Steile These: Veganismus ist elitär?

24 Antworten

Fun Fact: Veganer und Vegetarier sehen sich auch sehr oft mit Menschen konfrontiert, die ihnen erzählen wollen was sie falsch machen, wie verantwortungslos und dumm sie sind, Witze über sie reißen, ihnen Sprüche drücken usw. Es gibt so viele Menschen die sich über Fleisch essen definieren, denken das sei männlich, würde stark machen usw. Es gibt sogar Leute, die richtig aggressiv werden und sich schon missioniert fühlen wenn nebenbei raus kommt, dass man sich vegan/vegetarisch ernährt. Bisher mache ich (lebe vegetarisch) die Erfahrung, dass vor allem Fleischesser mir komische Gespräche aufdrücken. Das ist echt abgefahren.

Im Grunde ist es so, dass sich viele Meschen schlicht gar nicht so richtig mit der Materie auseinander setzen aber darüber reden wollen. So diskutiert man oft auf einer schiefen Grundlage, der Gegenüber fühlt sich schnell belehrt und die moralische Sache ist natürlich unangenehm. Ich kann das recht gut beurteilen weil ich auch mal so eine war, die dachte gut informiert zu sein. Ich war zwar nicht schlecht informiert aber eben doch nicht wirklich tief im Thema drin.

Sicher gibt es auch nervige Veganer. Ich hatte zwei Gespräche mit Veganern, die ins Missionieren und Moralische ging bzw. sie mir Sachen aufschwätzen wollten, die ich schon weiß und über die ich mir auch Gedanken mache. Zugehört wurde mir nicht mehr. Das ist blöd aber manche Menschen sind eben so. In der deutlichen Mehrzahl werde ich aber nicht von Veganern missioniert. Im Gegenteil.

Ich kenne Deine Mitbewohnerin nicht. Du solltest aber unterscheiden zwischen einem menschlichen Defizit und einem "Veganer Problem".

Ich denke, dass es einem gewissen Wohlstand und auch Bildungsniveau geschuldet ist, wenn man sich so mit seiner Ernährung auseinander setzen kann. Man hat weniger andere Sorgen und viele Alternativen. Aber nicht im Gegensatz zu einem Arbeitslosen sondern im Gegensatz zu dritte Welt Ländern. Sich vegetarisch und vegan zu ernähren ist kein bisschen teurer. Es ist sogar günstiger. Kommt eben immer darauf an, wie man es macht.

LG

Die Leute verbinden mit Vegan, Veggieday und damit Fleischverbot.

Und nichts hasst man mehr als Verbote, ich übrigens auch.

0
@spiegeIzelt

Kann mit rein spielen aber ist eben sehr unterschiedlich, was die Leute antreibt. Sich aber bedroht zu fühlen, wo keine Bedrohung ist, deutet schon eine bisschen Paranoia an ;-)

1
@spiegeIzelt

Fleischverbot - Bullshit !

Beim Vorschlag des sog. "Veggieday" war das Anliegen, freiwillig an einem Tag der Woche auf Fleisch zu verzichten !

Wo sind denn all diejenigen, die ach so vehement eintreten für den "Sonntagsbraten" und für "Fleisch als etwas Besonderes" ??

Wird es allerdings ernst mit ihrer Forderung - bzw. betrifft es sie persönlich, - schreien sie plötzlich laut von wegen "Veggiediktatur", "Fleischverbot" usw...

Aber für alle sie gilt "natürlich" das Motto:

  • "Hey Veganer, ich esse auch nur ganz wenig Fleisch (vom Metzger meines Vertrauens!)"

Youtube-Video von "Der Artgenosse"

Ich frag` mich regelmäßig:

Wo - zum Kuckuck - sind alle diese bewussten Fleischesser ?

Wo doch immer noch annähernd 99 % des Fleisches aus quälerischer Massentierhaltung stammt !

0
@Honeysuckle18

Bei mir bist du da an der falschen Adresse ich kann mir nur das billigste Fleisch leisten.

0
@Honeysuckle18

Ein Straßenfest ohne Fleisch - ausgerichtet an EINEM Tag des Jahres...

Ausgerichtet und durchgeführt von EINEM Umweltverein zum "Tag der Erde" ...

Für wenige Stunden, in EINER Straße EINER Kleinstadt in Hessen...

Ohne Fleisch, um authentisch rüberzukommen...

