Glaubt ihr an die Existenz von Himmel und Hölle?

Das Ergebnis basiert auf 34 Abstimmungen

Ich glaube nicht an Himmel und Hölle 64%
Ich glaube an Himmel und Hölle 35%

42 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ich glaube an Himmel und Hölle

Wenn die Bibel recht hat...

  • gibt es einen Gott
  • hat unser Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft
  • kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
  • trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
  • bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
  • gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
  • sind Himmel und Hölle Realitäten
  • gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
  • können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

Obwohl wir letztendlich alle auferweckt werden, werden nicht alle in den Himmel kommen. Jeder Mensch muss während seines Lebens eine Wahl treffen und diese Wahl wird seinen ewigen Bestimmungsort festlegen. Die Bibel sagt, dass es uns bestimmt ist, nur einmal zu sterben und danach wird das Gericht Gottes kommen (Hebräer 9,27). Die durch den Glauben an Christus gerechtfertigt worden sind, werden das ewige Leben im Himmel verbringen, aber die Christus als Retter ablehnen, werden zur ewigen Bestrafung in die Hölle geschickt werden (Matthäus 25,46). Die Hölle ist, wie der Himmel, nicht nur ein Daseinszustand, sondern ein wirklicher Ort. Sie ist ein Ort, wo die Ungerechten den endlosen, ewigen Zorn Gottes erleben werden. Die Hölle wird als ein Fass ohne Boden (Lukas 8,31; Offenbarung 9,1) beschrieben, als ein mit Schwefel brennender Feuersee, in welchem die Bewohner Tag und Nacht für immer gequält werden (Offenbarung 20,10). In der Hölle wird es Weinen und Zähneknirschen geben, was auf großen Kummer und Zorn hinweist (Matthäus 13,42).

Gott freut sich nicht über den Tod der Sünder, sondern Er will, dass sie von ihren falschen Wegen umkehren, damit sie leben können (Hesekiel 33,11). Aber Er wird uns nicht zwingen, uns zu unterwerfen. Das Leben auf der Erde ist ein Test, eine Vorbereitung auf das, was kommt. Für Gläubige ist Leben nach dem Tod ein ewiges Leben mit Gott im Himmel. Für Ungläubige ist Leben nach dem Tod die Ewigkeit im Feuersee. Wie können wir ewiges Leben nach dem Tod bekommen und der Ewigkeit im Feuersee entgehen? Es gibt nur einen Weg: durch Glauben und Vertrauen zu Jesus Christus. Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer mich annimmt, wird leben, …“ (Johannes 11,25-26).

Gott ist geduldig und freundlich zu uns, aber er ist auch gerecht und heilig. Er hat uns als Geschöpfe geschaffen, die sich frei entscheiden können. Wir sind weder Roboter noch Marionetten noch Tiere, die ihren Instinkten folgen müssen. Mit der Freiheit haben wir auch die Verantwortung. Gott liebt uns (obwohl es keiner von uns verdient hat), aber er zwingt sich uns nicht auf. Wir können unser Leben selbst bestimmen, für Gegenwart und Zukunft. Gott möchte uns ein sinnvolles Leben und eine herrliche Zukunft schenken, - aber wir müssen sein Geschenk auch ergreifen.

Die Bibel lehrt:

Johannes 3,16: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat."

Johannes 5,24: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen."

1. Johannes 1,9: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit."

Römer 6,23: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn."

Danke, das hast du richtig gut erklärt!

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Vielen Dank für den "Stern", liebe Grüße und Gottes Segen!

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@chrisbyrd

Vielen Dank für die gute & ausführliche Begründung! :)

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Wenn die Bibel recht hat...

Wenn die Edda, wenn der Koran, wenn Grimms Märchen...... wenn, wenn wenn.

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Ich glaube an Himmel und Hölle

Wie können Atheisten die Verantwortung dafür tragen, wenn jemand nach seinem Tode feststellt, dass er einen grausamen Fehler begangen hat, nicht Gott sondern den Atheisten zu glauben also, dass man die Existenz Gottes einfach so anzweifeln könnte, ohne dass jemand beweisen zu kann, dass es keinen Himmel, keinen Gott und keine Hölle gibt?

Meine Begründung ist folgender Text:

"BD 4488 17.11.1948

Himmel und Hölle ....

Wer sich Mir zu eigen gibt, den lasse Ich ewig nicht mehr fallen. Doch wer im Widerstand gegen Mich verharrt, der steht in großer Gefahr, Meine Liebekraft ganz entbehren zu müssen und in seiner Ursubstanz zu verhärten, ein überaus qualvoller Zustand, den Ich verhüten möchte. Diese Wahrheit nun, die seit Beginn den Menschen nicht verheimlicht wurde, hat den Begriff "Himmel und Hölle" geschaffen, eines seligen und eines unseligen Zustandes, der in der Vorstellung des Menschen räumlich begrenzt ist, bis zuletzt die eigentliche Wahrheit .... der Zustand .... in der Vorstellung der Menschen zurücktrat und nur noch der Ort bestehenblieb, den sich die Phantasie in allen Farben ausmalte, und dadurch vielen irrigen Gedanken Raum gegeben wurde, so daß die Wahrheit gänzlich entstellt ist und der Mensch keine Kenntnis mehr davon hat, was eigentlich Himmel und Hölle bedeutet.

Leben und Tod sind Himmel und Hölle .... Emsige, beglückende Tätigkeit in strahlendstem Licht ist Leben .... Kraftlosigkeit, Ohnmacht und tiefste Dunkelheit ist Tod .... Und jeder Zustand kann nach oben und nach unten ständig zunehmen, bis das höchste Ziel, selige Verschmelzung mit Mir, oder der tiefste Absturz, endlos weite Entfernung von Mir, erreicht ist .... Unvorstellbar ist die Seligkeit, unvorstellbar die Qual und das Leid der Verdammten, die Ewigkeiten schmachten und keine Kraft zur Erlösung mehr haben. Dieser Seelen sollet ihr gedenken ....

