Familie - Freiheit oder Pflicht?

 - (Leben, Familie, Philosophie)

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Auch dir einen wunderschönen Samstag Morgen!

Familie - Freiheit oder Pflicht?

Wohl beides, oder? So vieles im Leben hat zwei Seiten - oder doch alles? ;-))) Vielleicht könnten wir die Freiheit mit und durch die Familie ja auch gar nicht erfassen und begreifen, hätten wir nicht auch eine gewisse Pflicht damit, weil eines das andere bedingt. Im Idealfall genießen wir Ausgewogenheit damit.

Jeder empfindet Anderes als Pflicht und als Freiheit, weil wir alle verschiedene Prägungen und Aufgaben im Leben haben. So hat also in Wahrheit grundsätzlich alles das Zeug zur Pflicht und ebenso zur Freiheit, je nachdem, wie wir selbst so darüber denken. ;-)

Selbst treffe ich dieses Ostern den Kern meiner Familie an Ostern (früher noch viel mehr). Ich habe damit viel Arbeit, die ich soweit ganz gerne mache. Die Feste durch den Jahreskreis selbst sind mir angenehme Orientierung, ich sehe Sinn darin, kenne die Hintergründe davon und mag Rituale. Ostern würde ich aktuell und mal auch alleine feiern. So nach meinem Geschmack dann eben. Ohne bedrückt oder depri zu sein. Wenn ich jedoch gleich vom ganz anderen Extrem ausgehe und daran denke, dass ich ab jetzt für immer alleine Ostern feiern müsste, also das wäre dann schon arg. Da würde mir dann direkt auch die Pflicht fehlen. ;-)

Familie: entfernte Verbannte. :DD

Entbehrung braucht die Familie notwendiger als Überfluß.

Noch was zum Schmunzeln:

„Würden die Christen erlöster aussehen, dann würden auch mehr Menschen an die Erlösung glauben“, sagte einst Nietzsche. Ein Seminarleiter erklärte den angehenden Geistlichen: „Wenn Ihr vom Himmel predigt, lasst Euer Gesicht strahlen. Wenn Ihr von der Hölle predigt, genügt Euer normales Aussehen.“ 

 - (Leben, Familie, Philosophie)

Ja, Sonja, die Dialektik lehrt uns: Alles hat zwei Seiten, mindestens:-)

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@Arnstaedter

Ja genau!

Es hat auch eine makabere!:

Ein verdienter Philosoph besucht schon vor seiner Zeit Himmel und Hölle. Zu seinem Erstaunen findet er an beiden Orten dasselbe: Greise, die mit wunderschönen Mädchen spielen, die auf ihrem Schoß sitzen. Auf seine erstaunte Frage erklärt ihm Petrus, das sei Dialektik: Oben sei das Paradies für Greise, unten die Hölle für Mädchen. ;-)

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@Sonja66

Das ist doch nicht makaber, das ist das Leben . Es ist doch genau so: Wenn du mich kriegst, dann darfst du - oder wenn ich dich krieg, dann musst du!

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Schönen Tag euch, und Guten Morgen, 

da müsste erst einmal Jede/r für sich den Begriff Freiheit definieren, denn für jeden Einzelnen bedeutet das etwas Anderes. Für Manche ist der tägliche Kneipengang ein Ausdruck von höchster Freiheit, für Andere das Familienleben.

Bewegungsfreiheit, Handlungsfreiheit, Willensfreiheit - drei wesentliche Begriffe, mit denen man sich täglich auseinandersetzen muß.

Familie bedeutet Verantwortung, und Verantwortung ist mit "Freiheit" nicht immer vereinbar. Eine Familie bedeutet auch Pflichten, und diese schränken die sogenannte Freiheit ein. So Einiges wäre nicht mehr möglich, wenn an der Familie gelegen ist. Hier den goldenen Mittelweg zu finden - nicht immer einfach.

Jedoch: Vieles, was unter Freiheit verstanden wird, muss nicht zwangsläufig im Gegensatz zur Familie stehen - ganz im Gegenteil.

Jede/r hat die Freiheit, eine Familie zu gründen oder eben nicht. Jede/r hat die Freiheit, Freunde zu haben oder eben nicht. Jede/r hat im Rahmen seiner Möglichkeiten die Freiheit / Chance, sein Leben so zu leben, wie er / sie möchte.

