herrschen. Um bei unserem Beispiel mit unserer Vogelart zu bleiben: nehmen wir an, in der Umwelt gibt es v. a. sehr viele kleine Samen. Mit einem kleinen Schnabel lassen sich diese winzigen Samen viel besser aufpicken als mit einem großen Samen. Dementsprechend können die Individuen mit kleinem Schnabel mehr Samen verzehren als die großschnäbeligen Artgenossen. Dadurch sind sie in besserer Kondition, haben höheren Fortpflanzungserfolg und so wird sich das Merkmal "kleiner Schnabel" in der Population mit jeder Generation mehr und mehr durchsetzen. Was zum aktuellen Zeitpunkt von Vorteil ist, muss aber nicht immer ein Vorteil bleiben - wenn die Umwelt sich ändert, können plötzlich andere Allele vorteilhaft sein. Deshalb ist auch eine möglichst große genetische Variation in einer Population so wichtig - nur so ist es möglich, dass sich bei sich ändernden Umweltbedingungen Allele im Genpool befinden werden, die es ermöglichen, auf die Veränderungen zu reagieren. Wenn sich in unserem hypothetischen Beispiel das Klima ändert und plötzlich vermehrt Pflanzen wachsen, die große Samen produzieren, sind nun die Individuen im Vorteil, die einen großen Schnabel haben und das Allel für Kleinschnäbeligkeit wird zum Nachteil. Evolution ist demnach immer ein Prozess, bei dem es um die Anpassung an die aktuell herrschenden Umweltbedingungen geht.

In manchen Fällen wirkt der Selektionsdruck auf eine Population spaltend oder disruptiv. Das bedeutet, dass die Selektion die beiden Extremwerte eines Merkmals begünstigt und den Mittelwert benachteiligt. Wenn in unserem Beispiel die Umwelt sowohl große als auch kleine Samen anbietet, werden Vögel mit kleinem Schnabel die kleinen Samen fressen und Vögel mit großem Schnabel die großen Samen - beide profitieren davon, während Vögel mit mittelgroßem Schnabel im Nachteil sind, denn der ist weder zum Knacken der harten, großen Samen gut, noch taugt er als feine Pinzette zum Aufnehmen der kleinen Samen. Wenn die kleinschnäbeligen Vögel und die großschnäbeligen Vögel schließlich voneinander getrennt (isoliert) werden und sich die ursprüngliche Population in zwei neue Populationen aufteilt, können beide Populationen schließlich zu neuen Arten werden. Das ist der Fall, wenn beide Populationen sich so lange getrennt voneinander entwickeln, bis sie auch nach Aufhebung der Isolation nicht mehr erfolgreich miteinander hybridisieren können, wenn sich also ein Vogel der Population A nur noch mit anderen Vögeln der Population A fortpflanzen kann und ein Vogel der Population B nur noch mit anderen Vögeln der Population B, nicht aber mit einem Vogel der Population A, fortpflanzen kann.

Bei der Domestikation passiert im Prinzip das Gleiche, nur ist der Zeitpunkt, über den die Domestikation stattfindet, viel kürzer als jener, über den sich die Evolution für gewöhnlich erstreckt. Die Evolution schaltet und waltet sei Milliarden von Jahren, seit es die ersten Vorstufen des Lebens gibt. Domestiziert werden Tiere (und Pflanzen) vom Menschen erst seit etwa 10 000 Jahren (der Hund ist das älteste Haustier des Menschen und wahrscheinlich schon vor 32 000 Jahren domestiziert worden). Ein weiterer Unterschied ist, dass bei der Domestikation keine natürliche Zuchtwahl stattfindet, sondern eine künstliche Selektion, d. h. der Mensch nimmt die Auswahl vor. Indem er immer wieder Individuen mit bestimmten gewünschten Eigenschaften ausgewählt und gezielt miteinander verpaart hat, sind so verschiedene Haustierrassen entstanden. Eine moderne Milchrinderrasse wie z. B. die Friesisch Holstein entstand, indem immer wieder jene Kühe ausgewählt wurden, die besonders viel Milch gegeben haben. Sie wurden mit Bullen verpaart, die wiederum viele weibliche Nachkommen mit hoher Milchleistung gezeugt hatten. Aus dieser Verpaarung wurden nun wiederum die Tiere mit der höchsten Milchleistung gewählt usw. Bei anderen Rassen (so genannten Fleischrindern) stand ein anderes Merkmal im Vordergrund, nämlich der Fleischanteil. Auch hier erfolgte aber wieder das gleiche Spiel: die Rinder, die am meisten Fleisch ansetzten, wurden ausgewählt und miteinander verpaart. Von ihren Nachkommen wurden wiederum jene mit dem höchsten FLeischansatz ausgewählt, verpaart usw.

Ein Unterschied zur natürlichen Selektion ist, dass die Domestikation (bislang?) keine eigenständigen Arten hervorgebracht hat. Alle Hausrinder sind, egal welcher Rasse sie angehören, miteinander uneingeschränkt kreuzbar und sie wären auch noch mit der Stammform des Hausrindes (dem Ur oder Auerochsen) kreuzbar, wenn dieser nicht längst vom Menschen ausgerottet worden wäre. Auch alle Hunde sind untereinander fruchtbar und sie können auch mit der Stammform des Hundes, dem Wolf, ohne Einschränkung fruchtbar gekreuzt werden.

Die Domestikation der Haustiere hat auch unsere eigene Evolution beeinflusst. Für gewöhnlich ist es so, dass erwachsene Säugetiere den Milchzucker (Lactose) in der Milch nicht mehr verwerten können. Grund dafür ist, dass Erwachsene das Enzym, das zur Spaltung der Lactose notwendig ist, die Lactase, nicht mehr in ausreichender Menge produziert wird. Durch eine Mutation des Lactase-Gens konnten einige Menschen auch im Erwachsenenalter weiterhin ausreichend Lactase produzieren. Als man begann, das Rind (und Schafe und Ziegen) zu domestizieren, wurde die Milch damit für sie bekömmlich. Das war ein echter Vorteil und so breitete sich überall dort, wo der Mensch Milch als Nahrungsmittel nutzte, das Allel, welches die Lactasepersistenz verursacht, aus. In Mitteleuropa, wo viel Milch konsumiert wird, sind beispielsweise nur noch 5 bis 15 % der Bevölkerung lactoseintolerant. In anderen Gegenden der Welt, wo Milch keine bedeutende Rolle als Nahrungsmittel spielte, sind viel mehr Menschen lactoseintolerant. In Asien und Afrika beträgt ihr Anteil zwischen 80 und 100 %.

