Hallo!

CBD macht nicht "high" und birgt weder ein Risiko für Missbrauch, noch für Abhängigkeit.
Du musst also keine Angst haben, dass CBD Phobien verstärkt.
Im Großen und Ganzen war es das allerdings auch schon.

Die WHO hat 2018 einen Bericht veröffentlicht zu dem Thema:
https://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/WHOCBDReportMay2018-2.pdf?ua=1

Darin wird deutlich, dass eine medizinische Wirkung bisher nur bei diversen Formen der Epilepsie zweifelsfrei nachgewiesen wurde.
Andere Studien deuten daraufhin, dass auch Sozialphobien und chronische Schmerzen mit CBD einigermaßen behandelbar sein könnten.
https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0269881110379283

Die Betonung liegt hier allerdings auf "könnten".
Bisher steckt die Wissenschaft zum Thema CBD außerhalb der Epilepsie-Forschung in den Kinderschuhen.
Erste Vorab-Studien gibt es schon, zum Beispiel mit Ratten:
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S001429990601257X?via%3Dihub

Es macht schon Sinn, dass CBD einen angstlösenden und antidepressiven Effekt hat, weil es in den Serotoninstoffwechsel eingreift (wie z.B. Antidepressiva).

Grundsätzlich gibt es dazu aber noch keine Ursachennachweise, allerhöchstens Korrelationen (festgestellte Zusammenhänge).

Also nein, Du hast nach derzeitigem Wissensstand keine Nebenwirkungen zu fürchten.
Allerdings sieht es so aus, als wären die Sprays, Öle, Salben etc. mit CBD-Anteil heute eher Lifestyle-Produkt als ein zuverlässiges Hilfsmittel.
Ich freue mich wirklich auf die zukünftige Forschung dazu; im Moment würden mich bei einer Kosten-Nutzen-Abwägung die hohen Kosten aber eher abschrecken.

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Ein Leben im Bereich der Armutsgrenze bringt Dich auch nicht auf die Beine, sondern verschlimmert alles.
Nicht umsonst hat die DAK in einer Studie gezeigt, dass knapp jeder zweite Mensch in Hartz4 psychisch nicht gerade gesund ist.

Auch wenn es Dir jetzt nicht gutgeht, Du hast noch ein paar Jahrzehnte vor Dir.

Du solltest Dir Hilfe suchen, am besten am Montag direkt zur hausärztlichen Beratung.
Bis dahin wäre es sinnvoll, Dir folgendes zu überlegen:

Stelle Dir vor, Du könntest Deinen Zustand auf Knopfdruck ändern und Dich besser fühlen.
Welche Ziele hättest Du dann? Wo würdest Du mit der Umsetzung anfangen?
Welche Barrieren und Hindernisse könnten auftreten? Wie kann man diese Hindernisse überwinden?

Sicher nur ein kleiner Schritt, aber solche Gedankenexperimente können eine andere Perspektive aufzeigen!

Alles Gute.

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Hört sich für mich danach an, dass die Coil kurzzeitig trockenläuft, das kann auch am Anfang passieren.
Wenn es danach nämlich nicht mehr verkohlt schmeckt, ist wieder Liquid nachgeflossen.

Hast Du die Luftzufuhr ganz offen?
Liegt die Wattzahl im angegebenen Bereich?

Ich würde die Airflow mal komplett aufdrehen, die Wattzahl auf minimal wie angegeben stellen, und dann sachte ziehen.

Meinen Selbstwickler halte ich ab und zu für eine oder zwei Sekunden verkehrt herum, dass sich das Liquid besser verteilt.

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Ich will nicht falsch verstanden werden, wenn ich sage: Du kannst nichts dafür.

Heutzutage sollte es einfach normal sein, nicht der "Norm" zu entsprechen.
Und die Sexualität des Menschen zeigt, dass es auch möglich ist, außerhalb der Norm normal zu sein, denn Homosexualität ist nichts anderes als normal, in Ordnung und völlig natürlich.

Weder spielt da eine Krankheit mit hinein, noch ist es Karma aus dem vorherigen Leben, noch ist es unnatürlich, noch ist es falsch, noch ist es schlimm, noch ist es etwas, weswegen man sich schlecht fühlen müsste oder sollte.

Dass es Dich belastet, kann ich nachvollziehen.
Nicht nur in traditionell geprägten Haushalten begegnet man Ablehnung und Diskriminierung.

