Hallo owltattoo,

du bist in den Zwiespalt zweier Kulturen geraten in dem du nun seelisch und körperlich zu zerbrechen drohst – wenn du nicht den Weg zu dir selber findest.

Du schreibst von der Kultur deiner Eltern als „unserer Kultur“. Dabei erlebst du ja ganz massiv, dass du auch von einer anderen Kultur geprägt wurdest.

Soviel ich weiß ist In der indischen Kultur die arrangierte Hochzeit üblich, bei der die Liebe zwischen den Partnern höchstens eine nachgeordnete Rolle spielt, während in Europa die Liebesheirat doch sicher der Normalfall ist.

Nun musst du mit deinen Erfahrungen und Gefühlen den Weg zu deinem eigenen Leben finden.

In der Kultur. der du auch zugehörst, die auch deine ist, wählst du den Menschen, den du liebst und den du heiraten möchtest.

Der Mann, der dir aufgezwungen wurde, hat keine Chance mit dir glücklich zu werden. Selbst wenn du dich aufopferst wirst du ihm nicht wirklich einen Gefallen tun. Und er wird sich auch nicht das Leben nehmen.

Du musst dich beraten lassen, wie du die Ehe schnell beenden kannst. Das bist du auch dem Mann schuldig, den du geheiratet hast.

Ich wünsche dir viel Kraft und liebevolle Unterstützung.

 

 

...zur Antwort

Nur Freunde oder doch etwas mehr?

Hi!

Ich habe eine Frage und zwar geht es um einen Jungen aus meiner Klasse (18), in welchen ich mich während eines Lagers verliebte. Ich bin mit ihm seit einem halben Jahr in der Schule, hatte bisjetzt aber nicht viel mit ihm zu tun und während dem Lager fiel uns auf, dass wir genau gleich denken, die selben Hobbies haben und die selben Ziele im Leben haben. Wir ergänzen uns super und können Stunden miteinander reden. 

Wir verbrachten die meiste Zeit zusammen und wenn wir nicht zusammen waren, oder ein anderes Programm hatten, schrieben wir miteinander. Manchmal auch wenn wir uns fürs Abendessen bereit machten und uns 5min später wieder sehen. 

Mir fällt es normalerweise sehr schwer mit Jungs zu schreiben oder auf sie zuzugehen, doch mit ihm ist alles irgendwie normal. Er ist allgemein ziemlich easy-going, aber ich habe das Gefühl es könnte etwas mehr sein. 

Wir flirten glaub manchmal etwas zusammen und als wir mehrmals einen Film schauten, berührten sich unsere Arme/Schultern die ganze Zeit. Er legte auch seine Hand zwischen uns und ich wusste nicht ob er schauen wollte, ob ich sie nehme oder so. 

Wenn wir in der Gruppe zusammen waren, sassen wir meistens zusammen und er redete immer mit mir. 

Im Restaurant ging er immer sofort fragen ob es etwas gibt was ich essen konnte, wegen einer Allergie. Auch hatte er mitbekommen, dass ich auf die Toilette musste, deshalb ging er den Tourführer fragen ob wir einen Toilettenstop machen können. Er bat mir sogar seine Jacke an als ich fror und hilft mir in einem Schulfach. 

Er ist wirklich richtig toll und ich mag ihn seit dieser Woche extrem gerne. 

Eine Freundin findet, wir flirteten die ganze Zeit zusammen, also halt mit den Blicken etc. 

eine andere findet er gibt sich ganz normal, aber sie hat nicht so Erfahrung mit Jungs... 

denkt ihr, er mag mich ebenfalls? 

Habt ihr Tipps für mich? Ich weiss total nicht was machen, da ich noch sehr unerfahren bin für mein Alter. 

Wie würde er zudem zeigen, dass ich mehr als nur eine sehr gute Freundin bin? 

...zur Frage

Hallo Littlebookgirl,

du schreibst:

Er ist wirklich richtig toll und ich mag ihn seit dieser Woche extrem gerne. 

Und dafür hat er dir ja auch schon gute Gründe gegeben!

