Integration und deine Meinung dazu

5 Antworten

Oben hast du Integration, unten Inklusion.

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Auf Migration gemünzt bedeutet das dass man bei einer Integration Menschen hier leben und arbeiten lässt, das aber das Ende der Fahnenstange ist. Als Einheimischer gehe ich bei einer Integration nicht auf Zugezogene zu und umgekehrt, sondern lasse 'Subgesellschaften' entstehen(≠Parallelgesellschaften wie bei Exklusion oder Separation). Die verschiedenfarbigen Striche bleiben in der Gesellschaft weitgehend unter sich, auch wenn du dir als grüner Strich mal nen Döner beim lila Strich holst.

Bei einer Inklusion gehe ich aktiv auf Leute zu und sehe Unterschiede als Ressource, lege Gedanken und Verhalten ab die mich von anderen trennen, ohne dabei meine Identität zu verlieren. Heißt wenn ich als lila Strich nach Deutschland gekommen bin bleib ich trotzdem ein lila Strich, bin aber offen was die andersfarbigen Striche zu bieten haben. Das Selbstverständnis der Inklusion ist die gesellschaftliche und kulturelle Pluralität, nicht die Indoktrination einer vermeintlichen Leitkultur.

 - (Schule, Psychologie, Recht)

Doesig  29.08.2025, 14:57

Sehr schön

Integration bedeutet erst mal, dass ich mich in der Öffentlichkeit nach den Gepflogenheiten des Landes oder der Region richte. Also die dort üblichen Grußformeln nutze, Grenzen, die dort in der Öffentlichkeit gesetzt sind nicht überschreite, Höflichkeitsregeln nicht breche usw. Wer in Deutschland im Bikini in die Kirche geht, bricht bspw. solche Regeln.

Zu Hause kann man aber machen, was man möchte, soweit es den Gesetzen entspricht (also, auch nicht wirklich alles, aber vieles, das in der Öffentlichkeit eher verpönt ist, bspw. im Bikini oder nackt frühstücken).

Die Grenze zwischen angemessenem und grenzüberschreitendem Verhalten verläuft mMn in jedem Land und zu jeder Zeit etwas anders und ist oft sehr fein. Bspw. "darf" ich besoffen im Bus sitzen, in der Kirche aber eher nicht. Und bei Besuchen kommt es auf den Gastgeber und den Anlass an. Besoffen auf Omas 70. Geburtstag dürfte eher ein No-go sein, besoffen auf der Party des guten Freundes könnte relativ harmlos sein oder sogar "angemessen", wenn sich dort alle besaufen und das erwartet wird.

Eine feine Grenze verläuft auch zwischen der eigenen Lebensart, dem offenen Reden darüber und dem Versuch, diese als einzig richtige Lebensweise jedem aufdrücken zu wollen. In Jerusalem sollte ich vielleicht nicht für Schweinefleischgerichte werben. In Deutschland kann ich aber begeistert über solche reden. Wenn ich weiß, dass Anwesende darauf empfindlich reagieren, muss ich das aber nicht unbedingt vor ihnen machen.

Ich halte es für sehr wichtig, dass man die Sprache des Landes spricht, in dem man lebt.

Dann bin ich noch der Meinung, dass man arbeiten und in der Lage sein sollte, sich und seine Familie zu versorgen. Aber das gilt für alle.

Und selbstverständlich behält jeder seine Identität. Ich finde es sogar gut, wenn Migranten ihre Kultur behalten und gerne auch Veranstaltungen machen, damit man sicher näher damit befassen kann.

Ich hab solche Abende kennengelernt. Da wurde Essen von verschiedenen Kulturen mitgebracht. Es wurden Trachten getragen. Es gab Musik!

Integration bedeutet für mich...

💙 Die Sprache zu lernen und auch zu sprechen

💜 Sich an das Grundgesetz und an bestimmte Anstandsregeln zu halten

💛 Gemeinsam mit anderen deutschen Deutsche Feste wie Weihnachten, Ostern, Oktoberfest zu feiern

💚 Mit anderen deutschen bekanntschaft schließen und sich verstehen

♥️ Die deutsche Kultur zu respektieren

🧡 Hier in D zu arbeiten oder zur Schule zu gehen und sich dort an das Arbeitsverhältnis anzupassen

Die Integration klappt dann, wenn alle dazu beitragen.

Die Migranten, die Politik, die Firmen und die einheimische Bevölkerung.

Es gibt immer wieder Beispiele dafür, dass so etwas gut klappen kann.

Doch leider gibt es zu viele Fälle, wo eine oder mehrere dieser "Säulen" mangelhaft mitarbeitet.