Du hast Schuldgefühle Deinen Eltern gegenüber.
Das ist rücksichtsvoll, aus meiner Sicht aber total unnötig und falsch.
Ich weiß, dass das leicht dahergesagt ist, aber das ist ihr Problem.

Wenn ich mein Kind danach beurteile, welche Orientierung es aufweist, sollte ich mir "Charakterschwäche" auf die Stirn tattoowieren lassen müssen.

Ich bin zwar nicht homosexuell, ich möchte aber auch keine leiblichen Kinder haben.
Das war für meine Eltern auch nicht schön, und zu Beginn waren sie auch erst mal beleidigt, denn die meisten Leute wollen eben auch Enkelkinder haben.
Das ist zwar mir Deiner Situation kaum zu vergleichen, damit will ich aber sagen:
Viele, die nicht den traditionellen Weg gehen, bekommen Gegenwind, teils ziemlich starken.

Was für Dich wichtig sein sollte, ist Deine/Eure Psychohygiene.
Du bist doch sicher auch der Meinung, dass Dein Bruder nichts falsch macht, oder?
Warum solltest Du Dich also mit Schuldgefühlen herumschlagen?

Auch wenn es leider immer noch als befremdlich angesehen wird, habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Eltern tolaranter sind als viele denken.

Ich weiß ja nicht einmal, ob Du mit Deinem Bruder darüber sprechen willst (Wer lässt sich schon gerne auf Datingportalen entdecken), aber wenn, dann wäre das der erste Schritt.

Als zweiten, parallelen Schritt würde ich vorschlagen, Euch zunächst um Euch selbst zu kümmern; mit Euch "ins Reine zu kommen".
Denn es ist wichtig, sich selbst klarzumachen, dass man weder etwas falsch gemacht hat, noch, dass man sich schuldig fühlen sollte.

Habt Ihr Vertrauenspersonen, mit denen man über sowas reden kann?
Aus der Familie, aus dem Freundeskreis oder auch professionell, wie die Schule?

Ich weiß ja nicht, ob Ihr mit Euren Eltern darüber reden wollt, bzw. ob ein Outing überhaupt notwendig ist.
Falls ja, geht das aber nicht, solange Du Dich jemandem gegenüber schuldig fühlst.
Ein Gespräch würde damit sicher nicht wie gewollt verlaufen, ob sie es akzeptieren oder nicht.

Das bringt mich zu meiner letzten Frage.
Denkst Du wirklich, dass Ihr sie dadurch enttäuschen würdet?
Wenn ja, geht Eure psychische Gesundheit vor.
Der "Familienfrieden" darf nie auf Kosten eines psychischen Drucks gewahrt werden.

Denn wenn es so bedrückend ist, zerbricht irgendwann nicht der Familienfrieden, sondern zuerst Du selbst.
Und dann kann der familiäre Frieden und Deine Psyche gleichermaßen den Bach runter gehen.

Du kannst Dich auch von Anlaufstellen beraten lassen:

https://schwules-netzwerk.de/adressen/
http://www.bildung-beratung.lsvd.de/index.html
https://interventionen.dissens.de/fuer-jugendliche/links-anlaufstellen

Alles Liebe, viele Grüße.

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Anschlag

Fakt ist: Es gibt keine Verschwörungsfantasie, die sich im Nachhinein als wahr herausgestellt hätte.
Und ein paar "Kluge", die den bösen Plan natürlich durchschaut haben, gibt es doch immer.
Beschäftigt man sich allerdings mit der Faktenlage, ist die Sensation solcher Alternativtheorien kaum noch spannend.

Gute Links:
1. https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/der-11-september-verschwoeruing-auf-dem-pruefstand-100.html

2. https://www.weltderwunder.de/artikel/elf-mysterien-des-11-september-aufgeklaert

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Warum gibt es in Deutschland immer weniger Gläubige? Spürt ihr Atheisten nicht auch, dass es nicht mehr so weiter gehen kann?

Hallo Community,

vorab einmal muss gesagt werden, dass ich selber Agnostiker bin, also keiner Religion zugehörig.

Ich finde aber die Entwicklung in den Industrienationen, vor allem in Deutschland schrecklich und bedauerlich. Ich persönlich finde das christliche Menschen und Weltbild ziemlich Wegweisend und richtig.

