Stellen Radfahrer eine Gefahr für den Straßenverkehr dar?

Das Ergebnis basiert auf 61 Abstimmungen

Naja, ich sehe es anders 57%
Sie stellen definitiv eine Gefahr für den Straßenverkehr dar 25%
Sie nerven... 18%

25 Antworten

Naja, ich sehe es anders

Anstatt alle Radfahrer zu verdammen, sollte man lieber die, die sich daneben benehmen (und ja, davon gibt es leider viele) härter bestrafen und zur Verantwortung ziehen. Außerdem braucht es eine Reform der Radfahrprüfung mit einem verbindlichen Radfahr-Führerschein, der auch von der Polizei wie bei Autofahrern stichpunktartig kontrolliert wird.

Natürlich, so wie jeder Assi der sich im Straßenverkehr daneben benimmt. Für mich sind Radfahrer ebenfalls die Gruppe die am häufigsten Mist bauen. Trotzdem sind die, die es wirklich tun, immer noch nur ein kleiner Teil von allen Radfahrern.

Naja, ich sehe es anders

Man kann und darf mit Sicherheit nicht alle Radfahrer über einen Kamm scheren - deshalb die Antwort "ich sehe es anders...".

Tatsächlich ist es meiner Meinung nach aber so, dass sich sehr, sehr viele Radfahrer nicht an die Vorschriften halten. Dasselbe gilt übrigens auch für Motorradfahrer.

Und das ist durchaus logisch, denn der Mensch neigt dazu, seine Grenzen auszutesten und zu überschreiten, wenn er keine Bestrafung zu erwarten hat.
Und das ist bei Radfahrern wie auch Motorradfahrern ja der Fall. Ein Fehlverhalten der Radfahrer werden nur in den seltensten Fällen geahndet und Motorradfahrer haben ebenfalls wenig zu befürchten (weil sie vorne kein Kennzeichen haben, weil der Fahrer unter dem Helm nicht zu erkennen ist, weil sie durch Schnelligkeit und Wendigkeit der Polizei leicht entkommen können).

Autofahrer verhalten sich selbstverständlich auch nicht immer korrekt - als solcher muss man aber ständig damit rechnen, z.B. geblitzt oder auf Alkohol kontrolliert zu werden.

Naja, ich sehe es anders

Ja, es gibt Radfahrer, die fahren als gäbe es keine Verkehrsregeln und/oder als hätten sie einen akuten Todeswunsch. Dass das viel zu viele sind und diesbezüglich zu wenig durchgegriffen wird, da stimme ich absolut zu.

Und ja, es gibt Radfahrer, die auf Gehwegen fahren oder sich mit unangepasster Geschwindigkeit durch belebte Fußgängerzonen schlängeln, sodass sie Fußgänger in Gefahr bringen. Auch da stimme ich zu, dass das zu viele sind und zu wenig durchgegriffen wird.

Aber:

  1. Das sind bei Weitem nicht alle Radfahrer. Ob du nun bewusst alle Radfahrer über einen Kamm scherst oder ein Opfer der selektiven Wahrnehmung bist, es ist schlichtweg falsch, von "den Radfahrern" zu sprechen.
  2. Dass sich Radfahrer mit Autos anlegen, habe ich noch nie beobachtet. Dass Autos missachtet werden, klar. Aber dass ein Radfahrer bewusst ein Auto abdrängt oder dergleichen, passiert nicht. Schlichtweg, weil das Auto 20x schwerer ist als der Radfahrer samt Fahrrad.

Und spätestens dann, wenn ich mir überlege dass ich vorige Woche wieder von einem Autofahrer erst gefährlich überholt, danngeschnitten, ausgebremst und verbal angegangen wurde, nachdem ich absolut StVO-konform gefahren bin, frage ich mich ob jemand wie du, der einfach "alle Radfahrer sind scheiße" kolportiert, wirklich will dass Radfahrer regelkonform fahren. Wetten, der Mensch hätte es besser gefunden, wenn ich regelwidrig auf dem Gehweg gefahren wäre?

wenn du ständig mit allen Verkehrsteilnehmern Probleme hast, dann solltest du überlegen, ob es nicht an deiner Fahrweise liegt. Und das ist mit Sicherheit der Fall. Ich bin auch viel mit dem Auto unterwegs und habe wenig Probleme mit anderen Verkehrsteilnehmern. Und wenn ich mal 30 Sekunden hinter einem Radfahrer langsam hinterherfahren muss, dann ist es eben so. Der darf die Straße genauso benutzen. Du bist nicht der einzige Mensch auf der Welt. Kehr erst mal vor deiner eigenen Türe.