Sei jetzt ihm gegenüber nur ganz du selber. Dann kannst du gar nichts falsch machen. Schwierig wird`s für dich doch erst, wenn du meinst, du musst jetzt geschickt taktieren.

Das habt ihr beide gar nicht nötig!

Viel Glück!

...zur Antwort

In unterschiedlichen Kulturen – das ist dir, Lara123952325, ja sicher auch klar - gibt es unterschiedliche Vorstellungen über die Rollen von Frauen und Männern.

Aber solche Vorstellungen verändern sich ständig. Und dabei gibt es innerhalb einer Nation, innerhalb eines Volkes auch riesige Unterschiede. Das merkst du ja vielleicht schon, wenn du deine eigenen Vorstellungen mit denen deiner Eltern vergleichst.

Ich glaube, dass Liebe eine gewaltige Kraft ist, die große Hindernisse überwinden kann. Aber manchmal kann sie leider auch blind machen.

Du bist jetzt 15 Jahre alt.

Wenn du mit „zusammen sein“ die Frage verbindest, ob ihr auch miteinander Sex haben könnt, dann müsstest du dir sicher sein, das er dich nicht „zum Ausprobieren braucht“, um später einmal eine kurdische Jungfrau zu heiraten.

Nimm dir viel Zeit, um seine Einstellungen zu Sex und Liebe wirklich kennen zu lernen.

Ist er sehr abhängig vom Urteil seiner vielleicht konservativ-traditionell eingestellten Eltern?

 Hat er seinen Eltern von dir erzählt und hast du mit ihm seine Eltern schon besucht? Oder hält er die Beziehung zu dir gar geheim?

Kannst du ganz sicher sein, dass er zu dir hält, wenn seine Eltern eure Beziehung verurteilen?

Erzählt ihr euch offen, welche Einstellungen eure Eltern zum Verhältnis zwischen Mann und Frau, zu Liebe und Sex vor und in der Ehe haben?

Es wäre ja wunderbar, wenn ihr gemeinsam zeigen könntet, dass junge Leute die Hindernisse zwischen den Kulturen überwinden können.

Aber das ist keine leichte Aufgabe.

Um deinen und vielleicht auch euren Weg zu finden, solltest Du dir oder solltet ihr euch viel, viel Zeit lassen. Dann habt ihr die Chance, euch und die jeweils andere Familie wirklich zu verstehen.

Das verlangt viel von euch.

Aber das ist gerade auch für dich und deine Zukunft sehr wichtig!

 

...zur Antwort

Freund auf datingportal?

Hallo, ich hab ein problem mit meinen freund.

Ich hab vor 5 tagen gesehn das er eine Datingapp auf seinen Handy hat. Was ja an sich nicht schlimm ist, wenn er sie nicht verwendet. Da ich auf Nummer sicher gehen wollte, hab ich mir dort ein Fakeprofil erstellt und ihn angeschrieben. Ich weiß das ist auch nicht ok, aber mich hat das ganze so beschäftigt, das ich nicht anders konnte. Jedenfalls hab ich ihn geschrieben und er hat mir geantwortet. Wir haben zuerst nur Smalltalk geführt, was ja an sich nicht schlimm ist. Jedenfalls hab ich nach 2 tagen gefragt ob er eine Freundin hat. Und er sagt nein er hätte gestern Schluss gemacht und dass sie nicht zu ihm gepasst hatte. Das hat mich schon ziemlich verletzt. Dann wollte er die Nummer die konnte ich ihn natürlich nicht geben. Daraufhin meinte er wir sollten uns treffen. Ich bin darauf eingegangen, weil ich wissen wollte ob er das wirklich macht. Jedenfalls hab ich nächsten tag das Treffen ausgemacht und ich bin zwar hingegangen hab mich aber versteckt, um zu sehen ob er wirklich kommt. Und er kam dann mit einer Blume. Ich war echt traurig, wollte ihn eigentlich auch zur Rede stellen hab es aber nicht geschafft. Ich hab ihn dann später getroffen. Er war sehr gestylt und hat sich das erste mal unten rasiert, ,was darauf schließt das et mehr wollte. Ich hab gemerkt dasich er frustriert war und wollte ihn eigentlich drauf ansprechen. Aber ich hab es nicht geschafft, weil ich eigentlich auch Vertrauensbruch begangen hab. Am liebsten würd ich mich trennen, ich weiß nicht ob ich ihn das verzeihen kann. Was meint ihr?

