Einen wunderschönen Mittwoch Morgen Allen - welches ist Deine früheste Kindheitserinnerung?

 - (Psychologie, Leben, Familie)

44 Antworten

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Moin, und ein herzliches "hallo" an alle,

meine früheste Erinnerung zeitlich einzukreisen fällt mir schwer - etwa 3 oder 4 Jahre alt war ich da. Ein Spaziergang mit meinem Opa, er mit der Zeitung bewaffnet, ich mit etwas trockenem Brot - und damit gings zu einem nahe gelegenen Park, wo ich Enten füttern und Opa dabei seine Zeitung lesen konnte. Besagter Teich wurde durch einen niedrigen Zaun vom Fußweg getrennt. Die Schar der Enten versammelte sich teichseits. Natürlich nicht schön ordentlich, sondern die frechen großen waren vorne, und die kleinen niedlichen weiter hinten.

Die niedlichen hinteren mit dem Brot zu beehren war für mich Knirps natürlich nicht so einfach.

Ein höherer Standpunkt bringt größere Reichweite.

Zaun bringt höheren Standpunkt.

Also etwas hochgeklettert, und dann nahm die Angelegenheit ihren Lauf, was dazu führte, dass die vorderen Enten flugs Platz machten, damit ich auch einen Platz im Wasser abbekomme. Und kurz drauf Opa natürlich ebenso.

War also in dem Augenblick zwar turbulent, aber nicht sonderlich tragisch - da war ja noch genug Schreck in den Knochen. Leider hielt Opa wenig von meinem Vorschlag, doch so lange zu warten, bis die Klamotten wieder getrocknet waren. Nein, er wollte nach hause, mit den nassen Klamotten, und IHM war es völlig schnuppe, dass jetzt alle Passanten und vor allem auch die Nachbarn sehen konnten, dass Knirps in den Teich gefallen ist - MIR nicht. Den Heimweg hab ich noch in recht greifbarer Erinnerung... .

Einen schönen Tag wünsche ich euch!

Das glaube ich, dass Einem so Etwas gut in Erinnerung bleibt, LG.

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Fred wünsche dir einen sehr schönen Mittwoch und grüße dich herzlichst aus Wien.

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Hallo, lieber Peter,

hab Dank für Deinen 'so fröhlich geschilderten' missglückten Enten - Fütterungs - Bericht.

Ich persönlich habe mich darüber , obwohl Du selbst nicht allzugern daran zurückdenkst, köstlich amüsiert.

Das hätte auch mir passieren können.

Noch einen recht schönen Abend für Dich, vom Plawöpfchen

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Guten Morgen!

Da gibt's schon einige sehr frühe Geschichten. Ich erinnere mich zum Beispiel an...

