Rauchmelder retten Leben, da sie frühzeitig Brandrauch melden und damit zum einen in der Wohnung schlafende Bewohner wecken, ehe diese am tödlichen Brandrauch ersticken und zweitens bei Mehrfamilienhäusern auch Nachbarn rechtzeitig warnen können. Von den erhaltenen Sachwerten bei frühzeitiger Entdeckung des Brandes will ich hier mal gar nicht anfangen. Bei Millionen von verbauten Rauchmeldern kann es natürlich immer auch mal zu einem Fehlalarm kommen. Technische Probleme, leere Batterien...

Aber: Der Rauchmelder kann nur Leben retten, wenn 1.) auch bemerkt und 2.) auch beachtet wird.

Stell Dir mal vor, es hätte in der Nachbarwohnung wirklich gebrannt - und Du hättest 2 Stunden lang gewartet und dann hier Deine Frage gestellt. Hätte sich in der Wohnung eine Person oder ein Tier aufgehalten, wäre das für diese auf jeden Fall tödlich ausgegangen. Zudem hätte sich das Feuer ungehindert ausbreiten können. Im besten Falle hätte es sich dann "nur" um einen Schwelbrand gehandelt, der sich aber sicherlich in Wänden und Decken bereits ausgebreitet und damit großen Schaden (auch in Deiner Wohnung!) angerichtet hätte. Bei offenen Flammen hätte die Wohnung längst in Vollbrand gestanden. Auch da wäre Deine benachbarte Wohnung sicherlich nicht schadenfrei aus der Sache herausgekommen.

Also, nächstes Mal, wenn ein Alarmsignal aus der Nachbarwohnung zu vernehmen ist, bitte wie folgt vorgehen:

  1. Sofort bei der Nachbarin/beim Nachbarn Sturm klingeln (schläft vielleicht tief und fest?)
  2. Wenn niemand öffnet, nach Anzeichen für einen Brand suchen: Riecht es verbrannt (Briefschlitz, wenn vorhanden?), ist die Tür oder vielleicht eine Wand zur Nachbarwohnung heiß? Ist evtl. über einen Balkon oder ein Fenster der Nachbarwohnung etwas zu sehen (Feuerschein, Rauch, ...)? > Wenn ja, dann sofort 112 rufen, die Nachbarn warnen und das Haus verlassen!
  3. Wenn nicht: Gibt es vielleicht jemanden mit einem Zweitschlüssel, der in kürzester Zeit vor Ort sein kann? Beispielsweise ein Nachbar, dem der Schlüssel anvertraut wurde oder ein vor Ort wohnender Hausmeister? > Dann mit diesem Wohnung vorsichtig (!) öffnen und gucken, ob es brennt.
  4. Wenn nicht: Umgehend Feuerwehr rufen. Die wird die Tür öffnen und die Wohnung kontrollieren. Und selbst dann, wenn es sich um einen Fehlalarm des Rauchmelders gehandelt hat (oder vielleicht der Alarm der auf Störung stehenden Heizung oder Gefriertruhe war oder meinetwegen auch ein Wecker), dann wird weder dem Anrufer noch dem abwesenden Bewohner daraus ein finanzieller Schaden entstehen. Also lieber einmal zu viel anrufen als einmal zu wenig!
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Hallo advents1234,

ich habe selbst viereinhalb Jahre lang berufsbegleitend neben meinem 40 Stunden Vollzeitjob studiert. Zwar nicht Maschinenbau, sondern Wirtschaft - aber ein berufsbegleitendes Studium ist so oder so eine sehr zeitintensive Angelegenheit. Der Vorteil ist, sofern man nach einigen Jahren Berufserfahrung ein artverwandtes Studium absolviert, dass man nicht "bei Null" anfängt, sondern auf Wissen und vor allem auch Erfahrung aufbaut. Das unterscheidet berufsbegleitende Studenten von Vollzeit-Studenten: Man kann das, was man im Studium gelernt hat, häufig sofort in der Praxis umsetzen. Man kann vieles herleiten und mit Dingen verknüpfen, die man schon einmal gesehen oder erlebt hat. Dadurch hat man direkt einen Bezug und kann sich das Wissen häufig viel einfacher und länger merken.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass man ein Studium neben dem Beruf durchaus schaffen kann. Man muss aber mit der richtigen Einstellung an die Sache heran gehen und man muss sich von vornherein bewusst sein, dass es ein "zweiter Job" ist, der locker 20-25 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt (Vorlesungen, Vor- und Nachbereitungen, Referate und Hausarbeiten) und vor allem in den Prüfungsphasen auch deutlich mehr. Das erfordert große Disziplin und Selbstorganisation. Wer das unterschätzt, der macht dann in der Regel nach einem oder spätestens zwei Semestern den Rückzieher. Ich persönlich hatte gar nicht einmal so das Problem damit, zwei Mal die Woche nach der Arbeit noch 3 bis 4 Stunden in der Uni zu sitzen. Und die Samstage... naja, andere müssen am Samstag auch arbeiten. Das Problem war dann eher, sich an den anderen "freien" Abenden nach 8 oder 9 Stunden Arbeit noch zu Hause an den Schreibtisch zu setzen und zu lernen - und nicht den Tag mit einem Bier vor dem TV ausklingen zu lassen. Und ein wenig Haushalt muss ja zwischendurch auch erledigt werden... Nicht selten habe ich also versucht, direkt nach der Arbeit noch 3 oder 4 Stunden zu lernen, wo ich noch einigermaßen "frisch" war, um mich dann zu späterer Stunde gegen 23 oder 24 Uhr nochmal kurz an die notwendigsten Hausarbeiten zu machen. Das Privatleben, Familie und Hobbies müssen dabei zwangsweise zurückstecken - wobei ich aber jedem empfehlen würde, schon noch an mindestens einem Hobby, beispielsweise Sport, festzuhalten, um einen Ausgleich zur "doppelten Arbeit" zu haben und zwischendurch mal der Arbeit entfliehen zu können. Aber man wird definitiv nicht an jeder Party im Freundeskreis teilnehmen können und opfert einen Großteil seines Urlaubs für das Studium.

Das berufsbegleitende Studium ist vom Aufwand her schon mit einer Techniker-Fortbildung, einem Fachwirt o.ä. vergleichbar - mit dem Unterschied, dass das Studium aber deutlich länger dauert. Und auch das kann ein Problem werden. Ich selbst hatte vor dem Studium mit dem Gedanken gespielt, meinen Fachwirt zu machen. Dann dachte ich irgendwann: "Die Wochenarbeitszeit ist fast derselbe, nur dass der Fachwirt 2, das Studium 4 bis 4,5 Jahre geht. Der Anfang wird das schwerste sein - und wenn Du 2 Jahre schaffst, dann schaffst Du auch 4". Unterm Strich kann ich das im Nachhinein bestätigen - allerdings bleibt bei der Doppelbelastung zwangsweise immer das ein oder andere liegen. Und es macht durchaus am Ende einen Unterschied, ob man nicht erledigte Dinge zwei oder vier Jahre lang vor sich herschiebt. Am Ende wird der Berg an nicht erledigten Dingen so hoch, dass man ewig braucht, um diesen nach Ende des Studiums wieder abzuarbeiten

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Hallo Noname2000000,

wie andere schon geschrieben haben, gibt es heute durchaus Möglichkeiten, ohne vorherige Berufsausbildung eine Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr zu beginnen. In dem Fall ist dann aber eine handwerkliche Grundasbildung in der BF-Ausbildung inbegriffen, durch die sich die Gesamtasbildungszeit verlängert.