Freiwillige Teilnahme der Besucher vorausgesetzt...

Den Shitstorm zu dieser Idee kannste dir nicht ausdenken - aber hier nachlesen:

  • "Ein Straßenfest ohne Fleisch ? Ist das noch natürlich oder voller Chemie ?"

Zu finden auf dem Blog von "Der Graslutscher"

0

Veganismus, Vegetarismus, Minimalismus und Postwachstumsökonomie würden in der Tat viele Probleme lösen.

Da ich selbst Hühner habe, kann ich dir sagen, wenn ich das Getreide, was die Hühner fressen, selbst zu meiner Ernährung nutzen würde, käme ich vom satt werden sehr viel weiter als mit den paar Eiern. Eier z.B. sind daher ein Luxus.

Auf dem Standpunkt zu stehen, dass für jeden immer alles und in verschwenderischem Maße zur Verfügung stehen soll, ist Teil des Problems und nicht Teil der Lösung.

Ich halte den "kategorischen Imperativ" von Kant für einen guten Ansatz.

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Man kann die Ausbeutung der Erde, die drastische Umweltverschmutzung, die Tonnen von radioaktivem Müll und die massive Tierquälerei nicht ignorieren.

Dominion

https://www.youtube.com/watch?v=V7DrljVAaYk

Strahlendes Vermachtnis - 100 000 Jahre Endlagerung

https://www.youtube.com/watch?v=ZVb5ldv-DEg

Die Lüge von der sauberen Energie, YellowCake (1/2)

https://www.youtube.com/watch?v=hdwERjsRVE4

usw.

Nur Getreide essen ist auch nicht gesund, sondern einseitige Ernährung. Es ist hinlänglich bekannt, dass jene, der sehr viele Getreideprodukte essen einen Reizdarm haben. Schließlich wird man auch nicht jeden Tag viele Eier essen. Oder dass sie für andere Speisen verwendet werden.

Leider mixt Du hier alles zusammen und machts daraus einen negativen ökologischen Einheitsbrei. Und aus dem fallweisen Gebrauch von Eiern machts Du ein ökologisches Problem, was auf die gleiche Stufe mit der Radioaktivität gestellt wird. Was absurd ist. Oder wenn Menschen fallweise ein Stück Fleisch, Fisch oder tierische Produkte essen. Dann ist Milch, Eier, Käse, Topfen usw. eine Luxusspeise. Denn eine ausgewogene Mischkost ist vorteilhaft und gesund.

Diese extreme Einstellung zeigt einmal mehr in welches sektenhafte Verhalten man sich bereist bei der Ernährung befindet, bzw. verstiegen hat.

Ergänzend möchte noch hinzufügen, dass der moralisch hochstehende Begründer des Christentums: Christus selber Fleisch und Fisch gegessen hatte. Und niemals davon gesprochen hat, dass das Essen von Fleisch ein "unmoralisches Verhalten" wäre. Leider schießt man jetzt weit über das Ziel hinaus, bzw. fällt von einem Extrem in das andere. Was ja leider auch zur deutschen Seele gehört. Entweder tut man überhaupt nichts(was ja die Regierungen der letzten Jahrzehnte bewiesen haben) oder alles wäre nur schlecht und müsste jetzt abgeschafft, bzw. verändert werden.

0
@Christian3684

Ach Christian, wer hat denn behauptet, dass ausschließlich Getreide essen gesund sei? Das war doch nur ein Beispiel, wieviel Input es braucht, um ein tierisches Produkt zu haben.

Die kapitalistische Lebensweise ist generell ein Problem, was die Erde auf Jahrtausende hinaus kaputt macht.

Und wo du gerade Christus erwähnst, ich glaube kaum, dass er diese Lebensweise gut gefunden hätte.

1
@5Leonarda

In der Antike haben die Menschen auch nicht schlecht gelebt. Fleisch und Fisch waren ein Bestandteil der Ernährung. Auf jeden Fall hat Christus Fleisch gegessen. Und im alten Testament wird sogar darauf hingewiesen welche Landtiere, Fische und Vögel man essen soll/kann und welche nicht.

Veganer hat es auf jeden Fall nicht gegeben, weil das ein extreme Ernährungsweise ist. Wieviel jeder ißt und was er ißt muss jeder selber entscheiden. Tatsache ist, dass in den drei Weltreligion keine vegane Ernährung den Menschen nahe gelegt wird. Und der totale Verzicht auf tierische Produkte wird auf jeden Fall die CO2 Belastung bestimmt nicht gravierend reduzieren.

