Wieso sind Muslime so streng, wenn es um Witze geht?

34 Antworten

Das ist falsch verstandene Frömmigkeit. Wenn man nach den passenden Schlagworten sucht, findet man viele Hadithe (Überlieferungen aus dem Leben Mohammeds), in denen es um Humor geht. Mohammed soll insbesondere im Kreise seiner Familie häufiger Späße getrieben und auch hin und wieder herzlich gelacht haben. Auf englischsprachigen Seiten findet man darüber zahlreiche Schilderungen.

Was das sich-lustig-machen über die Religion selbst betrifft, sieht die Sache natürlich anders aus. Das ist aber eigentlich auch bei gläubigen Christen und Juden nicht anders. In der westlichen Welt wird es aber heute in der Regel nicht mehr als wirklich anstößig empfunden.

Wer auf festem Fundament steht, lässt sich von ein paar Witzen oder doofen Sprüchen nicht ins Wanken bringen. Ich kann auch über Witze lachen, die das Christentum betreffen - vorausgesetzt, sie zielen tatsächlich nur auf Verballhornung und Lustig-machen ab, und nicht auf Demütigung und Beleidigung.

Aber auch Letzteres ist in Deutschland durch die Meinungs- und Redefreiheit ein Stück weit gedeckt. Das muss man so akzeptieren - lustig finden muss man's aber nicht.

Also meine Erfahrung mit streng gläubigen Christen ist, dass die auch nicht lachen, wenn man Witze über ihre Religion macht. Klar, diejenigen, die nur noch in der Kirche sind, weil es zuviel Stress ist auszutreten und die Oma auch traurig wäre, die lachen auch über solche Witze.

Jede Gesellschaft hat ihren Bereich, der für Humor tabu ist. Versuch mal, Witze über Juden und Holocaust zu machen, dann merkst Du es.

Was ist das denn bitte für ein Vergleich?
Es ist doch wohl ein Unterschied, ob ich mich über den Mord an 6Mio. Menschen lustig mache, oder über Fabelwesen.

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@Dummie42

Der Fragesteller sagt explizit, daß er ein Freund des schwarzen Humors ist.

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Dummie42 ist kO

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Muslime, die mit Schlägen drohen, sind ganz schlechte Muslime. Die besitzen wirklich wenig Wissen über die Religion und sollten sich in Grund und Boden schämen. Wir Muslime dürfen uns nur körperlich verteidigen, wenn uns jemand körperlich angreift, uns, unsere Glaubensgeschwister, unser Besitz oder andere unschuldige Menschen, die angegriffen werden. Ebenso dürfen wir uns auch nur verbal verteidigen, wenn jemand uns verbal angreift. Immer in gleicher Weise verteidigen. Die Christen lassen sich alles Gefallen. Die halten noch die linke Wange hin, wenn sie geschlagen werden. Das ist unehrbar und schwach.

Den Propheten zu beleidigen ist ein Akt der mit dem Tod bestraft werden kann. Wurde zu den Zeiten des Propheten auch gemacht.

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@Techsopac

Dass das so sein KANN ist sicher richtig - Doch hat Jumik nicht recht, dass es nicht so sein DÜRFTE!?

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Ich beziehe mich lediglich auf das Wort Allahs dem Qur’an:

190. Und kämpft auf Allahs Weg gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht! Allah liebt nicht die Übertreter.

191. Und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben, denn Verfolgung ist schlimmer als Töten! Kämpft jedoch nicht gegen sie bei der geschützten Gebetsstätte, bis sie dort (zuerst) gegen euch kämpfen. Wenn sie aber (dort) gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen.

192. Wenn sie jedoch aufhören, so ist Allah Allvergebend und Barmherzig.

193. Und kämpft gegen sie, bis es keine Verfolgung mehr gibt und die Religion (allein) Allahs ist. Wenn sie jedoch aufhören, dann darf es kein feindseliges Vorgehen geben außer gegen die Ungerechten.

194. Der Schutzmonat ist für den Schutzmonat, und (für) die unantastbaren Dinge ist Wiedervergeltung. Wenn jemand gegen euch übertritt, dann geht (auch ihr) in gleichem Maß gegen ihn vor, wie er gegen euch übertreten hat. Und fürchtet Allah und wißt, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist.

Quelle: Ungefähre Übersetzung des Qur’an Sure 2 Vers 190-194

Ich betone diesen Satz aus Vers 194: Wenn jemand gegen euch übertritt, dann geht (auch ihr) in gleichem Maß gegen ihn vor, wie er gegen euch übertreten hat.

Diese Verse beziehen sich auf die Situation der Muslime, die zur Zeit des Propheten sas in Mekka von den Quraisch, den götzendienerischen Volk, auf übelste Weise unterdrückt, verfolgt, beleidigt, bespuckt und gefoltert wurde. Allah hatte ihnen zuvor noch nicht erlaubt, sich zu wehren, indem man kämpft. Erst dann wurden diese Verse offenbart.

Diese Geschichte bzw die Verse soll man als Lehre nutzen und das mit Situationen der heutigen Zeit vergleichen und entsprechend handeln. Also im gleichen Maße sich verteidigen wie gegen einem selbst vorgegangen wird.

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@Jumik85

So wie es Mohammed mit den Quraiza gemacht hat? Obwohl sie nicht kriegerisch waren, allen geschlechtsreifen Jungs und Männern den Kopf ab und die Frauen versklavt? Tolles Vorbild!

Jesus Christus hat keine Sünde begangen. Sein Aufruf zu Vergebung, Nächsten- und Feindesliebe stiftet überall bis heute und in die Zukunft Frieden, wo Menschen diesen Idealen zustreben. Jesus warnte uns vor falschen Propheten: An ihren Früchten würden wir sie erkennen. Tun wir auch.

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Verbissen Gläubige haben kaum Humor, da nehmen sich die Weltreligionen alle nicht viel. Die Bildung in den meisten Ländern des Islam lässt zu wünschen übrig - ungebildete Menschen bekommen öfter etwas in den falschen Hals, was als Scherz gemeint war, weil sie es nicht verstehen.

Ich habe Anfang der 90er beruflich 3 Jahre in einem arabischen Land verbracht, weiß also wovon ich rede.