Nächstenliebe und soziale Unterstützung fehlen uns irgendwie heutzutage mehr denn je.

Komischerweise fällt das vor allem bei Ländern auf, die immer Atheistischer werden...

Unsere Maßstäbe, die des modernen Menschen widersprechen doch vollkommen der Natur.. wir wollen immer höher, weiter schneller, lassen uns von Machteliten und Finanzkapitalisten unterdrücken, beuten unseren Planeten aus, sind dem Optimierungs und Fortschrittswahn vollkommen verfallen und werden gefühlsmäßig immer kühler und unsozial.

Manchmal frage ich mich, obwohl ich mich selbst als Quest-Typen bezeichne, der auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist, warum wir unsere Maßstäbe nicht wieder "zurückfahren und umfunktionieren"?

Ich war selber mal bei einer Gastfamilie in den USA, die sehr christlich war. Das war eine Zeit, die ich ehrlich gesagt vermisse. Es war herzlich, es gab keine Hektik, es gab keine sinnlose! von der Wirtschaft dem Bürger als Überlebenswichtige eingebläute Technik ( Sprechende Kühlschränke) und die Werte waren menschlich.

Was muss sich in Deutschland ändern, damit diesen Denken der Macht, Gier und des Geldes endlich der Vergangenheit angehört? Fortschritt sollte nicht um jeden Preis statt finden. Bei vielen Dingen frage ich mich auch ganz ehrlich, was daran Fortschritt sein soll? Ist alles, was uns die Wirtschaft einblößt Fortschritt? Ist es denn alles überlebenswichtig? Meiner Meinung nach nicht.

Was meint ihr?

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Zu Beginn muss man festhalten, Religion steht und fällt mit dem Prinzip des 'Rosinenpickens'.
Bei Matthäus 13,36–42 steht zum Beispiel:

"[...] Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen[...]"

Oder das erste Gebot: "[...] Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.".

Die beiden Zitate strotzen nur so von Demokratiefeindlichkeit und Menschenverachtung.
Allerdings werden von Menschen, die die christlichen Werte erstrebenswert finden, immer nur die netten, freundlichen und rosaroten Zitate herausgepickt.
Genauso läuft es im Islam auch ab.

Die einen sagen, der Islam sei eine Friedensreligion, die anderen sagen, der Islam sei faschistoid.
Und das schlimme: für beides findet man klare Belege in den heiligen Schriften.
Genauso verhält es sich auch im Christentum.
Diejenigen, die Religion verteufeln, suchen nur nach den schlimmen Zitaten, die Gläubigen suchen nach den tollen Zitaten.

Ich stimme also mit Deiner These nicht überein, dass christliche Werte erstrebenswert seien, weil man sich eben dieser Rosinenpickerei bedienen müsste, was ganz schnell zu Missbrauch führen kann.

Dass Nächstenliebe (auch Fernstenliebe!) und Mitmenschlichkeit erstrebenswert sind, ist natürlich absolut richtig.
Dazu braucht man aber keine Religion.
Solange wir Kunst, Philosophie und Wissenschaft haben, sind wir gut bedient.

Dein Beispiel mit den USA finde ich sehr unglücklich, da sie leider ein gutes Beispiel für die Kombination von Christentum und Kapitalismus sind.
Die USA ist eine komplett entsolidarisierte Gesellschaft.

Die häufigste Todesursache für junge Amerikaner ist Mord.
Pro 1000 Einwohner sitzen nirgends auf der Erde so viele Menschen im Gefängnis wie in den USA.
Trotzdem sind knapp 90% der Einwohner*innen dort religiös, die meisten davon christlich.

Die Schere zwischen Arm und Reich ist dort so groß, dass ganze Stadtteile im Dreck sitzen.
Die Reichen haben ihre eigenen Viertel mit Wachpersonal, eigenen Kindergärten, eigenen Schulen.
Außerdem sind die USA durch und durch rassistisch.

Wenn Du die USA also als Beispiel anführst, sprechen die Ergebnisse eher gegen Deine These.

Nun kann und soll man unser Wirtschaftssystem hinterfragen.
Eine Religion, die ihren Reichtum allerdings auf Leichenbergen und Betrug aufgebaut hat, ist da ein denkbar schlechtes Beispiel.
Außerdem klingt es in Deiner Ausführung so, als würdest Du die Religion an die Stelle des Fortschritts setzen wollen - das finde ich sehr befremdlich.