Was ich jedoch als entscheident sehe ist, ob sich aus meiner Fragestellung ein Zusammenhang zur Entstehung von Corona ergibt ?

Eher nicht. Zoonosen (also vom Tier auf Menschen oder umgekehrt übertragbare Erkrankungen) können immer dort auftreten, wo es zum ungeschützten engen Kontakt zwischen Tier und Mensch kommt. Die Zoonose-Gefahr steigt deshalb eher dadurch an, dass die letzten Reste der wilden Natur in immer kleinere Gebiete zurückgedrängt werden und die menschlichen Siedlungen immer dichter heran rücken. Gleichzeitig fördert unsere globalisierte Welt die Ausbreitung von Zoonose-Erregern.

So ist ja beispielsweise das SARS-Cov2-Virus mit großer Wahrscheinlichkeit auf einem Markt in Wuhan, auf dem auch allerlei Wildtiere (illegal) verkauft wurden, übergesprungen. Leider ließ sich der ursprüngliche Wirt nicht ermitteln. Die nächsten Verwandten Virusstämme von SARS-CoV2 sind in Fledermäusen gefunden worden. Es ist aber unwahrscheinlich, dass das Virus von Fledermäusen auf den Menschen übergesprungen ist - dafür ist der genetische Unterschied zu groß. Die Virusstämme der Fledermäuse und das SARS-CoV2 müssen sich schon vor einigen hundert bis tausend Jahren voneinander getrennt haben. Vielleicht war der ursprüngliche Wirt von SARS-CoV2 eine Schleichkatzenart. Aber es muss bezweifelt werden, dass man den Ursprungswirt jemals finden wird. Auch beim SARS-CoV1-Virus, dem SARS-Erreger, konnte der Ursprungswirt bis heute nicht eindeutig identifiziert werden. Beim AIDS-Erreger (dem HI-Virus) deutet vieles darauf hin, dass das Virus ursprünglich im Schimpansen endemisch war und von diesem auf den Menschen übergesprungen sein könnte.

Nicht nur in Asien, auch in Afrika ist das Risiko, dass Krankheiten vom Tier auf den Menschen überspringen, sehr groß. In Afrika ist der Verzehr von bush meat immer noch weit verbreitet. Das gefährdet nicht nur viele heimische Wildtiere (bush meat crisis), sondern erhöht auch die Gefahr, dass beim Verzehr Krankheitsserreger auf den Menschen überspringen könnten.

Eine weitere mögliche Gefahr ist die Haltung von exotischen Tieren als Heimtiere. Denn die ursprünglichen Wirte sind oft selbst nur Träger eines Erregers, aber selbst nicht erkrankt. Vielen exotischen Pfleglingen sieht man also überhaupt nicht an, dass sie ein hohes Zoonosepotential in sich tragen.

Oft geht ein hohes Zoonoserisiko von eher kleinen Säugetieren, v. a. Fledertieren und Nagern, aus. Vielleicht liegt es an der relativ hohen physiologischen Ähnlichkeit mit dem menschlichen Körper, dass von ihnen recht leicht Krankheitsserreger auf den Menschen überspringen können (z. B. übertragen Rötelmäuse das Hantavirus). Ansonsten gilt, dass das Zoonoserisiko mit dem phylogenetischen Abstand eher kleiner wird. Je entfernter wir mit einem Tier verwandt sind, umso unwahrscheinlicher wird es also, dass ein Krankheitsserreger überspringt. Mit Menschenaffen besteht beispielsweise ein hoher Grad der Verwandtschaft. Deshalb können sich Menschenaffen auch mit SARS-CoV2 infizieren und man kann sie auch leicht mit anderen typisch menschlichen Krankheiten anstecken. Das Problem ist, dass für uns harmlose Schnupfenviren bei anderen Menschenaffen viel gefährlicher verlaufen können, im schlimmsten Fall sogar tödlich. Deshalb arbeiten in Zoos die Pfleger von Menschenaffen beispielsweise nicht mehr in direktem Kontakt mit ihren Pfleglingen und Verhaltensbiologen tragen (auch schon vor der Covid19-Pandemie) bei Freilandbeobachtungen von Menschenaffen in der Regel einen Mund-Nasen-Schutz.
Umgekehrt ist es aber z. B. eher unwahrscheinlich, dass man sich mit einer typischen Katzen-Krankheit infiziert, weil Katze und Mensch nicht so nahe miteinander verwandt sind. Man muss also keine Angst davor haben, sich bei seiner Katze mit Katzenschnupfen anstecken zu können.

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Evolution

Die Evolutionstheorie kann die Entstehung und Veränderung des Lebens in all seinen komplexen Einzelheiten erklären. Dass Evolution nicht nur ein Hirngespinst ist, sondern ein Fakt, ist inzwischen hinreichend bewiesen. Insgesamt wird nun fast 200 Jahre lang an der Evolution geforscht und sämtliche seitdem hervorgebrachten Befunde stützen die Evolutionstheorie, wohingegen nicht ein einziger Einwand gegen sie erhoben werden konnte, der einer wissenschaftlichen Überprüfung standhielte.