  • ...eine Autofahrt mit meinem Opa. Es war schon nachts oder zumindest dunkel, wir waren jedenfalls recht spät noch unterwegs... ich war damals 2-3 Jahre alt und wollte nichts als nach Hause, hatte Angst im Dunkeln. Und mein Opa hat für mich ein paar Kinderlieder gesungen, um mich zu beruhigen. Ich weiß sogar noch ganz genau, wo das war! Da denke ich jedes Mal dran, wenn ich da heute mit meinem eigenen Auto vorbeikomme. 
  • ...ein hell-marmoriertes Treppenhaus in einem damals ganz neu erbauten Mehrfamilienhaus das heute sozialer Brennpunkt unserer Stadt ist. Da wohnte damals im Erstbezug irgendein Bekannter, den mein Onkel mal mit mir besucht hat. Das muss im Sommer '91 gewesen sein.. möglicherweise auch 1992, aber nicht später. Es war Sommer und sehr warm. 
  • ...die schönen gemütlichen Vormittage, an denen ich nicht im Kindergarten war und mein Opa, der damals schon Rentner war, mich als zur Tankstelle oder zum Einkaufen mitgenommen hat. Manchmal hat uns auch mein Patenonkel, der in den 90ern mal für 1-2 Jahre arbeitslos war und bei uns wohnte, begleitet..
  • ...meine Fahrradtouren durchs Wohngebiet mit meinem Kumpel, als wir so in der 1./2. Klasse waren... wir hatten sehr viel Spaß, fühlten uns total klasse.. und ich hatte extreme Angst vor einem alten extrem lauten 7er BMW mit schräger Front (die Modellreihe aus den 70ern) den hier ein Mann aus der Siedlung fuhr.. da habe ich mich immer irgendwo versteckt wenn ich das Auto hörte.
  • ...den Tag, als Anfang der 90er Aldi bei uns am Ort aufgemacht hat.. ich war ca. 3 Jahre alt und ging abends mit Oma und Opa dort einkaufen. Es war ein sonniger schon recht warmer Frühlingstag etwa im April oder Mai. Im neu-eröffneten Aldi haben wir ein paar Bekannte meiner Großeltern getroffen und ich sehe es noch vor mir wie ein kleines Mädchen von Rettungssanitätern geholt werden musste, weil es sich verletzt hatte und stark blutete. Da hat mein Opa mir von einem Freund erzählt, der den Arzt gerufen hätte und alles wieder gut werden lässt, das sagte er um mich zu beruhigen.. der Freund hieß glaube ich "Helfred" oder "Helfried".
  • ...die Nachmittage, an denen mich meine Oma im Sommer zum Spielplatz in der Siedlung mitnahm.. es gab hinterher oft ein kleines Eis bei dem ViVo-Laden im Untergeschoss von einem der Hochhäuser für mich. "ViVo" ("Viele Vorteile") war so ein Zusammenschluss von Einzelhändlern, ich glaube eine Genossenschaft. In unserem Viertel gab es einen ViVo im Untergeschoss eines benachbarten Hochhauses; der Laden hat ca. 1996 zugemacht als der Betreiber in Rente ging, ein Spar zog dort ein, den es aber auch schon lang nicht mehr gibt. Da ist heute ein kleiner Edeka drin, glaube "Aktivmarkt" oder so. Es war wirklich schade, dass der Laden schloss, weil man da gut und vor allem pragmatisch und schnell einkaufen konnte. Es gab kein nerviges "Infotainment"-Gedöns, keinen unübersichtlichen Parkplatz für 300 Autos, sondern Ruhe, Frieden und den gemütlichen Plausch mit den Leuten aus der Siedlung; man war unter sich, ich fand das beruhigend.
  • ...die Tage im Kindergarten, an denen es auf Weihnachten zuging.. speziell Ende 1996, da haben wir schöne Sachen gebastelt und es gab heiße Milch für uns Kinder.. meine Erzieherin hieß Ruth und war eine sehr nette schon etwas ältere Frau, die mit mir an dem Nachmittag einen Bär aus Papier bastelte und sich viel Zeit nur für mich nahm!
  • ...den Nikolaus in der Krabbelstube. Ich wusste, dass es nicht der Bischof Nikolaus, sondern unser "Hubert" war (ein Bekannter der Familie), aber ich ließ mir nichts anmerken und freute mich sehr über seinen Besuch. Das war vermutlich 1992 oder 1993, ich war mit meinem Opa in der Krabbelstube, glaube bis ich drei Jahre alt war - das wäre dann 1993 gewesen.

Einmal hatte meine Oma auf dem Spielplatz unweit des ViVo-Geschäfts Stress mit der Mutter eines Jungen, der Raphael oder Rafael hieß und mich die ganze Zeit über ärgerte, was dessen Mutter aber genau andersherum sah (war davon abgesehen eine ganz komische und sehr schnell beleidigte, auch in der Krabbelgruppe unbeliebte Frau, die damals gegen einen jungen Mann aus der Nachbarschaft prozessieren wollte und unterlag, die sind daraufhin ca. 1993 weggezogen).