...zur Frage

Ist nicht Vertrauen, Luisalea793 , die Basis jeder wahrhaftigen Liebesbeziehung?

Das Vertrauen zwischen Euch ist - so mein Eindruck - schon zu Bruch gegangen bevor die Verlogenheit offen zu Tage trat.

Ich gehöre zu einer sich verabschiedenden Generation in der die Partner der Konvention folgend so manche Verlogenheit ertragen und sich hinter mühsam aufgebauten Kulissen versteckt haben.

Von der gesellschaftlich verankerten Verlogenheit habt ihr euch doch befreit, oder?

Aber mit Erstaunen, ja auch enttäuscht, muss ich nun sehen, wie das Gift des Misstrauens Beziehungen schwächt und zerstört, die doch vorgeblich selbstbestimmt, aufgeklärt und frei geschlossen wurden.

Übel – die Verlogenheit deines Freundes!

Verständlich – dein Misstrauen; aber übel ist es auch!

Warum muss er dir sein Interesse an anderen Frauen verheimlichen?

Warum musst du ihm nachspionieren?

Willkommen in der Welt der Moralvorstellungen eurer Großeltern!

Allerdings hättet ihr ja nun beide die Chance miteinander einen Schritt nach vorne zu tun.

Ihr setzt euch in ein Café und bestellt, was euch gut tut. Dann erzählst du ihm mit aller Lockerheit zu der du fähig bist, wie es kam, dass du dir ein Fakeprofil zugelegt hast.

Schade, dass du nicht den Mut hattest dir von ihm die Blume schenken zu lassen.

Versuche einfach ihn nicht zur Rede zu stellen sondern beguckt gemeinsam dieses Geflecht aus Misstrauen und Verlogenheit.

Könnte das nicht auch fast eine Komödie sein?

Anschließend könnt ihr euch ja vielleicht „im Guten“ trennen.

(Was ja vielleicht schon geschehen ist.)

Aber eventuell entdeckt ihr auch, dass ihr euch liebt und gemeinsam die Kraft des Vertrauens entdecken wollt.

Macht´s gut auf eure Weise!

...zur Antwort

Wenn deine Freundin dir „extremst“ auf die Nerven geht und du nun auch „extremst“ besorgt bist, dass sie schlecht von dir reden könnte und gar deinen Ruf an der Uni schädigt, du deshalb „die Sache so human wie möglich und gesichtswahrend über die Bühne bringen willst“, dann ist es von dir wirklich human, wenn du dich schnellstens von ihr trennst.

Sag ihr doch einfach, dass du fest davon überzeugt bist, dass sie sicher mühelos einen weniger egozentrischen Freund finden wird.

...zur Antwort

Vor dem Gesetz, HUNKPAPPA, sind alle Menschen gleich.

Das ist für manche schwer verständlich.

Wenn gegen kriminelle Ausländer demonstriert wird muss auch gegen kriminelle Deutsche demonstriert werden.

Wann haben denn die „besorgten Deutschstämmigen“ der AfD gegen die Kriminellen protestiert, die Ausländer überfallen und Flüchtlingsunterkünfte in Brand setzen?

...zur Antwort

Dann wäre ich eine einflussreiche Muslima, – vielleicht sogar mit Kopftuch – die sich dem Sufismus anschließen, die Machomänner in die Schranken weisen und alle frauen- und menschenfeindlichen Normen der Sharia verbieten würde.

...zur Antwort

Die Nationalsozialisten haben von Blut und Boden und den arischen Menschen geschwärmt.

Die AfD umgeht dieses Vokabular, agiert vorsichtiger, zeitgemäßer, um den Boden für eine neue Volksbewegung zu bereiten, die die „Altparteien“, die „Gutmenschen“, die „kulturell zurückgebliebenen Afrikaner“ wegfegt um so das Vaterland vor dem Untergang durch Überfremdung zu bewahren.