Daran ändert auch ein Bibelzitat nichts. Denn die Bibel ist keine verlässliche Quelle. Sie widerspricht sich in vielen Teilen selbst. Sie ist zensiert, denn auf dem Konzil von Nicäa wurde über den offiziellen Bibelkanon anbgestimmt und was den frühen Krchenvätern nicht passte, wurde nicht in den offiziellen Kanon aufgenommen (z. B. das Judasevangelium oder das Evangelium der Maria Magdalena). Die Bibel ist eine Sammlung von Geschichten, die nur durch Hörensagen aufgeschrieben wurden - kein einziger der Autoren war als Augenzeuge bei den geschilderten Ereignissen tatsächlich dabei. Zudem widerspricht die Wissenschaft den Schilderungen des biblischen Schöpfungsmythos (ich möchte hier exemplarisch nur einmal das Alter der Erde nennen, das in der Bibel mit einigen tausend Jahren angegeben wird. Tatsächlich aber ist die Erde über 4 Mrd. Jahre alt, was sich durch physikalische, über jeden Zweifel erhabene Datierungsmethoden zweifelsfrei nachweisen lässt). Und auch der gesunde Menschenverstand verbietet es eigentlich, die Bibeltexte für wortwörtlich wahr zu halten. Wie soll es Noah beispielsweise möglich gewesen sein, von jeder Tierart exakt ein Paar auf seine Arche zu bringen (wo wir selbst heute nicht einmal jede Tierart kennen!), die noch dazu viel zu klein gewesen wäre, um jedem Tier Platz zu bieten? Und warum gibt es dann heute Kängurus nur in Australien? Wenn die Arche wirklich auf dem Berg Ararat in der Türkei gestrandet ist, hätten sich die Tiere von dort aus ausbreiten müssen, auch die Kängurus. Wieso haben sie auf ihrem Weg nach Australien dann keine Nachkommen hinterlassen oder zumindest Spuren ihrer Wanderung? Wenn von Hannibals Marsch über die Alpen bis heute noch Mikroben aus dem Kot der Pferde, die sein Heer dabei hatte, nachweisbar sind, warum finden wir dann keine Spuren der Wanderung der Kängurus von der Türkei nach Australien? Die Antwort ist klar: weil das, was in der Bibel geschrieben steht, tatsächlich niemals passiert ist. Man darf die Bibel nicht wortwörtlich auslegen.

Natürlich sind Glaube und Religion durchaus miteinander vereinbar. Es ist möglich und sogar vernünftig, wenn man auch als Gläubiger anerkennt, dass die Evolutionstheorie stimmt. Man kann trotzdem religiös sein und auch wenn die Bibel sicher kein Tatsachenbericht ist, sondern eher mit Grimms Märchen Ähnlichkeit hat, kann sie für viele ja trotzdem eine Quelle der Inspiration, Hoffnung und der Spiritualität sein. Dass all die Lebewesen um uns herum nicht von einem Schöpfer erschaffen wurden, sondern durch einen langsamen, kleinschrittigen und zufälligen Prozess der Evolution entstanden sind, macht die Natur ja nicht weniger wundervoll, im Gegenteil.

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Bei einer PCR wird die DNA des Covid19-Virus amplifiziert (vervielfältigt), um sie dann in einer Gelelektrophorese sichtbar machen zu können. Vervielfältigt werden kann die DNA in der PCR nur, wenn in der Probe tatsächlich auch Virus-DNA vorhanden ist. Die PCR ist aber extrem sensitiv, es reicht schon ein einzelnes DNA-Molekül in der Probe aus. Mit dem PCR-Test lässt sich also das Virus direkt nachweisen. Ein positiver Nachweis bedeutet also, dass eine Person zum aktuellen Zeitpunkt das Covid19-Virus in sich trägt.

EDIT: Das ist nicht ganz korrekt! Das Covid19-Virus ist kein DNA-Virus, sondern ein RNA-Virus. Das heißt, dass die Erbinformation des Virus auf RNA gespeichert ist. Die PCR ist deshalb eine reverse Transkriptase-PCR (RT-PCR) und erfordert einen weiteren Zwischenschritt: mittels des Enzyms reverse Transkriptase muss die RNA des Virus erst in eine cDNA umgeschrieben werden, ehe diese amplifiziert wird.

Mit einem Antikörpertest weißt man Antikörper nach, die auf bestimmte Strukturen des Virus (Antigene) reagieren, um das Virus unschädlich zu machen. Antikörper werden also vom eigenen Körper gebildet und sind ein Teil des Immunsystems. Ein positiver Nachweis bedeutet, dass eine Person Antikörper gegen das Covid19-Virus gebildet hat. Er sagt nichts darüber aus, ob eine Person zum aktuellen Zeitpunkt infiziert ist, denn das Immunsystem hat ein "Gedächtnis" und Antikörper sind auch noch bis zu 6 Monate nach einer überstandenen Infektion nachweisbar. Wenn ein Test positiv ausfällt, kann es also sehr gut sein, dass die Infektion schon lange überstanden ist. Umgekehrt bedeutet ein negativer Test nicht zwangsläufig, dass die Person auch wirklich gesund ist. Gerade wenn eine Person sich gerade erst infiziert hat, hatte ihr Körper noch keine Zeit, um gegen das Virus Antikörper zu bilden. Dann fällt der Test negativ aus, obwohl die Person infiziert ist.
Auch eine Impfung führt zur Bildung von Antikörpern gegen das Covid19-Virus. Ich habe mich nicht detailliert mit den Antikörpertests auseinandergesetzt, aber ich würde erwarten, dass demnach auch ein Test bei einer geimpften Person positiv ausfallen sollte. Denkbar wäre das z. B., um zu überprüfen ob die Impfung "funktioniert" hat, ob also der Körper auf die künstlichen Antigene des Impfstoffs auch mit einer entsprechenden Immunantwort reagiert und Antikörper gebildet hat, die in Zukunft vor einer Infektion schützen sollen.

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Die einzig theoretisch denkbare Möglichkeit, wie es gelingen könnte, das Coronavirus auszurotten, wäre tatsächlich eine vollständige Impfung - und zwar der Weltbevölkerung. Bislang ist es in der Geschichte der Menschheit nur zwei Mal gelungen, eine Krankheit vollständig auszurotten: die Pocken und die Rinderpest. Beides konnte nur durch konsequentes Impfen erreicht werden.

Dass es gelingen wird, das Covid19-Virus auszurotten, halte ich für unwahrscheinlich. Dafür breitet sich das Virus zu leicht aus. Außerdem mutiert das Covid19-Virus recht schnell, was wir daran sehen können, dass schon jetzt immer neue Varianten auftreten. Wir müssen erwarten, dass die bisher verfügbaren Imfpungen irgendwann gegen künftige Virusvarianten nichts ausrichten können. Deshalb kann es sein, dass in Zukunft die Vaccine angepasst werden müssen.
Das sieht man bei der Grippeimpfung. Influenza-Viren mutieren sehr schnell, sodass jährlich eine Anpassung des Impfstoffes notwendig wird. Und auch der Impfstoff verhindert zuverlässig nur eine Ansteckung mit den jeweils drei bis vier Influenca-Varianten, die geschätzt die größten Probleme verursachen könnten.
Ein anderes Beispiel ist das HI-Virus. Es mutiert so schnell, dass es bislang nicht gelungen ist, einen wirksamen Impfstoff zu entwickln - obwohl seit den 1980ern daran geforscht wird. Man vergisst ja in der heutigen Zeit viel zu oft, dass die Welt seit den 1980ern bereits in einer Pandemie lebt, die wir auch noch lange nicht besiegt haben.