Es ist faktisch so, dass Wohlstand in Kombination mit mehrheitlicher Bildung den Grad an Religiösität reduziert, ebenso wie die Anzahl der Gläubigen.
Gleichzeitig erhöht Wohlstand aber auch den Egoismus, weil man keine Kooperationen mehr braucht.

Stelle Dir unsere Vorfahren vor, auch die vor dem Homo Sapiens.
Um ihr Überleben zu sichern, mussten sie zwangsläufig mit dem Rest der Gruppe zusammenarbeiten.
Überspitzt ausgedrückt reicht es heute, sich mit dem Chef oder der Chefin gutzustellen.
Kolleg*innen sind eher Konkurrent*innen, vor allem in prekären Arbeitsverhältnissen.
Das ist nicht zuletzt ein "Verdienst" des Fortschritts.

Wir leben heute in einer sogenannten 'Independenten Kultur'.
Das bedeutet, das Individuum zählt mehr als "die Gruppe".

Anders verhält es sich in vielen asiatischen Ländern, dort ist eine 'Interdependente Lebensweise' vorherrschend, in der sich das Individuum der Gruppe unterordnet.

Interdependenz erleben wir zum Beispiel in Kirchengemeinden.
Der große Zusammenhalt ist eine Stütze, wonach sich viele Menschen sehnen.
Das ist wohl ein Grund unter vielen, warum sich auch eher ungläubige Menschen kirchlich engagieren - weil das Bedürfnis nach mehr Zusammenhalt ja da ist!

Wozu das aber oft führt, wird mit dem Begriff 'In-group-out-group Bias' beschrieben.
Man favorisiert im Gefühl des Zusammenhalts die "eigene Sippe", und entwickelt dadurch eine Ablehnung/Benachteiligung/Vorverurteilung der Out-Group, derjenigen, die dieser Gruppe nicht angehören.

Kurz gesagt: Die Erstarkung von Religiösität würde sicher zu mehr Zusammenhalt und "Nächstenliebe" innerhalb der Gruppe führen - außerhalb der Gruppe aber eher weniger.

________
Wie kann man denn auch ohne Religion den Zusammenhalt stärken?
Einen guten Ansatz sehe ich in der Stärkung der Geistes- und Naturwissenschaften innerhalb der Gesellschaft.
Mittlerweile kann man gute Lösungsansätze wissenschaftlich entwickeln, zum Beispiel bei Problemen mit der Integration oder bei politischer Radikalisierung.

Hier wird Bildung umso wichtiger:
Ich halte Bildung für ein elementares Mittel, um gesellschaftliche Probleme anzugehen.
Verwährt man Kindern in armen Elternhäusern dieselben Startchancen wie reichen Kindern, kann es auch passieren, dass die Kinder einen Lebensweg einschlagen, dem Du auch mit Religion nicht beikommst.

Die Stellung von Wissenschaft und Bildung muss also in der Gesellschaft erhöht werden.
Und beides erreicht man mit Religion jedweder Art leider nicht.

Was Deine Fortschrittskritik angeht:
Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe, an der sich jeder Mensch beteiligen sollte.
Was wollen wir? Was wollen wir nicht? Wie fördern wir das eine und verhindern das andere?
Die Lösung dieses Problems ist aber sicher nicht die Flucht ins Gestern.
Früher war eben nicht alles besser, und wir müssen mit der Gegenwart und Zukunft ebenso klarkommen.
Eine vielfach von mir kritisierte Aussage mancher Politiker*innen ist, dass es zu Zeiten Willy Brandts so toll war.
Das ist aber kein Maßstab, da sich die Welt nunmal weiterdreht.
Wir müssen zukunftsweisende Ideen entwickeln, und nicht versuchen, die Zeiten von damals wiederherzustellen.

Das wäre aber nochmal ein eigener Roman meinerseits, ich will es jetzt erstmal dabei belassen.

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Ich bezweifle mal, dass Rechte sich für die LGBTIQ+-Community stark machen!

Das Problem hierbei ist, dass es den linken Kräften guttun würde, wenn sie auch Islamkritik üben würden, anstatt die Augen zu verschließen, um nicht als rassistisch zu gelten.
Eine gesunde Portion Kritik, Reflexion und Nachdenken würde sicher bei jedem Thema guttun.

