Wieso wird Veganismus von vielen nur als Trend angesehen?

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Als "Trend" wird Veganismus meist nur von Menschen gesehen, die die Werte einer veganen Lebensweise nicht teilen, eine eher ablehnende Haltung dem Thema gegenüber haben, und sich wünschen, dass es wieder verschwindet.

Es ist bei jeder Sache so, dass Leute das mal ausprobieren um zu sehen, ob es etwas für sie ist, und dann wieder aufhören. Dieses Phänomen kennt auch jeder Fußballverein. Wer hinter den Werten einer veganen Lebensweise steht, bleibt normalerweise auch dauerhaft dabei.

Veganismus als Trend zu sehen, ist jedoch faktisch falsch. Die vegetarische Bewegung begann in Deutschland Mitte des 19. Jahrhunderts, Rückgänge gab es nur während und unmittelbar nach den Weltkriegen. Seit den 70ern steigt die Zahl der Vegetarier deutlich an. Seit etwa den 90ern auch die der Veganer. Mitte der 2000er war die Zahl der Veganer so weit gestiegen, dass die Medien begonnen haben, das Thema vermehrt aufzugreifen, wodurch die Zahl wieder sprunghaft anstieg. Für manche Außenstehende mag das wie ein plötzlicher Trend aussehen, tatsächlich ist es eine kontinuierliche Entwicklung, die schon seit rund 170 Jahren in Deutschland vor sich geht.

Wenn man nach der Bibel geht, wurde erst nach der Sintflut Fleisch gegessen.

Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt die Erde. (1. Mose 1.28) 2 Furcht und Schrecken vor euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. 3 Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich's euch alles gegeben

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@5Leonarda

Wieso? Wo steht da, dass kein Fleisch gegessen wurde? Das ist das erste, was ich höre. Sowohl vor als auch nach der Sintflut wurde Fleisch gegessen!

Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise

Das ist doch eindeutig?

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@tst59
Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise

Ja, aber das ist nach der Sintflut.

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@5Leonarda

Ich habe mich eine Zeit lang mit der Ernährung der verschiedenen "Vorstufen des Menschen" beschäftigt. Spannenderweise fand sich kein Beleg darüber, dass sich die vorherigen Homos von Fleisch ernährt haben. Trotzdem hält sich die These, dass das Gehirn erst durch Fleischkonsum wachsen konnte...

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@MeinDing777

Elefanten wird nachgesagt, dass sie ein sehr gutes Gedächtnis haben.

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@MeinDing777

Inzwischen geht man in der Anthropoligie eher davon aus, dass Kochen und die damit verbundene höhere Verfügbarkeit von Nährstoffen die Evolution unterstützt hat. Gekocht wurden wohl vor allem Wurzeln und Knollen.

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@tst59

Oder sollte Leute wie dich warnen, sich z.B. etwas unbelebtes wie ein leckeres Stück Stein zu essen.. Da steht noch der Vergleich "wie das grüne Kraut... "

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Veganismus wird immer nur eine religiös anmutende Nischenernährung sein, weil sie im Gegensatz zu vegetarisch und omnivor keine adäquate Ernährung für Menschen darstellt

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@Schrottifix

einmal mehr populistische Meinungen von dir, diese entbehren jegliche anatomisch/physiologische Grundlage, ist nur Wunschdenken der Fleischesser.

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@Schrottifix

Ich werde jetzt erstmal vegan leben, und zwar so lange, bis ich einen Betrieb gefunden habe, wo die Kälbchen auf der Weide bei Mutti aufwachsen dürfen. Bio Futter vorausgesetzt. - Dann werde ich mir ab und zu mal ein Stück Käse, ein Glas Jogurt und etwas Butter gönnen.

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@5Leonarda

Von solchen Betrieben gibt es mehr als genug. Wer sucht, der findet.

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@tst59

diese kleinen netten Betriebe schicken einen auch gerne ihre Produkte zu

muss man sich halt nur leisten können!

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@Schrottifix

Meiner Meinung nach geht das schon! Weniger ist mehr, oder nicht?

Lieber esse ich nur halb so oft Fleisch, dafür ein richtig gutes Stück.... Schon passt es! Der Preis ist nur eine Ausrede in 99,9% der Fälle.

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@Schrottifix

Zuschicken? Nein, das lass ich lieber. Ich häng mal ne Suchanfrage bei unserer Solawi auf.