Nicht alle AfD Anhänger sind extremistische Nationalisten und Rassisten.

Nicht alle, die die NSDAP gewählt haben, waren extremistische Nationalisten und Rassisten.

Aber ein rhetorisch begabter Björn Höcke hat Recht, wenn er sagt, dass die AfD seinen Rauswurf nicht verkraften würde.

Um ihre gesellschaftspolitische Sprengkraft zu entfalten, braucht die AfD diejenigen, die gegen Flüchtlinge hetzen und eine zeitgemäß aufgepeppte Blut und Bodenideologie verkünden.

Aus der Vergangenheit nichts gelernt?

Ich glaube schon. Aber auch die Funktionäre der AfD haben dazugelernt.

Aber die 240 000 in Berlin stützen die Hoffnung, dass die AfD auch wieder zurückgedrängt werden kann - noch!

(Eine aktuelle Frage zu dem Thema wurde geschlossen, weshalb ich meine Antwort hier unterbringe.)

 

...zur Antwort

Ich vermute, Konohawirbel, dass dein Körper und dein Geist sich nicht so recht vertragen.

Dass die beiden nicht so gut miteinander auskommen, lag bei mir meist an der Fremdbestimmung durch die beruflichen Anforderungen oder aber auch an Beziehungsproblemen.

Um so ein Versöhnungsprogramm mit sich selbst auf den Weg zu bringen, gibt es sicher viele Wege. Und jeder muss seinen eigenen finden:

Bewegungs- und Atemübungen vor dem Schlafengehen und am Morgen.

Einen kurzen Mittagsschlaf.

Verschobene Gespräche führen.

Traumtagebuch schreiben.

Wenn es möglich ist ein paar Tage ganz ohne Wecker auskommen.

„Den Wecker seinen Weg quer durchs Zimmer nehmen lassen.“

Guten Morgen und einen versöhnlichen Tag!

...zur Antwort

Gerade gestern habe ich es mir angetan, eine Rede von Björn Höcke anzuhören. Mehrmals musste ich eine Pause eingelegen, um aufsteigende Übelkeit abklingen zu lassen.

Dieser Hetzer hat z.B. seine Zuhörerschaft gefragt, ob sie Schafe oder Wölfe sein wollen. Die Zuhörer, die immer wieder „Widerstand, Widerstand“ skandierten, waren sich natürlich einig, dass sie diejenigen sind, die die Schafe jagen und töten werden.

In einem Land, das mühsam das entsetzliche Erbe des Faschismus hinter sich gelassen hat, ist es glücklicherweise nicht so leicht, das Grauen am Ende der Weimarer Republik wieder aufleben zu lassen.

Drum beabsichtigt man zwar einerseits - z.B. durch Hetzkampagnen gegen Flüchtlinge - Menschenrechte außer Kraft zu setzen, bemüht sich aber strategisch um einen demokratischen Zuckerguss.

Herr Gauland ist hin und wieder für den Zuckerguss zuständig. Herr Höcke sagt, was AfD-Sache ist.

Wenn`s anderes wäre, wäre Herr Höcke schon lange nicht mehr Mitglied der AfD.

...zur Antwort

Hallo Topolino50,

bei meinem Wunsch dir zu antworten, stoße ich auf ein gewaltiges Problem:

Was ich dir antworten möchte, lässt sich nicht - oder höchstens unglaublich vage - in Worte fassen.

Du schreibst:

„Als Diagnose hab ich PTBS, borderline und schwere Depression.“

Du wirst psychiatrisch und therapeutisch begleitet, hast aber die Erfahrung machen müssen, dass die angebotenen Therapien dich nicht erreicht haben.

Angeblich hast du eine posttraumatische Belastungsstörung, hast eine schwere Depression und hast „borderline“.

Aber, bitte, wer bist du?!

Bitte rede dir nicht ein, dass deine Psyche kaputt ist!

Der, der du bist, schickt dir ein Leiden nach dem anderen, damit du "ihn" wahrnimmst. Aber es ist für dich furchtbar schwer die Sprache deiner Seele zu verstehen.

Du bist ein einmaliger Mensch und brauchst jemanden, der dich als einmaligen Menschen wahrnimmt.

