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Darf das Seniorenheim Auskunft an Dritte geben?

Die Schwiegermutter meiner Schwester lebt im Seniorenheim.

Seit ein paar Tagen nimmt sie keine Nahrung mehr zu sich und der Arzt hat gesagt, dass es mit der alten Dame zu Ende geht.

Die Schwiegermutter kann nicht mehr sprechen und nimmt demzufolge auch keine Telefonanrufe mehr entgegen.

Heute erhielt meine Schwester einen Anruf von einer ihr unbekannten Frau.

Diese war wohl ein paar Mal mit der Schwiegermutter im gleichen Hotel zum Urlaub machen und man telefonierte auch sporadisch.

Da die Schwiegermutter die Anrufe nicht mehr entgegen nahm, rief die Bekannte im Seniorenheim an und fragte,. was mit der Schwiegermutter sei.

Man sagte ihr, dass es der Schwiegermutter sehr schlecht gehen würde und die Bekannte meinte dann, ob man der Schwiegermutter sagen könnte, dass sie bitte zurückrufen möchte, sobald es ihr besser geht.

Da bekam die Bekannte von einer Pflegekraft die Antwort, dass sie mit einem Rückruf durch die Schwiegermutter nicht mehr rechnen kann.

Daraufhin rief die Bekannte der Schwiegermutter meine Schwester an und wollte wissen, ob die Schwiegermutter bereits gestorben sei oder im Sterben liege, die würde sich Sorgen machen.

Sie hätte die Auskunft durch das Pflegepersonal so verstanden....

Die Rufnummer meiner Schwester hat die Frau auch von der Pflegestation erhalten.

Meine Schwester ist schockiert. Sie hat der Dame, die diese Auskünfte an die Bekannte weitergegeben hat, darauf hingewiesen, dass sie es untersagt, jegliche Auskünfte zu erteilen.

Darauf hat man patzig geantwortet, man hätte doch gar keine Auskunft erteilt,nur darauf hingewiesen, dass man keinen Rückruf mehr erwarten soll..

Was kann man dagegen tun, dass weitere Auskünfte unterlassen werden?

Recht, Auskunft, Seniorenheim

Seniorenheim Praktikum, habt ihr ähnliches erlebt?

Ich war 6 Wochen in einem Seniorenheim. Es war schön, aber auch krass.

Totaler Personalmangel, Stress, viel Verantwortung und keine Organisation seitens der Leitung oder PDL. Totales Chaos.

Manchmal war ich alleine für 14 Bewohner zuständig, die ich pflegen musste. Habe mit voller Schutzkleidung Corona kranke versorgt.

Ich habe Leiharbeitskräfte eingeführt, bin mit dem examinierten Telefon rumgelaufen und habe Dinge koordiniert.

Gestern war ich oft alleine, weil mein Kollege der einzige examinierte im Haus war und auf mehreren Etagen Tabletten verteilen musste.

Während meiner Zeit dort ist ein Bewohner gestorben und ich war dabei.

Die Azubine (1Lj) und ich wurden oft alleine gelassen. Einmal hat sie mich panisch gerufen, weil eine Frau ihre Zahnprothese fast verschluckt hätte. Es sah schlimm aus. Ich habe sie nach vorne gebeugt und versucht die Prothese aus dem Rachen zu holen und es auch geschafft. Dabei hat sie mir fast den Finger abgebissen. Sie hat sich dann mehrmals übergeben und wir haben sie zu zweit erstmal hingesetzt. Wir waren total überfordert, der examinierte kam erst nach 10 Minuten und hat geholfen.

Ich war dabei als jemand gestürzt ist und sich mehrere Knochen gebrochen hat. Ich konnte ihn nicht alleine hinsetzen und habe Hilfe gerufen. Irgendwie hat mich das Warten auf Hilfe sehr mitgenommen.

Oft mussten Bewohner ins Krankenhaus und kamen total verändert zurück. Relativ fitte Leute wurden zum Pflegefall.

Ein Bewohner, der sehr viel Blut im Urinbeutel hatte und offensichtlich Schmerzen hatte.. Wurde von pflegekräften ignoriert, bis ich mich eingesetzt habe. Ich habe ihn jeden Tag versorgt und gesehen wie es schlimmer wurde, die haben mehr Erfahrung logisch, aber sowas kann man doch nicht ignorieren. Dann kam er ins Krankenhaus und nun geht es ihm wieder besser. War krass für mich, wie man ihn behandelt hat

Ich wurde sexuell belästigt.

Ein Bewohner hat mich extremst beleidigt, sogar geschlagen.

Manche Kollegen haben ihren Frust an mir ausgelassen.

Keiner hat sich für mich zuständig gefühlt.

Die PDL hat sich um nichts gekümmert und nur Fehler gesucht.