Alles, was heute banal wirkt, war damals in irgendeiner Weise berührend. War es die Autofahrt mit meinem Patenonkel im damals sehr teuren Audi mit 5-Zylindermaschine? War es das ekelhafte Wohnhaus unserer Bekannten? War es der schöne Moment auf dem Arm der geliebten Oma? Oder war es die keifende Mutter von Rafael/Raphael, die von meiner Oma mit ein paar Worten mühelos mundtot gemacht wurde? Irgendwas davon hat mir sicher imponiert.

Musikalisch gibt's heute einen typischen 90er-Schlager - bei uns wurde eben kein Rock und kein Radiopop gehört, sondern es waren Schlager. Also: "Im heißen Sand von Rhodos" von den Flippers, damals waren die eigentlich ganz gut, ihre späteren Werke haben mir nicht mehr so gut gefallen.

https://www.youtube.com/watch?v=XOblGrN6P3U

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.

Eine ganz bunte Schilderung von Erlebnissen,die Dir in Erinnerung geblieben sind

Danke,das Du uns daran teilhaben lässt

Herzlichst Angel

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@Angel1112

Sehr gerne! Dafür ist diese Runde ja letztlich auch da und bei mir ist das so, dass ich so schreibe wie ich es auch aussprechen würde - frei raus, da fehlt nur noch eine Apfelschorle oder Ähnliches.

Viele Grüße!

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@rotesand

So ist es bei mir auch,-ich finde das echt schön....so hat man das Gefühl,das es nicht nur virtuell ist....wir haben mit der Zeit ja einen Bezug zueinander...

Lb Gruss Angel

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Fred wünsche dir einen sehr schönen Mittwoch und grüße dich herzlichst aus Wien.

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Kein Wunder, das du heute so bist wie du bist mein Lieber, LG. :)

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Äh, hab ich vergessen .... ^^

Moin EyeQ und hallo in die Runde!

Es sind Bruchstücke aus der Zeit vorhanden, wo ich ca. 3 Jahre alt war. Ich weiß noch, wie unsere Wohnung aussah (wo wir kurz darauf ausgezogen sind), erinnere mich an meine Spielzeug-Kiste, das Auto meiner Mutter und natürlich an meinen ersten "Besuch" in der chirurgischen Ambulanz, als ich mir an einer Konservendose die halbe Fingerkuppe abgesäbelt hatte. Mann, was für eine Sauerei....

Ab 4 - 5 Jahren weiß ich noch so ziemlich alles, was sich so um mich herum zugetragen hat.

Und DAS auch OHNE, dass ein großer Löwe mit einer mächtigen Stimme vom Himmel zu mir gesprochen hat: "Erinnere Dich, Simba!"

Einen schönen Mittwoch!

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@EyeQatcher

sehr schöner Artikel über "unsere" Generation - da steht viel Wahres drin!

Ja, ein Wunder, dass wir noch leben.

Ich bin viel bei meiner Oma gewesen als Kind. Sie wohnte "auf dem Land".

Wenn ich zur Schule gebracht wurde, saß ich auf dem Kissen, welches auf den Gepäckträger der Mofa geklemmt war, und bitte frag nicht, was ein HELM ist...^^

Heute hätte man Oma für diesen Wahnsinn verhaftet. Kind zur Schule bringen ohne sitzbeheizten SUV??? Also bitte!

Oma wurde tatsächlich mal von einem Polizisten gestoppt, weil sie immer noch mit ihrer gehäkelten Mütze rumfuhr, obwohl schon seit ca. 1 Jahr Helmpflicht bestand.

Damals gab es keine Anzeige für sowas. Sie hat sich dann irgendwann einen Helm gekauft...

Ich habe als Kind jeden Graben um Omas Haus herum "ausgelotet", mal im Sommer mit dem Rest meiner Hose am Stacheldrahtzaun und mal im Winter, weil ... hey, das Eis ist SOOOO dick...!

Sogar den Rasenmäher habe ich im Graben versenkt - ScheiBe, war die Grabenkante steil...!

Ich habe dann vorm Backofen gehockt und der Zündkerze bei ihrem Schnell-Trocknungs-Prozess zugesehen, während mein Opa den Rest des Tages sehr schweigsam war....