Das Grundproblem welches Du nicht erwähnt hast liegt in der rasanten Zunahme der Weltbevölkerung. Die sich in den letzten 35 Jahre mehr als verdoppelt hat. Und weiter zunehmen wird, wenn nichts unternommen wird. Indem immer mehr Lebensmittel, Energie und Lebensraum benötigt wird. Was sowohl ökologische als auch existenzielle Probleme schafft. Und diese werden weiter zunehmen trotz dem Bemühen die CO2 Emissionen zu reduzieren. Was noch mehr Emigranten hervorbringen wird, und die Probleme, die damit verbunden sind.

Daran wird sich auch nichts ändern, wenn man auf Eier, Käse, Milch und auf das fallweisen Essen von Fisch oder Fleisch verzichten würde.

Wenn es also wichtig wäre die Zuchttiere zu reduzieren trifft das umso mehr auf die Menschen zu. Nur wird das paradoxer weise von den Ökolisten überhaupt nicht erwähnt, bzw. links liegen gelassen, weil wir uns nur mit unserer Situation beschäftigen und nicht mit der Überbevölkerung, die es bereits in Afrika, Südamerika, Indien, Fernen Osten gibt.

0
@Christian3684

Zur näheren Information empfehle ich wärmstens dieses Buch von Steven Rosen:

  • "Die Erde bewirtet euch festlich - Vegetarismus und die Religionen der Welt"
1

Veganismus ist ja nicht Mal gesünder, klimafreundlicher und ethisch korrekter. Jedenfalls nicht unter allen Umständen.

Ein Veganer kann bei seiner Ernährung eine Menge falsch machen, viele Veganer bekommen oder leiden längst unter Mangelkrankheiten, besonders Vitamin B12, Eisen, Jod und Kalzium wird bei dieser Ernährungsweise oft zum Problem.

Wer vegan lebt, kann trotzdem einen größeren ökologischen Fußabdruck hinterlassen als ein Nichtveganer, denn selbstredend werden auch vegane Produkte nicht emissionsfrei produziert - und eben der Veganer sehr gern auf Ersatzprodukte zurückgreift wie Avocado, Quinoa, Soja, Agar Agar und dergleichen, ist seine Nahrung sogar potenziell umwelt- und klimaschädlicher, als wenn er sich auch Tierprodukte auf dem Demeter-Hof kaufen würde.

Genauso sind Veganer ethisch-moralisch nicht gut aufgestellt, wenn sie auf ihre Mitmenschen heransehen, ihr eigenes Handeln nicht mehr reflektieren und sich keine Mühe mehr geben, doch noch etwas besser zu machen, da sie sich schon für die einzigen Superhelden und Planetenretter halten. Im Grunde ist Veganismus kaum etwas anderes als jede andere extremistische Lebenseinstellung: er lebt nur von der Arroganz, von einem eingefahrenen Weltbild, von striktem Dogmatismus, von Freund-Feind-Schemata und seinem Absolutheitsanspruch. Und das ist moralisch zutiefst verwerflich!

Wer vegan leben will, weil er sich selbst dafür entscheidet, den bewundere ich für seine Disziplin und seine guten Absichten. Immerhin machen sich solche Veganer Gedanken um die Welt in der sie leben und ihre Geschöpfe. Deshalb ist mir jeder Veganer immer noch sympathischer als jemand, der sich überhaupt keine Gedanken um Klima, Umwelt und Tierschutz macht.

Bleibt es jedoch nicht dabei, und der Veganer steigert sich hinein in seinen Extremismus, so verschließt er hinter sich ein Denkgebäude mit den starren Vorhängeschloss einer Ideologie, sie fortan nur noch angewandt oder ausgelegt, nicht aber reflektiert und fortentwickelt wird. Der Veganismus wird bei ihm dann zu einem quasi-religiösen Status, es wird nicht mehr diskutiert, sondern nur noch hinter den selbstauferlegten, einem Verzichtskult zugehörigen Scheuklappen geglaubt - und natürlich lassen diese Scheuklappen dann nur noch den Blick in eine Richtung zu. Solche Menschen verachte ich, denn sie haben sämtliche Menschlichkeit, jedes Verständnis und alle Toleranz zugunsten ihrer Ideologie aufgegeben.