Irrig ist die Lehre, daß es keine Erlösung mehr aus der Hölle gibt, daß diese Seelen auf ewig von Mir verdammt sind .... Nicht Ich verdamme sie, sondern sie selbst haben die Verdammnis gewählt, nicht Ich stürze sie in die Tiefe, sondern sie selbst sind dem tiefsten Abgrund zugestrebt; doch Meine Liebe lässet nichts auf ewig in dieser weiten Entfernung, und darum gibt es auch aus der Hölle eine Erlösung, weil Ich auch für diese Wesen gestorben bin am Kreuz und ihre Schuld auf Mich nahm, weil Meine Liebe größer ist als Mein Zorn, als Meine Gerechtigkeit.

Auch die Hölle wird ihre letzten Opfer herausgeben müssen, d.h., auch die festeste Materie wird einmal aufgelöst werden und das Geistige darin frei werden zum Zwecke des Aufstieges zum Leben .... Denn die Hölle, wie ihr Menschen sie euch vorstellt, besteht nicht als ein ewig brennender Feuerherd, sie ist kein Ort, der die Verdammten birgt; die Hölle ist ein Zustand, dessen Qualen nicht zu beschreiben sind, ein Zustand, der auf Erden damit beginnt, daß die Menschen Mich nicht anerkennen, also sich lossagen von Mir und ohne Meine Liebekraft bleiben.

Sie leben dann wohl noch das körperliche Leben ohne Mich und empfinden den kraftlosen Zustand, den die Entfernung von Mir mit sich bringt, noch nicht als Qual, doch sowie das Leibesleben zu Ende ist, setzen die Qualen ein: das Bewußtsein, völlig ohne Kraft und doch zu sein .... Es ist anfangs noch die Möglichkeit, im Jenseits den Widerstand aufzugeben, so die Seele den Vorstellungen wissender Wesen Gehör schenkt, doch selten nur werden diese Möglichkeiten ausgewertet, und die Seele sinkt immer tiefer, und die Entfernung von Mir wird immer größer, die Kraftlosigkeit nimmt zu bis zur endlichen Verhärtung .... zur Neubannung in festester Materie ....

Dann ist eine endlos lange Entwicklungsperiode vorübergegangen ohne Erfolg für das einstmals in der Materie gebundene und nun freie Geistige, das als Mensch aus eigenem Antrieb streben sollte danach, jeder materiellen Fessel ledig zu werden. Daß es nun versagt hat, ist sein freier Wille, denn Ich lasse es wahrlich nicht fehlen an direkten Mahnungen und Warnungen. Die Hölle hat aber weit größere Anziehungskraft als der Himmel .... und es strebt der Mensch mit größtem Eifer doch wieder die Materie an, die die Seele längst überwunden hatte. Und sie ist nun auch sein Los .... sie wird wieder die Hülle des Geistigen, das bei seiner letzten Willensprobe versagte.

Die Hölle hat ihre Pforten weit geöffnet, und freiwillig gehen durch diese Pforte zahllose Seelen ein in die Finsternis .... Die Hölle wird triumphieren, d.h., ihr Fürst hat zahlenmäßig großen Erfolg, jedoch Ich entwinde ihm alle diese Seelen, die Ich in der neuen Schöpfung wieder einzeuge und Meinem Gegner jegliche Macht über diese Wesenheiten nehme, indem Ich ihn gleichfalls binde mitten in die Erde .... d.h. die festeste Hülle wird ihm als Fessel gegeben, die er nicht eher verlassen kann, bis durch Menschenwillen er wieder an die Macht kommt, indem die Menschen wieder materielle Güter begehren und sich von Mir stets mehr und mehr entfernen. Dann kämpfet er wieder um die Seelen, und dieser Kampf ist zugelassen, auf daß sich die Seelen bewähren und sich entscheiden für Mich oder für ihn, weil ohne rechten Entscheid kein Mensch selig werden kann ....

Amen"

Und? Warum sollte ein Text ein Beweis sein, dass Gott, Himmel und Hölle existieren? Schreiben und erzählen kann man viel, aber stichhaltige Beweise hat bisher noch niemand erbringen können. Und nebenbei muss ein Atheist nicht die Nichtexistenz von imaginären Geistwesen beweisen, sondern nur die Behauptung der Existenz muss untermauert werden.

Wobei die Nichtexistenz durchaus bewiesen werden kann. Nehmen wir dafür das Beispiel Einhörner:

  • Hätte es Einhörner gegeben, gäbe es dafür Belege im Fossilienbestand.
  • Es gibt keine Belege für Einhörner im Fossilienbestand.
  • Also haben Einhörner nie existiert.

Das selbe Prinzip lässt sich auf die Nichtexistenz Gottes anwenden.

Und wieso sollten Atheisten die Verantwortung dafür tragen? Im Umkehrschluss kann ich genauso gut sagen: wie können Gläubige die Verantwortung dafür tragen, dass sie nach ihrem Tod feststellen, dass es gar keinen Gott gibt? Deine Hypothese ist völlig absurd.

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@profanity

>> Das selbe Prinzip lässt sich auf die Nichtexistenz Gottes anwenden. <<

Nur WIE, das lässt du sicherheitshalber offen :-)

Abgesehen davon: Das Grab war leer - das ist ein Indiz dafür, dass Jesus auferstanden ist.