Pflichten und Freiheit - zwei Begriffe, die ein sehr breites Spektrum umfassen. Das unter einen Hut zu bringen, ist für jede/n Einzelne/n eine Lebensaufgabe - aber Jede/r Einzelne hat eben auch die Freiheit, das für sich zu gestalten.

Ich bin nur dadurch Ich, dass ich mich mache, d.h. dass nicht ein Anderer Mich macht,  sondern Ich mein eigen Werk sein muß.

Max Stirner

@ lieber gri1su,

um auf Deine Worte zurückzugreifen, 'Vieles, was unter Freiheit verstanden wird, muss nicht zwangsläufig im Gegensatz zur Familie stehen' das sehe ich genauso. .

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Liebe Samstagsgrüße schickt dir der wiener Fred.

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Diese Frage stellt sich nicht.

- Freiheit ohne Verantwortung gibt es nicht, mit oder ohne Famlie

Früher, war noch gültig "niemand mit Verstand, greift eine Famlie an".
Ein Grundsatz der schon eine ganze Weile keine Gültigkeit mehr hat.
"Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft" Altkanzler Kohl (CDU).

Schlimmer geht natürlich immer.
Mit der Agenda 2010 der SPD wurde aus der Familie eine Bedarfsgemeinschaft.

Mit semiromantischer Verklärung ist keiner Familie geholfen.
"Ehe und Familie steht unter dem besonderen Schutz des Staates".
Von Bedarfsgemeinschaft steht im Grundgesetz kein Wort.

Kinder sind Schutzbefohlene des Staates.
Dummerweise schützt die Politik, insbesondere Kinder, nicht vor Armut, siehe Hartz IV.

Es ist mithin nicht entscheidend, was der Einzelne unter Familie versteht. Sondern mit welchem Inhalt füllt die Politik den Begriff und erfüllte ihre Pflichten?

Guten Morgen, lieber soissesPDF.

Danke für diesen neuen Blickwinkel, den Du mit in die Frage brachtest.

Nur: "Es ist mithin nicht entscheidend, was der Einzelne unter Familie versteht. Sondern mit welchem Inhalt füllt die Politik den Begriff und erfüllte ihre Pflichten?"

sehe ich insofern kritisch, als es für den Einzelnen ebenso wichtig ist, was Familie (aus sich heraus ohne Außeneinfluss) verlangt und gibt - wer wollte dies schon allein dem Staat in die Hände legen? Wer Verantwortung übernimmt, lenkt. Weshalb diese Verantwortung allein dem Staat überlassen? Der gibt doch lediglich einen Teil der Rahmenbedingungen vor - oder sehe ich das falsch?

Dir in jedem Fall https://i.pinimg.com/originals/bb/37/fd/bb37fd41498910a9db557237b73d99ef.gif

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@EyeQatcher

Weshalb diese Verantwortung allein dem Staat überlassen?

Das habe ich auch nicht unterstellt.
Der Teil der Rahmenbesingungen die der Staat setzt, ist pars per toto ein Versagen der Politik, im Feld Sozialpolitik.

Ein Beispiel, Deutschland hatte 2017 860.000 Obdachlose, für 2018 werden über 1 Mio. angenommen.
Betrifft zunehmend auch Familien mit Kindern!

Warum ist dem so?
Im Jahr 2002 hatte es noch 3,4 Mio. Sozialwohnungen, im Jahr 2016 waren es nur noch 1,3 Mio. Sozialwohnungen.

Beispiel 2: innerhalb HartzIV mussten Eltern für Kita-Essen bis
2017 noch 2,45€/pro Tag bezahlen.
Bis endlich ein Urteil des Verwaltungsgerichtes erging.
Es erfolgte nach langem Tatam eine Rückerstattung an die Eltern, da das Verwaltungsgericht urteilte, dass nur 1,70€/Tag zu bezahlen sind.

Rahmen hin oder her, ändert nichts an dem Umstand, dass Kinder das Armutsrisiko Nr.1 in Deutschland sind.

P.s. Nachritt, eine Alleinerziehende Mutter mit 3 Kindern, erzielt einen Nettolohn von 2.000€/Monat, Mindestlohn.
Eine Alleinerziehende Mutter HartzIV erhält in Summe 2.000€/Monat für ihre Bedarfsgemeinschaft.

Was zu dem Ergebnis führt, dass der Mindestlohn schlicht zu niedrig ist.

Verweilen wir bei diesem Mindestlohn?