Wenn´s uns gut geht, können wir selber dieser Mensch sein.

Aber wenn wir uns durch belastende Lebenserfahrungen von dem, was wir sind, in unserem Fühlen und Denken sehr weit entfernt haben, dann brauchen wir wohl jemanden, der den Übersetzer spielt, der dank seiner Einfühlung uns sagen kann, wer wir sind.

Ja, und wenn du so einen Menschen gefunden hast, dann sind die Worte gar nicht so wichtig. Im Gesicht des anderen siehst du, dass er/sie dich versteht.

Dann kannst du die Diagnosen vergessen.

Dann fühlst du, wer du bist und das es gut ist, wie du bist.

Aber auch wenn dir so ein Mensch noch nicht begegnet ist:

In einer ruhigen, angenehmen, entspannten Umgebung kann – zunächst vielleicht nur für einen ganz kurzen Augenblick – die Ahnung davon zu dir kommen.

Das wünsche ich dir!

...zur Antwort

Woher weißt du, kirby9, dass die taz im „Bürgerlichen Lager“ wenig gelesen wird?

Wo finde ich denn das „Bürgerliche Lager“?

Das ist mir leider gar nicht klar.

Nun gut, die taz kann mensch ruhig „links“ einordnen. Allerdings nur wenn mit „links“ gemeint ist:

Einstehen für Menschenrechte und Gerechtigkeit.

Meine Frau und ich haben jeden Morgen das Vergnügen uns an der humorvollen, engagierten Querdenkerrei zu erfreuen und manchmal auch zu ärgern.

Und wir wollen sie auch von Montag bis Samstag aus dem Briefkasten holen – obwohl wir befürchten, dass der Anteil an Recycle Papier gering ist.

Wirklich, wenn es die taz nicht gäbe, müsste sie schleunigst erfunden werden! 

...zur Antwort

Habe nun deine Frage, Licky1984, und die Kommentare gelesen.

Nun in Kürze was mir in den Sinn kam und vielleicht für dich nur Unsinn ist:

Unsere Alltagwelt ist oft ein sehr unwegsames Gelände. Oft türmen sich Hindernisse vor uns auf. Wir machen Versuche drüber zu klettern. Da fallen wir manchmal zu Boden rappeln uns auf, hoffen darauf, dass andere uns begleiten und unterstützen. Aber die sind selber mit so vielen Hindernissen beschäftigt, dass sie uns abwehren, zurückweisen.

Was bleibt?

Manchmal die durch Drogen erleichterte Flucht auf die Fantasieinsel!

Da fallen alle Hindernisse weg. Da kann alles sein:

Da sind wir Hexe oder Heilige, unsterblich oder schon gestorben, da sind wir Mensch oder „Nichtmensch“.

Kurz: Auf unserer Fantasieinsel sind wir eben ALLES.

Ist doch verständlich, dass wir nur sehr ungern diese Insel verlassen!

Aber leider sind wir ja auch dieser Leib aus der Alltagswelt, der umsorgt und geliebt sein will.

Von unserer Fantasiewelt wieder zurückkehren in die Alltagswelt – das ist nicht leicht!

Wir hatten ja kein Vertrauen mehr zu diesen schwierigen Verhältnissen.

Aber wenn wir zurückkehren wollen, brauchen wir Vertrauen.

Können wir auf eine Tätigkeit vertrauen, die uns gut tut? Oder können wir gar Vertrauen zu einem Menschen fassen, den wir gern haben, der uns gern hat?

 Sicher gibt es da viele Wege.

Vielleicht findest du den, der besonders gut zu dir passt.

 

...zur Antwort

Aus meiner Sicht betrachtet, hiitsmemyself:

Dieser Mann ist auf zeigemäße Art und Weise schwer gestört.

Du schreibst:

„Wir sind nicht zusammen, haben immer noch sex. Nun seit 3 Monaten.

Er sagte zu einer, dass zwischen uns nix ist, aber dass wir uns gut verstehen. Mehr nicht.“

Da möchte Huflattich entschieden widersprechen.

Mache dich nicht interessant, sondern mache, dass du wegkommst!

