Wie lest ihr die Bibel, habt ihr einen Leitfaden, Tipps wie mich gottes Wort berühren kann und allgemein Tipps für mich?

26 Antworten

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Erstmal:

Psalme: Sind eine Sammlung von Lobgesängen, die ursprünglich mit Musikbegleitung gesungen wurden. Es sind Lieder des Glaubens, der Hoffnung und der Stärke, die zeigen, wie Gott tröstet und uns Kraft geben sollen Gleichzeitig haben sie aber auch ausdrücklich prophetische Bedeutung.

Sprüche: Die Sprüche sind eine Ansammlung von Weisheiten. Sie sind Belehrungen und Ermahnungen für uns, wie wir in dieser gottlosen Welt gut und gerecht vor Gott wandeln können.

Ansonsten kann man verschieden herangehen: Man kann z.B. einmal einfangen, die Bibel einfach von vorne bis hinten durchzulesen. Das würde ich empfehlen, wenn man es noch nie gemacht hat. Dabei würde ich persönlich zuerst mit dem NT anfangen, und dann mit dem AT. Dann hat man auf jeden Fall schon einen guten und groben Überblick über die Lehren der Bibel!

Und danach kann man dann auch mit System rangehen: Du kannst dir z.B. einzelne Personen näher anschauen. Oder einzeln nach bestimmten Themen systematisch lesen. Da gibt es viele Möglichkeiten. Am hilfreichsten finde ich es mit Parallelstellen zu arbeiten: Oft gibt es zu einem Kapitel bestimmte andere Kapitel, die über ähnliches reden in einem anderen Kontext oder unter anderen Gesichtspunkten. Und erst wenn man auch die Parallelstellen berücksichtigt hat, kann man gut nachvollziehen, was der Standpunkt der Bibel ist. Mir hat dabei die Schlachter2000 Bibel gut geholfen: Dort stehen nämlich oft Parallelstellen zu Kapiteln oder einzelnen Versen!

MFG:)

Liebe(r) Wachtraum,

ich kann dir nur sagen, wie ich vorgegangen bin. Ich bin nicht wirklich bibelfest, nur extrem neugierig und im Grunde nur von der Lehre von Jesus überzeugt. Die allerdings nicht unbedingt mit der Lehre der christlichen Religion übereinstimmt, jedenfalls nicht, wenn man es genau nimmt - das hab ich allerdings erst im Laufe der Zeit begriffen.

Am Anfang wollte ich einfach nur wissen, was Jesus gelehrt hat. Und dafür hab ich mich einfach mal nur auf die von ihm überlieferten Worte konzentriert und alle weiteren Vorgaben, Erzählungen und Interpretationen ausgeklammert. Ist echt empfehlenswert, wenn man wirklich etwas 'wissen' will. Wenn man sich hingegen in seinem Glauben bestätigt sehen möchte, sollte man davon Abstand nehmen. Aber ich habs halt gemacht, so tick ich eben.

Die Lehre von Jesus ist gar nicht so kompliziert. Im Grunde soll man lernen, alles aus den Augen der Liebe (Zuneigung, Verständnis) zu sehen - und bei sich selbst anfangen. Kein Urteil über Gut und Böse, einfach alles was da ist. Kein Liebe ist gut, Zorn ist böse, kein fleißig ist gut, faul ist schlecht, kein demütig ist gut, stolz ist böse - KEIN Urteil. Es dauert, bis man das gelernt hat - Jahre. Und dann muss man echt dran bleiben und darf man sich auch nicht selbst belügen. Das geht nur, wenn man wirklich gnadenlos ehrlich mit sich ist. Mir hats geholfen, meinen Gefühlen 'Figürchen' zu verpassen, je abgelehnter das Gefühl umso liebenswerter das Figürchen. Später hab ich mir vorgestellt, die Mammi von jemandem zu sein, der mich aufgeregt hat, weil da gibts schon Gestalten, die man wirklich nur als Mutter lieb haben kann (geht mir jedenfalls so). Klar kann man sich über die eigenen Kinder ärgern - und wie! Aber liebhaben tut man sie ja doch. Diese Vorstellung kann man echt lernen, eine Mutter haben sie schließlich alle.

Ich wollte eben einfach wissen, wie die Lehre von Jesus funktioniert und wie sie sich auswirkt, wenn man sie denn mal wirklich ausprobiert. Drüber nachdenken und nachplappern reicht einfach nicht - jedenfalls hats mir nicht gereicht. Meine Güte - was hatte ich zu verlieren? Wenns nichts gebracht hätte, dann hätte ichs ja wieder wie vorher halten können - so what?

