Warum müssen Politiker vor einer Wahl immer wieder Versprechungen machen?
Das erlebe ich immer wieder, dass beispielsweise gesagt wird: "Mit der (Name der jeweiligen Partei) wird es ein/e ... nicht geben."
Klar, dass man dadurch Stimmen gewinnt. Aber darum darf es einfach nicht gehen. Wer unseren Staat vertritt, darf nicht einfach bestimmte Änderungen in der Zukunft ausschließen. Alles ist schließlich voneinander abhängig. Und es kann schnell passieren, dass etwas sicher Geglaubtes dann doch nicht eintreffen kann.
Wie ist Eure Meinung dazu? Würdet Ihr als Politiker vor einer wichtigen Wahl irgendwelche Versprechen machen?
Eine umgekehrte Frage zu diesem Thema stellte ich ebenfalls:
7 Antworten
um der Welt zu demonstrieren, dass die Menschen nach wie vor darauf hereinfallen.
Die haben halt nichts vorzuweisen außer Versprechungen, die im Nachhinein noch als Absichtserklärungen entschuldigend verniedlicht werden, damiit die Wählertäuschung und die Wahllügen nicht so krass im Raum stehen, wenn denn nichts davon in Erfüllung geht.
Ich höre während des Wahlkampfes vor einer größeren Wahl ganz bewusst nur halbherzig hin und nehme nicht alles so ernst, was gesagt wird.
Wahlversprechen sind Absichtserklärungen. Die scheitern (leider) oft sehr schnell an der Realität oder geänderten Realitäten. Wer sie anders sieht, verkennt die Realität und die Möglichkeiten der Politik in einem demokratischen Staat, der auch noch international eingebunden ist.
Würden sie alle auf Biegen und Brechen durchgesetzt, hätten wir noch mehr Unsinn, wie z. B. damals das Mautgesetz.
Die Wähler erwarten es. Erinnere dich mal an die Bundestagswahl 1990. Kohl hat blühende Landschaften aus der Portokasse versprochen und Lafontaine ziemlich richtig gesagt, was passieren würde. Kohl hat deutlich gewonnen, obwohl jedem klar war, dass er Märchen erzählte.
Ich wähle keine der Parteien mehr aufgrund der gebrochenen Wahlversprechen.
Würdest Du als Politiker Wahlversprechen machen?
Ich meine, es geht ja auch für den Kandidaten um so Einiges. Theoretisch muss er abwägen, was er will: Entweder mehr an die eigene Karriere denken oder wohlweislich keine Versprechen machen, die ihm nach der Wahl ungünstige Konsequenzen einbringen könnten.