Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft!? Ist das auch für euch so?

33 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Liebe Witha und alle anderen in der Runde,

dieser Spruch findet meine absolute Zustimmung und das nicht ohne Grund. In jungen Jahren habe ich mich immer stark und unverwundbar gesehen und war noch längst keine 30, als es immer nur erfolgreich aufwärts ging, ganz nach dem Motto mein Haus, mein Auto, meine Familie. Natürlich war ich zielstrebig und dennoch lebte ich unter dem Eindruck, dass alles ganz leicht ist und mir stets alles zufliegt

Dann traf mich Mitte 40 eine sehr schwere Erkrankung, die mir alle Kraft nahm, mich verunsicherte und mich gezwungenermaßen auch über die Endlichkeit des Lebens nachdenken ließ. Meine Berufstätigkeit habe ich zwar bereits nach gut 3 Monaten wieder aufgenommen, aber ich war nicht mehr der Alte.

Ich musste in dieser schwierigen Zeit erst lernen, was es wirklich heißt, im Leben zu kämpfen, mehr auf mich selbst zu achten und Ballast abzuwerfen, was nicht nur bedeutete mich auf bestimmte, wichtige Dinge zu fokussieren, sondern mich auch von falschen "Freunden" zu trennen.

Erst nach einem Jahr war diese Zäsur mit deutlich gewandelten persönlichen Zielen abgeschlossen.

Wenn ich damals wegen der Krankheit sehr gehadert habe, betrachte ich sie heute mit gehörigem Abstand auch irgendwie als Chance zur Veränderung.

Ab da habe ich wirklich wieder sehr bewußt an mich geglaubt. Sehr dankbar bin ich heute noch einigen Menschen außerhalb der Familie, die mich damals unglaublich unterstützt haben, von denen ich das gar nicht erwartet hätte.

Auch das war eine ganz neue, aber wunderbare Erfahrung, die den eigenen Mut, die wiedergewonnene Kraft und die Zuversicht deutlich gestärkt haben. Gepaart mit dem sprichwörtlichen Glück des Tüchtigen ist dann vieles anders gekommen, als erwartet, nicht zuletzt mit dem späteren freiwilligen beruflichen Ausstieg. Von der Welt hätte ich zumindest deutlich weniger gesehen als es mir in den letzten Jahren meiner neu gewonnenen Freiheit vergönnt war.

Mit besten Grüßen

Hacklberg

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung
 - (Schule, Gesundheit und Medizin, Psychologie)

Günni, danke für diese sehr aufrichtige und ausführliche Antwort.

Darum kannst du deine zahlreichen Reisen "doppelt" genießen und die Schönheit dieser Länder und Kulturen geben dir so viel zurück!

Ich bin inzwischen am überlegen, ob ich es nicht doch einmal wagen sollte, meine Flugangst zu überwinden, um meinen Sohn in Bangkok zu besuchen, da es ja in Thailand auch herrliche Kulturstätten und Inseln gibt. Und wir hätten ja einen trefflichen Führer.

Liebe Grüße D.

7
@verreisterNutzer

Ich kann Dir da nur zuraten, auch wenn es bis Bangkok ein Langstreckenflug ist. In den großen Maschinen, die regelmäßig zwischen Frankfurt und Bangkok verkehren, habe ich den Flug im letzten Jahr nicht als unangenehm empfunden, allerdings hatten wir Premium Economy gebucht, da ist es nicht ganz so beengt und das macht die Sache deutlich angenehmer zu einem erschwinglichen Aufpreis. LG Günni

5

Unser Leben zwingt uns sich zu entscheiden an sich und das Gute zu glauben.

Ohne dem zu folgen kann nämlich das Leben sehr schwer werden.

Fred wünscht dir einen sehr schönen Samstag und grüßt dich aus Wien ganz herzlich.

3

Danke, lieber weiser Günni, für deine emotionale Antwort. So beweist auch du mir, dass ein „Unglück“ oft der Weg zu einem besseren Weg führt, der viel intensiver und inniger ist als der vorherige. Auch so habe ich meine Kraft gefunden/erkannt nun kann mich Weniges noch umwerfen, du verstehst schon, ich bin leider nicht so gut im Umgang mit Worten.