Aber ich habs nicht mehr geändert, im Gegenteil. Meine Welt ist um ein Vielfaches größer geworden. Wenn man etwas glaubt oder wenn man etwas besonders toll findet bekommt man einen Tunnelblick - ganz automatisch. Und alles, was dazu passt, sieht man hell, klar und deutlich. Und was nicht dazu passt, sieht man entweder im Dunkeln oder gar nicht. Das hab ich selbst auch nicht gewusst, aber jetzt weiß ich es. Weil diese Tunnel sich fast ganz aufgelöst haben. Das hab ich nicht geplant, es ist mir einfach passiert. Erst im Nachhinein hab ich gemerkt, WIE sehr sich mein Denken meinem (unbewussten) Glauben von gut/richtig und böse/falsch angepasst hat.

Es geht nicht darum, alles nur toll zu finden und ach wie lieb zu sein, letztlich gehts darum, unfassbar vielen althergebrachten Denkvorgaben aufzulösen und einfach sich selbst zu sein. Es geht nicht darum, z.B. den Neid schlecht zu finden und zu unterdrücken, sondern sich seiner bewusst zu sein und sich anzuhören, was er einem sagen möchte - denn alle unsere Gefühle haben uns etwas zu sagen. Alle Gefühle sind Geschöpfe des Schöpferseins - und das erste, was uns mitgegeben worden ist, ist die klare Regel: Finger weg von der Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse! Exakt das, was Jesus ja auch lehrte. Und er hat gesagt, dass er nicht gekommen sei um alles aufzulösen, sondern um DEM Gesetz wieder zu seiner Gültigkeit zu verhelfen - und das kein Jota an DEM Gesetz verändert werden dürfe. Das hat er gelehrt und das hat er gelebt.

Von Mose hat er nicht viel gesagt. Nur in der Bergpredigt bzw. Predigt auf dem Felde geht er auf Gebote von Moses ein. Und er hat jedes einzelne zerpflückt und bekrittelt. Jedes einzelne. Er hat angefangen mit "Es steht geschrieben/Man hat euch gelehrt..." - dann ein Gesetz von Moses - und dann fährt er fort mit "ich aber sage euch, ....) - also für mich hört sich das nicht so an als würde er die gut finden. Aber wenn man GLAUBT, dass er sie gut gefunden hat, dann sieht man es einfach nicht. Das ist so. Das war bei mir auch so.

Er hat klar und deutlich gesagt, dass man nur EINEM Herren dienen kann. Aber im Christentum gibts zwei. Einer davon ist Moses, der andere ist Jesus. Man muss sich einfach nur entscheiden, wem man folgen möchte. Beide geht nicht. Moses Gesetze sind Gesetze über gut und böse, über Gottgefälligkeit und Sünde. Sie setzen ein Urteil voraus. Aber DAS Gesetz unterbietet ja genau das.

Die Genesis erzählt davon, wie und warum sich der Mensch (Adam = der Mensch) höchstselbst aus dem Paradies rausgekickt hat und wieso er nicht wieder zurückgefunden hat. Und je mehr die Menschen ihr Gut-Böse-Zwängle auf die Spitze getrieben haben, umso grausamer und gewalttätiger wurde es. Steht alles drin, kann jeder lesen.

Nach Jesus ist Schöpfung und Schöpfer eins. Nach ihm ist der Schöpfer weder im Himmel noch im Wasser, sondern überall. In uns und um uns herum. Und es ist längst gekommen, aber die Leutchen sehns einfach nicht - damals wie heute. Weil alles mit nem Tunnelblick herumläuft. Alles und alle glauben zu wissen, was sie glauben und gut finden - das ist sowas von nem Sehfehler, das krieg ich nicht in Worte. Und man merkts ja nicht mal! Ich habs ja auch nur gemerkt, weil ich auf die total verrückte Idee gekommen bin, das tatsächlich mal auszuprobieren. Einfach nur auf das zu hören, was er selbst so gesagt hat. Und dann braucht man eigentlich keinem mehr, der einem erklärt wie Jesus was gemeint hat. Weil dann merkt man, was er gemeint hat.

Von daher empfehle ich: Was von Jesus Aussagen überliefert ist - allem voran das koptische Thomas-Evangelium, das kommt persé schon ohne Interpretationen anderer aus. Und sich klar daran halten. Und gern auch das 1.Buch Mose (das sich deutlich von den anderen unterscheidet). Mehr braucht man einfach nicht um echt Christ zu sein.