Ich habe kiloweise Rhabarber, Stachelbeeren und Karotten direkt aus der Erde gefuttert (vorher in der Regentonne sauber gemacht) und hatte nicht mehr als vielleicht mal Dünnsch.... Wenn heute ein Kind so etwas isst, wählen Helikoptermütter die Gift-Notruf-Nummer und 10 Minuten später steht draußen eine Kolonne mit Blaulicht-Fahrzeugen von mehr als 100 Meter Länge.

Staunend haben wir die Rauchsäule des Osterfeuers in den Himmel steigen sehen - das lag an den Treckerreifen, die Bauer Harms da mit drauf geschmissen hatte.

Bauer Harms stand beim Osterfeuer übrigens direkt neben dem Dorf-Sheriff und sie haben bei einer Flasch´ Bier über Bauer Gerdes neuen Mähdrescher gequatscht.

Wir waren damals echt mehrfach am Tag mit einem Bein auf dem Friedhof und mit dem anderen auf der Bananenschale, oder?

Aber, wie Dein Text (Link) ebenfalls resümiert: wir hatten wenig kranke Kinder, kaum Allergien und vielleicht 1 oder 2 Fettsäcke in der ganzen Grundschule, im Gegensatz zu heute.

Als ich vor ein paar Jahren meine Kinder in den Kindergarten begleitet hatte (vom Auto aus noch ca. 50 Meter, verkehrsberuhigte Gegend) meinte ein lächelnder Polizist (so Ende 20) ermahnend "Aber morgen dann mit Warnweste, nicht?". Er hatte Glück, dass ich den Morgen so gute Laune hatte, sonst hätte ich ihm seinen albernen Ziegenbart angezündet und ihn durch die Hecke geworfen...

Beste Grüße zurück!

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@PoisonArrow

:D :D :D

Herrlich. Da kommen auch bei mir gleich wieder viele Erinnerungen hoch. Ich war ja auch an unzähligen Wochenenden und jeglichen Ferien (so wir nicht, meist mit Oma, in den Urlaub fuhren) bei Oma auf dem Land.

Klar ...

  • den Fluss durchqueren
  • den Russen bei den Schießübungen auf dem Übungsplatz zuschauen (mit ihnen Bonbons gegen die viel interessanteren Munitionshülsen tauschend)
  • uns mit dem Oberdorf gegenseitig Steinschlachten liefern
  • mit Hilfe von Wassereimern die Asphaltstraße von der Kirche herab vereisen und mit Schlittschuhen hinab Wettrennen machen
  • von Dämmerung zu Dämmerung im Wald herumtreiben, dort Lagerfreuer entzünden und Kartoffeln rösten - und mitsamt verkohlter Schale essen
  • im Fluss mit der Hand Stichlinge fangen, in eine Flasche stopfen und später an die Enten verfüttern
  • uns mit Pfleil und Bogen beschießen
  • verbotenerweise von der Staumauer in den Stausee springen
  • als Kinder schon Holz hacken
  • in Sandalen den Rasenmäher schieben (und es natürlich irgendwie schaffen, mit dem großen Zeh ins Messer zu latschen)
  • beim Schärfen der Sense statt des Wetzsteins mal eben den Finger drüber zu ziehen
  • Traktorplanen über Oma's Wäschestange zu schmeißen, olle Strohmatratzen vom Heuoden gezogen - und mit den Nachbarskindern tagelang dort genächtigt (war ja viel abenteuerlicher als im eigenen Bett)
  • auf Mähdreschern und Förderbändern der Agrargenossenschaft herumgeklettert
  • mit Luftgewehren (ohne Erwachsene dabei) herumgebalert (okay, beim einigen schnappte mir mal der Bolzen zurück und voll gegen meine Lippe - heute bezahlen die Mädels für eine derartige Oberlippenschwellung richtig Geld, wenn auch die Lippe dann nicht weit aufgeplatzt ist)
  • Rhabarberstangen mit viiiiiiiel Zucker essen
  • die Tiere zu füttern und zu streicheln, aber auch zu schlachten, auszunehmen und zu essen
  • selbst kleine Mahlzeiten wie Bratkartoffeln, Eierkuchen etc. am (natürlich mit Streichholz entzündetem) Gasherd bereiten
  • fette Platzwunden zuziehen - und nicht zum Arzt rennen, sondern mit Sepso agieren (dafür brauchten wir keine Eewachsenen) - heute würde mindestens genäht und auf Gehirnerschütterung untersucht
  • im Winter klatschnass, durchgefroren, aber glücklich in die ofenwarme Stube kommen
  • niiiiiiiemals, wirklich niemals petzen
  • hach, und was alles in den Ofen reinging - wir scherzten schon immer, dass Oma alle, wirklich alle Dinge fast ausschließlich nach ihrem Heizwert beurteilt (Aufräumen war bei ihr immer gleichlautend mit Heizen^^)