Warum müssen nun BF'ler auf die ein oder andere Weise einen "zweiten" Beruf erlernt haben?

Nun, hierzu zwei Gedankenansätze:

  1. Die Arbeit eines Feuerwehrmanns bzw. einer Feuerwehrfrau unterscheidet sich in vielerei Hinsicht von anderen Berufen. Wenn ich als Journalist beispielsweise während meiner Arbeit Probleme mit meinem Computer habe, dann hole ich mir einen Fachmann aus der IT-Abteilung zur Hilfe. Das geht als Feuerwehrmann/-frau verständlicherweise meistens nicht. Einsätze sind fast immer zeitkritisch und man muss sich selbst zu helfen wissen, kann nicht auf "Fachleute" warten. Bei einem brennenden Gebäude mit Solaranlage auf dem Dach kann die Feuerwehr ebenso wenig auf einen Elektriker warten wie auf den Kfz-Mechatroniker bei Pkw-Unfällen. Durch die (vorrangig handwerklich oder technischen) Ausbildungen der Feuerwehrleute ist aber (fast) immer jemand zur Stelle, der sich in diesem oder jenem Bereich gut auskennt oder zumindest etwas ähnliches gelernt hat, auf Basis dessen er dann improvisieren kann. Das ist übrigens auch bei der freiwilligen Feuerwehr auch nicht anders - auch hier "lebt" die FF im Einsatzalltag von der Vielseitigkeit der zivilen Ausbildungen und Berufe ihrer Einsatzkräfte...
  2. Die Berufsfeuerwehr fährt in der Regel nicht pausenlos Einsätze. Zwischen den Einsätzen können durchaus auch mal einige einsatzfreie Stunden liegen. Neben Dienstsport, Aus- und Fortbildung können die Feuerwehrleute in der einsatzfreien Zeit deshalb auch zahlreiche Arbeiten z.B. an den Gebäuden, an den Geräten oder den Fahrzeugen übernehmen, für die dann keine Werkstatt oder ziviler Handwerker beauftragt werden muss, ersparen ihrem Arbeitgeber damit viel Geld.

Letztendlich ist es so, dass die Städte ihre Regeln selbst aufstellen, also auch festlegen können, welche Voraussetzungen ein Bewerber für eine BF-Ausbildung mitbringen muss. Und solange es einigermaßen genügend Bewerber gibt, kann man die Messlatte ohne Probleme höher legen und eine Ausbildung verlangen, welche für die spätere Arbeit als Feuerwehrman nützlich ist.

Davon abgesehen dürfen Minderjährige nur sehr eingeschränkt Einsätze fahren. Deshalb ist das Mindestalter für die Berufsfeuerwehren in der Regel 18 Jahre oder die Voraussetzung "eine abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung", was letztendlich auch auf 18+ (Schule, Berufsausbildung, BF-Ausbildung) hinausläuft (http://www.feuerwehrverband.de/fileadmin/Inhalt/FACHARBEIT/FB7_Sozialwesen/2016_03_DFV-Informationen_Altersgrenzen_JF_FF_BF_WF.pdf). Ein direkter Feuerwehreinstieg nach Hauptschulabschluss oder Mittlerer Reife (manchmal sogar nach Abitur) ist aufgrund der noch nicht erreichten Volljährigkeit also nicht möglich.

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Hallo MarijkeMarijke,

bei Sperrmüll wäre ich grundsätzlich extrem vorsichtig. Zunächst einmal ist auch das Bedienen am Sperrmüllhaufen Diebstahl, denn auch Müll stellt einen Wert dar, der jemandem gehört (dem Vorbesitzer, der den Müll dann an den zuständigen oder beauftragten Entsorger übergibt).

Zudem sollte man sich überlegen, warum der Kram auf dem Müll gelandet ist. Vor allem bei hochpreisigen Elektrogeräten. Niemand wird einen Backofen oder eine Mikrowelle wegwerfen, wenn dieser noch in Ordnung ist. Denn dann würde man diese entweder behalten oder aber verkaufen oder zum Verschenken anbieten...

Bei direktem Kontakt mit dem Verkäufer, sei es nun online per Ebay oder auf dem Flohmarkt, da ist es sicherlich immer in gewisser Weise ein Glücksspiel. Da gibt es viel gute Ware, aber eben auch ein paar "schwarze Schafe". Zumindest kann man Fragen zum Zustand, evtl. bekannten Fehlern und zur Herkunft stellen und dann "hoffen" (oder sich auf sein Gespür verlassen), dass der Verkäufer auch ehrlich ist.

Aber auch dann muss man berücksichtigen: Es handelt sich um gebrauchte Ware, die in unbekannter Menge genutzt und (mehrfach) transportiert worden ist und damit bereits einen Teil ihres Lebenszyklus hinter sich hat. Gerade günstige Geräte (Eierkocher, einfacher CD-Player, ...) "lohnen" sich kaum gebraucht zu kaufen. Da kann man dann lieber 10 EUR mehr ausgeben, hat ein Gerät mit maximaler Lebensdauer und Herstellergarantie.

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Hallo Totalausfall,

"Katwarn" selbst warnt ja nicht, sondern bietet lediglich eine Plattform für Behörden, damit diese regional vor besonderen Ereignissen warnen zu können.

Das hat zur Folge, dass es zum einen regional sehr unterschiedlich sein kann, vor welchen Gefahren gewarnt wird und zum anderen auch, wie oft Warnungen ausgesendet werden.

Bundesweit nutzt z.B. der Deutsche Wetterdienst Katwarn. Seitens der Bundesländer wird Karwarn derzeit nur von den Städten Berlin und Hamburg sowie den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland genutzt. Auf Ebene der Landkreise nutzen geschätzt 75 Städte und Kreise Katwarn, darunter meines Wissens nach kein einziger Landkreis aus Schleswig-Holstein. Entsprechend wirst Du vermutlich in Schleswig-Holstein ziemlich wenige Warnungen über Katwarn erhalten und z.B. in Rheinland-Pfalz oder Hessen deutlich mehr.