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Mach dir erst mal keinen Stress. Du bist erst 14 und entdeckst deine Sexualität gerade erst. Es ist also ganz normal, dass du dir im Moment Fragen stellst und dich ausprobieren möchtest.

Lesbisch bist du wohl eher nicht, wenn du schon in Jungs verliebt warst. Es könnte aber schon sehr gut sein, dass du bisexuell bist, zumindest bist du wohl nicht ausschließlich heterosexuell. Aber wenn du wirklich bi sein solltest, wäre das denn so schlimm?

Ich kann dir nur raten: mach, was du willst. Wenn du bei der Selbstbefriedigung gern an Mädchen denkst, ist das in Ordnung. Wie heißt es so schön? Die Gedanken sind frei! Und wenn du gerne mit einem Mädchen homosexuelle Erfahrungen machen möchtest, dann kannst du das tun.

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Zwar bin ich keine Frau, aber ich bin bisexuell.

Manche Bisexuelle sind monogam und vermissen in ihrer jeweiligen Beziehung nichts. Andere wollen beide Seiten ihrer Sexualität ausleben können. Grundsätzlich würde ich aber nicht sagen, das Bisexuelle häufiger eine offene Beziehung führen wollen als Monosexuelle. Es ist viel eher eine Frage der individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen, so wie es ja auch viele heterosexuelle Leute gibt, die nicht treu sein können.

Wie das bei deiner Freundin aussieht, kann dir hier niemand sagen. Du musst sie schon selbst fragen. Wichtig ist, dass du dir dann überlegen musst, wie du damit umgehen möchtest, wenn deine Freundin tatsächlich gerne auch lesbischen Sex haben möchte. Wäre das für dich in Ordnung? Könntest du dir z. B. eine offene Beziehung vorstellen oder einen Dreier mit einer weiteren Frau? Oder käme das für dich nicht in Frage?

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Kurze Antwort: nein. Schamhaare selbst verursachen keinen üblen Geruch. Es ist auch ein Mythos, dass man mit Schamhaaren schneller riechen würde als ohne.

Wenn es im Intimbereich stinkt, ist das ein Zeichen dafür, dass die richtige Intimhygiene mangelhaft ist. Als Faustregel gilt: mindestens täglich sollte man sich gründlich den Intimbereich waschen und zwar einfach mit einem Lappen und sauberem, klarem, lauwarmem Wasser. Gerade in der warmen Jahreszeit, wenn man viel schwitzt, kann es natürlich notwendig werden, sich nach Bedarf auch einmal häufiger waschen zu müssen. Aber mehr als Wasser braucht es für die gründliche Reinigung des Intimbereichs eigentlich nicht. Im Gegenteil, Seifen, Shampoos oder Duschgele würden die empfindlichen Schleimhäute reizen und, was noch schlimmer ist, zerstören den natürlichen Säureschutzmantel und bringen die gesunde und nützliche (!) natürliche Bakterienflora des Intimbereichs durcheinander. Dadurch können sich krank machende Keime ausbreiten.

Wenn man die Intimhygiene nicht schleifen lässt, sollte es eigentlich nicht unangenehm riechen. Wenn es doch komisch riecht, dann ist das ein Anzeichen dafür, dass man eventuell eine Krankheit hat, z. B. eine Pilzinfektion (dafür braucht man sich nicht zu schämen, Pilzinfektionen sind häufiger als man denkt und meist kann man gar nichts dafür). In dem Fall würde ich dazu raten, einen Termin beim Gynäkologen auszumachen und die Ursache des unangenehmen Geruchs abzuklären.

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Praktisch jederzeit, auch im Erwachsenenalter kann es passieren

Mutationen können jederzeit auftreten. Das sieht man immer dann, wenn auf der Haut ein neuer Leberfleck auftaucht, der zuvor nicht da war. Auch Krebs ist oft auf eine spontane Mutation zurückzuführen, bei der eine Zelle ihre natürliche Fähigkeit des kontrollierten Zelltodes (Apoptose) verloren hat (Tumorzellen sind potentiell unsterblich) und sich ungehemmt zu teilen beginnt.

Die meisten Mutationen werden aber noch während der Zellteilung erkannt und korrigiert (für weitere Infos einfach mal proofreading-Funktion der DNA-Polymerase googlen). Auch entartete Zellen werden zum Glück in der Regel vom Immunsystem erkannt und unschädlich gemacht, ehe eine Krebserkrankung ausbrechen kann. Umso schlimmer ist es dann antürlich, wenn das Immunsystem einen Fehler macht und irgendwann einmal eine Krebszelle übersieht.

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Das lässt sich nicht genau sagen. Zum einen ist es sehr schwer, aus bruchstückhaften Funden die Gesamtkörperlänge eines Dinosauriers überhaupt annähernd richtig einzuschätzen. Entsprechend weichen auch Expertenschätzungen oft deutlich voneinander ab. Manchmal gelingt es, den Rahmen ein Stück weit einzugrenzen, wenn neues Material gefunden wird, das eine Größenschätzung zuverlässiger werden lässt. Man sollte die in der Literatur angegebenen Größenangaben deshalb immer kritisch betrachten und als das betrachten, was sie sind: Schätzungen. Hinzu kommt, dass man sich natürlich auch nie sicher sein kann, ob nicht in der Zukunft ein Fossil eines Dinosauriers gefunden wird, der noch größer war als alles, was man bislang gefunden hat.

Für die Paläontologie ist die Jagd nach solchen Größenrekorden ohnehin grundsätzlich uninteressant. Man darf nicht vergessen, dass die verschiedenen Dinosauriergattungen ja nie gleichzeitig gelebt haben. Es ist daher gut möglich, dass eine Gattung X zu ihrer Zeit die größte weltweit gewesen ist und lange nach ihrem Aussterben eine andere Gattung Y lebte, die noch größer war. Das ist in etwa so als würde man sagen: "Der Elefant ist das größte Landtier der Erde" und jemand wirft ein "ist er nicht, weil es zu einem früheren Zeitpunkt noch größere Landtiere gab". Formal mag das zwar richtig sein, aber was stört's den Elefanten, der zweifelsohne eine imposante Erscheinung ist?
Interessant sind solche Sensationsfunde in erster Linie für die Öffentlichkeit. Die Schlagzeile "größter DInosaurier der Welt gefunden" klingt eben spannend und schafft es vielleicht auch aufs Titelblatt einer Zeitung, die nicht gerade eine Fachzeitschrift ist. Man muss ja dazu sagen, dass leider Forschungsarbeit teuer ist und gerade in der Paläontologie viele Ausgrabungen von den durch die Universität bereitgestellten Mitteln kaum finanziert werden können, da kann jede Form der Öffentlichkeitsarbeit nicht schaden.