etc. pp. waren da Alltag - und herrlich, das empfinde ich nicht nur rückblickend so.

Stimmt - die Dicken waren die absolute Ausnahme. Auch Gleichgewichtssinn und Immunsystem waren noch intakt.

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@EyeQatcher

Oh, Mann - ich habe fast das Gefühl, Du bist eine Schwester, die ich weder kannte noch hatte :-)

Das mit den Tieren hatte ich beinahe vergessen!

auch wir hatten reichlich davon

Hühner, Kaninchen und anfangs noch Schwein und Ziege.

Das Schwein war BESONDERS praktisch!

Wenn es etwas zu essen gab, was ich partout nicht mochte (kam sehr selten vor), z.B. Maccaroni mit Backobst (würg), dann musste ich nur so lange quatschen (das war damals bei Tisch verboten) oder rumzappeln, dann flog man nämlich RAUS.

Vor der Küche bis zum Stall waren es nur ein paar Meter.

Das Schwein hat sich riesig gefreut über den süßen Pamp und hat den Teller blitzblank geleckt.

Dann konnte man wieder rein gehen und die "Fertigmeldung" abgeben.

Überflüssig zu erwähnen, dass es damals natürlich nichts anderes gab....

Saisonal bedingt war das nicht sehr tragisch (siehe Rhabarber / Stachelbeeren...) aber außerhalb der "Bedien Dich im Obstgarten"-Zeit konnte einem am Nachmittag schon der Magen knurren.

Klar, haben wir Kaninchen und auch Hühner geschlachtet. Das war völlig normal und ich habe mitgeholfen, z.B. beim Rupfen (ScheiBarbeit....).

Nur als mein Opa mein eigenes Zwergkaninchen erschlagen hat, war ich sauer.

Es war schwer krank und hat nur noch geröchelt. Opa war nicht sehr zart besaitet und ein Verfechter der alternativen Heilkunde für Tiere.... und schon war es um "Susi" geschehen. Kein schöner Moment, wenn man das als 8jähriger Knirps mit ansieht...

Ofen hatten wir auch - anfangs auch nichts anderes. Wer als erster aufstand, machte Feuer.

Die Ölheizung kam erst Mitte der 70er Jahre.

Bis dahin hatte man in sehr kalten Winternächten schon mal Eis auf der Bettdecke, eine ganz dünne Schicht. Schön, wenn die Katze (verbotener Weise) einen warmen Schlafplatz unter der Decke gesucht hat^^

Das Luftgewehr war Tabu, mein Opa hätte mich vermutlich verdroschen, wenn er mich damit erwischt hätte.

Es hatte eine stärkere Feder, damit man Bisamratten damit erlegen konnte. Das Ding hat durch eine 16er Spanplatte durch geschossen, mit "Eierbechern"!

Verständlich, dass er das Teil nicht in den Händen von Kindern wissen wollte.

Aber mein Onkel (Mamas Bruder) hat oft mit mir geschossen.

Ob damals irgend welchen Nachbarn die Kugeln um die Ohren geflogen sind, hat keinen interessiert.