Wer seinen Sexkonsum so säuberlich von seinem „eigentlichen“ Leben

abtrennen kann, hat sich von einem „wahrhaftigen“ Leben sehr weit entfernt.

Das ist traurig für ihn aber unerträglich für dich, vermute ich einmal.

Ich wünsche dir eine Liebe, die den ganzen Menschen ergreift.

...zur Antwort

Es ist ja schon heftig, fatrin , was dir hier an Bemerkungen zugemutet wird, nachdem du dich vermutlich in einer ziemlichen Krise befindest und nach einem Ausweg suchst.

Ich nehme an, dass du auch schon selber Zweifel gehabt hast, ob du mit deiner Sinnsuche auf dem richtigen Weg warst.

Du hast ja lange Zeit in deiner Liebe zu einem Freund deinen Sinn gefunden. Den hast du nun verloren.

Drum lass dir jetzt Zeit!

Bestimmt hast du viele Möglichkeiten fürs sinnvolle Handeln.

Und ein Kind?

Ich vermute mal, dass du in Wirklichkeit sehr gern ein Kind mit einem Mann haben möchtest, den du liebst,.

Noch einmal: Lass dir Zeit!

Und noch einen Hinweis:

Ich weiß nicht, wie das technisch machbar ist, aber ich würde an deiner Stelle mein Profil löschen lassen.

Ich finde es problematisch wenn jeder User deine sehr persönlichen Fragen mit deinem Gesicht verbinden kann.

Findest du nicht auch, dass die Anonymität auf dieser Plattform sehr wichtig ist?

Du kannst dich ja dann mit einem neuen nickname und einem Bild, auf dem man dich nicht erkennen kann, wieder anmelden.

Alles Gute!

...zur Antwort

Ich bin 73 Jahre und alt.

Das kann ein beklemmender Zustand sein.

Um das bestätigt zu kommen, brauche ich nur die meisten hier versammelten Antworten zu lesen.

Da schreibt z.B. MusicMouse90:

„Wenn er anfängt vom Tod zu sprechen, wenn er nichts anderes mehr vor hat außer essen und schlafen, wenn Körper und Geist nicht mehr fit sind.“

Ja, ich spreche oft von der einzigen Gewissheit unseres Lebens, die mit so großer seelischer Anstrengung aus unserem Leben verdrängt wird. Mein Tod ist im Horizont meines Erlebens angekommen.

Ist das ein Gebrechen?

Gehört es nun wirklich zum Alter, dass ich nichts mehr habe außer Essen und Schlafen? Damit ist doch wohl eher mein Sterbeprozess gemeint.

Und wohl das schwierigste Thema beim Altwerden:

„Körper und Geist sind nicht mehr fit.“

Ich gebe zu, dass es in unserer Leistungs- und Konsumgesellschaft schwer ist, die Sinndimension des Alters zu begreifen.

Ein sehr alter Mensch, dem das Etikett „dement“ angeheftet wurde, hat mir beigebracht, dass die Türen nach Außen langsam zugehen - doch die nach Innen sich langsam öffnen.

Eine Gesellschaft, die jedoch die spirituelle Dimension menschlicher Existenz verleugnet, kann auf die Gewissheit des Alters und des Todes nur mit Verdrängung und schließlich mit Panik reagieren.

Das Elend findet dann den Höhepunkt und das baldige Ende, wenn die Messergebnisse anzeigen, dass wir austherapiert sind.

Das Alter, das uns den Blick auf das wahrhaft Lebenswichtige schenkt und die Ahnung vom „Drüberhinaus“, sollte gepflegt statt verdrängt werden.

Alt sind wir also in diesem Verständnis dann, wenn wir unser Leben im Rückblick verstanden und die Endlichkeit angenommen haben.

...zur Antwort

Mit Interesse und auch Bewunderung, 9Dunkelheit9, habe ich deine „hilfreichsten Antworten“ gelesen, wie klug und einfühlsam du vor dem Hintergrund deiner Lebenserfahrungen anderen geraten hast.

Ja, und wenn ich dann lese, wie du auch immer wieder achtsam mit dir selber umgehst, denke ich, dass du auch deinen Weg zu dir finden kannst.