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@profanity

Wenn jemand etwas behauptet, was in irgendeiner Weise Konsequenzen hat dann ist das mit Verantwortung verbunden. Deine Antwort "Und wieso sollten Atheisten die Verantwortung dafür tragen?" ist bei allem Respekt für Deine Meinungsfreiheit schlicht assozial.

Du nimmst in Kauf - dass Deinen Opfern in ein Verderben zu rennen, wogegen z.B. Verdursten in der Wüste eher harmlos ist. ..Ich lerne daraus: Atheisten die Verantwortung dafür tragen?

Den "Himmel" und die "Hölle" machen sich die Menschen schon ausreichend zu Lebzeiten, da braucht es nach dem Tod nicht noch etwas "göttliches"

Verantwortungslosigkeit ist ein wesentlicher Faktor, der die Erde zu einer Hölle macht.

Verantwortung Fehlanzeige ... assozial ist da beschönigend

Und wie sieht es mit der Verantwortung der Gläubigen aus?.. Also:

"wie können Gläubige die Verantwortung dafür tragen, dass sie nach ihrem Tod feststellen, dass es gar keinen Gott gibt?"

Wenn es keinen Gott geben würde könnte ich für meinen Irrtum durchaus die Verantwortung tragen. Denn ich hätte die Menschen, die meinem Rat folgen, an Gott zu glauben, angeregt zu Gottesliebe und Nächstenliebe. Damit wird auch diese Welt zu einem besseren harmonischen Ort. Da nach atheistischer Auffassung nach dem Tod weder Himmel noch Hö lle zu erwarten sind, würden aus meinem Ratschlag dann keine Folgen entstehen.

Also: Ich übernehme die Verantwortung für was ich rate!

Wenn Verantwortung zu übernehmen für Dich absurd und hypothetisch ist, kann man dann kann ich Dich nur bitten - verkrümmel dich und lass die Menschheit in Ruhe.

Übrigens:

Vielleicht existieren Einhörner damals wie heute auf einer anderen Realitätsebene, die uns heute in unserer materialistischen Vorstellungswelt verschlossen ist.

Und ob profanity überhaupt existiert, oder nicht ein atheistischer Schreibcomputer ist hat auch noch niemand stichhaltig bewiesen.

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@profanity
Und? Warum sollte ein Text ein Beweis sein, dass Gott, Himmel und Hölle existieren?

Es sind gerichtlich schon ganz andere Beweise akzeptiert worden z.B. um Menschen zu verurteilen. Du hast hier eines von vielen ( 9030 )authentischen Dokumenten in Schriftform vorliegen, die von Zeitgenossen, also nicht vor 2000 Jahren mitgeteilt worden Es geht erst einmal um die Frage, ob die Niederschrift von der Schreiberin - Prophetin - Dudde verfasst worden sein kann.

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Hallo Reverie777,

an den Himmel ja, an die Hölle nein! In vielen Bibelübersetzungen erscheint zwar mehrfach das Wort "Hölle", doch gibt dieser Begriff nicht den eigentlichen Sinn der zugrundeliegenden Wörter aus dem ursprünglichen Text der Bibel wieder. Das hat viel zur Verwirrung beigetragen und lässt noch immer viele Menschen an die Hölle glauben. Die Höllenlehre ist daher nicht biblisch, wie das auch die nachfolgenden Darlegungen deutlich zeigen.

In den hebräischen Ursprungstexten findet man z. B. das Wort "scheol". Dieses Wort wird zwar in einigen Übersetzungen manchmal mit "Totenreich" oder "Hölle" übersetzt, gibt damit jedoch die alttestamentliche Bedeutung dieses Begriffs nicht richtig wieder. In der Encyclopædia Britannica (1971, Bd. 11, S. 276) heißt es dazu: : „Der Scheol war irgendwo ‚unter‘ der Erde. Die Toten empfanden dort weder Schmerz noch Freude. Mit dem Scheol war weder eine Belohnung der Gerechten noch eine Bestrafung der Bösen verbunden. Gute und Schlechte, Tyrannen und Heilige, Könige und Weise, Israeliten und Heiden — alle schliefen zusammen, ohne voneinander zu wissen.“ Damit ist "scheol" einfach das Grab der Menschen.

Dies ist in Übereinstimmung mit vielen weiteren Aussagen des Alten Testaments. Ein Beispiel dazu ist das, was in Prediger 9:5,10 zu lesen ist, wo es heißt: "Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst." Dazu folgende Überlegung: Wenn sich die Toten nicht des geringsten bewusst sind, können sie auch keine Qualen empfinden, nicht wahr? Somit ist der Tod ein Zustand der Nichtexistenz.

Die Lehre von einem Ort feuriger Qualen stammt also eindeutig nicht aus Bibel sondern hat in babylonischen und assyrischen Überlieferungen ihren Ursprung, wonach das Totenreich einen Ort darstellt, der von mächtigen Göttern und Dämonen bewohnt wird. Manche kirchliche Lehrer und auch Bibelübersetzer wurden durch die griechische Mythologie des "Hades" - die griechische Entsprechung des Wortes "scheol" - beeinflusst, der angeblich ein Ort sei, an dem die Toten weiterleben würden und der von dem gleichnamigen Gott beherrscht werde. Hier liegen die eigentlichen Ursprünge der Höllenlehre.

Die Gesamtaussage der Bibel über den Tod ist immer die gleiche: Der Tod ist ein Zustand ohne jegliches Bewusstsein und damit die Nichtexistenz. In diesem Zustand werden die Toten jedoch nicht für immer verbleiben, da Gott in der Lage ist, sich an das Lebensmuster jedes Einzelnen zu erinnern und ihn eines Tages (in der Bibel Auferstehung genannt) zum Leben zurückbringt, indem er ihn neu erschaffen wird.