Eine Islamgegnerschaft oder -feindlichkeit ist aber das Gegenteil davon.
Eine feindliche Einstellung dem Islam gegenüber verkennt nämlich, dass es sehr wohl progressive Kräfte gibt, aufgeschlossene und nicht-fundamentale Gläubige.

Viele "Islamkritiker_innen" haben vor Augen, wie ein Prolet ohne Deutschkenntnisse seine vollverschleierte Frau die Einkaufstüten tragen lässt, bevor er seine Tochter wegen einer Liebesbeziehung "ehrenvoll" hinrichtet.

Wer das denkt, ist kein_e Kritiker_in mehr, sondern bastelt sich die eigene Meinung zurecht.
Ganz klar: Natürlich gibt es das.
Wenn man das aber zur Mehrheit oder zu erschreckend hohen Anteilen erklärt, hat man keine sozialpsychologischen und soziologischen Studien dazu gelesen.

Und darauf kommt es doch an; kein Bauchgefühl sollte ausschlaggebend sein, sondern die Wissenschaft.
Und die hat zum Beispiel gezeigt, dass Geflüchtete aus Syrien viel weniger Probleme mit Frauen- und Menschenrechten haben, als allgemein angenommen wird.

Als echte_r Kritiker_in muss diese Info mit in die Bewertung einfließen, sonst ist man einfach nur demagogisch.

Ich sehe mich auch als links, und ich kritisiere den Islam auch.
Allerdings akzeptiere ich die Religion und die Gläubigen.
Fällt mir ein Problem auf, muss das dann aber angesprochen werden, und da liegt eben der Unterschied zu pauschalen Verurteilungen.

Wer für eine offene Gesellschaft steht, muss undemokratische Strömungen ablehnen und "bekämpfen".
Wer für Vielfalt steht, muss demokratische Strömungen fördern, auch wenn sie anders sind als die Mehrheit.

Studien für Interessierte:
https://www.econstor.eu/bitstream/10419/158500/1/kb2016-24.pdf
https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Forschung/Kurzanalysen/kurzanalyse1-2020_iab-bamf-soep-befragung-sprache.pdf;jsessionid=44406A4D14206A68DB4D83BB014786D5.internet532?__blob=publicationFile&v=5

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In der sozialpsychologischen Forschung untersucht man zum Beispiel Stereotype mit dem 'Stereotype Content Model', einem System zur Klassifizierung von Stereotypen und Vorurteilen.
Frauen werden da seit Ewigkeiten in das 'Paternalistische Cluster' eingeordnet, das heißt, sie werden auf einer Wärme-Kompetenz-Skala als "warm" und "inkompetent" eingeordnet.
Das heißt, die Menschen nehmen Frauen wahr als sympathisch (vereinfacht gesagt), aber eben inkompetent.

Das führt zu Vorurteilen wie "Frauen sind leidenschaftliche Pflegerinnen, verstehen aber von Wirtschaft nichts."

Fun fact: Italiener*innen werden in die gleiche Kategorie eingeordnet, nämlich Sympathisch/den Deutschen nah (warm), aber faul (inkompetent).

Das führt natürlich, gewollt oder ungewollt, zu Diskriminierung.

Das bedeutet nicht, dass Männer, Deutsche oder Menschen generell böse wären oder Frauen verachteten.
Das bedeutet nur, dass Menschen Fehlinformationen, Fehlurteilen und unzulässigen Vereinfachungen unterliegen, die normal sind, aber eben auch problematisch.

Zur Überwindung dieser Probleme ist eine starke "Lobby" natürlich absolut notwendig.
Mit dieser "Lobby" selbst, also dem Feminismus, kenne ich mich offen gesagt zu wenig aus.
Da ich mich aber als Humanisten sehe, der die Gleichwertigkeit und -berechtigung zwischen den Geschlechtern und Gendern verteidigt, ist Feminismus natürlich im Humanismus enthalten.

Spreche ich mit Menschen über die derzeitigen Unterschiede bei der Gleichberechtigung, begegnet mir leider immer häufiger die Vorgehensweise, als Antwort darauf Männer "nach unten zu korrigieren".
Das ist natürlich Blödsinn.
Der Feminismus soll Männer nicht kleinreden, sondern Frauen großreden.
Das ist aber nur meine persönliche Erfahrung und somit nicht repräsentativ.