Und letztendlich ist es dann auch von Behörde zu Behörde verschieden, wie Karwarn genutzt wird. Der eine Landkreis oder die eine Leitstelle gibt nur akute Warnungen z.B. nach Chemieunfällen oder Großbränden heraus, der nächste warnt auch vor regionalen "Nahrungsmittelskandalen" oder gibt den witterungsbedingten Schulausfall bekannt.

Das Gegenstück zu Katwarn ist die NINA. Die bietet im Grunde genommen genau dasselbe wie Katwarn. Nur eben, dass Katwarn vom Fraunhofer Institut entwickelt worden ist und die NINA fast zeitgleich vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Bei uns wird z.B. von Leitstelle, Landkreis usw. die NINA genutzt. Dort habe ich zusätzlich zu den regelmäßigen Unwetterwarnungen des DWD im letzten Jahr drei Warnungen erhalten (2x Rauchentwicklung Türen und Fenster geschlossen halten sowie 1x Warnung vor vergifteten Lebensmitteln nach Erpressung einer Supermarktkette).

Das Problem bei der Sache ist eben, dass die eine Hälfte der Behörden mit Katwarn und die andere mit NINA arbeitet - und meines Wissens nach arbeitet lediglich der Deutsche Wetterdienst mit beiden Anbietern bzw. Apps. Das bedeutet, dass man, sofern man einigermaßen in Deutschland herum kommt, beide Apps installieren muss, um auch wirklich überall gewarnt zu werden.

Auf lange Sicht gesehen wäre es wirklich wünschenswert und sinnvoll, wenn beide Apps zu einer verschmelzen.

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Ja, in der Regel ist es bei den privaten Hochschulen tatsächlich so, dass Du durchgehend, also 6 Monate pro Semester, die Studiengebühren zu entrichten hast. Auch dann, wenn die tatsächliche Vorlesungszeit "nur" ca. 16/17 Wochen pro Semester beträgt.

Warum? Anders als in der Schule gibt es im Studium ja keine "Ferien", sondern lediglich eine "vorlesungsfreie Zeit". D.h., man studiert streng genommen auch während der vorlesungsfreien Zeit weiter. So fallen ja u.a. die Klausuren meist in die Zeit zwischen den Semestern, auch Hausarbeiten usw. werden hier gerne geschrieben. Dir stehen außerdem die Hochschuleinrichtungen wie Bibliothek, Online-(Lern-)Plattformen etc. weiter zur Verfügung und viele Hochschulen bieten in dieser Zeit auch Vorbereitungskurse, Seminare, Sprach- und Bildungsreisen oder sonstige unterstützende Maßnahmen an.

Es kann natürlich gut sein, dass es private Hochschulen gibt, die sich tatsächlich nur die Zeit der Vorlesungen bezahlen lassen. Da dürften die Monatsbeiträge dann aber so hoch sein, dass es am Ende auf dasselbe hinaus läuft. Denn die Unkosten der Hochschule (Gehälter, Gebäude, Ausstattung, ...) laufen ja auch während der "Semesterferien" weiter.

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Ganz schwieriges Thema, vor allem dann, wenn es sich nicht um kleine "private" Flächen handelt, sondern um landwirtschaftlich genutzte Ländereien.

Im Agrarrecht gilt für die Landpacht in der Regel bei unbefristeten Pachtverträgen eine Kündigungsfrist von 2 Jahren, wobei der Pächter unter bestimmten Voraussetzungen die Fortsetzung des Pachtvertrags verlangen kann (z.B. dann, wenn es ihm nicht möglich ist, andere Flächen zu pachten und der Verlust der Flächen den Fortbestand seines Betriebs gefährdet).

Siehe hierzu: https://www.anwalt24.de/lexikon/pacht_-_agrarrecht

Recht im Bereich der Landwirtschaft ist aber teilweise sehr kompliziert. Deshalb sollte hier immer ein Fachanwalt zu Rate gezogen werden.

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Hallo Tarnkaiser,

auf privatem Grund kannst Du im Grunde genommen tun und lassen, was Du willst. In Deiner Garage oder auf Deinem Grundstück kannst Du also auch z.B. ein Magnetblaulicht auf Deinem Pkw montieren und es sogar benutzen (jedenfalls solange der Straßenverkehr dadurch nicht beeinträchtigt wird).

Problematisch wird es, sobald Du mit Deinem Pkw dann den öffentlichen Verkehrsraum befährst.

Denn zunächst einmal besagt § 49a ff StVZO, dass ausschließlich zugelassene Beleuchtungseinrichtungen am Pkw zugelassen sind. Sprich: Ein Blaulicht auf dem Dach (ob nun genutzt oder nur ungenutzt zur "Deko") musst Du genehmigen lassen.

Diese Genehmigung wirst Du als Privatperson aber nicht bekommen, da § 52 StVZO regelt, wer berechtigt ist, nämlich ausschließlich Polizei, Zoll, BAG, Bundesamt für Flugunfalluntersuchung, Militär, Feuerwehr, Katastrophenschutzeinheiten, Unfallhilfswagen der Verkehrsbetriebe, Rettungsdienst und Krankentransport.

Wirst Du mit einem (fest installierten) Blaulicht o.ä. "erwischt", dann werden dafür meines Wissens nach 135 EUR sowie 1 Punkt in Flensburg fällig. Schlimmer noch: Die Betriebserlaubnis Deines Pkw erlischt - es wird also an Ort und Stelle stillgelegt, muss teuer abgeschleppt und zurückgebaut werden. Solltest Du einen Unfall bauen, wird es Probleme mit der Versicherung geben, da durch den Umbau die Betriebserlaubnis erloschen war.

Mit einem (nicht fest installierten) Magnetblaulicht kann es ebenfalls Probleme geben. Wenn Du es nutzt, verstößt Du gegen den § 38 StVO der besagt, dass nur berechtigte Personen Blaulicht (und Einsatzhorn) einsetzen dürfen, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten. Wirst Du also mit eingeschaltetem Blaulicht erwischt, dann fällt die Straße hier mit 20 EUR aber (leider) sehr knapp aus, zudem wird das Blaulicht eingezogen.

Allerdings kannst Du (und das selbst bei nicht eingeschaltetem Blaulicht) ggfs. auch wegen Amtsanmaßung nach § 132 StGB belangt werden. Bspw. hat das Kammergericht Berlin 2013 entschieden, dass eine Amtsanmaßung bereits dann vorliegt, wenn das äußere Erscheinungsbild des Fahrzeugs durch das verwendete Blaulicht auf dem ersten Blick an ein Zivilfahrzeug der Polizei erinnert. Je nach Folge der Amtsanmaßung kann das dann Geld- oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen.

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Hallo janhoizbauer,

wir nutzen seit rund 10 Jahren den Heros Xtreme mit der integrierten Lampe.
Bislang (fast) problemlos. Lediglich die allererste Charge der Helmlampen (wir haben die Wehr in drei Chargen über drei Jahre neu ausgestattet) hatte ein technisches Problem, so dass die Batterien jeweils bereits nach kurzer Zeit vollständig entladen waren. Über den Fachhändler haben wir damals die Lampen eingeschickt und dann repariert zurückbekommen.