Durch die Lehre von einer Feuerhölle, in der der Teufel Menschen für immer quält, hat man sich von der klaren Lehre der Bibel leider weit entfernt. Jahrhunderte lang und bis auf den heutigen Tag hat man mit dieser Lehre unter den Gläubigen Angst und Schrecken verbreitet. Kirchliche Lehrer haben sich auch keine Gedanken darüber gemacht, welches Bild von Gott sie damit ihren Anhängern vermitteln. Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)? In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art. Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte.

Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet! Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6). Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4). Denkst Du nicht auch, dass es viel leichter ist, an einen solchen Gott zu glauben und ihn zu lieben?

LG Philipp

»an den Himmel ja, an die Hölle nein!«

Was passiert dann mit Leuten wie Hitler? Gott ist laut der Bibel ein gerechter Richter - glaubst Du wirklich, dass Er Hitler einfach ungeschoren davon kommen lässt? Wenn es keine Hölle gäbe, dann könnte man doch tun und lassen, was man wollte, weil man dann keine Konsequenzen zu befürchten hätte.

Und überhaupt ist es doch nur logisch, dass es eine Hölle geben muss, wenn es einen Himmel gibt.

»Damit ist "scheol" einfach das Grab der Menschen«

Scheol ist kein klar definierter Begriff. Am häufigsten wird Scheol aber mit Totenreich über setzt. Du könntest durchaus damit recht haben, dass die Toten sich an diesem Ort (noch) befinden, jedoch sagt die Bibel eindeutig, dass am Jüngsten Tag Gott über die Lebenden und die Toten richten wird (2. Timotheus 4:1).

In der Bibel gibt es über 400 Stellen, an denen die Hölle erwähnt und anschaulich beschrieben wird. Eine berühmte Stelle über die Hölle besagt beispielsweise folgendes:

»Der Menschensohn wird Seine Engel aussenden und sie werden aus Seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gesetzloses getan haben, und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten.« - Matthäus 13:42

In Lukas 16:19 steht: »Auch der reiche Mann starb und wurde begraben. Als er sich im Totenreich wiederfand, blickte er unter Qualen auf und erkannte in weiter Ferne Abraham mit Lazarus an seiner Seite. "Vater Abraham, rief der Reiche laut, habe Mitleid mit mir! (...) Ich leide in diesen Flammen furchtbare Qualen!" «

An diesem Vers sieht man deutlich, dass die Hölle durchaus in der Bibel vorkommt und der allgemeinen Vorstellung der Hölle entspricht.

Lg

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@Reverie777

Hallo Reverie777,

Du hast völlig Recht, Gott ist ein gerechter Richter! Das bedeutet jedoch nicht, dass ihm daran gelegen ist, böse Menschen für immer zu quälen. In der Bibel steht: " Ich habe kein Gefallen am Tod des Bösen, sondern daran, daß ein Böser von seinem Weg umkehrt und tatsächlich am Leben bleibt" (Hesekiel 33:11). Wenn Gott noch nicht einmal Gefallen am Tod eines Bösen hat, wieviel dann weniger an dessen Qual!

Dennoch sieht Gott eine Strafe für unverbesserlich böse Menschen vor: den ewigen Tod. Aus diesem Grund heißt es: "Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist [der] Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn" (Römer 6:23). Wie dieser Text klar zeigt, ist der "Lohn" oder die Folge der Sünde keine Qual im Höllenfeuer, sondern der Tod. Während die meisten Verstorbenen durch eine Auferstehung wieder zum Leben kommen, werden Personen, die von Gott (wegen ihrer Bosheit) verurteilt wurden, für immer im Tod verbleiben. Ihre Strafe besteht also daran, etwas sehr Wertvolles niemals erlangen zu können: das ewige Leben.

Der von Dir zitierte Text aus 2. Timotheus 4:1, wonach auch "die Toten" gerichtet werden ist kein Beweistext, dass diese irgendwo weiterleben. Das Richten der Toten bedeutet nichts weiter, als dass sie nach ihrer Auferstehung während der tausendjährigen Herrschaft des Messias erprobt und geläutert werden. Wer nicht bereit ist, sich dieser Herrschaft unterzuordnen und nach Gottes Gesetzen und Grundsätzen zu leben, wird von Gott mit dem ewigen Tod, oder wie es die Offenbarung sagt, mit dem "zweiten Tod" bestraft (Offenbarung 20:14).

Du schreibst von 400 Stellen in der Bibel, in denen die Hölle erwähnt bzw. beschrieben werde. Das Problem ist, dass in etlichen Bibelübersetzungen die Wörter "Scheol", "Hades" oder "Gehenna" oftmals fälschlicherweise mit dem Begriff "Hölle" übersetzt werden. Gibt es dafür jedoch ein biblische Grundlage?

Nun, um zu einem genauen Verständnis der Heiligen Schrift zu gelangen, muss man immer den Kontext und die Gesamtaussage berücksichtigen und im Sinn behalten, dass sich die Bibel nicht ins sich selbst widerspricht. Ebenso darf man nicht in jedem Fall von einer wörtlichen Bedeutung jeder biblischen Aussage ausgehen, da bestimmte Begriffe in der Bibel oftmals symbolhaft gebraucht werden.

Das trifft oftmals auch auf Texte zu, in denen von einem Feuer in Verbindung mit einem Strafgericht Gottes die Rede ist. In einigen dieser Texte wird der Begriff "Feuer" nicht buchstäblich gebraucht sondern steht für die vollständige und ewig währende Vernichtung. Wieso kann man das sagen?

Einen Hinweis findet man in der Offenbarung, wo gezeigt wird, dass "Feuer" für den ewigen Tod steht. Dort steht: "Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod" (Offenbarung 21:8).