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@schachspiele937

Vielleicht solltest du das, was du kommentierst, vorher erstmal lesen.

Denn wenn du meine Antwort gelesen hättest, wäre dir aufgefallen dass

  • meine Antwort aus Sicht des Radfahrers geschrieben ist,
  • ich mitnichten "ständig" Probleme mit "allen" Verkehrsteilnehmern habe, sondern explizit darauf hinweise dass die problematischen Verkehrsteilnehmer nicht die überwigende Mehrheit sind,
  • ich eine einzelne schlechte Erfahrung mit einem anderen Verkehrsteilnehmer beschrieben habe.
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Naja, ich sehe es anders

Zu viele Radfahrer haben zu viel Sendungsbewusstsein und zu wenig Rücksicht, dazu kommt die faktische Nicht-Identifizierbarkeit. Um diesen Problemen Herr zu werden, brauchen wir eine Kennzeichenpflicht für Radfahrer - und für alle Räder mit Hilfsantrieb zusätzlich eine Versicherungspflicht, die sind so schwer und schnell wie Mofas, das ist nicht nachvollziehbar.

25km/h ist nicht schneller als andere Radfahrer. Gegen eine Kennteichnungs- und Versicherungspflicht steht, dass viele aktiven Radfahrer mehrere Räder haben. Ich habe eine Reihe "Besucherfahrräder" hier stehen. Diese müsste ich alle anmelden und versichern, damit gelegentlich mal jemand damit fahren darf. Das würde alles komplizierter und teurer machen.

Radfahrer, die dich nicht an die Regeln halten, müssten einfach nur direkt von der Polizei gestoppt werden.

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@spelman

Nette Illusion - schon in der Stadt kaum machbar, denn wie soll die Fußstreife in der Fußgängerzone den Rambo-Radler stellen, spätestens auf Wirtschaftswegen aber vollkommen unvorstellbar; und als ob sich solche Radler einfach anhalten ließen ...

Und Du müsstest nicht das Fahrrad, sondern Dich als Radler anmelden, da wäre auch ein Kennzeichen ausreichend - und Besucher müssten ein eigenes Kennzeichen haben ... so die denn ein Rad mit Hilfsantrieb nutzen.

Zudem darf man das nicht nur auf die Geschwindigkeit reduzieren, sondern muss einbeziehen, wie schnell diese erreicht und wie leicht diese gehalten werden kann, vor allem aber ist die weitaus größere Masse ein wichtiger Aspekt, weil das die Schwere der Verletzungen Dritter bei einem Unfall nachhaltig beeinflusst.

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@HugoHustensaft

"Und Du müsstest nicht das Fahrrad, sondern Dich als Radler anmelden" - brauch ich dann ein Kennzeichen auf der Jacke oder soll ich das an das jeweilige Fahrrad stecken? Dann müßte ja noch kontrolliert werden, dass die Kennzeichen korrekt sind, also viele zufällige Kontrollen durchgeführt werden.

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@spelman

Ein Steckplatz am Rad sollte machbar sein - und zur Not eben tatsächlich auf der Jacke, letztlich unwichtige Details. Und warum sollte man die Kennzeichen öfter kontrollieren als bei Autos? Im Zweifel hat der, dessen Kennzeichen getragen wird, erst einmal ein Problem - wie bei Autos und anderen Kfz. auch.

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@HugoHustensaft

Das Kennzeichen nichts bringen sehe ich jeden Tag an den Autos die trotz Kennzeichen beim Überholen keinen Abstand halten, die auf Radwegen parken die die Vorfahrt missachten

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@nobodyathome

Und warum? Weil nicht überwacht respektive privat angezeigt wird - heute einen Radler anzeigen zu wollen ist aber unmöglich, da nicht zu ermitteln ... Parken auf Radwegen lässt sich übrigens sehr einfach anzeigen und wird für den Fahrer und im Zweifel für den Halter, so sich der Fahrer nicht ermitteln lässt, richtig teuer.

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