Es esterns ziemlich unwahrscheinlich ist, dass die ganze Welt sich vegan ernähren wird.

Nicht unwahrscheinlich, sondern unmöglich.

Veganismus ist teuer

Nein. Keinesfalls teurer als eine vegetarische oder omnivore Ernährung.

wenn er bei der Tafel plötzlich den Anspruch einer veganen Ernährung erheben würde.

Warum? Er kann z. B. zur Versorgung mit Calcium bei der Tafel entweder Milch oder angereichertes Tafelwasser kaufen. Gleiches gilt für viele (nicht alle) ander Nährstoffe. Die Tafeln führen jede Menge veganes Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide usw.

und trotzdem weiterhin Eier kaufen,

Eier zu kaufen widerspricht zwar einer veganen Lebensweise, ist aber ökologisch und vom Tierschutz her gesehen sinnvoller als z. B. Bananen oder Avocado als Ei-Erstatz zu verwenden.

Veganismus mag gesünder

sicher nicht

klimafreundlicher

sicher nicht

und ethisch korrekt sein.

was ethisch korrekt ist, bestimmt jeder für sich selbst. Es gibt keine "generalisierte" Ethik. IMHO ist es ethisch inkorrekt, Tiere in Intensivtierhaltung zu halten. Und ebenfalls IMHO ist es ethisch korrekt, ein Wildschwein zu schießen und es zu essen. Ethisch inkorrekt ist es IMHO, ein Wildschwein aus Gründen der Bestandpflege zu schießen und dann das geschossene Tier auf die Müllhalde zu werfen.

Hört auf mit eurer Bekehrungsscheiße!

Ja, es wäre viele gewonnen, wenn Veganer und Fleischesser jeweils mit ihrer Bekehrungsscheiße aufhören würden. Wobei - was ist für Dich der Unterschied zwischen sachlicher Argumentation und "Bekehrungssscheiße"?

Zumal es gerade weltweit, Nahost, Brexit, Libanon, Russland, China, Hongkong, Afrika, genügend andere Probleme gibt, die ein Veganismus nicht lösen wird...

Irgendwo gibt es immer ein Problem, das noch größer ist. Sollen deswegen alle anderen Probleme ungelöst bleiben?

"Die Kita Gebühren sind zu hoch".
"Darüber klagst Du? In Nahost gibt es schlimmere Probleme".

"Die Feinstaubemissiionen sind zu hoch".
"Darüber klagst Du? In Nahost gibt es schlimmere Probleme".

"In Halle wurde eine Synagoge angegriffen".
"Darüber klagst Du? In Nahost gibt es schlimmere Probleme".

Alex

Es gibt eine auffällig hohe Anzahl an elitären Veganern die sich in ihren Gedanken über andere stellen da sie selbst angeblich "bewusster" leben als andere.

Wie bei allen Dingen stellt sich die Frage ob man vegan lebt für sich selbst oder ob man es den anderen unbedingt zeigen will, wählt man den Veganismus weil es für einen Sinn macht oder lebt man dannach um andere belehren zu können, macht man es weil es gut tut oder macht man es weil es einen "besonders" macht. Wenn eine Person einen extremen Aufmerksamkeits- und Mitteilungsbedarf hat dann kann man die Überzeugungen onehin nicht erst nehmen.

Elitäre Menschen sind oft nicht überzeugt von einer Sache, vielmehr geht es ihnen um das Gefühl besser als die anderen zu sein, dies hat sehr oft mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung und ähnlichen zu tun.

Veganismus ist ein recht trendiger moderner Lebensstil, der "bewusst' sein soll aber nicht unbedingt so gesund ist wie es dargestellt wird, auch die Natur wird dadurch nicht geschützt, schon allein der Import einiger dieser Trend Produkte verschwendet extrem viel Treibstoff, es gibt auch immer wieder neue wissenschaftliche Erkenntnisse die zeigen dass Veganismus nicht unbedingt gesünder ist bzw. sogar ungesund sein kann.

Umgekehrt wird ein Schuh draus, weil:

Vor allem hier - auf den Tags zum Thema "Veganismus" - findet sich eine "auffällig hohe Anzahl" elitärer Antiveganer und Tierprodukt-Lobbyisten, die sich (nicht nur) in Gedanken über Veganer stellen...;)

0

Was möchtest Du wissen?