Meine Eltern wollen mich rausschmeißen, was kann ich machen?

16 Antworten

Mit den Eltern zusammensetzen. Gemeinsam erörtern ab welchem Datum sie denn den Auszug wünschen und zu welchem Zeitpunkt es denn realisierbar sein kann (so das man genügend Zeit hat um für dich eine neue Unterkunft und Quelle zu finden).

"Eigentlich" sollte man mit 27 Jahren bereits das eine oder andere gehört haben über diverse Möglichkeiten. Also, wohin man sich wenden kann wenn man eine Arbeit sucht, wohin man sich wenden kann um sich arbeitslos/ arbeitssuchend zu melden.

Hat man sich arbeitslos gemeldet, kann man anfragen wie das denn aussieht mit dem Finden einer geeigneten Unterkunft, so das diese anfallenden Kosten (Miete und Lebenserhaltungskosten) vom Amt dann auch übernommen werden. Bevor man also auf die Suche nach einer neuen Bleibe geht sollte man sich zumindest mal genauestens darüber informieren wieviele Quadratmeter/ wieviel Miete maximal vom Amt in deinem Fall/ in deiner Wohngegend übernommen werden würde. Nicht das du am Ende eine Wohnung gefunden hast die das Amt nicht finanzieren will "weil zu groß, zu teuer im Unterhalt".

Eigentlich wars doch schon klar das deine Eltern irgendwann die Notbremse ziehen. Wer mag schon gerne den Nachwuchs (der nicht aus dem Quark kommt) auf ewig daheim mitschleifen.

Oh und Jobs, die wurden nicht ins Ausland verlagert. Weder Hilfsjobs noch Jobs für Praktikanten oder ungelernte Kräfte. Weder Ausbildungen noch feste Anstellungen.

Naja, geh einen Schritt nach dem anderen.

Durch das Gespräch mit deinen Eltern zeigst du aber folgendes: Ich nehme euren Wunsch ernst, ich mache mir Gedanken über die nun folgenden notwendigen Schritte.

Mach das, sonst sitzt du am Ende tatsächlich "von heute auf morgen" auf der Straße (nachdem lange vorher dieser Tag angekündigt wurde).

Was du machen sollst? Erst einmal solltest du dich bei deinen Eltern dafür bedanken, dass sie ihren Sohn so lange durchgefüttert haben. Wärest du mein Kind, stündest du schon lange auf der Straße.

Weiter solltest du dafür sorgen, dass du irgend etwas lernst, was verwertbar ist. Du könntest z.B als Müllmann arbeiten, Geld sparen und einen Führerschein machen. Sobald du Initiative zeigst, wird auch das Jobcenter dich unterstützen, und du kannst Kurse machen, oder eine Lehre machen. Aber das setzt voraus, dass du selber aktiv wirst, und so wie ich das sehe, mangelt es bei dir an Willen und Durchhaltevermögen.

Es gibt überall Arbeit, auch für Leute die nichts gelernt haben. Aber natürlich ist das keine schöne, angenehme, saubere Arbeit, sondern es sind Tätigkeiten, die keiner machen möchte: Schlachthof, Container putzen am Hafen, Gehilfe in der Landwirtschaft, Grünanlagen pflegen, Bahnhof putzen. Das ist schon mal ein Anfang, und so kannst du zumindest Geld verdienen. Wenn du dann gescheit bist, kannst du etwas zurücklegen, und du kannst es im Leben zu etwas bringen.

Oder du lässt dich vom Staat unterhalten, treibst dich umher und wirst, sobald das Sozialsystem bröckelt, was sicher eines Tages kommen wird, von der Suppenküche leben. Das ist denkbar unattraktiv, also lohnt es sich, um zu denken, und sich nicht länger wie ein Riesen-Dodo von den Eltern oder von der Allgemeinheit ernähren zu lassen.

Aber wie soll ich das machen wenn ich keinen Job habe bzw. keinen Job finden kann.

Keine Ahnung aber mit 27 sind deine Eltern raus aus der Nummer. Wende dich ans Jobcenter, wenn du deinen Lebensunterhalt nicht selbständig erwirtschaften kannst.

Gibt es ein Amt wo ich mich melden kann

Jobcenter.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Das Jobcenter gibt dir über 400 Euro zur freien Verfügung plus Miete und Heizung für eine angemessene Wohnung. Du musst das nur beantragen.

SGB II § 37 Antragserfordernis: "(1) Leistungen nach diesem Buch werden auf Antrag erbracht. [...] (2) Leistungen nach diesem Buch werden nicht für Zeiten vor der Antragstellung erbracht. Der Antrag auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts wirkt auf den Ersten des Monats zurück."

Gruß aus Berlin, Gerd

Antrag auf ALG - 2 und einen formlosen Antrag auf Kostenübernahme für eigenen angemessenen Wohnraum beim Jobcenter stellen, ab 25 steht dir das bei Bedürftigkeit und Arbeitsfähigkeit von min.3 Stunden pro Tag zu.

Wenn das alles durch ist, kannst du auch noch einen Antrag auf eine Erstausstattung für die erste eigene Wohnung stellen.

"Arbeitsfähigkeit"? Nein! ALG II gibt es auch mit AU ;-). Entscheidend ist die Erwerbsfähigkeit!

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@GerdausBerlin

Wenn das dein einziges Problem ist und es dir dann besser geht, dann eben Erwerbsfähigkeit !

Ich denke mal das jeder außer Dir weiß was damit gemeint ist, nicht umsonst habe ich das mit den min.3 Stunden erwähnt, da sollte es doch klar sein das es hier nicht um eine normale AU - geht.

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