Beamtenverhältnis trotz CED?

Guten Abend liebe Leser,

ich beziehe mich hiermit mal auf Beamtenberufe, wie zum Beispiel der Polizei.

Für die Landes-/ und Bundespolizei disqualifiziert man sich mit einer CED, wie zum Beispiel Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn. Es besteht nicht unbedingt die Möglichkeit trotz dieser Krankheit in diesen Beruf mit einzusteigen.

Ich kenne jemanden, der seinen NotSan (Notfallsanitäter) bei einer HiOrg (Hilfsorganisation, z.B. DRK, Johanniter) gemacht hat, zur Feuerwehr gewechselt ist und trotz CED seinen B1 (Brandmeister) macht und verbeamtet wird TROTZ CED.
Man kann sich mit einem Schwerbehinderten Ausweis auch verbeamten, ist aber im Inneren Dienst.

Bei dem Polizeiberuf wird damit argumentiert, dass es psychischen Druck ausüben kann, Einsätze in den Magen schlagen können und man solchen Belastungen mit der Krankheit nicht stand halten kann - bei der Feuerwehr aber schon? Ich setze die Berufe mal auf ihre Art und Weise gleich: ins brennende Haus latschen und sich mit Gangstern 'ne Schießerei liefern ist vom psychischen Druck schon sehr gleichwertig.

Okay, auf jeden Fall: ich habe CED bzw. Colitis Ulcerosa. Als dies damals bei mir diagnostiziert worden ist, war diese Krankheit sehr mild ausgeprägt. Ich lebe seit Jahren, ja, wirklich: SEIT JAHREN (und ich bin noch relativ jung, gerade Volljährig) Symptome und Beschwerdefrei. Weder Blut im Stuhl, noch entzündete Blutwerte und selbst davor habe ich jede Nahrung vertragen, konnte und kann immer noch sehr gut mit psychischem Druck umgehen und theoretisch gesehen könnte mir niemand, würde es nicht in meiner Akte stehen, nachweisen können, dass ich es habe.

Dass ich seit Jahren Symptome-/ und Beschwerdefrei lebe, obwohl ich so jung bin, war wichtig zu erwähnen, da ich weiß, dass diese Krankheit in Schüben verläuft, ich aber gerade bei diesem ganzen Schulstress, Entwicklung meines Körpers und dergleichen keinen einzigen Schub mitbekommen habe.

Manchmal vergesse ich sogar, dass ich diese Krankheit habe und kann nur von Glück reden, dass diese mich nicht mal zu 0,001% in meinem Leben einschränkt nur, dass sie mir Berufswünsche verbaut. Ich treibe zudem sehr aktiv Sport und habe vorher auch Jahrelang Kampfsport gemacht - ohne, dass meine Krankheit mir auch nur im Weg stand.

Colitis Ulcerosa ist ein ABSOLUTES Ausschlusskriterium bei der Polizei und es ist eine CHRONISCHE Krankheit. Ihr merkt worauf ich hinaus will: Wie kann ich meine Diensttauglichkeit attestieren lassen? Kann ich sie attestieren lassen? Was für eine Chance gibt es für mich in den Beruf einzusteigen?

Da ich es paar mal gelesen habe: Nein - verschweigen kommt NICHT in Frage! Das könnte mich eine Anzeige kosten und, wenn ich mich Recht insinne, genehmige ich der Polizei mit meiner Bewerbung, dass die Schweigepflicht der Ärzte nichtig wird und sie sowieso alles herausfinden können.

Wenn's mit der Polizei net klappt, gehe ich dann eh zur Feuerwehr und lasse mich irgendwie so verbeamten, aber Polizei wäre halt echt schon ein Traum.

Feuerwehr, Polizei, CED, colitis ulcerosa, Gesundheit und Medizin, Polizeibewerbung, Polizeiärztliche Untersuchung
Polizeibewerbung - Anpassungsstörung?

Hallo,

Ich versuche mich mal kurz zu halten.

Wie ihr oben schon seht bezieht sich auf die Polizeidiensttauglichkeit. Ich habe vor, mich für eine Ausbildung bei der Polizei zu bewerben. Die Grundvoraussetzung erfülle ich alle, jedoch habe ich etwas Sorgen, dass ich bei der im EAV obligatorischen Polizeiärztlichen Untersuchung als Polizeidienstuntauglich eingestuft werde, da ich Ende letzten Jahres bzw. diesen Januar unter einer Anpassungsstörung nach dem Suizid einer Freundin gelitten habe und in Folge dessen bei einer Neurologin/Psychiater vorstellig geworden bin.