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Die freie Entfaltung, wozu auch Körperschmuck wie Tattoos zählt, ist natürlich kein negatives Kriterium für mich.

Wahrscheinlich wäre die Person für mich als Tattooträger eher sympathischer als unsympathischer.
Viele haben ja immer noch das Stereotyp im Kopf, dass Leute mit Tattoos unseriös seien.
Die genauen Zahlen kenne ich nicht, gehört habe ich mal, jede vierte Person in Deutschland wäre tattoowiert.
Wo genau liegt dann der Unterschied zwischen einem kleinen Symbol auf dem Knöchel und einem Tattoo auf dem Arm im Bezug auf die Seriösität?

Ehrlich gesagt sehe ich es als Problem, wenn Menschen ihren eigenen Vorurteilen erliegen und dadurch andere diskriminieren.

Ein gutes Beispiel ist wohl Mark Benecke, der tattoowierte Kriminalbiologe - ein totales Ass auf seinem Gebiet.
Oder seine ehemalige Frau Lydia Benecke, die Kriminalpsychologin mit Neigung zu Gothic-Kleidung.

Die Zeiten ändern sich nunmal; die Kleidung wird kürzer, die Ärme tattoowierter, die Frisuren ausgefallener.
Wer im Gestern lebt, kommt damit eben nicht klar.

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'Hoaxilla - Der skeptische Podcast aus Hamburg' kann ich nur empfehlen!
Da werden Mythen, Verschwörungsideologien und Pseudo-Wissenschaften skeptisch-rational und wissenschaftlich beleuchtet.

Außerdem sind alle 200+ Folgen kostenlos, einfach auf der Homepage vorbeischauen!

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Gegen ein Verbot

Mir persönlich ist eine Vollverschleierung auch befremdlich, Religionsfreiheit besteht aber trotzdem.
Natürlich muss man "dagegen" etwas tun, aber meiner Meinung nach ist das nur über Bildung zu machen.

Man muss bilden, integrieren und aufklären, über ein Verbot regelt sich das nicht; denn:
Was passiert, wenn man Kopftücher/Niqab/etc verbietet?
Diejenigen, die es freiwillig tragen, entfremden sich mehr von der Gesellschaft.
Diejenigen, die es nicht freiwillig tragen, dürfen nicht mehr vor die Tür gehen.

Was haben wir dadurch also gewonnen? Ich finde, nichts.
Außer vielleicht ein gutes Alibi-Gewissen.

Sowohl die Bildung, als auch die Integration und die Aufklärung derer, die aus anderen Kulturkreisen kamen und kommen, ist schon immer massiv schiefgelaufen.
Kinder aus muslimischen zugewanderten Familien sind im Schnitt immer noch ein Jahr schlechter in der Schule als hier Geborene mit deutschem Hintergrund.
Und dem wollen wir mit Verboten beikommen?

Für mich der völlig falsche Ansatz.
Noch etwas zu Deinem Beispiel in der Beschreibung:
Wenn ich mich gerne als Goth schminken würde, wäre ich ebenfalls kaum auf Überwachungskameras zu erkennen!
Was ist mit Leuten, die während des Karnevals Straftaten begehen? Erkennt man auch nicht.

Und die Diskussion über "Freiheit" ist sowieso etwas verbohrt.
Freiheit ist erst einmal, wenn jeder Mensch sein/ihr Persönlichkeitsrecht in Anspruch nehmen darf, ob es der Gesellschaft passt oder nicht.

Schon immer wird und wurde an Frauen herumgezupft: Das Top zu tief, die Hotpants zu kurz, das Gesicht zu viel/wenig geschminkt, die Verschleierung zu verschleiert, der Charakter zu maskulin, die Fingernägel zu lang.

Um einen emanzipatorischen Prozess in Gang zu setzen, braucht man Bildung.

Denn es klingt es etwas lächerlich, wenn man Freheit über Verbote erzwingen möchte.
Zur Erinnerung: "Freiheit" würde für eine erzwungen verschleierte Frau bedeuten, dass sie von ihrem Mann nicht mehr auf die Straße gelassen wird!
Das wäre eine tolle Freiheit, wenn Du mich fragst.