Aber natürlich – uns am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen – da macht uns die Schwerkraft zu schaffen!

Habe mal eine gut erfundene Geschichte von ZEN-Mönchen gehört, die das Problem der Schwerkraft wohl bewältigt hatten.

Nach dem Bad hingen sie ihre Handtücher gerade in die Luft wo sie lustig flatterten ohne zu Boden zu fallen.

Dann aber sah ein Mönch einen Adler, der zu Boden stürzte und eine Maus als Beute packte.

„Die arme Maus!“ meinte er mitleidig und schwupps fiel sein Handtuch zu Boden …

Du fragst:

„Wie wird man "kühler" und lässt nicht mehr alles so nah an sich heran?“

 Ich vermute, dass diese ZEN-Geschichte deine Frage beantworten wollte.

Hätte das Handtuch weiterhin in der Luft geflattert wenn der Mönch kalt, mitleidslos gewesen wäre?

Nun, ich will diese Geschichte nicht breittreten, nur vermuten, dass das „Kühler-Werden“ nicht der und schon gar nicht dein richtiger Weg ist.

Ich glaube, deine Sensibilität ist nicht dein Problem.

Im Gegenteil: Ich habe den Eindruck dass sie sicher eine der wichtigsten und liebenswertesten Eigenschaften deiner Persönlichkeit ist.

Nur solltest du sozusagen in Begleitung deiner Sensibilität umziehen:

Aus der Seelenlandschaft einer vermutlich belasteten Vergangenheit in die, die dir vielleicht bei einem Waldspaziergang kurz begegnet ist:

Diese Landschaft des „Hier und Jetzt“ in der dich deine Sensibilität glücklich machen kann.

Die schwierige Aufgabe, uns von den Fesseln der Vergangenheit zu befreien, können wir – so meine ich erfahren zu haben - über „bewusstseinsverändernde“ Praktiken erreichen.

Wie du vielleicht weißt, hat Kabat Zinn solche Praktiken zusammengestellt und als MBSR (MINDFUL BASED STRESS REDUCTION) praktiziert und publiziert.

https://www.achtsamleben.at/anwendung/mbsr/

Nun gibt es ja inzwischen ein riesiges Angebot auf dem „Markt der Achtsamkeit“.

Die größte Schwierigkeit, um auf diesem Weg Heilung zu erleben, ist aus meiner Sicht das unterschiedliche „Zeiterleben“ unseres Körpers und unserer Seele.

Bis die im Bewusstsein angesteuerten Veränderungen in unserem Körper ankommen, dauert es meist viel länger als wir geduldig sein können.

Ich wünsche dir deshalb von Herzen, dass du mit viel Geduld und Ausdauer deinen Weg zu deiner Gegenwart entdeckst.

Viel Glück!

...zur Antwort

Ist Suizid aus rationalistischer Sicht invalid?

Vorab: Ich rede hier nicht von dem Suizid, der durch das Überbelasten unseres Nervensystems als Endlösung erscheinen kann.

Es geht bei meiner Überlegung um die Anwendung des Rationalismus. Als erstes werde ich die Voraussetzungen nennen, welche notwendig sind, bevor man sich meine Frage stellen würde.

  1. Man muss Atheist sein. Dies sollte klar sein.
  2. Naturalismus als Ideologie. Der Rationalismus setzt den Naturalismus voraus.
  3. Akzeptanz des ethischen Relativismus. Es geht mir hierbei vor allem darum, dass man akzeptiert, dass es in der Natur kein gut und böse gibt, sondern diese Werte erst mit irrationalen Ideologien erwachen.

Nun zum Problem: Der Rationalismus sagt uns, dass es keinen Unterschied zwischen existieren und nicht existieren gibt, denn der Überlebenswille ist irrationaler Natur. Das heisst, dass wenn man ganz nach dem Rationalismus leben wollen würde, dann gäbe es keinen Unterschied, ob man jetzt lebt oder nicht. Ein existierendes Wesen könnte also problemlos auf den Gedanken kommen, Suizid zu begehen.