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Es gibt kein einzelnes Gen, welches das Geschlecht eines Menschen bestimmt. Welches Geschlecht ein Mensch hat, bestimmen seine Geschlechtschromosomen oder Gonosomen. Jeder Mensch ist ein diploider Organismus, d. h. in jeder seiner (somatischen) Zellen gibt es einen doppelten Chromosomensatz. Jedes Chromosom ist also in doppelter Ausführung als Paar vorhanden.

Eine Ausnahme davon bilden die Gameten, also die Geschlechtszellen (Spermien und Eizellen). Sie entstehen durch eine besondere Form der Zellteilung, Meiose genannt. Dabei wird der diploide Chromosomensatz zu einem einfachen (haploiden) Chromosomensatz reduziert. Von jedem Chromosomenpaar besitzt eine haploide Zelle also nur ein Chromosom. Bei der Befruchtung verschmelzen zwei haploide Gameten (ein Spermium und eine Eizelle) miteinander zur Zygote (befruchtete Eizelle) und ihre beiden haploiden Chromosomensätze vermischen sich wieder zu einem vollständigen diploiden Chromosomensatz.

Es gibt zwei Arten von Gonosomen: das X-Chromosom und das (viel kleinere) Y-Chromosom. Frauen haben zwei X-Chromosomen (XX, man nennt dies auch homozygotes Geschlecht). Männer haben jeweils ein X- und ein Y-Chromosom (XY, man nennt das auch hemizygotes Geschlecht). Da Frauen nur X-Chromosomen besitzen, können ihre Eizellen auch nur jeweils ein X-Chromosom enthalten. Eine Mutter vererbt folglich an ihr Kind immer ein X-Chromosom. Welches Geschlecht das Kind haben wird, entscheidet daher das Spermium. Da Männer ein X- und ein Y-Chromosom haben, besitzt nach der Meiose die Hälfte der Spermien ein Y-Chromosom, die andere Hälfte ein X-Chromosom. Wenn ein Spermium mit X-Chromosom die Eizelle befruchtet, entsteht ein Mädchen. Wenn das Spermium ein Y-Chromosom enthält, wird es ein Junge. Unter der Voraussetzung, dass männliche und weibliche Feten die gleiche Überlebenswahrscheinlichkeit haben, werden somit in etwa genauso viele Jungen wie Mädchen geboren.

Bei manchen Tieren (z. B. Vögeln) gibt es anstelle des XX/XY-Systems ein so genanntes ZZ/ZW-System. Auch hier bestimmen die Geschlechtschromosomen (hier als Z-Chromosom und W-Chromosom bezeichnet) das Geschlecht. Im Unterschied zum XY-System sind hier aber die Männchen das homozygot Geschlecht (ZZ) und die Weibchen hemizygot (ZW).

Entscheidend für die Differenzierung der Geschlechtsanlagen zum männlichen Geschlecht ist auf dem Y-Chromosom das SRY-Gen (sex determining region of Y-Gene). Dieses Gen fehlt auf dem X-Chromosom. Fehlt das Gen, übernehmen andere Gene dessen Funktion, darunter das SOX9-Gen. Fehlt auch das, sorgt das FOXL2-Gen dafür, dass sich ein weiblicher Genitaltrakt ausbildet.

Die Geschlechtsdifferenzierung wird nicht nur genetisch gesteuert, sondern v. a. durch Wirkung von Hormonen auf das Gewebe während der Embryonalentwicklung. Wie entscheidend das ist, zeigt das Beispiel der kompletten Androgenresistenz (CAIS), manchmal auch hairless woman syndrome genannt.
Menschen mit CAIS sind genetisch männlich, sie besitzen also einen Karyotyp von 46XY. Ihr äußeres Geschlecht (meist auch ihr soziales, d. h. "gefühltes" Geschlecht) ist aber weiblich. Beim CAIS kommt es zu einer Mutation auf dem X-Chromosom, die bewirkt, dass in den Zellen die Rezeptoren für die männlichen Sexualhormone (Androgene wie das Testosteron) nicht auf das Testosteron reagieren. Sämtliche Entwicklungsschritte der männlichen Geschlechtsentwicklung, die durch das Testosteron vermittelt werden, unterbleiben dann und stattdessen wird das "Basisprogramm" gefahren, d. h. ein weibliches Genital gebildet. Menschen mit CAIS haben deshalb eine Vulva mit Schamlippen, Klitoris und Vagina. Die Schritte, die vom Testosteron unabhängig sind, können sich aber ungestört entwickeln. Deshalb haben Menschen mit CAIS in der Regel Hoden (die aber im Bauchraum liegen bleiben) und bilden (durch das unabhängig vom Testosteron wirkende Anti-Müller-Hormon vermittelt) weder Eierstöcke, Eileiter noch Uterus aus, auch ist die Vagina in der Regel verkürzt und endet blind. CAIS-Patienten sind also in der Regel unfruchtbar. Oft macht sich das CAIS erst während der Pubertät bemerkbar, wenn Betroffene keine Regelblutung bekommen und das Körperhaarwachstum (Achsel- und Schambehaaarung) nicht einsetzt, denn die Bildung der Körperbehaarung wird ebenfalls durch Testosteron gesteuert.

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Vorweg: ich bin nicht religiös, möchte meine Ansicht aber trotzdem darlegen. Dass Evolution ein Fakt ist, ist in den gut 200 Jahren ihrer Erforschungsgeschichte zweifelsfrei belegt worden. Insofern kann man die Evolutionstheorie heute schlicht nicht mehr in Frage stellen. Leider gibt es aber immer noch Leute, die genau das tun und ihre "Meinung" (den so genannten Kreationismus) als echte Alternative zur Evolutionstheorie verkaufen wollen. Insbesondere in den USA sind sie mit ihren Bestrebungen leider sehr erfolgreich - etwa die Hälfte (!) der amerikanischen Bevölkerung glaubt nicht an die bewiesene (!) Evolutionstheorie durch natürliche Selektion. Dabei ist der Kreationismus lediglich eine dogmatische Weltanschauung, der es vollkommen an wissenschaftlicher Substanz fehlt. Der Kreationismus ist folglich keine Alternative zur Evolutionstheorie.