Das von Dir geschilderte Problem klingt für mich entweder nach einem "klemmenden" Ein-/Ausschhaltknopf oder einem defekten Schalterkontakt.
Ich würde die je nach Alter einfach mal über den Lieferanten an den Hersteller einschicken. Vielleicht kann euer Gerätewart die auch selbst öffnen und ggfs. Schalter und Kontakte überprüfen und reinigen.

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Hallo LasersFragen,

an Deinem eigenen Pkw darfst Du tun und lassen, was Du willst. Jedenfalls solange es nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt wird (also auch nicht aus Deiner Garage zu einem anderen Parkplatz hin)

Sobald Du aber öffentlichen Verkehrsraum mit dem Pkw befährst, gilt in Bezug auf Deine Frage: Nein, darf man nicht.

Generell muss nämlich jede Beleuchtungseinrichtung am Fahrzeug zugelassen sein. Siehe hierzu §49a ff der StVZO:

(1) An Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein. Als lichttechnische Einrichtungen gelten auch Leuchtstoffe und rückstrahlende Mittel. Die lichttechnischen Einrichtungen müssen vorschriftsmäßig und fest angebracht sowie ständig betriebsfertig sein. 

Und als Privatperson wirst Du keine Zulassung für blaue LEDs erhalten, denn hier kommt wiederum §52 StVZO zum Tragen:

(3) Mit einer oder mehreren Kennleuchten für blaues Blinklicht - Rundumlicht - dürfen ausgerüstet sein:
1. Kraftfahrzeuge, die dem Vollzugsdienst der Polizei, der Militärpolizei, der Bundespolizei, des Zolldienstes, des Bundesamtes für Güterverkehr oder der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung dienen, insbesondere Kommando-, Streifen-, Mannschaftstransport-, Verkehrsunfall-, Mordkommissionsfahrzeuge,
2. Einsatz- und Kommando-Kraftfahrzeuge der Feuerwehren und der anderen Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes,
3. Kraftfahrzeuge, die nach dem Fahrzeugschein als Unfallhilfswagen öffentlicher Verkehrsbetriebe mit spurgeführten Fahrzeugen, einschließlich Oberleitungsomnibussen, anerkannt sind,
4. Kraftfahrzeuge des Rettungsdienstes, die für Krankentransport oder Notfallrettung besonders eingerichtet und nach dem Fahrzeugschein als Krankenkraftwagen anerkannt sind.

Zudem sind blaue Frontblitzer alleine selbst bei Einsatzfahrzeugen nicht gestattet, denn der o.g. §52 StVZO ergänzt diesbezüglich noch:

Kennleuchten für blaues Blinklicht mit einer Hauptabstrahlrichtung nach vorne oder nach hinten sind an Kraftfahrzeugen nach Satz 1 zulässig, jedoch bei mehrspurigen Fahrzeugen nur in Verbindung mit Kennleuchten für blaues Blinklicht - Rundumlicht -.

Was passiert nun, wenn Du doch mit der illegal verbauten Beleuchtungseinrichtung im Straßenverkehr erwischt wirst?
Natürlich drohen Punkte und Bußgeld (ca. 135 EUR, 1 Punkt, falls das noch aktuell ist). Schlimmer noch: Durch den Umbau erlischt die Betriebserlaubnis für Deinen Pkw, d.h. Dir wird die Weiterfahrt untersagt, der Wagen muss abgeschleppt und zurückgebaut werden. Sollte es vorher zu Unfällen o.ä. mit Deinem Auto kommen, kann das auch problematisch werden, da Versicherungen dann in der Regel nicht für Schäden aufkommen.

Solltest Du zudem dabei erwischt werden, wie Du das Blaulicht in öffentlichem Verkehrsraum nutzt, dann verstößt Du obendrein gegen §38 StVO:

(1) Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten.

Die Strafe hierfür ist mit 20 EUR zwar ziemlich gering, je nach Situation kannst Du aber auch wegen Amtsanmaßung nach §132 StGB belangt werden. Bspw. hat das Kammergericht Berlin 2013 entschieden, dass eine Amtsanmaßung bereits dann vorliegt, wenn das äußere Erscheinungsbild des Fahrzeugs durch das verwendete Blaulicht auf dem ersten Blick an ein Zivilfahrzeug der Polizei erinnert. Je nach Folge der Amtsanmaßung kann das dann Geld- oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen.

Übrigens: Auch der Parkplatz z.B. eines Supermarktes ist beispielsweise ein öffentlicher Verkehrsraum, wenn dieser nicht durch Tore, Ketten oder Schranken vom öffentlichen Verkehrsraum klar abgegrenzt ist.

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Hallo TheReaper467,

generell ist die Voraussetzung, bei einer Berufsfeuerwehr eine Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann absolvieren zu können, eine "der Feuerwehr förderliche Berufsausbildung" vorweisen zu können (bei einigen BF besteht heute auch die Möglichkeit, gänzlich ohne vorherige Berufsausbildung eine BF-Ausbildung zu beginnen - die Ausbildungsdauer verlängert sich dann entsprechend und beinhaltet eine handwerkliche Grundausbildung).

Unabhängig davon, ob die BF in ihrem Bereich auch im Rettungsdienst fährt, dürften meiner Meinung nach alle Berufsfeuerwehren Deutschlands eine abgeschlossene NFS-Ausbildung sehr wohl als "förderlich" ansehen, da man als Feuerwehrmann immer wieder mit Verletzten oder Erkrankten zu tun hat und oft den Rettungsdienst unterstützen muss.
Noch mehr dürfte Deine NFS-Ausbildung in den BFen zum Tragen kommen, die auch im Rettungsdienst fahren. In vielen BFen fahren die BF-Beamten sowohl im Löschzug als auch auf dem RTW - dort ist eine NFS-Ausbildung dann zusätzlich zur feuerwehrtechnischen Ausbildung sogar Voraussetzung und Du "sparst" Dir dann diesen Teil der Ausbildung.

Letztendlich stellt aber jede BF ihre eigenen Regeln auf. Du wirst also nicht drumherum kommen, bei allen für Dich in Frage kommenden BFen noch einmal gesondert nachzufragen bzw. Dich zu informieren (persönlich oder über das Web).

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Hallo Conni426,

wie andere schon geschrieben haben: Das entscheidet jede Feuerwehr für sich selbst.