Das ist in Übereinstimmung mit dem, was Jesus über die "feurige Gehenna" sagte. Sicher hast Du den Begriff auch schon einmal gelesen oder in Deiner Bibelübersetzung steht an den entsprechenden Stellen, wo im Urtext "Gehenna" steht das Wort "Hölle". Um richtig zu verstehen, was Jesus mit der "Gehenna" meinte, möchte ich aus einem Lexikon biblischer Fragen zitieren, wo es unter dem Stichwort "Hölle" u.a. heißt:

"Bibelübersetzer haben den griechischen Ausdruck géennan tou pyrós mit „Feuerhölle“ (JB, Me), „höllisches Feuer“ (Lu, Al), „Glut des Feuers“ (Alb) und „feuriges Tal Hinnom“ (Rei) wiedergegeben.

Geschichtlicher Hintergrund: Das Tal Hinnom (Gehenna) lag außerhalb der Mauern Jerusalems. Eine Zeitlang wurde dort Götzendienst getrieben, bei dem auch Kinder geopfert wurden. Im 1. Jahrhundert war die Gehenna die Müllverbrennungsstätte Jerusalems. Man warf die Tierkadaver in das Tal, wo sie in dem Feuer verbrannten, dem Schwefel zugesetzt wurde, um die Verbrennung zu fördern. Auch die Leichen hingerichteter Verbrecher, die man nicht für würdig hielt, in einer Gedächtnisgruft beigesetzt zu werden, warf man in die Gehenna. Deshalb sagte Jesus gemäß Matthäus 5:29, 30, daß der „ganze Leib“ in die Gehenna geworfen werde. Fiel der Leichnam in das ständig brennende Feuer, so verbrannte er. Blieb er aber an einem Felsvorsprung in der Schlucht hängen, so wurde das verwesende Fleisch von den allgegenwärtigen Würmern oder Maden befallen (Mar. 9:47, 48). Man warf Menschen nicht bei lebendigem Leibe in die Gehenna; somit war sie kein Ort, wo Personen bei Bewußtsein gequält wurden.

Fortsetzung...

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@Philipp59

Jesus ermahnte seine Zuhörer gemäß Matthäus 10:28, den zu fürchten, „der sowohl Seele als Leib in der Gehenna vernichten kann“. Was bedeutet das? Man beachte, daß er nicht sagt, man werde im Feuer der Gehenna gequält werden, sondern man solle ‘den fürchten, der in der Gehenna vernichten kann’. Dadurch, daß Jesus die „Seele“ gesondert erwähnt, betont er, daß Gott alle Aussichten auf Leben zunichte machen kann; für einen solchen Menschen gibt es dann keine Auferstehungshoffnung. Mit der „feurigen Gehenna“ ist also dasselbe gemeint wie mit dem ‘Feuerpfuhl’ aus Offenbarung 21:8, nämlich Vernichtung, der ‘zweite Tod’." ("Unterredungen anhand der Schriften", Seite 217,218).

Es gibt eine ganze Reihe weiterer Texte in der Bibel, in denen das Wort "Feuer" keine buchstäbliche Bedeutung hat, sondern symbolisch für die Strafe ewiger Vernichtung gebraucht wird ( siehe z.B. 2Thessalonicher 1:6-10; Jesaja 66:15, 16, 22, 24).

Wie aber sieht es nun mit dem Bericht in Lukas 16:19-31 über den reichen Mann und Lazarus aus? Ist dieser Text nicht ein deutlicher Beweis für die Existenz einer Feuerhölle? Grundsätzlich ist dabei folgendes zu beachten: Zum einen handelt es sich hierbei um ein Gleichnis und nicht um eine Beschreibung dessen, was nach dem Tod geschieht und zum anderen widerspricht sich die Bibel nicht selbst, indem sie an der einen Stelle (z.B. in Prediger 9:5,10) sagt, dass die Toten ohne Bewusstsein sind und dann an anderer Stelle erklärt, dass sie doch irgendwo weiterleben. Wie ist aber dann diese Erzählung zu verstehen?

Beachte bitte den Zusammenhang in welchem Jesus dieses Gleichnis erwähnte und zu welchen Zuhörern er sprach. Es ging nicht um die Frage "Was geschieht nach dem Tod?", sondern es ging, wie aus den ersten Versen des Kapitels 16 hervorgeht, um den richtigen Gebrauch von materiellem Besitz und darum, dass man nicht gleichzeitig Sklave Gottes und des Reichtums sein kann. Zu den Zuhörern gehörten auch die geldliebenden Pharisäer, die Jesus wegen seiner deutlichen Worte zu verhöhnen begannen.

Es ist nun an der Zeit, dass Jesus ihnen eine Lehre erteilt und ihnen klarmacht, dass es zu einer Veränderung kommen würde: Diejenigen unter den Juden, die materiell reich waren und Einfluss unter dem Volk ausübten (z.B. die Pharisäer und Schriftgelehrten), sollten eine Erniedrigung erfahren, während diejenigen, die für Jesu Wort empfänglich waren, erhöht werden sollten. Bekannterweise beriefen sich die Pharisäer immer wieder auf ihre offensichtlich scheinheilige Befolgung des Gesetzes Mose. Da das Gesetz im Begriff war, durch den Opfertod Jesu aufgehoben zu werden, würde es somit für die stolzen religiösen Führer zu der besagten Veränderung kommen. Auf diesem Hintergrund erzählte Jesus nun das Gleichnis von dem reichen Mann und Lazarus.

