Wann bricht unser Sozialstaat zusammen?

22 Antworten

billige Propaganda. Die Kosten für den Sozialstaat sind in Relation zum Sozialprodukt nicht gestiegen. Wenn diese Irren allerdings künftig fast jeden zweiten Euro aus dem Haushalt für Rüstung wortwörtlich verpulvern wollen, wird alles andere nicht mehr finanzierbar sein.

Da beim Sozialstaat nicht viel zu holen ist (an die Subventionen für Reiche, die da auch drunter fallen, geht man grundsätzlich nicht ran. Dazu zählen z.B. "Elterngeld", die Zuschüsse zu privaten Solardächern/Elektroautos aus Steuermitteln uvm. Und bei den Ärmsten würde jede weitere Einsparung am Ende mehr Kosten verursachen), wird man an die Renten rangehen und die Kommunen weiter schröpfen.

An sich ist es aber auch ohne die Rüstungsmafia nicht rational erklärlich, warum der Sozialstaat fast nur von Lohnabhängigen bezahlt werden soll. Da müssten massiv die Kapitaleinkommen und Vermögen mit herangezogen werden. In der Schweiz geht das z.B. bei der Krankenkasse auch.


torirer 
Beitragsersteller
 12.11.2025, 16:44

Schon nach dem ersten Satz wusste ich, dass ich den Rest nicht mehr lesen muss.

Etwas weniger aka 50% des Budgets sind für Sozialleistungen, Gesundheit usw. Nach deiner Logik müsste fast der Rest für das Militär ausgegeben werden, aber es sind doch nur 15 %.

Und es geht um die Zukunft, nicht ob wir es uns am 12.12.2025 leisten können. Als der Generationsvertrag ins Spiel kam, hat man auch nicht die Münzen der Germaner gezählt.

MarkusJaja  12.11.2025, 22:22
@torirer
Etwas weniger aka 50% des Budgets sind für Sozialleistungen, Gesundheit usw. Nach deiner Logik müsste fast der Rest für das Militär ausgegeben werden, aber es sind doch nur 15 %.

ich sprach von "künftig". Das kannst du der Presse überall entnehmen. In wenigen Jahren will man 5% des Sozialprodukts, was knapp 50 % des Bundeshaushaltes entspricht, für Rüstung und Kriegsinfrastruktur verpulvern. Über die weiteren Folgen muss masn nicht viel sagen.

Und es geht um die Zukunft, nicht ob wir es uns am 12.12.2025 leisten können. Als der Generationsvertrag ins Spiel kam, hat man auch nicht die Münzen der Germaner gezählt.

was soll mir dieser Satz sagen? Natürlich geht es um die Zukunft. Es ist grundsärtlich genug Geld da, würde man Kapitaleinkommen ebenso heranziehen wie Löhne und "Sozialausgaben" für die obere Mittelschicht einstellen.

torirer 
Beitragsersteller
 13.11.2025, 00:02
@MarkusJaja

Das sagt niemand. Das ist das lächerliste was ich jemals gehört habe😂

MarkusJaja  13.11.2025, 00:31
@torirer

was denn genau? Nur weil die Konzernpresse etwas nicht sagt, ist das ja kein Argument

torirer 
Beitragsersteller
 13.11.2025, 07:53
@MarkusJaja

Weil es in keinem der Haushälte steht. Und weil so viele aufträge nicht vergeben wurden.

MarkusJaja  14.11.2025, 20:53
@torirer

es ist für die nächsten Jahre als Ziel angekündigt - "5% des Sozialprodukts", das entspricht knapp der Hälfte des Bundeshaushaltes

torirer 
Beitragsersteller
 15.11.2025, 02:20
@MarkusJaja

Du weißt schon dass das nur 219 Millionen wären oder?

MarkusJaja  15.11.2025, 19:50
@torirer

nein, wie kommst du auf diese abstruse Zahl? Reden wir hier von Deutschland oder Liechentstein?

torirer 
Beitragsersteller
 15.11.2025, 23:28
@MarkusJaja

4500 Milliarden beträgt das Bruttoinlandsprodukt. Etwas niedriger ist das Sozialprodukt was du meintest. Rechne davon mal 5 % und du wirst es verstehen.

torirer 
Beitragsersteller
 16.11.2025, 02:51
@MarkusJaja

Ja stimmt. Aber die 5% kommen nur durch die schulden zusammen. Also sind es eher 20-30% von den echten Bundeshaushalt.

Das kann ich nicht sagen. Aber lange wird es nicht gut gehen.

Alles Quatsch

Möglich ist ein Rückgang des BIP, derzeit haben wird aber nur Stagnation und Schwarzmaler die alles dramatisieren als ob wir kurz vor dem Untergang stehen.

Es kann nur verteilt werden was erwirtschaftet wird. Und wie die Umverteilung stattfindet, entscheidet die jeweilige Politik.

Man könnte eine Menge kürzen ohne dann etwas "zusammenbricht" ... von einem nur rudimentärem Sozialstaat wie in den USA sind wir meilenweit entfernt.


torirer 
Beitragsersteller
 12.11.2025, 20:01

Gut dann erklär mal wie sich die Renten in den nächsten 15 Jahren Finanzieren lassen. Aber bestimmt hast du das noch nie bedacht.

juergen63225  12.11.2025, 21:43
@torirer

Das war vor 15 oder 30 Jahren auch schon unmöglich.

Und Nobbi Blüm wurde angefeindet weil er immer gesagt hat, die Renten seinen sicher.

Alles wird zusammenbrechen, wenn keiner mehr Steuern zahlt das BIP zurückgeht und die Produktivität nicht steigt.