Wie gesagt, ich sehe das Thema auch kritisch.
Aber man muss so viele Dinge beachten, dass ein einfaches Verbot eben keine Probleme löst, sondern kulturell eher alles in die Tonne treten würde.
Diese "Lösung" würde weitere Probleme schaffen die teils gravierender sind, denn für die Frauen ändert sich damit nichts.
Was bliebe, wäre eben nur das gute Gewissen.

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Rechtsextremisten

Zurzeit: 52% für Linksextremismus.

Hat da wer geschlafen?
Gibt es ein linkes Pendant zu dem Walter-Lübcke-Mord? Oder zum Halle-Anschlag? Oder noch aktueller, zur "NSU 2.0"?

Aber klar, ist man "deutsch", muss man sich eben davor auch kaum fürchten (außer man gehört der Union, SPD, Grüne, Linke, FDP an).

Natürlich stehe ich auch gegen Gewalt von links, denn Gewalt ist immer abzulehnen.
Nur treten linke Extremist*innen keine Migrantenkinder aus der S-Bahn, urinieren auf Geflüchtete oder zünden Asylunterkünfte an.
Und das sind eben keine Einzelfälle.
Seit der Wiedervereinigung haben Rechte knapp 200 Menschen ermordet.
Kabarettist*innen wie Serdar Somuncu mussten mit schusssicherer Weste auf die Bühne.

Auch heute stehen Mord- und Bombendrohung auf der Tagesordnung.
Leuten mit muslimischem oder jüdischem Glauben werden Kippa/Kopftuch heruntergerissen.
Rassismus lässt sich in etlichen Studien immer wieder belegen.
Bei jeder Umfrage geben ca. 20% der Befragten an, "Juden nicht zu mögen".

Ihr könnt ja bei einer Synagoge oder Moschee in Eurer Nähe mal anrufen und nach der Anzahl der Bombendrohungen im Jahre 2020 fragen.
Ich gehe soweit und sage, nicht besonders viele werden sagen, sie hätten dieses Jahr noch keine bekommen.

Nach all diesen Ereignissen ist es relativ wie absolut statistisch falsch, das Hufeisentheorem zu benutzen.

Ein bisschen soziologische Recherche würde der ein oder anderen Person hier sicherlich guttun.

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Ja

Macht mir persönlich kaum etwas aus.
Die Zettel landen oft ohne Beachtung ungeordnet in einer Schublade.
Und da natürlich keine Ausweise kontrolliert werden, werden in solchen Schubladen bestimmt auch viele falsche Angaben liegen.

Lustig finde ich nur, dass sich Leute darüber aufregen, nur um dann während des Essens Fotos zu posten und ihren Standort über diverse Netzwerke zu teilen.

Verkehrte Welt.

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Meine erste Frage wäre, warum Person XY überhaupt erst hinaustrompetet, was er/sie wählt.
Da wird sich doch wohl jemand nicht zum Opfer stilisieren wollen?

Nichtsdestotrotz gibt es auch Gewalt gegen Wähler*innen und Politiker*innen der AfD, keine Frage.
Und das lehne ich auch ab und verurteile das.

Nun muss man aber auch ehrlich sein und sagen, dass der Anteil verbaler Gewalt innerhalb der AfD seit 2013 stetig zugenommen hat.

Ich kenne z.B. persönlich einige "Kopftuchmädchen", "Messermänner" und "Sonstige Taugenichtse", und die sagen mir alle dasselbe: "Ich habe weder dieser Frau, noch anderen jemals irgendetwas getan, was soll das also?".
Und diese Frage stellt sich zurecht.

Menschen werden entsorgt, nicht in der Nachbarschaft gewollt, oder am besten gleich "zurück nach Afrika geprügelt" (Dieter Görnert).

Um also zu Deiner Frage zurückzukommen:

Wer schreibt oder sagt:

  • "Pack erschießen" (Dieter Görnert)
  • "Merkelnutte" (Peter Boehringer)
  • "Mischvölker" (Jens Maier)
  • "Linke Gesinnungsterroristen"/"Parteienfilz" (Marcus Frohnmaier)
  • "Brennende Asylheime sind nur ziviler Ungehorsam" (Sandro Hersel)
  • "Deutschland leidet unter Schmarotzern und Parasiten" (Thomas Goebel)
  • "Diese Schweine sind nur Marionetten der Siegermächte" (Alice Weidel)
  • "Wir sollten eine SA gründen und aufräumen" (Andreas Geithe)
  • "Ab ins KZ mit der Antifa" (Mirko Welsch)
  • "Homosexuelle ab ins Gefängnis" (Andreas Gehlmann)
  • "Bei so vielen Ausländern würde sich ein Holocaust mal wieder lohnen" (Marcel Grauf)
  • "Drecksack-Antifakindern gehört eine verpasst und in den Dreck geworfen" (Egbert Eimer)
  • "Wer versucht, über die AfD zu richten, den richtet die AfD" (H-T. Tillschneider)

....gibt seine Menschenverachtung preis.