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@Schrottifix

Genau! Weitere Motive für den Veganismus: soziale Abgenzung zwichen oben und unten, man kauft halt im Genesatz zu den armen Schluckern im Bio Supermarkt und kompensiert schlechtes Gewissen mit moralischem Mehrwert! Interessanter Zusammenhang: mit Harz 4 stieg drastisch der Umsatz an der Lidl Fleischtheke...vielleicht kaschiert die Debatte um Fleischverzicht einfach die soziale Frage?!

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@Kotelete

Sowas kann nur jemand schreiben, der die Werte einer veganen Lebensweise weder teilt, noch verstanden hat.

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@BerwinEnzemann

Und macht das meine Kritik richtiger oder falscher? Ob ich die Lebensweise teile ist irrelevant weil ich sie kritisiere, wobei ich hier nur an der Oberfläche kratze.

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@Kotelete

Was hat denn Veganismus mit Bio zu tun? Seit wann sind denn Hülsenfrüchte oder Kartoffeln besonders teuer? Das sind alles nur Vorurteile und Klischees.

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@BerwinEnzemann

Na ja, vegane Produkte kriegst du schon eher im Biolanden als im Discounter, zumindest ist dort die Angebotspalette ausgeprägter, die Billigkette ziehen klar nach weil es halt in Mode gekommen ist. Zumal Bio oft Nachhaltig sein soll, was bei Veganern bestimmt nicht auf Gegenliebe stösst.^^

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@Kotelete

Den letzten Satz verstehe ich nicht. Linsen und Kartoffeln beim Discounter sind genau so vegan wie im Bioladen. Teure Fleischersatzprodukte braucht kein Mensch.

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@BerwinEnzemann

Veganer Rotwein ist jedenfalls nicht beim Discounter erhältlich und wer teure Fleischersatzprodukte will entscheidet das am besten selbst. Veganer wollen ja schließlich niemandes Ernährung bestimmen.^^ Aber ich lehne diese Ideologie ohnehin philosophisch ab.

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@Kotelete

Das hinter deinen Kommentaren eine grundsätzliche Abneigung gegen das Thema steckt, war von Anfang an nicht zu übersehen. Ging ja schon mit abwertenden Vorurteilen los.

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@BerwinEnzemann

Na ja sicher bin ich Gegner des Veganismus, werde aber künftig meine Vorurteile weniger abwertend formulieren um meine Überzeugungskraft zu verbessern.

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@Kotelete

Eine kritische Haltung steht ja jeden frei. Schön wäre aber, wenn man sich in der Diskussion um Sachlichkeit bemüht, und nicht nur die eigene Ablehnung durchzudrücken.

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@BerwinEnzemann

Fair enough! Auf die Brücke setz ich dann doch einen Fuß :) Muss nicht immer polemisch sein.

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@Schrottifix
Veganismus wird immer nur eine religiös anmutende Nischenernährung sein, weil sie im Gegensatz zu vegetarisch und omnivor keine adäquate Ernährung für Menschen darstellt

Da stimme ich dir zu.

Eine Freundin von mir hat sich 2 Jahre lang Vegan ernährt, am Ende hatte sie mit Depressionen und Verdauungsprobleme zu kämpfen.

Mir ist das ganze Thema allerdings egal. Ich esse das, wo ich Lust drauf habe. Ob es nun Pferd, Kaninchen, Truthahn, Hai oder was auch immer ist.

Und wenn ein Mensch vegan leben möchte, soll er das tun. Wenn er Folgeschäden davon trägt, soll das nicht mein Problem sein.

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@Kotelete

Veganismus hat mit Bio nichts zu tun. Man kann vegane Produkte genauso im konventionellen Supermarkt oder wo auch immer kaufen. Außerdem ist Veganismus mehr als nur Fleischverzicht. Was also die Fleischtheke bei Lidl damit zu tun hat, ist nicht nachvollziehbar.

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@eppursimuove

Schon die Tatsache, dass Veganer B12 substituieren müssen zeigt, dass vegane Ernährung nicht in der Natur des Menschen liegt.

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@Aliha

Fleischesser komischerweise auch und B12 wir auch den Schlachttieren gegeben, fragt sich nur warum.

Die Fleischessen meinen mit B12 ein entscheidendes Argument zu haben, dem ist es nicht so, viele glauben, dass B12 von Tieren hergestellt wird, das ich falsch, B12 wird von Mikroorganismen hergestellt, welche am Boden und im sauberes Wasser leben.

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@eppursimuove

Tieren die artgerecht gehalten werden, muss kein B12 substituiert werden.