Meine Kritik:

Wenn die Vorstellungen des Rationalismus der Wahrheit entsprechen, dann hat man der Gleichsetzung von Existenz und Nicht-Existenz nichts entgegenzusetzen. Jedoch verlangt der Rationalismus absolute Grössen, welche von den Naturwissenschaften nicht geliefert werden können. Theorien und sogar Fakten können sich ändern und sind somit nicht absolut gültig. Zudem fehlt ziemlich viel Wissen in vielen Bereichen. Dies hat dazu geführt, dass der Rationalismus heute anderst aussieht, wie er anfangs 20. Jahrhundert ausgesehen hat. Ausserdem ist davon auszugehen, dass er sich in 50 Jahren wieder vom heutigen unterscheiden wird.

Wenn Existieren und Nicht-Existieren gleichwertig sind, dann gibt es keinen Grund zu wechseln. Folglich ist Suizid invalid, da dies einen Grund voraussetzten würde. Über das erste Argument bzw. über die Gewichtung des ersten Arguments kann man debatieren, aber das hier, würde ich sagen, ist ziemlich stark.

Was meint ihr dazu?

...zur Frage

Sollte mein Leben, 752999752, mich vor die Frage stellen, ob es richtig wäre, es zu beenden, würden mich Lebenserfahrungen, Schicksalhaftes, Hoffnungen und Ängste, ... ausfüllen und meine Entscheidung bestimmen.

Ob mein Suizid aus rationalistischer Sicht invalide wäre?

Wenn ich denn könnte – noch im Grab würde ich mich mit einem Gähnen auf die andere Seite drehen.

...zur Antwort

Hallo xXMNMXx,

es gibt ja zum Glück noch Ärzte, die sich für ihre Patienten interessieren, sich gern viel Zeit für sie nehmen würden, weil sie davon überzeugt sind, dass auch einfühlsame Gespräche Heilung auf den Weg bringen können.

Aber diese Ärzte sind auch ökonomisch in einer äußerst schwierigen Lage. So bekommen sie ihren „Mehraufwand“ nicht bezahlt, da die vergütungsfähige Gesprächsdauer bei einem Allgemeinmediziner 10 Minuten kaum übersteigt. Die durchschnittliche Gesprächsdauer beträgt knapp acht Minuten.

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/aerzte-haben-laut-weltweiter-analyse-nur-wenige-minuten-pro-patient-a-1176897.html

Viele Schulmediziner halten diesen Zeitrahmen sicher auch für angemessen, da die Gerätemedizin „evidenzbasierte“ Diagnosen liefert, die die Beschäftigung mit Patientenäußerungen scheinbar nahezu überflüssig macht.

Das Geld im Gesundheitswesen sollte - so gesehen - also nicht für ineffektives Palaver zwischen Arzt und Patient vergeudet werden. Stattdessen geht es darum, sichere Diagnosen zu stellen. die – nicht zuletzt - eine rasche Verordnung der Produkte der Pharmaindustrie gewährleisten.

Die Pharmalobbyisten, die von den Pharmabetrieben finanzierten Drittmittel und Spenden beeinflussen unmittelbar den Lehrbetrieb der medizinischen Fakultäten und die eng getackteten Abläufe in den Arztpraxen.

Zweifellos gibt es zahlreiche Erkrankungen, bei denen kompetentes, rasches ärztliches Handeln angesagt und der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient von untergeordnet Rolle ist.

Aber eine lebensbegleitende Medizin hat nach meinem laienhaften Verständnis auch die Aufgabe, körpereigene Heilungsprozesse anzuregen, was für den Arzt auch bedeutet „lebensberatend“ tätig zu sein.

Es gibt inzwischen viele eindrucksvolle Belege für die erstaunlichen Wirkungen der in uns angelegten Heilkräfte.

Ärzte, die wirklich für ihre Patienten echtes Interesse haben, die sich ihnen mit Empathie und auf gleicher Augenhöhe zuwenden - sollten nicht gerade sie im Rahmen unseres Gesundheitswesens besonders gefördert werden?

Weil das aber kaum geschieht, müssen wir leider die Erfahrung machen, dass sehr viele Ärzte sich nicht mehr für uns als Menschen interessieren (können).

 

...zur Antwort