Die Sense ist mir auch als SCHARF in Erinnerung ^^ und Holz hacken war schon immer MÄNNERSACHE - tschapp, daneben gehauen, ... Klopapier drum gewickelt und besser nix sagen, sonst gab es noch einen Satz heiße Ohren dazu!

Als Opa einen neuen Karnickelstall gebaut hat und Holzpfähle in den Boden gekloppt hat, habe ich ebenfalls meine Arbeitskraft eingesetzt.

"Beiseite, alter Mann - jetzt lass mal die jungen kräftigen Burschen ran!"

Bereits beim Ausholen mit dem Vorschlaghammer wäre ich beinahe hinten rüber gekippt... und dann habe ich den Pfahl um etwa 5 cm verfehlt - aber meinen Fuß GENAU getroffen.

Da bin ich ein paar Tage mit echten Schmerzen rumgehumpelt.

Selbst Schuld!

:-)

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Lieber Poison,-sehr lebhaft beschrieben(lach)

Solche schlimmen Erlebnisse mit Verletzungen bleiben einem immer in Erinnerung

Komm gut durch den Tag,-herzlichst Engelchen

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@Angel1112

danke + Du auch!

Ach, schlimm .... ja, musste genäht werden. Schlimm war für mich, dass meine Mama nicht mit in den OP-raum durfte und ich mich so lange gewehrt hab, bis mir jemand so einen komisch riechenden Lappen ins Gesicht gedrückt hat.

Als ich wieder in der Welt war, hatte ich einen riesigen Stoff-Finger, alles war erledigt.

Da, wo heute mehrere Einsatzfahrzeuge anrauschen, kam damals (nach einer Ewigkeit) ein uraltes Taxi angetuckert, und der Fahrer musste erst noch den Diesel vorglühen, damit er ansprang. Ja, und...?

Zu jener Zeit GAB es noch keine Notruf-Nummern, ... dennoch überlebt^^

GLG zurück!

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@PoisonArrow

So was bleibt einem ja in stetiger Erinnerung....ich hätte auch an Deiner Stelle furchtbare Angst gehabt....ohne meine Mutter in den OP-Saal...

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Das kann ich dir nachfühlen, ich war damals SO KLUG das Schnitzeisen meiner Mutter zu nehmen. Ich wollte auch etwas schnitzen, nur geschickt wie ich immer schon war, rutschte ich mit dem Eisen ab und das Eisen stach tief in den Schenkel.

War auch einen arge Sauerei die ich da hinterlassen hatte.

Fred wünsche dir einen sehr schönen Mittwoch und grüße dich herzlichst aus Wien.

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@Fredlowsky

Uh, Fred - das klingt aber auch nach "einmal und nie wieder"...!

LERNEN war damals manchmal schmerzhafter als heute, aber irgendwie hat man die Dinge besser behalten :-)

Beste Grüße nach Wien, der Regen hat nachgelassen^^

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@Fredlowsky

Ach herrjeh,-so was tut auch höllisch weh.....mir reichten schon die kleinen Unfälle mit meinem Fahrrad mit aufgeschürften Knien

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Da hattest du ja eine eher wilde Kindheit und Jugend lieber Freund. Gut, dass du heute gelassener geworden bist, GLG.

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Nein..dazu kann ich leider nichts erfreuliches beitragen!

In den Kriegswirren geboren, mein Vater kam nie wieder zurück, so dass meine Mutter mit 2 kleinen Kindern ihr Tun hatte uns durch zu bringen!

Dazu kam dann auch noch, dass meine Mutter, der Not gehorchend, eine externe Ausbildung zur Kindergärtnerin, teilweise auch wochenlang entfernt vom Wohnort, durchziehen musste!

Wären die Geschwister meiner Mutter nicht zur Seite gestanden, wäre es uns nicht doch so gut gegangen, wie es sich einrichten ließ. Lebensmittel standen uns, dank der Lebensmittelkarten und den Zugaben der Verwandtschaft (ein Schwein zum schlachten angemeldet, das zweite wurde schwarz geschlachtet) ausreichend zur Verfügung!