DANN kann man tatsächlich ein Kind von 7. Tagen fragen, wo Gottes Reich ist - denn kein Kind von 7. Tagen weiß, was sich die Menschen über Gott ausgedacht haben. Es geht um Schöpfung und Schöpfer, um natürliche Entfaltung - Ausrichtung auf das, was einen anzieht. In einer Welt voller eigener Kinder/Geschöpfe, über die man sich auch tierisch ärgern darf, aber die man doch irgendwie lieb hat und verstehen will. Er hat alles gesagt, auch "Wenn sie euch sagen, das Königreich ist im Himmel, werden euch die Vögel vorangehen." Ich finde, das ist ziemlich deutlich. Seine Lehre verträgt sich auch bestens mit den Naturwissenschaften - wer wissen will soll fragen, klopfet an und euch wird aufgetan. Oder: Man näht keinen neuen Flicken auf ein altes Gewandt, es würde ein Riss entstehen - wie er im Christentum ja auch entstanden ist. Diejenigen, die sich verstärkt auf die 10 Gebote beziehen sind völlig anders als die, die sich auf die Aussagen von Jesus beziehen. Es gibt auch Mischmasch, aber ich habe noch keinen gefunden, der sich ausschließlich auf die Lehre von Jesus selbst konzentriert und das befolgt. Gut und böse kennen sie mehr oder weniger noch alle.

Die wirkliche Lehre stellt alles auf den Kopf - wirklich alles. Sie krempelt einem das Unterste nach oben und umgekehrt, manchmal weiß man wirklich nicht mehr, wo unten und oben ist - aber es ist gail. Das merkt man schon nach wenigen Tagen - es ist einfach nur gail. Kein Zauberkram, keine Glauberei - einfach nur mal Vertrauen in ihn, dass er gewusst hat wovon er redete. Und machen, was er aufgetragen hat. Nur das, mehr brauchts im Grunde nicht. Und im Nachhinein find ich es auch total logisch. Wer mehr vom Schöpfer erfahren will, muss sich an die Schöpfung halten. Ist ja seine - in uns und um uns herum. Und aufhören, die Schöpfung in gut und böse einzuteilen, zumindest, wenn wir dem Schöpfersein keinen Fehler unterstellen wollen. Brauchts ja auch nicht, die Schöpfung funktioniert wunderbar! Erst als der Mensch seine eigene Gerechtigkeit ausbaute, fings an aus dem Ruder zu laufen. Passt einfach. Ehrlich, ich finde die Lehre von Jesus echt grandios - ich musste nur aufhören, das zu glauben was gemeinhin so geglaubt wird. Und das passiert automatisch, wenn man sich an sein Gebot hält.

Ou ja - vielleicht noch wichtig: Liebe ist mehr als unterdrückte Abneigung, das Unterbewusstsein lässt sich nicht auf den Arm nehmen, unser Verstand schon.

20

Es braucht kein "Du sollst nicht töten" - wenn man mit Zuneigung und Verständnis schaut, tötet man nicht. So einfach ist das.

3

Das Bibellesen kann man sich zu einer guten Gewohnheit machen, indem man täglich unter Gebet drin liest. Und nicht Seiten schaffen wollen, sondern innehalten und über das Gelesene nachsinnen. Sich dabei fragen: „Wie berührt das Gelesene mich?“ / „Was kann ich über Gott lernen?“ / „Wie kann ich das im tägl. Leben umsetzen?“ / ...

Sich dann auch über das Gelesene mit Gleichgesinnten austauschen. Wenn ich etwas nicht verstehe, dann nach Antworten suchen (Paralleltexte, Nachschlagewerke, ...).

————

Sprüche:

Eine Sammlung von Sprichwörtern oder weisen Sprüchen, die von Gott inspiriert sind. Der Zweck: dass „man Weisheit und Zucht erkennt, um die Reden des Verstandes zu erfassen, um die Zucht anzunehmen, welche Einsicht verleiht, Gerechtigkeit und Recht und Rechtschaffenheit, um den Unerfahrenen Klugheit zu geben, einem jungen Mann Erkenntnis und Denkvermögen“ (Spr. 1:2-4). „Der Zweck ist, daß du auf dem Weg der Guten wandelst und die Pfade der Gerechten einhältst“ (Spr. 2:20).

Psalmen:

Eine Sammlung geistlicher Lieder, die ebenfalls von Gott inspiriert sind. Die Psalmen weisen auf zukünftige Ereignisse hin. Und sie enthalten Gedanken, die einen ermuntern und die als Anleitung dienen können. Sie vertiefen die Wertschätzung für Gott.

Liebe Grüsse ...

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Sei vorsichtig Nobody laut einem könisreichsdienst billigt es der Sklave also die Führung deiner Sekte nicht das man die Bibel studiert ohne Anleitung durch die Literatur der wtg.... ich kann den Text gerne kopieren wenn du das nicht glaubst...

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