Mir wurde von Discogs eine vermutlich kopierte CD zugesandt - was nun?

Auf dem Musik-Marktplatz Discogs habe ich kürzlich eine CD gefunden, die es wegen Sammlerwert oder Seltenheit (ich muss gestehen, damit kenne ich mich nicht so gut aus) normalerweise für Preise jenseits der 100€ zu kaufen gibt, in meinem Fall aber nur für 25$. Ich dachte mir natürlich, das sei ein super Angebot, habe bestellt und mit dem amerikanischen Verkäufer (der allgemein sehr gute Bewertungen hat) die Zahlung besprochen und abgewickelt.

Später wurde ich auch wegen des Preises durch eine negativere Rezension stutzig und habe mir das Format nochmal genauer angesehen: Die CD wurde auf CDr (also CD recordable) verkauft.

Ich habe mich diesbezüglich in einem Discogs-Forum eingelesen, wo stand, dass CDr wohl nichts Ungewöhnliches sind, zumindest habe ich da nichts von Fälschungen bzw. Kopien gelesen.

Nun ist aber heute die CD angekommen, das Heftchen war ein einseitig bedrucktes Blatt weißen Papiers (offensichtlich eine Kopie...), die CD selbst einfach nur weiß, wie man eben die etwas hochwertigeren Rohlinge zum Bedrucken kennt, aber mit guter Musikqualität. Wie es aussieht, hat mir der Verkäufer tatsächlich eine Kopie der Original-CD verkauft, was meiner Meinung nach aus "CDr" nicht unbedingt hervorgeht. Auch die Anmerkung "US reissue, the album was originally released in South Africa only in late 1996" ist da nicht so eindeutig, weil Reissues wörtlich ja einfach Neuauflagen sind.

Die CD ist übrigens immer noch für den gleichen Preis erhältlich, offenbar werden weitere dieser Kopien verkauft.

Meine Frage wäre nun, ob ich da was machen kann, da ich ja hätte lesen können, dass es eine CDr ist. Oder kann ich da eventuell selbst Probleme kriegen, weil ich mir eine vermutlich kopierte CD gekauft habe? Und selbst wenn es mein eigenes Problem ist und ich jetzt eben auf einer Kopie der CD sitze, würde mich mal interessieren, ob sich da der Verkäufer nicht eigentlich strafbar macht, weil die Kopien vermutlich nicht autorisiert sind.

Über Antworten oder eigene Erfahrungen würde ich mich freuen - Entschuldigung für den Roman, ich wollte nur den Sachverhalt möglichst genau darstellen.

CD, Recht, Urheberrecht, Kauf, Marktplatz
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Online-Marktplatz wie Ebay mit digitalen Inhalten - Provision, Steuern, Gewerbe, AGB, Anwalt?

Hallo,

ich habe eine Idee für einen Online-Marktplatz wie Ebay, aber ausschließlich nur für Digitale Inhalte.

Beschreibung: Auf diesem Marktplatz können sich alle ganz einfach registrieren und Digitale Inhalte zum verkauf online stellen. Das online stellen der Inhalte soll für alle kostenlos sein, aber bei jedem verkauf möchte ich ein paar Prozent an Provision verdienen.

Frage 1. : Natürlich weiß ich nicht ob dieser Marktplatz ein Erfolg sein wird, deshalb die frage ob ich sofort ein Gewerbe usw. anmelden muss?

Frage 2. : Wie läuft es mit den Steuern ab? Zahle ich z.b. "19 %?" Steuer von meinem z.b. 10 % Provision die ich an jedem digitalen Verkauf verdiene? Ich mein ich bin ja nicht der Verkäufer der Digitalen Produkte.

Frage 3. : Wenn ich diesen Online-Marktplatz auch in anderen Ländern anbieten möchte, dann muss ich wohl auch den Steuersatz zahlen der in dem betroffenen Land gilt, richtig? Ich habe auf dieser Seite (http://www.e-recht24.de/artikel/steuerrecht/8019-neue-umsatzsteuer-2015.html) ein wenig darüber gelesen und damit ist die frage eigentlich beantwortet.

Frage 4. : Wie muss ich am anfang vorgehen? Brauche ich von anfang an einen Anwalt, AGB usw. ? (eigentlich kann ich mir die frage zum Teil selbst beantworten, denn ich bin mir sicher ich brauche eine AGB aber ich weiß halt nicht wie ich von anfang an vorgehen soll, womit anfangen usw.

VIELEN DANK im voraus! :)

Was ich mich auch frage

Steuern, E-Commerce, Online-Shop, eBay, AGB, digital, Marktplatz
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Gilt mein Rücktritt oder darf der Verkäufer die Anzahlung behalten?

Hallo, ich habe vor längerem ein  interessantes Angebot eines laut Angebot "semiprofessionellen" Gas-Kochherdes mit sechs Feuerstellen auf einer Internet-Plattform - KLEINANZEIGEN, also von privat zu privat - gesehen. Ich habe mit dem Anbieter Kontakt aufgenommen, zuerst via e-mail, in der ich ihm mitteilte, dass ich nur dann Interesse habe, wenn der Herd in meiner Wohnung anschliessbar ist.

 Die Antwort war, ja. Man brauche nur einen Gasanschluss und eine Steckdose für den Strom. Bei der persönlichen Besichtigung wurden mir die entsprechenden Ausgänge des Herds gezeigt. Es wurde eine Anzahlung in Höhe von ca 50% des Kaufpreises verlangt, da es noch etwa sieben andere Interessenten gebe... 

BLÖDERWEISE bin ich darauf eingegangen, konnte den Herd aber nicht abholen (Transportprobleme) und wollte die Anschliessbarkeit nochmal prüfen, durch Lektüre der Montage- und Gebrauchsanleitung, aus welcher weitere Fragen entsprungen, erkundigte ich mich beim örtlichen Gaszulieferer, der den Anschluss auch hätte genehmigen müssen.Mit dem Ergebnis, dass der Herd  auch durch Umbau der Wohnung wegen der nötigen Vorrichtungen für die Abgas-Ableitung nicht anschliessbar ist!

Ich teilte das dem Verkäufer mit und sagte auch, dass ich den Herd deswegen nicht kaufen möchte und schickte ihm die Unterlagen wieder zu. Ich dachte, er würde mir die Anzahlung zurückerstatten, bot ihm allerdings wegen des Mehraufwandes  60 Euro als Entschädigung an (angemessen laut Auskunft eines Installateurs). Seitdem gibt es einen sehr zeitaufwendigen Streit via e-mail, sms und Telefon, bei denen er immer wieder betont, wie unfähig ich sei (!),  dass der Kaufvertrag unterzeichnet ist und ich den Herd bezahlen und abholen, oder zurücktreten und auf die Anzahlung verzichten soll.

Sonst wird er klagen und ich müsse auch die Gerichtskosten tragen. In zwei Tagen ist die Verhandlung, die örtliche Anwaltsauskunft hatte leider keinen Termin mehr frei . Der Ombudsmann des Marktplatz-Netzes meinte, bei privat-zu-privat-Verkäufen gebe es gar kein Rücktrittsrecht, und hier liege ein schriftl. Vertrag vor (das ist der Fall: ein paar Zeilen auf einem Blatt Papier). 

Deshalb meine Frage: Gilt mein Rücktritt vom Kaufvertrag und meine Begründung, er habe mir wichtige Eigenschaften des Herdes verschwiegen, so dass ich meine Anzahlung zurückfordern kann oder muss ich auf seineRorderung eingehen - er droht mit Exekution - und verliere mindestens die hohe Anzahlung von 400 Euro?

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