Beispiel 3, mit oder ohne Familie.
Die Rente beträgt Mindestlohn * 0,6 * 0,48 = Rente

Das ist der Rahmen den der Staat vorgibt, gleich ob Mutter oder Vater da auf- und niederspringen.

Achte auf die Alleinerziehende Mutter:
2000€ netto  * 0,48 =  960€ Rente (nichts weniger als Hartz IV im Alter).
Völlig gleich ob die Mutter arbeitet oder nicht.

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@soisses

Ah, okay - dann passt es natürlich. Und es kommt hinzu, das ich befürchte, dass das erst der Anfang ist - besser wird es nicht. Sage ich als eigentlich unverbesserliche Optimistin 🤔. Das sind Gedanken, die möchte man lieber gar nicht weiter spinnen ...

Mindestlohn? Der kann doch locker umgangen werden. Von Schwarzarbeit rede ich mal gar nicht. Aber Du brauchst doch nur ein bestimmtes zu erreichendes Mindestarbeitspensum an den Stundenlohn zu koppeln. Was - nicht geschafft? Dann musst Du eben länger machen. Und schon gerät der tatsächlich gezahlte durchschnittliche Stundenlohn in die Schieflage und rutscht deutlich unter den offiziellen Mindestlohn 😞. Als eines von vielen Beispielen.

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@EyeQatcher

dass das erst der Anfang ist - besser wird es nicht

Ich befürchte, ja.
Noch etwas den Finger in die offene Wunde bohrend:

Siehe oben, Rente.
Pflege im Alter.
Kosten pro Pflegeplatz 3.100€ /Monat.
Die PV übernimmt jedoch nur 50% der Kosten.
Woher nun die Alleinerziehende Mutter die Differenz mit der kärglichen Rente bezahlen sollte erschließt sich nicht.

https://www.jedermann-gruppe.de/pflegegrade-1-2-3-4-5-2017/

Die Hoffnung läge bei den lieben Kleinen, häusliche Pflege.
Falls sich diese als lieb erweisen würden:

"Würden Sie ihre Mutter im Alter pflegen?"
"Nein", antwortete Jens Spahn (CDU), der neue Gesundheitsminister.

Er wurde nicht gefragt, ob er den Unterhalt für seine Mutter im Pflegeheim bezahlen würde.
Er könnte sich den locker leisten, den Elternunterhalt (im übrigen eine Pflicht, der lieben Kleinen).

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@soisses

Derzeit ist es so, dass dort, wo die Pflegeversicherung nicht abdeckt, durch das Sozialamt übernommen wird. Immerhin. Aber in den Heimen ist bereits jetzt eine Zwei- bzw. Dreiklassengesellschaft zu beobachten ☹

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Liebe Samstagsgrüße schickt dir der wiener Fred.

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Geld wäre ja genügend da. Wir müssten nur mal die Leute wählen (können), die Gesetze machen, damit gewisse Leute auch nur das verdienen, was sie verdienen.

In meinem Leben habe ich schon viele gehört, die dies versprochen haben. Sobald sie dann im Parlament waren, stellte sich heraus, dass sie sich versprochen hatten.

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@Volens

Nun ja - im Parlament zu sein, genügt noch nicht, um "Gesetze machen" zu können. Aber man könnte immerhin durch ständige Intervention Ort die Denkweise von immer mehr Stimmen dort in die richtige Richtung bewegen nach dem Motto: "Steter Tropfen ...". Aber es stimmt schon - Viele werden nach der Wahl sehr stromlinienförmig.

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Guten Morgen alle miteinander!

Das kommt drauf an mit welcher Familie ich zu tun habe.

Mütterlichseits ist so weit alles in Ordnung. Da sind die Feiern kein Graus, wir treffen uns auch oft so.

Dort bekomme ich auch regelmäßig Hilfe.

Väterlichseits ist das nicht so. Dort sind Familienfeiern Pflichtveranstaltungen, die ich absolvieren muss.

Schönes Wochenende alle miteinander!

Liebe Samstagsgrüße schickt dir der wiener Fred.

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@Fredlowsky

Danke Fred. Ich schicke dir warme, sonnige Grüße nach Wien.

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Guten Tag, liebe catchan,

da kann ich sowas von nachfühlen, es gibt nicht's Schlimmeres, als mit einem 'fröhlichem Gesicht' zwangsweise zu einer Pflichtveranstalltung auch innerhalb der Familie gehen zu müssen.

