Psalm 15, da verstehe ich was nicht

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Die Psalmen gehören zum alten Testament. Dieser Teil ist jüdischen Ursprungs und die Juden warten noch heute auf den Erlöser, der ihnen versprochen wurde.

Für die Christen ist das neue Testament bindend. Und da Jesus für die Sünden aller Menschen ans Kreuz genagelt wurde, hat auch jeder Sünder eine Chance, in den Himmel zu gelangen. Daher der vermeintliche Widerspruch.

Der Sünder, der seine Sünden bekennt, der wird in den Himmel kommen. Sünder, die das nicht tun, denen bleibt dieser Weg verwehrt.

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@turalo

ich schrieb: "...hat auch jeder Sünder eine Chance, in den Himmel zu gelangen" und nicht daß jeder in den Himmel kommt - denn wie jeder seine Chance nutzt, hat er selbst in der Hand.

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@turalo

Turalo: das "Sündenbekennen" reicht leider nicht, um "in den Himmel zu kommen" - Jesus hat eine ganz klare und davon abweichende Erklärung geliefert!

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Jesus hat niemals behauptet, dass jemand aufgrund seines Kreuzestodes das Reich Gottes erlangen könnte! Das ist ein Märchen.

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@gottesanbeterin

das reich gottes erlangen diejenigen, die sich der liebe zu den menschen in freiheit verbinden.

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es geht nicht um behauptungen, sondern darum, wie deine einstellung zum leben ist!

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Das kann halt nur jemand wirklich verstehen, der dort schon angelangt ist. Jesus sagt darüber, dass man die 2. Geburt erlebt haben muss, um das "Reich Gottes" zu schauen. Wenn du wirklich wissen willst, was das bedeutet, mach´dich hier schlau: www.sahajayoiga.de

>gottesanbeterin<

da steht ja alles in ausländisch!

der frager geht in den kindergottesdienst.

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@Nowka

Quatsch! Ich habe letztes Jahr Konfirmation gehabt! Aber im Konfirmandenunterricht haben wir diesen Psalm nicht behandelt. Es heißt doch immer, dass man fragen soll, wenn man was nicht versteht!

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@Nowka

Mowka: englisch ist zum Glück für unsere Kinder nicht mehr "ausländisch", sondern die Zweitsprache, in der sie auf der überall kommunizieren können.

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Ich denke, diese Darstellung im Alten Testament ist ein Ausdruck eines unerfüllbaren Perfektionsdranges der monotheistischen Kultur: Gab es vor dem Monotheismus die Vorstellung, die unerklärliche Widersprüchlichkeit des Lebens sei der Ausdruck der Wechselwirkung vieler Götter mit unterschiedlichem Charakter, ist der Monotheismus der Meinung, alle Ereignisse in der Welt, selbst ein zu Boden fallendes Blütenblatt, folge der Absicht Gottes. Um die Anhänger auf Gott zu verpflichten, musste Gott mit positiven Grundsätzen ausgestattet werden: Er ist grundsätzlich gut, somit auch seine Absicht und das ganze Universum sind gut! Da aber das konkrete Leben dieser Idee widerspricht, musste der Monotheismus einen Weg finden, die nach wie vor unveränderten Widersprüchlichkeiten in der Realität irgendwie zu erklären. So wurden neue Grundsätze zur Rechtfertigung geschaffen: das Schlechte, Unangenehme käme vom Satan…! Dieser ist ausschließlich nur böse!

So wurden widerspruchslose Prinzipien geschaffen, die monotheistischen Denkkulturen halfen, das positive Gottesbild nicht mit den realen chaotischen Erfahrungen in Verbindung zu bringen. Dieses Prinzip kann als evolutionärer Vorteil im Überlebenskampf der Ideen und Ideologien bezeichnet werden.

Zu diesem Phänomen gehört auch die Vorstellungen von absoluten, unanfechtbaren Gottesgesetzen und von der Existenz einer absoluten Wahrheit. So entstand aber auch die Forderung, der Mensch müsse auch immer, aber auch jedes Mal die Wahrheit sagen.

Da aber kein Mensch in der Lage ist, immer die Wahrheit zu sagen, sei es, weil es in bestimmten Situationen keine eindeutige Wahrheit existiert, sei es, weil er sich selbst, oder anderen auf eine unkluge Weise einen Schaden zufügen würde, ist der Grundkonflikt des Monotheismus unvermeidlich: Der gläubige Mensch kommt nicht umhin, Selbsthass zu entwickeln, da er diesen selbstgeschaffenen Anforderungen seiner Denkkultur nicht genügen kann!

Das antike Judentum erfuhr das Scheitern der monotheistischen Denkweise, und versuchte über den Weg der Debattenkultur gewitzte Auswege und Erklärungen aus dem Dilemma zu konstruieren, im Grunde den Gottesanforderungen nicht genügen zu können!

Das Christentum fand zunächst eine einfachere Pauschallösung: Christus habe durch seinen Tod das (ungenannte, aber vom Menschen peinlich empfundene) Unvermögen (Sünde) für alle Christen gesühnt! Die Sache sei ein für allemal abgegolten! Allerdings war die Beherrschung des Denkens für die Loyalität für den Gott doch so wichtig, dass das Prinzip des selbstempfundenen Schuldgefühls des Menschen doch aus dem Judentum übernommen wurde! Und nicht nur das! Spätestens durch Augustinus von Thagaste ist das Sündenempfinden der Anhänger zu einer unbekannten Blüte geführt worden (Erbsünde)! So kommt es im Christentum zum deutlichen Widerspruch zwischen der Erlösungsidee durch Jesus und der dazu parallel empfundenen Sündhaftigkeit und Schlechtigkeit der Anhänger.

Na, gut, zum Glück ist mit dem 14. Jahrhundert die Herrschaft des Christentums über das Denken und Erkennen der Menschen in Europa auch gebrochen! Tja, auch angeblich absolute Ideen von Göttern und ihren Anforderungen kommen und gehen…!

oh mann! der frager geht doch in den kindergottesdienst.

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in der bibel ist manches zweideutig geschrieben, die wahrheit ist, jeder hat die möglichkeit, zu gott zu kommen

Nur unter bestimmten Voraussetzungen!

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Danke für eure antworten. Gottes Segen fürs neue Jahr!

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Diese Aussage ist nicht zweideutig!

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@Jooo8

Danke @Jooo8, Dir auch.

So ist das mit den Religionen: jeder meint, die einzig richtige zu haben und den einzig wahren Glauben. Dabei bekommen sich ganze Völkerstämme in die Haare und werden Nationen in Grund und Boden gekriegt. Das, was wirklich wichtig ist, wird dabei oft vergessen: die Menschlichkeit.

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ich verstehe es so...jeder sollte sich bemühen