Leider reisen wir nicht mehr, aber wir haben schon einige Länder der Welt gesehen und sind immer wieder zufrieden nach Hause gekommen mit neuen Erfahrungen, Eindrücken und voller Dankbarkeit. Herzliche Abendgrüße

5

Einen wunderschönen Tag liebe witha, auch an alle anderen in der Runde hier und vielen Dank für diese Frage.

Das Sprichwort kenne ich auch. Ich sehe das so. Ein Glaube allein kann gar nichts bewirken. Dazu braucht es Geduld, geschickte und fleißige Hände, einen hellen Kopf und das beharrliche Dranbleiben an der Sache. Nur so kann man ans Ziel kommen, sofern es keine Umstände gibt, die man nicht selbst beeinflussen kann und die dagegen sprechen.

Ich wünsche allen ein schönes und erholsames Wochenende.

  • Jedes große Ziel,
  • auch wenn es noch nicht erreicht wird, bewirkt,
  • dass wenigstens etwas erreicht wird.
  • Lü Bu We
  • Der erreicht am meisten,
  • der immer auch anders kann.
  • Als er vorhatte.
  • Johannes von Müller

Herzliche Grüße von Lazarius

Servus lieber Lazarius, unser Leben zwingt uns sich zu entscheiden an sich und das Gute zu glauben.

Ohne dem zu folgen kann nämlich das Leben sehr schwer werden.

Fred wünscht dir einen sehr schönen Samstag und grüßt dich aus Wien ganz herzlich.

4
@Fredlowsky

Grüß dich, lieber Fred. Das sind wahre Worte. Sei recht herzlich gegrüßt von Lazarius und eine schönes Wochenende noch.

1

Das hast du gut gesagt und zitiert - danke und schöne Grüße!

3

Danke, lieber Lazarius, für deine Antwort. All das, was du anführst, beinhaltet der Glaube an die eigene Kraft. Natürlich nicht ohne deine Mitmenschen, denn der Mensch ist nicht als Eremit geschaffen sondern ein Teil der Gemeinschaft. Für die löhnt es, sich mit aller Kraft für etwas. Notwendiges einzusetzen, wenn du verstehst was ich meine.

Danke für deine guten Wünsche und Grüße die ich hiermit herzlich erwidere, witha

4
@witha

Vielen Dank für deinen Kommentar, liebe witha. Natürlich nicht ohne Mitmenschen. Manchmal braucht man auch Hilfe, Beistand, guten Rat und viele Mitstreiter, um ans Ziel zukommen.

Vielen Dank für deine Grüße und eine gute Nacht wünsche ich dir. LG Lazarius.

1

Guten Morgen, liebe Witha sowie alle anderen!

Der Glaube an die eigene Kraft - tja, da erinnere ich mich immer wieder an die Kraft, die ich ja anzapfen kann: das ist die universelle, immer verfügbare Kraft.

Erfolgreich bin ich meist dann, wenn ich schrittweise vorgehe: 1. erkennen, dass ich Hilfe brauche und annehmen will, 2. um Hilfe bitten, 3. Augen, Ohren und Sinne offenhalten, um zu erkennen, ob und worin die Hilfe schon angekommen ist, und 4. mich über die Hilfe freuen.

Da diese Vorgehensweise auch erprobten Management-Coaching-Verfahren entspricht, bin ich ganz sicher, dass - wenn manche sogar viel Geld dafür ausgeben - dies auch für mich zutrifft.