Der Einrichtungsleiter ist eine Katastrophe.

Der Nachtdienst hat sich krankgeneldet und es gab keinen Ersatz.. Keiner war erreichbar. PDL krank bzw im Urlaub. Einrichtungsleitung nicht erreichbar. Keiner der einspringen kann. Meine Kollegin hat eine Doppelschicht gemacht, weil die Bewohner nicht alleine sein dürfen. Sie hat auch noch Ärger bekommen.

Viele Bewohner waren sehr depressiv. Wir haben viel über den Tod gesprochen. Einmal hat mich sogar jemand ernsthaft darum geben sein Leben zu beenden.

Es war aber auch schön, viele sind sehr dankbar.. Haben sich gefreut wenn ich komme. Ansich war es auch ein gutes Team.. Meistens zumindest.

Ich wurde oft gelobt, bin mit den meisten gut klargekommen und durfte viel Verantwortung tragen.

Jetzt ist mein Praktikum vorbei und ich habe mit anderen aus meiner Klasse gesprochen. Keiner hat sowas erlebt.

Leben, Pflege, Menschen, Gesundheit und Medizin, Seniorenheim

Tipps für ein erfolgreiches Praktikum im Seniorenheim?

Hallo, ich muss ein 6 wöchiges Praktikum für meine Ausbildung machen.

Ich bin grade am Ende der zweiten Woche und ich weiß nicht..

Meine Kollegen sind nett, zeigen mir paar Sachen und die Bewohner sind auch in Ordnung. Aber seitdem ich dort bin, fühle ich mich sehr gestresst und unausgeglichen.

Haben immer Personalmangel, viel Zeitdruck etc.

Aktuell mache ich noch wenig Pflege, es fängt erst so langsam an, dass man mir etwas zeigt. Ab nächster Woche wird das dann mehr.

Deshalb mache ich fast nur Hauswirtschaft.. Brote schmieren und verteilen, Spülmaschine mehrmals ein und ausräumen, essen und trinken von jedem Bewohner protokollieren, Temperatur messen bei allen...

Und Betreuung. Darauf sollte auch eigentlich mein Fokus liegen, aber es ist schwierig mit der Gruppe etwas zu machen..

Da ich auch Hauswirtschaft mache, habe ich immer nur so 20min freie Zeit dazwischen. Ab und zu male ich dann mit einer Bewohnerin, unterhalte mich viel mit den Bettlägerigen Bewohnern oder versuche demente Bewohner zu aktivieren (durch Fotos etc), verbringe auch viel Zeit mit Bewohnern die nichts mehr machen können, setze mich daneben und rede mit ihnen, versuche durch Berührungen sie zu erreichen.. Oder reiche dementen Personen essen an, weil dafür sonst keiner Zeit/Geduld hat.

Viele Bewohner wollen aber garnichts so wirklich unternehmen. Keine Spiele, nicht rausgehen oder malen.. Wenn dann nur reden. Kann also nur mit den selben Leuten die immer gleichen Sachen machen. Die Bewohner freuen sich auch, aber habe Angst was meine Kollegen so denken.

Man könnte so viel mehr machen, aber ich bekomme sie nicht motiviert, weiß nicht ob es an mir liegt. Meine Kollegin meinte die Gruppe ansich ist etwas träge. Zudem darf ich nur 1:1 Angebote machen. In der Schule hab ich so viel gelernt, in der Praxis ist es ganz anders. Viele Bewohner sind etwas depressiv.. Und wollen einfach nur Ruhe.

Aufjedenfall habe ich Angst eine schlechte Bewertung zu bekommen. Vielleicht arbeite ich denen zu langsam und mache zu wenig. Sowas hat zwar noch keiner gesagt, aber die rennen alle so und sind total gehetzt. Fühle mich dann schlecht wenn ich da sitze und mich nur mit Bewohnern unterhalte.

Außerdem sehen die ja garnicht was ich alles mache, weil ich viel in dem Zimmern bin.

Wenn ich selber Pflege, wird es besser, aber aktuell weiß ich manchmal einfach nicht was ich tun kann.

Es stresst mich halt, weil ich am Ende eine Bewertung bekomme in der steht, ob ich für den Beruf geeignet bin.

Ich werde Sozialassistentin und möchte eigentlich gar nicht mit Senioren arbeiten. Das Praktikum ist aber Pflicht. Möchte mit Menschen mit Behinderung arbeiten und habe da schon sehr viel Erfahrung und bin auch echt zufrieden. Es ist ganz anders als meine jetzige Praxiserfahrung.

Ich weine viel Zuhause.. Fühle mich depressiv und antriebslos. Ich mache mir einfach 24/7 Sorgen und überlege was ich besser machen könnte...

Tipps?

Senioren, Schule, Pflege, Angst, Seniorenheim, Ausbildung und Studium

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