Trotzdem ist es möglich, einerseits die Evolutionstheorie als wahr anzuerkennen und dennoch gläubig zu sein. Die katholische Kirche beispielsweise erkennt die Evolution heute an, so wie für die Kirche beispielsweise heute auch unstrittig ist, dass die Erde um die Sonne kreist und nicht umgekehrt. Auch viele liberale Muslime und Juden haben heute kein Problem damit, ihren Glauben und die Evolutionstheorie miteinander in Einklang zu bringen.

Viele Vertreter des Kreationismus sind bibeltreue Christen, d. h. sie legen den Text der Bibel wortwörtlich aus und glauben, dass alles, was darin steht, der Wahrheit entspricht - ohne kritisch zu hinterfragen, ob das überhaupt sein kann. Der gesunde Menschenverstand allein müsste schreien: Nein! Nimm das, was da steht, nicht wortwörtlich! Dabei übersehen sie, dass viele Angaben der Bibel sich sogar gegenseitig widersprechen (man kann sich in der Bibel seine "Wahrheit" offenbar also aussuchen), dass darüber, was in der Bibel stehen soll und was nicht, abgestimmt wurde (Konzil con Nicäa) und dass die Bibeltexte lange Zeit nach den angeblich passierten Ereignissen aufgeschrieben wurden, also gerade keine Augenzeugenberichte sind, sondern lediglich Schilderungen vom Hörensagen.

Wenn man anerkennt, dass die Bibel als wissenschaftlicher Zeitzeugenbericht nicht taugt und sie nicht wortwörtlich zu verstehen ist, ist es aber kein Problem, Religion und Evolutionstheorie zu verbinden. Fazit: was in der Bibel steht, sind größtenteils Märchen. Man kann trotzdem aus ihnen zwischen den Zeilen lesen und spirituelle Kraft schöpfen. Der Inhalt der Evolutionstheorie hingegen ist gut untersucht und zweifelsfrei belegt. Insofern muss man nicht an sie "glauben", sie ist einfach wahr.

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aber wieso entwickeln sich die heutigen Affen nicht?

Wieso glaubst du, dass es nicht so ist? Selbstverständlich entwickeln sich auch die heutigen Affen ständig weiter. Fortwährend passen sich alle Arten, auch die Affen, an ihre Umwelt an.

Oder tun sie das nur so langsam das man es nicht sehen kann?

Evolution ist ein meist sehr langsamer Prozess, weil gradueller Prozess. Die Veränderungen treten daher in vielen kleinen Schritten von Generation zu Generation auf. Das ist (meist) so langsam, dass ein Menschenleben allein nicht ausreicht, um die Veränderungen zu bemerken. Man muss schon sehr genau hinschauen, um die Veränderungen zu bemerken.

Das große Problem, das sich daraus ergibt: Anpassung braucht Zeit, die viele Primatenarten schlichtweg nicht (mehr) haben, weil der Mensch ihre Umwelt so schnell verändert, dass die Evolution nicht mehr Schritt halten kann. Unaufhaltsam werden die natürlichen Lebensräume vieler Affenarten rücksichtslos zerstört und die letzten verbliebenen Rückzugsräume voneinander getrennt, sodass ein wichtiger genetischer Austausch nicht mehr stattfinden kann. Nirgendwo wird das so deutlich wie in Madagaskar. Von dem dort einst weit verbreiteten tropischen Regenwald sind gerade einmal 5 % übrig geblieben.
Vor allem in Afrika werden Affen auch nach wie vor gewildert und landen als so genanntes bush meat auf dem Teller. Andere fallen Wilderern zum Opfer, weil reiche Leute sich Affen als "Haustiere" halten wollen. Das hat dazu geführt, dass heute, mit Ausnahme des Menschen, alle Großen Menschenaffen stark bedroht oder sogar vom Aussterben bedroht sind.
Auch der menschengemachte Klimawandel verändert die Ökosysteme in einer so schnellen Art und Weise, dass viele Arten nicht rechtzeitig werden reagieren können und aussterben werden, die Affen stellen hier keine Ausnahme dar.

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Das von dir abgebildete Futter ist ein Alleinfuttermittel. Das heißt, es enthält alle Stoffe, die eine Katze benötigt, um keine Mangelerscheinungen zu entwickeln und den Energiebedarf zu decken. Wie der Name schon sagt, kannst du mit diesem Futter allein (ohne etwas anderes zuzufüttern) deine Katze ernähren. Anders wäre das, wenn es ein Ergänzungsfuttermittel wäre.

Ist das artgerecht? Nun, daran scheiden sich die Geister. Manche meinen, industriell hergestelltes Futter könne nicht artgerecht sein. Wirklich tiergerecht sei als Ernährung nur das BARFen (bone and raw food - also das Füttern von Knochen und Rohfutter). Andere halten wiederum dagegen und meinen, dass BARFen unhygienisch sei. Außerdem erfordert BARFen etwas Fingerspitzengefühl. Wenn man sich dafür entscheidet, dann rate ich grundsätzlich dazu, das nur gemeinsam mit einem Tierarzt zu tun, ggf. die Katze auf eventuelle Mangelerscheinungen zu testen und sich vorher intensiv über BARFen zu informieren.

Ich persönlich füttere meine Katzen konventionell mit handelsüblichem Alleinfutter. Ernährungsprobleme hat es bei mir noch nie gegeben.

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als wäre das komplett selbstverständlich und das einzig richtige. Ist das wirklich so?

Sagen wir es mal so: für viele ist die Intimrasur heute so selbstverständlich wie sich die Achseln oder die Beine zu rasieren. Für die meisten gehört es einfach dazu, sich im Intimbereich zu rasieren. Eine Umfrage im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat zuletzt ergeben, dass sich 94 % der Mädchen und 81 % der Jungs intim rasieren und das für die meisten zur routinemäßigen Körperpflege ganz selbstverständlich dazu gehört. Also: ja, Intimrasur ist selbstverständlich.

Ist sie aber das einzig Richtige? Nein!