Somit stehe ich als hypothetische*r AfD-Wähler*in vor diesen Zitaten und bange um MEIN Leben?

Ich bin Demokrat, deswegen verurteile ich jede Form von Gewalt.
Ich weiß, dass in der Vergangenheit Menschen der AfD angegriffen und ihre Autos angezündet wurden.
Da wird zurecht ermittelt und bestraft.

Nur entbehrt es nicht einer gewissen Komik, sich in Gegenwart derartiger Aussagen (Die entweder als Screenshot verfügbar oder durch ein Gerichtsverfahren belegt sind) selbst als Opfer zu sehen.

Und jede Person, die diese Partei wählt, muss sich diesen Aussagen stellen; auch wenn einige Menschen nicht mehr Parteimitglied sind - andere sind es noch!

Ich glaube, das ist eine akute Form der Unaufmerksamkeits-Blindheit.

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Wo soll ich da anfangen?
Die BILD (ohne -"Zeitung") ist ein Klatschblatt, das die tagesaktuellen Themen sehr vereinfacht wiedergibt, um dadurch eine Meinung zu generieren.
Der Slogan "Bild dir deine Meinung" sollte also eher lauten: "Wir bilden dir deine Meinung".

Für mich ist das nur Hass und Hetze, billige Polemik und eine Aufmachung, die der Komplexität eben nicht gerecht wird.
Bestimmte rhetorische Tricks werden angewandt, zum Beispiel wird ein Bindestrich zur Umgangssprache benutzt; "Russen-Milliardär", "Geheim-Geburt", "Mega-Deal".

Irrsinnige Meinungen werden oft mit rhetorischen Fragen generiert: "Warum verkauft ihr eure Inseln nicht, ihr Pleite-Griechen?".

Menschen werden mit Namen versehen:
Der Sänger Seal war früher der "Narbensänger", Michael Schumacher ist "Schumi", sein Sohn "Baby-Schumi", der Kriminelle, der vier Polizeibeamte entwaffnete, ist der "Wald-Rambo" usw.

Die allgemeine Unseriösität überbietet eigentlich nur das Nicht-Zensieren von Unfallfotos, das Beschuldigen von Menschen, von denen man Bilder druckt ("Hier führt ein Kinderschänder seinen Hund aus"), was praktisch ganze Existenzen zerstört.

BILD ist also höchst unseriös (lässt Mütter vor dem Grab ihrer Kinder posieren), vereinfacht Themen, sodass eigentlich keine Erkenntnisse mehr daraus gewonnen werden können, manipuliert die Leser_innen mit rhetorischen Tricks und zwingt ihnen so eine Meinung auf, veröffentlicht Fotos und andere persönliche Daten
(Die Telefonnummer des Gewerkschaftlers des Lokführerstreiks), schürt Angst, Hass und Hetze ("Soviel kosten uns die Flüchtlinge"), und trägt somit zur akuten Verdummung bei.

Die BILD ist das Pendant eines Stammtisches, der sich nach mehreren Litern Bier uninformiert über die aktuellen Themen aufregt.
Mit der BILD ist es wie mit dem RTL Dschungelcamp: Jeder findet es angeblich schrecklich, trotzdem hat es aber immer wieder eine verdächtig hohe Quote.

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"Interessant" ist für mich nach wie vor Jack The Ripper, einfach weil der Fall noch ungelöst ist.
Bei vielen anderen Fällen interessiert mich lediglich das Erleben und Verhalten der Personen, die Typologie und Hintergründe der Taten.

Ansonsten sind (Serien-)Mörder_innen für mich selten interessant, einfach weil, wenn man sich etwas in die Psychologie einliest, merkt, was das eigentlich für Loser sind, die ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen.

Da ist nichts Bewundernswertes dabei, nichts, was man cool finden könnte und sollte.

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