Bisher ist das aber nie der Fall gewesen, neue Technologien haben BIP und Wohlstand immer wachsen lassen und die Politik hat immer Lösungen gefunden, den Sozialstaat aufrecht zu halten. Vor 35 Jahren habe ich da auch gezweifelt, 15 Mio Bürger aufnehmen, die auch Rente bekommen wollten, unser teures Gesundheitssystem usw. .. Und ? Hat doch funktioniert. Auch nach dem Krieg, neue Währung, alles in Trümmern, und meine Grosseltern haben die Rente bekommen die sie in Reichsmark angespart hatten.

Reformen sind nötig, leider ist der Druck zu grossen Änderungen noch nicht gross genug, da machen die Parteien lieber wahlgeschenke. Aber es wird so kommen: wenn die Lebenserwartung steigt wird man das Renteneintrittsalter anheben müssen. Wenn zuwenig Wirtschaftswachstum müssen auch die Realrenten leiden.

Und wenn immer weniger arbeiten trotz florierender Wirschaft dank Robitik und KI ,, ja dann muss man eben auf eine andere Finanzierung umstellen... Alles machbar.

Und solange man nichts macht, zahlt entweder der Steuerzahler oder es werden Schulden gemacht, die Inflation bewirken, dann zahlen die Sparer ohne es zu merken weil ihnen ja kein Geld weggenommen wird. Darum ist das Gelddrucken die bequemste Lösung, letztlich das gleiche wie eine Vermögenssteuer bei Null Inflation.

torirer 
Beitragsersteller
 13.11.2025, 00:04
@juergen63225

Früher gab es auch viele Kinder und die menschen sind früh gestorben.

Es gibt lösungen und zwar Renteneintritsalter auf 70-75 Jahre verschieben.

Wenn die Ressourcen leer sind. Solange man genug Ressourcen, dazu zählen auch Arbeiter:innen hat, bricht da garnichts zusammen.


torirer 
Beitragsersteller
 31.08.2025, 11:57

Also meinst du sobald der Demographische Wandel noch spürbarer ist?

Ich habe keinen Zweifel daran, dass Merz weder in der Lage noch Willens ist, den deutschen Abstieg zu beenden. Der riesengroße Sozialstaat Wahnsinn ist nur ein Teil davon. Merz will Kanzler bleiben und gleichzeitig die AfD vollständig aus der Politik entfernen. Dazu benötigt er die Hilfe der SPD, Grünen und Linke und kann keine eigenständige Politik durchsetzen. Merz kann es definitiv nicht. Ansonsten würde er die Afghanistan-Flüge stoppen.

Darüber hinaus wäre es nur zu begrüßen, wenn das Ukraine-Hobby beiseite gelegt würde, verabschiedet und die realen Probleme im eigenen Land gelöst würden!

Solange die Brandmauer steht, geht gar nichts! Ob Merz danach der Richtige ist, möchte ich auch bezweifeln, da Opportunist Merz aus meiner Sicht in erster Linie an seine Kanzlerschaft denkt. Merz ist kein Ökonom sondern nur Wirtschaftsexperte. Ökonomen können rechnen und tun dies ständig, um ökonomische Modelle zu erstellen und komplexe Daten zu analysieren.


torirer 
Beitragsersteller
 12.11.2025, 20:02

Der Ukraine krieg ist leider kein Hobby. Da sterben wirklich menschen.

Erfinderisch  13.11.2025, 13:47
@torirer

Das tut mir leid, wenn da Menschen sterben. Deutschland hätte sich allerdings in den Krieg nicht einmischen dürfen!

torirer 
Beitragsersteller
 13.11.2025, 17:32
@Erfinderisch

Naja Putin führt indirekt Krieg mit der Nato. Die Ukraine hätte das ganze Land abgeben müssen. Nicht alle wollten Sklaven der Russen werden und lieber Sterben.

Erfinderisch  14.11.2025, 13:07
@torirer

Die NATO ist Russland militärisch überlegen, vor allem in Bezug auf die Ausgaben, die Truppenstärke und die technologische Ausstattung.

Wenn Du magst, kannst Du Dir gerne diese Frage noch einmal anschauen und die Diskussion zwischen XYZABC1234567 und mir nachverfolgen: https://www.gutefrage.net/diskussion/bundeswehr-aufstockung-soldaten

Das heutige Gebiet der Ukraine gehörte im Laufe der Geschichte zu verschiedenen Mächten. Über Jahrhunderte hinweg war es Teil des Russischen Reiches und später der Sowjetunion. Zuvor waren Teile des Landes im Königreich Polen-Litauen und in der Habsburgermonarchie. Der Vorläuferstaat, die Kiewer Rus, hatte eine gemeinsame Wurzel mit dem späteren Russland, der Ukraine und Belarus.

Manchmal kommt es mir so vor, dass wir schon viele Russen hier haben. Bedingt dadurch, dass bereits viele Russen in der Ukraine leben. Geschichtlich lässt sich verzeichnen, dass die Bevölkerung der ethnischen Russen in der Ukraine zunahm, aufgrund von Assimilation und Zuwanderung zwischen 1897 und 1939 trotz Hungersnot, Krieg und Revolution.  

Nein, ist nicht mein Ding. Deutschland hat einen Fehler gemacht!

torirer 
Beitragsersteller
 14.11.2025, 16:56
@Erfinderisch

Die Russen sind aber Strategisch unterlegen. Und Deutschland gehörte den Römern.

Polen auch teilweise uns wegen Hitler.

Es ist ein Krieg gegen den ganzen Westen.

Aufgeben ist halt nicht für alle befriedigend und schwach.