Analog zur Einsatzabteilung sollte die "Schutzbekleidung" (also Hose, Blouson, Wetterschutzjacke, Stiefel, Helm und Handschuhe) eigentlich in der Garderobe im Feuerwehrhaus gelagert werden. Denn zum einen soll so durch die korrekte Lagerung eine möglichst lange Lebensdauer der Bekleidung erwirkt werden (UV-Einwirkung, Belüftung/Trocknung usw), vor allem aber zeigt es sich sonst immer wieder, dass Ausrüstungsteile von den Jugendlichen zu Hause vergessen werden und der Dienst dann ggfs. später beginnt oder der Jugendliche nicht mitmachen kann. Andere Dinge wie Pullover, T-Shirt usw. trägt man dann meist schon auf dem Weg von zu Hause zum Feuerwehrhaus.

Allerdigs haben lange nicht alle Feuerwehren und gerade Wehren mit kleinen und/oder älteren Feuerwehrhäusern ohne entsprechende Garderobe die Möglichkeit, die JF-Ausrüstung im Feuerwehrhaus unterzubrigen.

Zudem wird meist nur bei größeren Feuerwehren mit hauptamtlichem Personal und Industriewaschmaschinen die JF-Bekleidung durch die Feuerwehr gewaschen - der Normalfall ist eher, dass die Jugendlichen regelmäßig die Kleidung zum Waschen mit nach Hause nehmen.

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Hallo SELI410,

also zunächst einmal: Natürlich können Feuerwehrübungen durchaus auch am Samstag Mittag stattfinden. Die Sirene heult aber normalerweise nicht, wenn die Feuerwehr eine Übung abhält. Nur in ganz seltenen Fällen wird die Wehr zu einer geheimen Alarmübung gerufen - Sinn und Zweck ist es dann festzustellen, wie schnell die Wehr unter realen Einsatzbedingungen vor Ort ist und zu welcher Tageszeit wie viel Personal zur Verfügung steht.

Weiterhin ist es vielerorts sogar so, dass die Feuerwehr nicht einmal mehr per Sirene alarmiert wird. Heutztage werden ein Großteil der Feuerwehren "still" per analogem oder digitalem Funkmeldeempfänger (sog. "Pieper") und in immer weniger Orten wird die Feuerwehr ausschließlich per Sirene alarmiert. Wie das in eurem Ort ist, kann ich aus der Ferne natürlich nicht sagen ^^
Nachdem in den letzten 20/25 Jahren immer mehr Sirenen abgebaut worden sind, kehrt sich das aktuell gerade um: Sprich: Mehr und mehr Städte und Regionen setzen wieder auf das Sirenennetz, um ihre Bevölkerung im Notfall warnen zu können (Unwetter, Überflutung, Rauchwolke, Chemischer oder Atomarer Unfall, Amoklauf, Terroranschlag, ...).

Damit Sirenen im Fall der Fälle auch funktionieren, werden diese regelmäßig getestet. Wann das passiert, das ist sehr unterschiedlich. In einigen Regionen wöchentlich, in anderen monatlich... und manchmal auch nur einmal im Jahr oder noch seltener. Ich würde aber behaupten, dass sich mittlerweile in den meisten Regionen ein monatlicher Probealarm durchsetzt.

Zwar können die Sirenensignale regional abweichen, generell kennt man heute aber vier verschiedene Warntöne:

  • Alarmierung der Feuerwehr: 3-maliges Aufheulen innerhalb von einer Minute
  • Warnung der Bevölkerung: Eine Minute Heulton
  • Entwarnung: Eine Minute Dauerton
  • Probealarm: 1 kurzer Heuler (5 oder 10 Sekunden) (in manchen Regionen wird beim Probealarm auch das normale Signal zur Feuerwehr-Alarmieurng verwendet)
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Hallo megaboom12,

zunächst würde sich mir hier einmal die frage stellen, wer in diesem Falle das "KIT" ist. Denn anders als die Polizei oder die Feuerwehr ist ein Kriseninterventionsteam (KIT) ja keine fest stehende Organisation, sondern in der Regel das "Angebot" einer Hilfsorganisation, einer kirchlichen Einrichtung, eines gemeinnützigen Vereins oder ähnlichem, manchmal aber auch der Feuerwehr selbst.

Deshalb dürfte auch die Rechtsstellung je nach Organisation eine andere sein.

Prinzipiell würde ich jetzt wie folgt argumentieren, wenngleich mir hier leider die nötige Rechtssicherheit fehlt:
Sowohl Polizei als auch Feuerwehr sind staatliche Organisationen mit gesetzlichem Auftrag. Ihre Zuständigkeiten und Befugnisse sind in den verschiedenen Gesetzen und Verordnungen klar definiert. Je nach Lage (ist es ein Polizeieinsatz, bei dem die Feuerwehr unterstützt oder ein Feuerwehreinsatz, bei dem die Polizei unterstützt? - in diesem Zusammenhang folgender Link: http://feuerwehr-schmallenberg.de/wp-content/uploads/2016/12/Zuständigkeit-Suizid.pdf) hat eine von beiden die Einsatzleitung und damit das Sagen an der Einsatzstelle.

Das KIT ist meiner Meinung nach eine unterstützende Einheit ohne eigene Befugnisse, die auf Anforderung der Polizei und/oder Feuerwehr tätig wird.
Damit kann der Einsatzleiter, der die Verantwortung für den Einsatz trägt, das KIT auch jederzeit aus dem Einsatz entlassen.

Sollte der Einsatz am Ende schief gehen (in Deinem Fall: Die Person kann vom Sprung nicht abgehalten werden und wird (tödlich) verletzt), dann wird das natürlich so oder so Ermittlungen nach sich ziehen, in deren Verlauf auch der Einsatzleiter seine Entscheidungen erklären muss. Sofern er da nach bestem Wissen und Gewissen entschieden hat, dürfte ihm nichts vorzuhalten sein (in Deinem Fall war das Verhalten der KIT-Dame ja offensichtlich kontraproduktiv).

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Hallo Steini051103,

nein, die vorherige Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr ist keine Voraussetzung, um später auch Einsatzdienst in der freiwilligen Feuerwehr leisten zu können.

In Thüringen ist es möglich, mit 16 Jahren in die Einsatzabteilung aufgenommen zu werden. Allerdings ist dies sehr umstritten, da der Einsatz von Minderjährigen rechtlich nicht unproblematisch ist (Jugendschutz, Jugendarbeitsschutz, Aufsichtspflicht usw.). Deshalb kommt es immer auch auf die jeweilige Feuerwehr an, ob und wenn ja in wieweit sie 16- und 17-jährige auch tatsächlich aufnimmt und welche Aufgaben diese übernehmen können und dürfen. Nicht wenige setzen ein Alter von 18 Jahren voraus. In anderen Wehren kann man mit 16/17 Jahren an den Diensten teilnehmen und die Grundausbildung absolvieren, so dass man dann mit 18 Jahren und mit grundlegendem Wissen ausgestattet Einsätze fahren kann.

Andersfalls wäre es möglich, mit 15 Jahren in die Jugendfeuerwehr einzutreten und dort z.B. die Leistungsspange zu absolvieren. Diese "erspart" dann später bei der Übernahme in den Einsatzdienst mit 17 oder 18 Jahren einen Teil der Grundausbildung.