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@iQPlawopf

Hauptsache ist der Schein ist gewahrt.

Dir noch einen schönen Samstag!

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Und von diesen Pflicht - Veranstaltungen habe ich mich gelöst,weil sie mir einfach meine seelische Energie rauben,ich will keine Pflicht - Veranstaltungen mehr,wenn man auf meine Person oder meine enge Familie keinen Wert legt wird.Dir noch ein schönes Wochenende. :)

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@knofinchen

Wie ich schon sagte, es geht um den Schein. Zwar ist meine Person egal, aber was würden die Leute reden, wenn ich nicht kommen würde...

Ich habe mich eh schon vor mehreren Veranstaltungen gedrückt.

Dir auch noch ein schönes Wochenende.

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@catchan

Danke schön,wir gehen jetzt gleich zu Dieter Nuhr,Humor zu bewahren ist doch alles. ;)

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Guten Morgen, liebe Eye, und auch an alle anderen in dieser Runde.

'Familie - Freiheit oder Pflicht - das möchte ich noch gar nicht mal so sehr in den Vordergrund stellen, obwohl ja auch jeder sein Teil dazu beitragen sollte, das eine Familie intakt sein kann und bleiben möge.

Meine Familie gibt mir einfach den notwendigen Halt und die Geborgenheit, und wenn ich es auch mal so formulieren darf, sie fängt mich auf, wenn ich das Gefühl habe zu fallen. Gerade in Notzeiten kann die Familie für mich, um es mal poetisch auszudrücken, wie ein sicherer Ankerplatz sein, oder ein Hafen, in den man einlaufen kann, wenn es um einen herum zu stürmisch geworden ist.

Auch bedeutet für mich, das Wort Familie - gemeinsam zu lachen, gemeinsam zu weinen, auch sich gemeinsam erfreuen zu können und auch gemeinsam zu streiten, verwachsen zu sein durch Ereignisse die sie verbinden, durch Erlebnisse die sie teilen, und durch Wege die sie gemeinsam gehen.

Das heißt letztendlich, man muss sich niemals und auch auf keinen Fall verstellen, denn Familie ist Geborgenheit und Verantwortung zugleich, ebenso ein bedingungsloser Rückzugsort wo ich alle meine Sorgen hemmungslos auf den Tisch legen kann um wieder neue Kraft tanken zu können.

Ein Mensch O H N E Familie ist für mich wie ein Blatt im Wind - das hilflos HIN - und HERWEHT.

VG von Plawopf

Guten Morgen liebes Plawöpfchen,

das hast Du aber schön ausgedrückt.

LG Amorette

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Servus liebes Plawöpfchen,

ein Samstagsbote kommt hier vorbei, er kommt vom Fred-handkussservice, um dir hier ganz liebe Grüße mit Handkuss zu bringen.

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Empfinden ist subjektiv.

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Guten Tag liebe Plawopf, ich wünsche Dir noch einen schönen Nachmittag.

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@ hallo Volens

ist 'subjektives Empfinden' innerhalb der Familie , in Deinen Augen etwas negatives, oder habe ich das jetzt falsch verstanden?

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@ liebe HonestWitch, mein liebes Schneckchen,

Du ahnst ja gar nicht , wie gut mir gerade in diesem Moment, Dein 'kleiner Gruß tut' ^^ hab ganz herzlichen Dank dafür und einen besonders lieben an Dich zurück.

Ich kann leider noch immer keine normalen Links, aber ich schick Dir trotzdem einen.

https://www.google.de/search?q=ein+lieber+Schneckengru%C3%9F&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwi907DOhIXaAhVNmbQKHScMB_IQsAQIJg&biw=1080&bih=606#imgrc=FQE4PWiXC_hPUM:

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Guten verspäteten Gruß, auch an Dich liebe Eye,

Dich als Fragestellerin selbst - habe ich doch viel zu kurz kommen lassen.

Hab auch von mir Dank, für Deine immer so anregenden Fragen & Antworten.

Obwohl ich fest glaube, das Deine Zeit doch auch immer recht 'karg' bemessen ist, bemerke ich aber doch, wieviel Zeit und Aufmerksamkeit Du Dir für jeden Einzelnen nimmst und auf ihn eingehst.

Noch ganz liebe Grüße an Dich, von Deinem Plawöpfchen

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