Nein..und nochmals nein..an diese Zeit mag ich mich absolut nicht gern erinnern und diese Zeit sollte es für meine Kinder, Enkel- und Urenkel auch nie wieder geben.

Da kan ich dir nur zustimmen!

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Da kann ich mich nur noch an die Kondensmilch der Amerikaner erinnern.

Fred wünsche dir einen sehr schönen Mittwoch und grüße dich herzlichst aus Wien.

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Zum Glück, lang ist´s her liebe Freundin.

Einen wundervollen Tag wünsche ich dir heute, GLG.

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Guten Tag, liebe amdros, das kann ich sehr gut nachvollziehen. An solche Zeiten erinnert man sich nicht sehr gerne.

Die Lebensmittelkarten kenne ich aber auch noch. Die Verkäuferin machte für jedes Stück Butter einen Strich auf eine Liste unter unserem Namen, wenn ich für die Mutter einkaufen war.

Herzliche und liebe Grüße und noch einen schönen Tag von W.

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Das war aber ganz schön hart,was Du als Kind durchlebt hast

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Liebe amdros,

der Anfang Deines Beitrages - über die Kriegswirren, und den Vater der nicht zurückkam - den Du nie kennenlernen konntest - und die Mutter, die sich mit zwei kleinen Kindern alleine durchschlagen musste - dieser Bericht von Dir - ist mir nur zu gut bekannt.

Denn genauso verlief es bei uns damals, und ich hätte viel dafür gegeben, wenn diese Zeit damals anders abgelaufen wäre.

Ich schicke Dir noch viele Grüße und wünsche Dir noch einen recht schönen Abend, vom Plawöfchen

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@iQPlawopf

Deinen Worten kann..muss ich.. nur zustimmen!

Wehmut erfüllt mich heute, wenn ich an die Zeit zurück denke! Leid tut mir heute noch, wenn mir die Entbehrungen meiner Mutter bewusst werden, was ja erst mit steigendem Alter und Verständnis kam.

Dir auch liebe Grüße und einen angenehmen Abend. LG.... von mir

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@amdros

Danke, für Deine lieben Worte,

denn ich fühle wirklich alles genauso wie Du, da wir zwei es fast identisch erlebt haben. LG auch noch mal von mir

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Hallöchen liebe Eye und alle lieben Leute der Morgenrunde

Ich hatte eine schöne Kindheit,und erinnere mich an viele Dinge

Meine Grosseltern hatten einen Kiosk

Ich war sehr oft bei ihnen ,-viele Kinder beneideten mich,-ich sass ja immer an der Quelle (Süsskram)

Oma war stets für Spässe zu haben

Irgendwann kam ich wieder zu ihnen(ich war schätzungsweise 8 Jahre alt)

Opa wirkte aufgeregt,-Oma war nirgends zu sehen

Da ging die Eistruhe(sie war riesig gross)auf ,und Oma blickte heraus ....

Mit einem Lachanfall sagte sie....Hier ist die Eisfrau(die Truhe war natürlich abgetaut)

Ich war glücklich,das es nur ein Spass war

Dann erinnere ich mich an die verschwundene Schildkröte meiner Freundin

Wir hatten damals alle Schildkröten, und gingen immer mit ihnen auf Wiesen mit viel Löwenzahn...ihre kleine Susi war dann plötzlich weg,-wir suchten viele Stunden,aber fanden sie nicht mehr

Was mir auch in wacher Erinnerung blieb....

Ich fuhr mit meiner älteren Schwester mit der Strassenbahn

Am Ziel angekommen,wollte sie mich hinaustragen(sie stand schon draussen)

Ich war ca 4 Jahre alt

Da fuhr die Bahn aber schon wieder ab,-ich war in voller Panik

An der nächsten Haltestelle wartete sie dann bereits auf mich.....zusammen mit Papa,-der hatte das durch Zufall mitbekommen(er kam mit dem Auto gerade von der Arbeit)und sah,was geschehen ist

Ich wünsche allen eine gute Wochenmitte

Eure Angel

Guten Morgen liebes Engelchen, ja Du hattest eine schöne Kindheit. Wünsche Euch einen schönen Mittwoch. GLG Dieter

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🤣😂

Deine Oma scheint ja ein echter Spaßvogel gewesen zu sein.