In der Freiwilligen Feuerwehr durchläufs Du am Anfang normalerweise eine ganze Reihe von "Grundausbildungen". Das sind die sogenannten Truppmann I und Truppmann II Lehrgänge, Sprechfunk und Truppführer. Normalerweise gehört, die entsprechende gesundheitliche Eignung vorausgesetzt, auch die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger dazu (in Berlin grundsätzlich). Alle weiteren Lehrgänge sind dann Speziallehrgänge, die man je nach persönlicher Neigung und Notwendigkeit in der Wehr absolviert. Dazu gehört beispielsweise die Ausbildung zum/zur Maschinisten/in, Lehrgänge im Bereich ABC-Schutz, Motorkettesägenführung, Sanitäter/in usw.

Was nun Deinen Wunsch angeht, Rüstwagen-Maschinist zu werden:
nun, das ist nicht so ganz einfach. Zunächst einmal muss es in Deiner Wehr auch einen Rüstwagen geben. Das ist nicht selbstverständlich, da das Standardfahrzeug der Feuerwehr das Lösch(gruppen)fahrzeug ist, dieses häufig als Hilfeleistungs-LF ausgelegt ist und Rüstwagen immer seltener werden bzw. nur bei größeren Wehren vorkommen.
Dann stellt sich die Frage, wie die Wehr organisiert ist. Gibt es eine feste Zuteilung des Personals zu den vorhandenen Fahrzeugen? Rotiert das Personal regelmäßig?

Einen speziellen Lehrgang "Maschinist für Rüstwagen" gibt es meines Wissens nach nicht. Der Umgang mit den typischen, kraftbetriebenen Geräten eines LF wird im Lehrgang "Maschinist/in" unterrichtet, ebenso das Thema "Einsatzfahrten". Wenn es bei Deiner Feuerwehr einen Rüstwagen gibt und Du als Maschinist für diesen vorgesehen bist, dann wirdt Du hierfür eine interne Einweisung erhalten. Voraussetzung wäre dann auch der entsprechende Führerschein. Und hier gehen die Wehren sehr unterschiedliche Wege... einige Kommunen zahlen den Lkw-Führerschein komplett (gegen eine mehrjährige Verpflichtungserklärung), andere zum Teil (Zuschuss), wieder andere gar nicht.

Insgesamt musst Du damit rechnen, dass es einige Jahre dauern wird, bis Du als Maschinist eingesetzt wirst. Denn zunächst einmal musst Du die normale Feuerwehrmannausbildung durchlaufen und Einsatzerfahrung sammeln, ehe Du dann durch Weiterbildung als Maschinist einsetzbar bist. Und das ist auch gut so. Denn als Maschinist bist Du vor allem während der Einsatzfahrt für das Fahrzeug verantwortlich. Da gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Und dazu brucht man einiges an Einsatzerfahrung, denn die Ruhe bekommt man erst durch Routine.

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Hallo ShabranDarr,

da gibt es verschiedene Möglichkeiten...

95% der Feuerwehrleute in Deutschland verrichten ihren Dienst ehrenamtlich und nebenberuflich in einer freiwilligen Feuerwehr (FF). Für den Dienst in der FF benötigst Du keine besonderen Vorkenntnisse, Du solltest nur einigermaßen fit und bereit sein, einen nicht unerheblichen Teil Deiner Freizeit für die Feuerwehr zu investieren. Die Ausbildung erfolgt in Form von Lehrgängen, die in der Regel abends und am Wochenende durchgeführt werden. Innerhalb der ersten fünf Jahre werden meist die wichtigsten Lehrgänge absolviert, danach dann je nach Interesse und Übernahme von Aufgaben und Ämtern Sonderlehrgänge und Führungslehrgänge. Bei Interesse am Einsatdienst der Freiwilligen Feuerwehr am besten einfach den für Dich örtlich zuständigen Wehrfüher, Kommandanten (oder wie auch immer der bei Euch heißt) kontaktieren. Meist findet sich der Kontakt im Internet, ansonsten kann die Stadt- oder Gemeindeverwaltung Auskunft geben.

Für die Berufsfeuerwehr (BF) wird in der Regel eine absolvierte Berufsausbildung in einem handwerklichen Beruf oder einem anderen Beruf, welcher der Feuerwehrarbeit nützlich ist, vorausgesetzt. Bei immer mehr BF besteht aber auch die Möglichkeit, ohne vorherige Berufsausbildung anzufangen, in de Fall verlängert sich die BF-Ausbildung dann und beinhaltet eine handwerkliche Grundausbildung. Nach der Bewerbung bei der entsprechenden BF muss man in der Regel eine Aufnahmeprüfung durchlaufen, die sowohl theoretisches und allgemeinbildendes Wissen als auch sportliche Leistung abfordert. Besteht man diese, folgt eine medizinische Untersuchung, ehe man eine Zusage erhält, eine Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann beginnen zu können.
Jede BF tickt ein wenig anders - auch hier empfiehlt es sich, auf den jeweiligen Webseiten der BF bzw. der Städte mit BF nachzusehen. Viele BF übernehmen auch den Regelrettungsdienst in ihrer Stadt, in vielen dieser BF wid der Berufsfeuerwehrmann dann zusätzlich auch noch zum Notfallsanitäter ausgebildet. Mit einem entsprechenden Ingenieursstudium kannst Du in der BF eine Karriere im gehobenenhöheren Dienst anstreben.
Beispiele findest Du hier: https://www.berliner-feuerwehr.de/karriere/ oder https://www.hamburg.de/feuerwehr/ausbildung-feuerwehr/

Letztendlich gibt es dann auch noch die Möglicheit, eine Ausbildung als Werkfeuerwehrmann zu absolvieren. Diese ähnelt der BF-Ausbildung, wobei häufig eine hadwerkliche Ausbildung inbegriffen und somit eine vorherige abgeschlossene Berufsausbildung nicht notwendig ist. Informationen findest Du z.B. hier: https://www.ausbildung.de/berufe/werkfeuerwehrmann/

Auch die Bundeswehr bietet die Möglichkeit der Ausbildung zum Feuerwehrmann im mitteren feuerwehrtechnischen Dienst, siehe hier: https://www.bundeswehrkarriere.de/mittlerer-technischer-verwaltungsdienst-fachrichtung-feuerwehr/138476

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Hallo Conni426,

ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du die Berufsfeuerwehr meinst, wenn Du von "Feuerwehr" sprichst?

Prinzipiell ist es so, dass die Berufsfeuerwehren eine zuvor abgeschlossene Berufsausbildung in einem "der Feuerwehr dienlichen Beruf" voraussetzen. Früher hat man da grundsätzlich von einer handwerklichen Ausbildung gesprochen. Das wird heute häufig ein wenig lockerer gesehen nd auch nicht-handwerkliche Berufe anerkannt, die in irgendeiner Form für die Feuerwehr nützlich sind. Eine "Ausbildung bei den Streitkräften" (was dort genau?) könnte dann unter Umständen ebenfalls anerkannt werden.