Es geht in dem Gleichnis um zwei Männer, deren Lage sich drastisch ändert. Der reiche Mann stellt die religiösen Führer der Juden dar, die auf das einfache Volk, dargestellt durch den armen Bettler, herabsahen und es verachteten. Während diese Geistlichenklasse eine begünstigte Stellung einnimmt, befindet sich das Volk in einer sehr benachteiligten Lage. Sie, die gleichsam nach dem Wort Gottes dürsten, müssen sich mit dem Wenigen begnügen, was ihre geistlichen Führer, bildlich gesprochen, von ihrem "Tisch" herabfallen lassen.

Wie Jesus in dem Gleichnis erzählt, starben nun beide Männer. Da sie jedoch für Klassen von Menschen stehen, also keine wirklichen Personen darstellen, muss auch ihr Tod symbolisch aufgefasst werden. Diejenigen nämlich, die durch den armen Lazarus dargestellt werden, starben in Bezug auf ihre frühere benachteiligte Stellung und gelangten in eine begünstigte Stellung bei Gott (an den "Busenplatz Abrahams"), da ihre geistigen Bedürfnisse durch das, was Jesus ihnen durch seine Lehren vermittelte, nun völlig befriedigt wurde.

Die geistliche Führungsschicht, dargestellt durch den reichen Mann, fällt jedoch bei Gott in Ungnade, da sie sich hartnäckig weigern, Jesu Botschaft anzunehmen. Sie erleiden durch die an sie gerichteten harten Gerichtsbotschaften Jesu sinnbildliche Qualen, dargestellt durch das Feuer. Der drastische Wechsel der Verhältnisse wurde besonders zu Pfingsten 33 n.Chr. erkennbar, als der alte Gesetzesbund durch den neuen Bund ersetzt wurde und nunmehr immer deutlicher wurde, dass Jesu Jünger und nicht die Pharisäer in der Gunst Gottes standen.

Somit kann also auch dieser Text nicht als ein Beweistext für die Existenz einer Hölle herangezogen werden. Entgegen der Meinung vieler, lässt sich die Hölle also keinesfalls anhand der Bibel beweisen!

LG Philipp

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@Philipp59

Hallo Phillip!

Zunächst einmal vielen Dank für Deinen ausführlichen Text :) Aber bitte sei mir nicht böse, wenn ich mich knapp halte ;-)

»den ewigen Tod. Aus diesem Grund heißt es: "Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist [der] Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn" (Römer 6:23).«

Mit dem ewigen Tod (oder auch 2. Tod, wie die Bibel ihn bezeichnet), ist kein buchstäblicher Tod gemeint, sondern die ewige Verdammnis aus Gottes Gegenwart. So sagte Gott zu Adam und Eva: "An dem Tage, an dem ihr von dem Baum esst, müsst ihr sterben" (Genesis 3). Damit war aber kein wörtlicher Tod gemeint, sondern die Verdammnis aus Gottes Gegenwart. Die entgültige Verdammnis wiederum bezeichnet die Bibel deshalb als den "2. Tod".

»Ihre Strafe besteht also daran, etwas sehr Wertvolles niemals erlangen zu können: das ewige Leben«

Aber es ist doch keine Strafe, wenn man dann einfach nur nicht mehr existiert! So gesehen hätten wir ja nur etwas zu gewinnen & nichts zu verlieren.

»sinnbildliche Qualen, dargestellt durch das Feuer.«

Wie kommst Du darauf, dass es sich dabei um ein Sinnbild handelt? Der Vers hatte eine sehr deutliche Aussage, die nicht einmal interpretationsbedürftig ist. Ich befürchte es ist Wunschdenken anzunehmen, es gäbe keine Hölle, aber einen Himmel.

»Du hast völlig Recht, Gott ist ein gerechter Richter! Das bedeutet jedoch nicht, dass ihm daran gelegen ist, böse Menschen für immer zu quälen. In der Bibel steht: " Ich habe kein Gefallen am Tod des Bösen, sondern daran, daß ein Böser von seinem Weg umkehrt und tatsächlich am Leben bleibt" (Hesekiel 33:11). Wenn Gott noch nicht einmal Gefallen am Todeines Bösen hat, wieviel dann weniger an dessen Qual

Gottes Wesenheit umfasst alles Gute, wie Liebe, Friede, Vergebung, Freude,... Da die Hölle die völlige Abwesenheit Gottes darstellt, kann man also davon ausgehen, dass es dort nichts dergleichen gibt. Ja, Hesekiel 33 besagt, dass Gott kein Gefallen am Untergang der Gottlosen hat, aber genau deshalb hat Er ja auch alles gegeben, um die Menschen davor zu bewahren: Seinen Sohn Jesus.

Eine weitere Bibelstelle, die deutlich die Existenz der Hölle wiedergibt, ist Offenbarung 30:10:

»Und der Teufel, der sie verführte, ward geworfen in den feurigen Pfuhl und Schwefel, da auch das Tier und der falsche Prophet war; und sie werden gequält werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.«

Lg

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@Reverie777

Des Weiteren lautet der Vers so:

» Und ich sah einen großen weißen Thron, und den der darauf saß; vor dessen Antlitz floh die Erde und der Himmel, und es fand sich keine Stätte für sie. Und ich sah die Toten, die großen und die kleinen, stehen vor dem Throne, und es wurden Bücher geöffnet und ein anderes Buch ward geöffnet: das des Lebens. Und es wurden gerichtet die Toten nach dem, was in den Büchern geschrieben war gemäß ihren Werken. Und es gab das Meer seine Toten und der Tod und die Hölle gaben ihre Toten, und sie wurden gerichtet jeder nach seinen Werken. Und der Tod und der Höllengott wurden in den großen Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, eben der Feuersee. Und wer nicht gefunden ward aufgeschrieben in dem Buch des Lebens, wurde in den Feuersee geworfen.«

Das ist ziemlich eindeutig.