Die Anpassungsstörung habe ich nun seit Februar auch ohne Psychotherapie überwunden und bin - im Nachhinein betrachtet - daran gewachsen, da ich nun weiß, wie ich in schwierigen und traumatischen Situationen reagiere und wie ich diese erfolgreich überwinden kann.

Nun zu meiner eigentlichen Frage: Reicht dies schon aus, um als Polizeidienstuntauglich eingestuft zu werden? Habe ich (realistische) Chancen oder stehen die Chancen eher gegen mich?

Dass mir hier niemand garantieren kann wie ich eingestuft werde ist mir bewusst, aber vielleicht gibt es ja jemanden unter euch, der sich etwas mit dem Thema auskennt oder Erfahrung hat und mir in dieser Angelegenheit weiterhelfen kann.

Das mit dem "kurz halten" hat leider nicht geklappt, aber vielleicht ließt es sich ja jemand komplett durch.

Danke schonmal im Voraus für alle Antworten.

Tim

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Trotz keiner Vorstrafe, absage bei der bayerischen Polizei, wegen kriminellen Bruder?

Hallo Leute! Ich habe mich bei der bayerischen Polizei beworben und habe alles nötige vorbereitet und abgeschickt. Beworben habe ich mich für beide Qualifikationsebenen, sprich zwei Gleisig, da ich meinen Abi habe. Ich habe keinerlei gesundheitliche Probleme, Staatsangehörigkeit ist deutsch und habe keine Vorstrafen. Allerdings hatte ich mal einen kleinen Autounfall, genauer gesagt Auffahrunfall mit ca. 10 - 15 km/h. Es wurde gegen mich wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, wurde eingestellt.

Obwohl dieser Unfall schon länger her ist und ich nicht angezeigt wurde, sollte ich eine Stellungnahme darüber schreiben und es meiner Einstellungsberaterin geben. Da bin ich persönlich zu ihr hin, habe es ihr gegeben und wir haben angefangen über den Ablauf der Ausbildung etc. und über mich bzw. über meinem Lebenslauf gesprochen. Auch über meinem Herkunftsland und meiner Familie, ganz besonders über meinem Bruder, welcher schon häufiger auffällig war und auch im JVA saß. (Wegen Drogendelikten und Körperverletzung). Ich habe erwartet, dass mein Bruder angesprochen wird aber nicht auf diese Weise.

Meine Beraterin hat gemeint, dass ich möglicherweise nicht angenommen werde, wegen meinem Bruder. Sie hat meine Akten nach Bamberg geschickt und nach ca. zwei Wochen bekam ich einen Brief mit einer Absage. Grund stand nicht drauf. Ich rief bei der Dame an, die diesen Brief verfasst hat und fragte sie, weshalb sie mir eine absage zukommen ließe. Sie wusste von dem nichts und so verbindete sie mich weiter mit ihrem Chef. Er warf mir vor, ich würde ebenfalls unter einer Decke mit meinem Bruder stecken und aus diesem Grund würde ich nicht polizeitauglich sein. Er war ziemlich zynisch und hat mich quasi schon vor dem psychlogischen Test aussortiert. Da habe ich nachgehakt, und fragte ihn, woher er mich so gut kenne? Er hat sich meinen Verhalten von der Einstellungsberaterin notieren lassen. Ich war etwas aufgeregt und dazu erkältet, während dem Gespräch mit meiner Beraterin. Außerdem würde ich etwas verheimlichen? Er hat auch gesagt, jemand der einen Insassen in einer JVA besucht, "darf" kein Polizeibeamter werden. Einflüsse von Familienmitglieder seien bei türkischstämmigen Kulturen nicht ausgeschlossen. Aha.

Also alles in einem kam ich mir wirklich sehr "vera^scht" vor. Meine Beraterin ruft mich wegen einer Stellungnahme, ich werde aber "ausgequetscht" und würde "etwas" verheimlichen??? Und dazu werde ich noch als beschmutzt abgestempelt? Wo ist hier die Gerechtigkeit? Unglaublich schockierend, trotz weißer Weste als Bandit dargestellt zu werden. Und das ohne Gerichtsverfahren. Ist sowas eig. Rechtlich irgendwo verankert...?

Wirklich schade, ich wollte diesen Job unbedingt ausüben. Ich wäre garantiert der Richtige, man hat mir nicht einmal die Chance gegeben, mich zu beweisen. Traurig. 

Ich wollte so einen Fall mal im Internet veröffentliche, da ich derart nichts gefunden habe.

Mfg.

Deutschland, Bayern, Polizeibewerbung, Absage

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