Teilweise ist es sogar möglich, komplett ohne vorherige Berufsausbildung die Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann zu beginnen. In diesem Fall verlängert sich die BF-Ausbildung dann und beinhaltet zusätzlich eine handwerkliche Grundausbildung.

Natürlich sind das aber nur die grundlegenden Voraussetzungen. Um eine BF-Ausbildung beginnen zu können, muss an zuvor noch einen umfangreichen Einstellungstest absolvieren und die gesundheitlchen Voraussetzungen erfüllen.

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Silvester: Seid ihr eigentlich auch gegen Böller und deshalb für ein Böllerverbot?

Die Deutsche Umwelthilfe fordert unter anderem ein Böllerverbot zumindest für Innenstädte.

Hier gelten ja bereits Verbote:

Bamberg: Der Bamberger Domplatz ist für Feuerwerk & Co. tabu. 

Bremen: Um das historische Rathaus zu schützen, gilt ein Verbot am Marktplatz. Zusätzlich wurde ein Gelände am Jonaplatz zur knallfreien Zone erklärt.

Celle, Goslar, Hameln, Hildesheim, Lüneburg, Quedlingburg, Straubing, Tübingen und Wolfenbüttel: Um ihre historischen Stadtkerne zu schützen, gelten hier überall Feuerwerksverbote für den Altstadtbereich. 

Dortmund: Erst vor wenigen Tagen brach in einem Einkaufszentrum in Dortmund eine Panik aus, nachdem Böller gezündet worden waren. Kein Wunder, dass die Stadt an ihrem Feuerwerksverbot festhält. Die genauen Regelungen dazu werden zwischen den Feiertagen bekannt gegeben. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Gegend um den Hauptbahnhof sowie belebte Plätze in der Innenstadt wie im Jahr zuvor feuerwerksfrei bleiben. 

Düsseldorf: In der Düsseldorfer Altstadt darf zwischen dem 31. Dezember um 20 Uhr und dem 1. Januar 2019 um 20 Uhr nicht geknallt werden.

Frankfurt am Main: Am Eisernen Steg herrscht in der Silvesternacht von 21 Uhr bis 3 Uhr ein Pyroverbot. 

Göttingen: Zum dritten Jahr infolge gilt ein Böllerverbot in der Innenstadt. 

Hannover: Die Hansestadt führt das Böllerverbot in diesem Jahr ein. Verboten sind Raketen und Böller in einem Teil der Innenstadt. "Wunderkerzen und Knallerbsen können mitgebracht werden, dann ist Schluss", sagte Ordnungsdezernent Axel von der Ohe der Deutschen Presse-Agentur. 

Köln: Nach den dramatischen Ereignissen in der Silvesternacht 2015/2016 sprach die Stadt Köln eine Feuerwerk-Verbotszone im Umfeld des Doms aus. In diesem Jahr wird diese Zone zwischen 22 und 2 Uhr auch um Teile der Marzellenstraße und der Komödienstraße erweitert.

Landshut: Zur knallerfreier Zone wurde Burg Trausnitz erklärt. 

München: Ein striktes Böllerverbot gilt für das Schloss Nymphenburg, die Residenz wird ab 23 Uhr sogar gesperrt. Schutzabstände müssen im Englischen Garten eingehalten werden. 

Nürnberg: Böllerverbot rund um die Burg. 

Stuttgart: keine Böller zünden darf man beim Schloss Solitude und der Grabkapelle auf dem Württemberg.

Würzburg: Wer 2019 mit Rakete begrüßen will, darf nicht auf den Residenzplatz.

Quelle:
https://www.wunderweib.de/boellerverbot-kein-feuerwerk-an-silvester-in-diesen-staedten-106306.html

Wie seht ihr das so?

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Teils, teils, hat alles zwei Seiten ....

Schwierig, sehr schwierig...

Auf der einen Seite muss man sehen, dass Feuerwerk (zur Begrüßung des neuen Jahres, zur Vertreibung der Wintergeister, ...) z.T. eine jahrhundertealte Tradition hat. Genauso wie die vielen Brauchtumsfeuer (Osterfeuer, Biikebrennen, Mittsommernacht, ...).

Vom Umweltgedanken her würde ich sagen, diese "eine Nacht" schadet der Umwelt nun nicht übermäßig. Da müsste man eher an anderen Stellschrauben drehen (Industrie, Auto- und Flugverkehr, Müllentsorgung usw.). Wohl aber könnte man gut und gerne (und ohne großen Aufwand) auf Kunststoffe im Feuerwerk verzichten, z.B. Verschlusskappen und Umverpackungen usw.

Als aktiver Feuerwehrmann sehe ich auf der anderen Seite aber auch die Gefahren, die mit dem Feuerwerk bzw. dem unsachgemäßen Umgang damit einhergehen. Gerade dann, wenn Alkohol im Spiel ist und/oder übermütige Jugendliche damit hantieren (und ja, auch ich habe als Jugendlicher gerne Böller und Raketen abgebrannt und war da sicherlich auch nicht immer so vorsichtig, wie es nötig gewesen wäre...). In jedem Jahr gibt es unzählige schwere und schwerste Verletzungen durch unsachgemäßen Umgang und manchmal auch Fehlfunktion.
Und leider hält sich auch kaum jemand an Sicherheitsabstände und Abbrennverbote. In Norddeutschland gibt es beispielsweise noch sehr viele Reetdachhäuser und Fachwerkhäuser. Hier gibt es teilweise generelle Abbrennverbote und teilweise Schutzzonen von 200 Metern um gefährdete Gebäude. Leider hält sich da kaum jemand dran... immer wieder hört man Sprüche wie "Ach, ich passe schon auf..." oder "Ich mache das seit 30 Jahren und da ist noch nie was passiert...". Und doch haben in den letzten 10 Jahren gleich zwei Bekannte von mir ihr Haus durch Silvesterraketen verloren. In jeder Silvesternacht fahren die Feuerwehren unzählige Einsätze - in den meisten Fällen glücklicherweise erfolgreich, ehe das Feuer sich ausbreiten und größeren Schaden anrichten kann.
Auch 10.000 EUR Strafe schrecken da leider nicht ab, denn die Chance, erwischt zu werden, ist gering. Die Polizei kann schließlich nicht überall zur selben Zeit sein und hat in der Silvesternacht eh schon alle Hände voll zu tun.

Verbote allein bringen also nicht allzu viel. Man müsste da an ganz anderer Stelle anpacken und den Verkauf von Feuerwerk verbieten und verhindern.
Vielleicht mit großen Feuerwerken, von ausgebildeten Feuerwerkern abgefeuert, an zentralen Stellen.