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@Reverie777

Hallo Reverie777,

wie kommst Du darauf, dass die Bibel, wenn sie vom Tod spricht, nicht den buchstäblichen Tod sondern die "Verdammnis" meint? Du schreibst:

"Mit dem ewigen Tod (oder auch 2. Tod, wie die Bibel ihn bezeichnet), ist kein buchstäblicher Tod gemeint, sondern die ewige Verdammnis aus Gottes Gegenwart. So sagte Gott zu Adam und Eva: "An dem Tage, an dem ihr von dem Baum esst, müsst ihr sterben" (Genesis 3). Damit war aber kein wörtlicher Tod gemeint, sondern die Verdammnis aus Gottes Gegenwart. Die entgültige Verdammnis wiederum bezeichnet die Bibel deshalb als den "2. Tod"."

Wo im Bericht der Genesis steht, dass der Tod etwas ganz anderes ist als das, was Adam und Eva von den Tieren her kannten, wenn sie starben? Außerdem sagte Gott nach dem Sündenfall ganz deutlich zu Adam: "Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren" (1. Mose 3:19). Nirgendwo ist auch nur andeutungsweise von einer "ewigen Verdammnis" die Rede!

Auch in späteren Texten, wenn Gott seinem Volk Strafe wegen seines Ungehorsams ankündigt, ist immer nur vom Tod und nicht von etwas anderem die Rede. In Prediger 3:19.20 wird daher der Tod des Menschen mit dem des Tieres gleichgesetzt, wenn es dort heißt: "Denn es gibt eine Zufälligkeit hinsichtlich der Menschensöhne und eine Zufälligkeit hinsichtlich des Tieres, und dieselbe Zufälligkeit trifft sie. Wie der eine stirbt, so stirbt der andere; und sie alle haben nur e i n e n Geist, so daß es keine Überlegenheit des Menschen gegenüber dem Tier gibt, denn alles ist Nichtigkeit. Alle gehen an e i n e n Ort. Sie alle sind aus dem Staub geworden, und sie alle kehren zum Staub zurück."

Mensch und Tier gehen also nach dem Tod an ein und denselben Ort: in das Grab! Dort gibt es, wie in Prediger 9:5,10 nachzulesen ist, "weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit" Warum nicht? Weil sich die Toten, wie es dort heißt "sich nicht des geringsten bewusst" sind! Ohne Bewusstsein gibt es keine Qual, in welcher Form auch immer! Diese Aussage lässt sich also in keiner Weise mit der Existenz einer Hölle vereinbaren. Demnach müssen Texte, in denen es um Feuer als eine Form der Strafe nach dem Tod geht, ganz offensichtlich anders gedeutet werden, als es Verfechter der Höllenlehre tun.

Wie steht es aber beispielsweise mit dem von Dir angeführten Text aus Offenbarung 20:10, wo von einem Feuersee die Rede ist? Ist auch er ein Symbol und wenn ja, wofür steht er? Der vollständige Text lautet: "Und der Teufel, der sie irreführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geschleudert, wo [schon] sowohl das wilde Tier als auch der falsche Prophet [waren]; und sie werden Tag und Nacht gequält werden für immer und ewig" (Offenbarung 20:10).

Der Begriff "Feuersee" wird mehrmals in der Offenbarung genannt. In Offenbarung 20:14 wird deutlich gemacht, dass es sich dabei nicht um einen buchstäblichen See aus Feuer oder um ein Höllenfeuer handelt. Dort heißt es: "Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geschleudert. Dies bedeutet den zweiten Tod: der Feuersee". Das zeigt, dass der Feuersee ein Symbol für die ewige Vernichtung ist. Warum kann man das sagen? Weil es in dem Bibeltext heißt dass der "Tod" und der "Hades" (oder gem. manchen Übersetzungen die "Hölle") in den Feuersee geschleudert werden. Weder "Tod" noch "Hades" oder "Hölle" können in einem buchstäblichen Feuer verbrannt werden! Das würde keinerlei Sinn ergeben!

Die Bedeutung des "Feuersees" ist eine ähnliche wie die der "Gehenna", von der Jesus damals sprach. Zu den religiösen Führern seiner Tage sagte er: "Schlangen, Otternbrut, wie solltet ihr dem Gericht der Gehẹnna entfliehen?" (Matthäus 23:33). Die buchstäbliche "Gehenna" war der Müllabladeplatz vor den Mauern Jerusalems, auf dem man ständig ein Feuer unterhielt, um den dortigen Müll zu verbrennen. U.a. wurden dorthin auch die Leichen von Schwerverbrechern geworfen, die man einer Auferstehung nicht für würdig hielt. Somit gebrauchte Jesus diesen Ort für ein passendes Symbol vollständiger und ewiger Vernichtung, also einen "Ort" ohne Wiederkehr.

Warum aber steht in dem Text aus Offenbarung 20:10 zum Schluss, dass "sie Tag und Nacht gequält werden für immer und ewig"? Viele halten das für einen eindeutigen Hinweis auf ein Höllenfeuer, in dem böse Menschen für immer gequält werden. Wenn, wie gerade gezeigt, der Feuersee ein symbolischer "Ort" ist, können die "Qualen" dort auch nicht buchstäblicher Natur sein. Um welche Art "Qualen" geht es denn dann?

Fortsetzung...