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@eppursimuove

Ich muss nicht nachdenken, ich weis, dass ein Mischköstler im Gegensatz zu einem Veganer kein B12 substituieren muss. Woher das B12 stammt, ist dabei völlig irrelevant. Die Tatsache dass es so ist, zeigt nur, dass Veganismus nicht die natürliche Lebensform des Menschen ist.

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@Aliha

deine "Begründung" zeigt, dass du dich mit der Materie nicht auskennst.

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@eppursimuove

Egal wo, wenn jemand nicht mehr weiter weis, dann kommt das "keine Ahnung Argument".

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@Aliha

weil ich viel mehr als z. B. du weiss, es ist leicht für mich schlecht informierte User schnell auszumachen, bilde dir nichts ein, du kennst dich leider mit der Materie nicht aus.

Du hast aber die Gelegenheit dazuzulernen, wenn du wissbegierig bist, wenn nicht, dann wirst du weiter falsche populistische Meinungen wiedergeben und daran glauben, was wiederum schnell auszumachen ist.

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@eppursimuove
weil ich viel mehr als z. B. du weiss

Einbildung ist auch eine Bildung.

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@Kotelete

"Veganer Rotwein ist jedenfalls nicht beim Discounter erhältlich"

Wie viele Flaschen Veganrotwein isst du?

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Richtig, es ist vor allem ein medialer Trend.

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@Kuhlmann26

nein, diese falsche Meinung hat mit zu kurz denken zu tun, was haben die Menschen gegessen, bevor Fleisch für fast jeden bezahlt wurde?

Warum ist unsere Anatomie nach so viele Jahrtausende immer noch die eines Pflanzenessers und nicht Omnivore/Karnivore?

Leute, lernt eure eigene Anatomie kennen bevor wieder falsche Behauptungen ausgelassen werden, diese haben nur einen Zweck: das Gewissen der Fleischesser zu beruhigen, sachlich sind sie nicht, nur "Gute Nachrichten für schlechte Essgewohnheiten der Fleischesser"

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@eppursimuove

Welche falsche Meinung? Über vegane Ernährung äußere ich gar keine Meinung. Und damit kann ich auch keine falsche Behauptung dbzgl. aufgestellt haben.

Ich habe lediglich gesagt, dass das, was wir gerade erleben, ein medialer Trend ist. Also die Zunahme von Berichten, Informationen, Literatur usw. über vegan Ernährung.
Menschen haben sich schon immer vegan ernährt.

Wenn sich Berichte über den Klimawandel mehren, heißt das nicht, dass sich das Klima vermehrt wandelt. Es wandelt sich, wie es sich immer gewandelt hat. Mal mehr, mal weniger.

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@Kuhlmann26

wer hat das geschrieben und warum kommt deine Erklärung erst jetzt?

"Richtig, es ist vor allem ein medialer Trend."

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@Kuhlmann26

Was man als "medialen Trend" bezeichnet, kann ja sehr beliebig sein. Ich kann auch die Ernährung mit tierischen Proteinen aus "medialen Trend" bezeichnen. Persönlich halte ich viel davon, sich mit möglichst wenig oder gar keinen tierisch produzierten Eiweißen zu ernähren. Auch die vegane Ernährung hat sehr gute Gründe, die für sie sprechen.

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@Schwede47

Interpretiere ich Deinen Kommentar richtig, dass du glaubst, ich sei gegen vegane Ernährung? An welcher Stelle meiner Antwort ist das herauszulesen?

Meine Antwort ist so zu verstehen, das ich vor allem die Berichterstattung darüber für einen Trend halte. Vegane Ernährung ist das was sie schon immer war: eine Randerscheinung. Aber weil es eine Ernährung ist, die nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung praktiziert, ist sie doch nicht schlecht. Im Gegenteil, ich finde sie gut. Aber darum ging es in der Frage nicht. Zumindest ist sie nicht so gestellt.

Viele gute Dinge, werden nur von Wenigen getan. Ich finde es zum Beispiel gut, wenn Menschen nicht in die Schule gehen. Das ändert nichts daran, dass sie zu einer Minderheit gehören.

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@Schwede47

Ich habe absichtlich »ein kleiner Prozentsatz« geschrieben und keine konkrete Zahl genannt; abgesehen davon, dass ich die Zahl nicht kenne. 8 Millionen ist natürlich keine kleine Zahl, 10 Prozent ist aber ein kleiner Prozentsatz. 😉

Nun müssen wir nur noch die Zahl der Veganer bestimmen. Vegetarier sind schließlich keine Veganer.