Und vom sozialen Gedanken her: Es ist in der Summe schon beängstigend, wie viel Geld in Deutschland in jedem Jahr für Feuerwerk ausgegeben wird, dass dann in der Regel in wenigen Minuten bzw. Stunden sprichwörtlich verballert wird. Und das, während auf der anderen Seite so viel Armut nicht nur in der Welt, sondern auch direkt vor Ort herrscht. Das macht schon nachdenklich. Aber der Mensch ist nun einmal Egoist... jedenfalls die meisten von uns.

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Hallo Bayern2721900,

zunächst stellt sich mal die Frage, wer in diesem Fall "man" ist.

Als private Feuerwehr, also Werk- und Betriebsfeuerwehr, musst Du lediglich Deinen Betrieb von der Notwendigkeit eines neuen Fahrzeugs überzeugen. Der kann sich dann an einen Händler seines Vertrauens wenden und das Fahrzeug nach seinen Wünschen bestellen.

Als öffentliche Feuerwehr, also freiwillige Feuerwehr oder Berufsfeuerwehr, sieht das leider ein wenig anders aus. Hier muss der Stadt- oder Gemeinderat die entsprechenden Beschlüsse zur Neubeschaffung und Auftragsvergabe fassen.

Am Beispiel der freiwilligen Feuerwehr funktioniert eine Fahrzeugbeschaffung normalerweise wie folgt:

  • Die Wehrführung meldet den Bedarf beim Stadt- oder Gemeinderat an
  • Der Stadt- oder Gemeinderat berät über die Anschaffung und fasst die entsprechenden Beschlüsse (Grundsatzbeschluss zur Anschaffung eines neuen Fahrzeugs und Bereitstellen der notwendigen finanziellen Mittel im Haushalt)
  • Die kommunale Verwaltung stellt unter Mitwirkung der Wehr ein Leistungsverzeichnis auf. Dies wird entweder von der Verwaltung selbst erledigt, aufgrund von ständig steigenden Anforderungen und sich ändernden gesetzlichen Vorgaben werden aber oft externe Ausschreibungsbüros (KUBUS, SoFah, AFTAF, Zawadke, BFT, ...)
  • Das Fahrzeug wird europaweit ausgeschrieben. Entweder in einem Los als "Komplettpaket" oder aufgeteilt in verschiedene Lose, z.B. Fahrgestell, feuerwehrtechnischer Auf- und Ausbau und Beadung/Ausrüstung. Die Ausschreibung erfolgt ebenfalls durch die Verwaltung oder das Ausschreibungsbüro.
  • Durch die Verwaltung und/oder das Ausschreibungsbüro werden die eingegangenen Angebote der Hersteller gesichtet und nach einem Punktesystem bewertet, wobei die Gemeinde bzw. Wehr Prioritäten legen kann (z.B. Priorität auf Preis oder Ersatzteileverfügbarkeit).
  • Auf Basis dieser Bewertung fällt der Stadt- oder Gemeinderat dann Beschlüsse zur Auftragsvergabe.
  • Die Verwaltung erteilt die Auftragsvergabe an den oder die Hersteller
  • Zudem stellt die kommunale Verwaltung Anträge auf Bezschussung der Fahrzeuge z.B. beim zuständigen Landkreis (Brandschutzsteuer)

Von der ersten Überlegung bis zur Auslieferung/Indienststellung vergehen gerade bei größeren Einsatzfahrzeugen wie LF oder TLF gut und gerne mal ein paar Jahre. Für Leistungsverzeichnis, Ausschreibungen und Beschlüsse kann man ca. 1 Jahr einplanen mit Einhaltung der entsprechenden Fristen. Bauzeit für ein LF z. Zt. auch ca. 0,75 bis 1,5 Jahre. Am längsten dauert aber meist die Zeit der Vorplanung und Vorbereitung in der Wehr und im Stadt-/Gemeinderat. Denn in Zeiten klammer Kassen muss man den Kommunalpolitikern schon gute Argumente für eine Neubeschaffung bieten. Und selbst dann ist es manchmal nicht möglich, das benötigte Geld auch bereitzustellen. Bedenken muss man auch dass eine Stadt oder Gemeinde ihren Haushalt nicht spontan plant, sondern bereits im vorhergehenden Jahr. D.h., Ausgaben für 2020 müssen bereits 2019 für den kommenden Haushalt eingeplant und entsprechend weit vorher berantragt werden.

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Hallo implying,

bei den meisten Flughafenfeuerwehren großer deutscher Verkehrsflughäfen (Ausahme: Stuttgart) handelt es sich um Werkfeuerwehren.

Die Flughafenfeuerwehren haben dabei weitaus mehr zu tun, als bei Flugzeugabstürzen oder Notlandungen einzugreifen. Sie sind in ihrem Bereich für alle Arten von Einsätzen zuständig, die außerhalb des Flughafens von den öffentlichen Feuerwehren (BF und FF) abgearbeitet werden. Dazu gehören Ölspuren genauso wie Gefahrguteinsätze (Transportgut und Flughafenbetrieb), technische Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen (z.B. Zubringerstraßen zum Flughafen), Hilfe bei Arbeitsunfällen, Befreiung von Personen aus festsitzenden Fahrstühlen und jede Art von Bränden, wozu z.B. auch Brandmelderalarme. In Frankfurt/M. ist die Flughafenfeuerwehr beispielsweise für einen Autobahnabschnitt sowie für einen Bahnhof in direkter Nähe verantwortlich.

Und das ist nicht zu unterschätzen, auf einem Flughafen halten sich ständig mehr Menschen auf als in den meisten Kleinstädten (Passagiere, Mitarbeiter, Lieferanten, ...). Ein Flughafen wie Hamburg bringt etwa 3.000 Feuerwehreinsätze mit sich (inkl. medizinischen Notfällen), Frankfurt/M. noch bedeutend mehr.

Zudem wird die Flughafenfeuerwehr auf Anforderung auch auch außerhalb ihres eigenen Zuständigkeitsbereichs tätig.

Und als Werkfeuerwehr kann der Betrieb seiner Feuerwehr auch noch weitere Aufgaben zuweisen. So ist die Flughafenfeuerwehr bspw. für den vorbeugenden Brandschutz auf de Flughafengeläde zuständig, die WF kann die Feuerlöscher mehrere tausend) warten, die Mitarbeiter in Sachen Brandschutz schulen usw.
Manchmal verfügen die Flughäfen auch über besondere Übungsanlagen, in denen sie "fremde" Feuerwehrleute aus dem In- und Ausland ausbilden. Und z.B. FFM bietet durch die WF auch Flugzeugbergungen nach Unfällen außerhalb des eigenen Geländes als Dienstleistung an.

Kleiner Tipp: Gerade zum Flughafen FFM gibt es im Internet bei youtube verschiedene Reportagen über die Flughafenfeuerwehr aus verschiedenen Jahren.

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