Ob man sich die Schamhaare rasieren möchte oder nicht, ist allein eine Frage des persönlichen Geschmacks. Viele finden, dass es rasiert schöner aussieht und fühlen sich enthaart wohler. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Abgesehen davon bietet die Intimrasur aber keine Vorteile. Es ist ein Mythos, dass Schamhaare unhygienisch wären und es stimmt auch nicht, dass man behaart schneller unangenehm riecht oder mit einer Intimrasur nicht so schnell schwitzt.

also sollte das ja auch von der Hygiene gehen oder?

Wie eben schon erwähnt ist das totaler Quatsch. Intimrasur ist nicht hygienischer. Für die Hygiene macht es überhaupt keinen Unterschied, ob da Haare sind oder nicht. Wenn man die Intimhygiene schleifen lässt, müffelt ein rasierter Schambereich genauso wie ein behaarter. Wenn man gepflegt sein will, muss man sich deshalb regelmäßig (also täglich) den Intimbereich waschen, am besten mit sauberem, lauwarmem Wasser ohne Seife oder andere Zusätze.

Wenn man sich für die Intimrasur entscheidet, sollte man immer auf gute Hygine achten. So ist beispielsweise nachgewiesen, dass durch die Intimrasur das Risiko von Dell- und Feigwarzen zunimmt, die ausgelöst werden von Viren und anderen Krankheitserregern, die über winzigste Mikroverletzungen in die Haut eindringen. Diese Mirkoverletzungen entstehen bei der Intimrasur unweigerlich. Auch einwachsende Haare können sich eitrig entzünden. Deshalb ist es wichtig, beim Rasieren immer saubere, scharfe Klingen zu verwenden und den Intimbereich nach der Rasur gründlich mit klarem Wasser zu waschen. Auch sollte der Rasierer mitsamt den Klingen nach der Rasur selbstverständlich gründlich gereinigt werden.

Ist das schlimm/komisch dass ich das so mache und muss ich mich auch rasieren?

Solange du dich wohlfühlst, ist es überhaupt nicht schlimm. Wenn es dir mit Schamhaaren besser gefällt, dann ist das dein gutes Recht. Es ist schließlich dein Körper, du allein entscheidest, was du damit anstellst. Wenn du das Gefühl hast, dass ein wild wachsender Busch dir dann doch zu ungepflegt aussieht, kannst du anstatt zu rasieren beispielsweise auch deine Haare etwas trimmen. Viele empfinden es als optisch ansprechender, wenn die Schamhaare etwas kürzer sind und finden, dass es dann etwas "ordentlicher" aussieht.

Vielleicht möchtest du die Intimrasur aber trotzdem einmal ausprobieren? Dann ist natürlich auch das vollkommen in Ordnung. Du solltest dann aber auf jeden Fall die oben aufgeführten Hygiene-Tipps beherzigen.

Wenn du dich für die Intimrasur entscheidest, dann ist es sicher auch gut zu wissen, dass es keine ganz-oder-gar-nicht-Entscheidung sein muss. Wenn du gern rasiert wärst, dir aber eine Komplettrasur zu "nackt" oder "kindlich" aussieht, kannst du selbstverständlich auch nur einen Teil deiner Schamhaare rasieren. Manche rasieren sich nur die Haare rund um die Schamlippen weg und lassen auf ihrem Venushügel ein Dreieck oder einen schmalen Streifen (Landing Strip) stehen. Wieder andere versuchen sich an ausgefalleneren Formen oder Mustern, z. B. Herzchen oder Blitzen. Erlaubt ist dabei alles, was gefällt - solange man sich damit nicht verletzt. Man kann dabei ruhig ein bisschen ausprobieren und experimentieren. Wenn es nicht gefällt, dann wachsen die Haare ja wieder nach.

Weil klar die meisten Jungen finde das irgendwie eklig, aber wenn man nicht grade in einer Beziehung ist, sieht das doch eh keiner.

Viele Jungs empfinden es als angenehmer, wenn ihre Freundin rasiert ist, richtig. Erfahrungsgemäß muss ich sagen, dass es für einen Jungen durchaus angenehmer ist, wenn beim Lecken zumindest die Schamlippen rasiert sind. Denn beim Cunnilingus Haare in den Mund zu bekommen, ist wirklich nicht besonders toll.
Wenn du irgendwann einmal in einer Beziehung sein solltest und dein Freund möchte, dass du dich rasierst, dann kannst du das natürlich tun. Bedenke aber, dass dein Freund hier maximal Wünsche äußern kann. Lass dich zu nichts drängen, was du nicht willst. Ob du dich rasierst oder nicht, entscheidest letzten Endes nur du. Wenn du behaart sein möchtest, dann wird dein Freund das auch akzeptieren, wenn er dich wirklich liebt.

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Wenn man sich in jemanden verliebt und die Gefühle nicht erwidert werden, ist das immer hart. Besonders schlimm ist es, wenn man in jemanden verliebt ist, der noch dazu zum guten Freundeskreis gehört. Ich kann dich sehr gut verstehen, denn mir ist es auch schon öfter so gegangen, dass ich mich in eine gute Freundin von mir verliebt habe, die Gefühle jedoch nicht erwidert wurden.

Ein Patentrezept gibt's leider nicht. Manchmal ist ein klarer Cut das beste, also ein kompletter Abbruch des Kontakts. Leider gelingt es nicht immer, nach einem Liebesgeständnis die Freundschaft zu erhalten. Du musst dabei auch so egoistisch sein und in erster Linie an dich denken. Denn was bringt es dir denn, wenn du dich weiterhin mit ihr triffst und jedes Mal, wenn du sie siehst, die Gefühle wieder hochkommen? Oder stell dir vor, was es in dir auslöst, wenn du erfährst, dass sie mit jemand anderem zusammen ist?

Das Leben ist manchmal so, dass Freundschaften, auch die besten, nur auf Zeit sind und nicht ewig halten. Ich würde dir deshalb raten, geh auf Abstand. Dann fällt es dir am leichtesten, mit der Situation umzugehen. Lenk dich von deinem Liebeskummer ab, indem du mit anderen FreundInnen was unternimmst. Tu etwas, was dir gut tut und dich entspannt: nimm ein schönes, entspannendes Bad, gönn dir eine Tafel Schokolade, hör deine Lieblingsmusik laut und mit offenem Fenster, geh raus und mach einen langen Spaziergang ohne irgendein Ziel zu haben. Gerade letzteres hilft mir immer sehr gut, um den Kopf frei zu kriegen und abschalten zu können.