Tolle Erinnerungen, die Du da hast. Dieses Positive hast Du ganz offensichtlich mit übernommen.

https://i.pinimg.com/originals/45/ce/a9/45cea90c075fb76940feb2c2982f3a37.jpg

🤗

9
@EyeQatcher

Ja,-ihren Humor scheine ich geerbt zu haben

Dafür bin ich sehr dankbar,-das hat mir schon oft über dunkle Zeiten hinweg geholfen(meine positive Lebenseinstellung)

6
@Angel1112

Liebes Engelchen, ich finde sehr süß was du geschrieben hast, aber du bist ja auch eine süße und nun weiß ich das du das schon als Kind warst. Ich muss zur Arbeit, liebe Grüße.

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@Moewe4

Danke für die lieben Worte,meine liebe Freundin

4

Servus liebe Engelhafte, da haben wir die Erklärung wieso du so süß geworden bist!!

Fred wünsche dir mit Handkuss einen sehr schönen Mittwoch und grüße dich herzlichst aus Wien.

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@Fredlowsky

Bussi XXL geht zurück an Dich ...danke für das Kompliment...Du machst mich mal wieder verlegen....deine Engelhafte

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Das kann ich nachvollziehen lieber Engel, aber die schönen Erlebnisse überwogen und das ist das Wichtige.

`Eine gute Kindheit gibt Kraft für das halbe Leben´ sagt ein Arabisches Sprichwort und für die andere Hälfte hast du zum Glück auch einen guten Kraftquell gefunden, oder er dich, egal Hauptsache es ist! so, GLG.

6
@PicaPica

Kraftquell ...ja das ist eine gute Bezeichnung,-Oma gab mir so unendlich vieles mit auf den Weg ...lb Gruss an Dich,liebe Freundin

2

Na deine Oma war ja cool drauf. So einen Spaß hatte ich mit meinem Opa auch. Er war da sehr erfinderisch.

Einen schönen Tag noch, liebes Engelchen. Herzliche und liebe Grüße von W.

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@Lazarius

Oma war eine wichtige Bezugsperson für mich ,-wir haben so viel miteinander erlebt....

Opa war da nüchterner ...aber Deiner scheint ja auch ein Spassvogel gewesen zu sein....toll....herzlichst Engelchen

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@Angel1112

Ja, mein Opa hatte im Prinzip die Funktion wie bei dir deine Oma. Er hat mit mir Drachen gebaut, Pfeifen geschnitzt und lernte mir Schuhe reparieren. Das war sein Hobby. In der Woche an einem bestimmten Tag, ging er in eine Kneipe, kaufte sich eine 40er Zigarre und ein Bier. Er wusste immer, wo ich zu finden war und nahm mich mit`bzw. holte mich ab. Ich bekam eine Limonade und einen schöne heiße Bockwurst, manchmal sogar mit Kartoffelsalat. Wenn wir alles verdrückt und getrunken hatten und er geraucht hatte, gingen wir wieder unsere Wege und freuten uns auf die nächste Woche. Das hat mein Leben geprägt ;-)) Noch heute komme ich kaum an einer heißen und dampfenden Bockwurst vorbei :-))

Herzliche und liebe Grüße.

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@Lazarius

Was für schöne Erinnerungen an den Grossvater,-danke,das ich daran teilhaben durfte(ich stellte mir das gerade richtig bildlich vor)

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@Angel1112

Vielen Dank für deinen Kommentar, liebe Freundin. Das sind schöne Erinnerungen, das stimmt. Aber die hast du ja auch. Und es ist schön, wenn wir sie an die Jugend weitergeben können und uns darüber erfreuen. GLG.

2

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