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@Philipp59

Eine Erklärung dazu wird in einem Buch, das eine Vers-fürVers-Betrachtung der Offenbarung enthält, wie folgt gegeben: "Das an dieser Stelle für „quälen“ verwendete griechische Wort basanízō hat in erster Linie den Sinn „am Probierstein reiben, um die Echtheit (eines Metalls) zu erproben“. „Jemanden foltern, um die Wahrheit zu erpressen“, ist eine weitere Bedeutung (S. Ch. Schirlitz, Th. Eger, Griechisch-deutsches Wörterbuch zum Neuen Testamente, 6. durchgesehene Auflage, Gießen, 1908, S. 69). Gemäß dem Zusammenhang zeigt der Gebrauch dieses griechischen Wortes, daß das, was Satan widerfährt, für alle Ewigkeit als Probier- oder Prüfstein für die Streitfrage der Rechtmäßigkeit und Gerechtigkeit der Herrschaft Jehovas dienen wird...

Des weiteren wird das verwandte Wort basanistḗs, „Folterknecht“, in der Bibel in der Bedeutung von „Gefängniswärter“ benutzt (Matthäus 18:34, Kingdom Interlinear Translation). In Übereinstimmung damit wird Satan für immer im Feuersee eingesperrt; er wird nie freigelassen werden. Im übrigen gebraucht die griechische Septuaginta, mit der Johannes gut vertraut war, das verwandte Wort básanos regelmäßig mit Bezug auf eine Demütigung, die zum Tod führt (Hesekiel 32:24, 30). Dies hilft uns, zu erkennen, daß die Strafe, die Satan erleidet, eine Demütigung ist, der ewige Tod im Feuer- und Schwefelsee. Seine Werke werden mit ihm vernichtet werden (1. Johannes 3:8)" (Die Offenbarung - Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe hrsg. von Jehovas Zeugen, Seite 293).

Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass mit dem "Feuersee" kein buchstäblicher Ort gemeint ist, an dem Menschen für ihre Sünden mit ewigen Qualen bestraft werden? Und ist es nicht unvorstellbar, dass ein gerechter und liebevoller Gott grausamer ist als jeder normale Mensch? Welcher Vater oder welche Mutter würde wohl ihr ungehorsames Kind auch nur für wenige Sekunden mit Feuerqualen bestrafen? Das ist völlig undenkbar! Gott solch ein Handeln zu unterstellen ist eine grobe Verletzung seiner Heiligkeit!

Außerdem hat der Höllenglaube in der Vergangenheit zu den schlimmsten Entgleisungen und Auswüchsen menschlichen Handelns geführt und den Tod tausender unschuldiger Menschen mit sich gebracht! Allein das ist Grund genug, sich mit Abscheu von dieser gottentehrenden und unbiblischen Lehre abzuwenden!

LG Philipp

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@Philipp59

Lieber Phillip!

Ich schätze es wirklich, dass Du Dich so mit diesem Thema auseinandersetzt, aber leider sind Deine Argumente viel zu weit hergeholt.

Die Stellen in der Bibel über die Hölle sind sehr eindeutig, wie zB Offenbarung 30, wo es eindeutig heißt, dass die Gottlosen in den Feuersee geworfen werden: »Dies ist der ZWEITE TOD, eben der FEUERSEE. Und wer nicht gefunden ward aufgeschrieben in dem Buch des Lebens, wurde in den FEUERSEE GEWORFEN«.

Wenn Du der Meinung bist, dass solche Verse falsch interpretiert werden bzw überhaupt interpretiert werden müssen, dann muss ich Dir leider sagen, dass das mehr an Wunschdenken grenzt, als an Realität.

So schön es auch wäre, wenn es nur einen Himmel und keine Hölle geben würde: die Bibel nach Versen, die Deine Ansicht unterstützen können zu filtern, ändert nichts an den Versen, die eindeutig für die Hölle sprechen.

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Lieber Philipp, du bist Zeuge Jehova, oder?

Ich glaube, dass diese Aussage absolut nicht stimmen kann und habe das weiter unten auch schon mal begründet bei dem Beitrag von ohnobody. Kannst ja mal nen Blick drauf werfen, wenn du magst.

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@LoveinChrist

Hallo LoveinChrist,

ja, ich bin ein Zeuge Jehovas! Von welcher "Aussage" sprichst Du? Ich habe Deinen Kommentar zu dem Beitrag von ohnobody gelesen. Dass sich der Glaube an eine Hölle nicht mit der biblischen Lehre vereinbaren lässt, zeigt auch mein letzter Kommentar zu den Aussagen von "Reverie777".

LG Philipp

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@Philipp59

Zähneknirschen und Geheule passt nicht für einen Ort an dem man angeblich kein Bewusstsein hat und und der gar nicht existieren soll. In der Bibel ist so oft vom Hölle Gericht und Strafe die Rede weil sie uns davor warnen will den breiten Weg, der ins Verderben führt zu gehen.

Wenn es nun aber gar keinen Verderben gibt, warum ist Jesus Christus, also Gott selbst, für uns am Kreuz gestorben um unsere Sünde auf sich zu nehmen, wenn das doch alles gar kein Problem ist mit der Sünde weil uns gar nichts passieren kann außer dass wir eben nicht mehr existieren?

Meiner Meinung nach ist die Wachturmgesellschaft ein gefährlicher werkgerechter Verein, der dir vorschreibt, wie du die Bibel verstehen sollst und sich noch nicht einmal davor scheut, die Bibel zu fälschen, damit sie zur Lehre passt. Das ist einfach unglaublich!

Bitte lese mal die Bibel ohne die Wachtturmergänzung und mit Gebet, wenn du herausfinden willst, was ich meine.

Wer ist der Chef? Gott oder die Wachturmgesellschaft? Vor Gott sind alle Gläubige Priester und Könige und durch den Heiligen Geist, den wir bei der Bekehrung empfangen haben, werden wir in alle Wahrheit geführt.

Alles Gute für dich!

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