Tja und irgendwann ... wirst du merken, dass du dich auch wieder neu verlieben kannst. Irgendwann wirst du den oder die Richtige(n) treffen, der/die deine Gefühle auch erwidert.

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Was kann ich machen damit ich bei ihr einen Orgasmus bekomme?

Weißt du denn selbst, wie du zum Orgasmus kommen kannst? Denn eines ist klar: wenn du es selbst nicht weißt, dann kann deine Freundin es erst recht nicht wissen. Deshalb würde ich dir als allererstes vorschlagen, lerne dich und deinen Körper erst einmal selbst durch Selbstbefriedigung kennen. So findest du heraus, was sich für dich gut anfühlt und welche Stellen bei dir die richtigen sind, um zum Orgasmus zu kommen. Denn bei jedem Menschen ist das total anders, nicht jede(r) reagiert auf bestimmte Berührungen gleich.
Worauf du z. B. achten kannst sind folgende Dinge:

  • Wie fühlt es sich an, wenn du deine Klitoris direkt stimulierst? Ist es angenehm oder zu heftig? Wie ist es im Vergleich mit indirekter Stimulation, wenn du also nur das umliegende Gewebe streichelst?
  • Wie fühlt es sich an, wenn du schneller oder langsamer wirst? Wie, wenn du mal sanfter, mal stärker drückst?
  • Wie ist es, wenn du deine Schamlippen streichelst? Oder wenn du daran zupfst?
  • Oder wie ist das Gefühl, wenn du einen Finger in deine Vagina einführst?

Das sind so Sachen, die du einfach ausprobieren und variieren kannst.

Wenn du herausgefunden hast, wie du selbst dich zum Orgasmus bringen kannst, kannst du nämlich deiner Freundin viel eher sagen oder zeigen, was dir besonders gut gefällt. Du musst bedenken, dass dir ja nicht auf die Stirn geschrieben steht, was du gerne hast und deine Freundin hat bestimmt auch keine Kristallkugel, in der sie deine Wünsche ablesen kann. Deshalb musst du deiner Freundin natürlich auch ganz ehrlich sagen, was du gerne hast. Oder es ihr zeigen.

Wenn deine Freundin dich intim berührt, ist es keine Schande, wenn du ihr sagst: "Das fühlt sich nicht schlecht an, aber versuch es mal so oder so, das finde ich total schön". Nur wenn ihr miteinander ehrlich seid, klappts auch mit einem gemeinsamen Orgasmus.

Ich weiß nicht, ob es deine erste Beziehung ist oder ob du zuvor schon mit anderen PartnerInnen sexuelle Erfahrungen gesammelt hast. Wenn ja, wie war es denn da? Hatten deine früheren PartnerInnen Probleme, dich zum Orgasmus zu bringen? Wichtig ist natürlich beim Sex auch, sich entspannen zu können. Genieße einfach den Sex, lass dich fallen und lass dich darauf ein, die Kontrolle abgeben zu können. Du darfst dich nicht unter Druck setzen. Sieh es mal so: Sex ist auch ohne Orgasmus schön. Denn die Nähe und Intensität, die ihr miteinander teilt, die kann dir kein Solo-Sex geben. Insofern ist es auch gar nicht schlimm, wenn du mal nicht kommst. Der Sex kann ja trotzdem schön und befriedigend sein. Also wozu den Druck machen? Einfach Spaß dran haben.

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Nein. Miteinander vergleichbar auf einer gleichen Ebene sind immer nur Verwandtschaftsgruppen (Taxa), die zueinander in einem Schwesterngruppenverhältnis stehen. Ein Vergleich zwischen Taxa, die nicht in einem Schwestergruppenverhältnis miteinander stehen, ist nicht möglich, weil sie auf völlig unterschiedlichen Ebenen stehen können. Genau aus diesem Grund ist das althergebrachte System der Kategorien (Stamm, Klasse, Ordnung, Familie usw.) heute nicht mehr gebräuchlich, weil die verschiedenen Tier-"Ordnungen" eben gerade nicht alle auf der gleichen Stufe stehen.

Ein Beispiel: wir haben drei "Ordnungen".Verwandtschaftsanalysen ergeben, dass zwei der Ordnungen miteinander näher verwandt sind als mit der dritten Ordnung. Man fasst sie deshalb in eine gemeinsame "Überordnung" zusammen. Dadurch rutschen beide Ordnungen nun aber eine Ebene tiefer, denn auf der Ebene der dritten Ordnung steht nun die gemeinsame Überordnung, womit die drei ursprünglichen Ordnungen also gerade nicht mehr auf einer Ebene stehen und damit auch nicht direkt miteinander verglichen werden können.

Richtig ist, dass Bären und Hunde untereinander näher verwandt sind als beide mit Löwen und Katzen. Denn sowohl Hunde (Canidae) als auch Bären (Ursidae) gehören innerhalb der Raubtiere (Carnivora) zum Taxon der Hundeartigen (Canoidea). Die Katze (Felis silvestris f. catus) und Löwe (Panthera leo) sind beide als Vertreter der Katzen (Felidae) Vertreter der anderen Gruppe der Raubtiere, nämlich der Katzenartigen (Feloidea).

Ein direkter Vergleich ist also nur zwischen Schwestergruppen möglich und sinnvoll. Beispielsweise sind die Hundeartigen die Schwestergruppe der Katzenartigen und stehen somit auf einer gleichen Verwandtschaftsebene. Innerhalb der Hundeartigen sind die Hunde die Schwestergruppe aller anderen Hundeartigen (die dann als Arctoidea bezeichnet werden).

Auch auf Artebene ist nur ein direkter Vergleich von Schwester-Taxa sinnvoll. Die Schwesterart des Löwen ist beispielsweise sehr wahrscheinlich der Leopard (Panthera pardus), sodass beide auf einer gemeinsamen "Stufe" stehen. Nächster Verwandter beider (also von Löwe und Leopard) ist dann wahrscheinlich der Jaguar (Panthera onca). Der Tiger (Panthera tigris) ist vermutlich die Schwesterart des Irbis (Panthera uncia). Das Taxon dieser beiden (Tiger + Irbis) ist wiederum das Schwestertaxon einer Verwandtschaftsgruppe aus (Jaguar + (Leopard + Löwe)).

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