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@Kuhlmann26

Das stimmt, da sollte man unterscheiden. Auch die Gründe für eine solche Ernährung können ja recht unterschiedlich sein. Ein Freund von mir ernährt sich beispielsweise vegan, weil so der Flächenverbrauch and landwirtschaftlichen Flächen geringer ist als bei einer Ernährung mit tierischen Produkten.

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Ja, nur kannst du nicht von dir auf andere schließen und dass etwas als Trend genannt wird, ist ja nicht negativ.

Es ist nur wie mit allem: mal raucht jeder (natürlich nicht jeder, aber die Mehrheit), mal trinkt man Bier, mal Red Bull, mal keine Eier, mal vegetarisch, mal kein rotes Fleisch, mal keinen Kaffee, mal vegan etc.

Es gibt so viele absolute Trends und alle sind nach Jahren irgendwann mal abgelaufen.

Klar gibt es danach immer noch viele, die Veganer bleiben. Aber nicht mehr so viele.

Ohne dass ich jetzt auf Sinn und Unsinn eingehe. Ich war auch Vegetarianer und hatte eigentlich immer die Schnautze voll, bei jedem Essen jedem erklären zu müssen, dass ich kein Fleisch mochte. Das ist heute anders. Aber eben andersrum. D.h. die Leute müssen sich in manchen Kreisen erklären, warum sie etwas vermeintlich Schädliches essen oder gebrauchen. Heute. Übermorgen ist es wieder anders.

Im Leben ändert man sich. Auch werden in einigen Jahren andere medizinische Auswertungen vorhanden sein. Ebenso könnte man auch sagen, dass vernünftige Menschen (mal dahingestellt, ob Veganer dazugehören oder nicht) sowieso weniger Kinder haben, also auch von daher der Trend abnehmend sein könnte.

Dazu kommt: man kann auch nicht in die Geschichte sehen. Wir gehen turbulenten Zeiten entgegen. Wenn mal eine richtige Wirtschaftskrise kommt oder gar Lebensmittel rar werden, ist man nicht mehr so wählerisch wie in der heutigen Wohlstandsgesellschaft. Zudem ist der M-Hintergrund aus bestimmten Regionen in jungen Jahren schon fast mehrheitlich. Und dort schert man sich einen Dreck um vegan. Es werden also immer weniger Verfechter unserer Kultur vorhanden sein, die auf immer größere Gegenwehr treffen werden. Dass heute Grün vorne ist, ist nur ein Zeichen, dass die Leute die Schnautze voll haben. Wenn Grün nicht liefert, kommt hellblau dran. Davon abgesehen, dass unter den Grünen eben auch viele sind, die ggf. in Zukunft eher eine Islampartei wählen werden, sobald die mal richtig aufgestellt ist.

Trends haben auch immer was mit Mode im weitesten Sinne zu tun. Nun sind die Grünen in Mode. Ökologie. Keine Drogen, kein Alkohol, kein Auto. Dafür Smartphones und Soziale Netzwerke. Die kommen immer mit Pseudo-Weisheiten und alle sind so toll und gut. Es ist auch eine Art Gruppenzwang. Wenn morgen wieder alles am Heroin hängt (nur als Beispiel), ist Vegan kein Thema mehr.

Dem Imperium scheint die Aufrechterhaltung des weltweiten Karnismus wichtig zu sein. Warum dies so ist, darüber könnte man spekulieren.

Um die Anzahl der neueinsteigenden Veganer/Vegetarier einzudämmen, benutzen die Karnisten-Missionare Aussagen wie "Ist nur ein Trend, so können wir nicht auf Dauer leben" oder "Ein paar harmlose Spinner" als rhetorische Propagandafigur.

Wenn jemand, der jahrelang Fleisch gegessen hat, plötzlich auf "total vegan" umstellt, dürfe er tatsächlich nach einiger Zeit das Gefühl haben, daß ihm was fehlt, und falls er dafür kämpfen mußte, daß seine Umgebung seine neue vegane Ernährung akzeptiert, wird er dann wahrscheinlich doch Fleisch essen, und zwar heimlich, um sich nicht zu blamieren - dabei ist ein Rückfall in alte Gewohnheiten völlig normal, und es wird auch nicht geraten, plötzlich umzusteigen. Sowas kann u.U. Jahre dauern.

Manche anderen sind schon als Kinder größtenteils vegan aufgewachsen und sind pumperlgesund und geistig wach.

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