Im kleinen und probeweise habe ich schon in den achtziger Jahren damit angefangen, Berge zu versetzen, indem ich zuerst im kleinen, dann auch mit größeren 'Projekten' um etwas gebeten habe, das dann erfüllt wurde:

Parkplatzsuche in schwieriger Umgebung (Rush Hour, Innenstadt), Jobsuche als Studentin (innerhalb von 5 Tagen hatte ich den gewünschten Job, der mich über meine ganze Studienzeit hinweg und noch etwas darüber hinaus trug), ebenso besonders gut zu mir passende berufliche Aufgaben,dann eine Gratis-Wohnung (in der ich noch immer lebe), und schließlich meine große Liebe (genauso: innerhalb von 5 Tagen klappte es und sie hielt 12 Jahre - bis zu ihrem irdischen Ende).

In all den Jahren habe ich mich spirituell weiterentwickelt und bin inzwischen zu der Überzeugung gekommen, dass ich mir das Missverständnis nicht anzutun brauche, meinen Glauben an eine Konfession zu koppeln - mit dem festen Glauben an eine universelle, göttliche und die eigene Kraft ist zugleich die höchste Kraft verbunden, die tief in uns versteckt ist. Sie hilft einem auch, wenn es eine Wahl zu treffen gibt, negative Kräfte abzuweisen und auszuschließen. Mit diesem Bewusstsein nehme ich meine Verantwortung dem Leben gegenüber wahr.

Danke für diese tiefsinnige, spirituelle Frage, liebe Witha!

Allen hier wünsche ich einen schönen sonnigen Sonnabend!

Ich sehe gerade, dass ich das wichtigste übersehen habe: den Schritt 'fest daran glauben' zwischen Punkt 3 und 4. Dadurch ergibt sich:

1. erkennen, dass ich Hilfe brauche und annehmen will, 2. um Hilfe bitten, 3. fest daran glauben, 4. Augen, Ohren und Sinne offenhalten, um zu erkennen, ob und wie die Hilfe schon eingetroffen ist, und 5. mich über die Hilfe freuen.

6

Servus liebe Spielwiese, da hast du wohl recht mit dem positiven Denken, aber trotzdem nicht überhblich Denken, geht´s durch das Leben viel leichter und wird dadurch lebensfroher!

Fred wünscht dir einen sehr schönen Samstag und grüßt dich aus Wien ganz herzlich.

4

Wow, liebe Spielwiesen, wie du das darstellst ist für mich schon höhere Schule der Selbsterkenntnis! Ich bin mehr ein Bauchgefühlmensch. Irgendetwas verstehe ich aber in deiner Antwort nicht: findest du es als Missverständnis an eine Konfession zu glauben oder nicht? Oder soll die mit der eigenen Kraft gekoppelt werden oder nicht? Entschuldige bitte mein Unverständnis.

Ganz liebe herzliche Grüße an dich

4
@witha

Sagen wir mal so: ich habe Verständnis für Menschen, die ihren Glauben an eine höhere Instanz pflegen, ohne dabei auf die 'Hilfe' der Kirchen oder Konfessionen angewiesen zu sein. Im Sinne einer friedlicheren Welt wäre das allemal die beste Lösung. Bei mir kommt diese Erkenntnis auch aus einem Bauchgefühl heraus, das ich schon lange habe, aber nicht unbedingt unserem Pfarrer, meinem netten Nachbarn gegenüber, auf die Nase binden würde: das ist meine Privatsache, wie ich überhaupt jede Glaubensregung - wie andere Überzeugungen auch - eine Privatsache finde. So verständlicher? Sei du auch herzlich gegrüßt und noch einen schönen Abend!

2
@Spielwiesen

Danke für deine mir verständliche Erklärung zur späten Stunde. Deine Antworten lese ich sehr gerne, sie sind sehr ehrlich, direkt und eine Überlegung wert. Schön, dass du hier mitmischst! Gute Nacht liebe Spielwiesen ❣️

2
@witha

Fein, das freut mich - ich feile ja auch gern an den Sätzen herum, damit sie nicht missverständlich rüberkommen! Und ich freue mich, wenn meine Gedanken Resonanz finden (sonst wären sie so einsam!). Ich mische gern hier mit, solange ich an der Frage merke, dass sie sich an alle User richtet. Guts Nächtle und schlaf schön, liebe Witha!

2

Was möchtest Du wissen?